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Weibliche Seeleute

Deine Rechte und an wen du dich wenden kannst

Wenn du zur See fährst und Hilfe bzw. Beratung zu Aspekten deiner Beschäftigung benötigst, wende dich an deine Seeleutegewerkschaft. Mitglieder von der ITF angeschlossenen Gewerkschaften profitieren von zusätzlichen Vorteilen und Schutzleistungen.

Wir beschäftigten ein Team von über 150 Inspektor/innen und Kontaktpersonen in Häfen rund um den Globus, die im Rahmen ihrer Ausbildung speziell für Gender-Fragen sensibilisiert wurden. Wenn du Probleme im Zusammenhang mit deinen Arbeitsbedingungen, deiner Bezahlung oder den Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen an Bord deines Schiffes hast, nimm Kontakt zu einer/m unserer Inspektor/innen auf.

Mutterschutz für weibliche Seeleute 

Die Mutterschutzbestimmungen sind je nach dem Land, in dem du arbeitest, unterschiedlich.

  • Schiffe unter Nationalflaggen Wenn dein Schiff unter der Flagge deines Herkunftslandes fährt, gelten für dich die Gesetze und Rechte, die in den von deiner Gewerkschaft abgeschlossenen Kollektivverträgen festgelegt sind. 
  • Billigflaggenschiffe Der Mutterschutz richtet sich nach der Gesetzgebung des Flaggenstaats, was möglicherweise bedeutet, dass du keinerlei Ansprüche hast. Von der ITF genehmigte Verträge garantieren jedoch Mindestrechte.
  • Handelsschiffe IVon der ITF genehmigte Verträge sehen vor, dass schwangere Seeleute auf Kosten des Unternehmens heimgeschafft werden und Anspruch auf eine Ausgleichszahlung in Höhe von zwei Monatsheuern haben. Wenn dein Unternehmen diese Bestimmungen nicht erfüllt, nimm Kontakt zu einer/m Inspektor/in auf.

Auf Schiffen, die in Küstengewässern fahren oder einen Arzt an Bord haben, können schwangere Frauen in der Regel unbedenklich bis zu einem späten Schwangerschaftsstadium arbeiten – in britischen Gewässern beispielsweise bis zu 28 Wochen. Bei einer Tätigkeit auf Hochseeschiffen müssen die Risiken einer Schwangerschaft auf See jedoch sorgfältig abgewogen werden. Wenn du Rat suchst, wende dich an deine Gewerkschaft oder an eine/n ITF-Inspektor/in.

Denke daran, eine Schwangerschaft ist kein Disziplinarvergehen. Die ITF wendet sich aufs Schärfste gegen Arbeitgeber, die Maßnahmen gegen schwangere Frauen ergreifen.

Brauchst du eine vertrauliche Beratung? SeafarerHelp kann dich weiterleiten.

Mobbing, Belästigung und Diskriminierung 

In einer männerdominierten Branche sind Frauen – wenn auch nicht nur sie – häufig Opfer von Mobbing, Belästigung oder Diskriminierung.

Mobbing und Belästigung sind schwerwiegende Probleme, die für die betroffenen Beschäftigten ernste gesundheitliche Folgen haben können und die Fähigkeit zur Ausübung ihrer Tätigkeit erheblich beeinträchtigen können. Wir haben eine Politik formuliert, um dieses Problem in Angriff zu nehmen. Europäische Reeder und die Mitgliedsorganisationen der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) haben darüber hinaus klare Leitlinien vereinbart.

Diskriminierung hat viele Gesichter, wie z. B.

  • Vorenthaltung von Arbeitsplätzen und Beschäftigungsmöglichkeiten aufgrund von Geschlecht, Rasse, Nationalität oder sonstigen Gründen.
  • ungleiche Bezahlung gleicher Arbeit.
  • mangelnde Einrichtungen oder Ausrüstung für Mitglieder des jeweils anderen Geschlechts.

Es ist keine Diskriminierung, wenn du für eine Tätigkeit eingesetzt wirst, die du nicht willst, die aber normalerweise von Beschäftigten des anderen Geschlechts desselben Dienstgrads ausgeübt WIRD.

Wenn du Mobbing, Belästigung oder Diskriminierung ausgesetzt bist, nimm Kontakt zu deiner Gewerkschaft oder einer/m  ITF-Inspektor/in  auf.

Hier findest du weitere Informationen darüber, was die ITF für weibliche Verkehrsbeschäftigte tut.

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