RSS Feed https://www.itfglobal.org/de de SG-STAR Fund Taskforce Develops CrewSafe Audit Programme and Attracts more Global Partners https://www.itfglobal.org/en/news/sg-star-fund-taskforce-develops-crewsafe-audit-programme-and-attracts-more-global-partners <span class="field-title">SG-STAR-Fund-Taskforce entwickelt ein Auditprogramm für sichere Crewwechsel und gewinnt weitere globale Partner</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Partners.png?itok=WbqvXsiF" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 12/04/2020 - 09:30</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><strong>Gemeinsame Erklärung der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), des International Maritime Employers' Council (IMEC), der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS), der Hafenbehörde von Singapur (MPA), der Singapore Shipping Association (SSA), der Singapore Maritime Officers' Union (SMOU) und der Singapore Organisation of Seamen (SOS)</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><strong><em>IMEC-ITF-Quarantäneprojekt in Manila erfüllt die Kriterien für sichere Crewwechsel </em></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Singapore Shipping Tripartite Alliance Resilience (SG-STAR)-Fonds ist die erste dreigliedrige Initiative auf globaler Ebene mit internationalen Partnern, darunter die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), der International Maritime Employers' Council (IMEC) und die Internationale Schifffahrtskammer, die mit Interessenvertretern in Seefahrtsnationen an konkreten Lösungen für einen sicheren Crewwechsel arbeitet, und zwar zunächst auf den Philippinen. </span></span></span></p> <ol> <li><span><span><span><span>Der SG-STAR-Fonds wird seit kurzem von weiteren internationalen Organisationen unterstützt – der Global Maritime Forum Maritime Industry Crew Change Taskforce, INTERTANKO, dem norwegischen Reederverband und dem World Shipping Council sowie von sieben Hafenbehörden aus Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate), Antwerpen (Belgien), Barcelona (Spanien), Hamburg (Deutschland), Rotterdam (Niederlande), Sines (Portugal) und Vancouver (Kanada).  </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Die SG-STAR-Fonds-Taskforce (SFTF), die von der Singapore Shipping Association (SSA) geleitet wird und der Vertreter*innen der Hafenbehörde von Singapur (MPA), der Singapore Maritime Officers' Union und der Singapore Organisation of Seamen angehören, hat ein CrewSafe-Auditprogramm entwickelt, das auf dem in Singapur praktizierten Modell für die Durchführung von Crewwechseln basiert, sichere und skalierbare "Korridore" für den Besatzungswechsel zu schaffen. Dies soll dazu beitragen, Qualitätskontrollen von Quarantäne-/Unterbringungseinrichtungen sowie medizinischen Diensten und Zentren für die Entnahme von Abstrichen in Herkunftsländern von Seeleuten zu gewährleisten. Weitere Informationen siehe <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/Annex%20A.pdf">Anhang A</a>. </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Die SFTF hat Prüfer*innen mit der Begutachtung der unlängst eröffneten Einrichtungen für sichere Quarantäneverfahren von IMEC und ITF im St. Giles Hotel und im Marriot Hotel in Manila, (Philippinen) sowie der sicheren Quarantäneverfahren des norwegischen Reederverbandes im Marriot Hotel und im Molekular- und PCR-Labor des Seeleutekrankenhauses der Gewerkschaft AMOSUP beauftragt. Die SFTF bekundete ihre Zufriedenheit darüber, dass diese Einrichtungen die CrewSafe-Kriterien erfüllen und unter anderem den Anforderungen an ein sicheres Management entsprechen. Eine Liste dieser vier Einrichtungen ist in <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/Annex%20B.pdf">Anhang B</a> zu finden. </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Die SFTF prüft weitere Verbesserungen des CrewSafe-Auditprogramms, die den Einsatz elektronischer, manipulationssicherer, intelligenter, tragbarer Geräte während der Zeit, in der sich die Besatzung in Quarantäne befindet, sowie eine sichere Bearbeitung der Unterlagen der an Bord gehenden Besatzung beinhalten könnten.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Nach der Bestätigung durch die Prüfer wird die MPA die Antragsverfahren für die Anmusterung von Besatzungsmitgliedern, die aus diesen anerkannten Einrichtungen in Singapur an Bord von Schiffen gehen, straffen, um den Crewwechsel auf sichere und verantwortungsvolle Weise zu erleichtern.   </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>"Singapur nimmt seine Verantwortung, die sichere Ablösung von Schiffsbesatzungen zu ermöglichen, ernst. Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren globalen dreigliedrigen Partnern die Entwicklung praktischer Lösungen für den Crewwechsel inmitten der Pandemie zu beschleunigen. Wir freuen uns auch über die Unterstützung der Häfen von Abu Dhabi, Antwerpen, Barcelona, Hamburg, Rotterdam, Sines und Vancouver sowie internationaler maritimer Organisationen wie der Global Maritime Forum Maritime Industry Crew Change Taskforce, INTERTANKO, des norwegischen Reederverbands und des Weltschifffahrtsrates, bei der Anerkennung des CrewSafe- und anderer Programme durch den SG-STAR-Fonds als globale Initiative zur Ermöglichung eines sicheren Crewwechsels. Wir freuen uns darauf, weitere gleichgesinnte Partner in dieser globalen Allianz willkommen zu heißen", sagte Quah Ley Hoon, die Geschäftsführerin der MPA.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>"Die SFTF strebt eine allmähliche weltweite Anerkennung des CrewSafe-Verfahrens an, um die sicheren und geschützten Einrichtungen auszuweisen. Eine solche Anerkennung durch nationale Regierungen und internationale Organisationen wird eine größere Beteiligung sicherstellen und eine langfristige Lösung für die grenzüberschreitende Bewegung von Schiffsbesatzungen herbeiführen", so Nitin Mathur, Mitglied des SSA-Rates und Vorsitzender der SFTF.</span></span></span></span></li> </ol> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/seeleute" hreflang="de">Seeleute</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 02 Dec 2020 09:45:12 +0000 Natalie 195002 at https://www.itfglobal.org Unbreakable solidarity with HIV-positive transport workers on World AIDS Day 2020 https://www.itfglobal.org/en/news/unbreakable-solidarity-hiv-positive-transport-workers-world-aids-day-2020 <span class="field-title">Unverbrüchliche Solidarität mit HIV-positiven Verkehrsbeschäftigten am Welt-Aids-Tag 2020</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/World%20AIDS%20Day%20Webimage.png?itok=Xf4O3oJy" width="1690" height="887" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 12/03/2020 - 16:03</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><strong><span lang="" xml:lang="">ERKLÄRUNG DES ITF-GENERALSEKRETÄRS STEPHEN COTTON | HIV/AIDS | CREWWECHSELKRISE</span></strong></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><span lang="" xml:lang="">Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und ihre globale Gewerkschaftsfamilie repräsentieren wohl Hunderttausende der weltweit 37,9 Millionen Menschen, die mit HIV oder Aids leben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Diese Menschen sind unsere Väter, unsere Mütter, unsere Schwestern, unsere Brüder, unsere Kinder und unsere Arbeitskolleginnen und -kollegen. Sie sind wir.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Im Jahr 2020 haben wir in weiten Teilen der Welt bei der Reduzierung des Stigmas und der Scham, die mit dieser Krankheit verbunden sind, viel erreicht, einer Krankheit, die unbehandelt immer noch zu früh das Leben derer nehmen kann, die uns wichtig sind. Und es gibt immer noch unzählige weitere, die ein Leben lang mit Gesundheitsproblemen und teuren Arztrechnungen zu kämpfen haben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Ich möchte all jenen HIV-positiven Verkehrsbeschäftigten, die unsere Busse lenken, Fahrkarten für unsere Züge verkaufen, unsere Schiffe steuern, unsere Hafenkräne bedienen, unsere Flugzeuge reinigen oder unsere Fische fangen, bekunden: Euch gilt unsere unverbrüchliche Solidarität.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Nicht nur, weil der diesjährige Welt-Aids-Tag unter dem Motto steht "Globale Solidarität, geteilte Verantwortung". Sondern weil Solidarität, echte Solidarität – durch unser Handeln und unsere Taten – ein gewerkschaftlicher Grundwert ist. Sie macht uns stark und gut und unschlagbar.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Ich möchte diesen Verkehrsbeschäftigten – denen, die darum kämpfen, die Medikamente und die Behandlung zu bekommen, die sie brauchen, die ihren Status noch immer vor ihren Vorgesetzten oder Freunden verbergen müssen, denen gesagt wurde, dass sie wahrscheinlich vor der Person sterben werden, mit der sie glaubten, alt zu werden, die jemals die Lüge geglaubt haben, dass sie ihr Schicksal verdienen – unsere unumstößliche Solidarität aussprechen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Wir schätzen euren Beitrag für die Welt, ganz gleich, für wie groß oder klein ihr ihn heute vielleicht haltet. Ihr seid Verkehrsbeschäftigte. Ihr haltet die Welt in Bewegung. Ohne euch kommt nichts voran.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Es bleibt noch viel zu tun, um sicherzustellen, dass allen Verkehrsbeschäftigten der freie und gleichberechtigte Zugang zu der hochwertigen Gesundheitsversorgung und die sozialen Würde zuteil werden, die sie brauchen, um ein langes, glückliches und gesundes Leben zu führen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Zu den dringendsten Aufgaben gehört die Solidarität mit HIV-positiven Seeleuten, die sich gerade jetzt in einer zweifachen Krise befinden. Die Crewwechsel-Krise, die dadurch ausgelöst wurde, dass Regierungen im Rahmen von Quarantäneauflagen Grenzen schließen und Seeleuten verbieten, an Land zu gehen, hat zur Folge, dass Seeleute keinen Zugang zu den HIV-Medikamenten und der medizinischen Behandlung haben, die sie brauchen, um gesund zu sein und – in vielen Fällen – um am Leben zu bleiben.</span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><strong><span lang="" xml:lang="">Medikamentenkrise für HIV-positive Seeleute</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Die globale Schifffahrtsbranche stützt sich auf ihre Arbeitskräfte, die Seeleute aus aller Welt. Diese knapp zwei Millionen Menschen bedienen die 65.000 Schiffe, die die Lieferketten der Welt aufrechterhalten. Tatsächlich sorgen Seeleute für die Beförderung von 90 Prozent aller Produkte, die wir anziehen, kaufen, fahren und essen – einfach allem. Und kurz vor der Pandemie gehörten dazu auch über 300.000 Seeleute in der unglaublich vielfältigen Kreuzfahrtindustrie.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Zu dieser globalen Belegschaft gehören Seeleute aus allen Ländern, einschließlich Philippinen, China, Indien, Indonesien, Russland, Ukraine, Samoa, Großbritannien, USA, Italien und Norwegen. Sie sind eine kosmopolitische Truppe, die qualifizierte Arbeit in einem Umfeld verrichtet, das sowohl physisch als auch psychisch äußerst belastend und anstrengend sein kann.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Die sechs- oder oft siebentägige Arbeitswoche der Seeleute wurde durch kurze Landgänge unterbrochen. Es ist zu betonen, dass das historische Klischee von unter Hormonstau leidenden Matrosen, die ihre knappe Zeit an Land für wilde sexuelle Eskapaden mit der örtlichen Frauenwelt nutzen, sowohl veraltet als auch ziemlich beleidigend ist, wenn man die moderne, professionelle Schifffahrtindustrie betrachtet. Wie bei vielen anderen Verkehrsbeschäftigten, die im Rahmen ihrer Arbeit nationale Grenzen überschreiten, ist die HIV-Infektionsrate unter Seeleuten jedoch relativ hoch. Es muss noch genauer erforscht werden, warum genau dies der Fall ist, doch scheinen Einstellungsunterschiede zwischen den Kulturen über Präventionsmittel wie Kondome ein Faktor zu sein. Auch der Zugang zu solchen Produkten, falls man sie doch benutzen wollte, ist ein Problem.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">In einigen Ländern ist jetzt eine Präexpositionsprophylaxe (PrEP) erhältlich, die von den nationalen Gesundheitssystemen oder privaten Versicherern subventioniert wird. Das Medikament kann das HIV-Infektionsrisiko einer Person äußerst wirksam verringern, aber die rezeptfreie Beschaffung kann schwierig sein. Das bedeutet, dass häufig Verschreibungen erforderlich sind, aber die Beschaffung international gültiger Rezepte ist nicht immer möglich.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Für die Seeleute, die sich infizieren, ist HIV im Jahr 2020 kein Todesurteil. Die moderne Medizin hat uns Medikamente und Unterstützung zur Verfügung gestellt, die es HIV-Positiven ermöglichen, ein langes und relativ gesundes Leben zu führen. Medikamente nach der Exposition können sogar die Ansteckungsgefahr des Virus aufheben – d. h. es besteht so gut wie kein Risiko, künftige Sexualpartner*innen anzustecken. Damit werden die Schuld und der Scham, die seit jeher mit dem Virus verbunden sind, zumindest teilweise beseitigt. Aus Scham haben manche Menschen sich nicht mit ihrem Gesundheitszustand und dessen Gefahr für ihr Leben auseinandergesetzt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Trotz dieser Fortschritte bei der Behandlung bleiben in manchen Bevölkerungsgruppen soziale Stigmatisierung und Vorurteile in den Köpfen einiger Personen bestehen. Ich habe Verständnis für die Beschäftigten, die ihren Status gegenüber ihrem Arbeitgeber oder ihren Kolleg*innen lieber nicht offenlegen, sofern es nicht unbedingt notwendig ist. Aber die Geheimhaltung ihres Status an Bord kann für Seeleute, die mit HIV oder AIDS leben, problematisch und belastend sein. Auf Schiffen, die für Monate zum schwimmenden Zuhause werden, gibt es nur wenig Privatsphäre.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Schon vor der Pandemie war der Zugang zu HIV-Medikamenten für Seeleute schwierig und nur sporadisch möglich. Antiretrovirale Medikamente zur Kontrolle der Viruslast für HIV-Positive sind in einigen Ländern entweder nicht rezeptfrei zu bekommen oder von den Regierungen gänzlich verboten. Pech, wenn der Vorrat kurz vor dem Anlegen in solchen Ländern zur Neige gegangen ist.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Im Jahr 2020 verschärft sich dieses Problem zusätzlich. Als Reaktion auf Covid-19 schlossen die meisten Regierungen der Welt ihre Grenzen – auch für Seeleute, die an Bord von Schiffen arbeiten. Seit dem Beginn der Crewwechsel-Krise im März saßen bis zu 400.000 Seeleute bei der Arbeit an Bord von Schiffen auf der ganzen Welt fest und konnten nach Abschluss ihrer Verträge nicht nach Hause zurückkehren. Diese Grenz- und Landgangssituation macht die Dinge für Seeleute, die mit HIV leben, zweifellos noch komplizierter (und potenziell gefährlicher). In einer kürzlich durchgeführten Umfrage unter Seeleuten, die von der Crewwechsel-Krise betroffen sind, gab fast ein Drittel der Seeleute an, dass sie gesundheitliche Probleme haben, für die sie eine Behandlung benötigen, die sie aber nicht erhalten.<br /> <br /> Da HIV das Immunsystem eines Menschen angreift, zerstört und beeinträchtigt es die Funktion der Immunzellen, wodurch HIV-Positive anfälliger für Infektionen und einige Krebsarten sind. Selbst mit Medikamenten kann es schwerwiegende Folgen für die langfristige Gesundheit HIV-positiver Seeleute haben, wenn sie selbst bei den geringfügigsten Problemen nicht die erforderliche medizinische Versorgung erhalten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Im Verlauf dieser Pandemie haben wir gesehen, auf welch oft schändliche Weise Regierungen ihre Grenzen schlossen und diesen systemrelevanten Arbeitskräften ungeachtet der Folgen für ihre Gesundheit den Zugang zu medizinischer Behandlung versperrten. Manche Regierungen haben </span><a href="https://www.theaustralian.com.au/breaking-news/coronavirusplagued-ship-leaves-australian-waters-for-the-philippines/news-story/641036c036692367069cb43931e89214"><span>Schiffe mit mit Covid infizierten Crewmitgliedern wieder zurück auf See geschickt</span></a><span lang="" xml:lang="">. Andere </span><a href="https://splash247.com/seafarers-right-to-emergency-medical-treatment-ashore-in-the-spotlight/"><span>hinderten Schlaganfallopfer daran, zur Behandlung an Land zu kommen</span></a><span lang="" xml:lang="">. Obwohl wir seit acht Monaten mit Covid leben, verbieten die meisten Länder immer noch den Landgang, was es HIV-infizierten Seeleuten unmöglich macht, diskret ihren Vorrat an antiretroviralen Medikamenten aufzufüllen oder andere Rezepte einzulösen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Trotz des aufopferungsvollen Einsatzes der Seeleute sind die Regierungen gerne dazu bereit, weiterhin die Güter duchzuwinken, die die Seeleute der Welt Tag für Tag befördern. Die 'systemrelevanten Güter' dürfen an Land - aber die 'systemrelevanten Arbeitskräfte', die sie bringen, nicht. Ich bin sicher, dass den mit HIV lebenden Seeleuten, die derzeit nicht in der Lage sind, sich an Land Medikamente zu beschaffen, die tragische Ironie nicht entgeht, dass sie es sind, die Seeleute, die letztendlich in den kommenden Monaten die persönliche Schutzausrüstung, die medizinischen Hilfsgüter und möglicherweise sogar einige der Covid-Impfstoffe an eben diese Küsten bringen werden – so wie sie während der gesamten Pandemie auch andere Gesundheitsprodukte geliefert haben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Bei allen düsteren Umständen der Pandemie für Seeleute, die mit HIV leben, gibt es jedoch auch einige Lichtblicke. Über einige davon möchte ich euch berichten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Im Jahr 2017 förderten die ITF und unsere philippinische Mitgliedsorganisation AMOSUP die Gründung des ersten Selbsthilfe- und Unterstützungsnetzwerks für HIV-positive Seeleute namens</span> <a href="http://positibongmarino.com/"><span>Positibong Marino Philippines</span></a><span lang="" xml:lang="">. Das Netzwerk bietet Unterstützung, Interessenvertretung, Ressourcen und Bildungsmaßnahmen für HIV-positive Seeleute und die allgemeine Bevölkerung. Besonders wichtig ist die Aufklärung HIV-positiver Seeleute über ihre Rechte, einschließlich der Freiheit von Diskriminierung durch Arbeitgeber aufgrund ihres HIV-Status.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Positibong ist in den letzten drei Jahren immer stärker geworden, und ich bin unglaublich stolz auf das, was erreicht wurde.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Ich bin auch stolz darauf, dass die ITF eine </span><a href="https://www.itfseafarers.org/en/look-up/wellbeing-app"><span>Gesundheits-App für Seeleute</span></a><span lang="" xml:lang=""> für iOS- und Android-Geräte entwickelt hat, damit Seeleute mehr über HIV erfahren und </span><a href="https://www.itfseafarers.org/en/wellbeing-directory"><span>Möglichkeiten zur Unterstützung</span></a><span lang="" xml:lang=""> finden – unter anderem von Positibong und dem Gesundheitskoordinator der ITF, der Seeleuten dabei behilflich ist, Zugang zu der von ihnen benötigten Behandlung und Hilfe zu erhalten, wo auch immer sie sich befinden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Wenn du zur See fährst und dies liest und zu den Hunderttausenden gehörst, die immer noch an Bord von Schiffen festsitzen, wende dich bitte an die verfügbaren Unterstützungskanäle. Die ITF, ihre Mitgliedsorganisationen und ihre Partner wollen euch alle dabei helfen, Wege zu finden, um eure Gesundheitsbedürfnisse in dieser Crewwechsel-Krise zu erfüllen. Ihr seid nicht allein.</span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><strong><span lang="" xml:lang="">Gewerkschaften haben eine Verantwortung, für Verkehrsbeschäftigte mit HIV einzutreten</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Als Gewerkschafter*innen verstehen wir die Bedeutung der Worte Fairness und Gerechtigkeit. Sie sind der Grund, warum wir Gewerkschaften beitreten, warum wir uns in ihnen engagieren. Wir wollen fair und gerecht behandelt werden – und sind der Meinung, dass das auch unseren Kolleginnen und Kollegen zusteht.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Aber um diese Fairness und diese Gerechtigkeit zu gewährleisten, müssen wir alle unsere gemeinsame Verantwortung füreinander wahrnehmen, wenn es darum geht, für das Richtige zu kämpfen. Existenzsichernde Löhne zu verlangen. Sich zu weigern, unter unsicheren Bedingungen zu arbeiten. Gleichbehandlung für unsere Kollegen und Kolleginnen zu fordern. Und wenn dieser Moment kommt – zuzuschlagen, einem Schurken die Stirn zu bieten, um deine Kolleginnen und Kollegen zu verteidigen – dann heißt es: Alles oder Nichts.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Dieser Moment ist nun für die Gewerkschaftsbewegung da. Ich bekräftige heute den ständigen Appell der ITF an alle Gewerkschaften, mutig zu sein, stark zu sein und Maßnahmen zu ergreifen:</span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Macht die Crewwechsel-Krise und den Zugang zu HIV-Medikamenten und -Behandlung für Seeleute bei eurer Regierung und euren Gesundheitsbehörden zum vorrangigen Thema.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Sagt euren Regierungen, dass HIV und die gleichberechtigte Behandlung von Menschen, die mit HIV leben, ein arbeitsplatzrelevantes Thema ist, einschließlich des Zugangs zu Medikamenten durch eine betriebliche Krankenversicherung.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Entwickelt Arbeitsplatzstrategien und Sensibilisierungs-, Aufklärungs- und Behandlungsprogramme zu HIV und Aids in Partnerschaft mit den Arbeitgebern und Sozialpartnern, um das Leben von HIV-positiven Verkehrsbeschäftigten zu verbessern.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Unterstützt und ermutigt eure Regierungen, Initiativen zu fördern, die die Rate der Neuinfektionen senken, z. B. indem Produkte für die sexuelle Gesundheit, wie Kondome, und Behandlungsdienste kostenlos und frei zugänglich gemacht werden.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Drängt auf die Subventionierung von präventiven HIV-Medikamenten wie PrEP sowie Medikamenten zur Behandlung des Virus bei HIV-positiven Menschen.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Klärt eure Mitglieder über die aktuelle HIV-Realität auf – wie es übertragen wird, wie man Behandlung und Hilfe erhält und wie HIV-positive Menschen heute mit den richtigen Medikamenten und der richtigen Unterstützung ein langes und relativ gesundes Leben führen können.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Geht gegen HIV- und Aids-bedingte Stigmatisierung und Diskriminierung in den von euch organisierten Branchen, innerhalb eurer Mitgliedschaft und in der Gesellschaft an. Ein Unrecht an einem ist ein Unrecht an allen – lebt diesen Grundsatz.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Hört euren HIV-positiven Mitgliedern zu. Was brauchen sie? Mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen – in praktischer und sozialer Hinsicht, bei der Arbeit oder in ihrem Leben? Dann ergreift Maßnahmen, um ihnen bei der Bewältigung dieser Probleme zu helfen – gemeinsam.</span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Lasst uns an diesem Welt-Aids-Tag alle unsere Entschlossenheit bekräftigen, aktiv zu werden, um unseren HIV-positiven Kolleginnen und Kollegen und anderen in dieser mächtigen globalen Gewerkschaftsfamilie zur Seite zu stehen. Zeigen wir Solidarität – echte Solidarität – indem wir handeln.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Ihr Konflikt ist unser Konflikt. Ihr Kampf ist unser Kampf.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">Gemeinsam ist unsere Solidarität unschlagbar.</span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><span lang="" xml:lang="">Stephen Cotton<br /> ITF-Generalsekretär</span></span></span></span></p> <p><em><span><span><span lang="" xml:lang="">1. Dezember 2020</span></span></span></em></p> <p><span><span>  </span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> <div><a href="/en/tags/hiv" hreflang="en">HIV</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--2" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 30 Nov 2020 23:31:32 +0000 Rory_M 195000 at https://www.itfglobal.org Stop the Heathrow’s great British rip off and support striking Unite members https://www.itfglobal.org/en/news/stop-heathrows-great-british-rip-and-support-striking-unite-members <span class="field-title">Schluss mit der Lohnabzocke in Heathrow – Solidarität mit streikenden Unite-Mitgliedern </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Heathrow.JPG?itok=2YtA-mgB" width="1690" height="1268" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 12/03/2020 - 13:46</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Heathrow Airport Ltd, das Unternehmen, dem einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt gehört, versucht, Tausende seiner Beschäftigten mit dem hinterhältigen Plan abzuzocken, sie zu entlassen und dann zu niedrigeren Löhnen wieder einzustellen. Diese Pläne von Heathrow bedeuten für die Beschäftigten Lohnkürzungen um bis zu 25 Prozent – ein schwerer Schlag für die tüchtige Belegschaft, die während der gesamten Pandemie durchgearbeitet hat.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Personal bei der Flughafenfeuerwehr, beim technischen Dienst, in der Gepäckabfertigung und bei den Sicherheitsdiensten stellt sich geschlossen gegen den "Fire-and-Rehire"-Plan von Heathrow, indem es in diesem Monat mindestens vier Tage lang in den Ausstand tritt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Heathrow glaubt, mit diesem gierigen Lohnbetrug unter dem Deckmantel der Pandemie ungeschoren davonkommen zu können. Die Flughafengesellschaft denkt, dass wir alle zu Weihnachten zu beschäftigt sein werden, um diese große Abzocke zu bemerken.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Zeigen wir also den gierigen Flughafenchefs von Heathrow, dass die ganze Welt hinschaut – <strong>und wir auf der Seite der Beschäftigten stehen!</strong></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><strong>Werdet aktiv!</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Zeigt eure Unterstützung für die tapferen Mitglieder von Unite the Union in Heathrow, indem ihr gleich jetzt in die sozialen Medien geht und Heathrow erklärt, dass ihr den Flughafen nicht benutzen werdet, bis diese skandalösen Pläne vom Tisch sind.</span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span>Twitter: Verbreitet eure Meinung über Heathrow und eure Unterstützung für die Beschäftigten unter Verwendung der Hashtags #StoptheWageCuts und #HeathrowStrike. </span></span></span></li> <li><span><span><span>Foto: Macht ein Foto von euch mit einer Solidaritätsbotschaft oder mit erhobener Faust zur Unterstützung der Beschäftigten bei Heathrow und sendet es per E-Mail an <a href="mailto:Ryan.Fletcher@unitetheunion.org"><span>Ryan.Fletcher@unitetheunion.org</span></a> (bitte e-mailt unbedingt eine Kopie an <span><span><a href="mailto:aviation@itf.org.uk">aviation@itf.org.uk</a></span></span>, damit wir der Welt zeigen können, wofür ihr euch engagiert!)</span></span></span></li> <li><span><span><span>Video: Zeichnet eine kurze Unterstützungsbotschaft auf und sendet sie über WhatsApp an (+447904) 057 360.</span></span></span></li> </ul> <p><br /> <span><span><span><strong>Worum geht es?</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Heathrow behauptet, zu diesen Lohnkürzungen von bis zu 25 Prozent der Löhne seiner Angestellten gezwungen zu sein, aber die Gewerkschaft Unite kennt die Wahrheit. Trotz der anhaltenden Pandemie werden Regionalflüge innerhalb von Europa wieder aufgenommen und die Flughäfen beginnen sich zu erholen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Heathrow Airport Ltd. verfügt über große Bargeldreserven, die für über zwölf Monate reichen und auf die das Unternehmen jetzt zurückgreifen sollte, bevor es den Menschen schadet, die den Flughafenbetrieb aufrechterhalten und von denen viele seit Jahrzehnten loyale Angestellte von Heathrow sind.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der regionale Koordinator der Unite Wayne King erklärte: "Für die Beschäftigten bei Heathrow ist ein Streik das letzte Mittel, da Kürzungen bis zu einem Viertel ihres Lohnes sie in die Armut treiben. Um die Sache noch schlimmer zu machen, hat Heathrow versucht, seine Fire-and-Rehire-Vorschläge auf äußerst brutale Weise durchzusetzen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Beschäftigten können auf die uneingeschränkte Solidarität der globalen Gewerkschaftsfamilie der ITF zählen. Wir wissen, dass andere Unternehmen denken werden, mit einer solchen Lohnabzocke durchkommen zu können, wenn wir Heathrow das durchgehen lassen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF wird nicht zulassen, dass die Pandemie als Vorwand dient, um irgendwo Löhne zu kürzen, und sich die Ungleichheit in einem Land wie Großbritannien noch weiter verschärft.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dazu der Sekretär der ITF-Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodríguez: "Unsere Mitgliedsorganisation Unite the Union betont, dass der Arbeitgeber, Heathrow Airport Ltd., auf mehreren Milliarden Pfund sitzt. Dennoch versucht das Unternehmen, inmitten einer globalen Pandemie systemrelevanten Beschäftigten derart einschneidende Lohnkürzungen aufzuzwingen. Ein solches Vorgehen ist inakzeptabel. Die ITF steht hinter der Belegschaft in Heathrow, und wir bitten alle der ITF angeschlossenen Gewerkschaften, den streikenden Beschäftigten in Heathrow ihre Unterstützung zu bekunden."</span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--3" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 01 Dec 2020 18:28:15 +0000 Natalie 195001 at https://www.itfglobal.org ITF Statement on food rider deaths https://www.itfglobal.org/en/news/itf-statement-food-rider-deaths <span class="field-title">ITF-Erklärung zum Tod von Essenskurieren</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Rappi%20image%20%281%29.png?itok=fQbQ25Qj" width="1690" height="1127" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 12/01/2020 - 11:03</span> <div class="field-body"><p><span><span>"Die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften sind erschüttert über die tragische Nachricht, dass in den letzten Wochen auf den Straßen von Sydney (Australien) fünf Fahrer bei Essenslieferdiensten ums Leben kamen. Den Familien von Bijoy Paul, Chow Khai Shien, Xiaojun Chen, Dede Fredy und Ik Wong, der jungen Menschen, die bei der Arbeit tödlich verunglückten, gilt unser tief empfundenes Mitgefühl. Wir gedenken auch all der Beschäftigten, deren Todesfälle nicht in Statistiken erfasst wurden. Die wahre globale Zahl der während der Arbeit getöteten Beschäftigten wird man möglicherweise niemals kennen: tödliche Unfälle von Kurieren werden in der Regel nicht als Todesfälle am Arbeitsplatz registriert, und Beschäftigte aus ausländischen Bevölkerungsgruppen scheuen sich möglicherweise, Unfälle zu melden.</span></span></p> <p><span><span>Behörden in Neusüdwales kündigten die Einrichtung einer Arbeitsgruppe an, um nach den Todesfällen die <a href="https://www.theguardian.com/australia-news/2020/nov/24/food-delivery-driver-killed-in-sydney-is-the-fifth-death-in-two-months">Sicherheitsvorschriften</a> für Fahrer*innen von Essenslieferdiensten zu untersuchen. Dieser Schritt ist zwar zu begrüßen, muss aber von nationalen und internationalen Maßnahmen begleitet werden, um den inhärent ausbeuterischen und weitgehend unregulierten Charakter der Gig-Arbeit anzugehen. </span></span></p> <p><span><span>Essenslieferdienste verbreiten den Mythos der flexiblen Arbeit, aber für die Arbeitnehmer könnte dies nicht weiter von der Realität entfernt sein. Flexible Arbeit bedeutet nicht, fristlos und ohne Möglichkeit zum Widerspruch über eine App entlassen zu werden, wie es Tausende von Beschäftigten während der Covid-19-Pamdemie erlebt haben. Viele Beschäftigte in der Gig Economy müssen mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten, nur um ihre Rechnungen zu bezahlen, und bestreiten ihre Einnahmen vollständig aus Gig-Arbeit. Flexibel ist nicht, dass Beschäftigte ihre Familien nicht ernähren können oder mit hoher Geschwindigkeit fahren müssen, um gefährliche Zielvorgaben zu erfüllen. Falsch eingestufte Gig-Arbeiter sind die Verlierer eines einseitigen Geschäftsmodells, das für einige wenige Gewinne abwirft und gleichzeitig den Beschäftigten die Schutzleistungen vorenthält, die Angestellten normalerweise gewährt werden. Dazu gehören Krankheitsurlaub, Versicherung, Urlaubsgeld sowie Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Gig-Arbeit verstärkt zudem bereits bestehende Ungleichheiten, wovon junge Menschen, Frauen, ethnische Minderheiten und Menschen mit Migrationshintergrund überproportional betroffen sind. </span></span></p> <p><span><span>Viel zu lange schon konnten Unternehmen der Gig Economy in einem rechtlichen Vakuum operieren, in dem Profite wichtiger sind als Menschenleben. Es ist an der Zeit, dass Australien und andere Länder eine Kehrtwende bei arbeitnehmerfeindlichen Geschäftspraktiken vollziehen und dafür sorgen, dass Essenslieferdienste ihren Beschäftigten die ihnen zustehenden Rechte gewähren. Die ITF ist ermutigt angesichts der wachsenden Zahl von Gesetzen zum <a href="https://www.thelocal.fr/20200207/deliveroo-found-guilty-by-french-court-of-breaking-labour-laws">Schutz</a><a href="https://sifted.eu/articles/glovo-gig-economy/"> der Beschäftigten</a> und hat selbst zehn Grundsätze für Arbeitgeber in der Gig Economy aufgestellt, um Maßnahmen in den Bereichen Fehleinstufung, existenzsichernde Löhne, Sicherheit, algorithmische Verwaltung und Datensicherheit zu fordern. Die ITF appelliert mit Nachdruck an Gig-Economy-Unternehmen, diese Grundsätze umzusetzen, um weitere unnötige Todesfälle auf der Straße zu verhindern."</span></span></p> <p><br /> <span><span><em>Stephen Cotton, ITF-Generalsekretär  </em></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/delivery" hreflang="en">delivery</a></div> <div><a href="/en/tags/future-work" hreflang="en">future of work</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--4" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 30 Nov 2020 09:14:54 +0000 Natalie 194998 at https://www.itfglobal.org #MakeAmazonPay: Workers and unions call Amazon to account on Black Friday https://www.itfglobal.org/en/news/makeamazonpay-workers-and-unions-call-amazon-account-black-friday <span class="field-title">#MakeAmazonPay: Beschäftigte und Gewerkschaften bitten Amazon am Black Friday zur Kasse</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/2ac3bff3-0570-4a0c-ace7-fd9726a4690f.JPG?itok=XuPNWBbm" width="1690" height="1049" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 12/01/2020 - 10:09</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Während Verbraucher*innen weltweit online gehen, um die besten Black-Friday-Angebote zu ergattern, mobilisieren sich Beschäftigte und Gewerkschaften mit der Forderung, dass Amazon und andere E-Commerce-Giganten ihren gerechten Anteil zahlen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>In einem von Covid-19 überschatteten Jahr sahen sich die Beschäftigten mit wachsenden Problemen in Form von Lohneinbußen, Stellenkürzungen und erhöhten Gesundheits- und Sicherheitsrisiken konfrontiert. Bei einigen ließ die Pandemie jedoch die Kassen klingeln. In diesem Jahr ist der Marktwert von Amazon in den Billionen-Dollar-Bereich gestiegen und der Gründer Jeff Bezos hat als erster Mensch in der Geschichte ein persönliches Vermögen von 200 Milliarden Dollar angehäuft.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Amazon ist sowohl einer der größten Akteure in der Weltwirtschaft als auch ein Extremfall von Skrupellosigkeit. Während Arbeitnehmer, Unternehmen und Regierungen bisher zusammengearbeitet haben, um eine gerechtere Gesellschaft aufzubauen, macht Amazon sich eifrig daran, diese gute Arbeit im blinden Streben nach Profit um jeden Preis zunichtezumachen," so die Kritik von ITF-Generalsekretär Stephen Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"An diesem Black Friday fordert die ITF gemeinsam mit der internationalen Koalition von Arbeitsrechtsaktivist*innen Jeff Bezos auf, einen Kurswechsel zu vollziehen und in Bezug auf Amazon seiner Verantwortung als Weltbürger gerecht zu werden. Es handelt sich hier nicht um falsch informierte, eigennützige Gruppen, die das Profil von Amazon nutzen, um ihre individuellen Anliegen voranzubringen, wie ein Amazon-Sprecher heute sagte, sondern um Beschäftigte, Klima- und Steueraktivist*innen, die erklären, dass Amazon zu viel nimmt und zu wenig zurückgibt," so Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die neue Koalition unter der Parole "</span></span></span><a href="https://makeamazonpay.com/de/"><span><span><span>Make Amazon Pay</span></span></span></a><span><span><span>" fordert eine umfassende Neuausrichtung des Ansatzes des Unternehmens gegenüber den Beschäftigten, der Gesellschaft und der Umwelt (siehe </span></span></span><a href="https://cloud.progressive.international/s/MmsxCJXTbq2ynSN/download"><span><span><span>Gemeinsame Forderungen</span></span></span></a><span><span><span>).</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Amazon herrscht über ein Reich der Ausbeutung von Arbeitskräften und der Verstöße in zahlreichen Sektoren, einschließlich seiner Lieferketten. So enthüllte beispielsweise ein im September </span></span></span><a href="https://www.theguardian.com/technology/2020/sep/03/drivers-for-amazon-contractor-allege-safety-and-wage-abuses"><span><span><span>im Guardian veröffentlichtes Exposé</span></span></span></a><span><span><span> die Raubtier-Geschäftsmodelle und die Untervertragsketten der Ausbeutung der Logistikunternehmen, die für Amazonas Waren ausliefern. Dieser Exklusivbericht folgte auf die Veröffentlichung eines Berichts von VNB, ITF und IUL, in dem Lohndiebstahl, Diskriminierung, sexuelle Belästigung und gefährliche Arbeitsbedingungen dokumentiert werden, denen Fahrer*innen im Zuge der Pandemie in ganz Europa ausgesetzt sind.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Gleichzeitig zeigt Amazon inmitten der globalen Crewwechsel-Krise bislang keinerlei Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Hinblick auf die Verhinderung von Zwangsarbeit der Seeleute, die seine Waren transportieren. Inzwischen sitzen 400.000 Seeleute bei ihrer Arbeit, mit der sie die Weltwirtschaft in Bewegung halten, auf schwimmenden Gefängnissen fest. In dieser Woche veröffentlichte die Internationale Schifffahrtskammer gemeinsam mit weiteren Schifffahrtsorganisationen einen </span></span></span><a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-11-26/jeff-bezos-called-upon-to-save-thousands-of-stranded-seafarers"><span><span><span>offenen Brief</span></span></span></a><span><span><span> an Jeff Bezos, in dem sie ihn zu verantwortungsvollem Geschäftsverhalten auffordern</span></span></span>.</span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Als Reaktion auf die Missstände bei der Behandlung von Beschäftigten und die gefährlichen Praktiken, auf denen das Geschäftsmodell von Amazon basiert und die Ungleichheit, den Zusammenbruch des Klimas und den Verfall der Demokratie vorantreiben, beteiligen sich Beschäftigte, Aktivist*innen und Unterstützer*innen aus Brasilien, Mexiko, den USA, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Luxemburg, Italien, Polen, Indien, Bangladesch, den Philippinen und Australien am globalen Aktionstag.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Voller Stolz fordern wir heute gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Freundinnen auf der ganzen Welt Amazon dazu auf, seine Beschäftigten gerecht zu bezahlen, ihre Rechte zu respektieren, seinen gerechten Anteil an den Steuern zu zahlen und sich aktiv zu konkreten Maßnahmen zur Abwendung der Klimakrise zu verpflichten. Wir danken UNI Global und der Progressiven Internationalen für die Anführung dieser Bewegung. Unsere solidarische Stärke wird Amazon zum Zahlen bringen, und wir bitten euch, uns in diesem Kampf zu unterstützen," so Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>Geht auf </span></span></span></strong><a href="https://makeamazonpay.com/de/"><strong><span><span><span>MakeAmazonPay.com</span></span></span></strong></a><strong><span><span><span> und schließt euch uns an.</span></span></span></strong></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/amazon" hreflang="en">amazon</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--5" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 27 Nov 2020 16:25:29 +0000 Natalie 194997 at https://www.itfglobal.org Fisheries death, attempted cover up, sparks Uruguayan union fury https://www.itfglobal.org/en/news/fisheries-death-attempted-cover-sparks-uruguayan-union-fury <span class="field-title">Tod eines Fischereibeschäftigten und anschließende Vertuschungsversuche entfachen Wut bei einer ITF-Gewerkschaft in Uruguay</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Fisheries%20death%2C%20attempted%20cover%20up%2C%20sparks%20Uruguayan%20union%20fury%20v1.png?itok=wJzS6YVu" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 11/23/2020 - 10:22</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Der tragische Tod eines peruanischen Fischereibeschäftigten vor der Küste Uruguays erbost die Verkehrsgewerkschaft des Landes, nach deren Meinung Missstände in der internationalen Branche in Bezug auf den Umgang mit Beschäftigten schon zu lange ignoriert werden.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Am 2. November legte die unter portugiesischer Flagge fahrende <em>Verdemilho </em>im Hafen der uruguayischen Hauptstadt Montevideo an. An Bord war ein peruanischer Staatsangehöriger, der gestorben war, nachdem bei ihm Symptome von Covid-19 aufgetreten waren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Adan Suarez arbeitet für die Verkehrsgewerkschaft, die ihren Sitz in Montevideo hat, und kämpft gegen die nach seinen Worten "grausamen, geradezu entsetzlichen" Bedingungen der Zehntausenden von Fischereibeschäftigten, die in den Hafen kommen, um ihren Fang aus dem Südatlantik abzuladen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir wissen, dass das Besatzungsmitglied auf dem Schiff seit über 30 Tagen krank war und nicht zur Behandlung an Land gebracht wurde. Sie fischten einfach weiter," so Suarez, der auch die ITF-Kontaktperson für Uruguay ist.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Der Kapitän weigerte sich, in den Hafen einzulaufen, weil das kranke Besatzungsmitglied Covid-19-Symptome zeigte, und er das Schiff, wenn die Ergebnisse positiv wären, unter Quarantäne hätte stellen müssen. Das hätte bedeutet, dass er den Fang nicht hätte fortsetzen können. Aus diesem Grund lehnte er es einfach ab, in den Hafen zu fahren. So berichten es die anderen Besatzungsmitglieder."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Suarez sagte, der peruanische Fischereibeschäftigte könnte noch am Leben sein, wenn der Kapitän die Gesundheit der Beschäftigten über den Profit gestellt und das kranke Besatzungsmitglied zur ärztlichen Behandlung nach Montevideo gebracht hätte.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dieser traurige Zielkonflikt ist Ausdruck der gefährlichen Art und Weise, wie Fischereibeschäftigte im Südatlantik behandelt werden.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Als die Gewerkschaft die Beschäftigungsverträge in die Hände bekam, die die Betreiber der <em>Verdemilho</em> der Besatzung aufgezwängt hatten, war selbst sie schockiert, so Suarez.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Da erklären sie diesen Beschäftigten schwarz auf weiß: 'Du wirst 18 bis 20 Stunden am Tag arbeiten, und zwar jeden Tag', 'du wirst kaum Ruhepausen haben', 'du wirst nicht mehr als 600 Dollar pro Monat verdienen'. Die Besatzungsmitglieder müssen sogar ihre Sozial- und Krankenversicherung selbst bezahlen," berichtet Suarez.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Besonders schlimm ist, dass ihrem Bericht zufolge verletzte oder kranke Besatzungsmitglieder, die während des Dienstes auf dem Schiff an Land in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, selbst bzw. ihre Familien für alle Kosten aufkommen müssen. Das wäre diesem jungen Peruaner auch so gegangen. Anstatt ihn zu unterstützen und für ihn zu sorgen, enthielt sein Arbeitgeber ihm die Behandlung vor und versuchte, ihm das bisschen Geld, das er hatte, wegzunehmen, weil er das Verbrechen begangen hatte, krank zu sein. Es ist widerwärtig."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Suarez zufolge versuchte das Unternehmen sogar, den Tod des Fischereibeschäftigten zu vertuschen und seine Familie zum Schweigen zu bringen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Der Bruder des verstorbenen Besatzungsmitglieds will das Unternehmen nun verklagen, weil es dessen Tochter 15.000 Dollar zahlen wollte, wenn sie von einer Klage wegen Fahrlässigkeit und Verletzung von Menschenrechten absehen würde."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Als Land und Hafenstaat kann Uruguay solche Menschenrechtsverletzungen nicht zum Normalfall werden lassen oder sie wissentlich ignorieren. Das wird in unserem Namen nicht geschehen," sagt der sichtlich wütende Suarez.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="cad98fba-586d-4ef3-8959-2b6748c5984b" src="/sites/default/files/inline-images/VERDEMILHO.jpg" /> <figcaption><strong><em>Die 'Verdemilho' im Hafen</em></strong></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Der Koordinator der ITF-Sektion Fischereiwirtschaft Rossen Karavatchev ist über die Geschehnisse auf der <em>Verdemilho</em> bestürzt, aber nicht überrascht. Er sagt, die Fischgründe um die Atlantikküste Südamerikas seien eine wachsende Brutstätte von Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Ein Teil des Problems in der Region sei auf die umstrittene Fangtätigkeit um die Falklandinseln/Malwinen zurückzuführen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Situation ist so, dass einige Länder so sehr daran interessiert sind, Fischereirechte zu verkaufen, dass ihnen die offenkundigen Missstände bei der Behandlung von Beschäftigten, die direkt vor ihren Häfen zutage treten, vollkommen gleichgültig sind. Dies ist eine milliardenschwere Branche, und es gibt viele, die von ihr profitieren."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Das Ergebnis dieser geldgetriebenen Fahrlässigkeit ist, dass die Behörden die Augen vor der Unterbezahlung und Misshandlung sowie vor Gesundheitsschäden und selbst Todesfällen von Beschäftigten an Bord verschließen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich frage mich, ob die Verbraucher in Europa, Asien und Nordamerika sich dessen bewusst sind, dass der aus dem Südatlantik stammende Fisch, den sie essen, mit dem Blut von ausgebeuteten Fischereibeschäftigten befleckt ist? Die Situation vor der Küste Westafrikas ist ähnlich."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Seit 2018 seien mindestens 17 Besatzungsmitglieder in uruguayischen Gewässern an Bord von ausländischen Fischereifahrzeugen gestorben, so Karavatchev. Acht von ihnen kamen aus Indonesien, vier aus China, zwei aus Peru und einer aus Taiwan.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir danken Adan und der Verkehrsgewerkschaft von Uruguay dafür, ein Licht auf diese Fälle geworfen zu haben. Jeder von ihnen steht für eine Mutter, einen Vater, eine Schwester, einen Bruder, eine Tochter oder einen Sohn, denen der geliebte Mensch aus Profitgier entrissen wurde. In dieser Branche muss um ihretwillen aufgeräumt werden."</span></span></span></p> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--6" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 18 Nov 2020 22:20:33 +0000 Rory_M 194990 at https://www.itfglobal.org ITF welcomes return to international rules for seafarers https://www.itfglobal.org/en/news/itf-welcomes-return-international-rules-seafarers <span class="field-title">ITF begrüßt die Wiederinkraftsetzung internationaler Bestimmungen für Seeleute </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ITF%20welcomes%20return%20to%20international%20rules%20for%20seafarers_webimage%20copy.png?itok=bC_sXdW8" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 11/20/2020 - 11:37</span> <div class="field-body"><p><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßt die dieswöchige <a href="https://www.amsa.gov.au/news-community/news-and-media-releases/seafarers-return-pre-covid-19-contracts"><span><span>Ankündigung</span></span></a> der australischen Behörde für Seeverkehrssicherheit AMSA, die vorläufigen Ausnahmeregelungen aufzuheben, wonach die vom Seearbeitsübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation festgelegte Höchstdauer von elf Monaten Dienstzeit an Bord überschritten werden durfte.</span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Koordinator der ITF-Sektionen Seeleute und Binnenschifffahrt Fabrizio Barcellona erklärte, dass die Regulierungsbehörden und Branchenakteure angesichts der Tatsache, dass die Welt seit über acht Monaten mit der Covid-19-Pandemie zu tun hat, nun wieder dazu zurückkehren sollten, die Rechte und das Wohlergehen von Seeleuten zu respektieren.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Es ist inakzeptabel, die humanitäre Crewwechsel-Krise weiter zu ignorieren und den Seeleuten das Recht auf Rückkehr in ihr Heimatland und angemessene medizinische Betreuung zu verweigern oder erschöpfte Besatzungen auf den Schiffen nicht abzulösen. Wir dürfen und können Situationen wie auf der <em>Varga Dream</em> nicht dulden, bei der die AMSA zuließ, dass das Schiff die australischen Hoheitsgewässer verließ, obwohl sich an Bord mit dem Virus infizierte Besatzungsmitglieder befanden, die dringend hätten medizinisch versorgt werden müssen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Hafenstaatkontrollen müssen wieder ihre Arbeit machen und dafür sorgen, dass die Rechte der Seeleute eingehalten werden," so Barcellona.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir begrüßen die Entscheidung der AMSA, die Ausnahmeregelungen für Schiffseigner, Besatzungsmitglieder länger als die international zulässige Höchstdauer von elf Monaten an Bord zu behalten, aufzuheben. Aber dies ist nur der Anfang der Maßnahmen, die wir von den Hafenstaaten brauchen, um die Crewwechsel-Krise zu lösen und klare Erwartungen an die globale Schifffahrtsbranche zu richten."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir sind zwar enttäuscht, dass diese unnötige Ausnahmeregelung für weitere drei Monate bestehen bleibt, freuen uns aber über die Feststellung der australischen Hafenstaatkontrolle, dass es nicht angemessen sei, derartige Ausnahmen aufrechtzuerhalten, die dem Wohlergehen der Seeleute schaden und ihren Rechten zuwiderlaufen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Barcellona erklärte, Australien müsse seine Politik für Seeleute über die einzelnen Bundesbehörden und Bundesstaatregierungen hinweg besser koordinieren, indem "Green Lanes" eingerichtet werden, um Seeleute sicher und effizient von und zu Flughäfen und Schiffen zu bringen. Dasselbe gelte für viele andere Regierungen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Nach acht Monaten Crewwechsel-Krise müssen die Regierungen die grundlegenden Probleme angehen, die dazu führen, dass Seeleute über ihre ursprüngliche Vertragszeit hinaus an Bord sind: Grenzbeschränkungen, unmögliche Quarantänebestimmungen und mangelnde internationale Flüge."  </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir freuen uns, wenn Regierungen auf uns und andere Branchenakteure zukommen und uns ihre Mithilfe bei der Lösung der Crewwchsel-Krise anbieten. Lösungen sind vorhanden, die Regierungen müssen sie nur umsetzen," schloss Barcellona.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span> </span></span></p> <p><span><span><em><span><span>Neueste Nachrichten zum Thema Crewwechsel aus der Region Asien/Pazifik:</span></span></em></span></span></p> <ul> <li><span><span>ITF<a href="https://www.itfglobal.org/de/news/jag-anand-und-anastasia-regierungen-muessen-die-festgefahrene-situation-loesen-und-die"> </a><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/jag-anand-und-anastasia-regierungen-muessen-die-festgefahrene-situation-loesen-und-die"><span><span>kritisiert</span></span></a> die Entscheidung der australischen Behörde für Seeverkehrssicherheit AMSA, Kohlefrachter nach China auslaufen zu lassen, obwohl Besatzungsmitglieder sich seit über 12 Monaten Bord befinden. Die Seeleute sind nun Opfer einer diplomatischen Pattsituation<span><span><span>.</span></span></span></span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span>Gewerkschaften und Arbeitgeber legen <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/gemeinsames-projekt-von-gewerkschaften-und-arbeitgeber-fuer-sicheren-crewwechsel"><span><span>gemeinsames Projekt</span></span></a> für den sicheren Crewwechsel philippinischer Seeleute auf</span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span>Japanischer Autotransporter <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/japanischer-autotransporter-in-melbourne-fuer-crewwechsel-arrestiert"><span><span>in Melbourne für Crewwechsel arrestiert</span></span></a></span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span>Notlösungen im Zuge der Pandemie werden zu Todesfällen und Umweltkatastrophen führen, heißt es in einem <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/weitere-notloesungen-im-zuge-der-pandemie-werden-zu-todesfaellen-und-umweltkatastrophen"><span><span>neuen Schifffahrtsbericht</span></span></a></span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span>Überfüllte Häfen in Australien: <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/ueberfuellte-haefen-in-australien-seeleute-legen-zwei-weitere-schiffe-nach"><span><span>Seeleute legen zwei weitere Schiffe nach Vertragsüberziehung still</span></span></a></span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span>Crewwechsel-Krise trifft die <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-trifft-die-australische-huettenindustrie"><span><span>australische Hüttenindustrie</span></span></a></span></span></li> </ul></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--7" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 18 Nov 2020 22:06:14 +0000 Rory_M 194991 at https://www.itfglobal.org Governments must resolve Jag Anand, Anastasia stalemate and get seafarers home https://www.itfglobal.org/en/news/governments-must-resolve-jag-anand-anastasia-stalemate-and-get-seafarers-home <span class="field-title">&#039;Jag Anand&#039; und &#039;Anastasia&#039;: Regierungen müssen die festgefahrene Situation lösen und die Seeleute heimschaffen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Jag%20Anand%20stalemate%20webimage.png?itok=9S6Wc0pY" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 11/20/2020 - 11:20</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) appelliert nachdrücklich an die Regierungen Chinas, Indiens und Australiens, zusammenzuarbeiten und die festgefahrene Situation in Bezug auf die Anlandung der Kohlefrachter in chinesischen Häfen zu lösen, da manche Besatzungsmitglieder sich seit über 20 Monaten an Bord befinden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die <em>Jag Anand</em> (IMO 9463308) und die <em>Anastasia</em> (IMO 9625970) bekommen seit Juni bzw. August dieses Jahres keine Genehmigung zum Anlegen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Abdulgani Y. Serang, Generalsekretär der National Union of Seafarers of India, stellvertretender Vorsitzender des ITF-Sektionsausschusses der Seeleute für Asien/Pazifik und ITF-Vorstandsmitglied, erklärte, seine Gewerkschaft und die ITF hätten das Problem in den letzten Monaten über die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) wiederholt bei der Reederei und offiziellen Stellen zur Sprache gebracht.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir haben es mit einer humanitären Krise an Bord zu tun, da die gesamte Besatzung übermüdet ist und dringend abgelöst werden muss. Aufgrund ihres überlangen Aufenthalts an Bord sind die Seeleute psychisch und physisch erschöpft," so Serang.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Es wäre sehr besorgniserregend, wenn die Tatsache, dass die Schiffe Kohle aus Australien geladen haben, der Grund dafür wäre, dass die chinesischen Behörden ihnen das Andocken verweigern. Es wäre, wie wenn ein unschuldiger Lieferant in einen Kampf zwischen zwei Nachbarn verwickelt wäre." </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Reederei versucht ihr Bestes, um die Schiffsladung zu löschen – sie hat angeboten, einen Flug zu chartern, um die Crew ablösen zu lassen. Die indische Regierung versucht ebenfalls, bei der Lösung der Situation zu helfen und die Besatzung nach Hause zu bringen, aber es bewegt sich nach wie vor nichts."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir haben vorgeschlagen, dass, wenn ein Crewwechsel nicht möglich ist, zumindest die Ladung gelöscht werden könnte, damit das Schiff weiterfahren und die Crew im nächsten geeigneten Hafen abmustern kann. Es gibt sogar Angebote von Nachbarländern, die Kohle zu kaufen, um eine Lösung herbeizuführen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir sind überrascht, dass die Bemühungen, das Schiff in ein anderes Land oder einen anderen chinesischen Hafen zu bringen, auf Widerstand stoßen. Was immer der Grund für diesen Stillstand sein mag, wir appellieren an alle Regierungen, ihre Konflikte beiseite zu legen und sich darauf zu konzentrieren, diese Seeleute zu unterstützen, damit sie nach Hause zurückkehren und von neuen Besatzungen abgelöst werden können," so Abdulgani Y. Serang.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Koordinator der ITF-Sektionen Seeleute und Binnenschifffahrt Fabrizio Barcellona, erklärte, die Notlage der 23 Seeleute an Bord der <em>Jag Anand</em> und 18 weiterer Seeleute an Bord der <em>Anastasia</em> unterstreiche die Notwendigkeit für Regierungen, Maßnahmen zur Lösung der Crewwechsel-Krise zu ergreifen, bevor es zu extremen Situationen wie dieser komme.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Fakt ist, dass die Besatzung der <em>Jag Anand</em> bereits seit 15 Monaten an Bord war, als das Schiff in Australien die Kohle lud. Die Dienstzeit auf See ist nach internationalen Bestimmungen auf maximal elf Monate beschränkt. Die australischen Behörden hätten den Schiffen keine Genehmigung zur Weiterfahrt erteilen sollen, ohne dass diese Seeleute heimgeschafft und durch eine neue Crew an Bord abgelöst wurden," kritisiert Barcellona.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Alle Regierungen – seien es Flaggenstaaten, Hafenstaaten oder die Heimatländer der Seeleute – müssen ihr Engagement verstärken, um die erforderliche Ablösung dieser übermüdeten und erschöpften Beschäftigten zu erleichtern. Staatliche Restriktionen und mangelnde Koordination zwischen verschiedenen Regierungsbehörden sind nach wie vor das Haupthindernis für die Durchführung von Crewwechseln."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Es sollte kein geopolitischer Konflikt nötig sein, damit Minister erkennen, dass sich an ihren Küsten eine schwerwiegende humanitäre Krise abspielt. Schiffsbesatzungen wo auch immer in der Welt über ihre ursprüngliche Vertragsdauer hinaus einzusetzen, ist inakzeptabel und der sicherste Weg in eine menschliche und ökologische Katastrophe," schloss Barcellona.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Nach Schätzungen der Internationalen Schifffahrtskammer vom Oktober saßen zu diesem Zeitpunkt weltweit über 400.000 Seeleute an Bord von Frachtschiffen fest und waren genötigt, ihre vertraglichen Dienstzeiten zu überziehen. Es wird vermutet, dass die Zahl endlich langsam zurückgehen könnte, da immer mehr Arbeitgeber teure Besatzungswechsel vornehmen. </span></span></span></span></span></p> <p> </p> <p><span><span><span><strong><span>Hinweis für Redaktionen:</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Auf der <em>Jag Anand</em> befinden sich 23 Seeleute. Fünfzehn haben ohne Unterbrechung 16 Monate, die anderen acht 13 Monate Dienst an Bord hinter sich. Einige haben fast 20 Dienstmonate an Bord absolviert. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Abdulgani Y. Serang ist:</span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span>Generalsekretär und Finanzbeauftragter der National Union of Seafarers of India,</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>stellvertretender Vorsitzender der ITF-Seeleutesektion für die Region Asien/Pazifik,</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>stellvertretender Vorsitzender der ITF Region AsienPazifik</span></span></span></span></li> </ul> <p><br /> <span><span><strong><span><span>Medienkontakt:</span></span></strong><span><span><span> </span></span></span><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span>media@itf.org.uk</span></a><span><span> </span></span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--8" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 17 Nov 2020 20:02:18 +0000 Rory_M 194987 at https://www.itfglobal.org Canada continues its maritime leadership with new Seafarers’ Welfare Board - ITF https://www.itfglobal.org/en/news/canada-continues-its-maritime-leadership-new-seafarers-welfare-board-itf <span class="field-title">ITF: Kanada festigt mit der Einrichtung eines Wohlfahrtsausschusses für Seeleute seine Stellung als führende Schifffahrtsnation</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Canada%20continues%20its%20maritime%20leadership%20with%20new%20Seafarers%20webimage.png?itok=dd3mZFZK" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 11/20/2020 - 10:58</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) Organisation begrüßt die anhaltende Kooperation und Vorreiterrolle der kanadischen Bundesregierung und Schifffahrtsbranche bei der Verbesserung der Lebensbedingungen von Seeleuten mit der Einrichtung des ersten Wohlfahrtsausschusses für Seeleute im Land.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Gründung des Ausschusses ist Bestandteil der Verpflichtungen Kanadas als Unterzeichnerstaat des Seearbeitsübereinkommens.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die kanadische Regierung <a href="https://www.canada.ca/en/transport-canada/news/2020/11/transport-canada-and-marine-stakeholders-establish-the-seafarers-welfare-board.html?fbclid=IwAR3ll37w1_5mXd3T0MpaFusp_UdCWGNBWkCgm1SPeO0kosJ5pYP-o3C6z3s">erklärte</a>, der neue Ausschuss werde als Forum für die Koordinierung der sozialen Betreuung von Seeleuten in Kanada fungieren. Er werde den Zugang der Seeleute zu Freizeit-, Kultur- und Gesundheitsangeboten sowie zu Wohlfahrtseinrichtungen an Land fördern. Ferner werde der Ausschuss die Regierung in politischen und rechtlichen Fragen wie Landgang und Crewwechsel beraten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dem Ausschuss gehören Beschäftigten- und Branchenvertreter*innen an, darunter Reeder, Terminals, Häfen und Agenturen, die ausländische Schiffseigner in Kanada vertreten. Die Beschäftigten werden durch alle vier kanadischen ITF-Inspektoren sowie die der ITF angeschlossenen Gewerkschaften ILWU, ILA, CMSG, SIU Canada und BCFMWU repräsentiert.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der ITF-Koordinator für Kanada Peter Lahay wurde zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden des neuen Ausschusses ernannt. Er erklärte, er sei sehr stolz, stellvertretender Gründungsvorsitzende des Gremiums zu sein.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="4c4b9f59-5286-45f8-981c-9173adbd003b" height="566" src="/sites/default/files/inline-images/2c1c868f-7e8f-46d1-9cef-54ae87a1db0a.jpg" width="613" /> <figcaption><em>Der ITF-Koordinator für Kanada Peter Lahay wurde zum stellvertretenden Gründungsvorsitzenden des kanadischen Wohlfahrtsausschusses für Seeleute ernannt.</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>"Seeleute sind systemrelevante Arbeitskräfte, die von einer schrecklichen Pandemie heimgesucht werden. Wir müssen nun nach Kräften alles tun, um ihnen zu helfen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Unterstützung eines nationalen Multi-Stakeholder-Forums, das sich für die Verbesserung des Wohlergehens von Seeleuten engagiert, durch das kanadische Verkehrsministerium sendet an die Seeleute, mit denen ich tagtäglich zu tun habe, das klare und positive Signal aus, dass unsere Branche, unsere Regierung, alle sich für sie einsetzen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"In all den Wochen und Monaten seit dem Beginn dieser Pandemie hat Kanada an vorderster Front getan, was in seiner Macht stand, um die Crewwechsel-Krise zu bewältigen und die wichtigen Rechte und Bedingungen zu schützen, die Seeleute und ihre Gewerkschaften in jahrzehntelangen Kämpfen errungen haben," erklärte Lahay.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="45065936-e690-4489-ad4f-9438f37a1b91" height="779" src="/sites/default/files/inline-images/2badc7b5-18af-4a8b-be53-74f1e6272e6f.jpg" width="584" /> <figcaption><em>Drei chinesische Seeleute verabschieden sich in einem Hafen an der kanadischen Westküste von ihren Kolleg*innen an Bord, bevor sie nach Monaten auf See dank der Unterstützung der ITF Kanada die Heimreise antreten.</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Der Ausschuss knüpft an das bereits bestehende Engagement Kanadas für die Interessen der Seeleute während der Pandemie an.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Kanada hat als eines der ersten Länder die Protokolle der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation umgesetzt, die die Durchführung der so dringend erforderlichen Crewwechsel erleichtern. Auf unser Drängen hin hat die kanadische Regierung die Visum- und Quarantänebestimmungen für Seeleute aus den meisten Ländern aufgehoben, wenn Seeleute hier sind, um von und zu Schiffen zu gelangen," so Lahay.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Seeleute aus Ländern, deren Staatsangehörige ein Visum benötigen, können dieses online beantragen und erhalten die Bestätigung per E-Mail.</span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--9" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 17 Nov 2020 21:22:14 +0000 Rory_M 194988 at https://www.itfglobal.org Access to sanitation for transport workers is as much about curbing Covid-19 as it is about dignity https://www.itfglobal.org/en/news/access-sanitation-transport-workers-much-about-curbing-covid-19-it-about-dignity <span class="field-title">Zugang zu sanitären Einrichtungen für Verkehrsbeschäftigte von wesentlicher Bedeutung</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WTD%20web%20graphic%20.png?itok=1pUenSC9" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 11/19/2020 - 12:14</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Heute, am 19. November 2020, ist Welttoilettentag. Während einige von uns, die noch einen Arbeitsplatz haben, von zuhause arbeiten können, steht für Verkehrsbeschäftigte dieser Luxus in weiter Ferne.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Tagein, tagaus halten sie die Welt in Bewegung; allzu oft sehen sie sich jedoch mit einem eklatanten Mangel an geeigneten Sanitäranlagen konfrontiert. Ist das ein angemessener Dank für die lebenswichtige Arbeit dieser systemrelevanten Beschäftigten?</span></span></span></span></p> <p><span><span><span>Beim Zugang zu sanitären Einrichtungen für Verkehrsbeschäftigte geht es nicht nur um die Eindämmung von Covid-19, sondern vor allem auch um Menschenwürde. </span>Warum dieses Anliegen uns daher alle angehen sollte, beschreibt ITF-Generalsekretär Stephen Cotton in <a href="https://www.equaltimes.org/access-to-sanitation-for-transport#.X7Y6vy2cb_R"><span>seinem Beitrag</span></a> im Online-Magazin <em>Equal Times</em>.</span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/de/tags/frauen" hreflang="de">Frauen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--10" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 19 Nov 2020 09:31:14 +0000 Natalie 194992 at https://www.itfglobal.org Historic Biden-Harris victory is a testament to the power of workers: ITF https://www.itfglobal.org/en/news/historic-biden-harris-victory-testament-power-workers-itf <span class="field-title">Der historische Wahlsieg von Biden und Harris ist ein Beweis für die Macht der Beschäftigten</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/biden_win%20licensed.jpg?itok=BZSirTwD" width="1690" height="973" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 11/13/2020 - 09:55</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßt den historischen Wahlsieg von Joe Biden als künftiger 46. Präsident und von Kamala Harris als künftige Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten als einen Erfolg, der Millionen US-amerikanischen Beschäftigten Hoffnung gibt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF geht davon aus, dass der gewählte Präsident Biden und die gewählte Vizepräsidentin Harris mit Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung zusammenarbeiten werden, um ihre Wahlversprechen einzulösen und die wachsenden wirtschaftlichen und rassischen Unterschiede in den USA zu überbrücken.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Beschäftigten haben dafür gesorgt, dass Biden und Harris gewählt wurden, und ihr Vertrauen muss honoriert werden. Wir sind zuversichtlich, dass die wichtigsten Versprechen, zu menschenwürdigen und sicheren Arbeitsplätzen zurückzukehren, Kollektivverhandlungen und das Streikrecht zu stärken, Unternehmen für gewerkschaftsfeindliches Verhalten und Lohndiebstahl haftbar zu machen und die Rentenreform zu sichern, eingehalten werden," erklärte ITF-Generalsekretär Stephen Cotton.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sie dürfen keine Zeit verlieren, um Einkommensungleichheit anzugehen, z. B. indem sie gegen die falsche Einstufung und die Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte durch Arbeitgeber in der Gig-Economy und andere Unternehmen vorgehen, die Profit über die Würde der Beschäftigten stellen," so Cotton.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF-Präsident Paddy Crumlin erklärte, die ITF erwarte, dass Biden-Harris die Coronavirus-Pandemie aktiver angehen werden, um US-amerikanische Beschäftigte zu schützen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ihre geplante Reaktion auf die Covid-19-Pandemie wird entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung in den USA sein, insbesondere für die an vorderster Front tätigen Verkehrsbeschäftigten und ihre Familien. Die Politik muss rasch in konkrete Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entlastung umgesetzt werden, um Familien vor Armut zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie Nahrung und Wohnraum haben. Die Pandemie hat für die USA die Notwendigkeit verstärkt, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Gesundheitsfürsorge und Bildung auf gleichberechtigter Basis für die gesamte Bevölkerung in Angriff zu nehmen," so Crumlin.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Crumlin sagte, die ITF begrüße auch die Zusagen der Regierung Biden-Harris, den Multilateralismus zu fördern und zur internationalen Zusammenarbeit der USA in den für die erwerbstätige Bevölkerung wichtigsten Fragen zurückzukehren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Eine Biden-Harris-Administration wird dazu beitragen, den Multilateralismus und die internationale Sicherheit und Handlungsfähigkeit zu einem Zeitpunkt zu stärken, wo sie am meisten gebraucht werden. Die Zusage des gewählten Präsidenten Biden, der Weltgesundheitsorganisation wieder beizutreten, wird die Führungsrolle der USA im Kampf gegen Covid-19 wiederherstellen, und sein Versprechen, wieder in das Pariser Klimaabkommen einzusteigen, wird ein historischer Wendepunkt sein und den internationalen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels neben anderen stark dezimierten Initiativen neuen Auftrieb geben. Diese Führungsrolle wird dringend benötigt, um angesichts der vielen internationalen Konflikte und Krisen Frieden und Stabilität zu fördern," so Crumlin. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Namen der 20 Millionen internationalen Verkehrsbeschäftigten in unserer Familie beglückwünscht und feiert die ITF die gewählte Vizepräsidentin Harris dafür, dass sie als erste schwarze und südasiatische Frau, die zur Vizepräsidentin gewählt wurde, dazu beiträgt, den Weg für alle Frauen und Mädchen in den USA und international sowie für die Vielfalt in Führungspositionen weiter zu ebnen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als Beschäftigte und Gewerkschaftsmitglieder werden wir weiter mit all unserer Menschlichkeit, unserer gesamten Organisation, mit all unserem Mut und unserer Entschlossenheit im andauernden Kampf um Gerechtigkeit, Frieden, wirtschaftliche und politische Stabilität sowie soziale und rassische Gerechtigkeit zusammenstehen. Wir begrüßen die Führerschaft des neuen gewählten Präsidenten und der gewählten Vizepräsidentin im Namen aller arbeitenden Frauen und Männer, Familien und Bevölkerungsgruppen, die wir international vertreten," erklärte Crumlin.</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--11" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 12 Nov 2020 11:48:01 +0000 barton_linda 194984 at https://www.itfglobal.org Airlines and Air Transport Workers Call for Urgent Government Assistance to Prevent Jobs Catastrophe https://www.itfglobal.org/en/news/airlines-and-air-transport-workers-call-urgent-government-assistance-prevent-jobs-catastrophe <span class="field-title">Fluggesellschaften und Luftverkehrsbeschäftigte fordern dringende staatliche Hilfen zur Verhinderung einer Beschäftigungskatastrophe</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Urgent%20Gov%20Assist%20Global.jpg?itok=wf3o660U" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 11/12/2020 - 14:09</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) haben eine <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/ohne-staatliches-eingreifen-zeichnet-sich-eine-katastrophale-beschaeftigungskrise-ab">gemeinsame Erklärung</a> herausgegeben, in der sie ein dringendes Eingreifen der Regierungen fordern, um eine Beschäftigungskatastrophe im Luftverkehrssektor zu verhindern.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span><span>Schätzungen der Air Transport Action Group zufolge sind rund 4,8 Millionen Arbeitsplätze von Luftverkehrsbeschäftigten gefährdet, da die Nachfrage nach Flugreisen um mehr als 75 Prozent eingebrochen</span></span></span><em> </em><span lang="" xml:lang=""><span><span>ist (August 2020 gegenüber August 2019). Die Auswirkungen von Grenzbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 haben den Luftverkehr effektiv zum Stillstand gebracht, Flugzeuge bleiben am Boden, und Infrastruktur und Kapazitäten im Flugzeugbau sind ungenutzt.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span><span>IATA und ITF rufen die Regierungen unter anderem zu den folgenden Maßnahmen auf:</span></span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">fortgesetzte finanzielle Unterstützung für den Luftverkehrssektor,</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">sichere Wiederöffnung der Grenzen ohne Quarantäne durch Umsetzung eines weltweit einheitlichen Systems zur Durchführung von Covid-19-Tests vor dem Abflug.</span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span><span>"Der Luftverkehrssektor ist mit einer beispiellosen Beschäftigungskatastrophe konfrontiert. Die Fluggesellschaften haben ihre Kosten drastisch gesenkt, aber unter den gegenwärtigen Bedingungen nur noch liquide Mittel für achteinhalb Monate. Zehntausende Arbeitsplätze sind bereits verloren, und wenn keine weiteren staatlichen Hilfen erfolgen, wird diese Zahl wahrscheinlich auf mehrere Hunderttausend steigen. Der Luftverkehr spielt eine wesentliche Rolle bei der Verbindung von Ländern und der Beförderung lebenswichtiger Güter, und es liegt im Eigeninteresse der Regierungen, weitere finanzielle Unterstützung anzubieten, um die Branche lebensfähig zu halten. Vor allem aber müssen die Regierungen zusammenarbeiten, um die Grenzen wieder sicher zu öffnen. Das heißt, es muss ein globales Programm eingeführt werden, um Passagiere auf Covid-19 zu testen. Damit kann die Quarantäneregelung aufgehoben werden, und die Passagiere können unbesorgt wieder fliegen," erklärte Alexandre de Juniac, Generaldirektor und CEO der IATA.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span><span>"Der globale Luftverkehr befindet sich in einer anhaltenden Krise. Bis Ende des Jahres werden fast 80 Prozent der Lohnersatzprogramme auslaufen. Ohne ein sofortiges Eingreifen der Regierungen werden wir Zeugen der größten Beschäftigungskrise werden, die die Branche je erlebt hat. Die katastrophale Beschäftigungskrise kann jedoch mit einer klar koordinierten Strategie abgewendet werden, die auf Entlastung, Erholung und Erneuerung beruht. Die Luftverkehrsbeschäftigten der Welt appellieren an die Regierungen, jetzt zu handeln, die finanzielle Unterstützung zu leisten, die zum Schutz ihrer Arbeitsplätze erforderlich ist, und sich zur Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Arbeitgebern zu verpflichten, um die langfristige Erholung der Branche zu unterstützen. Luftverkehrsbeschäftigte sind qualifizierte Arbeitskräfte, die für die Reaktion der Länder auf Covid-19 und ihre wirtschaftliche Erholung entscheidend sind und weiter sein werden. Wenn die Regierungen nicht handeln und den Luftverkehrssektor nicht unterstützen, werden sie nicht nur der Branche schaden, sondern die gesamte Gesellschaft wird die Auswirkungen massiv zu spüren bekommen," warnt ITF-Generalsekretär Stephen Cotton.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span><span>Neben der Wiederöffnung der Grenzen mit Tests und finanzieller Unterstützung forderten die Organisationen die Regierungen ferner auf, eine Roadmap für die langfristige Erholung der Branche zu entwickeln, die Investitionen in die Umschulung und Weiterqualifizierung der Arbeitskräfte sowie in grüne Technologien, insbesondere in nachhaltige Flugzeugkraftstoffe, umfasst.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang="">"Die Fähigkeit und die Geschwindigkeit, mit der sich die Länder von Covid-19 erholen, hängen eng mit der Wiederherstellung der globalen Luftverkehrsverbindungen zusammen," heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Staatliche Interventionen und Investitionen müssen daher die Luftverkehrsbranche nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt unterstützen, sondern auch sicherstellen, dass sie funktionsfähig und in der Lage ist, die Rückkehr der Welt zur Normalität nach der Pandemie zu unterstützen.</span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><span><strong><span lang="" xml:lang=""><span>Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: </span></span></strong><span lang="" xml:lang=""><span>(+447770) 728 229 oder </span></span><span lang="" xml:lang=""><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span>media@itf.org.uk</span></a></span></span></span></span></span></p> <p><br /> <br /> <span><span><span><span><strong><span lang="" xml:lang=""><span>Webinar: Sicherung von Arbeitsplätzen für eine erfolgreiche Erholung des Luftverkehrs</span></span></strong><br /> <span lang="" xml:lang=""><span>Am Freitag, dem 13. November 2020 (11.00-13.00 Uhr UTC), veranstaltet die ITF ein Webinar zum Thema "Sicherung von Arbeitsplätzen für eine erfolgreiche Erholung des Luftverkehrs" mit führenden Vertretern des Luftverkehrssektors aus ITF, IATA, ACI und ICAO. Die Teilnehmer dieser Veranstaltung werden über Lösungen für die beispiellose Herausforderung diskutieren, vor der die Branche und die Gesellschaft insgesamt stehen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><strong><span lang="" xml:lang="">Hier können Sie sich</span></strong> <a href="https://bit.ly/3ldJoTW"><strong><span>anmelden</span></strong></a><strong><span lang="" xml:lang=""> und </span></strong><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-webinar-sicherung-von-arbeitsplaetzen-fuer-eine-erfolgreiche-erholung-des-luftverkehrs"><strong><span>weitere Informationen</span></strong></a> <strong><span lang="" xml:lang="">abrufen.</span></strong></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--12" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 10 Nov 2020 09:53:16 +0000 barton_linda 194978 at https://www.itfglobal.org Catastrophic jobs crisis on horizon without government intervention https://www.itfglobal.org/en/news/catastrophic-jobs-crisis-horizon-without-government-intervention <span class="field-title">Ohne staatliches Eingreifen zeichnet sich eine katastrophale Beschäftigungskrise ab</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ITF%20IATA%20global.jpg?itok=pBdKOnat" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 11/12/2020 - 12:23</span> <div class="field-body"><p><span><span><strong><span><span>Gemeinsame Erklärung von ITF und IATA zu finanziellen Hilfen und Tests für die Wiederaufnahme des internationalen Luftverkehrs</span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>Sieben Monate, nachdem die Weltgesundheitsorganisation Covid-19 zu einer globalen Pandemie erklärt hat, ist der Luftverkehr noch immer einer der am massivsten von dieser Krise betroffenen Wirtschaftssektoren. Laut Schätzungen des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA) wird sich die Branche erst frühestens im Jahr 2024 wieder auf das Niveau von 2019 erholen. Die Hilfen für den Luftverkehrssektor – eine Branche, die während der gesamten Pandemie Menschen in ihre Heimatländer zurückgeführt, Lieferketten in Bewegung gehalten und wichtige medizinische Ausrüstung transportiert hat – reichen nicht aus, um den Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen zu verhindern. Weltweit sind etwa 4,8 Millionen Arbeitsplätze von Luftverkehrsbeschäftigten gefährdet.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Inzwischen ist klar, dass der Luftverkehr sich in einer anhaltenden Krise befindet. Die Regierungen brauchen eine klare und koordinierte Strategie für den Wiederaufbau des Luftverkehrssektors, die sofortige finanzielle Hilfen, die Ersetzung von Quarantäneauflagen durch systematische Tests von Passagieren und die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zur Unterstützung der langfristigen Erholung der Branche umfasst.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der globale Luftverkehrssektor verfügt über hochqualifizierte Arbeitskräfte, die für die Resilienz der Staaten bei der Reaktion auf die Pandemie durch den Transport von medizinischen Versorgungsgütern und die Aufrechterhaltung weiterer wichtiger Lieferketten sowie für die Rückführung von Bürgern und systemrelevanten Arbeitskräften in ihre Heimatländer gebraucht werden. Das Luftverkehrspersonal hat während der Pandemie trotz großer Herausforderungen und Gesundheitsrisiken weitergearbeitet. Es gibt Fälle, in denen Passagiere auf aggressive und störende Weise darauf reagieren, dass Flugbegleiter*innen während des gesamten Flugs auf die Einhaltung grundlegender Sicherheitsregeln wie das Tragen von Gesichtsmasken achten. Ihre Gesundheit und Sicherheit müssen für die Regierungen ein vorrangiges Anliegen sein.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Fluggesellschaften und das Luftverkehrspersonal sind den Regierungen dankbar, die die Branche während des Lockdowns unterstützen. Es wurden rund 160 Mrd. US-Dollar an Hilfsgeldern bereitgestellt, die entscheidend dazu beigetragen haben, eine noch schlimmere wirtschaftliche und soziale Katastrophe abzuwenden. Trotz dieser Hilfe werden die Einnahmen in diesem Jahr voraussichtlich um mehr als 62 Prozent unter denen des Vorjahres liegen und die Fluggesellschaften weiterhin täglich 300.000 Dollar an liquiden Mitteln aufbrauchen. Das bevorstehende Auslaufen von 70 Prozent der aktuellen Lohnsubventionsprogramme wird zur Folge haben, dass die Aufrechterhaltung der Beschäftigung auf dem derzeitigen Niveau nicht mehr tragbar sein wird. Ohne sofortige staatliche Maßnahmen zur weiteren Unterstützung der Branche wird die Situation in eine massive Beschäftigungskrise umschlagen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Fähigkeit und die Geschwindigkeit, mit der sich die Länder von Covid-19 erholen, hängen eng mit der Wiederherstellung der globalen Luftverkehrsverbindungen zusammen. Staatliche Interventionen und Investitionen müssen daher die Luftverkehrsbranche nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt unterstützen, sondern auch sicherstellen, dass sie funktionsfähig und in der Lage ist, die Rückkehr der Welt zur Normalität nach der Pandemie zu unterstützen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Daher appellieren IATA und ITF an die Regierungen der Welt:</span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span>den Luftverkehrssektor weiter finanziell zu unterstützen,</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>den Schwerpunkt auf ein global einheitliches Programm zur systematischen Testung aller Passagiere vor dem Abflug zu setzen,</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>die Bevölkerung über die Notwendigkeit zu informieren, Protokolle zur biologischen Sicherheit zu befolgen, wie z. B. das Tragen von Gesichtsmasken bei Flugreisen, und die Sanktionen, die bei Nichteinhaltung dieser Protokolle verhängt werden können, so zu gestalten, dass sie von aggressivem und störendem Verhalten abschrecken, </span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Investitionen in grüne Technologien zu fördern, insbesondere in nachhaltige Flugzeugkraftstoffe, um der Branche zu helfen, sich nach Covid-19 besser zu regenerieren,</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>eine Roadmap für die langfristige Erholung der Branche zu entwickeln, die Investitionen in die Umschulung und Weiterqualifizierung der Arbeitskräfte umfasst.</span></span></span></span></span></li> </ul> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--13" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 10 Nov 2020 09:49:26 +0000 barton_linda 194977 at https://www.itfglobal.org ITF Aviation Week: Global aviation unions unite to defend jobs and secure safe workplaces https://www.itfglobal.org/en/news/itf-aviation-week-global-aviation-unions-unite-defend-jobs-and-secure-safe-workplaces <span class="field-title">ITF-Luftverkehrswoche: Globale Luftverkehrsgewerkschaften gemeinsam für den Erhalt von Arbeitsplätzen und ein sicheres Arbeitsumfeld</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/AW%20web%20story%20Global.jpg?itok=JvyelFI7" width="1690" height="951" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 11/11/2020 - 12:31</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>"Der globale Luftverkehr erleidet durch die Covid-19-Pandemie einen nie da gewesenen externen Schock. Grenzbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen haben den Sektor schwer geschädigt, und Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind bereits verloren," so Joseph Tiberi, der Vorsitzende der ITF-Sektion Zivilluftfahrt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die anhaltende Coronavirus-Pandemie hat viele Fluggesellschaften und Unternehmen in der gesamten Luftfahrtindustrie in einen Überlebenskampf gezwungen. Wie die Krisen, die wir zuvor erlebt haben, wird auch diese Krise für die Beschäftigten durch Probleme verschärft, die unserer Branche bereits seit Jahren zusetzen und für deren Beseitigung sich die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften weiterhin einsetzen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Deregulierung und Liberalisierung, Unterauftragsvergabe, die Fragmentierung der Belegschaften sowie das Überangebot an Billigflügen haben zu einer Verschlechterung der Bezahlung, der Bedingungen sowie der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten im Luftverkehr beigetragen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir sind uns bewusst, dass ein langer Weg vor uns liegt, um uns von der gegenwärtigen Krise zu erholen, aber es ist unabdingbar, wieder eine bessere, sicherere und nachhaltigere Luftverkehrsindustrie aufzubauen, in der die Beschäftigten an erster Stelle stehen. Alleine können wir diesen Kampf nicht gewinnen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir über alle Grenzen hinweg unsere Ideen, Gedanken, Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig solidarisch unterstützen – dies ist das Ziel der ITF-Luftverkehrswoche," so Tiberi.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte heute, die ITF-Luftverkehrswoche sei für globale Luftverkehrsgewerkschaften ein wichtiges Forum zum Austausch über bewährte innovative Praktiken zum Schutz von Arbeitsplätzen und hart erkämpften Beschäftigungsbedingungen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Covid-19-Pandemie hat die Funktionsfähigkeit der Luftverkehrsbranche zerstört. Gerade jetzt ist die internationale Solidarität, die den Kernprinzipien der ITF zugrunde liegt, wichtiger denn je," sagte Cotton.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Gewerkschaften werden in dieser Woche Strategien entwickeln, um sicherzustellen, dass die Mitbestimmung der Beschäftigten bei der Erholung der Branche eine zentrale Rolle spielt – im Rahmen von dreigliedrigen Gremien für die Erholung der Luftverkehrsbranche. Die Gesundheit und Sicherheit der Luftverkehrsbeschäftigten und Passagiere muss im Zentrum der Erholungsbemühungen stehen. Die Beschäftigten müssen mit am Tisch sitzen, um selbst über die Zukunft ihrer Arbeit zu bestimmen. Nur wenn wir heute gemeinsam handeln, können wir morgen eine nachhaltige Luftverkehrsbranche gewährleisten," schloss Cotton.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/luftverkehr" hreflang="de">Luftverkehr</a></div> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--14" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 09 Nov 2020 18:32:11 +0000 luke_m 194982 at https://www.itfglobal.org Securing Jobs for a Successful Recovery in Civil Aviation https://www.itfglobal.org/en/news/securing-jobs-successful-recovery-in-civil-aviation <span class="field-title">ITF-Webinar: Sicherung von Arbeitsplätzen für eine erfolgreiche Erholung des Luftverkehrs</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-11-10%20at%2010.28.15.jpeg?itok=1zz8Awfa" width="1690" height="951" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 11/11/2020 - 11:47</span> <div class="field-body"><p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Der globale Luftverkehr erleidet durch die Covid-19-Pandemie einen nie da gewesenen externen Schock. Grenzbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen haben den Sektor schwer geschädigt. Flugzeuge mussten am Boden bleiben. Zehntausende Arbeitsplätze sind verloren gegangen. Der Flugzeugbau ist zum Erliegen gekommen.</span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Die Luftverkehrsbranche braucht einen "New Deal", in dessen Fokus die <b><i>Entlastung</i></b>, die <b><i>Erholung</i></b> und schließlich die <b><i>Erneuerung</i></b> des Sektors stehen müssen.<br /> <br /> Wir laden euch ein, am ITF-Webinar zum Thema <b>"Sicherung von Arbeitsplätzen für eine erfolgreiche Erholung"</b> teilzunehmen, bei dem Führungskräfte aus dem globalen Luftverkehr zu Wort kommen. Die Teilnehmer dieser Live-Veranstaltung werden über Lösungen für die beispiellose Herausforderung diskutieren, vor der die Branche und die Gesellschaft insgesamt stehen</span></span><span><span><span><span>.</span></span></span></span><br />  </p> <h3><strong><span><span><span><span>Die Diskussionsteilnehmer:</span></span></span></span></strong></h3> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Stephen Cotton</span></span></b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">, Generalsekretär der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF)</span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Alexandre de Juniac</span></span></b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">, Generaldirektor und CEO der International Air Transport Association (IATA)</span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Martín Eurnekian</span></span></b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">, Vorsitzender, Airport Council International (ACI)</span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Mohamed Khalifa Rahma,</span></span></b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif"> Direktor des Luftverkehrsbüros und Sekretär der Aviation Recovery Task Force (CART) des ICAO-Rates, Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO)<br /> <br /> Joseph Tiberi, der Vorsitzende des ITF-Sektionsausschusses Zivilluftfahrt, wird die Veranstaltung schließen.<br />  </span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><i><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Live-Dolmetschdienste werden in Arabisch, Französisch, Japanisch, Portugiesisch und Spanisch angeboten.</span></span></i></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">Wann: </span></span></b><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif">13. November 2020, 11.00 Uhr in London (Großbritannien)</span></span></span></span></p> <p><span style="font-size:12pt"><span style="font-family:&quot;Calibri&quot;,sans-serif"><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif"><b>Anmeldung unter:</b> </span></span><a href="https://itf-org-uk.zoom.us/webinar/register/WN_CUNoEGw8SvOnS-1E1kkmdA"><span style="font-size:11.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif"><span style="color:blue">https://itf-org-uk.zoom.us/webinar/register/WN_CUNoEGw8SvOnS-1E1kkmdA</span></span></span></a> </span></span></p> <p> </p> <h3><span><span><strong><span><span>Biographien der Diskussionsteilnehmer:</span></span></strong></span></span></h3> <table border="0" cellpadding="1" cellspacing="1" style="width: 807px;"> <tbody> <tr> <td style="width: 239px;"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="6b7deb95-92b0-47ae-ad0c-74ea35161981" src="/sites/default/files/inline-images/Stephen%20Cotton%2C%20230x.jpg" /></td> <td style="width: 555px;"> <p><br /> <strong>Stephen Cotton</strong><br /> <br /> Stephen Cotton ist der Generalsekretär der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) – einem globalen Verband von fast 700 Gewerkschaften, der 20 Millionen Verkehrsbeschäftigte in 147 Ländern vertritt. Er wurde im Jahr 2018 auf dem 44. ITF-Kongress in Singapur in diesem Amt bestätigt. Cotton ist außerdem Vorsitzender des Global-Unions-Rates (CGU), der Partnerschaft zwischen dem Internationalen Gewerkschaftsbund, den globalen Gewerkschaftsverbänden und dem Gewerkschaftlichen Beratungsausschuss (TUAC) bei der OECD.</p> </td> </tr> <tr> <td style="width: 239px;"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="30075e1c-e01c-4ec3-9ac7-357c32a9ec29" src="/sites/default/files/inline-images/Alexandre%20de%20Juniac230.jpg" /></td> <td style="width: 555px;"> <p><strong>Alexandre de Juniac</strong><br /> <br /> Alexandre de Juniac wurde mit der Übernahme des Amtes des Generaldirektors und CEO am 1. September 2016 als siebte Person an die Spitze des Internationalen Luftverkehrsverbandes (IATA) berufen. De Juniac verfügt über fast dreißigjährige Erfahrung sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor. Dies umfasst leitende Positionen in der Luft- und Raumfahrtindustrie und der französischen Regierung.</p> </td> </tr> <tr> <td style="width: 239px;"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="59a1048a-cbdf-4f04-a70e-0ba73a1e68b3" src="/sites/default/files/inline-images/Marti%CC%81n%20Eurnekian%20230%20.jpg" /></td> <td style="width: 555px;"> <p><br /> <strong>Martín Eurnekian</strong></p> <p>Martín Eurnekian ist Vorstandsvorsitzender der Corporación América Airports (NYSE: CAAP), einer Holdinggesellschaft, die Flughafenkonzessionen erwirbt, entwickelt und betreibt. Das Unternehmen betreibt derzeit 52 Flughäfen in Argentinien, Brasilien, Peru, Uruguay, Ecuador, Armenien und Italien. Eurnekian ist außerdem Vorsitzender von Aeropuertos Argentina 2000 (AA2000) und Mitglied des Vorstands jeder der von der Gruppe kontrollierten Flughafenbetreibergesellschaften. Er ist ferner Vorsitzender des Internationalen Flughafenrats (Airport Council International - ACI World) und hatte zuvor den Vorsitz des Internationalen Flughafenrates für Lateinamerika und die Karibik (ACI-LAC) inne.</p> </td> </tr> <tr> <td style="width: 239px;"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="e9f66fa2-67d9-4de0-ad6b-11c7bd679ee1" src="/sites/default/files/inline-images/Mohamed%20Khalifa%20Rahma%20230.png" /></td> <td style="width: 555px;"> <p><br /> <strong>Mohamed Khalifa Rahma</strong></p> <p>Mohamed Khalifa Rahma ist Direktor des Luftverkehrsbüros der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). Er trat dieses Amt im April 2020 an. Vor seiner Berufung war er Regionaldirektor des ICAO-Regionalbüros für den Nahen Osten. Davor war er als Staatssekretär für internationale und innere Angelegenheiten im ägyptischen Ministerium für Zivilluftfahrt und vor dieser Funktion als Berater des ägyptischen Ministers für Zivilluftfahrt tätig. Während seiner Amtszeit fungierte Rahma als Verbindungsperson für die Kommunikation zwischen den lokalen Behörden und den internationalen und regionalen Organisationen wie ICAO, IATA, AFCAC und ACAC.</p> </td> </tr> </tbody> </table> <p> </p> </div> <section id="node-news-field-comment--15" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 10 Nov 2020 09:55:35 +0000 barton_linda 194983 at https://www.itfglobal.org 200,000 striking Bangladeshi maritime workers win decade-long battle for rights https://www.itfglobal.org/en/news/200000-striking-bangladeshi-maritime-workers-win-decade-long-battle-rights <span class="field-title">Nach jahrzehntelangem Kampf setzen Beschäftigte in der Binnenschifffahrt Bangladeschs ihre Rechte durch</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/BNSF%20strike_webimage.png?itok=mtdTUGXU" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 11/10/2020 - 11:04</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Ende letzten Monats setzten über 200.000 Beschäftigte in der Binnenschifffahrt unter dem Banner der ITF-Mitgliedsorganisation Bangladesh Noujan Shramik Federation (BNSF) nach einem dreitägigen Streik gegen den nationalen Reederverband Bangladesh Cargo Vessel Owners' Association erhebliche Verbesserungen ihrer Beschäftigungsbedingungen durch.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Unter anderem gingen die Arbeitgeber auf ihre seit langem erhobene Forderung nach Essenszulagen für die Besatzungsmitglieder von Flussschiffen ein.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Ashiqul Alam Chowdhury, der Generalsekretär der BNSF, erklärte: "Dies ist für uns zu einem emotionsgeladenen Thema geworden. Wir haben lediglich eingefordert, was im Seearbeitsübereinkommen bezüglich Verpflegungsgeld für Besatzungen von Frachtschiffen geregelt ist."</span></span></span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="9a45eac2-f781-4786-880f-69424dba10fd" src="/sites/default/files/inline-images/received_367597994312046.jpeg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span><span><span>Nach dem Seearbeitsübereinkommen sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, der Besatzung Verpflegung und Trinkwasser von geeigneter Qualität zur Verfügung zu stellen. Größere Schiffe haben in der Regel einen qualifizierten Schiffskoch an Bord, aber wenn das Schiff zu klein für einen Koch und eine Kombüse ist, können Arbeitgeber alternativ dazu eine angemessene Zulage auszahlen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Im Rahmen der Beilegung des Arbeitskonflikts hat sich der Reederverband bereit erklärt, eine von den Beschäftigten aufgestellte 11-Punkte-Charta umzusetzen. Die Charta verlangt:</span></span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span>die Aushändigung von Einstellungsverträgen an die Beschäftigten,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Ausstellung von Ausweisen und Dienstbescheinigungen,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Gewährleistung der sozialen Sicherheit der Beschäftigten,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Zahlung von Essenszulagen,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Beendigung von Erpressungen und Raubüberfällen auf Schiffe,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Formalisierung von Arbeitsplätzen,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>die Umsetzung der Tarife von 2016.</span></span></span></span></span></span></li> </ul> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="6293c3fd-e979-484e-84f0-4074dbc86ec8" src="/sites/default/files/inline-images/received_717062999222112.jpeg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span><span><span>Chowdhury zufolge haben die Arbeitgeber schon vorher Schritte zur Einhaltung der Charta versprochen, unter anderem in Bezug auf die Zulagen. Im November letzten Jahres wurde ein von der Gewerkschaft organisierter Streik erst nach "Zusagen" der Reeder abgebrochen. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Sie haben ihr Versprechen gebrochen", so Chowdhury. "Aber diesmal liegen die Dinge anders." </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Ein Grund dafür sei, dass der jüngste Arbeitskampf das Transportnetz der Reeder lahmgelegt habe.</span></span></span></span></span></span></p> <p>Die Bangladesh Cargo Vessel Owners' Association betreibt 5.000 Frachtschiffe in einem Flussnetz, über das 50 Mutterschiffe Güter von den Seehäfen von Chattogram und Mongla über Binnenwasserstraßen zu Flusshäfen und flussaufwärts gelegenen Terminals befördern.</p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="906259e9-3476-48d9-90e4-4dbe236798f2" src="/sites/default/files/inline-images/received_361990318245929.jpeg" class="align-center" /><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="1b24c5a6-3fa3-40e7-a0b7-4f61198d0050" src="/sites/default/files/inline-images/received_1499174760276762.jpeg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span><span><span>"Ihr System wurde durch den Streik Ende Oktober vollkommen lahmgelegt, und das hat sie dazu gebracht, die Seeleute ernst zu nehmen," berichtet Chowdhury.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Am 23. Oktober hielten wir ein Treffen zwischen den Arbeitgebern und Gewerkschaftsfunktionären im Beisein des Ministers für Arbeit und Beschäftigung ab. Wir kamen überein, dass den Beschäftigten auf Schiffen verschiedener Größe ab Oktober Verpflegungszuschüsse gezahlt werden," so Chowdhury.</span></span></span></span></span></span></p> <p> </p> <p><em>Fotos: Bangladesh Noujan Shramik Federation (BNSF), 2020 Ⓒ</em></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/industrial-action" hreflang="en">industrial action</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--16" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 09 Nov 2020 05:38:44 +0000 Rory_M 194980 at https://www.itfglobal.org ITF Executive Board statement to members https://www.itfglobal.org/en/news/itf-executive-board-statement-members <span class="field-title">Erklärung des ITF-Vorstands an die Mitglieder </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-11-05%20at%2018.05.03%281%29.jpeg?itok=1Q-qu5Kw" width="1690" height="952" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/20" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">barton_linda</span></span> <span class="field-created">Mon, 11/09/2020 - 09:20</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die ITF unterstreicht erneut die entscheidende Rolle, die Verkehrsbeschäftigte in der Covid-19-Krise bei der Aufrechterhaltung der Mobilität und Versorgung der Weltbevölkerung spielen, und bekräftigt ihren Mitgliedern, die ihre Gewerkschaften, Familien und Gemeinschaften mit Stolz erfüllen, ihre Solidarität. In dieser beispiellosen Krise halten wir zum Gedenken und zur Ehre derer inne, die in den letzten Monaten ihr Leben verloren haben. In ihrem Namen verpflichten wir uns, weiter für bessere Normen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz mit einer zentralen Rolle für die Gewerkschaften und Beschäftigten in unseren Sektoren einzutreten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Unsere mutigen Mitglieder setzen täglich ihr Leben aufs Spiel und sind infolge der Pandemie außerordentlichen Belastungen und psychischen Gesundheitsproblemen ausgesetzt. Verkehrsbeschäftigte halten entlang der Lieferketten wesentliche Dienstleistungen in Gang, sind aber in allen Sektoren mehr denn je dem Risiko der Ausbeutung ausgesetzt. Nach wie vor sind Beschäftigte ohne Arbeit oder Zugang zu den Sozialleistungen, die ihnen zustehen. Davon sind Beschäftige in prekären, informellen und atypischen Beschäftigungsverhältnissen, insbesondere Frauen und junge Menschen, überproportional betroffen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Zu Beginn der Krise legte die ITF die notwendigen Maßnahmen dar, die Arbeitgeber und Regierungen in jedem Verkehrssektor und entlang der gesamten Lieferkette zum Schutz der Beschäftigten, der Bevölkerung und der Wirtschaft ergreifen müssen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Gemeinsam mit unseren Sozialpartnern haben wir Lösungen zur Bewältigung der Crewwechsel-Krise erarbeitet. Dennoch sind immer noch 400.000 Seeleute auf See gefangen, getrennt von ihren Familien und jenseits des Limits der sicheren Schifffahrt. Wir engagieren uns unermüdlich für sie und sagen "Genug ist genug!". Gleichzeitig führen wir Organisierungsmaßnahmen und Kampagnen für die uns angeschlossenen Beschäftigten bei den Bahnen und im öffentlichen Verkehr durch, die ihre Gesundheit und ihr Leben für den Schutz anderer riskieren, und für unsere Lkw-Fahrer*innen, die dazu genötigt sind, noch länger und härter zu arbeiten. Der Luftverkehrssektor befindet sich in einer Krise, aber wir haben eine Roadmap für den Schutz von Arbeitsplätzen und Normen und den Aufbau einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Branche. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Während manche Regierungen und Arbeitgeber Führung bewiesen haben, sind andere untätig geblieben. In manchen Fällen sind wir sogar damit konfrontiert, dass staatliche Hilfsprogramme bei gleichzeitigem Angriff auf Beschäftigungsbedingungen missbraucht werden. Die übereilte Einführung digitaler Technologien und Plattformdienste ohne Konsultationen wirkt sich indessen massiv auf Arbeitsplätze und Beschäftigungsbedingungen aus, wovon junge und weibliche Beschäftigte überproportional betroffen sind. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Erst diese Woche wurden 13 Bahnbeschäftigte aus unseren Mitgliedsorganisationen in Thailand zu drei Jahren Haft und hohen Geldstrafen verurteilt, nur weil sie versucht hatten, die nationalen Maßnahmen zur Verbesserung der Bahnsicherheit zu verbessern. Heute fordern wir ein Ende der Tatenlosigkeit und der Nutzung von Covid-19 als Vorwand für Angriffe auf Arbeitnehmer*innenrechte durch die Regierungen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Das globale Wirtschaftsmodell hat für erwerbstätige Männer und Frauen versagt. Wir fordern eine nachhaltigere Umwelt-, Sozial- und Governance-Politik. Unsere Lösungen sind realistisch und gerecht, und sie müssen übernommen werden, wenn wir unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften schützen wollen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Parallel zu unserem weiteren Einsatz für branchenweite Lösungen leiten wir die nächste Phase unserer Krisenreaktion zum Schutz unserer Mitglieder ein.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir haben einen Plan zur Verteidigung von Arbeitsplätzen, Einkommenssicherheit und Arbeitnehmer*innenrechten und stellen eine Vision für nachhaltigen Verkehr ins Zentrum der Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir haben einen Plan für die Umsetzung universeller Gesundheits- und Sicherheitsnormen in allen Verkehrssektoren, unter der aktiven Beteiligung der Beschäftigten an innerbetrieblichen Entscheidungsprozessen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir haben ferner einen Plan zur Stärkung unserer Mitglieder, einschließlich weiblicher, junger und informell Beschäftigter im Verkehrssektor, in Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Bündnispartnern. Unsere Botschaft an bedrohte Verkehrsbeschäftigte ist einfach: Tretet einer Gewerkschaft bei und stärkt euren Einfluss.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF ist Teil einer immer noch wachsenden globalen Bewegung. Gemeinsam mit unseren globalen Schwesterorganisationen und dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), der über 200 Millionen Beschäftigte vertritt, sind wir mehr denn je der internationalen Solidarität verpflichtet. Gewerkschaften verschaffen Beschäftigten Einfluss, und wir sind ihr internationales Sprachrohr.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Heute fordern wir ein Ende der unnötigen Risiken, mit denen Verkehrsbeschäftigte konfrontiert sind. Auf regionaler und internationaler Ebene appellieren wir an die Vereinten Nationen, mehr für den Schutz der Männer und Frauen zu tun, die mit ihrer Arbeit die Welt in Bewegung halten. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Auf nationaler Ebene fordern wir Regierungen und Arbeitgeber dazu auf, sich mit uns an einen Tisch zu setzen. Hört unsere Forderungen und die unserer Gewerkschaften und handelt, zeigt Führungsstärke für die Sicherung menschenwürdiger Arbeitsplätze und den Erhalt und die Umschulung von Arbeitskräften, um auf die Herausforderungen der Covid-19-Pandemie zu reagieren. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir, die ITF, haben Pläne, mit denen wir als eine stärkere und gerechtere Gesellschaft aus dieser Krise hervorgehen können. </span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--17" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 05 Nov 2020 16:54:26 +0000 barton_linda 194976 at https://www.itfglobal.org Unions and employers partner on a project to ensure seafarers from the Philippines are ‘Covid-free’ https://www.itfglobal.org/en/news/unions-and-employers-partner-project-ensure-seafarers-philippines-are-covid-free <span class="field-title">Gemeinsames Projekt von Gewerkschaften und Arbeitgeber für sicheren Crewwechsel philippinischer Seeleute </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/v4%20Manila%20project%20joint%20statement_final.png?itok=HVVTSgnc" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 11/06/2020 - 11:14</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und der internationale Arbeitgeberverband der Reedereien IMEC (</span></span></span><span><span><a href="http://www.imec.org.uk/">International Maritime Employers' Council</a></span></span><span><span><span>) haben in Manila (Philippinen) ein verbessertes Quarantäne- und Testprogramm ins Leben gerufen, mit dem sie den Sorgen der Regierungen hinsichtlich der Eindämmung der Pandemie Rechnung tragen, um inmitten der weltweiten Crewwechsel-Krise mehr philippinische Seeleute von und zu Schiffen zu bringen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das am 28. Oktober gestartete Programm umfasst die folgenden Punkte:</span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span>Vertragsabschluss über 300 sichere Isolierräume in zwei Hotels renommierter Hotelketten in Manila,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Sicherheit und Überwachung rund um die Uhr, um eine 14-tägige Quarantäne zu gewährleisten,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>"Goldstandard"-PCR-Tests bei der Ankunft und vor der Einschiffung von Seeleuten,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>sichere Zertifizierung der Testergebnisse unter Verwendung einer manipulationssicheren Blockkettentechnologie,</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>sicherer Transit zu Flughäfen in Gruppen von nicht mehr als fünf Personen (einschließlich Fahrer),</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Anstrebung der Zusammenarbeit mit Regierungen und ihren Einwanderungs- und Hafenbehörden, um Bescheinigungen der Testergebnisse anzuerkennen, unnötige Quarantänezeiten zu reduzieren und mehr Besatzungswechsel durchzuführen.</span></span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span><span>Die Einrichtungen und das Verfahren werden von unabhängigen Drittprüfern begutachtet, bevor sie in die so genannte "WEISSE LISTE" aufgenommen werden, und in regelmäßigen Abständen weiteren Prüfungen unterzogen, um eine kontinuierliche Einhaltung zu gewährleisten. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, hinter dem Programm stehe der Grundgedanke, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber bei der Erarbeitung von Lösungen in einer "Covid-Welt" zusammenarbeiten müssen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Realistisch gesehen wird uns dieses Virus noch einige Zeit begleiten. Solange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir alle an einem Strang ziehen, um Seeleute in viel größerem Umfang, als es jetzt der Fall ist, sicher zu und von Schiffen zu bringen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Aus Sicherheits- und Umweltgründen darf ein Schiff nicht ohne Besatzung im Hafen liegen. Es müssen Seeleute zur Ablösung bereitstehen, bevor eine Crew ein Schiff verlassen darf."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Unseres Erachtens bietet dieses System die sicherste Möglichkeit, die Ersatzcrew schnell auf die Schiffe zu bringen, damit Seeleute, die schon viel zu lang an Bord sind, ihr Recht auf Rückkehr in ihre Heimat wahrnehmen können. Es ist viel sicherer und effizienter, wenn ein Land den Nachweis hat, dass sich Seeleute vor ihrer Einreise in kontrollierter und überwachter Isolation befanden und zweimal negativ getestet wurden, anstatt sie bei ihrer Ankunft unter Quarantäne zu stellen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Da monatelang von so vielen Regierungen zu wenig getan wurde, um die Crewwechsel-Krise zu lösen, die hauptsächlich von ihnen selbst gemacht wurde, obliegt es den Beschäftigten, ihren Gewerkschaften und Arbeitgebern, praktische Lösungen wie diese vorzulegen, um die Seeleute aus diesen schwimmenden Gefängnissen herauszuholen und von denen abgelöst zu werden, die endlich wieder arbeiten und Geld verdienen wollen," so Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Programm wird von den der ITF angeschlossenen philippinischen Seeleutegewerkschaften AMOSUP und PSU unterstützt. Es wird ermöglicht durch eine Anschubförderung aus dem International Maritime Training Fund der AMOSUP. Der Fonds dient ausschließlich zur Unterstützung des Wohlergehens der philippinischen Seeleute.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der IMEC-Vorsitzende Kapitän Belal Ahmed erklärte, das Programm sei aufgestellt worden, als Arbeitgebern und Gewerkschaften bewusst wurde, dass praktischere Lösungen erforderlich sind, um die von einer Reihe von Knotenpunkten für die Durchführung von Crewwechseln geäußerten Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit negativer Ergebnisse von auf den Philippinen durchgeführten Covid-Tests sowie der Wirksamkeit der Quarantäneverfahren für Seeleute vor der Einschiffung auszuräumen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir waren der Meinung, es müsse eine Technologie und ein Verfahren geben, um den Ländern erklären zu können: 'Diese Seeleute haben ihre Quarantäne in einer kontrollierten und überwachten Umgebung durchgeführt, hier ist ihr negativer Test. Lasst sie jetzt bitte wieder ihre Arbeit machen'. Dank dieses neuen Programms können wir das nun mit Gewissheit sagen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir hatten Informationen von Software-Entwicklern, die die Blockchain-Technologie bereitgestellt haben, um die Nachweise für die Covid-PCR-Testergebnisse manipulationssicher zu machen", so Ahmed. "Die Quarantäneeinrichtung befolgt die strengen Vorgaben der in Singapur geltenden SHN-Regeln (Stay Home Notice). Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Besatzung mindestens 14 Tage vor dem Einschiffen Covid-19 frei ist."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Vorerst stehen das Programm und die Plätze in seinen Einrichtungen nur IMEC-Mitgliedern offen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir werden in den nächsten Wochen sehen, wie der Prozess läuft. Wenn wir die Ergebnisse sehen, die wir uns wünschen, werden wir uns bemühen, es auszuweiten, um mehr Besatzungswechsel zu ermöglichen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ich hoffe, dass dies als Modell dafür dient, wie man die Dinge angehen kann. Diese Art von Innovation ist so wichtig, um diese humanitäre Krise zu beenden," so Ahmed. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Projekt arbeitet auch mit einem ähnlichen Programm des norwegischen Reederverbands zusammen, das Anfang des Monats gestartet wurde und dasselbe Hotel nutzt.</span></span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><strong><span><span><span>Hinweise:</span></span></span></strong></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span>Die Räume stehen seit dem 28. Oktober zur Verfügung und können ab sofort gebucht werden.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Alle Buchungsanfragen sollten an den Buchungskoordinator für dieses Projekt gerichtet werden:</span></span> <span><span><a href="mailto:itfimeccrewchange@amosup.org">itfimeccrewchange@amosup.org</a></span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Dieses <a href="https://imec.us4.list-manage.com/track/click?u=37c49e0b8cb3285c6db56a03e&amp;id=8c7ac514ed&amp;e=a57fd90ba3">Ablaufdiagramm</a> zeigt weitere Informationen über die Funktionsweise des Prozesses.</span></span></span></span></span></span></li> </ul></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--18" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 03 Nov 2020 09:42:01 +0000 Rory_M 194968 at https://www.itfglobal.org ITF and Marlow battle to get crew changed as crisis hits eight months https://www.itfglobal.org/en/news/itf-and-marlow-battle-get-crew-changed-crisis-hits-eight-months <span class="field-title">Im achten Monat der Crewwechsel-Krise: ITF und Marlow ringen um die Ablösung von Schiffsbesatzungen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/201021_MolloyCrewChange_v2.png?itok=MzIFhhik" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/118" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">anna_p</span></span> <span class="field-created">Wed, 11/04/2020 - 09:11</span> <div class="field-body"><p>Eine auszubildende Ingenieurin, die seit Februar an Bord eines Schiffes festsitzt, fühlt sich gedemütigt, weil sie keine Damenbinden hat. Sie ist zunehmend besorgt, dass sie nicht nach Hause zurückkehren kann. Ein Seemann kann nicht begreifen, warum er nicht heimgeschafft werden kann, wo doch sein Vertrag vor sechs Monaten endete. Ein neues Besatzungsmitglied kann nicht an Bord eines Schiffes gehen, weil die Person, die er ablösen soll, das Schiff nicht verlassen darf.</p> <p>Dies ist die Realität der Crewwechsel-Krise. Hinter den Statistiken (es gibt jetzt 400.000 Seeleute, die von der Tragödie betroffen sind), den Erklärungen und Versprechungen von Regierungen und internationalen Organisationen stehen die täglichen Erfahrungen der Seeleute, die die Krise durchleben müssen.</p> <p>Genau auf dieser Ebene der realen Welt sind die Bemühungen von Besatzungsmanagement, Reedern und Gewerkschaften, die Besatzungen nach Hause zu bringen und ablösen zu lassen, so wichtig.</p> <p>Der in Liverpool tätige ITF-Inspektor Tommy Molloy arbeitet mit allen möglichen Stellen zusammen, um bei der Heimschaffung von Seeleute zu helfen.</p> <p>Gemeinsam mit der Crewmanagementfirma Marlow Navigation hilft er Seeleuten auf mehreren von der Firma verwalteten Schiffen, in ihre Heimatländer zurückzukehren.</p> <p>Im Folgenden werfen wir einen Blick auf einige der jüngeren Fälle von Molloy und Marlow.</p> <p><em><strong>Densa Leopard</strong></em><br /> <br /> Anfang September berichtete die Nautilus über den Fall eines russischen 2. Ingenieurs an Bord des MV Densa Leopard, dessen Vertrag seit einem halben Jahr abgelaufen war, der aber trotz der Bemühungen von Marlow Navigation (NL) nicht von Bord gehen konnte. Molloy setzte sich beim Flaggenstaat Malta für den Fall ein.<br /> <br /> “Das maltesische Verkehrsministerium verlangte eine schriftliche Erklärung des Seemanns, in der er seine Heimschaffung beantragte, aber der Flaggenstaat reagierte nicht, als diese vorgelegt wurde,” berichtet Molloy. “Als das Schiff nach Sri Lanka zurückkehrte, hatte Marlow Navigation eine Ablösung organisiert, einen Seemann aus Sri Lanka, aber das Ergebnis seines gemäß den örtlichen Vorschriften erforderlichen Covid-Tests lag erst nach zwei Tagen vor. Der Charterer wollte nicht warten und wies das Schiff an, sich auf den Weg zum Roten Meer zu machen, wo mehrere Seeleute zur Ablösung an Bord kommen sollten.</p> <p>“Vor dem Auslaufen drängte die ITF darauf, dass die srilankische Hafenstaatkontrolle das Schiff inspizieren und feststellen sollte, ob das Schiff im Rahmen der nationalen und innerstaatlichen Vorschriften über das Wohlergehen von Seeleuten und gültige Verträge betrieben wurde, was diese jedoch ablehnte.”</p> <p>Das Unternehmen bat darum, dem 2. Ingenieur die Genehmigung zu erteilen, selbst ohne Ablösung in Sri Lanka von Bord zu gehen. Es war nicht davon auszugehen, dass Malta damit ein Problem hatte, da der Seemann nach Abschluss seines Vertrages seine Arbeit eingestellt hatte und zu einem Passagier des Schiffs geworden war – wie es ihm nach dem Seearbeitsübereinkommen zusteht.</p> <p>“Wir erfuhren, dass der Flaggenstaat kontaktiert und gefragt worden war, ob sie dem 2. Ingenieur gestatten würden, ohne Ablösung in Sri Lanka an Land zu gehen, da er dem Rat der ITF folgte und ohnehin nicht mehr arbeitete. Es wurde eine Ausnahmegenehmigung von den Vorschriften für eine sichere Schiffsbesatzung bis zum nächsten Hafen beantragt, wo ein weiterer 2. Ingenieur bereitstand, um an Bord zu kommen. Offenbar lehnte das maltesische Verkehrsministerium dies mit der Begründung ab, dass die Besatzungsanforderungen für einen sicheren Schiffsbetrieb erfüllt seien, solange sich sein Befähigungszeugnis mit ihm an Bord befand, auch wenn er nicht arbeitete. Ich habe das Ministerium um Klarstellung gebeten, ob dies wirklich der offizielle Standpunkt sei, aber auch hierauf erhielt ich keine Antwort.”</p> <p>"Da er nicht mehr arbeitete, waren die Besatzungsvorschriften für einen sicheren Schiffsbetrieb auf dem Schiff ohnehin nicht erfüllt,” so Molloy. “Malta machte jedoch geltend, dass die Besatzungsvorschriften erfüllt seien, solange der Seemann und sein Befähigungszeugnis sich an Bord befänden. So zwangen sie ihn, an Bord zu bleiben, um vorgeben zu können, dass er zur Sicherheit des Schiffes beitrage, und ein Häkchen hinter ihre Rolle als Regulierungsstelle zu setzen.</p> <p>“Dies ist ein wirklich empörendes und potenziell todbringendes Signal von Seiten eines Flaggenstaates. Nicht nur, dass sie jemandem das Recht verweigern, nach Hause zurückzukehren, sie geben auch vor, dass eines der Schiffe unter ihrer Flagge sicherer ist, als es in Wirklichkeit ist. Wie können sie sagen, dass jemand zur Sicherheit eines Schiffes beiträgt, wenn diese Person sich bereits vom Dienst abgemeldet hat, möglicherweise weil sie zu müde oder erschöpft ist, um weiterzuarbeiten, und sich nun als Passagier erholt? Ich bin sicher, dass die ITF diese Entscheidung in den kommenden Wochen gegenüber Malta erneut zur Sprache bringen wird.”</p> <p>Da Hilfe aus Sri Lanka oder Malta ausblieb, richtete Molloy seine Aufmerksamkeit auf Jordanien.<br /> <br /> Molloy informierte die Eigner der MV Densa Leopard, die türkische Reederei Marinsa Denizcilik AS, dass die Grenzen Jordaniens seit ihrem Plan, den Besatzungswechsel dort vorzunehmen, geschlossen worden seien. Infolgedessen, so Molloy, würden die jordanischen Behörden das Schiff wahrscheinlich festhalten, da es unwahrscheinlich sei, dass die Reederei ein neues Besatzungsmitglied zur Ablösung ins Land bekommen würde.<br /> <br /> Aufgrund von Molloys Warnungen setzte die Reederei das Schiff für zwei Tage off-hire, damit es nach Ägypten fahren konnte, um den Seemann endlich von Bord gehen zu lassen. Am 29. September, fast sieben Monate nach dem Ablauf seines Vertrags, kehrte er nach Hause zurück.</p> <p><em><strong>Densa Seal</strong></em><br /> <br /> Marlow Navigation bat Molloy auch um die Unterstützung der ITF im Falle der MV Densa Seal, die in Puerto Quetzal in Guatemala vor Anker lag. Die 18-köpfige Besatzung befand sich zwischen 10 und 14 Monaten an Bord und weigerte sich, auf dem Schiff weiterzufahren. Zwar waren 17 Seeleute aus Mexiko unterwegs, um auf dem Schiff anzumustern, doch erreichten sie die Grenze zu Guatemala erst, als diese gerade geschlossen wurde. Sie saßen daraufhin in einem Hotel in der Nähe des Grenzübergangs zwischen beiden Ländern fest. Die mexikanischen Behörden lehnten es außerdem ab, ihnen Visa für die Durchreise durch Mexiko zu erteilen.</p> <p>Juan Villalón Jones ist ITF-Inspektor in Chile und Koordinator des ITF-Kontaktnetzwerks für Lateinamerika und die Karibik. Er berichtet über die weiteren Vorgänge.</p> <p>“Die Reederei und wir setzten alle Hebel in Bewegung, damit die neue Besatzung an Bord kommen konnte – was die Voraussetzung ist, um die alte Besetzung heimschaffen zu können. Wir wandten uns an die Botschaften der Philippinen und der Ukraine in Guatemala, einen lokalen Agenten, den Vertreter des P&amp;I Clubs und unseren ITF-Inspektor in Mexiko, der seinerseits das mexikanische Außenministerium kontaktierte.</p> <p>“Die Botschaften und die Behörden Guatemalas kooperierten schließlich und erhielten die Genehmigung des Präsidenten, dass die neuen Besatzungsmitglieder die Grenze vor ihrer offiziellen Wiederöffnung überqueren dürfen. Am 16. September kam die Ablösungscrew endlich in Puerto Quetzal an und ging an Bord, so dass der Großteil der bisherigen Crew über Mexiko nach Hause fliegen konnte. Weitere Besatzungsmitglieder, deren US-Visa abgelaufen waren und denen die Durchreise durch Mexiko nicht erlaubt wurde, erhielten ebenfalls Unterstützung. Die Ukrainer flogen schließlich am 10. Oktober von El Salvador über Madrid nach Hause, und die Filipinos kamen am 11. Oktober in Manila an,” berichtet Villalón Jones.</p> <p><em><strong>Yasa Golden Dardanelles</strong></em></p> <p>Marlow Navigation setzte sich auch für die Besatzung des MV Yasa Golden Dardanelles ein, die seit mehr als 12 Monaten auf dem Schiff war. Das Schiff lag in Houston, USA, und die zur Ablösung eingetroffenen Seeleute befanden sich bereits an Bord. Die US-Visa von zwei philippinischen Besatzungsmitgliedern waren jedoch abgelaufen, so dass die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP ihnen das Verlassen des Schiffes untersagte, selbst wenn sie unter bewaffnetem Schutz zum Flughafen begleitet würden.</p> <p>Molloy kontaktierte den ITF-Inspektor in Houston Shwe Tun Aung: “Wir erklärten der CBP, dass sich nun 24 Menschen an Bord befänden, das Schiff aber nur Sicherheitsausrüstung für 22 Menschen mit sich führe,” so Aung. “Da das Schiff auf absehbare Zeit an der Golfküste der USA operieren sollte, wiesen wir darauf hin, dass die beiden Besatzungsmitglieder mit abgelaufenen Verträgen de facto durch die Bürokratie gefangen gehalten würden. Die Behörde ließ sich nicht umstimmen.”</p> <p>“Der Reederei blieb keine andere Wahl, als die beiden neuen Besatzungsmitglieder wieder nach Hause zu schicken und ihnen so die Heuern vorzuenthalten, mit denen sie gerechnet hatten, um den Unterhalt ihrer Familien zu sichern, während die beiden Seeleute, die gehofft hatten, endlich nach Hause zurückzukehren, an Bord bleiben mussten. Man kann sich vorstellen, wie hart das war.”</p> <p>Die Ignoranz der CBP gegenüber den Lebensumständen der Seeleute behindere die Bemühungen um einen Besatzungswechsel erheblich, so Molloy. Er verweist auf ein weiteres Beispiel, das nicht im Zusammenhang mit Marlow Navigation steht, wo eine junge panamaische Offiziersanwärterin Aung am 1. Oktober kontaktierte und um Hilfe bei der Heimschaffung bat. Die angehende Ingenieurin ist seit dem 20. Februar an Bord eines Tankers tätig, der vor der Küste der Vereinigten Staaten für Leichterungsarbeiten eingesetzt ist, obwohl ihre Genehmigung für die Durchführung solcher Tätigkeiten abgelaufen ist. Sie hatte das Gefühl, dass das Unternehmen nichts unternahm, um ihr zu helfen, und schrieb: “Ich habe Probleme wegen meiner Menstruation und keine Damenbinden, um die Blutung aufzufangen. Das ist für mich eine sehr demütigende Situation und ich mache mir Sorgen um meine psychische Gesundheit.”</p> <p>Aung wandte sich an die Reederei, die ihm versicherte, sich mehrmals bei der CBP dafür eingesetzt zu haben, die Offiziersanwärterin von Bord gehen zu lassen, und auch die Schifffahrtsbehörde von Panama um Hilfe gebeten zu haben. Am 1. Oktober wurde die Reederei von der CBP angewiesen, “die Flugbuchungen [der] Seemännin zu stornieren, da das Konsulat von Panama eingeschaltet ist ... und es etwa ein bis zwei Wochen dauern wird, bis wir eine Entscheidung der CBP in Houston erhalten". <br /> <br /> Aungs Bitten an die CBP wurden nicht erhört. Die junge Offiziersanwärterin muss an Bord bleiben.</p> <p><em><strong>Wie soll es weitergehen?</strong></em></p> <p>Bei seinen Überlegungen, wie es weitergehen soll, um weitere Crewwechsel voranzutreiben, sagte Tommy Molloy, dass die Bemühung um Lösungen nach wie vor Sache der Regierungen sei.</p> <p>“Covid-19 könnte die unzureichende Durchführung von Crewwechseln rechtfertigen, aber wir befinden uns jetzt seit acht Monaten in dieser Pandemie, und die Regierungen müssen Wege zur Ermöglichung der Ablösung dieser Beschäftigten finden.”</p> <p>“Besatzungswechsel werden durch eine Kombination aus diversen nationalen Regierungen, ihrer Verwaltungsbürokratie, Charterern, die die Umleitung von Schiffen in andere Häfen nicht zulassen, diversen Flaggenstaaten, diversen Schiffseignern, Bürokraten vor Ort und mangelnden Flugverbindungen blockiert. Das Ganze macht es schwierig, Seeleute heimzuschaffen und von neuen Besatzungen ablösen zu lassen.”</p> <p>“Die ITF hat keinerlei Toleranz gegenüber Unternehmen, die die Gelegenheit nicht nutzen, Crewwechsel vorzunehmen, wo immer dies möglich ist, aber die Branche muss ebenso hart daran arbeiten, die Umsetzung von Veränderungen überhaupt erst zu erleichtern. Darum setzt sich die ITF so nachdrücklich dafür ein, dass Regierungen für Seeleute praktische Ausnahmeregelungen von den Grenzbeschränkungen verfügen, und drängt so sehr darauf, dass mehr Flüge angeboten werden,” so Molloy.</p> <p><em><strong>Visa-Spiele</strong></em><br /> <br /> Unnachgiebigkeit in Bezug auf Visa, wie sie die Besatzung der Yasa Golden Dardanelles erlebte, sei in der Covid-19-Zeit keine Seltenheit, erklärte Molloy.</p> <p>“Die begrenzte Verfügbarkeit von Flügen hat zur Folge, dass Besatzungsmitglieder in der Regel ein paar Tage auf die Bestätigung ihrer Heimflüge warten müssen, aber manche Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde sind nicht bereit, ein Ausreisevisum für die Tage bis zu ihrer Abreise auszustellen. Sie unterbinden faktisch den Crewwechsel.”</p> <p>“Die ITF hat die Länder nachdrücklich aufgefordert, Seeleute als systemrelevante Arbeitskräfte anzuerkennen, damit sie sicher vom Schiff zum Flughafen und umgekehrt reisen können. Stattdessen kehren viele Nationen den Seeleuten - den Menschen, die ihre Fracht befördern - den Rücken. Sie missachten ihre internationalen Verpflichtungen.”</p> <p><em><strong>Die Rolle der Charterer</strong></em><br /> <br /> Charterer sind die Agenten, die im Auftrag von Ladungseigentümern, wie Importeuren und Exporteuren und multinationalen Unternehmen, Schiffe chartern. Sie haben also großen Einfluss auf die Route, die die Schiffe nehmen, und darüber, ob Schiffe umgeleitet werden sollen.</p> <p>Viele Charterer fügen jetzt Klauseln über die Nichtdurchführung von Crewwechseln in ihre Verträge mit Schiffseignern ein. Das bedeutet, dass der Schiffseigner und der Bemannungsagent nicht auf einen nahegelegenen Hafen ausweichen können, wo ein Besatzungswechsel möglich wäre, so lange ein Charterer einen geltenden Chartervertrag für ein Schiff hat, unabhängig davon, wie lange die Besatzung an Bord ist.</p> <p>Eine Managementgesellschaft teilte Molloy mit, dass einige Charterer sich zudem weigern, eine BIMCO-Musterklausel über Crewwechsel aufzunehmen, und tatsächlich Schiffe ablehnen, wenn innerhalb der Laufzeit des Chartervertrags ein Besatzungswechsel geplant ist. Derartige Vorgehensweisen sind verheerend im Hinblick auf den Andrang müder und erschöpfter Seeleute in der Weltflotte und für die Hoffnung, die Crewwechsel-Krise in den Griff zu bekommen.</p> <p>“Solche Dinge machen für die Seeleute eine ohnehin schon schlimme Situation noch schlimmer,” so Molloy. “Bis jetzt hatte ich noch mit keinem Suizid an Bord zu tun, aber das geschieht natürlich.”</p> <p>“Eigentlich ist eher überraschend, dass es nicht öfter passiert. Es ist ziemlich naheliegend, dass die psychische Gesundheit von Menschen Schaden nimmt und sie die Hoffnung verlieren., wenn man sie lange genug auf engem Raum einsperrt. Hoffnungslosigkeit richtet bei den Menschen Übles an.”</p> <p>“Das Schlimmste daran ist, dass diese Seeleute nichts Falsches gemacht haben. Sie haben einfach ihre Arbeit getan, um die Versorgung der Welt aufrechtzuerhalten. Der Lohn für ihre endlosen Opfer ist nun, dass die Welt und ihre Regierungen sie und ihre Familien mit völliger Geringschätzung behandeln,” so Molloy.</p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--19" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 02 Nov 2020 08:50:38 +0000 Rory_M 194961 at https://www.itfglobal.org ITF launches first position paper on remote tower operations https://www.itfglobal.org/en/news/itf-launches-first-position-paper-remote-tower-operations <span class="field-title">ITF gibt erstes Positionspapier zum Thema &quot;Remote Tower Operation&quot; heraus</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-11-02%20at%2009.56.51.jpeg?itok=wqM-CfQD" width="1690" height="952" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/116" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">pauline_l</span></span> <span class="field-created">Tue, 11/03/2020 - 10:29</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Flugsicherungsdienste sind für die Sicherheit und Effizienz des Luftverkehrssektors und der Weltwirtschaft im weiteren Sinne von entscheidender Bedeutung, da sie für die Bewirtschaftung des nationalen und internationalen Luftraums im öffentlichen Interesse zuständig sind. Diese Dienste wurden traditionell vor Ort auf den Flughäfen erbracht, technologische Entwicklungen eröffnen nun aber die Möglichkeit der Fernüberwachung von Flughäfen, so genannter "Remote Tower Operations".</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften befürworten zwar generell neue Technologien im Bereich der Flugverkehrsdienste, sind jedoch sehr besorgt über die derzeitige Ausrichtung der nationalen und internationalen Politik zur Fernüberwachung. Wenn die politischen Entscheidungsträger bei der Entwicklung dieser Systeme nicht mit großer Sorgfalt vorgehen, besteht die Gefahr, dass sie der Flugsicherheit, dem Vertrauen der Öffentlichkeit in den Flugverkehr und der regionalen Wirtschaft ernsthaften Schaden zufügen, nur um geringfügiger und noch nicht nachgewiesener Kostensenkungen bei der Erbringung von Dienstleistungen willen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Der neue Bericht der ITF mit dem Titel </span><a href="https://www.itfglobal.org/en/reports-publications/safe-skies-itf-approach-remote-tower-operations"><em><span>"Safe Skies"</span></em></a><span lang="DE" xml:lang="DE"> ist der erste wichtige Beitrag zur Debatte aus dem Blickwinkel der Beschäftigten und der Gewerkschaften. Er betont insbesondere die Notwendigkeit, dass die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften von Anfang an mit am Tisch sitzen müssen, um die nationale und internationale Politik in Bezug auf Fernüberwachung von Flughäfen proaktiv mitzugestalten, und nicht bis zum Ende ausgeschlossen werden dürfen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Dazu der Sekretär der ITF-Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodriguez: “Remote Tower Operations sind eine unglaublich wichtige Innovation in der Welt des Luftverkehrs. Sie haben das Potenzial, die Funktionsweise des gesamten Sektors zu verändern, aber sie bergen auch ernsthafte Risiken. Deshalb müssen die politischen Entscheidungsträger sicherstellen, dass alle Parteien, einschließlich der Beschäftigten und der Gewerkschaften, in die Entscheidungen über den Einsatz dieser Technologie einbezogen werden.”</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Im Rahmen ihrer Arbeit zur Neuorientierung des Luftverkehrssektors nach Covid-19 gibt die ITF auch umfangreiche neue Forschungsarbeiten über künftige Modelle für Flugsicherungsdienste (ANSP) in Auftrag. Eine Vorschau auf die Forschungsergebnisse und -empfehlungen ist auf Anfrage erhältlich.</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--20" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 02 Nov 2020 09:29:32 +0000 james_b 194963 at https://www.itfglobal.org Japanese car ship arrested in Melbourne over crew change https://www.itfglobal.org/en/news/japanese-car-ship-arrested-in-melbourne-over-crew-change <span class="field-title">Japanischer Autotransporter in Melbourne für Crewwechsel arrestiert</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Metis%20Leader_webimage%20copy.png?itok=LdV-qqdP" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/116" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">pauline_l</span></span> <span class="field-created">Mon, 10/26/2020 - 09:10</span> <div class="field-body"><p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Dank der Mithilfe von Mitarbeiter*innen der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) konnte verhindert werden, dass ein von einem japanischen Unternehmen bereederter Autotransporter im Hafen von Melbourne den australischen Behörden entwischte. Das Schiff hatte Anfang dieser Woche Fahrzeuge, unter anderem der Hersteller Great Wall, Hyundai, Kia und Subaru, nach Australien befördert.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Mehrere Besatzungsmitglieder der unter der Fahne von Panama fahrenden MV <em>Metis Leader</em> hatten nicht nur die nach dem Seearbeitsübereinkommen zulässige Dienstzeit von elf Monaten, die auch für im Schiffsregister von Panama eingetragene Schiffe gilt, sondern auch die von den australischen Behörden erlaubte Dienstzeit von vierzehn Monaten bereits überschritten.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Wie der stellvertretende ITF-Koordinator für Australien Matt Purcell berichtet, hatten die internationale Organisation und ihr angeschlossene Gewerkschaften herausgefunden, dass an Bord des Autoschiffes Seeleute über die zulässige Höchstzeit hinaus arbeiteten. Demnach hätten sich zum Zeitpunkt der Festsetzung des Schiffs die folgenden Besatzungsmitglieder an Bord befunden:</span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>fünf Seeleute bereits seit fast zwölf Monaten,</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>zwei Seeleute seit vierzehn Monaten,</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>drei Seeleute seit über fünfzehn Monaten, darunter der Kapitän.</span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Seeleute so lange an Bord arbeiten zu lassen, verstößt nicht nur gegen ihre Rechte, sondern ist auch der sicherste Weg in eine menschliche und ökologische Katastrophe,” so Purcell.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Alle Beschäftigten haben ein Recht, nach dem Ende der Verträge, die sie unterzeichnet haben, ihre Arbeit zu beenden. Seeleuten die Möglichkeit zu verwehren, von Bord zu gehen und zu ihren Familien zurückzukehren, bedeutet, dass sie zur Arbeit gezwungen werden. Was hier geschehen ist, läuft auf eine Situation der Zwangsarbeit hinaus.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Purcell zufolge versuchten die von der Reederei beauftragten japanischen Bemannungsagenturen World Marine Company und WSS Shipping die Gewerkschaftsinspektoren davon abzuhalten, an Bord zu gehen, um das Befinden der Besatzungsmitglieder zu überprüfen und dabei zu helfen, sie aus ihrer Lage zu befreien.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Das Unternehmen wollte uns daran hindern, an Bord zu gehen und dafür zu sorgen, dass diese Seeleute nicht länger gegen ihren Willen festgehalten werden,” sagte Purcell.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Die Agenten der Reederei hätten versucht, ihm das Betreten des Schiffs unter dem Vorwand von Covid-19-Vorkehrungen zu verwehren, obwohl in Victoria bei einer Bevölkerung von knapp fünf Millionen Menschen an diesem Tag lediglich zwei neue Infektionsfälle verzeichnet worden seien.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Die Reederei wollte das volle Ausmaß ihres Betrugs an dieser ausgelieferten Besatzung und ihre Pläne, diese Farce der Zwangsarbeit einen weiteren Monat zu hinauszuziehen, eindeutig vor uns verbergen.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Glücklicherweise gaben die für das Schiff abgeschlossenen ITF-Verträge Purcell das Recht, an Bord zu gehen und sich persönlich ein Bild von der Situation der Crew zu verschaffen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Nachdem das Schiff auf unser Drängen von der australischen Behörde für Seeverkehrssicherheit arrestiert wurde, werden nun fünf Besatzungsmitglieder von Melbourne auf die Philippinen zurückgeflogen, darunter der Kapitän und mehrere Schiffsingenieure. Das Schiff darf den Hafen erst verlassen, wenn die Reederei diese müden und erschöpften Seeleute nach Hause schafft und von einer neuen Besatzung ablösen lässt,” so Purcell.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Aufgrund des Just-in-Time-Modells bei der Einfuhr von Neufahrzeugen verliert die Schifffahrtsgesellschaft Purcell zufolge an jedem Tag, den das Schiff untätig in den Gewässern um Melbourne liegt, bis zu 100.000 US-Dollar. Ursprünglich sollte die MV <em>Metis Leader</em> am Mittwoch um 15 Uhr Ost-Australische Standardzeit aus dem Hafen von Melbourne auslaufen, so Purcell. Am Donnerstagabend saß das Schiff noch in Melbourne fest, wahrscheinlich zu erheblichen Kosten für das Unternehmen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Wir glauben, dass die japanische Reederei NYK die Absicht hatte, unentdeckt durch Melbourne zu entkommen und nach Jakarta weiterzufahren, indem sie der Crew ein weiteres Mal versprach, sie im nächsten Hafen zu ihren Familien zurückzuführen.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Pucell berichtet, dass der Besatzung schon vorher die Heimschaffung in Aussicht gestellt worden sei, da die <em>Metis Leader</em> nach diesen diesen langen Monate an Bord mehrere Länder passiert habe, in denen die Ablösung von Schiffsbesatzungen möglich ist. So habe die <em>Metis Leader</em> beispielsweise fünf oder sechs Mal Singapur passiert.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Der ITF-Koordinator für Australien Dean Summers bezeichnete den Fall der MV <em>Metis Leader</em> angesichts der nunmehr seit acht Monaten anhaltenden Crewwechsel-Krise als “Weckruf” für die internationale Schifffahrtswirtschaft.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Die heutige Lektion ist sehr klar: Wenn ihr Seeleute über die ursprüngliche Vertragszeit hinaus arbeiten lasst – wenn Besatzungsmitglieder ihre Dienstzeit beendet haben und nicht mehr bereit sind, das Schiff zu bedienen, und hierfür auch keine Sicherheit mehr gewährleistet werden kann – werden die ITF, die uns angeschlossenen Gewerkschaften und die australischen Behörden euer Schiff arrestieren und festsetzen, bis ihr diese Missstände abstellt, ganz gleich, wie hoch die Kosten für euch oder den Frachteigner sind.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Und Summers weiter:“Crewwechsel sind in Häfen auf der ganzen Welt möglich. Wir leben inzwischen seit acht Monaten mit Covid-19, und es gibt keine Entschuldigung für die Verzögerung oder den Aufschub von Crewwechseln. Die Heimschaffung von Seeleuten und ihre Ablösung durch eine neue Besatzung liegt in der Verantwortung der Arbeitgeber und der Reeder. Wir werden alles tun, damit diese Verantwortung für jeden einzelnen Seemann wahrgenommen wird.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Unsere Botschaft an Reeder, Bemannungsagenturen, Befrachter und die Unternehmen, die ihre Waren per Schiff transportieren lassen, lautet: Wenn ihr nicht sicherstellt, dass eure Besatzungen abgelöst werden, werden wir uns dafür einsetzen, dass eure Schiffe gestoppt und die erschöpften Seeleute, die sie bedienen, aus den Fesseln der Zwangsarbeit befreit werden.”</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>“Sorgt dafür, dass eure Lieferketten bis Weihnachten frei von Ausbeutung sind. Sonst werden wir es tun,” so Summers.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Hinweise:</span></span></span></strong></span></span></p> <ul> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Bis zum 14. September erlaubte Panama Reedern, eine dreimonatige Verlängerung von Verträgen auf Schiffen, die in seinem Register eingetragen sind, zusätzlich zu den elf laut Seearbeitsübereinkommen zulässigen Monaten zu beantragen.</span></span></span></li> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Seitdem haben die panamaischen Behörden solche Verlängerungen nur in Ausnahmen geprüft und genehmigt. Ohne Vertragsverlängerung dürfen Besatzungsmitglieder auf unter Panama-Flagge fahrenden Schiffe nicht länger als die vom Seearbeitsübereinkommen vorgesehenen elf Monate an Bord sein. </span></span></span></li> <li><span><span><span lang="DE" xml:lang="DE">Selbst wenn Verlängerungen genehmigt werden, geschieht dies in der Regel unter der Bedingung, dass Reeder einen nachweisbaren Plan für die Heimschaffung der an Bord befindlichen Seeleuten vorlegen können. Die Verlängerung sollte dafür genutzt werden dienen, die Seeleute heimzuschaffen und von einer neuen Besatzung ablösen zu lassen.</span></span></span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Seit dem 1. Oktober gilt in Australien die Regelung, dass in seinen Hoheitsgewässern </span><a href="https://www.irclass.org/media/5047/amsa-marine-notice-04-of-2020.pdf"><span>die Dienstzeit von Seeleuten an Bord von Schiffen während der Covid-19-Pandemie</span></a><span lang="DE" xml:lang="DE"> 14 zusammenhängende Monate nicht überschreiten darf.</span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Die philippinische Crew der Metis Leader ist inzwischen von Bord und wird über den Tullamarine Airport von Melbourne nach Hause zurückfliegen.</span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Die Agenten der Reederei haben einen australischen Skipper (Kapitän) und Ingenieur angeheuert.</span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Die abgemusterten Seeleute und die bleibenden Besatzungsmitglieder wurden vom Unternehmen angewiesen, nicht mit den Medien zu sprechen.</span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Nach </span><a href="https://www.offshore-energy.biz/ics-400000-seafarers-stranded-at-sea-and-shore-due-to-crew-change-crisis/"><span>Schätzungen</span></a><span lang="DE" xml:lang="DE"> der Internationalen Schifffahrtskammer sitzen weltweit derzeit 400.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest und sind gezwungen, weiterzuarbeiten.</span></li> <li><span lang="DE" xml:lang="DE">Der Fall des Schiffs folgt auf eine Reihe von Schiffsarrestierungen durch die australische Hafenstaatkontrolle ASMA seit dem Beginn der Crewwechsel-Krise, darunter die </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-trifft-die-australische-huettenindustrie"><span>Festsetzung des mit Aluminium beladenen Frachters MV <em>Union Jasper</em></span></a><span lang="DE" xml:lang="DE"> in Newcastle (New South Wales). Das Schiff wurde für mehrere Wochen stillgelegt. In dieser Zeit wurden neue Besatzungsmitglieder zur Ablösung der Crew eingeflogen, die nach über 14 Monaten an Borf gerettet wurde.</span></li> </ul></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--21" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 22 Oct 2020 22:32:28 +0000 Rory_M 194948 at https://www.itfglobal.org Indonesia’s Omnibus Bill will only make things worse for ordinary workers https://www.itfglobal.org/en/news/indonesias-omnibus-bill-will-only-make-things-worse-ordinary-workers <span class="field-title">Neues Omnibus-Gesetz in Indonesien verschlechtert Situation der Beschäftigten</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/indonesia1_0.jpg?itok=MOR_XZCG" width="1690" height="949" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/171" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">vicente_h</span></span> <span class="field-created">Fri, 10/23/2020 - 11:18</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><strong>Die ITF interviewte kürzlich Suria, einen Aktivisten aus Jakarta, zum Arbeitsbeschaffungsgesetz für den Omnibussektor. Hier erklärt er, warum es die Lage der Beschäftigten im Land verschlechtert.</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>„Am 5. Oktober leitete die indonesische Regierung das Ratifizierungsverfahren für ein umstrittenes Gesetz ein: das Arbeitsbeschaffungsgesetz für den Omnibussektor. Es hat viele Nachteile, schadet aber vor allem der Umwelt, der indigenen Bevölkerung und den Beschäftigten. Nützlich ist es nur für einige große Unternehmen und Oligarchen, nicht jedoch für das indonesische Volk.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Gesetz senkt unter anderem den Mindestlohn, erleichtert Unternehmen den Einsatz von Leiharbeitnehmer/innen und kürzt die Abfindungszahlungen für freigesetzte Beschäftigte. Zudem droht den Beschäftigten der Verlust ihrer Krankenversicherung und anderer Leistungen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Statt sich darauf zu konzentrieren, wie man die Covid-19-Pandemie überwinden kann, durch die Millionen Indonesier arbeitslos geworden sind, hat die Regierung beschlossen, ein Gesetz zu verabschieden, das den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Leben noch schwerer macht.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das hat in ganz Indonesien zu massiven Streiks, Protesten und Forderungen nach einer Streichung des Gesetzes geführt. Auf Ablehnung stößt es vor allem bei der indonesischen Arbeiterschaft sowie bei Umweltaktivist/innen und der indigenen Bevölkerung, die bereits unter der Liberalisierung des Bergbausektors gelitten hat und von ihrem Land vertrieben wurde.</span></span></span></p> <p><span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>Bei der Ausarbeitung des Gesetzes war eine mangelnde Transparenz zu beklagen, die im Widerspruch zu den Grundsätzen der Offenheit stand, wie sie in Indonesien per Gesetz gefordert wird. Man kommt als normaler Bürger nicht leicht an den Gesetzestext, obwohl die Regierung behauptet, dass er überall erhältlich sei. Zudem kursieren gefälschte Versionen.</span></span></span><span><span><span> </span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="Indonesian women protesting earlier this month" data-entity-type="file" data-entity-uuid="187d1940-b771-4cf3-a417-bf85e5741925" src="/sites/default/files/inline-images/indonesiawomen_0.jpg" /> <figcaption>Indonesische Frauen bei einer Demonstration Anfang des Monats</figcaption> </figure> <p><span><span><span>Das Gesetz wurde außerdem ohne eine echte Konsultation mit den Gewerkschaften oder den Arbeitnehmer/innen verabschiedet. Indonesien ist ein Paradies für Unternehmen, die Bodenschätze wie Nickel, Kohle und Erdgas fördern oder Palmöl anbauen. Ausländischen Investoren kommt das Gesetz also gut zupass, doch zerstören sie die Umwelt und schaden der indigenen Bevölkerung. Gleichzeitig tun sie nichts, was für die Einheimischen von Vorteil wäre oder ihnen ein Auskommen sichern würde, sie machen einfach nur alles kaputt. Gold beispielsweise wird in Papua seit den 1970er-Jahren abgebaut, doch profitierte das Volk des Landes nicht direkt davon. Das Bildungsniveau hat sich nicht verbessert und die Umwelt wurde zerstört. Es waren Berge von Gold vorhanden, aber den Einheimischen sind nur tiefe Löcher in der Erde geblieben.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Während des dreitägigen landesweiten Streiks Anfang des Monats kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Protestierenden. Die Ordnungskräfte versuchten den Streik mit Tränengas und Wasserwerfern aufzulösen. Tausende Demonstranten wurden festgenommen, einige Teilnehmer/innen liegen in kritischem Zustand in den Krankenhäusern. Filmaufnahmen zeigen, wie die Polizei Tränengasgranaten direkt in die Menge schleudert und mit scharfer Munition sowie Gummigeschossen auf die Leute feuert. Ich persönlich habe viele verletzte Demonstranten gesehen. Das alles hat mich an die Black-Lives-Matter-Proteste in den USA erinnert. Ich kann nur hoffen, dass unsere Demonstrationen ebenso lange andauern.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Manche Demonstranten wurden von der Polizei wegen ihrer Aktivitäten in den sozialen Medien zu Hause oder in ihren Gewerkschaftsbüros verhaftet – ein in unserer demokratischen Ära unerhörtes Vorgehen. Wir hatten 1998 eine große Revolution und dachten, damit sei die Zeit der Unterdrückung vorbei, aber dem ist nicht so. Doch diese Epoche der Repression, als der Präsident Demonstranten mit Gewalt und dem Einsatz von Polizei einschüchterte und Meinungsfreiheit unterdrückte, bricht nun wieder an. Das beeinträchtigt inzwischen sogar unsere psychische Gesundheit – wir löschen schon Daten auf unseren Smartphones.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Unsere Wut nimmt mit jedem Tag zu. In der Zwischenzeit haben wir Klage beim Verfassungsgericht eingereicht. Wir konzentrieren uns außerdem auf zivilen Ungehorsam, um den Präsidenten zur Rücknahme des Gesetzes zu zwingen.</span></span></span></p> <p><span lang="DE" xml:lang="DE" xml:lang="DE"><span><span>In dieser Woche sind weitere Streiks geplant. Sie fallen mit dem Jahrestag zum einjährigen Bestehen der Regierung Widodo zusammen. Aktivist/innen und Gewerkschaften werden mit Kampagnen die Mobilisierung gegen das Gesetz vorantreiben. Die Globalen Gewerkschaften mit der ITF, weitere Gewerkschaftsorganisationen und auch viele Menschenrechtsorganisationen haben Präsident Joko Widodo in einem Schreiben zur Rücknahme des Gesetzes aufgefordert. Wir rufen alle auf, sich an den landesweiten Ausständen zu beteiligen. Von den Globalen Gewerkschaften erwarten wir, dass sie unseren Kampf um den Schutz der Rechte von Indonesiens Arbeitnehmer/innen und ihren Familien sowie der Umwelt unterstützen.“</span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/indonesia" hreflang="en">indonesia</a></div> <div><a href="/en/tags/industrial-action" hreflang="en">industrial action</a></div> <div><a href="/de/tags/streik" hreflang="de">Streik</a></div> <div><a href="/de/tags/beschaeftigte" hreflang="de">Beschäftigte</a></div> <div><a href="/de/tags/arbeitnehmerrechte" hreflang="de">Arbeitnehmerrechte</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--22" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 21 Oct 2020 16:08:50 +0000 dalila_m 194946 at https://www.itfglobal.org Sentencing of Thai railway workers is brazen attack on union work and freedom of association: ITF/ITUC https://www.itfglobal.org/en/news/sentencing-thai-railway-workers-brazen-attack-union-work-and-freedom-association-itfituc <span class="field-title">ITF/IGB: Verurteilung thailändischer Bahnbeschäftigter dreister Angriff auf Gewerkschaftsarbeit und Vereinigungsfreiheit</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Thai_rail.jpg?itok=XeaQYqog" width="1690" height="1268" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 10/22/2020 - 14:25</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Verurteilung von 13 führenden Vertreter*innen der State Railway Workers' Union of Thailand (SRUT) ist ein eklatanter Justizirrtum und zugleich ein dreister Versuch, die Arbeitnehmerrechte zu demontieren. Die Funktionär*innen wurden nur deshalb zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie völlig zu Recht unsichere Arbeitsbedingungen bei der thailändischen Eisenbahn anprangerten. Bemühungen, die Bahnen sowohl für die Beschäftigten als auch die Fahrgäste sicherer zu machen, sollten begrüßt statt strafrechtlich verfolgt werden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die thailändische Staatsbahn SRT hetzte den SRUT-Beschäftigten das Justizsystem auf den Hals, weil sie nach einer Zugentgleisung mit Todesfolge im Oktober 2009 im Bahnhof von Khao Tao eine landesweite Kampagne zur Erhöhung der Bahnsicherheit gestartet hatten. Auch staatliche Stellen wie die nationale Antikorruptionskommission (NACC) gingen gegen die Gewerkschafter*innen vor.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die SRUT-Spitzenkräfte mussten als Sündenböcke für einen Unfall herhalten, obwohl sowohl das thailändische Menschenrechtsbüro als auch eine interne Untersuchung zu dem Schluss gekommen waren, dass in erster Linie der mangelhafte technische Zustand der Lokomotive zum Unglück geführt hatte. Die thailändischen Behörden zimmerten Anschuldigungen zurecht, um von ihrer eigenen Unfähigkeit zur Gewährleistung der Bahnsicherheit abzulenken.</span></span></span></span></p> <figure role="group"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="147df6e7-50bf-4c46-926a-22e660f0149f" src="/sites/default/files/inline-images/flowers2.jpg" /> <figcaption><em>Mehr als 100 Beschäftigte, Aktivist/innen und Gewerkschaftsspitzen bekundeten vor dem Strafgericht für Korruption und Fehlverhalten in Bangkok mit Blumen ihre Solidarität.</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><span>Bedauerlicherweise wurde der Vorwurf der NACC genutzt, um legitime Gewerkschaftsaktivitäten zu unterbinden und die Vereinigungsfreiheit einzuschränken. Statt das Leben der SRUT-Beschäftigten und ihrer Familien sinnlos zu ruinieren, sollten die thailändische Staatsbahn und die NACC die Bemühungen um Verbesserung der Bahnsicherheit würdigen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Seit November 2018 werden zudem die Gehälter von sieben SRUT-Funktionären gekürzt. Sie müssen damit gemäß einem 2017 ergangenen Urteil des Obersten Arbeitsgerichts eine Strafe von 24 Millionen Baht (umgerechnet rund 650.000 Euro) abzahlen, die für eine 2009 gestartete Initiative verhängt wurde. Das kommt einer Kollektivstrafe für die Beschäftigten und ihre Familien gleich. Die SRT muss die Geldbußen zurückziehen, die sieben SRUT-Funktionäre entschädigen und dafür sorgen, dass sie für Löhne und Leistungen, die ihnen seit ihrer Wiedereinsetzung vorenthalten wurden, vollumfänglich entschädigt werden. ITF und IGB werden die 13 SRUT-Beschäftigten und ihre Familien in ihrem Berufungsverfahren gegen das Urteil weiterhin unterstützen.</span></span></span></span></p> <p> </p> <p><span><span><strong><span><span>Medienkontakt: </span></span></strong><span><span>Dalila Mahdawi | (+447702) 259 612 | </span></span><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span>media@itf.org.uk</span></a> </span></span></p> <p> </p> <p><em><span><span><span><span><strong><span><span><span>Hinweis für Redaktionen</span></span></span></strong></span></span></span></span></em></p> <p><span><span><strong><span><span><span>Über die ITF: </span></span></span></strong><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein demokratischer globaler Verband von 700 Verkehrsgewerkschaften, die rund 20 Millionen Beschäftigte in 150 Ländern vertreten. Die ITF setzt sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Verkehrsbeschäftigten ein und organisiert internationale Solidarität innerhalb des Netzwerks ihrer Mitgliedsorganisationen. Die ITF vertritt die Interessen der Verkehrsgewerkschaften in Gremien, die Entscheidungen über Arbeitsplätze, Beschäftigungsbedingungen und die Sicherheit in der Verkehrswirtschaft fällen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>Über den IGB: </span></span></span></strong><span><span><span>Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) ist die weltweit größte Gewerkschaftsorganisation. Er vertritt 207 Millionen Arbeitnehmer*innen in 163 Ländern und Territorien und umfasst 331 nationale Mitgliedsorganisationen.</span></span></span></span></span><br />  </p></div> <section id="node-news-field-comment--23" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 21 Oct 2020 12:44:07 +0000 barton_linda 194944 at https://www.itfglobal.org ITF’s new Norwegian Inspector gets crew home, paid stolen wages https://www.itfglobal.org/en/news/itfs-new-norwegian-inspector-gets-crew-home-paid-stolen-wages <span class="field-title">Neuer norwegischer ITF-Inspektor setzt Heimschaffung und Heuernachzahlungen für im Stich gelassene Schiffsbesatzung durch</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Diavlos%20Force%20webimage%20copy.png?itok=rqRSp7FO" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 10/15/2020 - 10:54</span> <div class="field-field_image_caption">MV Diavlos Force in norwegischem Hafen | Quelle: ITF</div> <div class="field-body"><p><span><span><span>Im August verließ die unter der Flagge von Panama fahrende <em>Diavlos Force</em> den Hafen von Piräus in Griechenland für den Transport eines Schiffsrumpfs von einer rumänischen Werft am Schwarzen Meer nach Norwegen. Während das Schiff unterwegs war, informierten Familienmitglieder der Besatzungsmitglieder das ITF-Inspektorat in Norwegen darüber, dass die Seeleute an Bord nicht die vereinbarten Heuern erhielten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der neue ITF-Inspektor Syver Grepstad in Bergen nahm sich des Falls an.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Um uns ein Bild von der Situation zu machen, setzten wir uns direkt mit den Besatzungsmitgliedern in Verbindung, die aus Griechenland, Russland, den Philippinen, Indien und Indonesien stammten," berichtete er.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir erfuhren, dass das Schiff Anfang September in Norwegen ankommen würde. Zu diesem Zeitpunkt wären der Besatzung seit insgesamt sechs Monaten keine Heuern ausgezahlt worden. Einige Besatzungsmitglieder hatten ihren Dienst im Juni 2019 angetreten und wären somit fast 15 Monate an Bord."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die befassten Inspektoren meldeten den Fall als schweren Verstoß gegen die Bestimmungen des Seearbeitsübereinkommens der norwegischen Schifffahrtsbehörde (Hafenstaatkontrolle). Bei der Ankunft in Norwegen warteten Vertreter*innen sowohl der ITF als auch der Behörde an der Pier. Die Hafenstaatkontrolle hielt die <em>Diavlos Force</em> aufgrund von ausstehenden Heuern in Höhe von 238.036 US-Dollar fest. </span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="25d2339f-7c70-46a9-8b82-19560c6b2ac5" height="605" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200911_161014.jpg" width="807" /> <figcaption><em><strong>Bei der Ankunft in Norwegen wurde die MV </strong></em><strong>Diavlos Force</strong><em><strong> schon von ITF Inspektoren erwartet | Quelle: ITF </strong></em></figcaption> </figure> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="733eca5e-bd17-4ae9-9bf8-b4d4a953061f" height="619" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200911_140346.jpg" width="826" /> <figcaption><em><strong>Mitarbeiter der norwegischen Schifffahrtsbehörde gehen an Bord der MV </strong></em><strong>Diavlos Force</strong><em><strong> | Quelle: ITF </strong></em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Für die Inspektoren folgten hektische Wochen. Im Namen der Crew wurde das Schiff arrestiert, um jegliche darauf befindlichen Wertgegenstände für den Fall zu sichern, dass die geschuldeten Heuern aus seiner Freigabe oder seinem Verkauf beglichen werden müssten. Die Inspektoren bemühten sich derweil mit Hochdruck darum, die Heuern der Besatzungsmitglieder einzutreiben und sie in ihre Heimatländer zurückzuführen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Der griechische Eigner stellte der Crew in Aussicht, nach Hause zurückkehren zu können, wenn sie alle Heuerforderungen fallen ließe, was die Crew jedoch wohlweislich zurückwies. Der Eigner behauptete zwar, er wolle die Crew bezahlen, aber das Geld für den aktuellen Frachtauftrag von Rumänien nach Norwegen kam nie bei den Seeleuten an. </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Lage an Bord wurde immer verzweifelter, denn Treibstoff und Vorräte gingen allmählich zur Neige," so Grepstad.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="634a3241-46ab-4faf-b55f-38474e9821ad" height="590" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200911_152004_0.jpg" width="787" /> <figcaption><em><strong>Ein ITF-Inspektor prüft an Bord die Schiffsdokumente | Quelle: ITF </strong></em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Erneut versprach der Reeder, das Problem zu beheben, aber auch diesmal wurde daraus nichts.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Stattdessen gab er die <em>Diavlos Force</em> auf, ohne Treibstoff, mit einer Besatzung an Bord, der er sechs Monate keine Heuern gezahlt hatte, und ohne jegliche Pläne für ihre Heimschaffung. Die ITF wandte sich an den für die Versicherung des Schiffes zuständigen P&amp;I-Club und erreichte schließlich eine Lösung.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Weniger als vier Wochen nach ihrer Ankunft an der norwegischen Küste konnten die Seeleute endlich den Heimweg antreten. Gleichzeitig wurden die Heuern für vier Monate (139.475 US-Dollar) eingetrieben und auf ihre Bankkonten überwiesen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In Norwegen werden sich indessen die Inspektoren nach Auskunft von Syver Grepstad weiter darum kümmern, das Schiff zu Geld zu machen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wenn der Reeder die Restforderungen nicht begleichen kann, wird das Schiff verkauft, sodass die Crew damit rechnen kann, weitere Heuerzahlungen zu erhalten. Wir werden nicht aufhören, für sie zu kämpfen," so Grepstad.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="e6df9e53-0b67-448d-87a3-11a30478906c" height="608" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20201005_142426.jpg" width="810" /> <figcaption><em><strong>Gruppenfoto der Besatzung der MV </strong></em><strong>Diavlos Force</strong><em><strong> beim Verlassen des Schiffs | Quelle: ITF </strong></em></figcaption> </figure> <p> </p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="194dd7f0-b595-4240-b271-a5ea38e365f6" height="626" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20201005_145233.jpg" width="834" /> <figcaption><em><strong>Auf dem Heimweg dank der Unterstützung der ITF: Die Crew der MV </strong></em><strong>Diavlos Force</strong><em><strong> lädt ihr Gepäck in einen Kleintransporter | Quelle: ITF </strong></em></figcaption> </figure> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="f42ca761-95cb-46ff-9b5d-14d38fd55b1a" height="622" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20201005_150211.jpg" width="829" class="align-center" /> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--24" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 14 Oct 2020 00:47:12 +0000 Rory_M 194937 at https://www.itfglobal.org Gendered lens on new technology and Covid-19’s impact on the public transport sector needed: ITF Forum https://www.itfglobal.org/en/news/gendered-lens-new-technology-and-covid-19s-impact-public-transport-sector-needed-itf-forum <span class="field-title">Neue Technologien und die Auswirkungen von Covid-19 auf den öffentlichen Verkehrssektor müssen durch die Genderbrille betrachtet werden: ITF-Forum</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WomenTransportCovid_2.jpg?itok=wy8pzcjZ" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 10/14/2020 - 10:34</span> <div class="field-body"><p><span><span>Seit langem bestehende Probleme weiblicher Beschäftigter im Verkehrssektor werden nach Meinung von Branchenvertreterinnen durch Covid-19 verschlimmert, was eine geschlechtsspezifische Analyse der Auswirkungen der Pandemie für den öffentlichen Verkehrssektor erforderlich mache.</span></span></p> <p><span><span>Geschlechtsbezogene Gewalt am Arbeitsplatz, die Problematik des sicheren Zugangs zu sanitären Einrichtungen, Automatisierung und die Geschlechtersegregation in der Verkehrswirtschaft werden weibliche Verkehrsbeschäftigt weiterhin in unverhältnismäßig hohem Maße belasten, so die Aussage der Teilnehmerinnen eines Online-Forums, das die ITF im Oktober organisierte. </span></span></p> <p><span><span>Im Rahmen des Forums diskutierten über 45 weibliche Beschäftigte im öffentlichen Verkehrssektor über die Einführung neuer Technologien als Reaktion auf Covid-19 und beschäftigten sich mit den genderspezifischen Folgen von Automatisierung und Digitalisierung in ihrer Branche. Unter den Teilnehmerinnen waren führende und aktive Vertreterinnen von Gewerkschaften im Personennahverkehr aus Bangkok (Thailand), Nairobi (Kenia), Mexico City (Mexiko) und Bogotá (Kolumbien).</span></span></p> <p><span><span>"Durch Covid-19 hat sich die Einführung von Automatisierungssystemen und sonstigen Technologien im Rahmen neuer Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Verkehrssektor beschleunigt – insbesondere die Umstellung auf bargeldlose Zahlungssysteme. Im stark geschlechtsspezifisch geprägten Verkehrssektor werden weibliche Beschäftigte davon am härtesten getroffen sein," so Wol-San Liem, stellvertretende Vorsitzende des ITF-Ausschusses für öffentlichen Personennahverkehr, die das Forum leitete. </span></span></p> <p><span><span>Unter anderem wurde berichtet, dass im Fahrkartenverkauf anstelle von bisher bis zu fünf Beschäftigten nun nur noch eine Person eingesetzt werde. Da Frauen häufig im direkten Kundenkontakt beschäftigt sind, unterliegen sie auch einem höheren Risiko, aufgrund inadäquater persönlicher Schutzausrüstung mit Covid-19 in Kontakt zu kommen, wenn sie z. B. Passagieren bei der Bedienung von Automaten helfen, und sind stärker gefährdet, zu Zielscheiben öffentlichen Unmuts zu werden, wenn Automaten nicht funktionieren.</span></span></p> <p><span><span>"Das Thema Zukunft der Arbeit gewinnt zunehmend an Brisanz, je mehr sich die Verkehrsbranche an die neue Realität der Pandemie anpasst, wobei das Risiko besteht, dass die weiblichen Beschäftigten im Sektor weiter benachteiligt werden. Es ist wichtig, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften Maßnahmen zum Schutz und zur Verbesserung der Rechte weiblicher Verkehrsbeschäftigter ergreifen," forderte Wol-San.</span></span></p> <p><span><span>Aus einem <a href="https://www.itfglobal.org/de/reports-publications/die-zukunft-der-arbeit-fuer-weibliche-beschaeftigte-im-oeffentlichen-verkehr">ITF-Bericht aus dem Jahr 2019</a> geht hervor, dass die Arbeitsplätze von Frauen im Verkehrssektor von den Auswirkungen der Automatisierung und Digitalisierung wahrscheinlich stärker betroffen sein werden. So werden beispielsweise Funktionen im Bereich des Personenverkehrs, die zum Großteil von Frauen ausgeübt werden, durch neue Technologien eingeschränkt oder vollständig eingestellt, z. B. im Fahrscheinverkauf und im Kundendienst. </span></span></p> <p><span><span>Im Hinblick auf Covid-19 prüfte das Forum die Anforderungen an Automatisierungstechnologien, die im Jahr 2019 im Rahmen der Weiterqualifizierungsworkshops mit Gewerkschaften in <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-workshop-fuer-weibliche-beschaeftigte-in-bangkok-vorbereitung-auf-die-zukunft-der-arbeit">Bangkok</a>, Bogotá und <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/workshop-zur-kompetenzentwicklung-fuer-weibliche-beschaeftigte-im-oeffentlichen-verkehrssektor">Mexico City</a> formuliert wurden. Die Gewerkschaftsforderungen in punkto Automatisierung konzentrieren sich auf drei Kernaspekte, die in den wichtigsten Ergebnissen des ITF-Berichts hervorgehoben werden, nämlich: </span></span></p> <p><span><span>- Versetzungsvereinbarungen<br /> - Ausbildung und Weiterqualifizierung<br /> - Gesundheit und Sicherheit.</span></span></p> <p><span><span>Die Teilnehmerinnen hoben positive Entwicklungen hervor, wo Gewerkschaften Schutzregelungen oder mehr Chancen für weibliche Beschäftigte aushandelten. So werden beispielsweise in Mexiko City Frauen in andere Tätigkeitsbereiche versetzt und umgeschult, und haben Aussichten auf eine Beschäftigung als Fahrerinnen der neuen elektrischen Gelenk-Trolleybusse. In Nairobi laufen derweil Verhandlungen über die Weiterbeschäftigung von Frauen im Zuge der Umstellung auf bargeldlose Zahlungssysteme. Nach der Einführung neuer Fahrkartenautomaten bei den Busbetrieben in Bangkok forderte die Gewerkschaft von der Unternehmensleitung, die Beschäftigung von Frauen durch die Umschulung auf neue Tätigkeiten innerhalb der Branche zu schützen. </span></span></p> <p><span><span>Das von der <a href="https://www.fes.de/">Friedrich-Ebert-Stiftung</a> (FES) geförderte Forum ist Bestandteil der letzten Phase des ITF/FES-Projekts zum Thema "Zukunft der Arbeit und neue Entwicklungen für Frauen im öffentlichen Verkehrssektor: Stärkung der Gewerkschaften für einen gerechten Übergang". Ziel des Projekts ist es, eine Analyse der Auswirkungen von Automatisierung und Digitalisierung auf die künftige Beschäftigung von Frauen zu erstellen, und das Wissen und die Kompetenzen von ITF-Gewerkschaften und weiblichen Führungskräften zu erweitern, um diese neuen Entwicklungen zu beeinflussen.</span></span></p> <p><span><span>Die ITF hat <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/die-rechte-weiblicher-verkehrsbeschaeftigter-und-covid-19">neun zentrale Handlungsfelder</a> für Arbeitgeber, Regierungen und Investoren herausgearbeitet, die die Situation weiblicher Verkehrsbeschäftigter im Rahmen der Reaktion auf Covid-19 und der anschließenden Konjunkturbelebung betreffen: Der <a href="https://www.itfglobal.org/de/sector/urban-transport/politik-f%C3%BCr-nutzerorientierte-%C3%B6ffentliche-verkehrssysteme">ITF-Politik für nutzerorientierte öffentliche Verkehrssysteme</a> bietet eine Vision für ein soziales öffentliches Verkehrsmodell.</span></span><span><span><span>                                                                                                                                                      </span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/automatisierung" hreflang="de">Automatisierung</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/de/tags/digitalisierung" hreflang="de">Digitalisierung</a></div> <div><a href="/en/tags/future-work" hreflang="en">future of work</a></div> <div><a href="/de/tags/oeffentlicher-verkehr" hreflang="de">öffentlicher Verkehr</a></div> <div><a href="/de/tags/frauen" hreflang="de">Frauen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--25" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 13 Oct 2020 10:44:15 +0000 dalila_m 194941 at https://www.itfglobal.org World Day for Decent Work 2020: Raising youth voices https://www.itfglobal.org/en/news/world-day-decent-work-2020-raising-youth-voices <span class="field-title">Welttag für menschenwürdige Arbeit 2020: Junge Beschäftigte melden sich zu Wort </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-10-06%20at%2008.47.39.jpeg?itok=3SqLR901" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 10/07/2020 - 10:10</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Am Welttag für menschenwürdige Arbeit rufen junge Verkehrsbeschäftigte zu dringenden Maßnahmen auf, um gegen Jugendarbeitslosigkeit und unsichere Arbeitsplätze vorzugehen. Die Covid-19-Pandemie hat katastrophale Auswirkungen auf die Beschäftigung, die Einkommen und den Sozialschutz junger Arbeitnehmer*innen. Heute erheben junge Verkehrsbeschäftigte ihre Stimme, um zu fordern, dass bei den globalen Bemühungen zur Konjunkturerholung der Schwerpunkt auf junge Menschen gesetzt wird.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Junge Erwerbstätige haben seit Beginn der Pandemie mit erschreckenden Arbeitsplatzverlusten und Einschnitten bei Bezahlung und Beschäftigungsbedingungen zu kämpfen und sind zu über 70&nbsp;Prozent mit einer Unterbrechung ihrer Aus- und Fortbildung konfrontiert.&nbsp;</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Beschäftigungsperspektiven junger Menschen waren schon vor der Covid-19-Krise prekär. Aus dem Überblick über den globalen Arbeitsmarkt, den die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) vor dem Covid-19-Ausbruch durchführte, geht hervor, dass nur 41&nbsp;Prozent der jungen Menschen weltweit in die Erwerbsbevölkerung einbezogen waren und 30&nbsp;Prozent der jungen Erwerbstätigen nach wie vor in extremer oder mäßiger Armut lebten. Der jüngste Monitoringbericht der IAO zeigt, dass eine*r von sechs jungen Beschäftigten seit Beginn der Pandemie seine/ihre Arbeit verloren hat und 42&nbsp;Prozent derer, die noch beschäftigt sind, einen Einkommensrückgang hinnehmen mussten.&nbsp;</span></span></span></p> <p><span><span><span>Covid-19 wirft ein Schlaglicht auf die ungeschützte Situation junger Arbeitnehmer*innen, die aufgrund von prekären Beschäftigungsverhältnissen, riskanten Lebensbedingungen, unsicheren Stellen und Diskriminierung zunehmend auf unterbezahlten und unzureichend geschützten Arbeitsplätzen tätig sind.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der diesjährige Welttag für menschenwürdige Arbeit bietet uns eine Gelegenheit, als globale Gewerkschaftsbewegung zusammenzustehen. In einer Zeit, in der die Regierungen alles in ihrer Macht Stehende tun müssten, um die Beschäftigten zu unterstützen, sind die Arbeitnehmer*innenrechte weltweit bedroht. In vielen Ländern kämpfen die Gewerkschaften gegen Privatisierungsbestrebungen, arbeitnehmerfeindliche Gesetze und nachlässige Aufsicht, die Arbeitgebern Schlupflöcher bietet, um diese Krise zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen.&nbsp;</span></span></span></p> <p><span><span><span>Auf unserer letzten Sommerschule für junge Luftverkehrsbeschäftigte prangerten aktive Gewerkschaftsmitglieder das skandalöse Verhalten der nationalen britischen Fluggesellschaft British Airways an, die damit drohte, ihre gesamte Belegschaft zu entlassen und zu wesentlich schlechteren Bedingungen wiedereinzustellen, um dann unter dem Druck einer öffentlichen Gewerkschaftskampagne doch noch einen Rückzieher zu machen. Junge Beschäftigte sind solchen Angriffen aufgrund ihrer relativ kurzen Betriebszugehörigkeit und ihrer Überrepräsentanz im Bereich prekärer Beschäftigungsverträge besonders wehrlos ausgesetzt.&nbsp;</span></span></span></p> <p><span><span><span>Es darf nicht sein, dass junge Beschäftigte außen vor gelassen werden. Wir rufen heute alle jungen Arbeitnehmer*innen auf, von ihren Regierungen und Arbeitgebern den Schutz ihrer Zukunft und der der kommenden Generationen zu fordern. Mit der richtigen Förderung können junge Menschen Katalysatoren für eine weltweite wirtschaftliche Erholung sein. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Fordert gemeinsam mit uns globale Maßnahmen zur Schaffung und zum Schutz hochwertiger Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen und alle Erwerbstätigen. Das ist Gewerkschaftssache.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Verfolgt die aktuellen Entwicklungen auf unseren Social-Media-Kanälen und verbreitet eigene Informationen unter den Hashtags #WDDW #DecentWork #COVID19.</span></span></span></p> <p>&nbsp;</p> <p><span><span><span><strong>Weitere Links zum Thema:</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/junge-verkehrsbeschaeftigte-und-covid-19"><span>Junge Verkehrsbeschäftigte und Covid-19</span></a> </span></span></span></p> <p><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/junge-luftverkehrsbeschaeftigte-organisieren-sich-fuer-die-zukunft-nach-covid-19"><span>Junge Luftverkehrsbeschäftigte organisieren sich für die Zukunft nach Covid-19</span></a></span></span></span></p> <p><span><span><span><a href="https://www.facebook.com/watch/?v=1817259951746889"><span>Aktionen junger Verkehrsbeschäftigter zum Internationalen Tag der Jugend 2020</span></a></span></span></span><br /> &nbsp;</p> <p><iframe allow="autoplay" class="wakeletEmbed" height="760px" src="https://embed.wakelet.com/wakes/SQVRbBkg_h_2ggBkBzGAa/list" style="border: none" width="100%"></iframe><!-- Please only call https://embed-assets.wakelet.com/wakelet-embed.js once per page --><script src="https://embed-assets.wakelet.com/wakelet-embed.js" charset="UTF-8"></script></p> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--26" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 07 Oct 2020 13:32:31 +0000 barton_linda 194928 at https://www.itfglobal.org ITF railway section supports public ownership and democratic control for UK railways https://www.itfglobal.org/en/news/itf-railway-section-supports-public-ownership-and-democratic-control-uk-railways <span class="field-title">ITF-Sektion Eisenbahn spricht sich für die Rückführung der britischen Bahnen in öffentliches Eigentum und demokratische Kontrolle aus</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Picture2.png?itok=SxVVKC2A" width="1690" height="898" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 10/07/2020 - 09:35</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die ITF-Sektion Eisenbahn unterstützt die Forderung britischer Gewerkschaften an die <a href="https://www.gov.uk/government/speeches/rail-emergency-measures-during-the-covid-19-pandemic">Regierung</a>, noch weiter zu gehen. Großbritannien muss sein fehlgeschlagenes, seit 26 Jahren währendes Experiment mit der Bahnprivatisierung beenden und alle Franchise-Unternehmen im Schienenverkehr ein für alle Mal wieder der öffentlichen Hand übereignen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In vielen Ländern wurden die Privatisierung und Restrukturierung des Schienenverkehrs in den letzten zehn Jahren weiter zügig vorangetrieben. Verkehrsgewerkschaften in der ganzen Welt stellen infolgedessen fast ausnahmslos eine gravierende Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen fest. Erwiesenermaßen haben sich auch die Qualität und Zuverlässigkeit der Dienste verschlechtert. Das ist darauf zurückzuführen, dass man die Gewinnabsicht an die Stelle des grundlegenden Ethos des öffentlichen Sektors treten ließ, dem gesellschaftlichen Bedürfnis zu dienen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Unseren Erfahrungen nach führen die Privatisierung, Liberalisierung und Fragmentierung der Eisenbahn zu Angriffen auf Bahnsicherheit, Beschäftigungsbedingungen, Renten, Kollektivverhandlungen und demokratischer Rechenschaftspflicht. Eine weitere Folge sind teurere, weniger effiziente Bahnsysteme, bei denen der Profit vor den Bedürfnissen der Gemeinschaft steht. Auf ihrem letzten Kongress im Jahr 2018 bekräftigte die ITF das Engagement der Sektionskonferenz Eisenbahn im Jahr 2016, die Privatisierung zu beenden und die Eisenbahn wieder unter öffentliche Kontrolle zu bringen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dazu der Vorsitzende der ITF-Sektion Eisenbahn David Gobé: "Die Eisenbahn muss neu erfunden werden, um den Herausforderungen unseres Jahrhunderts zu begegnen, sowohl im Hinblick auf die Bedürfnisse der Fahrgäste als auch auf die Gewährleistung von Beschäftigungsbedingungen, die des 21. Jahrhunderts würdig sind. Die britischen Beschäftigten verfügen über das Know-how und haben nun die einmalige Gelegenheit, die Eisenbahnen des Landes nach schlimmsten Erfahrungen mit der Privatisierung wiederzubeleben. Der Weg der Verstaatlichung liegt klar vor uns, er ist notwendig und kann verfolgt werden, indem politische Repräsentanten, Gewerkschaften, Beschäftigte und Arbeitgeber einbezogen werden."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Gut geplante Schienennetze in öffentlicher Hand, die durch demokratische Strukturen der Öffentlichkeit gegenüber rechenschaftspflichtig sind, bieten die beste Möglichkeit zur Entwicklung und Stärkung öffentlicher Verkehrssysteme. Die ITF weiß außerdem, dass angemessen finanzierte, öffentlich betriebene Verkehrssysteme die besten Voraussetzungen für gute und stabile Beschäftigungsverhältnisse bieten. Nur der öffentlichen Hand und demokratischer Kontrolle unterstehende Bahnen können ihren wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nutzen gewährleisten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir sind nicht nur Verkehrsbeschäftigte, sondern vor allem auch Nutzer von Verkehrssystemen, genauso wie unsere Partner, unsere Kinder, unsere Familien und unsere Freunde. Die Notwendigkeit staatlicher Rettungspakete in der Covid-19-Krise hat ein weiteres Mal bewiesen, dass Privatunternehmen in einem zukunftsfähigen Eisenbahnsektor keinen Platz haben. Wir können nicht tolerieren, dass Bahnprofite privatisiert und Verluste verstaatlicht werden.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In Anbetracht der Tatsache, dass Eisenbahnen ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur eines Landes sind und ein natürliches Monopol darstellen, sollten sie öffentliches Eigentum und staatlich betrieben sein, damit in Krisen wie in ruhigen Zeiten hochwertige Dienstleistungen gewährleistet werden. Ihr Zweck sollte es sein, der Gesellschaft einen erschwinglichen Personenverkehrsdienst von hoher Qualität und Industrie und Handel ein schnelles und effizientes Güterverkehrssystem zu bieten. In einem so unverzichtbaren Sektor müssen Menschen stets vor Profite gestellt werden.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span>David Gobé, Vorsitzender der ITF-Sektion Eisenbahn</span></span></span></p> <p><span><span><span>Noel Coard, Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektion</span></span></span></p> <p><span><span><span>Alana Dave, ITF-Beauftragte für öffentlichen Personennahverkehr</span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/nationalisation" hreflang="en">nationalisation</a></div> <div><a href="/de/tags/oeffentlicher-verkehr" hreflang="de">öffentlicher Verkehr</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--27" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 06 Oct 2020 08:46:48 +0000 james_b 194930 at https://www.itfglobal.org ITF and JNG Joint Statement: On Seafarers’ Rights and the Present Crew Change Crisis https://www.itfglobal.org/en/news/itf-and-jng-joint-statement-seafarers-rights-and-present-crew-change-crisis <span class="field-title">Gemeinsame Erklärung von ITF und JNG über die Rechte von Seeleuten und die aktuelle Crewwechsel-Krise</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/JNG%20ITF%20Joint%20Statement%20WebImage%20copy.png?itok=Py35Miva" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 10/06/2020 - 10:44</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Über unsere Branche werden 90 Prozent des Welthandels abgewickelt. Historisch gesehen waren wir entscheidend an der Entwicklung von Volkswirtschaften und des globalen Wohlstands beteiligt. Nach wie vor sind wir der Lebensnerv der Weltwirtschaft und Schlüssel für den künftigen Wiederaufschwung, einschließlich der Arbeitsplätze von Milliarden von Menschen, im Rahmen der weltweiten Reaktion auf Covid-19.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Aber unsere Branche kann nur dabei helfen, die Welt aus dieser Pandemie zu führen und ihre lebensnotwendigen Güter zu befördern, wenn die Beschäftigungsbedingungen auf Schiffen den internationalen Seeverkehrsvorschriften entsprechen. Denn diese Bestimmungen bürgen für die Gesundheit, die Sicherheit, den Schutz und das Wohlergehen derer, die das Herzstück unserer Branche darstellen: die Seeleute der Welt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Seeleute brauchen eine Branche, die sie, ihre Leistung und ihre Menschenrechte wertschätzt. Seeleute brauchen freie, gerechte und sichere Arbeitsplätze.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die maritimen Arbeitgeber, die der Gemeinsamen Verhandlungsgruppe der Reeder (JNG) angehören, arbeiten unermüdlich und mit erheblichem finanziellem Aufwand daran, Crewwechsel zu ermöglichen. Dennoch sitzen immer noch über 400.000 Seeleute aufgrund der von zahlreichen Regierungen verhängten Grenz- und Reiserestriktionen und der knappen Verfügbarkeit von internationalen Flügen infolge der Pandemie weltweit an Bord von Schiffen fest und sind dazu genötigt, ihre ursprünglich vereinbarte Dienstzeit zu überschreiten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Gemeinsam rufen wir Reeder, Befrachter, Schiffsverwaltungen, Bemannungs- und Heueragenturen sowie alle anderen Akteure dazu auf, sich dazu zu verpflichten, Seeleute nicht unter Druck zu setzen und auf irgendeine Weise dazu zu zwingen, ihre Verträge zu verlängern. Darüber hinaus sollten sie Seeleuten auch nicht die Möglichkeit zur Wahrnehmung ihres Menschenrechts nehmen, ihre Arbeit zu beenden, von Bord zu gehen und nach Hause zurückzukehren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dazu der Vorsitzende der IMEC Kapitän Belal Ahmed: "Es ist wichtig, dass Seeleute nicht dafür benachteiligt werden, dass sie für ihre Interessen einstehen, wenn sie ihre vertragliche Dienstzeit beendet haben, und psychisch und physisch nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Arbeit sicher fortzusetzen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir rufen Ladungseigentümer/Schiffsbetreiber, Befrachter und Schiffsmakler dringend zum Abschluss von Charterverträgen auf, die Reedern/Managern die Flexibilität geben, ohne Verhängung von Sanktionen Schiffe zu Häfen umzuleiten, wo Crewwechsel möglich sind.  </span></span></span></p> <p><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, die Föderation und ihre Mitgliedsorganisationen appellierten an alle Interessensgruppen der Branche, wo immer es ihnen möglich sei, Verantwortung für die Unterstützung von Besatzungswechseln zu übernehmen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Seeleute haben eine reale Angst, dass ihre Berufslaufbahn beendet sein könnte, wenn sie den Mund aufmachen und sich für ihre Interessen einsetzen. Die Angst, auf die schwarze Liste gesetzt zu werden, hält sie davon ab, ihre eigenen Arbeits- und Menschenrechte geltend zu machen. Angesichts der psychischen und physischen Erschöpfung aufgrund der verlängerten Dienstzeit an Bord ist es für Seeleute in dieser Crewwechsel-Krise wichtiger denn je, ihre Stimme erheben zu können. Wir werden mit aller Härte gegen all diejenigen in der Branche vorgehen, die glauben, sie könnten es sich erlauben, Seeleute zu schikanieren, die ihr Recht auf Ablehnung von Vertragsverlängerungen wahrnehmen. Ein solches Verhalten ist in unserer Branche fehl am Platz," so Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Alle Akteure im maritimen Sektor haben die Pflicht und die Verantwortung, die schlimme Lage der Seeleute in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Vor allem aber haben die internationalen Führungskräfte die Verantwortung, das Engagement und den Einsatz von Seeleuten in dieser beispiellosen Pandemie anzuerkennen und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass ihre Notlage nicht länger ignoriert werden darf.</span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span>Belal Ahmed<br /> Vorsitzender<br /> International Maritime Employers' Council (IMEC)</span></span></span></p> <p><span><span><span>Stephen Cotton<br /> Generalsekretär<br /> Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF)</span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--28" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 05 Oct 2020 08:41:08 +0000 Rory_M 194927 at https://www.itfglobal.org ITF Civil Aviation ensures new ICAO guidance puts aviation workers and seafarers first https://www.itfglobal.org/en/news/itf-civil-aviation-ensures-new-icao-guidance-puts-aviation-workers-and-seafarers-first <span class="field-title">ITF-Sektion Zivilluftfahrt setzt sich für den Schutz von Luftverkehrsbeschäftigten und Seeleuten durch neue ICAO-Leitlinien ein</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ICAO%20v1.jpg?itok=202CeDZb" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 10/06/2020 - 10:18</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die ITF hat sich dafür eingesetzt, dass neue Handlungsempfehlungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) für Regierungen die Sicherheit von Luftfahrtpersonal und Passagieren in den Vordergrund stellen und gleichzeitig Fluggesellschaften dazu antreiben, mehr für die Lösung der Crewwechsel-Krise zu tun, von der Seeleute in immer stärkerem Maße betroffen sind.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Sekretär der Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodríguez erläuterte, wie die neuen Leitlinien die Sicherheit von Luftverkehrsbeschäftigten verbessern und zu einer sicheren Wiederaufnahme des globalen Passagierflugverkehrs beitragen könnten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Angesichts der Tatsache, dass der Luftverkehr infolge des Ausbruchs der Covid-19-Pandemie fast vollständig zum Stillstand gekommen ist, ist es nun wesentlich, einen Weg zu finden, um Passagierflüge unter Berücksichtigung der im Interesse der öffentlichen Gesundheit erforderlichen Maßnahmen zur Kontrolle der Pandemie auf beherrschbarem Niveau wiederaufzunehmen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Aus diesem Grund wurde im Rahmen des <a href="https://www.icao.int/safety/CAPSCA/Pages/default.aspx">CAPSCA-Programms der ICAO</a> (Collaborative Arrangement for the Prevention and Management of Public Health Events in Civil Aviation - Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Prävention und Bewältigung von Ereignissen, die die öffentliche Gesundheit betreffen) eine Strategie unter der Überschrift 'Public Health Corridor Concept' entwickelt. Wir begrüßen die Tatsache, dass die neuen ICAO-Leitlinien der Gesundheit von Kabinenpersonal und Fluggästen so großes Gewicht beimessen, aber auch Elemente unterstützen, die für die sichere und erfolgreiche Beförderung von Seeleuten von und zu den Schiffen erforderlich sind."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Strategie legt Wege zur Organisierung notwendiger Flüge dar, die Maschinen und Personal möglichst wenige zusätzliche Belastungen auferlegen und gleichzeitig die Flugsicherheit und die Verhinderung der Übertragung von Covid-19 gewährleisten." </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Zu den Schlüsselelementen gehören die Umsetzung operativer und gesundheitlicher Maßnahmen sowie von Verfahren zur Desinfektion und räumlichen Distanzierung. Damit können wir sicherstellen, dass Personen mit Covid-19 keinen Zutritt zu Flugzeugen erhalten."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir haben uns aktiv an allen Sitzungen und Maßnahmen beteiligt, um den Bedürfnissen von Luftverkehrsbeschäftigten Ausdruck zu verleihen und Seeleute und weitere systemrelevante Beschäftigte bei diesen Überlegungen zu unterstützen," so Mocho Rodríguez.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die neuen Leitlinien gelten für vier Arten von Flügen:</span></span></span></p> <p><span><span><span>1) Flüge zur Heimschaffung,</span></span></span></p> <p><span><span><span>2) Flüge zur Ablösung von Schiffsbesatzungen,</span></span></span></p> <p><span><span><span>3) Flüge, bei denen Flugbegleiter*innen an Bord sein müssen, </span></span></span></p> <p><span><span><span>4) Flüge mit Passagieren an Bord.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Mocho Rodríguez erklärte, die ITF habe sich dafür stark gemacht, Schiffsbesatzungen als eine der "vier Säulen" einzubeziehen, da Schätzungen zufolge inzwischen über 400.000 Seeleute auf Schiffen festsitzen und über ihre ursprünglich vereinbarte Vertragszeit hinaus Dienst tun. Fehlende Flüge seien nach wie vor ein großes Problem. Die neuen Leitlinien enthielten Anleitungen für die sichere und effiziente Durchführung von Flügen zur Heimschaffung und zur Ablösung von Seeleuten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Diese Leitlinien geben Regierungen Orientierungshilfen, um die Ablösung von Schiffsbesatzungen zu ermöglichen und damit das Leid von Tausenden von Seeleuten zu lindern, die an Bord von Schiffen festsitzen," so Rodríguez. "Sie dienen auch der Unterstützung der Seeleute, die zu Hause darauf warten, an Bord zu gehen, um endlich wieder ein Einkommen zu verdienen."  </span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Leitlinien unterstrichen ferner die Notwendigkeit zur Überprüfung der angemessenen Ausbildung und Befähigung der an vorderster Front tätigen Luftverkehrsbeschäftigten für die Aufnahme ihrer Tätigkeit nach der langen Einschränkung des Flugbetriebs, betonte Mocho Rodríguez und warnte, dass andernfalls schwerwiegende Folgen drohen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF werde künftig intensiv daran mitwirken, sicherzustellen, dass die neuen Protokolle die Sicherheit der Kabinenbesatzung und der Passagiere gewährleisten und gleichzeitig den Anforderungen der Seeleute im Hinblick auf die Durchführung von Crewwechseln Rechnung tragen. </span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--29" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 01 Oct 2020 16:59:26 +0000 barton_linda 194925 at https://www.itfglobal.org Australian wharfies’ rights must be respected – ITF https://www.itfglobal.org/en/news/australian-wharfies-rights-must-be-respected-itf <span class="field-title">Die Rechte der australischen &quot;Wharfies&quot; müssen respektiert werden</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Botany%20Web%20Image%20copy.png?itok=Aj0IoNn4" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 10/02/2020 - 09:59</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) hat sich in den eskalierenden Arbeitskonflikt zwischen Patrick Stevedores und der Maritime Union of Australia (MUA) eingeschaltet und Patrick, eine Reihe von internationalen Schifffahrtsgesellschaften und nicht zuletzt die australische Regierung gemahnt, dass sie das Menschenrecht der Hafenbeschäftigten auf Kollektivverhandlungen für eine gerechte Lohnvereinbarung untergraben.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span>Patrick sollte den von der MUA angebotenen "Ölzweig" ergreifen und den Arbeitskonflikt beenden</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Wie ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, ist der globale Gewerkschaftsverband zunehmend beunruhigt über die Rhetorik der australischen Regierung, nachdem Premierminister Scott Morrison in dieser Woche mit der Entsendung von Truppen gedroht hatte, um den rechtmäßigen Streik der Hafenbeschäftigten zu zerschlagen und ihnen ihre Rechte zu verweigern, die in australischen Gesetzen und im Völkerrecht verankert sind.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Diese Hafenbeschäftigten tun in der jetzigen Situation nichts anderes, als den Buchstaben des Gesetzes zu folgen. Sie arbeiten rund um die Uhr, um die Lieferketten in dieser Pandemie am Laufen zu halten und die Lagerbestände zu sichern. Jetzt, wo der Zeitpunkt gekommen ist, dass sie sich zur Wehr setzen, um die tiefen Einschnitte ihrer Arbeitgeber in ihre Beschäftigungsbedingungen zu stoppen, stellt sich ihnen die eigene Regierung auf, offen gesagt, hysterische und antidemokratische Weise in den Weg."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wie ich die Sache sehe, hat die MUA nicht nur einmal, sondern mittlerweile dreimal angeboten, den bestehenden Vertrag zu verlängern, um in einer schwierigen Zeit für Australien und die ganze Welt unnötige Konflikte zu vermeiden," so Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Cotton zufolge hat sich die MUA mit allen Kräften darum bemüht, dass der Arbeitskonflikt der australischen Bevölkerung nicht schadet, also "genau den Menschen, für deren Versorgung diese Hafenbeschäftigten während der Pandemie mit Stolz gesorgt haben". Am 2. September 2020 bat die MUA Patrick in einem Schreiben darum, Maßnahmen zu ergreifen, damit die Versorgung mit medizinischen Produkten auch im Falle eines Arbeitskampfs gesichert ist.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Vor mehr als zwei Wochen bot die MUA an, alle Arbeitskampfmaßnahmen in den Terminals von Patrick auszusetzen, wenn das Unternehmen seine Versuche unterlässt, bestehende Arbeitsplatzbedingungen abzubauen, und wieder zu konstruktiven Verhandlungen zurückkehrt. Das Unternehmen lehnte dieses Angebot ab."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Für internationale Beobachter ist klar, dass die MUA Friedensangebote macht, Patrick Stevedores und seine Verbündeten in der Regierung Morrison es jedoch darauf anlegen, diesen Konflikt zu eskalieren, um das Komplott von Patrick zur Beschneidung der Löhne und Bedingungen dieser systemrelevanten Beschäftigten weiterzuschmieden."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es scheint, dass Patrick Stevedores versucht, in Port Botany eine Krise zu fabrizieren, damit das Unternehmen seinen Plan vorantreiben kann, 30 Seiten Beschäftigungsbedingungen zusammenzustreichen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dieser Arbeitskonflikt ruft düstere Erinnerungen an den Hafenkonflikt im Jahr 1998 wach, als die damalige Regierung der Liberalen Partei die heimliche Ausbildung einer Gruppe von Streikbrechern unterstützte und liberale Minister ihre öffentlichen Auftritte nutzten, um Hafenbeschäftigte und ihre Familien zu verteufeln."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Um es klar und deutlich zu sagen: Die internationale Gewerkschaftsbewegung wird einer Wiederholung des Versuchs von 1998 nicht untätig zuschauen. Wir werden unsere gesamte globale Stärke und unsere umfassenden Netzwerke zum Einsatz bringen, um die Rechte dieser australischen Beschäftigten zu verteidigen, selbst wenn die australische Regierung dies nicht tut," erklärte Cotton.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span>Mahnung an globale Schifffahrtsgesellschaften </span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF-Koordinatorin für maritime Industrien Jacqueline Smith teilte mit, dass die ITF mit mindestens zwei großen internationalen Schifffahrtsgesellschaften Gespräche führen werde, die sich nach Meinung der Föderation in dem Arbeitskonflikt auf die Seite des Hafenunternehmen gestellt haben.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir wissen, dass Schiffe unnötigerweise von Botany zu anderen australischen Häfen umgeleitet wurden, obwohl dort keine Arbeitskampfmaßnahme stattfindet, die den Ladungsumschlag verzögern oder stoppen würde," so Smith.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es besteht die Gefahr, dass diese Reedereien den falschen Eindruck erwecken, die Hafenbeschäftigten in Port Botany seien in irgendeiner Weise für die Entscheidung der Unternehmen, die Schiffe umzuleiten, verantwortlich. Die Hafenbeschäftigten tragen keine Verantwortung dafür."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir appellieren an alle Unternehmen im maritimen Sektor, die grundlegenden Rechte der Beschäftigten auf Kollektivverhandlungen und Verteidigung ihrer hart erkämpften Arbeitsplatzbedingungen an Land und auf See zu achten. Wenn Schifffahrtsgesellschaften mit ihrem Verhalten suggerieren, dass sie eine bestimmte Seite unterstützen, untergräbt das den Ruf dieser Unternehmen auf erhebliche und irreparable Weise," mahnt Smith.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span>Hafenbeschäftigten solidarisch gegen die virusartige Verbreitung von Lohnkürzungen</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Hafenbeschäftigte rund um den Globus bereiten sich nun darauf vor, der MUA in diesem Arbeitskonflikt zur Seite zu stehen, sagt der Koordinator der ITF-Sektion Häfen Enrico Tortolano.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die ITF-Familie der Hafenbeschäftigten wird weltweit alle Hebel in Bewegung setzen, um einen Kahlschlag für unsere Kolleginnen und Kollegen in Port Botany zu verhindern," so Tortolano.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es ist sehr vielsagend, dass Patrick Stevedores bislang nicht dazu bereit war, den bestehenden Vertrag zu verlängern, und stattdessen erhebliche Einschnitte bei den Beschäftigungsbedingungen verlangt."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Seit fast einem Jahrhundert kämpfen Hafenbeschäftigte an vorderster Front für eine Verbesserung der Löhne und Bedingungen aller Beschäftigten. Es sieht so aus, als müssten die Hafenbeschäftigten nun, inmitten dieser Pandemie, wieder einmal die Dinge richten und verhindern, dass Verschlechterungen der Löhne und Bedingungen sich wie ein Virus in der Gesellschaft verbreiten," meint Tortolano.</span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/haefen" hreflang="de">Häfen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--30" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 30 Sep 2020 22:35:28 +0000 Rory_M 194924 at https://www.itfglobal.org “Help us. No food. No salary”: Abandoned Vietnamese seafarers finally home with union support https://www.itfglobal.org/en/news/help-us-no-food-no-salary-abandoned-vietnamese-seafarers-finally-home-union-support <span class="field-title">&quot;Help us. No food. No salary.&quot;: Zurückgelassene vietnamesische Seeleute dank gewerkschaftlicher Hilfe wieder zu Hause</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/MV-Viet-Tin-01_webimage.png?itok=t6X8zlFc" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 10/01/2020 - 11:19</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Dieses Bild hat viele schockiert. Die verzweifelten Worte, die eine entmutigte Crew auf den Rumpf eines Tankers gepinselt hatte, der ziellos in den warmen Gewässern des Südchinesischen Meer schaukelte und für sie zu einem schwimmenden Gefängnis geworden war.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Nach mindestens zwei Monaten des ängstlichen Wartens auf Flüge und behördliche Genehmigungen sind die vietnamesischen Besatzungsmitglieder der MV <em>Viet Tin 01</em> dank gewerkschaftlicher Unterstützung inzwischen endlich wieder zu Hause.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die ihr angeschlossene National Union of Seafarers Peninsular Malaysia (NUSPM) erfuhren im Juni vom Fall der zwölf Seeleute an Bord der <em>Viet Tin 01</em>.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der geschäftsführende Sekretär der NUSPM Ikmal Azam Thanaraj Abdullah sagte, dass der vietnamesische Eigner das Schiff aufgegeben und die Crew ohne Lebensmittel, Wasser und Treibstoff vor der Küste Malaysias im Stich gelassen hatte.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ohne Treibstoff musste die Besatzung ohne Kühlung in der glühenden Tageshitze schmoren und konnte nachts die zu ihrer Sicherheit wichtigen Positionslichter nicht einschalten," so Ikmal Azam Thanaraj Abdullah.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Als die NUSPM von der Notsituation der Seeleute hörte, versorgte sie sie mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Die vietnamesische Botschaft in Kuala Lumpur beteiligte sich an den Hilfsmaßnahmen, berichtet Ikmal Azam Thanaraj Abdullah.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Besatzungsmitglieder waren in einer furchtbaren Verfassung. Sie waren durstig, hungrig und in Gefahr, im Schlaf verletzt zu werden oder zu ertrinken, wenn ein anderes Schiff aufgrund der fehlenden Beleuchtung mit ihnen kollidiert wäre. Es war nur eine Frage der Zeit, dass die angeschlagenen Seeleute einer Havarie zum Opfer gefallen wäre."</span></span></span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="6503f266-c7a7-49eb-b56a-486053addbbe" src="/sites/default/files/inline-images/V2.jpg" /> <figcaption><em>Am 23. Juni gingen Vertreter*innen der ITF-Gewerkschaft NUSPM an Bord des Schiffes und versorgten die Crew mit Lebensmitteln und Trinkwasser.</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><span><span>"In Zusammenarbeit mit der malaysischen Schifffahrtsbehörde und dem zuständigen Mitarbeiter erhielten wir schließlich die Genehmigung, die Seeleute von Bord zu holen. Sie wurden auf Covid-19 getestet, und alle Ergebnisse waren negativ."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Koordinator des ITF-Kontaktnetzwerks für Asien/Pazifik und ITF-Inspektor in Hongkong Jason Lam berichtet, wie die ITF den Seeleuten half, nachdem sie an Land waren.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Als wir sie Anfang September von Bord holten, kümmerten wir uns um ihre unmittelbaren Bedürfnisse," so Lam.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Lam erklärte, dass normalerweise der Reeder für die Kosten der Heimschaffung aufkommt, einschließlich der Unterbringung und Verpflegung für die Zeit, in der die Seeleute nach Ablauf ihrer Verträge auf ihre Heimflüge warten. Aber bei einer Zurücklassung entzieht sich der Reeder dieser Pflicht, und es bleibt der Besatzung überlassen, das notwendige Geld für lebenswichtige Versorgungsgüter aufzubringen. Das wird noch zusätzlich dadurch erschwert, dass Arbeitgeber der Besatzung häufig monatelang keine Heuern auszahlen, bevor sie das Schiff schließlich aufgeben.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Zuerst war es die Covid-19-Pandemie und dann der geplante Kauf des Schiffes durch einen neuen Reeder, der die Crew übernehmen wollte," erklärt Lam. "Letzten Endes kam der Vertrag nicht zustande, und die Besatzung stand alleine da, ohne verantwortliche Stelle. Das Schiff wurde erneut zum Verkauf angeboten, aber dazu kam es dann nicht mehr."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die ITF übernahm die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung der Seeleute.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Hier war die ITF sehr hilfreich," so Lam. "Wir konnten die Besatzung für mehrere Wochen in einem Hotel in der Stadt Johor Bahru in Südmalaysia unterbringen, während sich alle Seiten darum bemühten, ihre Heuern einzutreiben und ihre Heimreise zu organisieren."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Crew kehrte Anfang dieses Monats nach Vietnam zurück.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Bleibt das Problem der Heuern, so Ikmal Azam Thanaraj Abdullah von der NUSPM: "Die Besatzungsmitglieder waren sehr froh, der einzige Haken ist, dass sie ihre Heuern noch nicht bekommen haben. Das Schiff könnte zum Verschrotten verkauft werden und aus dem Erlös könnte ein Teil der Heuern bezahlt werden."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Zurückblickend auf den Hongkonger Fall sagt Lam, dass die zwölf vietnamesischen Seeleute nur die jüngste einer Reihe von Gruppen in der asiatischen Region sind, die das Pech hatte, der – wie die Organisation es nennt – "steigenden Flut" von Zurücklassungsfällen zum Opfer zu fallen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ob in der arabischen Welt, im Indischen Ozean oder hier in Asien – Zurücklassungsfälle werden immer häufiger, weil die Reeder für die Kosten der Heimschaffung und Ablösung der Seeleute während der Crewwechsel-Krise nicht aufkommen wollen. Sie sagen, es sei zu schwierig oder zu teuer. Die Besatzungen zahlen den Preis für diese Einstellung. Diese Reeder sollten sich schämen," sagt Lam.</span></span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--31" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 30 Sep 2020 09:51:38 +0000 Rory_M 194923 at https://www.itfglobal.org Beyond the limit of safe shipping - ITF General Secretary’s UN address https://www.itfglobal.org/en/news/beyond-limit-safe-shipping-itf-general-secretarys-un-address <span class="field-title">Jenseits des Limits der sicheren Schifffahrt – Rede des ITF-Generalsekretärs vor der UNO</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/f0793831-a97e-47e8-b6bf-9de7b7f8b49a.JPG?itok=q2CEzjI7" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 09/25/2020 - 12:02</span> <div class="field-body"><p><br /> <span><span><span><span><span><span><span>Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen bemühen sich seit Beginn der Pandemie, als die Regierungen die Umsetzung von Schutzmaßnahmen einleiteten, um praktische Lösungen zur Durchführung von Crewwechseln. Angesichts der Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr konnten wir uns ausmalen, wie die möglichen Folgen für die Seeleute der Welt aussehen würden. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir danken unseren Sozialpartnern in der Internationalen Schifffahrtskammer und der Gemeinsamen Verhandlungsgruppe der Reeder (JNG), die mit der enormen Unterstützung der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) Protokolle entwickelt haben, die umgesetzt werden können und sollten, um Seeleute zu und von den Schiffen zu bringen. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir haben mit den Regierungen von Ländern, wie denen, die hier vertreten sind, direkt zusammengearbeitet. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir haben mit unserem weltweiten Inspektor*innen-Team Tausenden von Seeleuten dabei geholfen, in ihre Heimatländer zurückzukehren.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Leider reicht das jedoch nicht aus. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Trotz all unserer kollektiven Anstrengungen eskaliert das Problem weiter. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Fast 400.000 Seeleute haben mittlerweile ihre vorgesehene Dienstzeit an Bord weit überschritten. Ihre Notlage spitzt sich zu. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Sowohl unsere Beschäftigten auf See als auch das internationale Seeverkehrssystem sind <strong>an der Belastungsgrenze</strong>. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Viele Seeleute haben Angst vor Konsequenzen geäußert, wenn sie sich über ihre persönliche Erschöpfung und die Auswirkungen auf die Sicherheit der Besatzung, des Schiffs und der Ladung beschweren. Sie befürchten, ihre künftigen Beschäftigungschancen in der Branche zu verlieren und auf die so genannte "schwarze Liste" gesetzt zu werden. Eine inakzeptable Situation im Jahr 2020!</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Diese inakzeptable Situation grenzt an <strong>Zwangsarbeit</strong>. Seeleute und alle verantwortungsvollen Unternehmen, die in globalen Lieferketten tätig sind, haben das Recht, <strong>dringende Regierungsinterventionen </strong>zur Beendigung dieser Krise zu verlangen.<strong> </strong></span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir begrüßen es, dass Unternehmen wie Unilever Führungsstärke und Verantwortung für das Wohlbefinden von Seeleuten zeigen und sich für eine Lösung dieser Krise einsetzen.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Die ITF hat hochrangige Veranstaltungen unterstützt, auf denen Regierungen Seeleute für ihre wichtige Rolle während der Pandemie lobten. Es gab großartige Erklärungen, aber Erklärungen allein bringen keine Seeleute zu und von Schiffen. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Regierungen müssen Seeleute als systemrelevante Arbeitskräfte anerkennen, die wesentliche Dienste erbringen.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Regierungen müssen <strong>pragmatische Lösungen</strong> für diesen Stillstand herbeiführen, die nur durch eine <strong>aktive Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Regierungsstellen</strong> zustande kommen können. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Staatsoberhäupter, bitte, bitte, bitte macht Schluss mit dem Ressortdenken. Ihr müsst die Kontrolle übernehmen!</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich klarstellen, dass wir Maßnahmen für Crewwechsel fordern, aber gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass die Schifffahrtsindustrie und globale Lieferketten, die von ihr abhängen, Covid-19 nicht als Vorwand für Behelfslösungen nutzen, die Leben und die Umwelt gefährden.    </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Unser Bericht </span></span></span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/resources/files/ITF%20MSC%20Report%20September%202020_Beyond_the_limit_v8.pdf"><span><span><em><span><span><span>Beyond the Limit</span></span></span></em></span></span></a><span><span><span> unterstreicht unsere wachsenden Sorgen in Bezug auf</span></span></span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span><span>Ferninspektionen,</span></span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span><span>die Gültigkeitsverlängerung von Bescheinigungen für Seeleute,</span></span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span><span>die Absegnung unsicherer Besatzungsstärken.</span></span></span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span><span><span><span>Ja, es ist ein äußerst schwieriges Umfeld, und wir möchten unseren Partnern erneut Dank für ihre Bemühungen aussprechen. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen im Büro des UN-Generalsekretärs und bei UN Global Compact müssen wir fokussiert bleiben und weiter zusammenarbeiten, um Lösungen herbeizuführen, die den Seeleuten der Welt zeigen, dass wir ihre Bitten vernehmen und diese inakzeptablen Probleme schnell lösen. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Die Weltwirtschaft braucht die Schifffahrtsindustrie. Die Schifffahrtsindustrie braucht Seeleute!</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Die Seeleute sind müde und frustriert. Sie wollen einfach nur nach Hause.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir sagen jetzt: <em>"</em><em>Genug ist genug!"</em>. </span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Diese außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Lösungen!</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Wir fordern die Regierungen zum Handeln auf. Heute. Am Weltschifffahrtstag.</span></span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span>Danke.</span></span></span></span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--32" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 24 Sep 2020 14:47:27 +0000 Natalie 194919 at https://www.itfglobal.org Victory for justice: Docker Rio Wijaya freed https://www.itfglobal.org/en/news/victory-justice-docker-rio-wijaya-freed <span class="field-title">Sieg der Gerechtigkeit: Freispruch für den Hafenbeschäftigten Rio Wijaya</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Rio%20Web%20Image.png?itok=CLYQEcGp" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 09/25/2020 - 11:30</span> <div class="field-body"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="5cb867ae-45ad-4d05-a1f5-7ba4d8148d5b" src="/sites/default/files/inline-images/Unknown.jpeg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span>Gestern erreichte uns die großartige Nachricht, dass Rio Wijaya vor einem indonesischen Gericht für unschuldig befunden wurde, nachdem er im vergangenen Jahr überfallen und zu Unrecht wegen einer Online-Attacke auf seinen Arbeitgeber Hutchison angeklagt worden war.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF-Familie der Hafenbeschäftigten und Rios Gewerkschaft, die SP JICT, haben während dieser gesamten, sehr belastenden Zeit für Rio und seine Familie beharrlich an seiner Seite gestanden. Die ITF-Sektion Häfen und unsere Mitgliedsorganisationen haben ihm während seines Kampfs um Gerechtigkeit ihre uneingeschränkte Solidarität erklärt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen und ITF-Präsident Paddy Crumlin hat die Kampagne für Rios Freiheit von Anfang an aktiv unterstützt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dies ist ein wichtiges und erfreuliches Ergebnis, aber eines, das nicht so hart hätte erkämpft werden müssen. Es ist kein Verbrechen, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Sich für die eigenen Rechte, die der Kolleginnen und Kollegen und der Arbeiterklasse einzusetzen, ist kein Verbrechen. Tatsächlich ist es ein Menschen- und Gewerkschaftsrecht."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir sagten damals, dass die Augen der internationalen Gemeinschaft auf Indonesien gerichtet sind, um zu verfolgen, ob Gerechtigkeit und Vereinigungsfreiheit obsiegen werden oder dieses Land zu einem Vollstreckungsarm gewerkschaftsfeindlicher Unternehmen abgestiegen ist. Indonesien hat die richtige Entscheidung getroffen. Wir begrüßen das und freuen uns jetzt darauf, die Interessen der Hafenbeschäftigte durch in gutem Glauben geführte Verhandlungen zu sichern."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Auf die Nachricht von Rios Freispruch erklärte der Koordinator der ITF-Sektion Häfen Enrico Tortolano: "Dies ist ein wichtiger Erfolg, der bei allen multinationalen Unternehmen, die der Meinung sind, Hafenbeschäftigte schikanieren oder uns mit ihren Armeen von Anwälten zum Schweigen bringen zu können, Schockwellen auslösen wird. Tja, können sie nicht."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dieser Fall hat gezeigt, dass Gerechtigkeit für Hafenbeschäftigte und die Arbeiterklasse erreicht werden kann, wenn sie international solidarisch zusammenhalten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Multinationale Unternehmen müssen die Rechte von Gewerkschaftsmitgliedern und -aktivist*innen respektieren. Wir wollen einen konstruktiven Dialog, keine Drohungen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Herzlichen Glückwunsch, Kollege Rio. #WeAreITF #InternationalSolidarity #ITFDockers</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Für unverbrüchliche Solidarität!</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/hutchison-terminals" hreflang="en">hutchison terminals </a></div> <div><a href="/de/tags/arbeitnehmerrechte" hreflang="de">Arbeitnehmerrechte</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--33" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 24 Sep 2020 11:56:58 +0000 Rory_M 194917 at https://www.itfglobal.org Crew change crisis risks becoming forced labour epidemic as tragedy hits six-month mark on World Maritime Day https://www.itfglobal.org/en/news/crew-change-crisis-risks-becoming-forced-labour-epidemic-tragedy-hits-six-month-mark-world <span class="field-title">Weltschifffahrtstag 2020: Crewwechsel-Krise entwickelt sich zur Zwangsarbeitepidemie</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WMD%20Web%20Image.png?itok=jX6S2CXz" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 09/25/2020 - 11:09</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) kritisiert die Tatenlosigkeit von Regierungen im Hinblick auf eine Lösung der Crewwechsel-Krise aufs Schärfste und erklärt, dass die aktuellen Grenz- und Reiserestriktionen infolge der Covid-19-Pandemie eine Epidemie der Zwangsarbeit und modernen Sklaverei heraufbeschwören, da immer mehr Seeleute dazu genötigt werden, gegen ihren Willen an Bord zu bleiben.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, die weltweit 1,65 Millionen Seeleute würden von den Regierungen in aller Welt im Stich gelassen, die zuließen, dass diese Krise sich weiter verschärft und am Weltschifffahrtstag, dem 24. September 2020, die Sechsmonatsmarke erreicht.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Derzeit sitzen schätzungsweise 400.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest und müssen weiterarbeiten, während die gleiche Zahl unbeschäftigt zu Hause sitzt und sie nicht ablösen kann.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Es ist zutiefst beschämend, dass wir mit dieser Krise die unglückselige Sechsmonatsmarke erreicht haben und noch immer kein Ende in Sicht ist. Indem sie für Seeleute als systemrelevante Arbeitskräfte keine pragmatischen Ausnahmeregelungen zulassen, um ihnen das Ein- und Ausschiffen zu ermöglichen, stempeln Regierungen Seeleute als Sklaven auf 'schwimmenden Gefängnissen' ab, wie sie von vielen genannt werden."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Stephen Cotton zufolge war die ITF mit großen Unternehmen in Verbindung, die große Risiken für ihre Lieferketten befürchten, falls Seeleute nicht von neuen Besatzungen abgelöst werden können.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Diese Woche haben wir einen wichtigen </span></span></span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/weitere-notloesungen-im-zuge-der-pandemie-werden-zu-todesfaellen-und-umweltkatastrophen"><span><span><span>Sachverständigenbericht</span></span></span></a><span><span><span> herausgegeben, aus dem hervorgeht, dass die Crewwechsel-Krise für die globale Schifffahrtsbranche zu große Risiken verursacht. Wenn wir diese zunehmend erschöpften Seeleute nicht von den Schiffen bekommen, wird die Zahl der Unfälle steigen – es wird Ölteppiche an unseren Küsten und Todesfälle auf See geben."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ich zolle den Führungskräften von Unilever und anderen Unternehmen Anerkennung dafür, dass sie Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlergehen der in ihren Lieferketten beschäftigten Seeleute übernehmen und Regierungen dazu auffordern, endlich die Augen für diese sich zuspitzende Krise zu öffnen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Situation grenzt an Zwangsarbeit oder läuft darauf hinaus, und alle Unternehmen haben die Verantwortung, ihren Einfluss geltend zu machen, um dringende Regierungsmaßnahmen zur Beendigung dieser Krise zu fordern und dafür zu sorgen, dass es in ihren Lieferketten nicht zur Beeinträchtigung der Menschenrechte von Seeleuten kommt."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion David Heindel sagte, dass unter den Beschäftigten im weltweiten Schifffahrtssektor die Gemüter zu Recht aufgeheizt seien.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Heute ist Weltschifffahrtstag – ein Tag, an dem wir die Leistung unseres Sektors feiern und demütig über den Dank einer Öffentlichkeit nachdenken sollten, die erlebt hat, wie Seeleute, Hafen-, Fischerei- und andere Beschäftigte in unseren Sektoren zupackten und in dieser Pandemie eine wichtige Rolle spielten," so Heindel. "Stattdessen wird der Weltschifffahrtstag 2020 getrübt durch die Zuspitzung dieser humanitären, ökonomischen, ökologischen und Menschenrechtskrise."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wenn Regierungen den Beitrag der Seeleute für ihre Volkswirtschaften anerkennen wollen und wenn sie die Nachhaltigkeit der Schifffahrtswirtschaft wirklich fördern wollen, dann müssen sie ihre Arbeit machen, so wie wir jeden Tag auf See, und alle Hebel in Bewegung setzen, um diese abgearbeiteten Seeleute nach Hause zu schaffen, von neuen Besatzungen ablösen zu lassen und sicherzustellen, dass diesen Heldinnen und Helden die Würde und der Respekt zuteil werden, die sie verdienen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Seeleute sind müde, sie sind erschöpft und zunehmend desillusioniert über ihre Entscheidung für einen Beruf auf See. Außerdem machen sie sich Sorgen, dass man sie für die Unfälle zahlen lässt, die angesichts der Belastung von Arbeitskräften über ihre physischen und psychischen Grenzen hinaus unvermeidlich sind."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Mittlerweile sind weit über 400.000 Seeleute länger im Dienst, als ursprünglich vertraglich vereinbart. Immer mehr sind seit über einem Jahr an Bord. Wir lassen nicht zu, dass dies zur neuen Norm wird. Jeder Mensch hat das Recht, einen Vertrag abzulehnen, die Arbeit zu beenden und nach Hause zurückzukehren. Wir werden uns mit verantwortungsvollen Unternehmen, unseren Mitgliedsorganisationen und den Seeleuten selbst dafür einsetzen, dass diese Rechte durchgesetzt werden," schloss Heindel.</span></span></span></span></span></p> <p> </p> <p><span><span><span><strong><span><span>Hinweis für Redaktionen:</span></span></strong></span></span></span></p> <ol> <li><span><span><span><span><span>Die Zahl der Seeleute weltweit stammt aus einer </span></span><a href="https://www.ics-shipping.org/shipping-facts/shipping-and-world-trade/global-supply-and-demand-for-seafarers"><span><span><span>Schätzung der Internationalen Schifffahrtskammer</span></span></span></a><span><span>.</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span>Der Bericht des ITF Schifffahrtssicherheitsausschusses mit dem Titel <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/ITF%20MSC%20Report%20September%202020_Beyond_the_limit_v8.pdf"><em><span><span><span>Beyond the Limit: How Covid-19 corner-cutting places too much risk in the international shipping system</span></span></span></em></a> ("Jenseits des Limits: Wie Notlösungen infolge der Covid-19-Pandemie ein zu hohes Risiko im internationalen Schifffahrtssystem darstellen") kann hier heruntergeladen werden.</span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Die jüngsten Schätzungen, wonach 400.000 Seeleute auf Schiffen festsitzen und über ihre ursprünglich vereinbarte Vertragszeit hinaus weiter Dienst tun, stammen von der Gemeinsamen Verhandlungsgruppe (Joint Negotiating Group – JNG) der Reeder auf der Grundlage von Hochrechnungen ihrer Flotte auf die Weltschiffsflotte.</span></span></span></span></span><br />  </li> </ol></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--34" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 24 Sep 2020 11:31:32 +0000 Rory_M 194916 at https://www.itfglobal.org Covid corner-cutting will lead to deaths, ‘environmental catastrophe’ – new shipping report https://www.itfglobal.org/en/news/covid-corner-cutting-will-lead-deaths-environmental-catastrophe-new-shipping-report <span class="field-title">Weitere Notlösungen im Zuge der Pandemie werden zu Todesfällen und Umweltkatastrophen führen, heißt es in einem neuen Schifffahrtsbericht</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Beyond%20the%20Limit_webimage.png?itok=-SYdhPG4" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 09/23/2020 - 09:23</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) warnt eindringlich davor, die vorübergehenden Einschränkungen im Sektor während der Covid-19-Pandemie fortzusetzen oder sogar auf Dauer zu etablieren. Sei dies der Fall, werde die Zahl der Schiffsunfälle und Umweltschäden zunehmen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Diese Prognosen sind in einem neuen Bericht mit dem Titel </span></span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/ITF%20MSC%20Report%20September%202020_Beyond_the_limit_v6.pdf"><em><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>Beyond the Limit: How Covid-19 corner-cutting places too much risk in the international shipping system</span></span></em></a> <span><span>("Jenseits des Limits: Wie Notlösungen infolge der Covid-19-Pandemie ein zu hohes Risiko im internationalen Schifffahrtssystem darstellen") enthalten, den der Schifffahrtssicherheitsausschuss der ITF heute veröffentlicht hat.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wie sein Verfasser, der Vorsitzende des Schifffahrtssicherheitsausschusses Odd Rune Malterud, erklärte, erkenne man unter den Hauptakteuren im Sektor, die Flaggenstaaten mit eingerechnet, eine nicht mehr hinnehmbare Tendenz, die Schifffahrtssicherheit immer weiter hintanzustellen – nicht weil es notwendig, sondern weil es zweckdienlich sei.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Manche Akteure im Sektor drängen auf eine Einschränkung oder gleich eine Aussetzung wichtiger internationaler Vorschriften. Diese Vorschriften aber waren eingeführt worden, um die Sicherheit von Seeleuten und der marinen Umwelt über viele Jahrzehnte hinweg zu gewährleisten. Denn man hatte aus der Vergangenheit gelernt, ob es sich um Unfälle, Lecks, ein Aufgrundlaufen, Ertrunkene oder andere Todesopfer gehandelt hatte."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Man nehme nur die Ferninspektionen. Wir lehnen dieses Verfahren bei technischen Inspektionen nicht grundsätzlich ab, wenn es sicherer ist, etwa der Einsatz von Drohnen bei riskanten Inspektionen des Schiffsaufbaus und der Tanks anstelle von Arbeitskräften. Es ist jedoch völlig inakzeptabel, wenn Länder wie Norwegen Ferninspektionen dort zulassen, wo die Besatzung neben ihren Wachdiensten selbst unabhängig und objektiv über ihre eigene Sicherheit Bericht erstatten soll."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Angesichts des zunehmenden Ungleichgewichts der Kräfte aufgrund der 'auf See gestrandeten' Besatzungen stehen die Seeleute unter enormem Druck. Sie dürfen ihre Arbeitgeber nicht verärgern, die es oft in der Hand haben, ob sie nach Monaten auf See wieder an Land dürfen. Und mehr noch: Die meisten Arbeitgeber erwarten von der Besatzung, dass sie auch noch die Ferninspektionsaufgaben übernehmen, obwohl sie bereits jetzt überlastet sind – zum Beispiel, wenn ein wachhabender Seemann für die Sicherheit aller garantieren soll." </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Malterud zufolge geht es in dem Bericht darum, für den Sektor eine Grenzlinie zu ziehen, ab der eine weitere Einschränkung der Sicherheit und der Rechte von Seeleuten nicht mehr hinnehmbar ist.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Genug ist genug. Als Vertretung der Seeleute haben wir die Pflicht, die Alarmglocken zu läuten. Denn was wir hier gerade erleben, bereitet uns große Sorgen. Wir können nicht guten Gewissens die Hände in den Schoß legen und zulassen, dass die Sicherheit der Seeleute beeinträchtigt wird. Die Schifffahrtindustrie ist inzwischen eine tickende Zeitbombe und steuert auf eine Umweltkatastrophe zu."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Pandemie hin oder her: Die Öffentlichkeit wird nicht noch mehr Todesfälle auf See und havarierte Schiffe, deren auslaufendes Öl wertvolle Küstenhabitate zerstört, akzeptieren. Denn das wird der Fall sein, wenn man solche Risiken im Sektor eingeht."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Die Regierungen wissen, was passieren kann. Deshalb verweigern sie, wie wir gesehen haben, unsicheren Schiffen die Einfahrt in ihre Häfen und setzen sie fest. Und das, obwohl eben jene Regierungen selbst gefährliche Sparmaßnahmen für ihre eigenen Schiffe in anderen Gewässern zulassen. Wenn ein Schiff aber für australische und norwegische Häfen zu gefährlich ist, ist es auch anderswo zu gefährlich," so Malterud.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Fabrizio Barcellona, der ITF-Koordinator für die Seeleutesektion und die Sektion Binnenschifffahrt, verwies darauf, dass die Erhebung <em>Crew Change Survey for September </em>zeige, dass den Seeleuten das steigende Risiko im Sektor bewusst sei.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>73,3 Prozent der Seeleute, die an dieser ITF-Umfrage teilnahmen, erklärten, dass sie sich Sorgen machen würden, weil sie "müde und erschöpft" seien. 60,1 Prozent gaben an, sie hielten es für nicht unwahrscheinlich, dass sie oder ihre Kolleg*innen "in einen durch Müdigkeit oder Erschöpfung verursachten Unfall verwickelt werden, bei dem Menschen, Material oder die marine Umwelt zu Schaden kommen könnten".</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Hier geht es nicht mehr allein um den Besatzungswechsel, wenngleich er Teil des Problems ist," so Barcellona. "Die staatlichen Transit- und Reisebeschränkungen an den Grenzen erschweren ein Anheuern von Seeleuten. Manche Akteure im Sektor reagieren darauf, indem sie übermüdeten und erschöpften Seeleuten, die an Bord bleiben, immer noch mehr Arbeit aufladen."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Durch eine sichere Mannschaftsstärke sollte das verhindert werden können. Aber die Flaggenstaaten weltweit haben sich von ihren Pflichten als Regulierungsinstanz für die Bemannungsstärke verabschiedet. Es gibt inzwischen schon Reeder, die für ihre Schiffe eine Bemannungsstärke vorschlagen, die vor der Pandemie noch weit unter den als sicher geltenden Zahlen gelegen hätte. Doch die Flaggenstaaten segnen sie mit Ausnahmeregelungen ab."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Durch unzureichende Besatzungsstärken wird die gleiche Arbeitsbelastung auf eine geringere Anzahl von Seeleuten verteilt. Das Ergebnis sind überlastete, gestresste Seeleute, die weder körperlich noch geistig ausgeruht genug sind, um ihre Aufgaben sicher zu erfüllen. Sie sind besorgt und fürchten Tag und Nacht Unfälle. Aber Seeleute können nicht für Unfälle verantwortlich gemacht werden, die eine Folge der misslichen Lage sind, in die sie unfreiwillig gebracht wurden."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften, so erklärte Barcellona, fordern die Flaggen- und Hafenstaaten auf, die geltenden Vorschriften, von denen die meisten über die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) eingeführt wurden, wieder anzuwenden.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Wir sehen ein, dass es zu Beginn der Pandemie nötig war, flexibel zu sein. Aber inzwischen sind sechs Monate vergangen und die Ausnahmen, eine Verlängerung der Maßnahmen und die allzu zweckdienlichen Auslegungen der lebensrettenden Regeln lassen sich ohne Gefährdung der Sicherheit nicht mehr aufrechterhalten. Wenn nichts geschieht, werden Menschen sterben und die Ökosysteme der Meere irreparabel geschädigt," so Barcellona.</span></span></span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><span><strong><span><span>Hinweise:</span></span></strong></span></span></span></span></p> <ol> <li><span><span><span><span><span>Der vollständige Bericht lässt sich hier </span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/ITF%20MSC%20Report%20September%202020_Beyond_the_limit_v6.pdf"><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>lesen und herunterladen</span></span></a>. </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Der Schifffahrtssicherheitsausschuss ist ein technisches Gremium der ITF. Vorsitzender Odd Rune Malterud ist zugleich Stellvertretender Direktor und Technischer Leiter der norwegischen Gewerkschaft Det norske maskinistforbund (DNMF).</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Zu Hintergründen der "Crewwechsel-Krise" und der ITF-Kampagne gegen staatliche Reise- und Transitbeschränkungen im internationalen Verkehr siehe unsere </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/300000-seeleute-gefangen-auf-see-zuspitzung-der-crewwechsel-krise-erhoeht-den-handlungsdruck"><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>Erklärung vom Juli</span></span></a>. </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) hat für den 21. September eine außerordentliche Sitzung anberaumt. IMO, IAO und UN Global Compact </span><a href="https://twitter.com/IMOHQ/status/1306929180332916736"><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>erörtern die Crewwechsel-Krise am 24. September</span></span></a><span> anlässlich des Weltschifffahrtstags mit der ITF und Vertreter*innen der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS).</span></span></span></span></span></li> </ol></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> <div><a href="/en/tags/health-and-safety" hreflang="en">health and safety</a></div> <div><a href="/de/tags/sicherheit" hreflang="de">Sicherheit</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--35" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Sun, 20 Sep 2020 07:00:00 +0000 Rory_M 194913 at https://www.itfglobal.org SG-STAR Fund: First global tripartite initiative to support countries for crew change https://www.itfglobal.org/en/news/sg-star-fund-first-global-tripartite-initiative-support-countries-crew-change <span class="field-title">SG-STAR-Fonds: Erste dreigliedrige Initiative auf globaler Ebene zur Unterstützung von Ländern bei der Durchführung von Crewwechseln</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-09-17%20at%2017.45.16.jpeg?itok=qWnB1e-v" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 09/21/2020 - 09:48</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><strong><span>Gemeinsame Erklärung der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), des International Maritime Employers' Council (IMEC), der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS), der Hafenbehörde von Singapur (MPA), der Singapore Shipping Association (SSA), der Singapore Maritime Officers' Union (SMOU) und der Singapore Organisation of Seamen (SOS).</span></strong></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und der internationale Arbeitgeberverband der Reedereien International Maritime Employers' Council (IMEC) haben gemeinsam 500.000 US-Dollar in den Singapore Shipping Tripartite Alliance Resilience (SG-STAR) Fund eingezahlt, ein Fonds zur Unterstützung von Ländern, die modellhafte Praktiken für die Durchführung von Crewwechseln umsetzen. Dieser Betrag kommt zu den insgesamt 1 Million Singapur-Dollar hinzu, über die der<span> von der </span>Maritime and Port Authority of Singapore (MPA), der Singapore Shipping Association (SSA), der Singapore Maritime Officers' Union (SMOU) und der Singapore Organisation of Seamen (SOS) gegründete SG-STAR Fund bereits verfügt. <span>Das Gesamtvermögen des Fonds beläuft sich damit auf 1,68 Mio. Singapur-Dollar (etwa 1,2 Mio. US-Dollar).</span></span></span></span></p> <p><span><span><span>Neben ITF und IMEC wird auch die Internationale Schifffahrtskammer (ICS) den SG-STAR Fund unterstützen, u. a. durch fachliche Anleitung und Beratung bei technischen Fragen im Bereich der Seeschifffahrt. <span>Mit der finanziellen und praktischen Unterstützung durch ITF, IMEC und ICS ist der SG-STAR Fund nun die erste dreigliedrige Initiative auf globaler Ebene, die gleichgesinnte internationale Partnerorganisationen aus der Branche, Unternehmen, Gewerkschaften und die Regierung mit dem Ziel zusammenbringt, sichere Crewwechsel zu ermöglichen. </span>Die Mittel des von Singapur aus verwalteten Fonds sollen Herkunftsländern von Seeleuten zugute kommen. <span>Wir freuen uns weiterhin über gleichgesinnte Partner, die sich diesem globalen Bündnis anschließen möchten.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, der SG-STAR Fund könne zur Förderung praktischer Lösungen beitragen, um die massiven Folgen der Crewwechsel-Krise für die 1,4 Millionen Seeleute der Welt zu lindern.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Seit über sechs Monaten sitzen Hunderttausende von Seeleuten entweder auf Schiffen fest oder warten zuhause verzweifelt darauf, ihren Dienst antreten zu können. Die Seeleute in aller Welt brauchen jetzt, nicht erst morgen, praktische Lösungen, um diese humanitäre Krise zu beenden und sie sicher zu und von den Schiffen zu bringen. Diese gemeinsame, auf einer dreigliedrigen Partnerschaft beruhende Initiative zur Förderung praktischer Lösungen der Crewwechsel-Krise wird entscheidend dazu beitragen, einen Ausweg aus der aktuellen Sackgasse zu schaffen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir brauchen Fortschritte, insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeit, dass Seeleute den Behörden und Arbeitgebern einen von medizinischen Einrichtungen bestätigten negativen Covid-19-Polymerase-Kettenreaktionstest (PCR-Test) vorlegen können, sodass die Quarantänezeit an Bord und die Wartezeit der Seeleute zu Hause verkürzt werden können," so Stephen Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Crewwechsel-Krise hat unterschiedliche Akteure aus dem maritimen Sektor dazu gebracht, enger denn je zusammenzuarbeiten. Der IMEC hat sich sowohl auf globaler Ebene als auch in Singapur an Beratungen beteiligt, um im Zuge der sich zuspitzenden Krise Lösungen herbeizuführen und fachliche Anleitung anzubieten. Wir schließen uns dem SG-STAR Fund gerne an und hoffen, mit unserer Sachkenntnis zur Suche nach Lösungen für diese Krise beizutragen. Ich bin zuversichtlich, dass diese zielgerichtete Partnerschaft den Weg zu praktischen Ansätzen zur Lösung einer Krise weisen wird, mit der wir voraussichtlich noch Monate leben müssen," so der Vorsitzende des IMEC Kapitän Belal Ahmed.</span></span></span></p> <p>Der Generalsekretär der Internationalen Schifffahrtskammer Guy Platten erklärte: "Durch die Covid-19-Pandemie sind Seeleute unverdient in eine Falle geraten. Diese Initiative ist genau die Art von Projekt, die wir zur Lösung der Crewwechsel-Krise brauchen."</p> <p><span><span><span>"Die IAO freut sich sehr über die Beteiligung von ITF, IMEC und ICS am SG-STAR Fund, wodurch nicht nur dringend benötigte Ressourcen zur Verfügung gestellt, sondern die dreigliedrige und im wahrsten Sinne des Wortes globale Reichweite der Initiative bestätigt wird. Genau so eine Reaktion brauchen wir auf die dramatischen und weltweiten Probleme, die der Durchführung von Crewwechseln entgegenstehen," so der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) Guy Ryder.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Kitack Lim, der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), sagte: "Dies ist eine lobenswerte globale Initiative, die die kollektiven Bemühungen von Regierungen, der Schifffahrtswirtschaft und der Gewerkschaften im maritimen Sektor bündelt, um konkrete Maßnahmen zur Inangriffnahme der drängenden Frage des Crewwechsels zu ergreifen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung für den SG-STAR Fund durch MPA, SSA, SMOU und SOS am 28. August 2020 wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren Lösungen für sichere Crewwechsel zu erarbeiten. Unter der Leitung von Nitin Mathur, SSA-Ratsmitglied und Vorsitzender des SSA-Dienstleistungsausschusses, werden die aus der Hafenbehörde von Singapur MPA sowie den Gewerkschaften SMOU und SOS stammenden ersten Mitglieder der Arbeitsgruppe zunächst gemeinsam mit Herkunftsländern von Seeleuten, wie den Philippinen und Indien, an zentralen Initiativen arbeiten. Dazu gehören die Anerkennung von Quarantäne- und Isolierungseinrichtungen, Covid-19-PCR-Testzertifikate, die Zusammenstellung einer Liste mit anerkannten Kliniken für PCR-Tests, digitale Rückverfolgungssysteme für Crewwechsel sowie interaktive Schulungsangebote für Besatzungsmitglieder, um ihnen die Verfahren und Richtlinien für Crewwechsel zu erläutern.</span></span></span></p> <p><span><span><span>SSA-Präsidentin Caroline Yang wird dem Verwaltungsausschuss des SG-STAR Fund vorsitzen, dem ferner die Vorstandsvorsitzende der MPA Quah Ley Hoon, die Generalsekretärin der SMOU Mary Liew, der Präsident der SOS Kam Soon Huat, der Generalsekretär der ITF Stephen Cotton und der Vorsitzende des IMEC Kapitän Belal Ahmed angehören. Dr. Lam Pin Min, Ehrenmitglied der SSA und Geschäftsführer von Eagle Eye Centre, wurde zum leitenden Berater des Verwaltungsausschusses ernannt.</span></span></span></p> <p>"Der von dreigliedrigen Partnern in Singapur initiierte SG-STAR Fund zielt auf die Unterstützung der Herkunftsländer von Schiffsbesatzungen ab, um bessere Möglichkeiten und Kapazitäten zur Bildung sicherer und erweiterbarer 'Blasen' oder 'Korridore' zu schaffen, die die Durchführung von Crewwechseln erlauben – vom Transfer zwischen dem Heimat- bzw. Herkunftsland und dem Land, wo die Besatzung ein- bzw. ausschifft, bis zu sicheren Unterbringungseinrichtungen im Heimat-/Herkunftsland und dem Land, in dem der Crewwechsel stattfindet. Der Beitritt und die Beiträge von ITF und IMEC zu unserer Initiative geben uns weiteren Antrieb. Auch die Internationale Schifffahrtskammer unterstützt diese Initiative mit ihrer fachlichen Expertise im Bereich der Seeschifffahrt. Wir freuen uns darauf, weitere gleichgesinnte internationale Partnerorganisationen an Bord dieser dreigliedrigen Initiative zu begrüßen, um die Ermöglichung sicherer Crewwechsel weiter zu beschleunigen," so Caroline Yang.<br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--36" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 17 Sep 2020 15:56:20 +0000 barton_linda 194912 at https://www.itfglobal.org ITF welcomes justice for Palestinian victims of ‘hate crime’ https://www.itfglobal.org/en/news/itf-welcomes-justice-palestinian-victims-hate-crime <span class="field-title">ITF begrüßt Gerechtigkeit für palästinensische Opfer von Hasskriminalität</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Israel.jpg?itok=FYpGzOrY" width="1690" height="1321" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 09/21/2020 - 09:15</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Ein israelisches Gericht hat die Mörder eines palästinensischen Kleinkinds und seiner Eltern zu dreimal lebenslänglich verurteilt. Nach Ansicht der Richter war das Verbrechen "sorgfältig geplant und Ausdruck von Rassismus und einer extremistischen Ideologie".</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Juli 2015 warf der israelische Extremist Amircam Ben-Uliel eine Brandbombe in das Haus der Familie Dawabsheh im Westjordanland, während die Bewohner schliefen. Drei Mitglieder der Familie kamen bei dem Brandanschlag ums Leben, ein vierter überlebte mit schweren Verbrennungen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Noch im selben Jahr statteten ITF-Präsident Paddy Crumlin und Generalsekretär Stephen Cotton Verwandten der Familie anlässlich einer </span></span><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>gewerkschaftlichen Mission</span></span> <span><span>in Israel und Palästina einen Besuch ab und forderten wie schon zuvor weitere internationale Stimmen Gerechtigkeit. Im Januar 2016 wurde Ben-Uliel des Mordes </span></span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-begruesst-mordanklagen-wegen-brandanschlag-palaestina"><span lang="DE" xml:lang="DE"><span>angeklagt</span></span></a><span><span>.</span></span></span></span></p> <div class="video-embed-field-provider-youtube video-embed-field-responsive-video"><iframe width="854" height="480" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" src="https://www.youtube.com/embed/dnW48l3Pg-I?autoplay=0&amp;start=0&amp;rel=0"></iframe> </div> <p><span><span><span><span>Shaher Saad, Generalsekretär des palästinensischen Verbands der Verkehrsgewerkschaften, begrüßte das Urteil und bedankte sich für die Unterstützung der ITF in den letzten fünf Jahren. "Der Richterspruch kam nicht zuletzt auf Druck der internationalen Gemeinschaft einschließlich der ITF zustande, die das Verbrechen verurteilte. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und hoffen, die Täter kommen nicht in naher Zukunft wieder frei, wie dies in ähnlichen Fällen schon geschehen ist."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Paddy Crumlin erklärte: "Das ist ein Stück Gerechtigkeit in einem Land großer Ungerechtigkeit. Wie wir während unserer Mission 2015 in Israel und Palästina erfahren haben, ist die Bevölkerung im Westjordanland immer wieder Ziel von Einschüchterung und Bedrohung durch israelische Siedler und muss im Extremfall mit Gewalt und Tod rechnen. Dieses Urteil macht die Familie Dawabsheh nicht wieder lebendig, setzt aber ein Zeichen, dass solche Verbrechen nicht ungesühnt bleiben."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Und Stephen Cotton fügte hinzu: "Vor fünf Jahren forderte die ITF im Fall der Ermordung der Familie Dawabsheh Gerechtigkeit. Wir sind stolz darauf, dem palästinensischen Verband der Verkehrsgewerkschaften und all unseren palästinensischen Freunden und Kolleg/innen in diesem langen Kampf zur Seite gestanden zu haben. Und wir werden nicht aufhören zu kämpfen, bis sowohl Palästinensern als auch Israelis im Alltag Gerechtigkeit widerfährt."</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--37" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 18 Sep 2020 11:22:38 +0000 Natalie 194914 at https://www.itfglobal.org Assassination of Konan Kouassi Bruno: CNDD, Côte d'Ivoire https://www.itfglobal.org/en/news/assassination-konan-kouassi-bruno-cndd-cote-divoire <span class="field-title">Elfenbeinküste: Attentat auf Konan Kouassi Bruno (CNDD) </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Dockers%20image.png?itok=DzdS1ief" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 09/16/2020 - 13:57</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Nachricht von der brutalen Ermordung unseres Kollegen Konan Kouassi Bruno, des stellvertretenden Generalsekretärs der wichtigen ITF-Hafengewerkschaft Collectif National des Dockers et Dockers Transit pour la Défense de Leurs Droits (CNDD) in der Republik Côte d’Ivoire, hat bei der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) große Trauer und Wut ausgelöst.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dem Vernehmen nach läuft derzeit eine Ermittlung, aber erste und zutiefst beunruhigende Hinweise deuten auf einen Mordanschlag hin.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF-Sektion Häfen spricht der Gewerkschaft von Konan Kouassi Bruno ihre volle und uneingeschränkte Solidarität aus und übermittelt seiner Familie und seinen Angehörigen ihr tief empfundenes Mitgefühl. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Konan Kouassi Bruno war ein mitreißender Gewerkschafter und ein echter Internationalist. Es scheint erst gestern gewesen zu sein, dass er auf dem ITF-Kongress 2018 in Singapur ITF-Gewerkschaften hinter sich vereinte und wirkliche Impulse setzte. Noch im vergangenen Monat machte er auf der Sitzung des lokalen nationalen Koordinierungsausschusses Pläne für Verkehrsbeschäftigte. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Er war ein sehr engagierter, loyaler und aufopferungsvoller Kollege, der von allen, mit denen er zusammenarbeitete, sehr geschätzt wurde. Die ITF-Familie der Hafenbeschäftigten teilt über Länder, Regionen und Kontinente hinweg den gemeinsamen unausgesprochenen Glaubenssatz: Wer einen von uns angreift, greift uns alle an. Diese barbarische Tat berührt uns alle.  </span></span></span></p> <p><span><span><span>Für die internationale Gemeinschaft der Hafenbeschäftigten ist es nicht hinnehmbar, dass Gewerkschaftsmitglieder, Hafenbeschäftigte und Verkehrsbeschäftigte im Allgemeinen noch immer nicht vor Drohungen und Einschüchterung sicher sind und Gewaltverbrechen und Anschlägen zum Opfer fallen.  </span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Verkehrsministerium und die Regierung der Republik Côte d’Ivoire müssen dringend gegen diese gefährliche Situation vorgehen. Sobald wir die Fakten ermittelt und uns ausgiebig mit unseren Kolleg*innen in der Region beraten haben, werden wir ein Ersuchen um dringende Intervention beim Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und/oder dem UN-Berichterstatter für Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren prüfen. Darüber hinaus wird die ITF auf jede erdenkliche Weise dabei helfen, Gerechtigkeit und ein sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Region zu schaffen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Wir fordern die Justizbehörden von Côte d’Ivoire dringend dazu auf, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen, um die Fakten zu ermitteln und die Verantwortlichen mit der vollen Härte des Gesetzes zu bestrafen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Sektion Häfen bittet ihre Kolleginnen und Kollegen in der Region, der Familie von Konan Kouassi Bruno ihre aufrichtige Anteilnahme auszusprechen. Wir können den Schmerz und das Leid nachempfinden, die diese Tat verursacht hat, werden aber entschlossen dafür eintreten, dass sein Tod nicht vergeblich sein wird. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Deshalb bekräftigen wir, dass wir selbst angesichts großer Bedrohungen, Einschüchterung und Mordanschläge unbeirrt für grundlegende Gewerkschaftsrechte kämpfen: Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Kollektivverhandlungen und das Recht auf Streik. Für den Schutz dieser Menschenrechte einzutreten, ist was uns definiert. Niemand darf aufgrund seines gewerkschaftlichen Engagements verfolgt werden, weder von Regierungen und Arbeitgebern noch von kriminellen Kreisen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Mit Betroffenheit und Trauer haben wir vom Tod unseres Kollegen Konan Kouassi Bruno erfahren. Eine feige Tat, verübt an einem Mann, der sein Leben in den Dienst des Kampfs für die Rechte der Beschäftigten in Häfen und im maritimen Sektor stellte. Er war ein überzeugter Internationalist und ein echter Freund der ITF. Er hat etwas bewegt. Er stand auf für das, an was er glaubte: den Aufbau der kollektiven Stärke der Hafenbeschäftigten durch demokratische Debatten und harte Arbeit. Seine zahlreichen Erfolge werden die Zeit überdauern. Seiner Familie, seinem Freundeskreis und den Menschen, die ihm nahestanden, gilt mein tiefes Mitgefühl," erklärte der ITF-Präsident und Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen Paddy Crumlin.</span></span></span></p> <p><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton betonte, dass das unglaubliche Lebenswerk von Konan Kouassi Bruno für künftige Generationen der Hafenbeschäftigten von enormem Nutzen sein wird. </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Zu diesem traurigen Anlass möchte ich die tiefe Anteilnahme der globalen ITF-Familie zum Ausdruck bringen. Er war nicht nur prinzipientreu, sondern auch begabt und unermüdlich und eine Inspirationsquelle für alle, die mit ihm arbeiteten – dieses Vermächtnis wird weiterleben. Dass seine Arbeit für den Schutz und die Förderung der Lebensbedingungen, der Rechte und der Zukunft der Hafenbeschäftigten in Côte d’Ivoire und darüber hinaus fortgesetzt wird, ist genau das, was er gewollt hätte," so Cotton.</span></span></span><br />  </p></div> <section id="node-news-field-comment--38" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 14 Sep 2020 10:53:23 +0000 Natalie 194910 at https://www.itfglobal.org Companies must take crew change opportunities in the UK and elsewhere - ITF https://www.itfglobal.org/en/news/companies-must-take-crew-change-opportunities-in-uk-and-elsewhere-itf <span class="field-title">Unternehmen müssen die Chance zum Crewwechsel in Großbritannien und anderswo nutzen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Companies%20must%20take%20crew%20change%20opportunities%20in%20the%20UK%20and%20elsewhere.png?itok=335Ml3xi" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 09/15/2020 - 15:36</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Heimschaffung von sieben Seeleuten aus Myanmar von einem einer koreanischen Reederei gehörenden Schiff über Großbritannien zeigt, dass Crewwechsel auch während der aktuellen Krise noch möglich sind. Allerdings bedarf es dafür der Entschlossenheit der Arbeitgeber, meint der in Liverpool lebende und arbeitende ITF-Inspektor Tommy Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Besatzungsmitglieder der MV <em>Hyundai Tacoma</em> wandten sich nach dem Ablauf ihrer Heuerverträge an die ITF und baten um Hilfe bei ihrer Heimschaffung. Konfrontiert mit Schwierigkeiten hinsichtlich der Rückführung der Besatzung in ihr Heimatland Myanmar verlangte der Arbeitgeber HMM Ocean Services von den Crewmitgliedern, ihre Verträge zu verlängern.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Der erste Hilferuf erreichte meinen Kollegen Shwe Tun Aung, ITF-Inspektor in Houston, USA," berichtet Molloy. "Das Schiff sollte im Hafen von Southampton einlaufen, und sieben Besatzungsmitglieder wollten dort die <em>Hyundai Tacoma</em> verlassen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Neben Verhandlungen mit der Reederei und dem Managementunternehmen des Schiffs beinhaltet die Heimschaffung von Seeleuten häufig die Kontaktaufnahme zu staatlichen Behörden im Hafenstaat (wo das Schiff liegt) und dem Flaggenstaat (wo das Schiff eingetragen ist).</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Molloy schrieb eine E-Mail an das Flaggenstaat-Register der Marshallinseln, wo die <em>Hyundai Tacoma</em> eingetragen ist, und eine weitere an die britische Maritime and Coastguard Agency- </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er kontaktierte des Weiteren die Botschaft der Union Myanmar in London, um sie über die Notlage der Seeleute zu informieren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er erklärte den Regierungsbehörden und HMM Ocean Services selbst, dass die Besatzung das Schiff während des Aufenthalts in Southampton verlassen müsse. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ohne Verträge oder Vertragsverlängerungen wären sie illegal an Bord. Außerdem wäre es unter diesen Umständen ohne Geltung eines Heuervertrags zweifelhaft, ob für die Seeleute Versicherungsschutz besteht. Zudem ist fraglich, ob das Schiff so die Bestimmungen über die Mindestbemannung erfüllt."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dem Unternehmen wurde klar, dass ihm trotz der echten Probleme, mit denen viele in der Branche bei der Organisierung von Crewwechseln konfrontiert sind, nicht viel Anderes übrigblieb, als alle Hebel für die Abmusterung der Crew in Bewegung zu setzen und sein Bestes zu tun, um sie in ihre Heimatländer zurückzubringen," erklärte Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Crew wurde am 30. August in Southampton abgelöst. Aber damit war die Angelegenheit noch lange nicht erledigt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Botschaft teilte mit, dass es zwar keine kommerziellen Flüge nach Myanmar gebe, dafür aber 'Hilfsflüge' mit begrenzter Verfügbarkeit von Sitzplätzen," so Molloy. "Der früheste Flug, den sie für die sieben Besatzungsmitglieder buchen konnten, ginge erst am 21. September."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Es bedurfte zahlreicher Gespräche zwischen den einzelnen Parteien, um die Buchung endlich zu bestätigen. Ich konnte einige Kontaktpersonen beim britischen Grenzschutz anrufen, zu denen ich eine hervorragende Arbeitsbeziehung aufgebaut habe. Daraufhin erhielten die Besatzungsmitglieder die Genehmigung, bis zu ihrem Flugtermin in Großbritannien zu bleiben."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Molloy sagte, das Unternehmen habe die Crew bis zum Tag ihres Abflugs in einem Hotel in Southampton untergebracht. Diese Verzögerung ist zwar alles andere als wünschenswert, aber wie Molloy berichtet, nimmt sich die Gemeinschaft der Seeleute in dem südenglischen Hafen der sieben Burmesen an.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich wandte mich an Stella Maris in Southampton, die sich intensiv um die Seeleute kümmern, jeden Tag etwas mit ihnen unternehmen, dafür sorgen, dass sie regelmäßigen Kontakt zu ihren Familien haben und so weiter," so Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Leider ist das Erste und Einzige, was vielen Schiffsbetreibern in den Sinn kommt, auf dem Abschluss von Vertragsverlängerungen zu bestehen. In manchen Fällen könnte eine solche Verlängerung schreckliche Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Crew haben. Jedes Besatzungsmitglied ist dazu berechtigt, eine Vertragsverlängerung abzulehnen und auf seinem Recht zu beharren, auf Kosten seines Arbeitgebers heimgeschafft zu werden. Im Jahr 2020 kann dich niemand zur Arbeit zwingen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach Ansicht von Molloy müssten mehr Seeleute diesem Thema Nachdruck verleihen, indem sie Nein zu einer Verlängerung sagen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"So bekommen die Seeleute der <em>Hyundai Tacoma</em> nun endlich eine wohlverdiente Ruhepause und können sich auf das Wiedersehen mit ihren Familien freuen, statt erschöpft und frustriert weiterzuarbeiten, ohne dass ein Ende in Sicht wäre," so Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dieser Fall zeigt, dass trotz der sehr realen Probleme, denen viele Unternehmen gegenüberstehen, Heimschaffungen organisiert werden können, wenn der entsprechende Wille vorhanden ist."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Molly hat in den letzten Monaten </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-begruesst-die-einflaggung-neuer-schiffe-in-liverpool-nimmt-atlantic-container-line-aber"><span>andere Unternehmen gemahnt</span></a><span>, beim Anlaufen britischer Häfen die Chance zum Crewwechsel zu ergreifen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Für mich ist die Sache ganz einfach. Wenn Verträge von Besatzungsmitgliedern abgelaufen sind und sie keine Verlängerung unterzeichnen, haben sie einen Anspruch darauf, heimgeschafft zu werden. Dann liegt das Problem beim Unternehmen, nicht den Seeleuten, die ihren Teil des Vertrags bereits erfüllt haben."</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--39" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Sat, 12 Sep 2020 00:49:46 +0000 Rory_M 194908 at https://www.itfglobal.org ITF helps Philippine, Turkish crews fly home via Brazil https://www.itfglobal.org/en/news/itf-helps-philippine-turkish-crews-fly-home-brazil <span class="field-title">ITF hilft philippinischen und türkischen Crews bei der Rückkehr über Brasilien</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ITF%20helps%20Philippine%2C%20Turkish%20crews%20fly%20home%20via%20Brazil.png?itok=RW8olJjn" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 09/15/2020 - 13:58</span> <div class="field-body"><h3><span><span><span><strong><span><span>Acht Seeleute kehren nach über einem Jahr auf See in die Philippinen zurück</span></span></strong></span></span></span></h3> <p><span><span><span><span><span>Dank der Intervention der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) bekam ein Seemann, der über 16 Monate an Bord eines Schiffes festsaß, endlich sein Flugticket nach Hause.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Mit Hilfe der ITF wurden noch weitere sieben Besatzungsmitglieder der </span></span><span><span><span>MV<em> Western Eyde</em></span></span></span><span><span> heimgeschafft, berichtet der ITF-Inspektor für Brasilien Ali Zini. Diese hatten 13 Monate an Bord des Massengutfrachters verbracht. Das Seearbeitsübereinkommen beschränkt die Dienstzeit auf See auf maximal elf Monate.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wie Inspektor Zini von der brasilianischen ITF-Gewerkschaft CNTTL mitteilte, nahm ein Seemann während der Fahrt von Kanada nach Brasilien von der MV<em> Western Eyde</em> aus Kontakt zur ITF auf. Nach Monaten auf See bat er um Hilfe bei der Rückkehr zu seiner Familie.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Nach dem Seearbeitsübereinkommen haben Seeleute einen Anspruch darauf, nach Vertragsende auf Kosten des Arbeitgebers in ihre Heimatländer zurückgebracht zu werden. </span></span><span>Die Durchführung von Crewwechseln ist aufgrund der staatlichen Grenz- und Reisebeschränkungen zwar schwierig geworden, in vielen Hafen- und Transitstaaten aber immer noch möglich, darunter <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-einzelne-regierungen-reagieren-angesichts-des-drohenden-chaos-in-der">Kanada</a> und <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/gestrandete-seeleute-fliegen-von-brasilien-nach-hause">Brasilien</a>.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Seearbeitsübereinkommen legt allerdings auch fest, dass Besatzungsmitglieder die Heimschaffung in erster Instanz über den Kapitän des Schiffes bei ihrem Unternehmen beantragen sollten. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Zini zufolge hatte das Besatzungsmitglied sich bereits an das in Tokio (Japan) ansässige Schiffsmanagementunternehmen der </span></span><em><span><span><span>Western Eyde</span></span></span></em><span><span> Unitra Maritime Co Ltd gewendet und darum gebeten, von Bord gehen zu dürfen. Das Managementunternehmen konnte ihm jedoch nicht garantieren, dass er im nächsten Hafen heimgeschafft werden könnte.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Inspektor Zini besuchte die Crew, als das unter der Fahne von Panama fahrende Schiff am 30. August in Paranagua (Brasilien) eintraf. Er inspizierte die Bücher, um sicherzustellen, dass beide Seiten ihren Verpflichtungen nachgekommen waren, die Crew also ihre vertragliche Dienstzeit an Bord beendet und das Unternehmen alle Heueransprüche erfüllt hatte.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Zini sah, wie lange die Besatzungsmitglieder bereits an Bord waren, und bestätigte, dass ein Seemann bereits im April 2019 in Zhoushan (China) an Bord gekommen war. Inzwischen war es August 2020 und diese Seeleute hatten ihre Dienstzeit definitiv abgeleistet und die international festgelegte Höchstdauer der Dienstzeit an Bord sogar überschritten.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Zini erinnert sich an seinen Besuch an Bord: "Als ich an Bord kam, waren die Crewmitglieder überglücklich, mich zu sehen," berichtet Zini. "Aber sie wollten auch unbedingt nach Hause."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wie sich herausstellte, konnte die Crew nicht wie erwartet von Bord gehen. Das Unternehmen teilte Zini mit, dass stattdessen Vorkehrungen für einen Crewwechsel im nächsten Hafen getroffen würden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ich warnte den Manager, dass dies nicht akzeptabel sein und gegen das Seearbeitsübereinkommen verstoße," so Zini.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Diese Warnung bewegte das Unternehmen zum Umdenken.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Einen Tag später waren sie einverstanden. Der Crewwechsel wurde im Hafen von Paranagua organisiert, wo sie sich gerade befanden," erklärte Zini.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>In der Woche, in der die Besatzungsmitglieder ihren Heimflug in die Philippinen antraten, traf eine neue Besatzung zu ihrer Ablösung ein – ebenfalls aus den Philippinen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Brasilien gehört zu der wachsenden Zahl von Ländern, die sich zur Umsetzung des Protokolls der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) bereit erklären und trotz der aktuellen Pandemie die Durchführung von Crewwechseln in ihren Ländern erlauben.</span></span></span></span></span></p> <p> </p> <h3><span><span><span><strong><span>ITF treibt die Heuern von aus Brasilien zurückgekehrten türkischen Seeleuten ein</span></strong></span></span></span></h3> <p><span><span><span><span>Aber es gibt noch mehr gute Nachrichten für gestrandete Seeleute: Die ITF half der Besatzung eines weiteren Schiffs, das vor der brasilianischen Küste vor Anker lag, bei der Rückkehr in ihr Heimatland.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wie ITF-Inspektor Renialdo de Freitas berichtet, flogen 16 Besatzungsmitglieder der <em>DS Sofie Bulker</em> von Santos (Brasilien) in ihr Heimatland Türkei zurück – aber erst, nachdem die ihnen geschuldeten Heuern in Höhe von knapp 100.000 US-Dollar eingetrieben waren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Anfang August nahm das Schiff Kurs auf Santos, meinen Heimathafen, um dort Ladung umzuschlagen. Die Besatzung nahm Kontakt zu uns auf und bat uns um Hilfe, da die meisten von ihnen bereits ihre Verträge überzogen hatten und heimgeschafft werden mussten. Einige waren schon seit über 14 Monaten an Bord.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach dem Seearbeitsübereinkommen beträgt die Höchstdauer der Dienstzeit an Bord elf Monate, und es ist illegal, ein Schiff von Besatzungsmitgliedern betreiben zu lassen, deren Verträge abgelaufen sind. Mindestens neun der Seeleute hatten ihre Verträge um mehr als sechs Monate überzogen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Laut de Freitas beschwerte sich die Besatzung zudem, für die Monate Juni und Juli keine Heuern erhalten zu haben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ihre größte Sorge war, nach Hause zurückzukehren. Das war ihnen extrem wichtig und belastete sie sehr."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>De Freitas nahm Kontakt zur Reederei auf. Er warnte sie, dass sie auf die Sorgen der Besatzung eingehen und sie nach Hause bringen müsse.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich betonte, dass wir eine wertvolle Gelegenheit hätten, sie von Brasilien aus heimzuschaffen, da dies eines der wenigen Länder sei, das Crewwechsel zulässt und sogar unterstützt," so Freitas.<br /> <br /> "Ich stellte ferner klar, dass Heuerschulden so bald wie möglich beglichen werden müssten, und zwar definitiv noch vor der Heimschaffung, da die Crew für Juli noch immer keine Heuern erhalten hatte."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Bei der Analyse der Inspektionen, die die ITF bereits durchgeführt hat, finden wir zahlreiche Beschwerden von Besatzungsmitgliedern über nicht ausgezahlte Heuern. Deshalb war es mir wichtig, dass die Crew ihre Heuern erhielt, bevor sie heimgeflogen würde und keine Druckmittel mehr in der Hand hätte."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Nach einigen Gesprächen mit der Reederei teilte ich ihr mit, dass ich im Fall, dass der Crewwechsel und die Heuern für Juli ausblieben, die Hafenstaatkontrolle und die brasilianischen Arbeitsbehörden über permanent verspätete Heuerzahlungen und die notwendige Heimschaffung von Crewmitgliedern mit abgelaufenen Verträgen informieren würde," berichtet de Freitas.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Nach einer langen und zähen Verhandlung stimmte der Reeder am 22. August endlich zu und ließ die Besatzung in Santos ablösen. Er zahlte die Heuern für Juli und regelte alles Notwendige."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als de Freitas die Besatzungsmitglieder im Hotel besuchte, in dem sie bis zu ihrem Heimflug untergebracht waren, waren sie nach seinen Worten sehr froh, ihn zu sehen, und dankten ihm für seine Bemühungen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach ihrer sicheren Rückkehr schickten sie E-Mails an die ITF und lobten die Arbeit von Inspektor de Freitas.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich bin der Erste Offizier der<em> </em>MV<em> </em><em>DS Sofie Bulker</em>," schrieb einer von ihnen. "Ich möchte euch mitteilen, dass die Reederei mir heute dank des ITF-Inspektors Renialdo de Freitas in Santos (Brasilien) alle mir zustehenden Heuern ausgezahlt hat. Er hat uns nicht allein gelassen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Vielen Dank für alles. Meine Familie und ich danken Gott für eure Güte."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Ein anderer Seemann schrieb einfach: "Danke für alles, Herr Renialdo. Wir haben all unser Geld erhalten!"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Insgesamt 94.585,67 US-Dollar.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--40" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Sat, 12 Sep 2020 00:35:01 +0000 Rory_M 194907 at https://www.itfglobal.org Union win: Swiss Uber Eats workers reclassified as genuine employees https://www.itfglobal.org/en/news/union-win-swiss-uber-eats-workers-reclassified-genuine-employees <span class="field-title">Durchbruch in der Schweiz: Uber Eats muss Beschäftigte wie reguläre Angestellte behandeln </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Action%20UberEats%20Gene%CC%80ve%20nov%202018.jpg?itok=9TYkQ9w1" width="1690" height="1268" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 09/11/2020 - 08:57</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) gratuliert der Schweizer Gewerkschaft Unia zur erfolgreichen Durchsetzung der Umwandlung prekärer Arbeitsverhältnisse im Bereich von Essenslieferdiensten in Genf (Schweiz) in reguläre Stellen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Über 500 Beschäftigte bei der Lieferplattform für Lebensmittel Uber Eats werden von nun an als Angestellte und nicht mehr als unabhängige Auftragnehmer eingestuft. Das bedeutet, dass diesen Beschäftigten ab sofort ein Grundgehalt von 20,65 Schweizer Franken pro Stunde (etwa 19 Euro), vier Wochen Urlaub, Schutz bei Krankheit oder Unfällen und der Anspruch auf eine Arbeitslosenversicherung zustehen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir freuen uns, dass die Beschäftigten bei Uber Eats in Genf nun endlich wie reguläre Angestellte behandelt werden," erklärte Unia-Sekretär Umberto Bandiera. Die Gewerkschaft unterstützt das Fahrpersonal bei Lieferdiensten, seit Uber Eats im Jahr 2018 seine Geschäftstätigkeit in der Schweiz aufnahm. "Wir würden uns wünschen, dass die restliche Schweiz diesem Beispiel folgt und die Einhaltung unserer geltenden Arbeitsrechte sicherstellt," so Bandiera weiter.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Uber Eats hatte seinen Beschäftigten in Genf Ende August überraschend mitgeteilt, dass sie künftig alle reguläre Angestellte von Chaskis SA, einem Schweizer Partnerunternehmen von Uber Eats, sein würden. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Kanton Genf hatte App-gestützte Essenslieferdienste im Juni 2019 aufgefordert, dem Gesetz zu entsprechen, indem sie ihrem Personal den Angestelltenstatus zuerkennen. Ein darauffolgendes Gerichtsurteil setzte im selben Monat Uber Eats und seine Konkurrenten zusätzlich unter Druck. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir werden weiter für die Rechte der Beschäftigten bei Uber Eats eintreten. Beschäftigte bei Essenlieferdiensten sollten Anspruch auf alle Leistungen und verbesserten Bedingungen haben, die der nationale Branchenvertrag für den Hotel- und Gaststättensektor vorschreibt," erklärte Bandiera.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Das ist ein wichtiger Erfolg für diese Beschäftigten und uns alle," freute sich die ITF-Beauftragte für junge Arbeitnehmer*innen in der Verkehrswirtschaft Baker Khundakji. "Uber Eats muss die auf seiner Plattform arbeitenden Personen nicht nur wie Angestellte behandeln, sondern sie auch direkt beschäftigen. Wir werden jede Gelegenheit nutzen, sei es über den Dialog oder im Rahmen von Kampagnen, um Einfluss auf die politischen Regulierungsmaßnahmen zu nehmen und uns für die Vertretung dieser Beschäftigten einzusetzen," fügte Khundakji hinzu.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Uber hat beim Bundesgericht Berufung eingelegt, das voraussichtlich Anfang nächsten Jahres sein Urteil sprechen wird. Es wird als Präzedenzfall für die gesamte Schweiz gelten. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span>In den Vereinigten Staaten haben indessen Uber und weitere Unternehmen der Gig Economy über </span><a href="https://www.sfchronicle.com/business/article/Uber-Lyft-others-pour-70-million-more-for-Yes-15544702.php"><span><span>180 Millionen US-Dollar</span></span></a><span> in ihre Gesetzesinitiative gesteckt, mit der sie Kaliforniens historischen Assembly Bill 5 aufheben wollen, der die falsche Einstufung von Beschäftigten, einschließlich derer bei Essenslieferdiensten, als unabhängige Auftragnehmer verbietet.</span> </span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF setzt sich in enger Zusammenarbeit mit ihren über 700 Mitgliedsorganisationen mit der Zukunft der Arbeit und ihren Auswirkungen auf Verkehrsbeschäftigte auseinander. Dazu gehört das Engagement für menschenwürdige Beschäftigungsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen in der Gig Economy, indem wir ihnen helfen, sich gewerkschaftlich zu organisieren und zu mobilisieren, um auf kommunale, regionale und globale Politik Einfluss zu nehmen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span>Weitere Informationen sind erhältlich bei:</span></span></strong> <a href="mailto:media@itf.org.uk"><span><span>media@itf.org.uk</span></span></a></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/uber" hreflang="de">uber </a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--41" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 10 Sep 2020 11:46:34 +0000 barton_linda 194905 at https://www.itfglobal.org 58 fatigued Egyptian seafarers home after Maridive misadventure https://www.itfglobal.org/en/news/58-fatigued-egyptian-seafarers-home-after-maridive-misadventure <span class="field-title">Martyrium von 58 erschöpften ägyptischen Besatzungsmitgliedern beendet</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Egypt.png?itok=ukurbpzY" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 09/10/2020 - 11:22</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Achtundfünfzig erschöpfte ägyptische Seeleute sind dank gewerkschaftlicher Unterstützung endlich wieder zu Hause, nachdem die Versuche ihres Arbeitgebers, sie heimzuschaffen, an den Crewwechsel-Restriktionen der tunesischen Regierung gescheitert waren. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Zahlreiche Besatzungsmitglieder saßen nach dem Ende ihrer ursprünglich für zwei Monate vereinbarten Dienstzeit vier Monate an Bord von fünf Offshore-Versorgungsschiffen der Maridive-Gruppe vor der Küste Tunesiens fest.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Ende August gelang ihnen mit Unterstützung der ITF und einer nationalen Gewerkschaft endlich die Heimkehr, berichtet der Koordinator des ITF-Netzwerks für die arabische Welt und den Iran Mohamed Arrachedi.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir hatten zahlreiche Anrufe von den Crews erhalten, und nach ersten Untersuchungen nahmen wir dann im Juli im Rahmen des Engagements der ITF für Heimschaffung von Seeleuten, die all ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt haben, die Arbeit an dem Fall auf."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir wandten uns zuerst an die Reeder und Schiffsmanager und nahmen Kontakt zu den tunesischen Schifffahrtsbehörden und den Flaggenstaatverwaltungen von Panama und Belize auf," so Arrachedi.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Während Arrachedi sich mit den Arbeitgebern der Crews und den zuständigen Behörden auseinandersetzte, gewann der ITF-Regionalsekretär für die arabische Welt Bilal Malkawi führende Mitglieder von tunesischen ITF-Gewerkschaften für die Unterstützung der ägyptischen Besatzung: Mohamed Turki, den Generalsekretär der Fédération Nationale des Transports (UGTT-FNT), und Noureddine Tabboubi, den Generalsekretär der Union Générale Tunisienne du Travail (UGTT).</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Arrachedi, der schon mit vielen Fällen von Zurücklassung in der gesamten arabischen Welt zu tun hatte, war schockiert über die Erschöpfung der Besatzungsmitglieder an Bord der Schiffe der Maridive-Flotte und die schwere Arbeit, die sie über ihre ursprüngliche Vertragszeit hinaus weiter leisten mussten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Juli wandte sich Arrachedi mit einem Schreiben an dem Flottenkommandanten der Maridive-Gruppe: "Wir sind sehr besorgt über die psychischen und physischen Auswirkungen dieser Situation auf die Besatzungsmitglieder. Übermüdung kann töten." </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er erklärte der Reederei und den Flaggenstaatbehörden, dass er sich der Probleme bewusst sei, mit denen die Unternehmen bei der Organisierung von Crewwechseln angesichts der zahlreichen staatlichen Transit- und Reisebeschränkungen konfrontiert seien. Dennoch könnten Seeleute nicht über ihre Vertragszeit hinaus an Bord festgehalten werden, und Arbeitgeber seien dazu verpflichtet, sie nach Ablauf ihrer Verträge, ganz gleich, für welche Zeit diese abgeschlossen seien, heimzuschaffen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Daraufhin klagte das Unternehmen, dass alle tunesischen Flughäfen nach wie vor geschlossen seien und seine Versuche, die ägyptische Besatzung ablösen zu lassen, aufgrund der Covid-19-Restriktionen erfolglos geblieben seien. Die tunesische Regierung habe sogar nicht zugelassen, die neue Besatzung mit einem privaten Charterjet einfliegen zu lassen, so die Reederei.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Da Unterstützung seitens der ägyptischen Regierung ausblieb und die Besatzungsmitglieder infolge des langen Aufenthalts an Bord physisch und psychisch völlig erschöpft waren, begann die ITF, anderweitig nach Möglichkeiten zur Heimschaffung der gestrandeten Seeleute zu suchen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dies gelang schließlich über Malta, wo im Hafen von Valletta ein erfolgreicher Crewwechsel stattfand. Die Besatzungsmitglieder wurden am 18. August von dort aus nach Alexandria zurückgeflogen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"In Tunesien befanden sich lauter verzweifelte Seeleute auf den Schiffen," berichtet ITF-Regionalsekretär Bilal Malkawi. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dies ist nur einer von vielen Fällen, in denen die ITF Seeleuten in der arabischen Welt in dieser schwierigen Zeit erfolgreich Unterstützung leistete."  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Crewwechsel sind für die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen weltweit nach wie vor ein Schwerpunkt, so Malkawi. Die Regierungen in der arabischen und der sonstigen Welt müssten jedoch kooperativer sein, um regelmäßige Crewwechsel über ihre Häfen und Flughäfen zu ermöglichen.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--42" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 09 Sep 2020 09:47:27 +0000 Rory_M 194898 at https://www.itfglobal.org New labour laws a historic breakthrough for migrant workers in Qatar  https://www.itfglobal.org/en/news/new-labour-laws-historic-breakthrough-migrant-workers-in-qatar <span class="field-title">Historischer Durchbruch für Wanderarbeitnehmer*innen in Katar: Neue Arbeitsgesetze führen Mindestlohn ein </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Migrant%20workers.png?itok=FWFINYxZ" width="1690" height="1121" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 09/04/2020 - 11:29</span> <div class="field-body"><p><span><span><span lang="" xml:lang="">Die Regierung von Katar hat ein neues Gesetzespaket verabschiedet, das einen historischen Sprung im Hinblick auf den Schutz der Rechte von Arbeitsmigrant*innen im Golfstaat darstellt. </span></span></span></p> <p><span><span>Gemeinsam mit der Anfang des Jahres erfolgten <a href="https://www.itfglobal.org/en/news/itf-ituc-and-bwi-welcome-end-exit-permits-15-million-migrant-workers-qatar"><span>Abschaffung der Praxis</span></a>, dass ausländische Arbeitskräfte das Land nur mit einer vom Arbeitgeber erteilten Ausreisegenehmigung verlassen dürfen, führen die neuen Gesetze zur effektiven Beseitigung des moderner Sklaverei gleichkommenden Kafala-Systems.</span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">Die jüngsten Arbeitsrechtsreformen, in deren Rahmen ein auf dem Grundsatz der Gleichbehandlung beruhender Mindestlohn für Arbeitsmigrant*innen und weitere Änderungen eingeführt wurden, die es ihnen nun ermöglichen, ihren Arbeitgeber frei zu wechseln, sind ein historischer Durchbruch.</span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">Dazu ITF-Generalsekretär Stephen Cotton: "Die ITF begrüßt diesen wahrhaft historischen Durchbruch für den Schutz der Rechte der Beschäftigten und gratuliert der Regierung von Katar, der Internationalen Arbeitsorganisation und der globalen Gewerkschaftsbewegung zur Herbeiführung dieser Wende, die Arbeitnehmer*innen mehr Freiheiten und mehr Schutz gibt und die Gewährleistung menschenwürdiger Arbeit für alle Arbeitsmigrant*innen in Katar fördert." </span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">"Wie wir bereits gesagt haben, bedeutet die Abschaffung des Kafala-Systems für alle Verkehrsbeschäftigten, ob im Luftverkehr, in den Häfen oder im öffentlichen Verkehr, einen grundlegenden Wendepunkt. Diese Reformen konsolidieren die zuvor eingegangenen Verpflichtungen." </span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">"Die ITF wird nun in Zusammenarbeit mit der Regierung von Katar weiter für die Entwicklung arbeitsrechtlicher und sozialer Schutzregelungen für Verkehrsbeschäftigte im Einklang mit internationalen Normen und bewährten Praktiken sorgen," erklärte Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">Diese Verpflichtungen basieren auf der Vereinbarung, die die ITF im Jahr 2018 mit dem katarischen Ministerium für administrative Entwicklung, Arbeit und Soziales sowie dem Projektbüro der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) in Katar unterzeichnete, um im Rahmen des von Katar und der IAO gemeinsam durchgeführten Programms für technische Zusammenarbeit (TCP) menschenwürdige Arbeit für Verkehrsbeschäftigte zu gewährleisten.</span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">Die am Sonntag angekündigten Reformen sehen für 400.000 Arbeitsmigrant*innen eine Lohnerhöhung von 33 Prozent vor. Der Mindestlohn von 1.800 QAR (420 EUR) einschließlich Unterbringung und Verpflegung soll für alle Beschäftigten, auch inländische Arbeitnehmer*innen, gelten. </span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">Wie der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) darlegte, ist der Mindestlohn für in- und ausländische Arbeitskräfte je nach den Arbeitgeberleistungen in drei Stufen unterteilt:</span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">1.000 QAR (230 EUR) einschließlich Unterbringung und Verpflegung durch den Arbeitgeber;</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">1.500 QAR (350 EUR) einschließlich angemessener Unterbringung durch den Arbeitgeber, jedoch ohne Verpflegung;</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span lang="" xml:lang="">1.800 QAR (420 EUR) ohne Unterbringung und Verpflegung durch den Arbeitgeber.</span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">IGB-Generalsekretärin Sharan Burrow bezeichnete die neuen Gesetze der Regierung Katars als Meilenstein für den Schutz der Arbeitnehmer*innenrechte. </span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">"Katar hat sein System der Arbeitsbeziehungen regularisiert und das systematische Machtgefälle zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern beseitigt. Diese Veränderungen stellen einen Bruch mit der Vergangenheit dar und bieten Arbeitsmigrant*innen in Katar eine Zukunft, die von Gesetzen, die ihre Rechte achten, sowie von Beschwerde- und Rechtsbehelfsystemen untermauert ist.</span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang="">"Der erste unterschiedslose Mindestlohn in den Golfstaaten, der auf dem Nachweis der Lebenshaltungskosten basiert, wird zwanzig Prozent der Wanderarbeitskräfte in Katar eine Lohnerhöhung bescheren. Der neue Mindestlohn gilt unabhängig von dem Betrag, der im Beschäftigungsvertrag eines Arbeitnehmers steht," fügte Burrow hinzu.</span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--43" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 03 Sep 2020 13:36:27 +0000 Natalie 194897 at https://www.itfglobal.org Kenya new crew change hub thanks to ITF https://www.itfglobal.org/en/news/kenya-new-crew-change-hub-thanks-itf <span class="field-title">Kenia neuer Anlaufpunkt für Crewwechsel</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Kenya_webimage.png?itok=gO6CfcsQ" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 09/02/2020 - 09:54</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Am Tag, als in Kenia die neue Covid-19-Richtlinie für sichere Crewwechsel in Kraft trat, stellte Betty Makena Mutugi, Inspektorin der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) in Kenia, ihren Wecker auf 4 Uhr, um pünktlich um 6 Uhr in Hafen von Mombasa zu sein.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Sie wartete auf drei Seeleute, zwei aus der Ukraine und einen aus Rumänien, die vom Stückgutfrachter <em>MV Petra II</em> von Alpha Logistics abmusterten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Fliegen wir jetzt nachhause?" fragten sie. "Wann? Heute?" sagte einer der Seeleute und hüpfte vor Freude.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Seit dem 21. Juli 2020 haben im Hafen von Mombasa über 100 Seeleute insgesamt 18 Frachter und ein Kreuzfahrtschiff verlassen, um von dort aus in ihre Heimatländer zurückzufliegen.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Alle Seeleute, die ein- oder ausschiffen, sind so glücklich, so aufgeregt," berichtet Betty.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Manche wollen sie küssen. Sie gibt ihnen ihr Handy, damit sie ihre Familien anrufen können. Sie hört, wie sie vor Glück in den Hörer schreien.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Einer der Hafenbeschäftigten kam vorbei und fragte, was los sei.  "Beim Laschen reden wir mit den Crews," sagte er. "Sie sind müde. Sie lächeln nie. Jetzt sind sie so froh. Ich hab sie niemals lachen sehen. Was ist passiert?"</span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="b265ebe1-6594-454a-bcc6-d18b332a117a" height="1077" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200721_084412.jpg" width="807" class="align-center" /> <p><span><span><span><span>Betty erzählt, dass Besatzungsmitglieder oft um Schlaftabletten baten und über Stress und Depressionen klagten, wenn ihr Schiff während der Pandemie im Hafen lag. Ein Crewmitglied sagte ihr, es sei wie in einem Gefängnis. Er sei seit Monaten auf See, ohne das Schiff verlassen zu haben. Als er erfuhr, dass er endlich nachhause zurückkehren konnte, dankte er ihr und nannte sie seine Heldin. Dank der ITF und der kenianischen Regierung, sagt Betty.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF habe die ganze Zeit, vom Inkrafttreten der neuen IMO-Richtlinie bis zu ihrer Umsetzung, eine Schlüsselrolle gespielt. Als Betty damals aus London angeschrieben und darum gebeten wurde, in Kenia auf die Annahme des Protokolls zu drängen, griff sie am nächsten Tag zum Telefon, um die zuständigen Regierungsstellen zu kontaktieren. Sie bestand darauf, dass die Gewerkschaften einbezogen werden müssten, wenn das Ganze funktionieren sollte.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Alle wichtigen Akteure – das Verkehrsministerium, das State Department für Schifffahrt und maritime Angelegenheiten, die Schifffahrtsbehörde, die kenianische Hafenbehörde, die kenianische Küstenwache, die Gesundheitsbehörde der Häfen, der öffentliche Gesundheitsdienst, Kenya Airways, die ITF, die kenianische Seeleutegewerkschaft und der kenianische Verband der Schiffsagenten – saßen den ganzen Tag um einen Tisch, ohne eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, und arbeiteten unter Hochdruck an einer Lösung zur Durchführung von Crewwechseln, erinnert sich Betty.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Manche von uns hatten sich vorher noch nie gesehen," berichtet sie. "Als wir auseinandergingen, hatten wir alle die Kontaktdaten voneinander."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Das neue nationale Protokoll für die Durchführung von Crewwechseln ist so erfolgreich, dass Schiffe inzwischen den Kurs wechseln, um den Hafen anzulaufen. Seit der Verabschiedung der <em>Richtlinien über die Durchführung von Crewwechseln und die Heimschaffung von Seeleuten unter Beachtung der Maßnahmen zur Verhinderung einer Übertragung von Covid-19</em> am 6. Juli werden in Mombasa an manchen Tagen bis zu drei oder vier Crewwechsel abgewickelt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Um dafür zu sorgen, dass das System auch wirklich funktioniert, war Betty an den ersten vier Tagen um 6 Uhr morgens im Hafen. Sie begleitete die Seeleute zum Flughafen, um sie dort zu verabschieden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Anfangs gab es Probleme mit den Fluggesellschaften und dem Transfer zum Flughafen. Einer der Seeleute saß mehrere Tage in Dubai fest. Inzwischen fliegen die meisten von ihnen mit Kenya Airways, aber das ist nicht zwingend erforderlich.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Da der Ablauf des Protokolls nun klappt, muss Betty nur noch eine Kopie der maßgeblichen E-Mails erhalten oder einen kurzen Anruf machen, berichtet sie.  <span><span><span><span> </span> </span></span></span></span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="b056e481-da3a-43fe-b448-dab25ddc7912" height="615" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200803_100356%20%281%29.jpg" width="823" class="align-center" /> <p><span><span><span><strong><span>Wie funktioniert der Crewwechsel in Kenia?</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Besatzungsmitglieder, die im Hafen von Mombasa abmustern, müssen eine bestätigte Buchung für einen Flug haben, der sie binnen 48 Stunden außer Landes bringt, sowie über die erforderlichen Dokumente und eine Genehmigung der Hafengesundheitsbehörde verfügen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Sie steigen dann in ein Fahrzeug, das jeweils nur die Besatzung von einem Schiff befördern darf. Temperaturkontrollen sind vorgeschrieben. Alle müssen Masken tragen. Nach dem Verlassen des Schiffs müssen sie jedoch nicht in Quarantäne, sondern werden sofort zur Immigrationsbehörde gebracht, um dann ihre Flüge anzutreten (oder die Nacht in einem dafür vorgesehenen Hotel zu verbringen).</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Regierung wollte die Crews unter Quarantäne stellen, aber ich fragte sie, wozu das gut sein sollte, wo sie doch schon seit über sechs Monaten an Bord sind," berichtet Betty. "Wenn die Gesundheitsbehörde grünes Licht gibt, besteht keinerlei Notwendigkeit zu einer Quarantäne. Lasst sie nachhause zurückkehren und sich dort isolieren," sagte sie.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die zur Ablösung vorgesehenen Seeleute (die "Anmusterer") müssen sich alle für 14 Tage in Quarantäne begeben und einen negativen PCR-COVID-19-Test vorlegen, bevor sie nach Kenia einfliegen dürfen. Das Schiff muss vor ihrer Ankunft im Hafen sein.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach den kenianischen Bestimmungen haben nicht nur Seeleute, die ihre vertragliche Dienstzeit an Bord beendet haben, Anspruch auf Heimschaffung. Auch Seeleute, die verletzt sind, familiäre Gründe für die Rückkehr nachhause haben oder nicht abgelöst werden müssen, dürfen einen Antrag stellen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wie Betty sagt, werden Crewwechsel in Kenia bislang so erfolgreich durchgeführt, weil alle Akteure im maritimen Sektor des Landes dabei helfen und zusammenarbeiten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach Informationen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) werden die neuen Crewwechsel-Protokolle mittlerweile in etwa 50 Ländern umgesetzt.  <span><span><span><span> </span></span></span></span></span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="ad7ef2cf-f89c-4ebf-af84-d78bc1d0f1bc" height="615" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200802_125906.jpg" width="820" class="align-center" /> <p><span><span><span><strong><span>Kenia ist auf dem richtigen Kurs, es bedarf jedoch weiterer Verbesserungen</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Richtlinien sind jedoch bei Weitem nicht perfekt, meint die ITF. Ein Kritikpunkt ist das enge Zeitfenster für die Durchführung des Crewwechsels.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die 48-Stunden-Frist ist in manchen Fällen nicht einhaltbar und könnte in Zukunft Probleme bereiten," so der Koordinator des ITF-Inspektorats Steve Trowsdale. "Das war bereits in Indien und Singapur problematisch."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Koordinierung von Crewwechseln kann sehr schwierig sein, besonders angesichts der wenigen Flüge. Zudem kann die Bedingung, dass das Schiff bereits im Hafen sein muss, bevor die Ablösungscrew einreisen darf, das ganze Vorhaben zum Scheitern bringen. Was, wenn ein Schiff nicht zur vorgesehenen Zeit im Hafen ankommt, weil es einen technischen Defekt hat oder für die medizinische Versorgung von Besatzungsmitgliedern den Kurs wechseln musste?"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF setzt ihre Informationskampagne für Regierungen über bewährte Praktiken für die Durchführung von Crewwechseln fort und fordert nach wie vor Ausnahmen von Reise- und Transitbeschränkungen</span><span>. Derzeit </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/genug-ist-genug-angesichts-der-untaetigkeit-der-regierungen-in-der-covid-19-krise-werden-die"><span>sitzen schätzungsweise 300.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest</span></a><span> und sind gezwungen, ihre ursprüngliche Vertragszeit bis zum Crewwechsel zu überziehen.</span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="800972ad-231c-485e-8a19-c5c7fa688320" height="609" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_20200802_150700%20%281%29.jpg" width="812" class="align-center" /> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> <div><a href="/de/tags/seeleute" hreflang="de">Seeleute</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--44" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 31 Aug 2020 08:58:56 +0000 Rory_M 194896 at https://www.itfglobal.org Major new ANSP research forthcoming from international federations https://www.itfglobal.org/en/news/major-new-ansp-research-forthcoming-international-federations <span class="field-title">Internationale Verbände geben neue Studie über Flugsicherungsdienste in Auftrag</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Edinburgh%20airport%20tower.png?itok=D85xtiLb" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 09/01/2020 - 14:05</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Covid-19-Pandemie verdeutlicht die erneute Bedeutung öffentlicher Dienste und Infrastruktur für unsere Gesellschaften. Als die Organisationen, die unseren Luftraum verwalten, spielen Flugsicherungsdienste sowohl bei globalen Gesundheitsnotständen, als auch in normalen Zeiten, eine entscheidende Rolle. Sie sorgen dafür, dass Fluggesellschaften Güter und Personen schnell und sicher um den gesamten Globus befördern können.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Es wächst jedoch die Sorge, dass das derzeitige Finanzierungs- und Regulierungsmodell für Flugsicherungsdienste nicht nachhaltig ist. Da die Finanzierung an Fluggesellschaftsoperationen gekoppelt ist, hat die eingebrochene Nachfrage viele Flugsicherungsdienste in ernste finanzielle Schwierigkeiten gestürzt. Bedenklich ist vor allem, dass zur Kostensenkung hochqualifizierte Beschäftigte entlassen werden, womit die Gefahr besteht, dass Expertise, die der Luftverkehrssektor für den Neustart nach der Krise dringend braucht, für immer verloren geht.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Für die Weltwirtschaft ist es wichtig, dass Regierungen, Unternehmen, Gewerkschaften und multilaterale Institutionen gemeinsam ein nachhaltiges Modell für Flugsicherungsdienste entwickeln. Zu diesem Zweck haben internationale Verbände, die Luftverkehrsbeschäftigte in aller Welt vertreten, eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse in ein neues politisches Rahmenkonzept für Flugsicherungsdienste einfließen sollen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), die International Federation of Aeronautical Information Management Associations (IFAIMA), die Internationale Vereinigung der Fluglotsen IFATCA und die International Federation of Air Traffic Safety Electronics Associations (IFATSEA) haben bereits während der Covid-19-Krise zusammengearbeitet. Im Mai veröffentlichten sie eine <a href="https://www.itfglobal.org/de/node/194711"><span>gemeinsame Erklärung</span></a>, in der sie die Regierungen dazu aufriefen, Flugsicherungsdiensten unverzüglich finanzielle und regulatorische Unterstützung zuteilwerden zu lassen, um die Krisenmaßnahmen zu unterstützen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Alle vier Föderationen zeigen großes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit zur Gestaltung der Zukunft von Flugsicherungsdiensten. Die neue Studie soll bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein und wird öffentlich zugänglich sein. Eine Vorschau auf die Forschungsergebnisse und -empfehlungen ist auf Anfrage über die ITF erhältlich.</span></span></span></p> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--45" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 27 Aug 2020 12:05:53 +0000 james_b 194894 at https://www.itfglobal.org Unions to continue lashing battle to achieve compliance with Non-seafarers’ Work Clause https://www.itfglobal.org/en/news/unions-continue-lashing-battle-achieve-compliance-non-seafarers-work-clause <span class="field-title">Laschen ist Hafenarbeit: Gewerkschaften kämpfen weiter für die Einhaltung der Hafenarbeiterklausel</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Lashing2.jpg?itok=ZzmqJ5Qj" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 09/01/2020 - 10:38</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Angesichts des enttäuschenden Urteils des Gerichts von Rotterdam in den Niederlanden haben die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und die ihnen angeschlossenen Gewerkschaften heute angekündigt, dass sie ihren Kampf um die Umsetzung der Klausel über nicht von Seeleuten durchzuführende Tätigkeiten fortsetzen werden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Das niederländische Gericht hat leider davon Abstand genommen, Reedern und Bemannungsagenturen die unmittelbare Einhaltung der so genannten "Hafenarbeiterklausel" vorzuschreiben. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF, ETF und die den beiden Organisationen angeschlossenen Gewerkschaften Nautilus NL, FNV Havens und ver.di verlangen seit langem von der Branche, die Klausel umzusetzen, um Seeleute nicht länger zusätzlichen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz auszusetzen und Hafenbeschäftigten nicht ihrer wertvollen Arbeit zu berauben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Trotz der Abweisung des Eilantrags, die Durchführung von Ladungssicherungsarbeiten durch Seeleute noch vor dem Ergebnis des Hauptverfahrens unter sofortiges Verbot zu stellen, besagt die Vereinbarung nach Ansicht der Gewerkschaften eindeutig, dass diese Ladungsumschlagstätigkeiten von ausgebildeten, erfahrenen Hafenbeschäftigten, sofern vorhanden, auszuführen sind, um die gefährliche Praxis zu beenden, Lascharbeiten von erschöpften Seeleuten erledigen zu lassen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dem Urteil zufolge sind infolge der Nichteinhaltung der Klausel in der Tat dringend einstweilige Anordnungen erforderlich. Der vorsitzende Richter hielt jedoch eine umfassendere juristische Überprüfung für notwendig, um die unterschiedlichen faktischen und rechtlichen Fragen zu untersuchen. Leider befand der Richter die Angelegenheit für zu komplex, um ein beschleunigtes Verfahren einzuleiten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Prozess wurde auf gemeinsames Betreiben der Gewerkschaften angestrengt. Die Klausel, die zur Einführung der seit langem angestrebten notwendigen Schutzregelungen ausgehandelt worden war, trat am 1. Januar 2020 nach Abschluss eines Tarifvertrags im Februar 2018 in Kraft. Die oben genannten Gewerkschaften strengten am 3. Juni 2020 gemeinsam ein Eilverfahren gegen die Bemannungsagenturen Marlow Navigation Netherlands B.V. und Marlow Navigation Company Limited (registriert in den Niederlanden bzw. Zypern) sowie die Reederei Expert Shipping B.V in den Niederlanden an. Später stellten fünf Charterunternehmen bei Gericht einen Antrag auf Verfahrensbeteiligung. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach dem heutigen Urteil werden die Gewerkschaften im maritimen Sektor weiter für die Umsetzung der Hafenarbeiterklausel auf allen Schiffen kämpfen, die einem ITF-Kollektivvertrag unterstehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Sie überlegen nun, ob sie gegen das vorläufige Urteil in Berufung gehen oder das Hauptverfahren abwarten sollen, bei dem das Gericht die Angelegenheit einer umfassenden Prüfung unterziehen wird.</span></span></span></span></p> <p> </p> <p><span><span><strong><span><span>Medienkontakt: </span></span></strong><span><span>Rory McCourt | (+447711) 356 964 | </span></span><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span>media@itf.org.uk</span></a></span></span></p> <p><span><span><em><span><span>Hinweis: Kontakte zu anderen Gewerkschaften können über den obenstehenden Medienkontakt der ITF vermittelt werden. </span></span></em></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span><span>Hinweis für Redaktionen:</span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><strong><em><span><span>Was ist die Hafenarbeiterklausel?</span></span></em></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Hafenarbeiterklausel ist Bestandteil des Vertrags zwischen dem Internationalen Bargaining Forum (IBF), der Joint Negotiation Group (JNG) als Vertretung der Reeder und der ITF als Vertretung der Seeleute. Die Arbeitgeber von Seeleuten müssen den IBF-Vertrag, einschließlich der Hafenarbeiterklausel, in vollem Umfang einhalten. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Klausel zielt darauf ab, die Sicherheit von Seeleuten bei der Arbeit an Bord von Schiffen zu erhöhen, indem angemessene Arbeits- und Ruhezeiten eingehalten werden, Übermüdung reduziert wird und eigens dafür ausgebildete Beschäftigte diese gefährliche Aufgabe ausführen. Umfassende Recherchen haben ergeben, dass es sicherer ist, Ladungsumschlagstätigkeiten von speziell ausgebildeten Lascher durchführen zu lassen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Es werden weitere Rechtsverfahren erwartet, um die umfassende Einhaltung der Hafenarbeiterklausel zu erwirken. In den Niederlanden sind Verfahren in der Sache anhängig.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Gewerkschaften weltweit werden sich weiter für den Schutz der Interessen von Seeleuten und Hafenbeschäftigten einsetzen.</span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><em><span><span>Was besagt die Klausel konkret?</span></span></em></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Weder Seeleute noch andere von der Reederei dauerhaft oder befristet beschäftigte Personen an Bord eines Schiffes dürfen Umschlagsarbeiten in einem Hafen, Terminal oder an Bord eines Schiffes durchführen, wo die Umschlagsdienste von Hafenbeschäftigten erbracht werden, die einer der ITF angeschlossenen Gewerkschaft angehören. Sollten keine qualifizierten Hafenbeschäftigten in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, darf die Schiffsbesatzung die Tätigkeiten durchführen, vorausgesetzt die ITF-Hafengewerkschaft bzw. die betroffenen ITF-Gewerkschaften haben vorher ihr Einverständnis erteilt, und vorausgesetzt, dass die jeweiligen Seeleute diese Aufgaben freiwillig durchführen, für solche Tätigkeiten qualifiziert sind und eine angemessene Vergütung erhalten. Zum Zwecke dieser Klausel umfasst der Begriff 'Umschlagsarbeiten' unter anderem, aber nicht ausschließlich das Laden, Löschen, Verlaschen und Loslaschen, Überprüfen und Annehmen von Ladung." </span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span>Über die ITF:</span></strong><span> Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein demokratischer globaler Verband von 700 Verkehrsgewerkschaften, die rund 20 Millionen Beschäftigte in 150 Ländern vertreten. Die ITF setzt sich weltweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Verkehrsbeschäftigten ein und organisiert internationale Solidarität innerhalb des Netzwerks ihrer Mitgliedsorganisationen. Die ITF vertritt die Interessen der Verkehrsgewerkschaften in Gremien, die Entscheidungen über Arbeitsplätze, Beschäftigungsbedingungen und die Sicherheit in der Verkehrswirtschaft fällen.</span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/lashing" hreflang="en">lashing</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--46" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 27 Aug 2020 16:57:37 +0000 barton_linda 194895 at https://www.itfglobal.org Wizz Air dismisses four trade unionists in latest union-busting endeavour https://www.itfglobal.org/en/news/wizz-air-dismisses-four-trade-unionists-in-latest-union-busting-endeavour <span class="field-title">Neue Antigewerkschaftskampagne bei Wizz Air: Vier Gewerkschaftsmitglieder entlassen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Wizz%20Air%20plane.png?itok=CBJzF6ct" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/116" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">pauline_l</span></span> <span class="field-created">Thu, 08/27/2020 - 13:23</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die jüngsten Vorfälle am Wizz Air-Standort Kiew zeigen, was eine solche gewerkschaftsfeindliche Haltung in der Praxis bedeutet. An einem Arbeitsplatz, der schon in der Zeit vor Covid-19 durch das unangemessene Verhalten des Managements belastet war, nutzt das Unternehmen die Pandemie als willkommenen Vorwand, um sich im Rahmen einer aggressiven Antigewerkschaftskampagne bestimmter Mitarbeiter*innen zu entledigen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Alles begann im Mai, als Wizz Air im Kanon mit mehreren anderen europäischen Fluggesellschaften die Beschäftigungsbedingungen seines Personals unter dem Deckmantel der Pandemie verschlechterte. <strong>Das Kabinenpersonal wurde zur Unterzeichnung neuer Verträge gezwungen, die eine erhebliche Gehaltskürzung vorsahen – eine Senkung des Grundgehalts und branchenspezifischer Zuwendungen um 25 Prozent.</strong> </span></span></span></p> <p><span><span><span>Um seine Rechte zu schützen, gründete das Kabinenpersonal im Kiew am 17. Mai eine Gewerkschaft und teilte dies der dortigen Unternehmensleitung am 22. Mai mit. <strong>Ohne jemals auf diese Information zu reagieren oder die Gewerkschaft in irgendeiner anderen Weise direkt zur Kenntnis zu nehmen, startete das Management eine aggressive Antigewerkschaftskampagne.</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Verschiedene Ebenen des Wizz Air-Management versuchten, den Angestellten einzureden, dass die Mitgliedschaft ihnen nur schaden werde, dass die Basis in Kiew geschlossen werde und alle entlassen würden, weil das Unternehmen keine Gewerkschaften dulde.<strong> </strong>Dies geschah größtenteils indirekt – die örtliche Unternehmensleitung rüstete sich mit Anwälten aus und sorgte dafür, dass andere diese Gerüchte verbreiteten. Über Strohmänner (Ausbilder und einige Angestellte, die dem Leiter der Basis nahestanden) brachte das Management Lügen über die Gewerkschaft in Umlauf.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Diese gewerkschaftsfeindlichen Bemühungen eskalierten am 29. Mai bei einer Online-Konferenz mit Angestellten, der obersten Leitungsebene und ihren Anwälten. Auf dieser Sitzung erklärte Diederik Pen, <span>der stellvertretende Vorsitzende und Group Chief Operating Officer</span> von Wizz Air:</span></span></span></p> <blockquote> <p><span><span><span>“Wir akzeptieren und verstehen sogar, dass einzelne Personen enttäuscht, frustriert und sogar wütend sind. Wir akzeptieren auch, dass manche es sogar für nötig hielten, Rechtsanwälte einzuschalten, um einen Rechtsstreit zu beginnen, und vielleicht noch andere Maßnahmen ergreifen werden. Es ist ihr Recht. Aber auf der anderen Seite hat auch das Unternehmen Rechte, und wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, um eure Interessen nachdrücklich zu schützen, aber auch das Unternehmen zu verteidigen. Wir werden das auf gerechte, faire und rechtmäßige Weise tun. Das bedeutet, dass wir vielleicht nicht sofort handeln können, aber wir versichern euch, das Unternehmen wird sich zur Wehr setzen. <strong>Das Unternehmen ist rechtlich nicht dazu befugt, zu einer solchen Initiative Stellung zu nehmen.</strong> Wir fordern alle Mitarbeiter*innen dazu auf, zu bedenken und zu berücksichtigen, dass das Unternehmen immer im besten Interesse der Angestellten und der Firma handelt. Wir müssen im Interesse beider Seiten handeln, was nicht immer leicht ist, aber wir versuchen unser Bestes. <strong>Wir hoffen, dass niemand sich durch Initiativen beirren lässt, die von obskuren Anwälten und zornigen Menschen ausgeheckt wurden.”</strong></span></span></span></p> </blockquote> <p><span><span><span>Aus der Art und Weise seiner Wortwahl lässt sich schließen, dass er von Anwälten beraten wurde, was er sagen kann und was nicht. Gleichzeitig wollte er klarstellen, dass das Unternehmen gewerkschaftliche Aktivitäten nicht billigt. Er ging sogar noch weiter und zog alle beteiligten Personen in Misskredit – die Gewerkschaftsmitglieder und ihre Rechtsanwälte – indem er sie als “obskure” und “zornige” Menschen bezeichnete.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Pen hielt sich in seinen Aussagen gegenüber den Beschäftigten zwar noch zurück, ganz anders jedoch der Vorstandsvorsitzende <span>József Váradi</span> bei einer weiteren Sitzung im Juni. Dort stellte Váradi der oberste Leitungsebene und den Angestellten von Wizz Air ein Ultimatum: <strong>Entweder ihr stoppt die Gewerkschaft oder wir schließen die Basis in Kiew.</strong></span></span></span></p> <p><span><span>Ende Juli erreichten die gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen ihren Höhepunkt mit der Entlassung von vier Beschäftigten: Yuliia Batalina und Hanna Teremenko (Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft), Artem Tryhub (Mitglied des Gewerkschaftsrats) und Andriy Chumakov (Gewerkschaftsmitglied). Sie alle waren seit Jahren bei Wizz Air beschäftigt. Als Kabinenpersonalmitglieder wurden ihnen in ihren Beurteilungen und bei der betrieblichen Mitarbeit gute Leistungen bescheinigt.</span></span></p> <p><span><span><span>Alle Anhaltspunkte führen zu derselben Schlussfolgerung: Wizz Air versucht, unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie die Beschäftigungsbedingungen zu verschlechtern und gewerkschaftliche organisierte Angestellte ungerechtfertigt zu entlassen.  </span></span></span></p> <p><span><span><span>Dies ist nicht der erste Versuch des Unternehmens, mit der Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern durchzukommen. Im Juni 2015 befand der rumänische Nationale Rat für die Diskriminierungsbekämpfung Wizz Air für schuldig, 19 Mitarbeiter*innen wegen ihrer Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft entlassen zu haben. In seiner Urteilsbegründung sagte der Rat, dass die Kündigung der Arbeitsverträge der Gewerkschaftsmitglieder diskriminierend sei und diese Diskriminierung darüber hinaus die Absicht verfolge, die Gewerkschaftsbewegung zu stoppen, was eine schwere strafbare Handlung ist. Im Juli desselben Jahres <a href="https://www.etf-europe.org/romanian-anti-discrimination-office-convicts-wizz-air-of-discrimination/">ordnete ein Gericht die Wiedereinstellung der von Wizz Air entlassenen Kabinenpersonalmitglieder an</a>. Im März 2019 kam auch der Oberste Gerichtshof in Rumänien zu dem Urteil, dass <a href="https://www.etf-europe.org/big-victory-at-wizzair/">Wizz Air Beschäftigte aufgrund ihrer Gewerkschaftsmitgliedschaft diskriminiere.</a></span></span></span></p> <p><span><span><span>Dieser Fall in Rumänien zeigt, das Wizz Air nicht über dem Gesetz steht. Beschäftigte, die sich zusammenschließen, um für ihre Grundrechte zu kämpfen, haben schon in der Vergangenheit gewonnen und werden das auch in Zukunft tun.</span></span></span></p> <p><span><span><span>ETF und ITF stehen den entlassenen Gewerkschafter*innen im Kampf für Vereinigungsfreiheit zur Seite. <strong>Wir fordern Wizz Air auf, den entlassenen Gewerkschaftsmitgliedern ihre Arbeitsplätze wiederzugeben, ihre Gewerkschaft anzuerkennen und in einen Dialog mit der Beschäftigtenvertretung einzutreten.</strong></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--47" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 26 Aug 2020 13:58:12 +0000 james_b 194893 at https://www.itfglobal.org Ukrainian seafarers caught in Kharatyan scam, but unions get them home https://www.itfglobal.org/en/news/ukrainian-seafarers-caught-in-kharatyan-scam-unions-get-them-home <span class="field-title">Ukrainische Seeleute fallen betrügerischer Bemannungsagentur zum Opfer: Gewerkschaft hilft bei der Rückkehr</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Ukrainian%20seafarers%20caught%20in%20scam_webimage.png?itok=hgjCS5Eo" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/118" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">anna_p</span></span> <span class="field-created">Wed, 08/26/2020 - 12:17</span> <div class="field-body"><p>Am 12. August half die der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) angeschlossene Ukrainische Gewerkschaft der Beschäftigten in der Schifffahrtswirtschaft sechs ukrainischen Seeleuten, die einem Betrug durch eine berüchtigte falsche Bemannungsagentur zum Opfer gefallen waren, in ihr Heimatland zurückzukehren.</p> <p>Anfang Juli hatten zwanzig ukrainische Seeleute über den ukrainischen Bemannungsagenten Artur Kharatyan, Gründer von Kharatyan Crew Management, Heuerverträge für die Arbeit an Bord der MV Arif Kaptan und der MV Rachel Borchard unterschrieben. Kurz nach dem Vertragsabschluss brachte Kharatyan die Besatzungsmitglieder in die türkische Stadt Karasu, wo sie an Bord der Schiffe gehen sollten.</p> <p>Dort wurden sie in ein Hotel geschickt, um auf die Einschiffung zu warten. Dann nahmen die Dinge jedoch auf einmal einen verdächtigen Verlauf. Ein Tag nach dem anderen verging, ohne dass die Seeleute an Bord gehen konnten. Der Bemannungsagent sagte ihnen stattdessen, dass der Crewwechsel unmittelbar bevorstehe, sie müssten nur noch ein wenig warten.</p> <p>Mehr als eine Woche strich ins Land. Aus einer Woche wurden zwei. Bis Artur Kharatyan plötzlich den Kontakt abbrach und sein Telefon abschaltete.</p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="904b3f68-6b0f-4d0d-9ea2-ea7a63f91983" src="/sites/default/files/inline-images/60878369-c1e9-4ef3-b5b9-803fe375e12b%20%281%29.jpg" /> <figcaption>Die Seeleute warteten tagelang, während der Betrüger Kharatyan ihnen immer wieder versprach, dass sie einschiffen und ihren Dienst antreten würden. Das sollte jedoch nie geschehen.</figcaption> </figure> <p>Ohne Nachricht von Kharatyan und in einem fremden Hafen im Stich gelassen fanden sich die ukrainischen Seeleute in einer zunehmend verzweifelten Lage wieder. Ihre Hotelzimmer waren weder von der Reederei noch vom Bemannungsagenten bezahlt worden, und nach einer Weile fanden sie heraus, das erhebliche Schulden für Unterkunft und Verpflegung aufgelaufen waren. Der Hotelbesitzer beschlagnahmte ihre Reisepässe als Sicherheit. So saßen die Seeleute nun in der Türkei fest.</p> <p>Der erste stellvertretende Vorsitzende der Ukrainischen Gewerkschaft der Beschäftigten in der Schifffahrtswirtschaft Oleg Grygoriuk empfiehlt Seeleuten, sich vor der Anreise zum Einschiffen über die verschiedenen kostenlosen Websites und mobilen Apps über die Schiffspositonen zu informieren und nachzuprüfen, ob die Angaben der Bemannungsagenturen und Reeder mit den öffentlich zugänglichen Informationen übereinstimmen.</p> <p>“Keiner der Seeleute hatte vor der Unterzeichnung der Heuerverträge oder der Reise in die Türkei daran gedacht, die Schiffe oder ihre Positionen zu überprüfen. Sie hätten gewusst, dass sie das tun sollten, wenn sie sich von unserer Gewerkschaft hätten beraten lassen,“ so Grygoriuk.</p> <p>“Als dann das Problem offenkundig wurde, nahm unsere Gewerkschaft Kontakt zu den Eignern beider Schiffe auf und erfuhr, dass keiner von ihnen irgendwelche Beziehungen zu Kharatyan Crew Management hatte. Unfassbarerweise ist die MV Arif Kaptan aufgelegt und schon seit drei Jahren nicht mehr einsatzfähig!”</p> <p>Grygoriuk zufolge ist dies nicht das erste Mal, dass Seeleute dem “skrupellosen” Kharatyan zum Opfer fallen.</p> <p>“Seit mehreren Jahren läuft ein Strafverfahren gegen den Betrüger Kharatyan wegen der Erpressung und Entgegennahme von Bestechungsgeldern von Seeleuten,” erklärte Grygoriuk.</p> <p>“Was die Sache noch schlimmer macht, ist, dass die zwanzig ukrainischen Seeleute Kharatyan für den Abschluss der falschen Verträge bezahlen mussten, jeweils zwischen 1.500 und 7.000 US-Dollar.”</p> <p>Anfang August kehrten 14 der Seeleute auf eigene Kosten in die Ukraine zurück. Die anderen sechs konnten dem Hotelbesitzer die geschuldeten Hotelkosten nicht zahlen, um ihre Reisepässe wiederzubekommen. Viele von ihnen konnten sich darüber hinaus die Heimreise aus der Türkei nicht leisten.</p> <p>“Das war der Zeitpunkt, wo unsere Gewerkschaft die ITF um Hilfe bat,” berichtete der erste stellvertretende Vorsitzende Grygoriuk.</p> <p>Der ukrainische Vizekonsul in Istanbul Oleksandr Dimchev intervenierte erfolgreich und erreichte eine Reduzierung der Hotelkosten.</p> <p>“Mit der Begleichung der Unterbringungskosten konnten wir die Reisepässe der Seeleute auslösen. Sie erhielten Geld, um Lebensmittel und grundlegende Versorgungsgüter zu kaufen, und wir buchten für sie die nächsten verfügbaren Heimflüge. Da sich die Besatzung auf einen monatelangen Aufenthalt auf See vorbereitet hatte, buchten wir Übergepäck und sorgten für ihren Transfer vom Hotel zum Istanbuler Flughafen und vom Flughafen Kiew-Boryspil nach Odessa,“ berichtete Grygoriuk.</p> <p>Am 12. August waren die sechs Seeleute von Karasu sicher nach Odessa zurückgekehrt.</p> <p>“Die betrogenen Seeleute wollen sich nun gemeinsam mit über 50 weiteren Opfern des skrupellosen Bemannungsagenten Kharatyan an die Justizbehörden wenden, um diesem Mann das Handwerk zu legen.”</p> <p>Kapitän Oleg Lunyov bedankte sich nach seiner Heimschaffung für die Unterstützung der ITF, äußerte aber auch Wut und Enttäuschung über die Art und Weise, wie die Seeleute von Kharatyan ausgebeutet wurden.</p> <p>“Unsere Besatzung wollte wirklich arbeiten. Wir vertrauten den Leuten, die uns Arbeit versprachen und in diesen extrem schwierigen Zeiten Hoffnung gaben. Im Namen meiner getäuschten Besatzung möchte ich der ITF meine tiefe Dankbarkeit ausdrücken,” sagte er.</p> <p>“Wir haben gesehen, wie professionell das ITF-Team arbeitet und die ukrainische Gewerkschaft uns hilft.”</p> <figure role="group"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="790d9f07-c2c8-41f9-bffb-2479df346a2c" height="474" src="/sites/default/files/inline-images/IMG_0973.JPG" width="711" /> <figcaption>Die ukrainischen Seeleute danken der ITF und der Ukrainischen Gewerkschaft der Beschäftigten in der Schifffahrtswirtschaft für die Unterstützung bei ihrer Rückkehr, nachdem sie von einer berüchtigten falschen Bemannungsagentur hereingelegt wurden.</figcaption> </figure> <p>Der Schiffskoch Valeriy Rak sagte: “Als mein geplanter erster Dienst auf einem Schiff, war das eine wirklich harte und bittere Erfahrung. Aber was soll ich tun? Danke an die ITF, wir sind wieder zu Hause. Wir wollten etwas Geld verdienen, aber wir hatten kein Glück. Es ist schwer, in diesen harten Zeiten eine Beschäftigung zu finden - wir hätten jede Arbeit angenommen.”</p> <p>“Ich danke der ITF dafür, dass sie uns zur Seite steht und unterstützt,” sagte Rak.</p> <p>Die Geschichte der betrogenen Seeleute erhielt in den lokalen ukrainischen Medien große Aufmerksamkeit und wirft Licht auf die Problematik des Betrugs von Seeleuten.</p> <p>Der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Oleg Grygoriuk zog das Fazit: “Wir hoffen, dass dieser Fall für andere Seeleuten ein abschreckendes Beispiel ist und sie dazu bringt, über einen potenziellen Arbeitsplatz – ein Schiff – Informationen einzuholen, bevor sie irgendwohin fahren oder suspekten Vermittlern vertrauen.”</p> <p>“Wie immer gilt: Wendet euch an eure Gewerkschaft. Wir wollen nicht, dass ihr solchen Machenschaften zum Opfer fallt oder übervorteilt werdet. Wir sind für euch da,” so Grygoriuk.</p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--48" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 25 Aug 2020 11:10:36 +0000 Rory_M 194892 at https://www.itfglobal.org By refusing to work, more over-contract seafarers get off via Panama https://www.itfglobal.org/en/news/refusing-work-more-over-contract-seafarers-get-panama <span class="field-title">Crewwechsel-Krise: Weitere Seeleute stellen die Arbeit ein und setzen ihre Heimschaffung über Panama durch</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Marvin%20Confidence.png?itok=HS0VAs-L" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/24/2020 - 12:19</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Nach der </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/kein-vorankommen-beim-crewwechsel-besatzungsmitglieder-in-panama-verweigern-die-arbeit"><span><span>erfolgreichen Unterstützung der Besatzung der <em>MV Contamines</em>, in Panama auszuschiffen und in ihre Heimatländer zurückzufliegen</span></span></a><span>, war die ITF nun noch weiteren Seeleuten dabei behilflich, über das mittelamerikanische Land zu ihren Familien zurückzukehren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der in Chile lebende und arbeitende ITF-Inspektor und -Koordinator des ITF-Netzwerks für Lateinamerika und die Karibik Juan Villalón-Jones und der ITF-Inspektor für Panama Luis Fruto haben in dieser Woche gemeinsam der gesamten Crew der unter der Flagge von Panama fahrenden <em>MV Marvin Confidence</em> dabei geholfen, ihr Schiff zu verlassen und die Heimreise anzutreten.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="43240478-5ba2-4c7c-bf08-940b6b5f9474" height="497" src="/sites/default/files/inline-images/IMG-20200814-WA0069.jpg" width="663" /> <figcaption>Die Crew der <em>Marvin Confidence</em> dankt der ITF in Panama für ihre Unterstützung (Quelle: ITF)</figcaption> </figure> <p><span><span><span>Manche Mitglieder der aus Russland, der Ukraine und Georgien stammenden Besatzung waren seit über zehn Monaten an Bord. Mit jeder weiteren Vertragsverlängerung hätten sie und das Schiff gegen das Seearbeitsübereinkommen verstoßen, das eine maximale Dienstzeit von elf Monaten festschreibt. Nach dem Seearbeitsübereinkommen haben Seeleute das Recht, nach Vertragsende heimgeschafft zu werden oder als Passagiere weiterzufahren. In den meisten Fällen können Arbeitgeber die Besatzung nicht zu einer Vertragsverlängerung zwingen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Geschichte der Heimreise der Crew der <em>Marvin Confidence</em> nahm ihren Anfang Ende Juni, als Diakon Paul Rosenblum Kontakt zu Villalón-Jones aufnahm. Rosenblum ist Hafenseelsorger und regionaler Koordinator für Nordamerika und die Karibik beim katholischen Hilfswerk für Seeleute Apostleship of the Sea. In einem Schreiben an Villalón-Jones bat der Diakon im Namen der Besatzungsmitglieder der <em>Marvin Confidence</em> um Hilfe, als das Schiff sich in der Nähe von Chile, dem Heimatland von Villalón-Jones, aufhielt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Er wollte der ITF zur Kenntnis bringen, dass ein Großteil der Crew des Schiffes trotz abgelaufener Verträge weiterarbeite (was illegal ist). Hinzu kämen offenbar gesundheitliche Probleme bei mindestens einem Crewmitglied. Auf der <em>Marvin Confidence</em> fehlten zudem wichtige Versorgungsgüter und das Kommunikationssystem des Schiffes sei teilweise defekt, so der Diakon weiter. Durch all diese Faktoren entstehe für die Besatzung an Bord eine sehr ernste und möglicherweise lebensgefährliche Situation.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Villalón-Jones berichtete: "Bei der Überprüfung des Hafenplans stellte ich fest, dass das Schiff in Valparaiso, Chile, vor Anker lag, aber keine Anlegegenehmigung beantragt hatte."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich wendete mich an die Schiffsagentur, die mir versicherte, die Versorgung des Schiffes sei, während es vor Anker liege, sichergestellt. Zu diesem Zeitpunkt war noch immer keine medizinische Versorgung für das Besatzungsmitglied angefordert worden, und das Kommunikationssystem funktionierte nach wie vor nicht."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Villalón-Jones nahm Kontakt zur Besatzung auf, um weitere Informationen zu erhalten und mit ihr über ihre Optionen zu reden.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Der Seemann, der medizinische Behandlung benötigte, teilte mir mit, er habe keinen förmlichen Antrag auf einen Arztbesuch über den Kapitän gestellt, was jedoch erforderlich ist. Ich erklärte ihm also, wie er das tun müsse. Ich sagte ihm auch, dass das Verfahren für Heimschaffungen im aktuellen Klima keine einfache Sache sei."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach dem Seearbeitsübereinkommen, dem globalen Regelwerk, in dem die Beschäftigungsbedingungen und Rechte von Seeleuten festgeschrieben sind, müssen Seeleute die Heimschaffung mindestens zwei Wochen im Voraus über den Kapitän ihres Schiffes offiziell beantragen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich schilderte ihm die Probleme, mit denen wir derzeit in der Crewwechsel-Krise zu kämpfen haben. Wenn ein formeller Antrag auf Heimschaffung im Einklang mit dem Seearbeitsübereinkommen gestellt wurde und vom Schiffskapitän oder der Bemannungsagentur abgelehnt wird, können wir oder die Hafenstaatkontrolle an Bord gehen. Aber Besatzungen müssen bedenken, dass diese Vorgänge aufgrund der Covid-19-Beschränkungen noch länger dauern und die Heimschaffung von der Verfügbarkeit internationaler Flüge abhängt," so Villalón-Jones.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Als wir mit dem unter gesundheitlichen Problemen leidenden Seemann sprachen, fragten wir ihn, was passiert sei, wie er sich fühle und seit wann er an Bord sei. Er sagte, er sei über zehn Monate an Bord, habe bereits zwei Vertragsverlängerungen unterschrieben und wolle unbedingt nach Hause."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Daraufhin kontaktierte Villalón-Jones die Reederei und beantragte die Heimschaffung des Seemanns. Er sagte, diese habe zwar relativ freundlich reagiert, aber wie viele andere von der Crewwechsel-Krise betroffene Unternehmen erwidert, es sei nicht genug Zeit für die Erledigung der komplizierten chilenischen Formalitäten für einen Crewwechsel, bevor das Schiff wieder auslaufe und seinen Kurs nach Norden fortsetze.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Hierzu die Meinung von Villalón-Jones: "Wenn diese Unternehmen ihre Verantwortung für die Gewährleistung von Crewwechseln ernst nähmen, hätten sie sich schon lange im Voraus über die chilenischen Formalitäten informiert und die Ablösung ihrer Crew rechtzeitig vorbereitet haben können."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Tatsächlich ist die Durchführung von Crewwechseln in Chile möglich, wenn ein bestimmtes Hygieneprotokoll eingehalten wird. Es gibt Flüge zu und von wichtigen Drehkreuzen in Europa und Asien über Miami oder Sao Paulo," so Villalón-Jones.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Da die Reederei in dieser Hinsicht aber keinerlei Initiative ergriff und der kranke Seemann offenbar dringend von Bord gebracht werden musste, bemühten wir uns gemeinsam mit dem Unternehmen um Lösungen, zumindest den Crewwechsel innerhalb weniger Tage in Panama durchzuführen. Die ITF sieht es als ihre Aufgabe, Unternehmen bei der Durchführung von Crewwechseln behilflich zu sein – dabei steht für uns das Wohlergehen der Seeleute im Mittelpunkt."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Als die anderen Besatzungsmitglieder von der geplanten Heimschaffung einiger Kollegen in Panama erfuhren, meldeten sich noch weitere und erklärten, von Bord gehen zu wollen, berichtete Villalón-Jones.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Er nutzte das weltweite Netzwerk der ITF-Inspektor*innen und schaltete seinen Kollegen Luis Fruto in Panama ein.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich sagte ihm, dass wir es nicht geschafft hatten, die Besatzung der <em>Marvin Confidence</em> in Chile auszuschiffen, aber dass noch immer Hoffnung bestünde, sie in Panama von Bord zu bekommen und von einer neuen Crew ablösen zu lassen. Meinst du, das ist möglich?" fragte Villalón-Jones.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Fruto war es vor kurzem gelungen, </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/kein-vorankommen-beim-crewwechsel-besatzungsmitglieder-in-panama-verweigern-die-arbeit"><span>mehrere Crewwechsel über sein Heimatland Panama zu organisieren</span></a><span>, und Villalón-Jones war optimistisch, dass Fruto erneut erfolgreich sein würde.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Schiff nahm Kurs auf Panama, wo es am 23. Juli anlegen sollte. Die Reederei hielte die ITF über ihre Kontakte mit einer dort ansässigen Agentur auf dem Laufenden, die bei der Heimschaffung behilflich sein sollte. Nachdem die Entwicklung anfangs vielversprechend aussah, begann das Unternehmen jedoch plötzlich, Ausflüchte zu machen und andere Pläne zu verfolgen. Es erklärte, dass die Besatzung im Fall, dass der Crewwechsel in Panama nicht möglich sei, nach Chile zurückgebracht werde. Dort würden angeblich Crewwechsel in Hafen von Lirquen durchgeführt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Stimmung an Bord kippte. Warum sprach das Unternehmen jetzt auf einmal davon, den Crewwechsel erneut zu verschieben? Warum hatte es wieder einmal nichts vorbereitet? Sollte dies ewig so weitergehen?</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach Monaten auf See über die ursprüngliche Vertragsdauer hinaus, erfüllt von dem Wunsch, endlich nach Hause zurückzukehren und ihre lang vermissten Familien und Freunde wiederzusehen, dachte die Besatzung der <em>Marvin Confidence</em> nun über härtere Maßnahmen nach, um ihr Recht auf Ausschiffung durchzusetzen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Auch der kranke Seemann erhielt schlechte Nachrichten. Man sagte ihm, er sei nicht arbeitsunfähig und habe deshalb keinen Anspruch darauf, mit dem Großteil der Crew heimgeschafft zu werden. Nach zehn Monaten auf See war er verzweifelt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Am 11. August kam das Schiff schließlich in Panama an. Um eine weitere Verlängerung wider Willen bis zur Rückkehr nach Chile zu vermeiden, beschlossen die elf Besatzungsmitglieder, einen Brief an die panamaische Schifffahrtsbehörde zu schicken und anzukündigen, dass sie die Arbeit einstellen würden, wenn nicht unverzüglich ein Crewwechsel organisiert werde – das Schiff werde lahmgelegt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Unter den Besatzungsmitgliedern, die Flagge zeigten und einen Schlussstrich zogen, waren der Kapitän, der Erste Offizier, der Zweite Offizier, der Chefingenieur, der Dritte Ingenieur, der Elektroingenieur, der Bootsmann, der Schlosser und der Chefkoch.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Inspektor Luis Fruto erklärte: "Diese Besatzung hatte die Nase voll. Sie hatten ihre ursprüngliche Dienstzeit abgeleistet und wurden von ihrem Arbeitgeber ein ums andere Mal überredet, ihre Verträge zu verlängern. Aber nun befanden sich auf einem in Panama registrierten Schiff in Panama und verlangten, endlich nach Hause zurückkehren zu können."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Eine Reederei und ihre Agenten sind dafür verantwortlich, die Ablösung von Besatzungen vorzubereiten – Covid-Protokolle sind keine Entschuldigung dafür, dies nicht zu organisieren. In einer solchen Situation trägt die Besatzung keine Schuld – warum soll sie also den Preis zahlen und eine Verlängerung akzeptieren?"</span></span></span></p> <p><span><span><span>Am 14. August 2020 erhielte Fruto schließlich einen Anruf vom Leiter der panamaischen Schifffahrtsbehörde, der ihm mitteilte, die gesamte Besatzung der <em>Marvin Confidence</em> habe Tickets für den Heimflug erhalten, auch der kranke Seemann. Fruto traf die Besatzungsmitglieder am Flughafen, um ihnen alles Gute zu wünschen. Sie bedankten sich beim ITF-Inspektor und seinen Kolleg*innen für ihre Hilfe und Unterstützung.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es war schön, nach einer derart unsicheren und belastenden Zeit das Lächeln auf ihren Gesichtern zu sehen," sagte Fruto.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Lehre aus solchen Berichten über Crewwechsel ist einfach: Wenn Seeleute für ihr Recht aufstehen, nach Ablauf ihrer Verträge auszuschiffen und heimgeschafft zu werden, steht die ITF an ihrer Seite. Crewwechsel sind in Ländern wie Panama möglich – aber die Seeleute müssen dazu bereit sein, die Chance zu ergreifen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wenn mehr Seeleute sich Vertragsverlängerungen widersetzen und ihr Recht auf Einstellung der Arbeit nach Ablauf ihrer Verträge durchsetzen, kann die Crewwechsel-Krise nach Meinung der ITF allmählich zu Störungen des Welthandels führen.</span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--49" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 21 Aug 2020 00:19:20 +0000 Rory_M 194890 at https://www.itfglobal.org ITF very concerned at Wakashio grounding, crew arrests https://www.itfglobal.org/en/news/itf-very-concerned-wakashio-grounding-crew-arrests <span class="field-title">ITF beunruhigt über die Verhaftung von Crewmitgliedern nach der Havarie der &#039;Wakashio&#039;</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Wakashino_web.png?itok=eQSWWPuE" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/24/2020 - 10:43</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), die 1,4 Millionen Seeleute vertritt, äußerte heute zunehmende Sorge über die Situation im Zusammenhang mit der Havarie der <em>Wakashio</em> und das Wohlergehen ihrer Besatzung.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das einer japanischen Reederei gehörende Schiff lief in der vergangenen Woche vor der Küste von Mauritius auf Grund und begann auseinanderzubrechen, sodass der intakten Meeresumwelt nun eine Ölpest droht.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion David Heindel wandte sich dagegen, dass Behörden und Öffentlichkeit vorschnell der Besatzung die Schuld in die Schuhe schieben. Stattdessen müsse eine ordentliche Untersuchung durchgeführt werden, um umfassenden Aufschluss über die ursächlichen Faktoren zu gewinnen, unter anderem hinsichtlich der Behauptungen, dass es auf dem Schiff Besatzungsmitglieder gegeben habe, die die gesetzlich zulässige Dienstzeit an Bord überschritten hätten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es ist beunruhigend, schon vor der Vorlage des Ergebnisses der Untersuchung in der Presse Behauptungen zu lesen, wonach die Besatzung der <em>Wakashio</em> für das Unglück verantwortlich sei."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir sind sehr besorgt über die Verhaftung von Sunil Kumar Nandeshwar, dem Kapitän der <em>Wakashio</em>, durch die mauritischen Behörden. In den letzten Tagen war außerdem die Rede von einer möglichen Verhaftung des Ersten Offiziers."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wie die gesamte Weltgemeinschaft machen wir uns Sorgen über die Meeresumwelt von Mauritius und das fragile Ökosystem der Insel, das nun durch das auslaufende Öl bedroht ist. Aber die Wut über diese Tragödie sollte sich eher gegen die Faktoren richten, die solche Vorfälle verursachen, statt gegen die Menschen, die zum Zeitpunkt des Unglücks zufällig die Verantwortung trugen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dem Vernehmen nach wurden die meisten Besatzungsmitglieder der <em>Wakashio</em> über ihre normale Vertragsdauer hinaus an Bord festgehalten. Es wäre zu früh, über die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen zu spekulieren. Dennoch ist es angebracht, daran zu erinnern, dass wir während der aktuellen Crewwechsel-Krise vor der Gefahr für Menschenleben, Sachwerte oder die Umwelt gewarnt haben, die von der zunehmenden Übermüdung und Erschöpfung der Beschäftigten im weltweiten Schifffahrtssektor ausgeht."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Reise- und Transitbeschränkungen, die von Regierungen in aller Welt verhängt wurden, um die Ausbreitung von Covid-19 zu bekämpfen, haben es Seeleuten schwer, und manchmal gar unmöglich gemacht, ihre Schiffe zu verlassen und von einer neuen Besatzung abgelöst zu werden."</span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir finden es irritierend, dass viele der Regierungen, die nun vorschnell unsere Branche für diesen Vorfall verurteilen, genau dieselben sind, die die Augen vor der humanitären Katastrophe verschließen, die dieses Unglück möglicherweise überhaupt erst verursacht hat."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Regierungen können nicht beides haben: Wenn sie besorgt sind über die Unglücke, deren mögliche Ursache übermüdete und erschöpfte Besatzungen sind, müssen sie sich auch darum kümmern, diese Seeleute von Bord zu bekommen und von einer neuen Crew ablösen zu lassen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die ITF, die uns angeschlossenen Seeleutegewerkschaften und die Arbeitgeber des Sektors arbeiten seit Februar mit Hochdruck daran, Regierungen über diese eskalierende Krise aufzuklären."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Interessengruppen im maritimen Sektor, die UN-Sonderorganisationen und die Vereinten Nationen selbst haben die Weltgemeinschaft vor den Risiken gewarnt, denen Schiffe ausgesetzt sind, deren Seetüchtigkeitsatteste verlängert werden und deren erschöpfte Besatzungen nicht abgelöst werden können. Es wurden detaillierte Protokolle für die sichere und gefahrlose Durchführung von Crewwechseln erarbeitet, aber bis heute sind nur eine Handvoll Länder mit gutem Beispiel vorangegangen und lassen die sichere Durchquerung ihres Hoheitsgebietes zur Ermöglichung von Crewwechseln zu."</span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die meisten Regierungen der Welt haben Hunderttausende von Seeleuten monatelang an Bord ihrer Schiffe im Stich gelassen und verwehrten ihnen, nach Beendigung ihrer Heuerverträge nach Hause zurückzukehren, obwohl die Unternehmen, bei denen sie beschäftigt sind, anboten, sehr teure Charterflüge für ihre Heimschaffung zu organisieren. Die Republik Mauritius ist eine solches Land, das selbst Flugzeugen, die eigene Staatsbürger*innen zurückbrachten, die Landung untersagte. Wann werden sie dafür zur Verantwortung gezogen?"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Viel zu viele Regierungen haben das Problem schleifen lassen, versucht, die Schuld auf andere abzuschieben, und aktiv Versuche von Branchenakteuren vereitelt, Seeleute zu und von den Schiffen zu bringen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Tragödie der <em>Wakashio</em>, ihrer Besatzung und der Bevölkerung von Mauritius ist für uns alle ein warnendes Exempel dafür, was geschehen kann, wenn von müden und erschöpften Menschen erwartet wird, für unbeschränkte Zeit zu arbeiten. Es ist nicht zu verantworten und inakzeptabel, dass Seeleute auf Kosten ihrer physischen und psychischen Gesundheit weiterarbeiten müssen: Es wird zwangsläufig zu Fehlern kommen. Unglücke wie dieses werden sich wiederholen!"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Es ist höchste Zeit, dass Nationen, die vom Seehandel abhängen, die ihre Meeresumwelt wertschätzen, die zynischerweise Vorteile aus dem Status eines Flaggenstaates ziehen, aber keinerlei Führungsstärke zeigen, wenn es darauf ankommt, endlich Verantwortung übernehmen. Tut etwas! Oder auch an euren Händen werden Öl und Blut kleben," mahnte David Heindel.</span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--50" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 21 Aug 2020 08:07:03 +0000 Rory_M 194891 at https://www.itfglobal.org IBF calls for action on Gulf of Guinea piracy https://www.itfglobal.org/en/news/ibf-calls-action-gulf-guinea-piracy <span class="field-title">IBF fordert Maßnahmen zur Bekämpfung der Piraterie im Golf von Guinea</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Guinea%20Piracy.png?itok=_JOnN5ZZ" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 08/21/2020 - 14:15</span> <div class="field-body"><p><span><span><strong><span><span>Erklärung des Ausschusses Kriegsgefahrenzonen des Internationalen Verhandlungsforums zur Piraterie im Golf von Guinea </span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Piraterie im Golf von Guinea hat eine jahrzehntelange Geschichte, aber erst in den letzten Jahren wurden die kriminellen Methoden ausgefeilter und gewalttätiger. Die Zunahme der Angriffe und erfolgreichen Entführungen in der Region gibt der internationalen Schifffahrtsgemeinschaft Anlass zu ernster Sorge. Seit Januar 2020 wurden laut einem Bericht des Internationalen Schifffahrtsbüros (International Maritime Bureau – IMB) 77 Seeleute entführt oder zur Erpressung von Lösegeld als Geiseln gehalten. Das IMB berichtete ferner, dass der Golf von Guinea vor Westafrika für die Handelsschifffahrt immer gefährlicher wird und dort etwa 90 Prozent der weltweit gemeldeten Entführungen auf See stattfinden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Am 11. August 2020 hielten die Gemeinsame Verhandlungsgruppe der Reeder (JNG) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) eine virtuelle Sitzung des Ausschusses Kriegsgefahrenzonen des Internationalen Verhandlungsforums (IBF) ab, um über die Zunahme gewalttätiger Angriffe gegen Schiffe und ihre Besatzungen im Jahr 2020 zu beraten. Die Angriffe bzw. versuchten Angriffe ereigneten sich überwiegend jenseits der 12-Meilen-Zone in einer Entfernung von 20 bis 200 Seemeilen östlich und westlich von der nigerianischen Küste.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Sicherheit und der Schutz von Seeleuten haben höchste Priorität. Daher sind potenzielle Hochrisikozonen Gegenstand regelmäßiger Überwachung und Beratungen von JNG und ITF als verantwortliche Sozialpartner im maritimen Sektor. Der IBF-Ausschuss Kriegsgefahrenzonen befand die Situation im Golf von Guinea für äußerst besorgniserregend sei und war sich einig, dass weitere Erkenntnisse darüber gewonnen werden müssen, wo sich seit Januar 2020 Angriffe und versuchte Angriffe ereigneten, um mögliche Änderungen der aktuellen Ausweisung von Kriegsgefahrenzonen durch das IBF zu erörtern.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Auf einer internationalen Konferenz für maritime Sicherheit, die im Oktober 2019 in Nigeria abgehalten wurde, betonte Nigeria, dass die Sicherheit und der Schutz des Seeverkehrs unabdingbar für die Entwicklung des nahtlosen Handels und einer effizienten wirtschaftlichen Integration seien. Die Konferenzteilnehmer*innen verabschiedeten eine Erklärung, in der die Staaten in der Region dazu aufgefordert werden, mehr finanzielle und logistische Ressourcen für die Stärkung nationaler Seestreitkräfte und Küstenwachen bereitzustellen, die derzeit Verbrechen auf See bekämpfen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>JNG und ITF unterstützen die Erklärung mit Nachdruck und appellieren an die Küstenstaaten, ihre Zusammenarbeit und gemeinsamen Anstrengungen zur Lösung dieser ernsten Situation intensivieren, da ansonsten der gesamte maritime Sektor und die Küstenstaaten selbst Schaden nähmen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Auf der Sitzung des IBF-Ausschusses Kriegsgefahrenzonen beantragte die ITF ferner, dass der Ausschuss Schritte zur Senkung des zunehmenden Risikos in Erwägung ziehen solle, das vom Zusammenbruch eines tragfähigen Systems zur Durchführung von Crewwechseln in aller Welt infolge der umfassenden staatlichen Restriktionen als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie ausgehe. Konkret vertritt die ITF den Standpunkt, dass die Häfen, in denen Seeleute aufgrund der staatlichen Beschränkungen nicht abmustern können, als Hochrisikozonen deklariert werden, da die Tatsache, dass physisch und psychisch erschöpfte Seeleute dazu genötigt werden, länger als elf Monate zu arbeiten, ein hohes Risiko für das Leben der Seeleute und die Umwelt darstelle.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der IBF-Ausschuss Kriegsgefahrenzonen urteilte einhellig, dass Defizite bei der effektiven Durchführung von Crewwechseln weltweit ein Risiko darstellen, und befürwortete eine Beratung des Antrags und seiner möglichen Implikationen. Bei der Verfechtung ihrer Position erklärten die ITF-Vertreter*innen im Ausschuss, dass die ITF, die ihr angeschlossenen Gewerkschaften und ihr Inspektor*innen-Team Seeleuten, die ihre vorgesehene Dienstzeit abgeleistet haben und in ihre Herkunftsländer zurückkehren wollen, weiter Unterstützung leisten werden.</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--51" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 19 Aug 2020 10:10:57 +0000 Rory_M 194889 at https://www.itfglobal.org Stranded seafarers fly home from Brazil https://www.itfglobal.org/en/news/stranded-seafarers-fly-home-brazil <span class="field-title">Gestrandete Seeleute fliegen von Brasilien nach Hause</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_ITF%20working%20to%20get%20Ukrainian%20seafarers%20get%20home%20paid_0.png?itok=rc6gIirl" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 08/21/2020 - 10:52</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Nach acht Wochen Ungewissheit, fern von Zuhause, ohne Heuern und vom Hunger bedroht, sind 14 Seeleute aus der Ukraine und Montenegro, die in der Bucht von São Sebastião in Brasilien festsaßen, dank der Hilfe der ITF wieder zurück bei ihren Familien. Und das mit 261.009 US-Dollar Heuernachzahlungen in der Tasche.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Juli hatte Renialdo de Freitas berichtet, dass er in seiner Funktion als ITF-Inspektor in Brasilien </span></span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-bemueht-sich-um-die-eintreibung-von-heuerrueckstaenden-und-die-heimschaffung-ukrainischer"><span><span>Kontakt zu der Besatzung aufgenommen hatte und sich gemeinsam mit Regierungsbehörden um die Eintreibung ausstehender Heuern bemühte</span></span></a><span><span>. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Hier der Insiderbericht über die Prüfungen und Leiden der Besatzungsmitglieder der <em>Srakane<em><span>. </span></em></em></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>De Freitas empfing einen Notruf des Ersten Offiziers der <em>Srakane</em> Nikita Pavlenko*, als das Schiff im April von Marokko in Salvador eintraf.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir gehen heute Morgen (20. April) vor Anker," schrieb Pavlenko in seiner E-Mail. "Fünf Besatzungsmitglieder haben seit sechs Monaten keine Heuern erhalten und wollen von Bord. Alle Verträge sind abgelaufen. Wir hoffen auf Ihre Hilfe."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>De Freitas fragte nach, ob das Schiff Mängel habe, sodass nach nationalem Recht und dem Seearbeitsübereinkommen die Möglichkeit bestünde, es in einem brasilianischen Hafen festzuhalten. Pavlenko wies ihn auf Probleme mit dem Kran, Lukenabdeckungen und Navigationsgeräten auf der Kommandobrücke hin.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der 34 Jahre alte Stückgutfrachter lag einen Monat für Reparaturen und zur Bunkerung von Treibstoff in Salvador fest. Die Besatzung machte sich Sorgen, weil die Vorräte zur Neige gingen und ihre Familien kein Geld erhielten. Der Erste Offizier Pavlenko litt wegen der Belastung unter Migräneanfällen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Meine Kopfschmerzen wurden von Tag zu Tag schlimmer. Ich schluckte ständig Tabletten," schrieb er später.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dann nahm das unter der Flagge von Panama fahrende Schiff Kurs nach Süden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich verfolge die Schiffsposition," schrieb de Freitas der Besatzung. "Ich bin bereit, die Hafenbehörde von São Sebastião zu kontaktieren. Ich habe bereits Claudio Tarifa (Arbeitsinspektor, Brasilien), den Eigner des Schiffes und die Hafenbehörden informiert."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich habe um dringende Maßnahmen zur Versorgung des Schiffes mit Lebensmitteln und sonstigen Vorräten gebeten."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als die <em>Srakane</em> am 1. Juni im Hafen von São Sebastião einlief, nahm de Freitas eine vierstündige Autofahrt auf sich, um sich mit der Besatzung zu treffen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Pavlenko zufolge setzte sie der Kapitän unter Druck, nichts zu sagen. Er machte der Besatzung Vorwürfe, weil sie die Behörden eingeschaltet hatten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Kapitän war einer von nur zwei Kroaten an Bord, das nach einer Insel in der kroatischen Adria benannt ist und einer kroatischen Reederei gehört.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Mir wurde gesagt, dass sie sich in die Haare gerieten und Pavlenko sich in seiner Kabine einsperrte," erzählte de Freitas. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der ITF-Inspektor riet der Crew, bei weiteren Provokationen oder Schikanen Ruhe zu bewahren und das Schiff nicht zu verlassen, bevor die Heuern ausgezahlt wären.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sonst könntet ihr alles verlieren," schrieb er.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Crew machte klar, sie werde nun klare Kante zeigen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir haben genug davon, dass unsere Familien so verhöhnt werden," schrieb ein Besatzungsmitglied. "Viele unserer Verwandten brauchen medizinische Behandlung, und wir können noch nicht einmal für den Unterhalt unserer Kinder sorgen." </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"An wen sonst sollten wir uns wenden, wenn unsere Rechte verletzt werden, nicht nur als Seeleute, sondern als Menschen," fügte er in einem Hilferuf an den Präsidenten der Ukraine hinzu.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Brasilien hat im November 2019 das Seearbeitsübereinkommen unterzeichnet, und die Behörden hielten es für wichtig, es bei dieser Gelegenheit durchzusetzen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die brasilianische Marine half bei der erneuten Bevorratung des Schiffes. Es wurde eine Arbeitsgruppe mit Vertreter*innen der Ministerien für Arbeit, Justiz und soziale Sicherheit sowie der Bundespolizei und der Marine zusammengestellt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dem Vertreter der Reederei wurde eine Frist bis zum 16. Juni gesetzt.  Als diese Frist verstrichen war, wurde das Schiff zur Sicherung von Heueransprüchen und sonstigen Forderungen arrestiert.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Danach arbeitete de Freitas per Videokonferenz mit der Staatsanwaltschaft zusammen, um bei der Einleitung eines Klageverfahrens gegen die Reeder, Verwalter und Befrachter des Schiffes zu helfen.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF bereitete eine Klage wegen Zurücklassung und Verletzung der Rechte der Besatzung sowie mangelhafte Schiffswartung nach dem Seearbeitsübereinkommen vor.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als er herausfand, dass den Männern an Bord seit vier bis elf Monaten keine Heuern ausbezahlt worden waren, meldete der brasilianische Arbeitsinspektor Claudio Tarifa dem ukrainischen Generalkonsulat schwere Verstöße gegen Menschen- und Arbeitsrechte. Er berichtete, dass einige Besatzungsmitglieder noch nicht einmal die Heuern aus vorherigen Verträgen erhalten hätten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Der Crew bleibt nichts anderes übrig, als für ihre eigene Versorgung und die grundlegenden Bedürfnisse ihrer Familienangehörigen selbst aufzukommen," so Tarifa. "Keine Heuern in der Tasche zu haben, macht die Seeleute angreifbar und wehrlos. Sie haben keinerlei Optionen, sie können das Schiff nicht verlassen und haben keine Handhabe."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Aber die ITF schlug auch im Herkunftsland der meisten Besatzungsmitglieder der <em>Srakane</em> Alarm. ITF-Inspektorin Nataliya Yefrimenko redete Klartext:</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ihr Arbeitgeber kommt seinen Verpflichtungen nicht nach, was gravierende Folgen für die Familien haben wird, die von diesen Heuern abhängen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Schiffsbetreiber Oceans Wide Ltd und der Arbeitgeber machten finanzielle Probleme aufgrund der Covid-19-Krise geltend.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Pandemie hat zwar massive Beeinträchtigungen für die Beschäftigten im weltweiten Schifffahrtssektor und einige Schifffahrtsrouten zur Folge, aber der Seefrachtverkehr läuft weitgehend unbeschadet weiter. Die Crewwechsel-Krise zieht Seeleute in Mitleidenschaft, die nicht ein- oder ausschiffen können – aber sie hat noch keine Auswirkungen auf Schifffahrtsunternehmen oder die Versorgung mit Gütern. Die Besatzung der <em>Srakane</em> hatte jedenfalls schon Monate vor dem Ausbruch der Pandemie keine Heuern mehr gesehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>De Freitas erklärte, die ITF sei misstrauisch, wenn Arbeitgeber ihre Besatzungen unter Berufung auf Covid-19 um ihre Heuern betrügen. Wenn ein Reeder zahlungsunfähig ist, können nach dem Seearbeitsübereinkommen andere Parteien, einschließlich der Befrachter, in Haftung genommen werden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die brasilianischen Behörden bemühten sich unermüdlich um eine Lösung, um die ausländische Crew der <em>Srakane</em> heimzuschaffen und ihre Heuern einzutreiben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Am 4. Juli kam dann der Durchbruch. Der örtliche Geschäftsmann João Carlos Camisa Nova Junior vom Agrarunternehmen CBA Exportação de Produtos Agrícolas Ltda erklärte sich bereit, Seachios Ltd als Subcharterer mit dem Transport von Sojabohnen auf der <em>Srakane</em> zu beauftragen. Er zahlte 300.000 US-Dollar im Voraus, mehr als für die Begleichung der Heuerschulden und der Heimschaffungskosten benötigt wurde.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er schloss mit dem Charterunternehmen Seachios eine Durchführungsbestimmung ab, einen so genannten Termo de Ajuste de Conduta (TAC), den CBA als Bürge unterzeichnete. Seachios heuerte daraufhin eine brasilianische Besatzung für die <em>Srakane</em> an, sodass die ukrainischen und montenegrinischen Besatzungsmitglieder endlich abgelöst werden und nach Hause fliegen konnten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach Reparaturarbeiten wurde die Arrestierung des Schiffes aufgehoben. Die <em>Srakane</em> war wieder betriebsbereit, um Güter vom Hafen von São Sebastião über den Atlantik nach Europa zu transportieren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Außer den gesamten ihnen zustehenden Heuern wurden allen Seeleuten die Kosten für Flug und Transfer, medizinische Versorgung, Unterkünfte sowie Mahlzeiten während der Reise erstattet. Darüber hinaus erhielt jeder von ihnen 400 US-Dollar für Reiseauslagen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Drei Besatzungsmitglieder, die unter Stresssymptomen litten, wurden am 18. Juni gemeinsam mit einem Offiziersanwärter aus Montenegro als erste heimgeschafft. Die zwölf noch an Bord verbliebenen Seeleute folgten am 26. und 30. Juli.  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Zweite Offizier und der Kapitän der <em>Srakane</em> werden ausschiffen, wenn das Schiff im nächsten Hafen einläuft.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach seiner Ankunft in der Ukraine schrieb der Erste Offizier Pavlenko an ITF-Inspektor Freitas in Brasilien: "Vielen Dank für deine enormen Bemühungen und deinen gigantischen Einsatz ... Alle Besatzungsmitglieder haben ihre Heuern erhalten."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Männer von der <em>Sakrane</em> sind wieder zuhause. Mit den Heuern, die ihnen zustehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>-</span></span></span></span></p> <p><span><span><em><span><span>*Der Name wurde von uns geändert.</span></span></em></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--52" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 19 Aug 2020 05:05:53 +0000 Rory_M 194888 at https://www.itfglobal.org Only a new deal can save aviation https://www.itfglobal.org/en/news/only-new-deal-can-save-aviation <span class="field-title">Nur ein &quot;New Deal&quot; kann den Luftverkehr retten </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/COVID19%20Safe%20aviation%20Global.png?itok=x_hlcfAN" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/118" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">anna_p</span></span> <span class="field-created">Fri, 08/14/2020 - 09:14</span> <div class="field-body"><p><span><span>Der Luftverkehrssektor wird gerade von einer zweiten Welle getroffen und die gesamte Branche leidet mit dem Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen bereits unter den Nachbeben. Die ITF fordert für Luftverkehrsbeschäftigte dringend einen "New Deal" auf der Grundlage von direkten Unterstützungsleistungen zur Linderung sozialer Not, Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung und Reformen.</span></span></p> <p><span><span>Am Anfang der Covid-19-Pandemie stellten wir zehn Schlüsselforderungen an Regierungen und Arbeitgeber auf. Wie eine Umfrage der ITF unter den ihr angeschlossenen Gewerkschaften ergab, setzten die meisten unserer Mitgliedsorganisationen viele dieser Forderungen für ihre Mitglieder durch, allerdings nur für einen befristeten Zeitraum. Inzwischen sind die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie deutlich spürbar, und viele der Förderleistungen, die anfangs zur Rettung von Arbeitsplätzen, zur Unterstützung der Beschäftigten und zum Schutz der Branche bereitgestellt wurden, versiegen nun allmählich, was die Branche in einen verzweifelten Überlebenskampf treibt. Wir erneuern unseren Aufruf an Regierungen und Arbeitgeber, unsere Schlüsselforderungen aufzugreifen.</span></span></p> <p><span><span>Alle betroffenen Parteien müssen bei der wirtschaftlichen Erholung des Sektors mithelfen. Dazu gehören die Beschäftigten, Arbeitgeber, Regulierungsbehörden und Staaten.</span></span></p> <p><span><span><strong>Auswirkungen auf die Beschäftigten</strong></span></span></p> <p><span><span>In diesem Fall besteht die zweite Welle nicht in Covid-19, sondern in der Gefahr für die Beschäftigung von Hunderttausenden von Arbeitnehmer*innen in der globalen Luftverkehrswirtschaft. Fast täglich macht irgendwo in der Welt die Meldung von einer weiteren Fluggesellschaft Schlagzeilen, die Beschäftigte entlässt oder dem finanziellen Desaster entgegengeht. </span></span></p> <p><span><span>In einer Zeit, in der der Luftverkehr für uns alle einen so wesentlichen Beitrag zur Bewältigung der schlimmsten Auswirkungen der Pandemie leistet, ist dies ist kaum zu fassen. Die uns angeschlossenen Gewerkschaften und ihre Mitglieder haben sich der Verantwortung gestellt und ihren Beitrag zu unserer Unterstützung geleistet. Nun müssen wir uns dafür erkenntlich zeigen, indem wir dasselbe für sie tun.</span></span></p> <p><span><span>Die Rettung des Luftverkehrssektors und all der Arbeitsplätze und Bevölkerungsgruppen, die von Flugreisen abhängen, wird nicht von heute auf morgen geschehen. Die Branche braucht umfassende Neuerungen, um auf lange Sicht nachhaltig zu sein. </span></span></p> <p><span><span>Zunächst müssen jedoch direkte Unterstützungsleistungen im Mittelpunkt stehen, um den Verlust hochqualifizierter Arbeitskräfte zu verhindern, die für die Aufrechterhaltung der für den Wiederaufschwung der Branche erforderlichen Infrastruktur unverzichtbar sind. Die potenziellen Stellenverluste werden weit über den eigentlichen Luftverkehrssektor hinaus zum Tragen kommen, denn auch Arbeitsplätze in der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie in der Tourismusbranche hängen in hohem Maße vom Luftverkehr ab.</span></span></p> <p><span><span>Um das Vertrauen der Fluggäste zurückgewinnen wollen, ist auch entscheidend, dass die Beschäftigten des Sektors sich sicher fühlen. Aus diesem Grund hat die ITF klare Bedingungen für eine sichere Wiederaufnahme des Luftverkehrs aufgestellt. </span></span></p> <p><span><span><strong>Finanzhilfen</strong></span></span></p> <p><span><span>Die zu Beginn der Krise eingeführten staatlichen Programme müssen erweitert werden, damit die Branche wieder Luft unter die Flügel bekommt. Finanzhilfen für Unternehmen müssen an die Bedingung langfristiger Reformen geknüpft sein. </span></span></p> <p><span><span>Die Einrichtung nationaler Arbeitsgruppen unter Einbeziehung aller Akteure als gleichberechtigte Partner ist eine gute Ausgangsbasis. Sicherzustellen, dass systemrelevante Arbeitskräfte nicht zu Krisenopfern werden, muss oberste Priorität haben, was den Schutz von Arbeitsplätzen und Beschäftigungsbedingungen als zentrale Säulen finanzieller Unterstützungsprogramme beinhaltet. Außerdem müssen Arbeitnehmer*innen Vorrang vor Profiten haben und sämtliche Leistungen, die die Beschäftigten eingebüßt haben, vor der Ausschüttung von Dividenden und Gehaltserhöhungen für Vorstandsvorsitzende wieder hergestellt werden, wenn die Fluggesellschaften wieder in Gewinnzonen kommen.</span></span></p> <p><span><span>Ferner muss die Branche Zugang zu an Voraussetzungen geknüpfte Finanzhilfen haben, die Anreize zur Erneuerung der Flugzeugflotten schaffen, einschließlich der Verschrottung älterer Flugzeuge, die dann durch neuere, sauberere und effizientere Modelle ersetzt werden. Die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks der Luftverkehrsbranche ist ein gemeinsames Ziel aller wichtigen Akteure, das mit der richtigen Weitsicht und Planung erreichbar ist.</span></span></p> <p><span><span><strong>Luftverkehrs-Ökosystem</strong></span></span></p> <p><span><span>Wenn die Branche wieder auf die Beine kommen will, ist ein taugliches Ökosystem für sie unverzichtbar. Die Sicherheit der Flughäfen und der Infrastruktur ist entscheidend, damit das Vertrauen der Fluggäste in Zukunft wieder wächst. </span></span></p> <p><span><span>Die Coronavirus-Pandemie wirkt wie ein Brennglas, das die Fallstricke der Deregulierung und Privatisierung in den Flughäfen sichtbar macht, sodass viele Regierungen nun über eine Renationalisierung oder ähnliche Maßnahmen nachdenken, um Passagiere und Arbeitsplätze zu schützen und die Mobilität und wichtige Lieferketten aufrechtzuerhalten. </span></span></p> <p><span><span>Für den Aufbau der neuen Infrastruktur, die für den Übergang zu einer umweltfreundlicheren Branche erforderlich ist, wird der Sektor umfassende langfristige Investitionen benötigen. Diese neueren oder umgebauten Flughäfen sind eine unverzichtbare Komponente zur Verringerung des künftigen Pandemierisikos für Fluggäste, da die neuesten Erkenntnisse und Erfahrungen in ihre Gestaltung einfließen können. Arbeitnehmerkapital wird bei der Entwicklung dieser Projekte eine wichtige Rolle spielen. </span></span></p> <p><span><span><strong>Systemintegration</strong></span></span></p> <p><span><span>Seitdem unsere Branche von Covid-19 heimgesucht wird, sucht die ITF strategische Partner, die sich so wie sie für die Rettung unseres Sektors und eine für Beschäftigte und Fluggäste gleichermaßen sichere Wiederbelebung des Luftverkehrs einsetzen. Der erfolgreiche Wiederaufschwung des Sektors muss auf einem soliden Fundament und der Erkenntnis aufbauen, dass eine Erholung ohne hochqualifizierte Arbeitskräfte unmöglich ist. </span></span></p> <p><span><span>Wir werden unsere Beziehungen und Zusammenarbeit mit Organisationen vertiefen, die dazu bereit sind, sich unserer Vision eines "New Deal" für den Luftverkehr auf der Grundlage von direkten Unterstützungsleistungen, Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung und Reformen zu verschreiben.</span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/zivilluftfahrt" hreflang="de">Zivilluftfahrt</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--53" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 12 Aug 2020 09:32:08 +0000 Natalie 194877 at https://www.itfglobal.org ITF welcomes new ships to Liverpool, but warns Atlantic Container Line over crew change https://www.itfglobal.org/en/news/itf-welcomes-new-ships-liverpool-warns-atlantic-container-line-over-crew-change <span class="field-title">ITF begrüßt die Einflaggung neuer Schiffe in Liverpool, nimmt Atlantic Container Line aber für Crewwechsel in die Pflicht</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Liverpool%20WebImage.png?itok=XTwhQMme" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 08/11/2020 - 10:50</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Liverpool ist der Heimathafen einer Reihe von Schiffen, die derzeit im Schiffsregister des Vereinigten Königreichs eingetragen werden, was darauf hindeuten könnte, dass der Inselstaat möglicherweise seinen Platz als führende Schifffahrtsnation wieder geltend machen wird. Aber Schifffahrtsgesellschaften werden mehr tun müssen, um den Ruf Großbritanniens inmitten der Crewwechsel-Krise aufrechtzuerhalten, meint der Inspektor der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) Tommy Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Oktober 2016 feierte der Hafen von Liverpool die Einflaggung eines neuen Schiffs, das zur Flotte der Atlantic Container Line (ACL) gehört. Es war eines von fünf Schiffen, das im Hafen von Liverpool registriert wurde. Zur Taufe des jüngsten Schiffs, der <em>Atlantic Sea</em>, kam damals die </span><a href="https://www.liverpoolecho.co.uk/news/liverpool-news/ship-princess-anne-christen-today-12051776"><span>britische Prinzessin Anne in den Hafen</span></a><span>. Es war das erste Mal seit 50 Jahren, dass ein Mitglied der königlichen Familie dort ein Schiff taufte. ACL-Geschäftsführer Ian Higby sagte, wenige Schiffe hätten in den letzten Jahren den Namen der berühmten Stadt getragen, und es sei gut, dass sie wieder ihren angestammten Platz einnehme.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Tommy Molloy ist jedoch der Meinung, dass ACL angesichts der aktuellen Crewwechsel-Krise die Heimschaffung seiner Seeleute in die Hand nehmen muss, wenn die Reederei den Standards der britischen Flagge gerecht werden und Liverpools Ruf als Hafen der Weltklasse hochhalten will.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit einen guten Ruf, und die Seeleute haben es geschätzt, dort beschäftigt zu sein. Aber es stimmt schon skeptisch, wenn Besatzungsmitglieder anonym um Hilfe bitten, um nach Hause zu ihren Familien zurückgeführt zu werden, und sich nicht trauen, ihre Identität preiszugeben. Die Seeleute an Bord der Schiffe von Atlantic machen sich offenkundig Sorgen, dass sie Folgen zu befürchten haben, wenn sie sich nach Ablauf ihrer Verträge weigern, weiterzuarbeiten," so Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach dem Seearbeitsübereinkommen hat ein Seemann das Recht, die Arbeit einzustellen und auf Kosten des Arbeitgebers heimgeschafft zu werden, wenn sein Vertrag abgelaufen ist. Die maximale Dienstzeit an Bord beträgt elf Monate.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Aber für 300.000 Seeleute, die nach </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/300000-seeleute-gefangen-auf-see-zuspitzung-der-crewwechsel-krise-erhoeht-den-handlungsdruck"><span>Schätzungen der ITF</span></a><span> an Bord ihrer Schiffe festsitzen, ist es schwierig, wenn nicht gar unmöglich geworden, dieses Recht wahrzunehmen. Weitere 300.000 Seeleute sind arbeitslos und warten verzweifelt darauf, die Besatzungen an Bord abzulösen. Die Hauptursachen der "Crewwechsel-Krise" sind die geschlossenen Grenzen von Hafen- und Transitländern und Herkunftsländern der Seeleute sowie der Mangel an Flügen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Molloy zufolge haben viele Seeleute Angst, sich zu äußern, weil sie befürchten, nicht wieder angeheuert zu werden, und denken, sie haben keine andere Wahl, als immer wieder Vertragsverlängerungen zu unterzeichnen, selbst wenn sie damit gegen nationale und internationale Gesetze verstoßen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Häufig muss die ITF eingeschaltet werden, um dafür zu sorgen, dass die Rechte der Seeleute eingehalten werden. Im Falle von Atlantic Container Line musste Molloy ein ganzes Netz von Eigentumsstrukturen und Auftraggebern entwirren, um der größtenteils von den Philippinen stammenden Besatzung zu ihrem Recht auf Ausschiffung zu verhelfen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Eigner des Schiffes sind als in den USA ansässig aufgeführt, die eingetragenen Eigentümer befinden sich in Schweden, das Mutterunternehmen in Italien und die Verwaltung in Monaco. Am 6. Juli habe ich zu mehreren von ihnen Kontakt aufgenommen, um sie zu fragen, ob sie vorhätten, diese Besatzung zu ersetzen, deren Vertragslaufzeit bereits bei der Ankunft in Liverpool, dem Heimathafen des Schiffes, überschritten war," erklärte Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In einer E-Mail hatte Molloy dem Unternehmen mitgeteilt, dass Seeleute in Großbritannien als systemrelevante Arbeitskräfte betrachtet würden und ihrer Abmusterung daher nichts m Wege stehe. Das Unternehmen entgegnete, dass es Probleme gebe, Flüge von und zu den Philippinen zu organisieren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sie sagten mir, sie hätten vergeblich versucht, Flüge von Großbritannien nach Manila zu buchen. Ich suchte selbst und fand verfügbare, wenn auch teure, von Manchester und London abgehende Flüge. Ich schickte ihnen die entsprechenden Informationen und erklärte ihnen, sie hätten eine Fülle von Optionen, um diese Seeleute abzulösen – weltweit warteten 300.000 darauf, unter Vertrag genommen zu werden," berichtete Molloy.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sie sagten mir, dies sei aus betrieblichen und Einarbeitungsgründen unmöglich und nicht sicher. Ich wies sie darauf hin, dass die gesamte Branche empört sei, dass unkooperative Regierungen die unsichere Situation zuließen, Besatzungsmitglieder weit über deren Vertragsende hinaus an Bord festzuhalten. Manche dieser Seeleute sind seit einem Jahr nicht an Land gewesen – soll das etwa sicher sein?"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dank der Bemühungen der ITF musterten am 19. Juli fünf Besatzungsmitglieder in Liverpool ab und wurden von bulgarischen Seeleuten abgelöst.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wie Molloy berichtete, kamen die abgemusterten philippinischen Seeleute für mehrere Tage in einem Hotel unter, bevor sie in ihr Heimatland zurückflogen, um ihre seit Monaten vermissten Familien wiederzusehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Leider hatten aber nicht alle Besatzungsmitglieder das Selbstvertrauen, mit der Bitte um Heimschaffung den Zorn ihres Arbeitgebers zu riskieren. Molloy zufolge verließ das ACL-Schiff Liverpool in Richtung Kanada mit mehreren philippinischen Besatzungsmitgliedern, die seit fast 15 Monaten an Bord waren, weit länger als die neun Monate, für die sie ursprünglich angemustert worden waren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sie hatten das ITF-Sekretariat in London kontaktiert, und unsere Inspektoren in Deutschland, Antwerpen und Liverpool baten uns, sie von Bord zu holen," so Molloy. "Aber das hatten die Seeleute anonym getan, ohne zu sagen, wer sie sind. Leider sind wir darauf angewiesen, dass Seeleute ihre Heimschaffung offen verlangen. Nur so können wir ihnen in Häfen wie Liverpool dabei helfen, von Bord zu gehen und für ihre Rückkehr nach Hause sorgen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dass diese Seeleute sich nicht getraut haben, aufzustehen, um den Dienst einzustellen und um ihre Rückkehr nach Hause zu bitten, ist für die ITF sehr besorgniserregend. Uns beunruhigt ferner, dass einige Unternehmen die logistischen Probleme der aktuellen Krise womöglich als Vorwand nutzen, um Crewwechsel zu umgehen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Uns ist bewusst, dass Flüge momentan teuer sind. Deshalb setzen wir uns mit Hilfe der Regierungen dafür ein, mehr Flugverbindungen verfügbar zu machen. Aber teure Flüge sind kein Grund, die Heimschaffung von Seeleuten in der Hoffnung, dass sie vielleicht billiger werden, aufzuschieben. Arbeitgeber sind nach dem Seearbeitsübereinkommen dazu verpflichtet, Seeleute nach Ablauf ihrer Verträge heimzuschaffen – und auch während dieser Pandemie verdienen Arbeitgeber noch Geld. Weitere Verzögerungen wären für Seeleute nach der Loyalität und Geduld, die sie während dieser Krise gezeigt haben, ein Schlag ins Gesicht."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir wissen, dass die Situation, an Bord dieser Schiffe festzusitzen, Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit von Seeleuten hat. Es ist nicht hinnehmbar und nicht vertretbar, sie weit länger als ursprünglich vereinbart von ihren Familien getrennt zu lassen, oft ohne Möglichkeiten zur Kommunikation. Ich vermute, dass Suizid momentan die Haupttodesursache für Seeleute ist. Arbeitgeber müssen jede sich bietende Chance nutzen, ihre Besatzungen abzulösen und heimzuschaffen, bevor es zu spät ist," so Molloy.</span></span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--54" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Sat, 08 Aug 2020 04:51:51 +0000 Rory_M 194871 at https://www.itfglobal.org Australia listing towards clogged ports as over-contract seafarers stop two new ships https://www.itfglobal.org/en/news/australia-listing-towards-clogged-ports-over-contract-seafarers-stop-two-new-ships <span class="field-title">Überfüllte Häfen in Australien: Seeleute legen zwei weitere Schiffe nach Vertragsüberziehung still </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/2020-08-06%20Press%20Release%20-%20Australia%20listing%20towards%20clogged%20ports%20as%20over-contract%20seafarers%20stop%20two%20new%20ships.png?itok=bWnV0YyD" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/10/2020 - 14:09</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) geht davon aus, dass Australien infolge der sich rapide zuspitzenden Crewwechsel-Krise an seinen Küsten auf ein wirtschaftliches Desaster zusteuert. Heute haben die Besatzungen von zwei weiteren Schiffen in Westaustralien und Victoria erklärt, nicht weiterfahren zu wollen, und ihre Heimschaffung verlangt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die <em>Conti Stockholm</em> und die <em>Ben Rinnes</em> sind nur die letzten in einer Reihe von lahmgelegten Schiffen, die Liegeplätze blockieren, nachdem die mit Aluminium beladene <em>Unison Jasper</em> bereits </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-trifft-die-australische-huettenindustrie">in der letzten Woche in Newcastle (Bundesstaat New South Wales) festgehalten wurde</a><span>.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Im Hafen von Fremantle (Perth) wurde heute das Containerschiff <em>Conti Stockholm</em> gestoppt. Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff gehört zur Flotte der deutschen NSB-Gruppe. </span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="e5c67c2f-c0c1-4bb3-86a5-6c7702166cf2" height="1118" src="/sites/default/files/inline-images/20200805_172829.jpg" width="838" /> <figcaption><strong><em>Die im Hafen von Fremantle stillliegende MV Conti Stockholm (Quelle: ITF)</em></strong></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Das Schiff sitzt nun fest und fährt vorerst nirgendwo hin, bis eine Crew zur Ablösung eingetroffen ist. Die aus Rumänien, China, Sri Lanka, den Philippinen und Polen stammenden Besatzungsmitglieder weigern sich, weiterzufahren, und verlangen nach mehreren Monaten auf See ihre Heimschaffung. Diese Seeleute haben ihre Verträge überzogen und nach dem Seearbeitsübereinkommen das Recht, nach Vertragsende die Arbeit einzustellen und auf Kosten des Arbeitgebers in ihre Heimatländer zurückgeführt zu werden. </span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="890b2e1f-0e8d-42c2-bf7d-23d86f3c751d" height="440" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-08-06%20at%208.16.56%20PM.png" width="495" /> <figcaption><strong><em>Senator Glenn Sterle im Gespräch mit dem Kapitän der MV Conti Stockholm (Quelle: ITF)</em></strong></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Senator Glen Sterle, ein Abgeordneter der Labor-Opposition im australischen Bundesparlament, ging an Bord der <em>Conti Stockholm</em>. Er unterstützt die Forderung der ITF an die australische Regierung, gemeinsam mit Gewerkschaften und Branchenunternehmen koordinierte Maßnahmen zur Entschärfung der Crewwechsel-Krise zu ergreifen.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="3b3625b3-522a-48f6-bdef-9aec74ed9262" height="1058" src="/sites/default/files/inline-images/20200805_135651.jpg" width="794" /> <figcaption><em><strong>Die Crew der MV Conti Stockholm fordert ihre Rechte nach dem Seearbeitsübereinkommen ein (Quelle: ITF)</strong></em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Nach Ansicht der ITF hat das Versagen der Regierungen, ein effektives System zur Durchführung von Besatzungswechseln einzuführen, dazu geführt, dass immer mehr Seeleute ihre Verträge überziehen müssen und nun ihre Rückkehr nach Hause in die eigenen Hände nehmen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das zweite Schiff, das heute gestoppt wurde, ist die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende <em>Ben Rinnes</em>, die für die Beförderung von Sojaprodukten für den Agrarkonzern Cargill gechartert wurde. Der einer griechischen Reederei gehörende Massengutfrachter wurde im Hafen von Geelong im Bundesstaat Victoria festgehalten, nachdem zunächst vier, dann fünf Besatzungsmitglieder der ITF mitgeteilt hatten, dass sie nach Ablauf ihrer Verträge heimgeschafft werden wollen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Außer einem Seemann, der innerhalb der nächsten 30 Tage die Elfmonatsfrist erreichen wird, hat die gesamte Crew der <em>Ben Rinnes</em>, die nun von Bord gehen will, die gesetzlich zulässige maximale Dienstzeit überschritten. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Ein Besatzungsmitglied ist bereits seit über 17 Monaten an Bord. Die Crew teilte der ITF mit, sie habe nach ihrer neunmonatigen Fahrt auf das Versprechen des Reeders, sie heimzuschaffen, Vertragsverlängerungen für weitere fünf Monate unterzeichnet. Bis heute hat das Unternehmen keinen Plan für ihre Rückführung vorgelegt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der ITF-Koordinator für Australien Dean Summers sagte, dass die ITF und die ihr angeschlossene Maritime Union of Australia (MUA) nun auf den Hilferuf der Seeleute reagieren, die ihr Menschenrecht auf Beendigung der Arbeit nach Ablauf ihrer Verträge geltend machen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Besatzungen dieser beiden Schiffe sind mutig aufgestanden und haben erklärt, dass sie die Häfen nicht für eine weitere Dienstzeit auf diesen 'schwimmenden Gefängnissen' verlassen werden. Die Verträge, die sie unterzeichnet haben, sind abgelaufen, und sie gehen jetzt von Bord. Es ist nicht ihre Schuld, dass der Schifffahrtssektor Regierungen wie der Australiens so gleichgültig ist, dass sie die letzten fünf Monate der Pandemie nicht genutzt haben, um einen Weg zu finden, internationale Seeleute zu und von unseren Häfen zu befördern," so Summers.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Um es klar und deutlich zu sagen: Diese übermüdeten und erschöpften Seeleute nehmen einfach nur ihr Recht wahr, von Bord dieser Schiffe zu gehen, weil Regierungen wie die australische nichts tun,, um die mit der Crewwechsel-Krise verbundenen Probleme anzugehen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wenn Australien weiter vom Welthandel profitieren, Waren ins Ausland exportieren und lebensnotwendige Güter importieren will, kann das Land die Seeleute, die diese Güter befördern, nicht wie Sklaven behandeln."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Diese drei Schiffe sind nur der Gipfel des Eisbergs. Angesichts der Tatsache, dass der internationale Besatzungswechsel seit fünf Monaten faktisch blockiert ist, ist davon auszugehen, dass immer mehr Crews beschließen, Anker zu werfen und in Australien von Bord zu gehen. Für die australischen Mineralien- und Agrarexporte und die Einfuhrströme wird das gravierende Folgen haben. Dies ist eine wirtschaftliche und humanitäre Notlage."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Crewwechsel-Krise wächst, aber auch der Mut der Seeleute, sich zur Wehr zu setzen. Sie werden sagen, dass sie von Bord gehen, ganz gleich ob die Bürokraten und Politiker nun ihren Scheiß geregelt kriegen oder nicht," schloss Summers.</span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--55" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 06 Aug 2020 07:42:34 +0000 Rory_M 194870 at https://www.itfglobal.org Crew change crisis hits Australian smelter in latest flare up https://www.itfglobal.org/en/news/crew-change-crisis-hits-australian-smelter-in-latest-flare <span class="field-title">Crewwechsel-Krise trifft die australische Hüttenindustrie</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_Unison%20Jasper.png?itok=PG3JeP1_" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/10/2020 - 12:43</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die Maritime Union of Australia (MUA) werfen der australischen Regierung vor, dass ihre Untätigkeit hinsichtlich der Ermöglichung von Crewwechseln eine Aluminiumhütte Millionen von Dollar und die lokale Ökonomie sogar noch mehr kosten wird. Die beiden Organisationen unterstützen gerade die erschöpften Besatzungsmitglieder des Frachtschiffs <em>Unison Jasper</em>, die ihre Arbeit beenden und das Schiff verlassen wollen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Massengutfrachter <em>Unison Jasper</em> war gerade mit einer Ladung Aluminium auf dem Weg zur Tomago-Aluminiumhütte, als er von der australischen Behörde für Seeverkehrssicherheit (AMSA) im Hafen von Newcastle festgehalten wurde. Die Maßnahme erfolgte aufgrund von Beschuldigungen, dass Besatzungsmitglieder misshandelt und eingeschüchtert, und zur Unterzeichnung von Vertragsverlängerungen genötigt worden seien, die ihre Dienstzeit an Bord auf bis zu 14 Monate, also weit länger als die gesetzlich zulässige Höchstzeit von elf Monaten hinaus, ausgedehnt hätten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Gewerkschaften meldeten die Menschenrechtsverletzungen bei der AMSA, woraufhin die Behörde aktiv wurde. Der australische ITF-Koordinator Dean Summers erklärte, die Arrestierung des Schiffes zeige, dass Hafenstaatkontrollbehörden wie die AMSA zur Tat schreiten, wenn Seeleute sagen "Genug ist genug" und in der sich zuspitzenden Crewwechsel-Krise ihr Recht auf Ausschiffung geltend machen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dies ist der jüngste Fall, wo Seeleute sich zur Wehr setzen und nach Ablauf ihrer Heuerverträge ihr Menschenrecht auf Beendigung ihrer Arbeit und Verlassen der Schiffe wahrnehmen. Es ist absolut skandalös, dass diese Seeleute bereits 13 Monate auf See waren, als die australischen Behörden dem Schiff die Genehmigung für diese Fahrt entlang der australischen Küste erteilten," so Summers.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ausbeutung ist die unvermeidliche Konsequenz, wenn die Bundesregierung es zulässt, dass mit ausländischen Seeleuten bemannte Schiffe australische Arbeitsplätze ersetzen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Besatzungsmitglieder weigerten sich, die Ladung auch nur eine Meile weiter zu befördern, und sind nun tatsächlich die Gangway hinunter und an Land gegangen. Das Schiff fährt nirgendwo mehr hin. Die taiwanesischen Reeder, die aus der Ausbeutung dieser Seeleute Profit geschlagen haben, müssen nun sehen, was sie mit einem toten Schiff an einem sehr teuren Liegeplatz anstellen, zumal die Verluste für die Aluminiumhütte und ihre Kompagnons steigen," so Summers weiter.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Gewerkschaften bauten am letzten Freitag im Hafen einen Windschutz für die an Bord zusammengekauerte Besatzung, die sich aufgrund der Restriktionen im Zuge der Covid-19-Pandemie nicht weiter als 13 Meter vom Schiff entfernen durfte.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Das zeigt die Absurdität der von Regierungen wie Australien verhängten Regeln in der Pandemiewelt. Trotz der beängstigenden Erfahrungen, die diese Seeleute gemacht haben, hindert man sie daran, weiter als 13 Meter vom Schiff wegzugehen. Aufgrund unserer lächerlichen Regeln wird ihnen selbst diese Würde nicht zuteil," kritisierte Summers.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen haben klargestellt: Die Regierungen müssen praktische Ausnahmen von Reise-, Transit- und Quanrantäneregelungen für Seeleute erlassen, um ihre Ein- und Ausschiffung zu ermöglichen. Diese Situation auf der <em>Unison Jaspers</em> ist meiner Ansicht nach zweifellos darauf zurückzuführen, dass die Bundesregierung nichts unternommen hat, um für die Branche Maßnahmen der Bundesstaaten und Behörden sowie auf internationaler Ebene zu koordinieren."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dies ist eine Lektion für die Politiker und Bürokraten, die nicht dazu in der Lage zu sein scheinen, 'Green Lanes' zur Ermöglichung von Besatzungswechseln für Seeleute zu schaffen, sodass Seeleute nicht mehr zu der drastischen Maßnahme greifen müssen, Schiffe lahmzulegen, wie sie es hier getan haben," erklärte Summers.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Schiff wird nun an Ort und Stelle bleiben, bis die Reederei neue Besatzungsmitglieder gefunden hat, die sich wiederum einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen müssen, selbst wenn sie in ihren Heimatländern negativ auf Covid-19 getestet wurden.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die <em>Unison Jasper</em>s wird wochenlang, vielleicht einen Monat, hier festsitzen, ohne einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung Australiens zu leisten. Das ist der Preis der Vernachlässigung der Notlage müder und erschöpfter Seeleute und der Anwendung pauschaler Regeln auf systemrelevante Arbeitskräfte. Der Vorfall war vermeidbar, aber dazu hätten die politisch Verantwortlichen handeln müssen. Tun sie das nicht, wird dies nicht das letzte Schiff sein, das festgehalten wird," warnte Summers.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Unsere Häfen sind kurz davor, an Schiffen zu ersticken, die nicht auslaufen können, und zwar nicht aufgrund von Arbeitskampfmaßnahmen der Gewerkschaften, sondern wegen der völligen Erschöpfung und Übermüdung vergessener Seeleute. Wenn schon aus keinem anderen Grund, so sollten die australischen Exporteure zumindest angesichts des drohenden Handelsstillstands die Frage an die Politik richten, warum diese Krise sich weiter ausdehnt."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dieser Fall verdeutlicht die fehlende Koordinierung unter den staatlichen Behörden, und Seeleute sind die Leidtragenden. Wenn Behörden und Regierungen nicht auf nationaler und globaler Ebene zusammenarbeiten, werden immer mehr Seeleute sagen 'Genug ist genug', und noch mehr Schiffe werden lahmgelegt. Das könnte die Branche Milliarden kosten. Vielleicht werden die Politiker und Bürokraten dann endich Interesse zeigen," so Summers.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><strong>Hinweis: </strong><br /> Ausführliche Informationen zu den Anschuldigungen über Lohndiebstahl, Misshandlung und Einschüchterung sind unter dem folgenden Link in einem von der MUA veröffentlichten Bericht nachzulesen: <a href="https://www.mua.org.au/news/newcastle-bulk-carrier-detained-after-seafarers-intimidated-underpaid-and-forced-sail-14-months">https://www.mua.org.au/news/newcastle-bulk-carrier-detained-after-seafarers-intimidated-underpaid-and-forced-sail-14-months</a></span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> <div><a href="/de/tags/seeleute" hreflang="de">Seeleute</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--56" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 04 Aug 2020 11:25:43 +0000 Rory_M 194863 at https://www.itfglobal.org Cruise industry and unions get most workers home, but challenging times ahead https://www.itfglobal.org/en/news/cruise-industry-and-unions-get-most-workers-home-challenging-times-ahead <span class="field-title">Kreuzfahrtunternehmen und Gewerkschaften bringen einen Großteil der Seeleute nach Hause – aber es stehen schwierige Zeiten bevor</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_Restart.png?itok=44TtsIC_" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/10/2020 - 12:27</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Während sich die Heimschaffung von fast 250.000 Seeleuten dank der gemeinsamen Anstrengungen von Seeleutegewerkschaften und der globalen Kreuzschifffahrtindustrie dem Abschluss nähert, warnt die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) davor, dass der Branche und ihren Arbeitskräften herausfordernde Zeiten bevorstehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen vertreten einen Großteil der Beschäftigten in der globalen Kreuzschifffahrt. Die Föderation und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften unterstützten die Rückkehr von Zehntausenden von Seeleuten in allen Beschäftigungskategorien, von Cateringdiensten über Passagierbetreuung und Bord-Entertainment bis zum Personal an Deck und im Maschinenraum, die weltweit an Bord von Kreuzfahrtschiffen festsaßen, nachdem die Regierungen ihre Grenzen infolge der Covid-19-Pandemie schlossen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion David Heindel sagte, die Pandemie habe die beste und die schlechteste Seite der Menschheit offenbart.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Auf der einen Seite haben wir erlebt, dass Regierungen von Hafen- und Transitstaaten, ja selbst der Herkunftsländer von Seeleuten, beschämenderweise ihre Tore vor Seeleuten verschlossen, wo sie doch eigentlich alles in ihrer Macht Stehende hätten tun müssen, um die Beschäftigten auf Fracht- und Kreuzfahrtschiffen nach Hause zu bringen. Auf der anderen Seite hat diese Pandemie die beste Seite der Gewerkschaften und zahlreicher Arbeitgeber zutage gebracht, die unter wirklich schwierigen Bedingungen nichts unversucht ließen, um diesen Seeleuten zu helfen," so Heindel.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir können diesen Seeleuten nur Respekt und Bewunderung zollen. Diese Leute machten einfach ihre Arbeit und waren dann auf einmal an Bord der Schiffe gestrandet, die manche Seeleute als ihre 'schwimmenden Gefängnisse' bezeichneten, ohne an Land gehen zu können, und sei es nur für einen Spaziergang. Wir danken diesen Seeleuten für ihre Geduld und Stärke in einer unglaublich schwierigen Zeit. Manche von ihnen waren von der Situation überfordert, und einige haben sich tragischerweise aus Verzweiflung das Leben genommen. Diese Vorfälle machen uns zutiefst betroffen, und obwohl die meisten von uns nie eine Situation wie die ihre erlebt haben, fühlen wir mit ihnen und ihren Familien. Seeleute verdienen die Solidarität und den Respekt der Öffentlichkeit für das, was sie während dieser Pandemie durchgemacht haben."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Das Ausmaß der Anstrengungen, die erforderlich waren, um fast 250.000 Seeleute von rund um den Globus verstreuten Kreuzfahrtschiffen in ihre Heimatländer zurückzuführen, kann schwerlich überschätzt werden. Die ITF-Familie der maritimen Gewerkschaften ist seit März rund um die Uhr damit beschäftigt, Visa, Flüge und Ausnahmen von Reisebeschränkungen für Seeleute zu organisieren, um sie zu ihren Familien zurückzubringen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Für den Kreuzfahrtsektor haben wir damit zwar großartige Ergebnisse erzielt, aber wir dürfen nicht vergessen, dass etwa 300.000 Seeleute nach wie vor über ihre ursprüngliche Vertragsdauer hinaus an Bord von Frachtschiffen festsitzen, manche von ihnen seit 16 Monaten. Also weit länger als die erwarteten acht bis neun Monate. Ihre Zahl wächst täglich. Die Lösung ist einfach: Die Regierungen müssen für Seeleute praktische Ausnahmeregelungen von den Reise- und Transitbeschränkungen verfügen, um die Wiederaufnahme funktionierender Crewwechsel zu gewährleisten. Es ist zwingend erforderlich, dass wir diese Hunderttausende von Seeleuten nach Ablauf ihrer Verträge von ihren Schiffen holen, so wie es im Kreuzfahrtsektor der Fall war," forderte David Heindel.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Johan Øyen, der Vorsitzende der ITF-Sonderarbeitsgruppe Kreuzfahrtschiffe, bezeichnete die gemeinsamen Bemühungen als großen humanitären Erfolg.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir sprechen den Kreuzfahrtgesellschaften und den Regierungen, die mit ihnen zusammengearbeitet haben, um die Heimschaffung von fast einer viertel Million Seeleute zu erreichen, unsere Anerkennung aus. Dies erforderte eine enorme logistische Koordinierung," so Johan Øyen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dieser Erfolg wurde erreicht, obwohl Regierungen, darunter auch Flaggen- und Hafenstaaten, ihren gesetzlichen und Menschenrechtsverpflichtungen nach internationalem Recht nicht nachgekommen sind. Es war nicht nur moralisch falsch, dass Staaten Seeleuten die Genehmigung verweigerten, an Land zu kommen, um in ihre Heimatländer zurückzukehren, es war auch illegal. Wir werden untersuchen, welche Art von Durchsetzungsmechanismen erforderlich sind, um Staaten daran zu hindern, sich ihrer Verantwortung zu entziehen," erklärte Øyen weiter.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Trotz der schwierigen Umstände hat der Großteil des Kreuzfahrtsektors an diesem Ergebnis mitgearbeitet. Die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften werden nun gemeinsam mit der Branche sicherstellen, dass Sanierungspläne umgesetzt werden und die Wiederaufnahme des Schifffahrtsbetriebs von offenen Gesprächen über eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Seeleuten an Bord von Schiffen begleitet wird."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Øyen zufolge ist die ITF besorgt angesichts von Berichten über Covid-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen in den letzten Tagen, obwohl mindestens einer dieser Ausbrüche vermutlich nur darauf zurückzuführen ist, dass wichtige Verfahren vor dem Antritt der Reise nicht eingehalten wurden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Kreuzfahrten können wieder stattfinden, wenn angemessene Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen und umgesetzt werden und Zielländer für Kreuzfahrten sich bereit erklären, Seeleute für Landgänge sowie bei Bedarf für medizinische Versorgung und Crewwechsel an Land zu lassen. Damit Seeleute ein sicheres Arbeitsumfeld haben, müssen Kreuzfahrtunternehmen aus den Fehlern lernen, die viele von ihnen in der Anfangszeit dieser Pandemie begangen haben."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir hoffen, dass die Weltgemeinschaft die Not von Seeleuten zur Kenntnis nimmt, die monatelang an Bord sitzengelassen werden und auf ihre Heimkehr warten, und ihnen gebührende Anerkennung entgegenbringt. Sie sind die Helden dieser Pandemie," so Johan Øyen.</span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/en/tags/crew-change-crisis" hreflang="en">crew change crisis</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--57" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 04 Aug 2020 12:50:59 +0000 Rory_M 194864 at https://www.itfglobal.org The ITF stands in solidarity with the workers and people of Beirut https://www.itfglobal.org/en/news/itf-stands-in-solidarity-workers-and-people-beirut <span class="field-title">Explosion im Hafen von Beirut: ITF erklärt sich solidarisch mit den Beschäftigten und der Bevölkerung</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/2020_Beirut_explosions_pic_3.jpg?itok=UBbSGXCS" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 08/06/2020 - 12:00</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Mit Bestürzung und großer Betroffenheit haben wir von der Explosion im Hafen von Beirut (Libanon) erfahren, die die Stadt verwüstete, mindestens 100 Menschen tötete, Tausende verletzte und Hunderttausende weitere obdachlos machte. Die ITF spricht dem libanesischen Volk ihr tiefstes Mitgefühl und ihre Solidarität aus.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Wir sind noch dabei, Informationen über das Ausmaß der Auswirkungen zusammenzutragen, die die enorme Druckwelle auf die uns angeschlossenen Gewerkschaften und ihre Mitglieder hatte – im Hafen, auf den in der Nähe liegenden Schiffen und im Umfeld des Explosionsortes.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Wie wir tragischerweise erfahren haben, verloren Hafenbeschäftigte und Seeleute ihr Leben und viele Beschäftigte erlitten Verletzungen. In Anbetracht der erheblichen Schäden im Hafengelände, unter anderem der Zerstörung des Büros der Libanesischen Seeleutegewerkschaft, müssen wir leider davon ausgehen, dass die Zahl der Toten und Verletzten weiter steigen wird.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>ITF-Präsident Paddy Crumlin und ITF-Generalsekretär Stephen Cotton riefen heute die ITF, die ihr angeschlossenen Gewerkschaften, ihre Mitglieder, Funktionär*innen und Personalmitglieder dazu auf, unseren libanesischen Mitgliedsorganisationen Solidarität und Unterstützung entgegenzubringen. Die ITF ist entschlossen, den Gewerkschaften, ihren Mitgliedern und dem weiteren betroffenen Umfeld zur Seite zu stehen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>"Im Namen der ITF und ihren 700 Mitgliedsorganisationen in aller Welt übermitteln wir allen, die von diesen furchtbaren Explosionen in Mitleidenschaft gezogen wurden, unser tiefes Mitgefühl. Euch allen, euren Mitgliedern, euren Kolleginnen und Kollegen, Familien und der gesamten libanesischen Bevölkerung gilt anlässlich dieses unfassbar traurigen Ereignisses die Solidarität der ITF und der ihr angeschlossenen Gewerkschaften," so Crumlin und Cottton in einem Schreiben. "Wir trauern mit euch angesichts dieser schrecklichen Tragödie, sprechen den Familien, die Angehörige verloren haben, unser tiefes Beileid aus, und wünschen all denen, die verletzt wurden, eine rasche Genesung."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Im Libanon sind der ITF die Allgemeine Konföderation des Fahrpersonals und der Verkehrsbeschäftigten, die Gewerkschaft der Beschäftigten im Hafen von Beirut, die Gewerkschaft der Beschäftigten bei den Fluggesellschaften und deren Tochtergesellschaften im Nahen Osten, die Libanesische Kabinenpersonalgewerkschaft und die Libanesische Seeleutegewerkschaft angeschlossen.</span></span></span></span></span><br />  </p></div> <section id="node-news-field-comment--58" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 05 Aug 2020 13:22:44 +0000 Natalie 194866 at https://www.itfglobal.org ITF urges Turkish Airlines management to return to negotiating table https://www.itfglobal.org/en/news/itf-urges-turkish-airlines-management-return-negotiating-table <span class="field-title">ITF fordert Turkish Airlines zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Turkish%20Airlines%20protest.png?itok=H3U1gqu1" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 08/06/2020 - 10:44</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Die Hava-İş nahm während der Gespräche eine flexible und konstruktive Verhandlungsposition ein. Diese sollten eine belastbare Basis für den Aufbau von Resilienz und die Bereitschaft der Mitglieder zu einer Reihe von schmerzhaften, aber notwendigen politischen Maßnahmen schaffen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Zwei Tage später schlug das Management von Turkish Airlines allerdings schon Vorteile aus der Situation. Die Fluggesellschaft brach ihre ursprünglichen Versprechen und verlangte drakonische zusätzliche Zugeständnisse. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die Führungsspitze der Hava-İş reagierte auf dieses opportunistische Manöver mit einer Erklärung, in der sie betonte, dass ein auf sozialem Dialog aufbauendes Klima des Vertrauens für die wirksame Umsetzung jeglicher von den beiden Parteien vereinbarten Maßnahmen unabdingbar sei.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Turkish Airlines stellten daraufhin die Gespräche mit der Gewerkschaft einseitig ein. In Anbetracht von Arbeitsbeziehungen, die auf gebrochenen Versprechen, Einschüchterung und Angst beruhen, sehen die Beschäftigten bei Turkish Airlines nun einer in der Geschichte der Fluggesellschaft beispiellos unsicheren Zukunft entgegen. Sie sind zu Recht wütend und enttäuscht, und fühlen sich betrogen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Inmitten der Pandemie gibt auch die Einsatzplanung der Fluggesellschaft Anlass zur Sorge. Schichten werden in letzter Minute geändert, was gegen den Kollektivvertrag des Unternehmens verstößt, nach dem die Beschäftigten einen Anspruch darauf haben, mit ausreichender Vorlaufzeit zu erfahren, wann sie Dienst haben. Die Hava-İş fordert die Fluggesellschaft auf, die Einsatzplanung für diesen Monat unverzüglich bekanntzugeben.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Dazu der Sekretär der ITF-Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodriguez: "Die ITF vertritt angesichts der aktuellen weltweiten Krise einen Ansatz, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Einhaltung internationaler Arbeitsnormen ist von zentraler Bedeutung, da sie zu einer Kultur des sozialen Dialogs und der innerbetrieblichen Zusammenarbeit beiträgt. Wir fordern das Management von Turkish Airlines dazu auf, die Verhandlungen mit Hava-İş in gutem Glauben wiederaufzunehmen. Hier geht es nicht bloß um den Schutz von Beschäftigten und unserer Mitgliedsorganisationen. Vertrauensbruch ist auch für Unternehmen schädlich."</span></span></span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--59" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 04 Aug 2020 16:53:32 +0000 james_b 194865 at https://www.itfglobal.org Young aviation workers organising for a post-Covid-19 future https://www.itfglobal.org/en/news/young-aviation-workers-organising-post-covid-19-future <span class="field-title">Junge Luftverkehrsbeschäftigte organisieren sich für die Zukunft nach Covid-19</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Youth%20-%20summer%20school%202020%20mosaic.png?itok=6riPtEm4" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 08/05/2020 - 14:46</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die erste virtuelle ITF-Sommerschule umfasste ein viertägiges Programm mit Zoom-Sitzungen in insgesamt sieben Sprachen, an denen junge Luftverkehrsbeschäftigte aus Afrika, Nord-, Mittel- und Südamerika, der arabischen Welt und Europa (am 21. und 23. Juli) sowie Asien/Pazifik (am 27. und 29. Juli) teilnahmen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir erkunden neue Wege des Engagements, um sicherzustellen, dass den Interessen junger Beschäftigter weiter maßgebliches Gewicht bei der Gestaltung der Schwerpunkte der ITF beigemessen wird," erklärte die ITF-Beauftragte für junge Arbeitnehmer*innen in der Verkehrswirtschaft Baker Khundakji. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Der Luftverkehr ist einer der Sektoren, die von der Covid-19-Pandemie am schwersten getroffen wurden. Junge Beschäftigte bekommen diese Krise überproportional zu spüren und brauchen einen Raum, wo sie sich austauschen und Strategien entwickeln können," so Khundakji weiter.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Eine Umfrage unter den Teilnehmer*innen ergab, dass mehr als 75 Prozent während der Krise Arbeitsstunden verloren haben oder entlassen wurden. Die Teilnehmer*innen bestätigten ferner globale Ungleichheiten im Hinblick auf die Verteilung von staatlichen Einkommenshilfen und Lohn- und Gehaltsaufstockungen in aller Welt. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Der Luftverkehr durchlebt gerade eine der kritischsten Phasen in seiner Geschichte. Es ist klar, dass wir all unsere Solidarität und Anstrengungen aufbieten müssen, um die Krise zu bewältigen," erklärte der Mitvorsitzende des ITF-Ausschusses für junge Verkehrsbeschäftigte Horacio Calculli. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die interaktive Sommerschule umfasste Plenarsitzungen und Breakout-Sessions sowie Workshops zur Kompetenzbildung mit führenden Kampagnenbeauftragten im Luftverkehrssektor. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Rin Kaewpradap vom Solidaritätszentrum in Thailand schilderte die inspirierenden Erfahrungen, die die Wingspan Workers Union bei der gewerkschaftlichen Organisierung ausgelagerter Flughafenbeschäftigter in Bangkok sammelte. Die Gewerkschaft unterstützt die Beschäftigten dabei, gegen erzwungene Eigenkündigungen vorzugehen, und hat während der Pandemie Hunderte neuer Mitglieder gewonnen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Shauna McCormack, Vertreterin für junge Verkehrsbeschäftigte der ITF-Sektion Zivilluftfahrt, berichtete über eine von Mitgliedern der britischen Gewerkschaft Unite angeführte "Guerilla-Kampagne", um Versuche von British Airways abzuwehren, unter dem Deckmantel der Krise unnötige Personaländerungen vorzunehmen. Die unter dem Schlagwort </span><a href="https://babetrayal.com/"><span>#BAbetrayal</span></a><span> laufende Kampagne erhält großen Rückhalt aus der Bevölkerung sowie von Prominenten und bekannten Politiker*innen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Junge Verkehrsbeschäftige sind die Zukunft des Luftverkehrs. Das ist unser Moment, uns zusammenzuschließen, um eine Zukunft zu schaffen, die den Bedürfnissen aller gerecht wird," so McCormack. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span>Die zentralen Probleme, die von den jungen Luftverkehrsbeschäftigten angesprochen wurden, und die zu ihrer Lösung vorgeschlagenen Maßnahmen wurden unter der Überschrift <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/Young%20Aviation%20Workers%E2%80%99%20Statement_DE_1.pdf"><span>Unsere Arbeitswelt neu aufbauen</span></a> in einer Erklärung zusammengefasst. </span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--60" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 04 Aug 2020 09:48:30 +0000 james_b 194862 at https://www.itfglobal.org ITF expresses condolences at the recent passing of Brother Manohar Bellani https://www.itfglobal.org/en/news/itf-expresses-condolences-recent-passing-brother-manohar-bellani <span class="field-title">ITF übermittelt ihr Mitgefühl angesichts des Todes von Manohar Bellani</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Passing.png?itok=l_f4zJW4" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 08/03/2020 - 13:50</span> <div class="field-body"><p><span><span><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB"><span>Latikuti Satyanarayan<br /> Präsident<br /> Transport and Dock Workers' Union, Kandla<br /> F-3, Adinath Arcade 1, Plot No. 583, Ward 12-C Gandhidham, Gujurat State<br /> Indien<br /> 370 201<br /> Per E-Mail</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>22. Juli 2020</span></span></span></span></p> <p><br /> <br /> <span><span><span><span>Lieber Kollege Latikuti,</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>mit Bestürzung und großer Betroffenheit haben wir erfahren, dass unser Kollege Manohar Bellani, Generalsekretär der Transport and Dock Workers' Union (TDWU) in Kandla und der All India Port and Dock Workers' Federation, am 20. Juli 2020 an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben ist. Unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl gelten seiner Ehefrau, seiner Mutter und seinen beiden Töchtern. Mit 65 Jahren wurde er viel zu früh aus dem Leben gerissen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als engagierter Gewerkschafter und erfahrener Bauingenieur arbeitete er seit 37 Jahren im Hafen von Kandla. Wer ihn kannte, wird nicht überrascht sein, dass er sich schon an seinem ersten Arbeitstag aktiv an einem Streik beteiligte. Natürlich war es der legendäre Kollege Manohar Kotwal, der dem jungen Bellani als Lehrmeister diente und ihm das Handwerkszeug und die Erfahrungen vermittelte, die es ihm ermöglichten, im Alter von 33 Jahren das Amt des Generalsekretärs der Gewerkschaft anzutreten. Als feuriger und charakterfester Wortführer der Arbeitnehmer*innen im Hafen von Kandla brachte Bellani unterschiedliche Beschäftigtengruppen zusammen und führte zahlreiche Kämpfe an, mit denen für die Angestellten und Beschäftigten im Hafen Rechte und Leistungen errungen wurden. Er war zuständig für die Organisierung von Vertragsbeschäftigten und Aushilfskräften, darunter viele Frauen, die Bellani immer dafür in Erinnerung behalten werden, dass er ihnen dabei half, menschenwürdige Beschäftigungsbedingungen durchzusetzen. Als die globalen Netzwerk-Terminalbetreiber sich im Hafen von Kandla niederließen, organisierte Bellani die Beschäftigten und kämpfte unermüdlich dafür, dass ihnen ausgehandelte Löhne und Beschäftigungsbedingungen zugestanden wurden. Von 1998 bis zu seinem Tod im Jahr 2020 saß er als Beschäftigtenvertreter im Treuhänderausschuss des Hafens.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er war ein steter Verfechter der internationalen Bewegung der Hafenbeschäftigten, was er von seinem Mentor Kowal gelernt und übernommen hatte. In der Anfangsphase der Billigflaggenkampagne in Indien meldete sich Bellani trotz seiner umfangreichen Aufgaben als Generalsekretär der Gewerkschaft freiwillig als Kontaktmann für seinen Hafen. Wenn die Besatzung eines im Hafen von Kandla liegenden Schiffes Probleme hatte, konnte man sicher sein, dass das Schiff erst auslaufen würden, wenn diese zugunsten der Crew gelöst waren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Er arbeitete eng mit aktiven Mitgliedern der Gewerkschaft zusammen und vermittelte ihnen die nötigen Kenntnisse, um Aufgaben im Rahmen der Billigflaggenkampagne zu übernehmen. Die ITF teilte der Gewerkschaft eine Inspektor*innenposten zu. Bellani trieb die Einrichtung eines Seeleutezentrums im Hafen von Kandla voran und gewann die Hafenverwaltung für diese Idee. Das Zentrum ist immer noch eines der bestgeführten des Landes und trägt sich selbst durch die Sozialabgabe, die jedes den Hafen anlaufende Schiff zu entrichten hat. Bellani nahm aktiv an allen ITF-Programmen und -Konferenzen teil.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF-Präsident Paddy Crumlin erklärte: "Der Tod unseres Kollegen Manohar Bellani, eines Mannes, der sein gesamtes Leben der Verbesserung der Lebensbedingungen der Seeleute und Hafenbeschäftigten in seinem Hafen widmete, erfüllt mich mit großer Trauer. Er war ein Internationalist und ein echter Freund der ITF. Er bewirkte Veränderungen. Wir werden ihn nicht vergessen. Seine Erfolge werden die Zeit überdauern. Meine herzliche Anteilnahme gilt seiner Familie und den Menschen, die er liebte."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Manohar Bellani hinterlässt eine Lücke, die nur schwer wieder zu füllen sein wird. Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Transport and Dock Workers' Union, Kandla, und der All India Port and Dock Workers' Federation treten ein herausforderndes Erbe an.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Aber, wie ITF-Generalsekretär Stephen Cotton sagte: "Die Arbeit, die Kollege Bellani leistete, wird künftigen Generationen bei der Bewältigung der vor uns stehenden Herausforderungen zugutekommen. Er war nicht nur prinzipientreu, sondern auch begabt und arbeitsam und eine Inspirationsquelle für alle, die mit ihm arbeiteten. Als Generalsekretär und im Namen der gesamten ITF bekunde ich in diesem Moment der Trauer unseren tiefen Respekt und unser Mitgefühl. Die Fortsetzung seiner Arbeit und der Schutz und die Verbesserung der Lebensbedingungen, Rechte und Zukunftsperspektiven der Hafenbeschäftigten in Indien ist genau das Erbe, das er hinterlassen wollte."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Mit tiefem Mitgefühl, großem Respekt</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>und solidarischen Grüßen</span></span></span></span></p> <p><span><span> </span></span></p> <p><span><span><span><span>Paddy Crumlin, ITF-Präsident<br /> Stephen Cotton, ITF-Generalsekretär</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--61" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 23 Jul 2020 05:33:22 +0000 Rory_M 194854 at https://www.itfglobal.org Australian gig workers secure important Covid-19 protections https://www.itfglobal.org/en/news/australian-gig-workers-secure-important-covid-19-protections <span class="field-title">Covid-19: Beschäftigte in der australischen Gig Economy setzten wichtige Absicherungsmaßnahmen durch </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ITF_Covid-19_Gig.jpg?itok=EQrcMDlX" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/31/2020 - 10:56</span> <div class="field-body"><p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßt den Erfolg der australischen Transport Workers' Union (TWU) im Hinblick auf die Verbesserung des Arbeitsschutzes und der finanziellen Absicherung von Lebensmittelkurier*innen beim Lieferservice DoorDash während der Covid-19-Pandemie. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>In der mit der TWU abgeschlossenen Vereinbarung verpflichtet sich DoorDash zu Sicherheitspraktiken, einschließlich der Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung und finanzieller Unterstützung für Beschäftigte, die positiv auf Covid-19 getestet oder zur Quarantäne verpflichtet wurden, und bekennt sich zur kollektiven Beschäftigtenvertretung sowie dem anhaltenden Dialog. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte dazu heute in einer Stellungnahme: "Die Kurier*innen werden die Verbesserungen unmittelbar zu spüren bekommen und können sicher sein, dass geeignete Vorkehrungen zu ihrer Sicherheit getroffen werden, um eine Übertragung des Virus zu verhindern, und schlimmstenfalls finanzielle Schutzmaßnahmen in Kraft sind, sollten sie aufgrund einer Covid-19-Infektion arbeitsunfähig werden." </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Der Zusammenschluss der Beschäftigten bei Lieferdiensten ist das wichtigste Sprachrohr der Lebensmittelkurier*innen in Australien. Der nationale Sekretär der TWU Michael Kaine bezeichnete die gemeinsame Maßnahme als wichtigen ersten Schritt, um Beschäftigten in der Gig Economy die erforderlichen Schutz- und Sozialleistungen zuzuerkennen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>"Mit dieser Vereinbarung wollen wir andere Unternehmen dazu motivieren, mit ins Boot zu kommen und Beschäftigte zu schützen, und die zentrale Regierung und die Regierungen der Bundesstaaten dazu bewegen, den Prozess zu unterstützen," so Michael Kaine. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Der ITF-Generalsekretär begrüßte heute die Vereinbarung, trat jedoch gleichzeitig für weitere Organisierungsmaßnahmen in der Gig Economy ein, um für die dort Beschäftigten die gerechte und respektvolle Behandlung und die Grundrechte durchzusetzen, die ihnen zustehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>"Diese Form des sozialen Dialogs ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen allerdings klarstellen, dass es für echte Kollektivverhandlungen keinen Ersatz gibt. Wir hoffen, dass Beschäftigte in der Gig Economy sich weltweit zusammenschließen, sich hierfür mobilisieren und ihre Rechte einfordern," so Stephen Cotton. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>“Alle Verkehrsbeschäftigten verdienen umfassende Rechte und Schutzregelungen am Arbeitsplatz. Wir erwarten von Plattformunternehmen wie DoorDash, Rechtsvorschriften einzuhalten und nicht gegen Gesetze für den Schutz der Grundrechte der Beschäftigten zu Felde zu ziehen,” fügte er hinzu. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>In den Vereinigten Staaten machen Beschäftigte in der Gig Economy gerade mobil für den Schutz ihrer vor kurzem errungenen legislativen Erfolge angesichts einer 100 Millionen Dollar schweren Gesetzesinitiative (Proposition 22), hinter der die Unternehmen DoorDash, Uber, Lyft, Instacart und Postmates stehen, die damit Ausnahmen vom richtungsweisenden Gesetz AB 5 für sich erreichen wollen. Das Gesetz AB 5 schreibt die Vermutung des Angestelltenstatus auf der Grundlage staatlicher Rechtsvorschriften fest und macht es damit Arbeitgebern schwerer, Beschäftigte fälschlich als unabhängige Auftragnehmer zu klassifizieren, um sich ihrer Pflicht zur Gewährleistung grundlegender Rechte, wie Mindestlöhne, Krankengeld, Bezahlung von Überstunden und bezahlten Urlaub, zu entziehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>"Rund um den Globus, von Australien bis Kalifornien, erheben sich die Beschäftigte in der Gig Economy. Die ITF wird ihre Bemühungen, die gerechte und respektvolle Behandlung und die Grundrechte durchzusetzen, die ihnen zustehen, weiter unterstützen," erklärte Stephen Cotton.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span lang="" xml:lang=""><span>Die ITF setzt sich in enger Zusammenarbeit mit ihren über 700 Mitgliedsorganisationen mit der Zukunft der Arbeit und ihren Auswirkungen auf Verkehrsbeschäftigte auseinander. Dazu gehört das Engagement für menschenwürdige Beschäftigungsbedingungen für die Beschäftigten in der Gig Economy, indem wir ihnen helfen, sich zu organisieren und zu mobilisieren, um auf kommunale, regionale und globale Politik Einfluss zu nehmen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span lang="" xml:lang=""><span>Weitere Informationen per E-Mail an:</span></span></strong><span lang="" xml:lang=""><span> <a href="mailto:media@itf.org.uk">media@itf.org.uk</a></span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--62" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 28 Jul 2020 04:43:52 +0000 luke_m 194857 at https://www.itfglobal.org South Korean logistics workers organise against Covid-19 infections https://www.itfglobal.org/en/news/south-korean-logistics-workers-organise-against-covid-19-infections <span class="field-title">Covid-19-Infektionen: Logistikbeschäftigte in Südkorea organisieren sich</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Warehousing%20-%20Coupang%20van.png?itok=_rTi0Bu-" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/31/2020 - 09:42</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Trotz der generell gut koordinierten Maßnahmen gegen Covid-19 in Südkorea haben die mangelnden Arbeitsschutzvorkehrungen bei Coupang zu einer Ansteckung von über 150 Mitarbeiter*innen geführt. Auch außerhalb des Betriebs verbreitete sich diese verheerende Krankheit weiter – ein Familienmitglied eines Beschäftigten wurde nach einer Coronavirus-Infektion für hirntot erklärt.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Coupang verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell wie Amazon, beschäftigt sein Personal zu unsicheren Bedingungen und macht eine gewerkschaftliche Vertretung innerhalb seines Unternehmens praktisch unmöglich. Die Beschäftigten haben nun jedoch eine informelle Organisation namens Coupang Victims Alliance gegründet und werden aktiv von der Gewerkschaft KPTU unterstützt, die u. a. Rechtsberatung zur Verfügung stellt und sich um eine Untersuchung der Vorfälle und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Die ITF hat sich an ihre Mitgliedsorganisationen im Bereich Logistik und Lagerhaltung mit der Bitte gewandt, sich mit den Beschäftigten bei Coupang solidarisch zu erklären.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Im Laufe der Covid-19-Pandemie hat die E-Commerce-Branche einen beispiellosen Aufschwung erlebt, da durch die Schließung von Geschäften viel mehr Menschen in aller Welt auf eine Online-Bestellung von Waren ausgewichen sind. Mehr als jemals zuvor unterstreicht die ITF daher die Notwendigkeit, dass Logistik- und Lagerbeschäftigte umfassenden Arbeitsschutz, gerechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen haben müssen, die der entscheidenden Bedeutung ihrer Tätigkeit entsprechen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span>Bitte schickt eine Solidaritätsbotschaft an die Beschäftigten bei Coupang per E-Mail an <a href="mailto:warehousing@itf.org.uk"><span><span><span>warehousing@itf.org.uk</span></span></span></a><span><span><span>.  </span></span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--63" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 30 Jul 2020 15:50:25 +0000 james_b 194860 at https://www.itfglobal.org Malaysia Airlines must renew negotiations with cabin crew union https://www.itfglobal.org/en/news/malaysia-airlines-must-renew-negotiations-cabin-crew-union <span class="field-title">Malaysia Airlines muss Verhandlungen mit dem Kabinenpersonal wieder aufnehmen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Malaysia%20Airlines%20plane.png?itok=aLS9ckh5" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 07/27/2020 - 11:04</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Kabinenpersonalmitglieder bei Malaysia Airlines sind in der der ITF angeschlossenen National Union of Flight Attendants of Malaysia (NUFAM) organisiert. Die Unternehmensleitung vertritt jedoch seit langem den Standpunkt, dass Supervisor*innen dem Management zuzuordnen sind und eine gewerkschaftliche Vertretung für sie daher nicht in Frage kommt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das Urteil des Bundesgerichts markiert das Ende eines langjährigen Verfahrens, in dessen Verlauf die Fluggesellschaft versucht hatte, die Arbeitsrechte der Supervisor*innen auf mehreren juristischen Ebenen anzufechten. Eine Reihe von Organisationen, darunter der Gewerkschaftsdachverband Malaysian Trades Union Congress, forderten die Airline nun dazu auf, die Gewerkschaft NUFAM ab sofort als legitime Vertretung der Supervisor*innen für Kollektivverhandlungszwecke anzuerkennen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Erin van der Maas, Koordinator des ITF-Programms zur Organisationsarbeit an Flughäfen, erklärte in einer Stellungnahme: "Inmitten der Covid-19-Krise ist der Schutz der gewerkschaftlichen Mitgliedschaft und von Kollektivverhandlungsrechten wichtiger denn je. Aufgrund der sinkenden Fluggastzahlen in den vergangenen Monaten steht der Luftverkehrssektor weltweit am Rande des Zusammenbruchs. Dieser jüngste Erfolg für die Gewerkschaft NUFAM ist ein weiteres ermutigendes Beispiel für Luftverkehrsbeschäftigte in Südostasien, die für ihren künftigen Lebensunterhalt kämpfen."</span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--64" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 27 Jul 2020 07:52:17 +0000 james_b 194856 at https://www.itfglobal.org Yemeni airport must be reopened for humanitarian relief https://www.itfglobal.org/en/news/yemeni-airport-must-be-reopened-humanitarian-relief <span class="field-title">Jemenitischer Flughafen muss für den Transport humanitärer Hilfsgüter dringend wieder geöffnet werden</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Yemen%20humanitarian%20relief.png?itok=EcULosWn" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/118" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">anna_p</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/24/2020 - 09:58</span> <div class="field-body"><p>In einem <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/20En0707SmcSentUnsgResolution14Yemen.pdf">Schreiben </a>an UN-Generalsekretär António Guterres wiederholte ITF-Generalsekretär Stephen Cotton die Forderung der Gewerkschaft der Angestellten und Beschäftigten bei Yemen Airways, den Flugbetrieb ab Sanaa wieder aufzunehmen. Der Flughafen wurde im Jahr 2016 von der jemenitischen Regierung und ihren ausländischen Verbündeten geschlossen. Seitdem waren nur An- und Abflüge der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes erlaubt.</p> <p>Jemen wird seit dem Jahr 2015 von einem Bürgerkrieg heimgesucht, und die verheerenden humanitären Folgen des Konflikts haben sich infolge der Covid-19-Pandemie noch weiter verschlimmert. Achtzig Prozent der gewerblichen und humanitären Einfuhren unterlagen bereits <a href="https://policy-practice.oxfam.org.uk/publications/missiles-and-food-yemens-man-made-food-security-crisis-620388">Blockaden</a>, was die größte Hungersnot in der Welt seit Jahrzehnten verursachte. Im Mai stellte nun eine <a href="https://www.unicef.org/press-releases/statement-yemen-principals-inter-agency-standing-committee-0">Gruppe von UN-Organisationen</a> fest, dass regelmäßige Passagierflüge und eine Beschleunigung der Lieferkettenlogistik von entscheidender Bedeutung sind, um Sauerstoff und medizinische Versorgungsgüter ins Land zu liefern, die für die Eindämmung der Pandemie benötigt werden.</p> <p>Auf unserem letzten Kongress im Jahr 2018 verpflichtete sich die ITF, Maßnahmen zur Linderung der Krise in Jemen zu ergreifen, unter anderem durch Druck auf die internationale Gemeinschaft, die jemenitische Regierung und ihre ausländischen Verbündeten, die Häfen und Flughäfen des Landes offen zu halten und die Bewegungsfreiheit aller jemenitischen Staatsbürger*innen zu garantieren.</p> <p>Die ITF appelliert an Guterres, eine Einigung zwischen allen Konfliktparteien herbeizuführen, um die dringende Wiedereröffnung des Flughafens von Sanaa zu ermöglichen. Gemeinsam mit all unseren Mitgliedsorganisationen stehen wir zur Verfügung, alle Bemühungen der Vereinten Nationen zur Versorgung der Bevölkerung Jemens mit Hilfsgütern zu unterstützen.</p> <p>Der ITF-Regionalsekretär für die arabische Welt Bilal Malkawi erklärte in einer Stellungnahme: "Die Lage in Jemen ist dramatisch und verschlimmert sich durch die Pandemie immer weiter. In Einklang mit dem Aufruf von Guterres zu einem globalen Waffenstillstand im März müssen alle Konfliktparteien in Jemen der Wiedereröffnung des Internationalen Flughafens von Sanaa zustimmen, damit wichtige Güter ins Land gebracht werden können. Die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften sind bereit, die humanitären Hilfsbemühungen auf jede nur mögliche Weise zu unterstützen."<br />  </p></div> <section id="node-news-field-comment--65" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 23 Jul 2020 08:20:11 +0000 james_b 194855 at https://www.itfglobal.org Mounting crew change crisis demands faster action from governments https://www.itfglobal.org/en/news/mounting-crew-change-crisis-demands-faster-action-governments <span class="field-title">Zuspitzung der Crewwechsel-Krise verstärkt den Handlungsdruck auf die Regierungen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_Anniversary%20Statement.png?itok=KuOOZ92U" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 07/22/2020 - 11:24</span> <div class="field-body"><h3><span><span><strong><span>ITF-Erklärung zur Crewwechsel-Krise – 16. Juli 2020</span></strong></span></span></h3> <p><span><span><span><span>Heute vor einem Monat teilte die ITF den Regierungen der Welt unter der Losung "Genug ist genug" mit, dass sie und ihre Mitgliedsorganisationen den Seeleuten der Welt von nun an bei der Durchsetzung ihres Rechts helfen werden, die Arbeit zu beenden, ihr Schiff zu verlassen und nach Hause zu ihren Familien zurückgeführt zu werden, sobald ihre Verträge abgelaufen sind.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Heute vor zwei Monaten setzten die ITF und ihre Partnerorganisationen in der gemeinsamen Verhandlungsgruppe der Reeder (IMEC, IMMAJ, KSA und Evergreen, gemeinsam bekannt unter dem Kürzel JNG) den Regierungen eine ultimative Frist zur Umsetzung praktischer Maßnahmen im Einklang mit den Protokollen, die im 12-Stufen-Plan der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) am 5. Mai 2020 dargelegt sind.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In der Zeit seit diesen wichtigen Daten sind zwar einige positive Entwicklungen zu verzeichnen, aber die Regierungen haben keine ausreichenden Fortschritte gemacht, um die Ausnahmeregelungen und Protokolle herbeizuführen, die für die Durchführung reibungsloser Crewwechsel in aller Welt erforderlich sind. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach wie vor ist es Tausenden von Seeleuten nicht möglich, ihre Arbeit zu beenden, nach Hause zurückzukehren und von neuen Besatzungsmitgliedern abgelöst zu werden. Fehlende internationale Flugverbindungen sind zwar ein großer Faktor, aber die Hauptursache sind nach wie vor Grenz- und Reisebeschränkungen, die von den Regierungen gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie verhängt wurden. Der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS) zufolge sind inzwischen mindestens 400.000 Seeleute durch die Auswirkungen der durch diese staatlichen Maßnahmen verursachten Crewwechsel-Krise in Mitleidenschaft gezogen. Das betrifft sowohl diejenigen, die an Bord von Schiffen festsitzen, als auch diejenigen, die darauf warten, an Bord zu gehen, um endlich wieder ein Einkommen für sich und ihre Familien zu verdienen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir schätzen auf Grundlage einer Hochrechnung der jüngsten Daten von Schiffen, die IBF-Verträgen unterstehen, dass aufgrund der Crewwechsel-Krise mittlerweile etwa 300.000 Seeleute weltweit an Bord von Schiffen gefangen sind und zwangsläufig weiterarbeiten müssen, während eine gleiche Anzahl arbeitsloser Seeleute an Land darauf wartet, sie abzulösen. Damit sind insgesamt 600.000 Seeleute von dieser Krise betroffen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Regierungen müssen endlich aufwachen und sich der schlichtweg haltlosen und inakzeptablen Tatsache stellen, dass ohne die Wiederaufnahme von Crewwechseln zunehmend mehr müde und erschöpfte Seeleute auf den Schiffen der Welt gefangen sind und ihre Arbeit fortsetzen müssen. Seeleute und ihre Gewerkschaften sind sehr besorgt angesichts der Risiken für Menschenleben, Sachwerte und die Umwelt, denn die Wahrscheinlichkeit größerer Katastrophen nimmt täglich zu. Menschen werden sterben und Meeresküsten werden verpestet.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Es gibt gute Gründe für die globalen Vorschriften des Seearbeitsübereinkommens, die die Dienstzeit von Seeleuten an Bord von Schiffen begrenzen. Es gibt gute Gründe für das SOLAS-Übereinkommen, den Internationalen Code für Maßnahmen zur Organisation eines sicheren Schiffsbetriebs (ISM-Code) und das Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten (STCW-Übereinkommen). Alle maßgeblichen Übereinkommen wurden infolge und als Reaktion auf eine potenzielle Katastrophe in Kraft gesetzt. Wir brauchen JETZT dringende Maßnahmen, um eine Katastrophe zu verhindern.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Seit dem Beginn dieser sich ausbreitenden Krise haben die ITF und ihre Sozialpartner alles in ihren Möglichkeiten Stehende unternommen, um Alarm zu schlagen und auf praktische Änderungen zur Ermöglichung von Crewwechseln zu drängen. Gemeinsam haben wir praktische Lösungen erarbeitet und den Regierungen unterbreitet. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als Folge unserer Bemühungen haben die Vereinten Nationen über die IMO, ihre Sonderorganisation für maritime Angelegenheiten, unsere vorgeschlagenen Rahmenprotokolle für die Ablösung von Schiffsbesatzungen, einschließlich einer Befreiung von der Visumpflicht, verabschiedet. Die Annahme dieser Protokolle stellte zu dieser Zeit einen wichtigen Durchbruch bei den Regierungen dar, da sie damit den elementaren Beitrag anerkannten, den Seeleute für den Welthandel und die globalen Lieferketten leisten. Diese internationale Anerkennung wurde durch das Einschreiten der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) noch verstärkt, die die Regierungen an ihre Pflichten im Rahmen der für den Schifffahrtssektor geltenden Übereinkommen 108 und 185 sowie des Seearbeitsübereinkommens erinnerte.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF und ihre Sozialpartner setzen den Regierungen eine Umsetzungsfrist von 30 Tagen, um als Hafen- und Flaggenstaaten sowie als Herkunftsländer von Seeleuten die notwendigen Änderungen vorzunehmen, die die Durchführung von Crewwechseln faktisch ermöglichen würden. Als diese Umsetzungsfrist im Juni abgelaufen war, sagten wir "Genug ist genug". </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Mit dieser Grenzlinie stellten wir klar, dass die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen dazu bereit sind, Seeleuten bei der Wahrnehmung ihres Rechts zu helfen, ihre Arbeit zu beenden, ihre Schiffe zu verlassen und zu ihren Familien zurückzukehren, wenn ihr Vertrag beendet ist und die Umstände entsprechend sicher sind. Im letzten Monat haben wir Tausende von Seeleuten dabei beraten und unterstützt, von diesem Grundrecht Gebrauch zu machen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Indem wir klipp und klar gesagt haben, dass Seeleute es nicht hinnehmen werden, ohne Aussicht auf Ablösung endlos auf den Schiffen zu arbeiten, haben wir sicherlich den globalen Druck auf die Regierungen erheblich erhöht, diese Krise endlich zu lösen. Dank den Maßnahmen der ITF wurden in einigen Bereichen Fortschritte erzielt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir begrüßen es, dass einige Regierungen Optionen einführten, um das Ausschiffen und die Ablösung von Seeleuten bei minimalen Risiken für die Bevölkerung vor Ort zu ermöglichen. Auch Großbritannien hat einen Beitrag geleistet, obwohl sich um die Küsten des Landes relativ wenige Seeleute befinden. Wir hoffen, dass die von den Philippinen im Juli angekündigten "Green Lanes" einen effektiven Ausweg für die Rückkehr und Ablösung der zahlreichen aus diesem Land stammenden Seeleute eröffnen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Einige Regierungen machen hingegen Rückschritte. Manche Länder lassen Seeleute nicht an Land gehen oder beschränken die Anzahl von Personen, die täglich in ihr Land einreisen dürfen. Das ist kontraproduktiv für die Rückkehr zu einer sicheren und nachhaltigen globalen Seeschifffahrt mit funktionierenden Crewwechseln, und solche Maßnahmen dienen auch keineswegs der humanitären Hilfe, die diese Seeleute dringend brauchen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir freuten uns über die Zusagen der 13 Regierungen, die im Juli an der von Großbritannien ausgerichteten <em>virtuellen</em> <em>internationalen Gipfelkonferenz zum Thema Crewwechsel</em> teilnahmen. Sie versprachen Ausnahmen von Visum-, Grenz- und Quarantäneregelungen. Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen werden aufmerksam verfolgen, ob diese Regierungen ihren Worten Taten folgen lassen und ob sie für mehr Flugverbindungen sorgen werden, um Seeleute heimzufliegen bzw. zu den Schiffen zu bringen. Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen werden ferner die Regierungen von Ländern, die vom Seehandel abhängen, dazu auffordern, ihr Gewicht in die Waagschale zu werfen und mit eigenen Zusagen zu weiteren Fortschritten beizutragen. Zu diesen Ländern gehören unter anderem Australien, China, Indien, Russland und Ukraine.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Darüber hinaus plant die ITF die folgenden Maßnahmen:</span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span>Fortsetzung unserer Kampagne "Genug ist genug" und der Unterstützung von Seeleuten bei der Ausübung ihres Rechts, nach Ablauf ihres Vertrags die Arbeit zu beenden und das Schiff zu verlassen;</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>gemeinsame Lobbymaßnahmen mit der ITF angeschlossenen Seeleutegewerkschaften bei nationalen Regierungen, um sie zu Maßnahmen im Hinblick auf Visabestimmungen, Quarantäneregelungen, Flugverbindungen und weiteren Angelegenheiten zu bewegen, die für die reibungslose Wiederaufnahme von Crewwechseln erforderlich sind;</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Verurteilung jeglicher Versuche, Seeleute wegen der Wahrnehmung ihres Menschenrechts auf Beendigung ihrer Arbeit und Heimschaffung nach Vertragsende einzuschüchtern oder auf die schwarze Liste zu setzen;</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Verurteilung jeglicher Versuche, Seeleuten die Schuld für die unvermeidlichen Folgen des Einsatzes zunehmend übermüdeter, erschöpfter und psychisch gestresster Besatzungen in der Weltflotte in die Schuhe zu schieben; und </span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Sondierung weiterer Möglichkeiten, um Regierungen unter Druck zu setzen, diese Krise ernst zu nehmen.</span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span> </span></span></span></p> <p><span><span><span><strong><span>Wir haben bereits gesagt, dass Worte allein nicht genügen. Worte werden unsere Leute nicht von diesen Schiffen schaffen. Worte werden zu Hause wartenden, arbeitslosen Seeleuten keine Arbeit verschaffen. Worte werden keine Katastrophen verhindern.</span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><strong><span>Wir fordern Taten.</span></strong></span></span></span></p> <p><br /> ---</p> <p><span><span><span>Hier unsere <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/300000-seeleute-gefangen-auf-see-zuspitzung-der-crewwechsel-krise-erhoeht-den-handlungsdruck"><span>Pressemitteilung zum Thema</span></a>.</span></span></span></p> <p><span><span>Wenn du ein Seemann/eine Seefrau bist, der/die sofortige Hilfe oder Unterstützung braucht, wende dich an das <a href="https://www.itfseafarers.org/en/contact-us">ITF-Team für die Unterstützung von Seeleuten</a>.</span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--66" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 16 Jul 2020 11:36:41 +0000 Rory_M 194848 at https://www.itfglobal.org 300,000 Seafarers Trapped at Sea: Mounting crew change crisis demands faster action from governments https://www.itfglobal.org/en/news/300000-seafarers-trapped-sea-mounting-crew-change-crisis-demands-faster-action-governments <span class="field-title">300.000 Seeleute gefangen auf See: Zuspitzung der Crewwechsel-Krise erhöht den Handlungsdruck auf die Regierungen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_Anniversary%20PR.png?itok=5Bq81rsP" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 07/22/2020 - 11:21</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Nach Schätzungen der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) sitzen aufgrund der durch staatliche Grenz- und Reisebeschränkungen verursachten Crewwechsel-Krise inzwischen etwa 300.000 Seeleute an Bord von Schiffen fest, während die gleiche Anzahl arbeitsloser Seeleute an Land darauf wartet, sie abzulösen. Damit sind insgesamt 600.000 Seeleute von dieser Krise betroffen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Heute vor einem Monat teilte die ITF der Welt unter der Losung "Genug ist genug" mit, dass sie und ihre Mitgliedsorganisationen den Seeleuten der Welt von nun an bei der Durchsetzung ihres Rechts helfen werden, die Arbeit zu beenden, das Schiff zu verlassen und zu ihren Familien zurückgeführt zu werden, sobald ihre Verträge abgelaufen sind. </span></span></span></p> <p><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte, dass in der Zeit seit dem 15. Juni zwar einige positive Entwicklungen zu verzeichnen seien, aber die Regierungen keine ausreichenden Fortschritte gemacht hätten, um die Ausnahmeregelungen und Protokolle herbeizuführen, die für die Durchführung reibungsloser Crewwechsel in aller Welt erforderlich seien.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Auf diesen Schiffen sitzen 300.000 Seeleute fest, und <strong>weitere</strong> 300.000 stehen zu Hause am Rande des finanziellen Ruins und warten darauf, diese Schiffsbesatzungen abzulösen, um wieder Geld verdienen zu können. Die Regierungen sind das größte Hindernis für die Lösung der sich verschärfenden Crewwechsel-Krise," kritisierte Stephen Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Regierungen müssen endlich aufwachen und sich der schlichtweg haltlosen und inakzeptablen Tatsache stellen, dass ohne die Wiederaufnahme von Crewwechseln zunehmend mehr müde und erschöpfte Seeleute auf den Schiffen der Welt gefangen sind, ihre Arbeit fortsetzen müssen und eine Gefahr für sich selbst, ihre Schiffe und unsere Meeresumwelt darstellen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Seeleute und ihre Gewerkschaften sind sehr besorgt angesichts der Risiken für Menschenleben, Sachwerte und die Umwelt, denn die Wahrscheinlichkeit größerer Katastrophen nimmt täglich zu. Regierungen müssen handeln, bevor noch mehr Menschen sterben oder – noch schlimmer – es zu einer Katastrophe auf See kommt. Es muss dringend gehandelt werden."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Im Juni haben wir eine Grenzlinie gezogen, um klarzustellen, dass die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen dazu bereit sind, Seeleuten bei der Wahrnehmung ihres Rechts zu helfen, ihre Arbeit zu beenden, ihre Schiffe zu verlassen und zu ihren Familien zurückzukehren, wenn ihr Vertrag beendet ist und die Umstände entsprechend sicher sind. Im letzten Monat haben wir Tausende von Seeleuten dabei beraten und unterstützt, dieses Grundrecht geltend zu machen," so Stephen Cotton.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion David Heindel erklärte, die ITF und ihre Sozialpartner hätten alles in ihren Möglichkeiten Stehende unternommen, um Alarm zu schlagen und auf praktische Änderungen zur Ermöglichung von Crewwechseln zu drängen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir praktische Lösungen erarbeitet und den Regierungen unterbreitet. Wir freuen uns darüber, dass einige Regierungen Optionen vorgeschlagen haben, um das Ausschiffen und die Ablösung von Seeleuten zu ermöglichen, z. B. die Erteilung von Visa bei Ankunft und Visumbefreiungen. Trauriger Fakt ist jedoch, dass die Regierungen global nicht annähernd das tun, was erforderlich ist, und einige machen sogar Rückschritte," so Heindel.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es ist inakzeptabel, dass manche Regierungen Seeleute nicht an Land gehen lassen oder die Anzahl von Personen, die täglich in ihr Land einreisen dürfen, beschränken. Die Nationen, die vom Seehandel abhängen, wie Australien und Russland, müssen in der Angelegenheit ihr Gewicht in die Waagschale werfen."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir haben ferner deutlich gemacht, dass wir und die uns angeschlossenen Gewerkschaften aufmerksam verfolgen werden, ob die 13 Regierungen, die in diesem Monat an der von Großbritannien ausgerichteten <em>virtuellen internationalen Gipfelkonferenz zum Thema Crewwechsel</em> teilnahmen, ihre Versprechen einhalten. Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen und andere ermutigen, dem Beispiel dieser fortschrittlichen Regierungen zu folgen. Die Krise erfordert ein einheitliches Vorgehen aller Regierungen, das die Bedürfnisse der Seeleute der Welt ernst nimmt. Lippenbekenntnisse der Regierungen sind keine akzeptable Lösung mehr."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die ITF-Familie wird ferner alle Versuche brandmarken, Seeleute wegen der Wahrnehmung ihres Menschenrechts auf Beendigung ihrer Arbeit und Heimschaffung nach Vertragsende einzuschüchtern oder auf die schwarze Liste zu setzen, und wird sie vor allen Vorstößen schützen, ihnen die Schuld für die unvermeidlichen Folgen des Einsatzes zunehmend übermüdeter und erschöpfter Besatzungen in der Weltflotte in die Schuhe zu schieben."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir appellieren ein weiteres Mal an die Regierungen, Maßnahmen im Hinblick auf Visabestimmungen, Quarantäneregelungen und Flugverbindungen zu ergreifen, um weltweit wieder reibungslose Crewwechsel möglich zu machen. Wir sind bereit, weitere Optionen auszuloten, um Regierungen dazu zu bewegen, diese Krise ernst zu nehmen," mahnte David Heindel.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/zuspitzung-der-crewwechsel-krise-verstaerkt-den-handlungsdruck-auf-die-regierungen"><strong>Der vollständige Wortlaut der Erklärung der ITF kann hier nachgelesen werden.</strong></a></span></span></p> <p><br /> ----</p> <p><span><span><strong><span>Hinweis für Redaktionen:</span></strong></span></span></p> <p><br /> <span><span><strong><span>Wie kommt die Zahl von 300.000 Seeleuten zustande?</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Für über 9.500 Schiffe gelten Verträge, die im Rahmen des Internationalen Verhandlungsforums (International Bargaining Forum – IBF) zwischen der ITF und den jeweiligen Arbeitgebern unterzeichnet wurden. Auf diesen Schiffen sind etwa 370.000 Seeleute beschäftigt. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Seit Juni 2020 ist für mindestens 25 Prozent der aktuell auf IBF-Schiffen arbeitenden Seeleuten die Heimschaffung überfällig. Mit anderen Worten <strong>sitzen momentan 92.500 Seeleute an Bord der 9.500 IBF-Schiffe fest und haben keine andere Wahl, als weiter zu arbeiten</strong>. Das heißt auch, dass 92.500 weitere Seeleute drauf warten, diese Besatzungen abzulösen, aber aufgrund derselben Reisebeschränkungen nicht einschiffen können. So wird ihnen die Möglichkeit genommen, das dringend benötigte Einkommen zu verdienen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Auf Schiffen mit IBF-Verträgen arbeiten 30,8 Prozent der insgesamt 1,2 Millionen Seeleute, die den Schätzungen der Internationalen Schifffahrtskammer zufolge im weltweiten Schifffahrtssektor beschäftigt sind. Wenn man die 25 Prozent der auf IBF-Schiffen arbeitenden Seeleute, für die Heimschaffung überfällig ist, auf die 1,2 Millionen Seeleute weltweit hochrechnet, dann warten in der ganzen Welt schätzungsweise 300.000 Seeleute auf ihre Heimschaffung und weitere 300.000 darauf, sie abzulösen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Das bedeutet, dass <strong>bereits 600.000 Seeleute von der Crewwechsel-Krise betroffen</strong> sein könnten, und ihre Zahl nimmt täglich zu.</span></span></span></p> <p> </p> <p><span><span><strong><span>Zahlen des ITF-Inspektorats</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Seit dem 16. Juni hilft die ITF Seeleuten, ihre Schiffe zu verlassen und in ihre Heimatländer zurückzukehren. Sie beriet und unterstützte <strong>Tausende von Seeleuten</strong>:</span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span>im Rahmen von <strong>645 Fällen/Inspektionen</strong>,</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>sowie von <strong>2.870 E-Mails</strong> und</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>über <strong>500 Facebook-Nachrichten</strong> und</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>über <strong>500 WhatsApp- und Viber-Meldungen.</strong></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Die <strong>größte unterstützte Gruppe </strong>von Seeleuten stammt <strong>aus den Philippinen</strong>.</span></span></span></span></li> </ul> <p> </p> <p><span><span><strong><span>Medienkontakt: </span></strong><a href="mailto:media@itf.org.uk">media@itf.org.uk</a></span></span></p> <p><span><span>Wenn du auf einen Seemann/eine Seefrau triffst, der/die sofortige Hilfe oder Unterstützung braucht, nimm Kontakt zum <a href="https://www.itfseafarers.org/en/contact-us">ITF-Team für die Unterstützung von Seeleuten</a> auf.</span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--67" class="field-field_comment"> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 16 Jul 2020 11:36:45 +0000 Rory_M 194849 at https://www.itfglobal.org South-East Asian workers fight back against aviation job losses https://www.itfglobal.org/en/news/south-east-asian-workers-fight-back-against-aviation-job-losses <span class="field-title">Luftverkehrsbeschäftigte in Südostasien im Kampf gegen Stellenabbau</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Airport%20hubs%20-%20Lion%20Air%20demo.png?itok=hH10n17o" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 07/21/2020 - 09:20</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>In <strong>Indonesien</strong> beteiligten sich am 13. Juli Beschäftigte bei der regionalen Billigfluggesellschaft Lion Air an einer Demonstration vor dem Hauptsitz des Unternehmens, um gegen die Streichung von 2.600 Arbeitsplätzen in der Bodenabfertigung zu protestieren. Seit drei Monaten hatten sie keine Sozialleistungen erhalten. Darüber hinaus schuldet ihnen das Unternehmen Zusatzbeträge für islamische Feiertage und Abfindungszahlungen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Angga Saputra von der indonesischen Vereinigung für Flughafenbeschäftigte FSPBI erklärte in einer Stellungnahme: "Die Entscheidung des Managements von Lion Air, einseitige Entlassungen auszusprechen, ist für die Beschäftigten inakzeptabel. Die Demonstration zeigte die kollektive Stärke, die das geschlossene Vorgehen der Belegschaft gegen die rechtswidrigen Maßnahmen des Unternehmens entfaltet. Außerdem bestätigte sie, dass Einheit die wichtigste Ressource der Beschäftigten ist."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Lion Air hat zugesagt, bis zum 20. Juli auf die Forderungen der Beschäftigten zu reagieren, und die ITF wird den betroffenen Gewerkschaften dabei helfen, die Rechte des Bodenpersonals durchzusetzen. Nachdem alle früheren Organisierungsbestrebungen im Unternehmen niedergeschlagen wurden, ist Lion Air nun erstmals gezwungen, sich konstruktiv mit den Gewerkschaften auseinanderzusetzen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In <strong>Malaysia</strong> haben dank des Einsatzes der National Union of Flight Attendants (NUFAM) über 50 Flugbegleiter*innen bei Malindo Air ihre Arbeitsplätze zurückgewonnen. Nach einer Entlassungswelle Anfang April stellte Malindo Air nach hartnäckigen Verhandlungen der NUFAM alle betroffenen Beschäftigten wieder ein.</span></span></span></p> <p><span><span><span>In <strong>Thailand</strong> setzen Flughafenbeschäftigte ihre Bemühungen fort, Beschäftigte unterschiedlicher Berufsgruppen flächendeckend gewerkschaftlich zu organisieren. Die Flughafengesellschaft Airports of Thailand unterhält landesweit zahlreiche Niederlassungen, lagert aber ihr Sicherheitspersonal aus. Sie ließ Beschäftigte Kündigungsschreiben unterzeichnen, um Abfindungszahlungen zu umgehen, auf die diese bei einer förmlichen Entlassung einen Anspruch hätten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Daraufhin organisieren sich die betroffenen Arbeitnehmer*innen nun in der Wingspan Workers' Union und der Airport Workers Union of Thailand (WWU-AWUT), die jetzt eine neue Sektion für Sicherheitspersonal einrichten kann. Mit über 1.000 neuen Mitgliedern, die der Gewerkschaft beitreten wollen, wird die WWU-AWUT bald dazu in der Lage sein, das Recht auf Kollektivverhandlungen mit dem Auslagerungsunternehmen geltend zu machen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dazu Napat Jitjaignam, Sicherheitsbediensteter und neues WWU-AWUT-Mitglied: "Ich wusste, dass ich dieses Kündigungsschreiben besser nicht unterschreiben sollte, aber ich hatte keine Wahl, obwohl ich schon seit über 13 Jahren bei dem Unternehmen arbeite. Das Unternehmen nötigte mich und weitere 1.200 Beschäftigte, Kündigungen zu unterschreiben, um keine Abfindungen zahlen zu müssen, indem es uns drohte, wir würden sonst alle unsere Arbeitsplätze verlieren. Ich tat das nicht gerne, aber wir wussten nicht, wie wir uns zur Wehr setzen sollten. Aber zumindest kennen wir durch unsere Mitgliedschaft in der WWU-AWUT nun unsere grundlegenden Arbeitsrechte."</span></span></span></p> <p><span><span><span>Erin van der Maas, der Koordinator des ITF-Programms für Organisationsarbeit an Flughäfen, sagte: "Mitgliederzuwachs und die Gründung neuer Sektionen sind in diesen Zeiten eine tolle Nachricht und Beleg für den unermüdlichen Einsatz von Organisationsbeauftragten und Gewerkschaften in Indonesien, Malaysia und Thailand. Während Luftverkehrsbeschäftigte in der ganzen Welt mit Einschränkungen und Kürzungen konfrontiert sind, leisten die in Südostasien Widerstand."</span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--68" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194853&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="F2eRMxWcr9Z9BdgDA6w7oNW3-Gv7XFNZ7mGqDzOiLYc"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 20 Jul 2020 14:40:09 +0000 james_b 194853 at https://www.itfglobal.org ITF organises solidarity calls for the Strike for Black Lives https://www.itfglobal.org/en/news/itf-organises-solidarity-calls-strike-black-lives <span class="field-title">ITF organisiert Online-Solidaritätsaktionen zu &quot;Black Lives Matter&quot;</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-07-16%20at%2010.47.27.jpeg?itok=6tLmz2M3" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/17/2020 - 15:47</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Nach dem erschütternden Mord an George Floyd durch Polizeibeamte in Minneapolis Ende Mai werden sich Beschäftigte in allen Teilen der USA unter dem Banner </span></span></span><a href="https://j20strikeforblacklives.org/"><span><span><span>Strike for Black Lives</span></span></span></a><span><span><span> mit rechtmäßigen Arbeitskampfmaßnahmen gegen systembedingten Rassismus, Gewalt und Ungleichheit richten. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die ITF organisiert am 20. Juli zwei Videoanrufe in verschiedenen Zeitzonen, um solidarische Unterstützung rund um den Globus zusammenzutragen. Bei jedem Anruf werden wir gemeinsam 8 Minuten und 46 Sekunden schweigen – jener Zeitdauer, innerhalb der ein Polizist sein Knie auf George Floyds Hals drückte, bis dieser durch Erstickung starb. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die ITF bittet alle Mitgliedsorganisationen, Mitarbeiter*innen und Verbündete innerhalb der Gewerkschaftsbewegung, sich an einem dieser Videoanrufe zu beteiligen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die Anrufe über <em>Zoom</em> werden am Montag, den 20. Juli 2020, zu folgenden Zeiten stattfinden:</span></span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span><span>12.00 Uhr BST (Zeit in London/GB): </span></span></span><a href="https://zoom.us/j/91801855769"><span><span><span>https://zoom.us/j/91801855769</span></span></span></a><span><span><span>, Sitzungscode: 918 0185 5769</span></span></span></span></span></span></span></li> </ul> <ul> <li><span><span><span><span><span><span><span>12.00 Uhr EDT (Zeit in Washington D.C./USA): </span></span></span><a href="https://zoom.us/j/97838504592"><span><span><span>https://zoom.us/j/97838504592</span></span></span></a><span><span><span>, Sitzungscode: 978 3850 4592</span></span></span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span><span><span>Die ITF engagiert sich weltweit weiterhin gegen alle Formen von Rassismus und kämpft aktiv für Rassengerechtigkeit, in Solidarität mit unseren Freund*innen innerhalb der Gewerkschaftsbewegung und darüber hinaus. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Ein Unrecht an einem ist und bleibt ein Unrecht an allen!</span></span></span></span></span></span></p> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--69" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194850&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="vbWSK7CIebvlW2_Dg6W5mSYHcjVUXQbSlcK_DhLAfuY"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 17 Jul 2020 13:07:31 +0000 james_b 194850 at https://www.itfglobal.org ITF helps global seafarers repatriate via Spain https://www.itfglobal.org/en/news/itf-helps-global-seafarers-repatriate-spain <span class="field-title">ITF unterstützt die Heimschaffung von Seeleuten über Spanien</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Fairchem%20Mako%20Webimage.png?itok=DpCMgE8_" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/17/2020 - 14:13</span> <div class="field-field_image_caption">Die &#039;Fairchem Mako&#039;, deren Besatzungsmitglieder mit Unterstützung der ITF ausschiffen und nach Hause zurückkehren konnten</div> <div class="field-body"><h2><span><span><strong><span><span><span>Philippinische Crew des Tankers <em>Giancarlo D</em> kehrt nach Hause zurück</span></span></span></strong></span></span></h2> <p><span><span><span><span><span>Für die Besatzung des Chemikalientankers <em>Giancarlo D</em> sind Luz Baz und die ITF vom Himmel geschickt. Luz ist die ITF-Koordinatorin für Spanien und hat sich in den letzten Wochen gemeinsam mit dem Schiffsmanagement Poli Ship dafür eingesetzt, fünf philippinische Besatzungsmitglieder der <em>Giancarlo D</em> in ihr Heimatland zurückzuführen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Bemühungen laufen vor dem Hintergrund des Höhepunkts der Grenzbeschränkungen, die im Rahmen der staatlichen Maßnahmen gegen Covid-19 verhängt wurden und eine globale Crewwechsel-Krise ausgelöst haben.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Schiffsmanagementunternehmen Poli Ship bemüht sich seit Wochen darum, die Besatzung vom Schiff zu holen. Darüber gingen die Monate April, Mai und Juni ins Land. Aber durch die mangelnden Flugverbindungen in die Philippinen und Probleme im Zusammenhang mit den Visabestimmungen mancher Länder war es der Agentur nicht möglich, einen erfolgreichen Plan aufzustellen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Als das Unternehmen dann die ITF-Parole "Genug ist genug" las, setzte es sich mit der Föderation in Verbindung. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Am Donnerstag, den 18. Juni erhielt ich einen Anruf von Herrn Golenkov vom De Poli Schiffsmanagement, einem Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden, das Besatzungen für Schiffe in Europa anheuert. Er hatte davon gehört, dass die ITF die Heimschaffung von Seeleuten unterstützt, und wollte wissen, ob ich behilflich sein könnte," so Luz Baz.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Er hatte zwar wenig Hoffnung und hielt die Heimschaffung der Crew für unmöglich, aber er meinte, es bestünde vielleicht eine gute Gelegenheit, wenn die <em>Giancarlo D</em> den Hafen von Algeciras in Spanien anlaufe, wo sie kurzzeitig anlegen werde. Das war unsere Chance, mehrere philippinische Seeleute, deren Verträge abgelaufen waren, vom Schiff zu holen und in ihr Heimatland zurückzuführen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die <em>Giancarlo D</em> fährt unter maltesischer Flagge und untersteht einem ITF-Vertrag.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Luz erklärte dem Schiffsmanagement, dass die spanische Regierung Seeleute zwar am 28. April zu systemrelevanten Arbeitskräften erklärt habe, in der Praxis aber nach wie vor nicht die notwendigen Ausnahmeregelungen für sie erlassen habe, damit sie in Spanien ausschiffen und von neuen Crews abgelöst werden könnten.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir haben immer noch mit vielen Problemen zu kämpfen. Ich sagte ihm, dass ich ihm lediglich versprechen könne, alles in meinen Möglichkeiten Stehende zu tun, um den Besatzungsmitgliedern zu helfen."</span></span></span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="807cd0f1-2ac1-4b07-92ed-fcf9939205c3" src="/sites/default/files/inline-images/unnamed.jpg" /> <figcaption>Die <em>Giancarlo D</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><span><span>Und dieses Versprechen hielt sie. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ich nahm Kontakt zur lokalen Vertretung von De Poli auf und erhielt eine glatte Abfuhr. Sie setzten mir auf ziemlich arrogante Art und Weise das reguläre Prozedere für die Heimschaffung von Crews auseinander. Ich hatte Probleme, ihnen verständlich zu machen, dass wir uns in einer Ausnahmezeit befinden, die besondere Lösungen erforderlich macht. Da die lokale Vertretung keinerlei Initiative zeigte, wendete ich mich direkt an die Einwanderungsbehörde in Algeciras."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Algeciras ist der größte Hafen Spaniens, und Luz zufolge waren die dortigen Behörden, einschließlich eines Polizisten, über die Crewwechsel-Krise informiert und bereit zu helfen, oder zumindest zuzuhören und ihr Bestes zu versuchen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Rund um Algeciras warteten zu dieser Zeit über 400 philippinische Seeleute auf ihre Heimschaffung, und es war schwierig, Hotelunterkünfte für sie zu finden und ihre Heimflüge zu organisieren."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Nach verschiedenen weiteren Kontaktaufnahmen und mit umfassender Unterstützung der ITF schaffte es das Unternehmen schließlich, alle beteiligten Parteien dazu zu bringen, bei der Rückführung der Besatzungsmitglieder zu helfen," berichtete Luz.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Angesprochen darauf, wie sie es geschafft hat, noch weitere Seeleute wieder mit ihren Familien zusammenzuführen, antwortet Luz: "Meiner Meinung nach ist dieser Fall ein perfektes Beispiel dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und der ITF möglich ist und Wirkung zeigen kann. Die Zusammenarbeit als Team ist in unserem globalen und vernetzten Geschäft der Schlüssel zum Erfolg, ganz besonders in einer kritischen Zeit wie dieser."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Offenbar sind nicht nur die Besatzungsmitglieder dankbar für ihre Hilfe und Unterstützung.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Golenkov vom De Poli Schiffsmanagement, drückte ihr in einer E-Mail seinen Dank aus: "Es ist ermutigend für andere, zu sehen, dass die Dinge zu einem guten Ende kommen, wenn man nicht aufgibt und sich weiter bemüht."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span><span><span> </span></span></span></span></span></span></span></span></p> <h2><span><span><strong><span><span><span>Ablösung der indischen Crew der <em>Fairchem Mako</em> über Deutschland und Spanien</span></span></span></strong></span></span></h2> <p><span><span><span><span><span>Viele Besatzungsmitglieder des im Jahr 2018 gebauten Chemikalien- und Öltankers <em>Fairchem Mako</em> arbeiteten bereits seit über einem Jahr an Bord des unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Schiffs für die Schiffsverwaltungsgesellschaft Anglo-Eastern, als die ITF eingeschaltet wurde, um ihre Ausschiffung und Heimschaffung zu unterstützen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Laut Seearbeitsübereinkommen darf die Dienstzeit von Seeleuten an Bord elf Monate nicht überschreiten. Aus jüngsten Studien der Yale University geht hervor, dass eine längere Dienstzeit an Bord, auch infolge von unvorhergesehenen Vertragsverlängerungen, ernste Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Seeleuten haben kann.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wie Enrico Esopa, ITF-Koordinator für die US-amerikanische Ostküste, berichtet, versucht die Crew schon seit geraumer Zeit, die <em>Fairchem Mako</em> zu verlassen. Die ITF wurde am 15. Juni darüber informiert, dass einige Seeleute an Bord ihre vertragliche Dienstzeit an Bord beendet und um ihre Heimschaffung gebeten hätten. Enrico ging der Angelegenheit nach, als das Schiff am 16./17. Juni mit Kurs auf Kolumbien den Panamakanal durchquerte. Die Seeleute versuchten, in Kolumbien von Bord zu gehen, aufgrund geschlossener Flughäfen und fehlender internationaler Flüge jedoch ohne Erfolg.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Als das Schiff dann Kurs auf den Hafen von Barcelona (Spanien) nahm, war Luz Baz bereit, dort bei der Heimschaffung der Crewmitglieder nach Indien behilflich zu sein.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Am 3. Juli schrieb Luz eine entsprechende E-Mail an Anglo-Eastern mit Kopie an ihre Kolleg*innen in indischen Seeleutegewerkschaften und der nordamerikanischen Seafarers' International Union (SIU), die mit dem Fall befasst war.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Sie teilte dem Unternehmen mit, dass die Verträge mehrerer Crewmitglieder an Bord ihren Informationen zufolge überschritten seien und diese bei der Ankunft des Schiffes in Barcelona dringend heimgeschafft werden müssten:</span></span></span></span></span></p> <blockquote> <p><span><span><em><span><span><span>"Angesichts der Tatsache, dass für ihr Schiff ein von der ITF genehmigter Vertrag mit der SIU besteht, möchte ich gerne Verzögerungen beim Aufenthalt des Schiffs in Barcelona vermeiden und eine Eskalation des Falles durch Einschaltung der Hafenstaatkontrolle und der Flaggenstaatbehörden umgehen. Aus diesem Grund bitte ich Sie, uns so schnell wie möglich einen detaillierten Plan für die Heimschaffung der Besatzungsmitglieder nach dem Einlaufen des Schiffes in Ihrem Hafen zu unterbreiten. Würden Sie uns bitte die Kontaktinformationen ihres Vertreters vor Ort senden? Wir benötigen diese Informationen bis spätestens Montag, den 6. Juli um 10 Uhr (GMT)."</span></span></span></em></span></span></p> </blockquote> <p><span><span><span><span><span>Sie erklärte, die ITF sei, wie zuvor in anderen Fällen, bereit, mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten, um die Besatzungsmitglieder über Spanien heimzuschaffen. Mit den richtigen Dokumenten ermögliche der Status von Seeleuten als systemrelevante Arbeitskräfte in Spanien eine Heimschaffung, wenn der nötige Wille dazu vorhanden sei, so Luz.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Daraufhin organisierte die Unternehmensleitung von Anglo-Eastern die Ausschiffung von 20 abgemusterten Seeleuten nach Beendigung von Lade- und Bunkeroperationen. Diese könnten am 10. Juli 2020 von Barcelona nach Doha fliegen, um dort mit einer weiteren Chartermaschine nach Indien und zu ihren Familien zurückzukehren, bestätigte sie in E-Mails an die ITF. Dafür kommen 18 neue Besatzungsmitglieder an Bord. Diese werden mit Charterflügen von Indien über Deutschland nach Barcelona gebracht, wo sie ihr Schengen-Visum erhalten werden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Bei der Nachricht, dass ihr Ehemann und Vater nach Hause kommen wird, schrieb eine dankbare indische Familie der ITF: "Wir danken euch von ganzem Herzen im Namen seiner Frau und seiner Tochter. Ich habe von ihm die Nachricht erhalten, dass er abgemustert ist. Danke dafür, dass ihr Seeleute unterstützt."</span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--70" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194847&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="MJAIgY71kphAMJFibpSAhXTFSCM38cAoE05abdNJBN0"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 15 Jul 2020 10:31:34 +0000 Rory_M 194847 at https://www.itfglobal.org Australian maritime regulator silent on crew change crisis https://www.itfglobal.org/en/news/australian-maritime-regulator-silent-crew-change-crisis <span class="field-title">Australische Seeverkehrsbehörde schweigt zur Crewwechsel-Krise</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_AUSTRALIAS%20REGULATOR%20SILENT%20ON%20CREW%20CHANGE%20CRISIS.png?itok=uT-Qg37r" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 07/16/2020 - 10:26</span> <div class="field-body"><p><span><span>Die australische Bundesregierung verschläft die Crewwechsel-Krise und bringt damit den Handel, die australische Volkswirtschaft und das Leben von Seeleuten in Gefahr, so die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die Maritime Union of Australia (MUA).</span></span></p> <p><span><span>"Bei der virtuellen internationalen Gipfelkonferenz zur Crewwechsel-Krise, die Großbritannien am Donnerstag ausrichtete, wählte sich Australien noch nicht einmal ein. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Bundesregierung bzw. ihre Regulierungsbehörde keinerlei Initiative zur Bewältigung der tiefsten Krise zeigen, die der maritime Sektor seit Menschengedenken erlebt hat," kritisierte der ITF-Präsident und nationale Sekretär der MUA Paddy Crumlin.</span></span></p> <p><span><span>Die australische Behörde für Seeverkehrssicherheit AMSA bestätigte, 31 Beschwerden im Zusammenhang mit der Heimschaffung von Seeleuten gemäß dem Seearbeitsübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) erhalten zu haben, wonach Seeleute ein Recht darauf haben, die Arbeit zu beenden, das Schiff zu verlassen und nach Hause geflogen zu werden, sobald ihre Verträge abgelaufen sind. Seit dem 1. März 2020 hat die AMSA lediglich ein Schiff arrestiert – die <em>SKS Doyles</em>, ein unter norwegischer Flagge fahrender Tanker – da festgestellt wurde, dass elf Besatzungsmitglieder keine gültigen Arbeitsverträge mehr hatten", erklärte Crumlin.</span></span></p> <p><span><span>Laut Seearbeitsübereinkommen, das Australien unterzeichnet hat, dürfen Seeleute nicht länger als elf Monate an Bord sein. Die Coronavirus-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen des Grenz- und Transitverkehrs sowie fehlende Flüge und weitere logistische Probleme bei der Heimschaffung haben die Durchführung von Crewwechseln erschwert. </span></span></p> <p><span><span>Nach Ansicht der ITF und der internationalen Schifffahrtswelt sitzen weltweit über 200.000 Seeleute über ihre ursprüngliche Vertragsdauer hinaus an Bord ihrer Schiffe fest, von denen viele tagtäglich australische Häfen anlaufen.</span></span></p> <p><span><span>"Erschöpfung sowie körperliche und seelische Gesundheitsprobleme sind verbreitet, und in der ganzen Welt sind dringende humanitäre Hilfsmaßnahmen erforderlich. Als Inselnation, die vollständig von der Seeschifffahrt abhängt, sollte Australien sich an die vorderste Front der Bemühungen stellen, und die Bundesregierung muss sich einschalten," mahnte Crumlin.</span></span></p> <p><span><span>"Es ist höchste Zeit, dass Premierminister Scott Morrison die Zügel in die Hand nimmt und mit den Regierungen der Bundesstaaten und ihren Gesundheitsbehörden zusammenarbeitet, um sichere und geeignete Korridore für Heimschaffung und internationale Crewwechsel in den australischen Häfen zu schaffen."</span></span></p> <p><span><span>"Morrison muss die Führungsspitze der AMSA aufwecken und sie anweisen, umgehende Maßnahmen gegen die sich verschärfende Krise zu ergreifen. Im gesamten maritimen Sektor ist guter Willen vorhanden, aber es fehlt an Führungsstärke, Weitblick und internationaler Beteiligung," so Crumlin.</span></span></p> <p><span><span>Der ITF-Koordinator für Australien Dean Summers sagte, die AMSA habe an die Schifffahrtsindustrie das falsche Signal ausgesandt, indem sie den Reedern mitteilte, sie werde eine Verlängerung der Crew-Verträge tolerieren und Dienstzeiten von bis zu 14 Monaten zulassen, selbst wenn dies gegen das von Australien unterzeichnete internationale Seearbeitsübereinkommen verstoße.</span></span></p> <p><span><span>"Die Flut hat die Grenzlinie weggespült, die die australische Regulierungsbehörde in den Sand gezogen hat, und die Krise des Sektors verschlimmert sich von Tag zu Tag. Unmittelbar nach der Ernennung von Mick Kinley zum Geschäftsführer gab die AMSA bekannt, Vertragsverlängerungen bis zu 14 Monaten und länger zu dulden, wenn die Reeder sich zur anschließenden Heimschaffung der Crews verpflichteten. Das ist inakzeptabel," so Summers.</span></span></p> <p><span><span>"Offenbar kennt die Flexibilität der AMSA keine Grenzen, da nun unter dem Vorwand der Covid-19-Pandemie auf bis zu 14 Monate verlängert werden darf. Damit stellt sich Australien auf eine Stufe mit Ländern wie Panama, das den in seinen Registern angemeldeten Schiffen erlaubte, Besatzungsmitglieder bis zu 17 Monate an Bord zu behalten, bis es sich dem internationalen Druck beugte," erklärte Summers.</span></span></p> <p><span><span>Summers zufolge wird die ITF mit Hilfsbitten von Kapitänen, Chefingenieuren und Besatzungsmitgliedern überflutet, die darüber klagen, dass ihre Schiffe unsicher und die Crews bis zur Fahrlässigkeit übermüdet sind, sodass Schiffsunglücke drohen. </span></span></p> <p><span><span>Am Donnerstag verständigten sich 13 Nationen, darunter die USA, Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Saudi-Arabien und die VAE, auf einen 7-Punkte-Plan zur Erleichterung der Ablösung von Schiffsbesatzungen in aller Welt, und wandten sich mit der Bitte an die Luftverkehrsbranche, die Heimschaffung von weiteren der 200.000 überanstrengten Seeleute zu unterstützen.</span></span></p> <p><span><span>Summer fragt nur: "Wo war Australien?"</span></span></p> <p><br /> <span><span><strong><span><span>Medienkontakt: </span></span></strong><span><span><a href="mailto:media@itf.org.uk">media@itf.org.uk</a>  (+4420) 7940 9282</span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--71" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194846&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="HgWDxT7Mg-_IYUk0pMfHquSI8NStjePPmEoFxIbrpD8"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 15 Jul 2020 01:33:19 +0000 Rory_M 194846 at https://www.itfglobal.org Ghanaians deceived by Danish shipowner: 'We were treated like slaves' https://www.itfglobal.org/en/news/ghanaians-deceived-danish-shipowner-we-were-treated-slaves <span class="field-title">Dänischer Reeder betrügt Seeleute aus Ghana: &quot;Wir wurden wie Sklaven behandelt.&quot;</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Ghana%20story_webImage%20copy.png?itok=FGJtZGjO" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 07/16/2020 - 10:13</span> <div class="field-body"><h3><em><span><span><span><span><span><span>Von Anna Birch-Schmidt für Fagbladet 3F. Wiederveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.</span></span></span></span></span></span></em></h3> <p><br /> <span><span><span>In Thyborøn (Dänemark) wurde ein Reeder wegen Menschenhandels und Verletzung des dänischen Ausländergesetzes unter Anklage gestellt. Er hatte zwei ghanaische Seeleute ausgebeutet und sie unter sklavenähnlichen Bedingungen für sich arbeiten lassen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Über drei Jahre lang arbeiteten zwei afrikanische Seeleute unter sklavenähnlichen Bedingungen auf einem Fischereifahrzeug im dänischen Dorf Thyborøn. Kein Urlaub und 11 Stunden Arbeit an sechs Tagen der Woche waren die Norm für Reuben Kotei und Justice Numo, die unter dem falschen Versprechen von Ghana nach Dänemark gekommen waren, als Kapitäne ein Schiff nach Afrika zu überführen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ihr sagt, wir seien wie Sklaven behandelt worden. Ich mag es nicht, so genannt zu werden, besonders nicht, wenn es stimmt," sagte der 57-jährige Reuben Kotoi, der zusammen mit dem 52-jährigen Justice Numo nun bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens im August dem Schutz des dänischen Zentrums gegen Menschenhandel untersteht.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Polizei in Dänemark <a href="https://politi.dk/midt-og-vestjyllands-politi/nyhedsliste/sag-om-menneskehandel-skal-for-retten-i-holstebro/2020/07/06"><span>hat einen 55-jährigen dänischen Reeder des Menschenhandels angeklagt</span></a>, weil er die beiden Männer ohne die vorgeschriebenen Arbeitsgenehmigungen beschäftigte und ihren gesetzeswidrigen Aufenthalt im Land unterstützte.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Anklageschrift zufolge beantragt die Strafverfolgungsbehörde Freiheitsstrafen, Geldstrafen und Entschädigungsleistungen für die beiden Ghanaer sowie die Beschlagnahmung des betroffenen Schiffes, das dem Angeklagten und seinem Unternehmen gehört.</span></span></span></p> <p><span><span><span><strong>Soldaten im Krieg</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Reuben Kotei und Justice Numo lebten an Bord des Schiffes und erhielten für ihre Arbeit nur 1.200 Euro im Monat.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="Reuben Kotei" data-entity-type="file" data-entity-uuid="cc567b9d-6fb1-4d75-afde-f64cd9aba2c7" height="617" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-07-14%20at%203.00.32%20PM.png" width="412" /> <figcaption><em>Der 57-jährige Reuben Koi erlitt bei seiner Arbeit an Bord der 'Helene' eine Augenverletzung. Foto: 3F Archiv/Michael Drost-Hansen</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span>Während ihrer gesamten Arbeitszeit in Dänemark hatten sie keinen einzigen freien Tag. Der Reeder behielt ihre Pässe und Reisedokumente ein. Hinzu kommt, dass die beiden Männer nach dem Ablauf ihrer Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen am 3. April 2017 kein Bleiberecht mehr in Dänemark hatten, wie sie gegenüber <em>Fagbladet 3F</em> erklärten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Man sagte ihnen, die Behörden würden ihnen nur Schwierigkeiten machen, da ihre Papiere nicht in Ordnung seien. So schwiegen sie und ertrugen die fürchterlichen Arbeitsbedingungen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wir waren auf das Geld angewiesen, und in unserer Kultur senkt man den Kopf und stellt keine Fragen. Wir waren Soldaten im Krieg. Und wenn du im Krieg bist, hältst du durch, bis die Schlacht gewonnen oder verloren ist. Es gibt kein Ablaufdatum," so Reuben Kotei.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die beiden Ghanaer wurden außerdem angewiesen, sich nur in einem Radius von höchstens 500 Metern rund um das Schiff zu bewegen, andernfalls hätten sie Konsequenzen zu befürchten.</span></span></span></p> <p><span><span><span><strong>Zurück im Senegal </strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Reuben Kotei und Justice Numo lernten den dänischen Reeder kennen, als sie im Senegal arbeiteten. Reuben Kotei berichtet, dass er ihm half, die besten Fangstellen entlang der senegalesischen Küste zu finden. Der Reeder fragte die beiden dann, ob sie Lust hätten, ihn zurück nach Dänemark zu begleiten, um ihm bei letzten Ausbesserungsarbeiten an seinem Fangschiff, der <em>Emma Helene</em>, zu helfen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Plan war, dass Reuben und Justice das Schiff danach zurück nach Senegal überführen sollten.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Er sagte uns, es müsse nur gestrichen werden, dann sei es bereit zur Abfahrt. Wir gingen davon aus, nur kurze Zeit in Dänemark zu bleiben," berichtet Reuben Kotei, der seit vielen Jahren als Seemann arbeitet.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach einer Kollision im Hafen sank die <em>Emma Helene</em>, bevor sie Thyborøn überhaupt verlassen konnte. Infolgedessen wurden Reuben und Justice auf ein anderes Schiff, die <em>Helene</em>, versetzt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Nach wie vor mit dem Ziel, das Schiff für die Rückreise nach Senegal vorzubereiten.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="PHOTO: 3F archive/Michael Drost-Hansen" data-entity-type="file" data-entity-uuid="8de2d4bc-c25a-47b6-9be1-61515644e147" height="495" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-07-14%20at%203.04.56%20PM.png" width="662" /> <figcaption><em>Foto: 3F Archiv/Michael Drost-Hansen</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><strong>Keine weiteren Fragen</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Drei Jahre später befanden sich die beiden Ghanaer immer noch an Bord der <em>Helene</em> ohne unmittelbare Aussichten, nach Afrika zurückzukehren. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Bis zum 26. Mai 2020 lebten Reiben Kotei und Justice Numo in ihren kleinen Kabinen an Bord des Schiffes. Sie arbeiteten auf der <em>Helene</em>, erledigten hin und wieder kleine Arbeiten auf dem Schiff und wurden auf anderen Fangschiffen eingesetzt, die demselben Arbeitgeber gehören. </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Im Laufe der Jahre fragte ich den Reeder immer wieder gerade heraus, wann wir seiner Meinung nach losfahren können. Er antwortete jedes Mal, wahrscheinlich in ungefähr drei Monaten. Irgendwann hörte ich auf, zu fragen," so Justice Numo.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die <em>Helene</em> gehört zwar einem dänischen Reeder, fährt aber unter der Flagge von Belize. Durch die Eintragung im Schiffsregister eines so genannten Billigflaggenlands wie Belize muss der Reeder in Dänemark keine Steuern zahlen und die dänischen Arbeitsschutzbestimmungen nicht einhalten. Die Besatzungen dieser Schiffe sind oft unzureichender Sicherheit, miserablen Arbeitsbedingungen und Reedern überlassen, die keine Verantwortung für die Gesundheit oder das Wohlbefinden der Beschäftigten übernehmen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Wie <em>Fagbladet 3F</em> ferner erfuhr, gehört demselben dänischen Reeder noch ein weiteres Schiff, die <em>Amalie</em>, die ebenfalls unter der Flagge von Belize registriert ist und im Hafen von Thyborøn liegt. Sie diente drei weiteren Ghanaern als Zuhause, die in diesem Jahr nach Dänemark gebracht wurden. Diese drei Männer wurden nun von der dänischen Polizei vom Schiff geholt und sollen, sobald es die geltenden Corona-Restriktionen erlauben, per Flugzeug abgeschoben werden. </span></span></span></p> <p><span><span><span><strong>Kein Urlaub, keine Familienbesuche</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Obwohl die <em>Amalie</em> am 7. März 2019 nach Ghana fuhr, um die drei anderen afrikanischen Seeleute abzuholen, erhielten Reuben Kotei und Justice Nemo keine Gelegenheit, mitzufahren und zu ihren Familien zurückzukehren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Monat für Monat schickten die beiden Männer einen großen Teil ihres Verdiensts zu ihren Frauen und Kindern nach Ghana. Es ist inzwischen über drei Jahre her, dass sie ihre Familien zum letzten Mal gesehen haben, da sie ohne Befreiung von ihren Aufgaben nicht nach Hause zurückreisen können. Alle Kontakte laufen über iPad-Bildschirme.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Es ist wirklich hart. Wir sprechen ständig mit unseren Familien, und sie fragen immer, wann wir wieder nach Hause kommen. Wir wissen nicht, was wir ihnen sagen sollen. Wir vermissen sie sehr," sagt Justice Numo.</span></span></span></p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="PHOTO: 3F archive/Michael Drost-Hansen " data-entity-type="file" data-entity-uuid="fa8d77b2-f553-47c9-b65a-86470fdc3e56" height="618" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-07-14%20at%203.07.11%20PM.png" width="410" /> <figcaption><em>Foto: 3F Archiv/Michael Drost-Hansen</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><strong>"Grotesk!"</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Mit zwölf Jahren Erfahrung als Inspektor der Internationalen Transportarbeiter-Föderation sind Morten Bach Betrug und Täuschung in dänischen Gewässern nicht fremd. Daher überraschte ihn die Nachricht nicht, dass zwei Ghanaer seit über drei Jahren unter sklavenähnlichen Bedingungen lebten und arbeiteten. </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich bin zutiefst empört, dass ein dänischer Reeder zwei Menschen ihrer Freiheit beraubt und sie auf derart entwürdigende Weise behandelt. Es ist grotesk," sagt Morten Bach, der im Fachbereich Verkehr der Gewerkschaft 3F arbeitet.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Seine Aufgabe besteht unter anderem darin, in dänischen Gewässern an Bord von Schiffen zu gehen und Verträge, Arbeitszeiten, Heuern und sonstige Bedingungen zu prüfen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Morten Bach berichtet, dass er jedes Jahr mit mehreren solcher Fälle zu tun hat, bei denen ausländische Staatsbürger*innen unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten, ohne dass die Polizei oder die dänische Schifffahrtsbehörde auch nur die leiseste Ahnung davon haben.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Ich bin froh, dass die Polizei ihn nun geschnappt hat. Und es ist großartig, dass seine beiden Opfer nun von ihm befreit sind," so Bach.</span></span></span></p> <p><span><span><span><strong>Der Traum von der Entschädigung</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Fall wird am 21. und 31. August vor dem Gericht von Holstebro verhandelt. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Anklageschrift zufolge verlangen die beiden Männer jeweils eine Entschädigung in Höhe von 40.562 Euro – kein unerheblicher Betrag für die beiden ghanaischen Seeleute. Wenn Reuben Kotei und Justice Numo Dänemark mit der Entschädigung für ihr Martyrium in der Tasche verlassen können, hofft Reuben Kotei, sich einen großen Traum zu erfüllen: </span></span></span></p> <p><span><span><span>"Wenn wir das Geld bekommen, werde ich mir vielleicht endlich ein eigenes Boot leisten können," sagt er.</span></span></span></p> <p><span><span><span><em>Fagbladet 3F</em> bat den Strafverteidiger des Reeders Peter Secher um eine Stellungnahme. Dieser wollte jedoch zu dem Fall keinen Kommentar abgeben und seine Beteiligung an dem bevorstehenden Gerichtsverfahren nicht bestätigen. <em>Fagbladet 3F</em> wandte sich auch an den Reeder, erhielt aber auf die Bitte um Stellungnahme keine Antwort.</span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><strong>Die Anklageschrift:</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Der Anklageschrift zufolge ist der Reeder wegen der Verletzung von Absatz 262a, Punkt 1 des dänischen Strafgesetzbuchs angeklagt, der sich mit Menschenhandel befasst, unter Hinweis darauf, dass die Männer von Februar 2017 bis zum 26. Mai 2020 Zwangsarbeit oder sklavenähnlichen Bedingungen unterworfen waren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Dem 55-jährigen und seinem Unternehmen wird ferner die Verletzung des dänischen Ausländergesetzes zur Last gelegt, weil die beiden Ghanaer ohne die vorgeschriebenen Arbeitsgenehmigungen und unter erschwerenden Umständen beschäftigt wurden.</span></span></span></p> <p><br /> <span><span><span><strong>Die Sicht der ITF:</strong></span></span></span></p> <p><span><span><span>Johnny Hansen ist der Vorsitzende der Sektion Fischereiwirtschaft der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF). Für ihn ist die schockierende Behandlung dieser Ghanaer durch einen dänischen Reeder nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Sklaverei in modernen Zeiten weiter existiert, oftmals vor aller Augen entlang den Küsten von Ländern, die stolz sind auf ihre Menschenrechtsbilanz.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Dies zeigt, dass es auch im Jahr 2020 Sklaverei auf Fischereifahrzeugen gibt und dass eine solche Behandlung von Fischereibeschäftigten überall möglich ist," so Hansen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Bekämpfung von Sklaverei und Menschenrechtsverletzungen in der Fischereiwirtschaft sei für die ITF weiterhin ein Schwerpunkt ihrer Arbeit, erklärt er.</span></span></span></p> <p><span><span><span>"In Irland betreiben wir eine Kampagne zur Unterstützung von Arbeitsmigrant*innen im Fischereisektor, mit der wir ihre Menschen- und Arbeitsrechte einfordern und die Menschen, die sie ausbeuten, zur Rechenschaft ziehen. Viele der Ausgebeuteten kommen aus Nord- und Westafrika, darunter einige aus Ghana. Wir mussten sogar die irische Regierung vor Gericht verklagen, damit sie endlich etwas gegen dieses wachsende Problem in ihren eigenen Gewässern unternimmt."</span></span></span></p> <p><span><span><span>"Die Regierungen müssen mehr tun. Es reicht nicht aus, dass das <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/versaeumnisse-beim-schutz-von-fischereibeschaeftigten-irland-auf-beobachtungsliste-fuer"><span>US-Außenministerium in diesem Jahr ein Land wie Irland beschuldigte</span></a>, 'die Abschreckung geschwächt, zur Straffreiheit von Menschenhändlern beigetragen und Bemühungen untergraben habe, Opfer zu Zeugenaussagen zu bewegen'. Unserer Meinung nach macht sich zum Komplizen, wer zu moderner Sklaverei schweigt," so Hansen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>3F ist ein dänische Gewerkschaft, die die Ghanaer dabei unterstützte, Freiheit und Gerechtigkeit zu erlangen. Sie ist der ITF angeschlossen.</span></span></span></p> <p><span><span><span> </span></span></span></p> <p><span><span><span><strong><em><span><span>Bericht von Anna Birch-Schmidt, Fotos von Michael Drost-Hansen für Fagbladet 3F. Die Sicht der ITF wurde hinzugefügt. Wiederveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung.</span></span></em></strong></span></span></span></p> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--72" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194845&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="XjySzOzaFwF4Q_Vi-wyZCOvTTFQDPB4smf3JpXOD2w8"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 14 Jul 2020 02:59:30 +0000 Rory_M 194845 at https://www.itfglobal.org Governments must bring in exemptions for seafarers following summit https://www.itfglobal.org/en/news/governments-must-bring-in-exemptions-seafarers-following-summit <span class="field-title">Gipfelkonferenz zum Thema Crewwechsel: Regierungen müssen Ausnahmeregelungen für Seeleute erlassen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Press%20release%20graphic.jpg?itok=7Lm9Xvc_" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 07/13/2020 - 09:18</span> <div class="field-body"><p><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) hat die Regierungen der Welt aufgefordert, für Seeleute umgehend Ausnahmen von Visum-, Grenz- und Quarantäneregelungen zu erlassen, um Crewwechsel zu ermöglichen und die aktuelle Krise zu lösen.</span></p> <p><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton vertrat heute die eine Million Seeleute, die dem globalen Gewerkschaftsverband angehören, auf der <em>Virtuellen internationalen Gipfelkonferenz zum Thema Crewwechsel</em>, die auf Einladung Großbritanniens in London stattfand.</span></p> <p><span>"<a href="https://www.gov.uk/government/news/joint-statement-of-the-international-maritime-virtual-summit-on-crew-changes">Die Regierungen verabschiedeten heute eine Erklärung</a>, in der sie sich dazu verpflichten, umgehend eine Reihe von Maßnahmen voranzutreiben, um die sich auf See ausbreitetende globale Krise für die über 400.000 Seeleute abzuwenden, die derzeit über die ursprüngliche Vertragsdauer hinaus auf Schiffen festsitzen und und verzweifelt nach Hause wollen," so Stephen Cotton.</span></p> <p><span>"Wir danken den Regierungen, die an der heutigen Konferenz teilnahmen, für ihr Engagement und rufen nun die Minister*innen und offiziellen Vertreter*innen, die ihre Zustimmung erteilt haben, dazu auf, diese wichtigen Versprechen in ihren Ländern umzusetzen, indem sie praktische Ausnahmeregelungen erwirken, die den Seeleuten die nötige Bewegungsfreiheit für sichere Crewwechsel und die Rückkehr in ihre Herkunftsländer geben."</span></p> <p><span>"Auch wenn der Fokus auf der Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen der Covid-19-Pandemie liegt, wollen wir alle Regierungen mit der heutigen Veranstaltung daran erinnern, dass die Notlage der Seeleute und ihr Grundrecht der Menschenwürde nicht vergessen werden dürfen."</span></p> <p><span>"Über Monate hinweg hat sich diese Crewwechsel-Krise immer mehr zugespitzt, jetzt müssen die Regierungen ihren Teil tun. Das bedeutet, dass Hafenstaaten, in denen die Schiffe anlegen, Flaggenstaaten, in denen sie registriert sind, Transitknotenpunkte mit Flughäfen und die Herkunftsländer der Crews die Seeleute von Visum-, Grenz- und Quarantäneregelungen ausnehmen müssen, und zwar jetzt, nicht morgen und nicht nächste Woche," fordert Cotton.</span></p> <p><span>Wenn die Regierungen es versäumen, praktische Ausnahmeregelungen für Seeleute zu erlassen und dafür zu sorgen, dass mehr Flüge angeboten werden, sind das Wohlergehen der Seeleute, die Sicherheit des Seeverkehrs und wichtige Lieferketten ernsthaft gefährdet, wovor die ITF wiederholt gewarnt hat.</span></p> <p><span>"Wir zollen allen an der heutigen Konferenz teilnehmenden politischen Führungskräften Beifall für die Erkennung der Gefahren, die die Tatsache, dass erschöpfte Besatzungen über ihre ursprüngliche Vertragsdauer hinaus an Bord von Schiffen arbeiten, für das persönliche Wohlergehen der Seeleute und den Betrieb globaler Lieferketten mit sich bringt. Damit verhindern sie eine mögliche Zunahme der Unfälle auf See und der Meeresverschmutzung. Andere Länder müssen ihrem Beispiel folgen," so Cotton.</span></p> <p><span>"Die Regierungen müssen von schönen Sonntagsreden, in denen sie den Seeleuten in aller Welt, die unermüdlich weitergearbeitet haben, um den Betrieb von Schiffen und die Warenströme in dieser globalen Krise aufrechtzuerhalten, ihre Dankbarkeit ausdrücken, zu konkreten Maßnahmen übergehen. Es geht jetzt um Verantwortlichkeit, Worte allein werden unseren Leuten nicht von diesen Schiffen helfen," schloss Cotton.</span><br />  </p> <p>Weitere Informationen hierzu sind der <a href="https://www.gov.uk/government/news/new-international-commitment-to-improve-seafarers-rights">Presseerklärung der britischen Regierung</a> über das neue internationale Engagement und der <a href="https://www.gov.uk/government/news/joint-statement-of-the-international-maritime-virtual-summit-on-crew-changes">gemeinsamen Erklärung vom virtuellen internationalen Gipfelkonferenz zum Thema Crewwechsel</a> zu entnehmen.</p> <p><br /> <strong><span>Medienkontakt: </span></strong><a href="mailto:media@itf.org.uk">media@itf.org.uk</a> <span>| (+4420) 7940 9282</span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/de/tags/seeleute" hreflang="de">Seeleute</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--73" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194839&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="kMhCs7cSUeBYqWJdoPVF1AM3IJmtjeu0lnaLaFY9Enw"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 09 Jul 2020 13:07:50 +0000 Natalie 194839 at https://www.itfglobal.org ITF calls out Berejiklian Government's “smokescreen” Ruby Princess inquiry https://www.itfglobal.org/en/news/itf-calls-out-berejiklian-governments-smokescreen-ruby-princess-inquiry <span class="field-title">ITF brandmarkt die Untersuchung des Falles &#039;Ruby Princess&#039; durch die australische Bundesregierung als Tarnmanöver</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ITF%20CALLS%20OUT%20BEREJIKLIAN%20GOVT%E2%80%99S%20%E2%80%9CSMOKESCREEN%E2%80%9D%20RUBY%20PRINCESS%20INQUIRY%20copy.png?itok=YY43wXs5" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/10/2020 - 10:02</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) bezeichnete heute die Ermittlungen der Regierung des australischen Bundesstaats New South Wales (NSW) im Fall der <em>Ruby Princess</em> als Tarnmanöver für das Versagen der Regierung im zweiten Abschnitt der endlosen Geschichte des Kreuzfahrtschiffs, nachdem die Passagiere von Bord waren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Gemeinsam mit staatlichen und bundesstaatlichen Labor-Politiker*innen fordert die ITF die Premierministerin Berejiklian auf, die Untersuchung auszuweiten und auch die Ereignisse nach dem 19. März 2020 einzubeziehen, unter anderem im Hinblick auf die Missachtung von Gesundheit, Sicherheit und <span>Wohlergehen</span> der Besatzung und die Frage, ob die Entscheidungen zu medizinischer Betreuung, Tests und Heimschaffung für die Besatzung und die australische Bevölkerung das Risiko einer Infektion mit Covid-19 vergrößerten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF-Koordinator Dean Summers erklärte heute, der enge Untersuchungsrahmen erwecke den Eindruck, dass die Premierministerin die Versäumnisse der Bundesregierung in Bezug auf das Schiff zu vertuschen versuche, anstatt zu prüfen, welche Lehren daraus gezogen werden können, um künftige Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen zu verhindern.</span></span></span></span></p> <p> </p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="b9a4020f-00cd-4c72-a918-ca4f8aeef6de" height="643" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-07-09%20at%204.37.56%20PM.png" width="839" /> <figcaption><em>Scott McDine von der ITF auf einer Pressekonferenz in Sydney über die Untersuchung des Falles 'Ruby Princess' </em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><span>"Premierministerin Berejiklian hat bei der Einleitung dieser Untersuchung versprochen, 'jeden Stein umzudrehen, bis wir herausgefunden haben, was genau geschehen ist', aber in Wirklichkeit macht die dem Sonderausschuss vorgegebene enge Aufgabenstellung die Untersuchung zur Farce," kritisierte Summers.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die 1.200 Besatzungsmitglieder, deren Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen während der gesamten Entwicklungen rund um die <em>Ruby Princess</em> auf Schritt und Tritt von den Behörden missachtet wurden, sind nun die Opfer politischer Vernebelung."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"In einem Schreiben bestätigte uns der Ausschuss erst gestern, dass er von unserer Forderung an die Premierministerin wisse, alles zu untersuchen, was bei der <em>Ruby Princess</em> falsch gelaufen sei, und erklärte, dass die Ausweitung des Untersuchungsrahmens nun Sache der Premierministerin sei. Selbst der Polizeichef ist der Meinung, dass der Ball nun eindeutig im Feld von Premierministerin Berejiklian liegt."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In einem Schriftwechsel mit der Rechtsabteilung der ITF erklärte der Ausschuss ferner, dass die Behandlung infizierter Besatzungsmitglieder auf der <em>Ruby Princess</em> nach dem Ausschiffen der Passagiere am 19. März 2020 und die Umstände ihrer Heimschaffung und ihrer laufenden medizinischen Behandlung an Bord des Schiffes für den Polizeichef von Belang seien. Obwohl diese Angelegenheiten nach Ansicht des Polizeichefs nach nicht in den aktuellen Rahmen der Untersuchung fallen, erklärte der Ausschuss: "Dies sagt nichts über die Schwere der bestätigten Fakten oder der gemachten Behauptungen aus".</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Im Rahmen der Untersuchung müssen auch die Ereignisse geprüft werden, nachdem die Passagiere das Schiff verlassen hatten. Wir müssen wissen, mit welchen Informationen die Regierung von New South Wales die <em>Ruby Princess</em> von Sydney nach Port Kembla schickte. Warum wurde nichts unternommen, um die Besatzung zu testen oder heimzuschaffen, bevor sie einem noch größeren Risiko einer Infektion mit Covid-19 ausgesetzt wurde?" fragte Summers.</span></span></span></span></p> <p> </p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="cfbd3752-25d9-4f0a-9016-47a119b4502e" height="698" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-07-09%20at%204.37.46%20PM.png" width="872" /> <figcaption><em>Dean Summers von der ITF bezeichnete den eng gefassten Untersuchungsrahmen der NSW-Regierung und den unmöglichen Berichterstattungszeitraum als Tarnmanöver, um den Umgang der australischen Behörden mit den Vorgängen um die 'Ruby Princess' zu vertuschen</em></figcaption> </figure> <p><span><span><span><span>"Waren die Entscheidungen der Bundesregierung und der Regierung des Bundesstaates, als die Kreuzschiffe angewiesen wurden, die australische Küste zu verlassen, ungeachtet der katastrophalen Folgen, die diese Entscheidungen für die Besatzung haben würden, vereinbar mit ihren internationalen Verpflichtungen? Wir müssen wissen, ob es überhaupt rechtmäßig war, dass der NSW-Polizeichef Fuller am 19. April 2020 das Auslaufen der <em>Ruby Princess</em> aus Port Kembla anordnete, obwohl sich 200 Covid-19-Infizierte an Bord des Schiffes befanden."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die Regierung von New South Wales und die Bundesbehörden sind für das Wohlergehen der Besatzung der <em>Ruby Princess</em> genauso verantwortlich wir für das der Passagiere. Die Crew der<em> Ruby Princess</em> machte einfach nur ihre Arbeit und wurde durch die Maßnahmen und die Untätigkeit der Behörden, die mit diesem Ausbruch befasst waren, in Gefahr gebracht. Sie hat das Recht zu wissen, dass alles getan wurde, was getan werden konnte, um ihr zu helfen. Sie verdient zu wissen, was falsch lief und wie eine ähnliche Farce verhindert werden könnte," sagte Summers.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF setzt sich dafür ein, dass den Besatzungsmitgliedern, die sich ihres Erachtens nach aufgrund der Inkompetenz der Behörden infiziert haben, Gerechtigkeit widerfährt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dazu Summers: "Wir wollen, dass die staatlichen und bundesstaatlichen Behörden ihre Fehler eingestehen, Rede und Antwort stehen und zugeben, wo sie sich geirrt haben. Das steht der Crew der <em>Ruby Princess</em> zu, nachdem sie einer der größten Arbeitsschutzkatastrophen in der maritimen Geschichte Australiens zum Opfer fiel."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wenn wir von Premierministerin Berejiklian keine Gerechtigkeit bekommen, wenn sie Vertuschung dem Eingeständnis von Fehlern vorzieht, werden wir diese Show nach Canberra verlagern und so viele 'Steine umdrehen', wie und so lange wir es für nötig halten", so Summers.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--74" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194837&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="I8uvH6CvJI3L1iTGniYsdcssBi7le_XOzZPlVf28BqA"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 09 Jul 2020 04:31:32 +0000 Rory_M 194837 at https://www.itfglobal.org Unite safeguards cabin crew jobs at Ryanair https://www.itfglobal.org/en/news/unite-safeguards-cabin-crew-jobs-ryanair <span class="field-title">Unite rettet Arbeitsplätze für Kabinenpersonal bei Ryanair</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Civil%20aviation%20-%20Ryanair.png?itok=A75FY4-Q" width="1690" height="900" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/10/2020 - 09:38</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Im Mai hatte Ryanair angekündigt, infolge der anhaltenden Störung des Luftverkehrssektors europaweit 3.000 Stellen zu streichen. Seitdem befinden sich die Gewerkschaften in Verhandlungen mit der Fluggesellschaft, um die Auswirkungen der Streichungen auf die Beschäftigten und ihre Familien abzumildern.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Laut der neuen Vereinbarung mit Unite wird Ryanair keine Arbeitsplätze für Kabinenpersonal streichen, im Gegenzug erklären sich die Beschäftigten mit vorübergehenden Lohnkürzungen einverstanden. Die Bezahlung wird für unterschiedliche Beschäftigtengruppen zwischen 5 und 10 Prozent gesenkt, und in den Jahren 2023 und 2024 in zwei Schritten wieder auf den alten Stand angehoben. Dies kann auch früher geschehen, wenn sich die Geschäfte von Ryanair schneller erholen als erwartet.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Diese Vereinbarung entspricht dem neuen Verhandlungsrahmen, der unlängst von der Gruppe der ITF- und ETF-Gewerkschaften bei Ryanair verabschiedet wurde, der für die Mitgliedsorganisationen im gesamten Streckennetz der Airline gilt. Das der Fluggesellschaft vorgeschlagene Rahmenwerk unterstreicht die Notwendigkeit eines offenen und fairen Dialogs zwischen Ryanair und allen der Gruppe angehörenden Gewerkschaften.</span></span></span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--75" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194836&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="qe0uMGeTquu5DlvKky7po62gpVJSfpPfj09z8Ei9wSc"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 08 Jul 2020 17:31:30 +0000 james_b 194836 at https://www.itfglobal.org ITF podcast: Domestic violence in the light of Covid-19 https://www.itfglobal.org/en/news/itf-podcast-domestic-violence-in-light-covid-19 <span class="field-title">ITF-Podcast: Häusliche Gewalt in Zeiten von Covid-19</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-07-08%20at%2011.11.13_0.jpeg?itok=xQV0T4A9" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/10/2020 - 09:28</span> <div class="field-body"><p>In der jüngsten Folge des <a href="https://anchor.fm/itfglobal/episodes/Domestic-violence-in-the-context-of-Covid-19-egds65/a-a2l3lku">ITF-Podcasts</a> sprachen wir mit unseren Gästen über den katastrophalen Anstieg der Fälle häuslicher Gewalt aufgrund der besonderen Situation infolge von Covid-19. Für viele Beschäftigte, insbesondere Frauen, bedeutet die Tatsache, eine Arbeit zu haben, Unabhängigkeit und Zeit ohne den Täter. Die Spannung steigt, wenn die Beschäftigung nicht garantiert ist bzw. wegfällt oder wenn Selbstisolation eingehalten werden muss.<br /> <br /> In diesen schwierigen Zeiten kämpfen Opfer häuslicher Gewalt an zwei Fronten. Zum einen gegen das Virus und zum anderen um ihr Überleben. Derzeit lautet die globale Botschaft, bleibt zu Hause, um sicher zu sein und die Pandemie zu bekämpfen. Was aber tun, wenn das Zuhause nicht sicher ist? &nbsp;<br /> <br /> Neha Prakash, die ITF-Programmbeauftragte für Beseitigung der Gewalt gegen weibliche Verkehrsbeschäftigte, sprach mit Barb MacQuarrie und Sheela Naikwade.<br /> <br /> Barb MacQuarrie ist Community Director beim Zentrum für Forschung und Bildung zu Gewalt gegen Frauen und Kinder an der Western University in London (Ontario/Kanada). Sie leitete zahlreiche Bildungsprogramme, Initiativen und Forschungsprojekte.<br /> <br /> Sheela Naikwade ist Vizepräsidentin der indischen Gewerkschaft MSTKS und wirkte maßgeblich an der Entwicklung des ITF-Rechtshilfeprogramms für weibliche Beschäftigte mit.<br /> <br /> Barb MacQuarrie betont die Risiken, die mit einer Selbstisolation verbunden sein können: "So wichtig die Isolation zu Hause auch für die Bekämpfung der Pandemie ist, so gibt sie doch auch den Tätern mehr Macht. Durch diese Maßnahmen des Social Distancing sind Frauen und Kinder tagtäglich stärker dem Missbrauch von Männern ausgesetzt. Wir wissen, dass in Situationen, in denen Familien über längere Zeit unter Zwangsumständen eng zusammenleben, die Rate der Gewalt gegen Frauen und auch gegen Kinder steigt."<br /> <br /> Sheela Naikwade fügte hinzu: "Die bittere Wahrheit ist, dass weibliche Beschäftigte häufig sagen, dass ihr Arbeitsplatz für sie eine bessere, schützendere Umgebung ist als ihr eigenes Zuhause. Bei der Arbeit fühlen sie sich frei und haben weniger Angst. Sie können sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen, sie können ihre Kolleginnen um Rat fragen, wie sie mit der Situation umgehen sollen, und manchmal können sie sogar Kontakt zu Ärzten, Anwälten oder Beratungsstellen aufnehmen. All dies ist zu Hause nicht möglich."<br /> <br /> Der ITF-Podcast "All Over The Place" kann unter dem oben genannten Link oder über Apple Podcasts und Spotify abgerufen werden.</p> <p><iframe frameborder="0" height="102px" scrolling="no" src="https://anchor.fm/itfglobal/embed/episodes/Domestic-violence-in-the-context-of-Covid-19-egds65" width="400px"></iframe></p> <p>Weitere Informationen über die Reaktion der ITF auf die Covid-19-Pandemie gibt es <a href="https://www.itfglobal.org/de/focus/covid-19">hier</a>. Und <a href="https://www.itfglobal.org/de/in-focus/frauen">hier</a> geht es zur ITF-Webseite für weibliche Verkehrsbeschäftigte.<br /> &nbsp;</p> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> <div><a href="/de/tags/frauen" hreflang="de">Frauen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--76" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194835&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="0FO5J-ohjwfBAYrXH9OOn1iq2y_Zg26C2wPUUPxceAs"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 08 Jul 2020 15:52:54 +0000 Ema_K 194835 at https://www.itfglobal.org Mauritian seafarers faced with fines, cockroaches in ordeal to get home https://www.itfglobal.org/en/news/mauritian-seafarers-faced-fines-cockroaches-in-ordeal-get-home <span class="field-title">Zwangsgeld und Kakerlaken: Das Martyrium mauritischer Seeleute </span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Webimage_Mauritius%20copy.png?itok=djAuAeK3" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 07/09/2020 - 09:29</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Regierung von Mauritius hat vor kurzem angekündigt, ihre Türen für Tausende nationaler Seeleute zu öffnen, die in aller Welt festsitzen – aber nur einen kleinen Spalt. Und es gibt einige Fallstricke.</span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span><span>Insel der Isolation: Die bisherige Politik von Mauritius </span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Ich bin Seemann und möchte so wie jeder andere zurück nach Hause," schreibt Vishan Balkissoon.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Vishan ist einer von geschätzten 2.000 mauritischen Seeleuten, die verteilt auf 82 Häfen in aller Welt auf 21 ansonsten leeren Passagierschiffen gefangen sind. Sie befinden sich seit dem Beginn der Pandemie, die derzeit die Welt im Griff hält, auf diesen Schiffen, weit entfernt von ihren Familien und Freunden. Die Notlage der mauritischen Seeleute bewegte 2.000 Menschen – darunter auch Vishan – zur Unterzeichnung einer Petition, mit der die Regierung von Mauritius aufgefordert wird, ihm und Hunderten seiner Landsleute die Rückkehr in ihr Heimatland zu ermöglichen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir wissen von mehreren Crewmitgliedern, die während der Zeit des Wartens zuhause Angehörige verloren haben," heißt es in der von Crew Centre gestarteten </span></span><span><a href="https://crew-center.com/bring-mauritian-seafarers-home-please-sign-petition"><span>Petition</span></a></span><span><span>.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Einige der gestrandeten Seeleute haben todkranke Lebensgefährt*innen, die nur noch wenige Wochen oder gar Tage zu leben haben. "Mein Neffe konnte in der letzten Woche nicht einmal an der Beerdigung seines Vaters teilnehmen," so Indira, eine der vielen Familienangehörigen mauritischer Seeleute, die die Petition unterzeichneten. Es gibt Kinder, die auf die Rückkehr ihres einzigen Elternteils warten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Regierung von Mauritius reagierte schon sehr früh mit rigiden Maßnahmen auf die Pandemie, indem sie ihre Grenzen für alle schloss, selbst für ihre eigenen Staatsangehörigen. Die vollständige Abriegelung gegenüber der Außenwelt sorgte dafür, dass die kleine Nation gemessen an anderen Ländern bei der Bekämpfung des Virus relativ gut abschnitt und gerade einmal 341 Fälle verzeichnet. Aber ein fast Covid-freies Paradies ist ein schwacher Trost für die Tausenden mauritischen Staatsangehörigen, die selbst weiter ihrer Isolation ausgesetzt sind – an Bord der Schiffe in aller Welt. "Mein Ehemann ist immer noch an Bord ... eine Schande für die Regierung von Mauritius," schreibt Beeharry.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der ITF zufolge wächst die Zahl der Seeleute, die sich als Opfer der Crewwechsel-Krise seit über elf Monaten auf ihren Schiffen befinden, also länger, als laut Seearbeitsübereinkommen rechtlich zulässig ist. Manche sind sogar seit über 15 Monaten an Bord.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Viele Petent*innen, die ihre Brüder, Neffen, Liebsten und Partner*innen zuhause brauchen, beschreiben die schockierenden Bedingungen, denen die Seeleute in diesen "schwimmenden Gefängnissen" ausgesetzt sind. Einem Bericht zufolge sind die Besatzungsmitglieder stark traumatisiert und ihre psychische Gesundheit leidet unter der Angst. "Ich weiß, dass sie viele Probleme haben – Schlaflosigkeit, Depressionen, Geldmangel," heißt es in einem weiteren Bericht.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Seeleute von Kreuz- und Handelsschiffen herunterzuholen, ist zu einem dringenden humanitären Anliegen geworden. Grenzschließungen durch Hafen- und Transitländer sind bis vor kurzem ein Problem gewesen. Nun öffnen eine Handvoll von Ländern ihre Grenzen allmählich wieder, um Crewwechsel zu ermöglichen. Kanada und Hongkong haben gerade Crewwechsel-Protokolle eingeführt. Aber für die mauritischen Seeleute hat es wenig Sinn, in Vancouver oder Hongkong von Bord zu gehen, wenn ihr Heimatland sie nicht nach Hause fliegen lässt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Selbst wenn ein Arbeitgeber aus Mauritius stammende Seeleute auf dem Seeweg heimschaffen will, wie viele Kreuzfahrtunternehmen in aller Welt es getan haben, erteilt ihm die mauritische Regierung keine Erlaubnis zum Anlegen und Ausschiffen der mauritischen Besatzungsmitglieder. Diese Blockade trat schon vor dem 22. März in Kraft, als die Hafenbehörde von Mauritius schlicht und ergreifend bekanntgab, dass Anträgen auf Crewwechsel bis auf Weiteres nicht entsprochen werde. Aber dieser harte Kurs beginnt nun zu bröckeln.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In einem jüngst veröffentlichten Video, das sich an den Premierminister von Mauritius Pravind Jugnauth richtet, baten zweihundert seiner Landsleute, die auf dem norwegischen Kreuzfahrtschiff <em>Norwegian Epic</em> festsitzen<em><span>, </span></em>ihr Staatsoberhaupt, die Grenze für seine eigenen Staatsbürger*innen zu öffnen und ihnen die Heimkehr zu erlauben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die <em>Norwegian Epic</em> ist für Besatzungsmitglieder unterschiedlicher Nationalitäten, die auf ihre Heimschaffung warten, zu einer Art schwimmendem Hotel geworden. Woche für Woche kehrten mehr Seeleute in ihre Heimatländer zurück. Ihre Regierungen halfen ihnen dabei. Die aus Mauritius stammenden Seeleute blieben zurück. Bis jetzt.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Ob der Sinneswandel auf den Appell an den Premierminister in den Medien oder auf einen anderen Grund zurückzuführen ist, die 200 auf der <em>Norwegian Epic</em> festsitzenden mauritischen Seeleute wurden jedenfalls am 28. Juni heimgeschafft.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Leider sind hinsichtlich der Rückkehr mauritischer Seeleute erfolgreiche Fälle wie der der <em>Epic</em> nach wie vor eher Ausnahme als Regel. In den letzten vierzehn Tagen wurden mehrere Kreuzfahrtschiffe abgewiesen, die versucht hatten, Besatzungsmitglieder nach Port-Louis, der Hauptstadt von Mauritius, zu bringen.</span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span><span>Zwangsgeld für die Rückkehr zur eigenen Familie</span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>Im Juni schienen sich die Dinge jedoch zum Besseren zu wenden, als die Regierung von Mauritius ankündigte, die Türen – einen kleinen Spalt – für die Seeleute des Landes zu öffnen. Einer kleinen aber konstanten Anzahl werde die Rückkehr erlaubt. Der Inselstaat werde die staffelweise Aufnahme seiner eigenen Bürger*innen zulassen. Jeweils 150 Menschen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Aber die neue Freundlichkeit der Regierung gegenüber den Seeleuten ihres Landes ist mit so manchen Fallstricken verbunden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Erstens dürfen Besatzungsmitglieder nur nach Hause und zu ihren Familien zurückkehren, wenn der Arbeitgeber sie mit der staatlichen Fluggesellschaft Air Mauritius zurückfliegen lässt, die finanziell angeschlagen ist, seit Covid-19 die vom Tourismus abhängige Wirtschaft des Landes traf.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Diese Flüge sind teuer, es gibt nicht viele, und sie gehen nur von einer begrenzten Anzahl von Flughäfen aus. Es ist den Unternehmen nicht gestattet, für die Rückführung ihrer Crews Flüge bei anderen Fluggesellschaften zu buchen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Zweitens erteilt die Regierung Seeleuten nur die Einreiseerlaubnis, wenn die Kreuzfahrtgesellschaften, die in ihren Häfen zum Crewwechsel anlegen, pro an Land kommendem Besatzungsmitglied 1.300 US-Dollar zahlen und die Kosten einer 15-tägigen Quarantäne und des Covid-19-Tests übernehmen. Wenn ein Crewmitglied positiv getestet wird, verlangt die Regierung noch mehr.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Diese kontroverse Politik, die alle Bemühungen um die Heimschaffung von Schiffsbesatzungen konterkariert, löst unter Seeleuten, ihren Familien und den Kreuzfahrtunternehmen, die für die Kosten aufkommen sollen, Bestürzung aus.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Akshaye Madoo, ein aus Mauritius stammender Verwaltungsangestellter bei der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean International in Texas (USA), bezifferte die Heimschaffungskosten pro Besatzungsmitglied </span></span><span><span>mit 2.600 US-Dollar. Die Rückführung der 4.000 mauritischen Seeleute, die Schätzungen zufolge auf Kreuzfahrtschiffen und Frachtern beschäftigt sind, würde somit insgesamt 10,4 Millionen US-Dollar kosten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Sie versuchen, den Kreuzfahrtunternehmen Geld abzupressen," erklärte Madoo voller Empörung in einem Aufruf auf </span></span><span><a href="https://youtu.be/wMylGJQB1OQ"><span>Youtube</span></a></span><span><span>, und fügte hinzu, dadurch würden Arbeitsplätze gefährdet. "Das ist ein Skandal, ein schwarzer Tag für mauritische Seeleute, denn wir können nicht in unser Heimatland zurückkehren."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der </span></span><span><a href="https://www.wsws.org/en/articles/2020/06/13/maur-j13.html"><span>Journalist Tom Casey</span></a></span><span><span> zieht das Resümee, dass Tausende von Besatzungsmitgliedern auf Kreuzfahrtschiffen auf unbegrenzte Zeit im Ungewissen gelassen werden, als Opfer des Konflikts zwischen Kreuzfahrtunternehmen und Regierungen darüber, wer für ihre Heimschaffung aufkommen soll.</span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span><span>Schmutz und Verwahrlosung zur Begrüßung heimkehrender Seeleute</span></span></strong></span></span></p> <p><span><span><span><span>Während die Regierung von Mauritius bis vor kurzem klarstellte, sie wolle ihre Landsleute während dieser Pandemie nicht zurück in ihr Land lassen, haben es doch einige wenige, die die von Jugnauths Inselstaat verhängten Verordnungen und Geldforderungen durchschifften, ins Land geschafft und dort teilweise Bedingungen vorgefunden, die viel zu wünschen übrig lassen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Aufnahmen von Seeleuten zeigen Schimmel an den Wänden von Isolationseinrichtungen, heruntergekommene, marode Gebäude, kakerlakenverseuchte Unterkünfte und schmutzige Wäsche. Dies mag zwar nicht auf alle Quarantäneanlagen zutreffen – aber selbst wenn es nur eine einzige beträfe, wäre es akzeptabel?</span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="57187e61-68d6-4099-99d6-87be0734851b" src="/sites/default/files/inline-images/1.jpg" class="align-center" /><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="85e318fa-c0a6-47d0-afe4-ab255f5a7049" height="438" src="/sites/default/files/inline-images/2_0.jpg" width="778" class="align-center" /><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="1291a6a4-0d78-4ca5-8b51-57bf6f1354c2" src="/sites/default/files/inline-images/3.jpg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><span><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="cda5ce31-28f3-4ab1-becd-fc48b4ce6e30" src="/sites/default/files/inline-images/4.jpg" /></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p> <img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="95d1c346-79e1-4367-849e-c6b419214ce5" height="439" src="/sites/default/files/inline-images/5.jpg" width="781" class="align-center" /><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="d12dbc79-0369-4351-9253-ed6af50a0874" src="/sites/default/files/inline-images/6.jpg" class="align-center" /><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="93b384e7-c965-410c-9628-5bfcd7fce814" src="/sites/default/files/inline-images/105687940_885819635228372_4771397463502288362_o.jpg" class="align-center" /> <p><span><span><span><span>Für ein Land, das seinen wichtigen internationalen Tourismussektor wiederbeleben will, dürften die uns zugespielten Fotos katastrophal sein. Die Bilder bestätigen leider erneut die Geringschätzung, die die Regierung ihren Seeleuten entgegenbringt, und Unregelmäßigkeiten ihres Repatriierungsverfahrens.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Koordinator des ITF-Inspektorats Steve Trowsdale erklärte, die Regierung von Mauritius solle sich für die Behandlung ihrer Seeleute schämen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Dieses Land hat so erheblich von der Einreise internationaler Touristen und von den Einkommen tausender mauritischer Seeleute profitiert, die weltweit auf Kreuzfahrtschiffen und Frachtern harte Arbeit leisten. Es ist verabscheuungswürdig, dass es seinen eigenen Landsleuten in einer Notsituation den Rücken kehrt und sie noch zusätzlich kränkt, indem es ihnen für den einfachen Wunsch, an Land zu kommen und ihre Familien wiederzusehen, Geld abnötigt," so Trowsdale.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir werden den Druck auf die mauritische Regierung aufrechterhalten. Das Land hat einen sehr wertvollen internationalen Ruf. Ein gutes globales Image geht mit der Verantwortung einher, Seeleuten dabei zu helfen, ihre Schiffe zu verlassen und in Würde und Respekt nach Hause zurückzukehren," mahnt Trowsdale.</span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--77" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194834&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="AmXNz-udPVVg-fde5zHPFFFoil0oeNvUBqNVmKI1Rqc"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 07 Jul 2020 09:11:29 +0000 Rory_M 194834 at https://www.itfglobal.org ITF affiliates stand for crew change https://www.itfglobal.org/en/news/itf-affiliates-stand-crew-change <span class="field-title">ITF-Gewerkschaften gemeinsam für Crewwechsel</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Webimage_PR.png?itok=AH7PvInt" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 07/08/2020 - 11:50</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Über ihre Gewerkschaften verstärken Seeleute den Druck auf die Regierungen der Welt, Maßnahmen zur Erleichterung von Crewwechseln zu ergreifen, da inzwischen mehr als 200.000 Seeleute über ihre ursprüngliche Vertragsdauer hinaus an Bord von Schiffen festsitzen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In einer <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/offene-botschaft-von-der-itf-angeschlossenen-gewerkschaften-in-den-wichtigsten"><em>Offenen Botschaft an Seeleute in aller Welt und die internationale Gemeinschaft</em></a> stellen die großen ITF-Mitgliedsorganisationen in den wichtigsten Herkunftsländern von Seeleuten sich hinter die Position der ITF "Genug ist genug!", mit der sich die Gewerkschaften dazu verpflichten, Seeleuten dabei zu helfen, ihre Schiffe zu verlassen und in ihre Heimatländer zurückzukehren, wenn ihr Vertrag beendet ist und die Umstände entsprechend sicher sind.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Vorsitzende und der erste stellvertretende Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion Dave Heindel und Conrad Oca begrüßen die Erklärung.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir in der ITF haben alles in unseren Möglichkeiten Stehende unternommen, um die festgefahrene Situation zu überwinden und den Seeleuten die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen, wenn ihre Verträge abgelaufen sind. Wir haben über die Internationale Schifffahrtskammer und die Gemeinsame Verhandlungsgruppe der Reeder (JNG) mit Arbeitgebern zusammengearbeitet, um erfolgreich Einfluss auf die Internationale Seeschifffahrtsorganisation und die Internationale Arbeitsorganisation zu nehmen. Wir haben sogar erreicht, dass die Vereinten Nationen Seeleute für systemrelevant erklärten und die Unterstützung des UN-Generalsekretärs gewonnen," so David Heindel.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Mit dieser auf derart hochrangiger Ebene geführten Kampagne bei internationalen Organisationen verfolgen wir das Ziel, Regierungen Instrumente für die praktische Umsetzung von Crewwechsel-Protokollen an die Hand zu geben. Sie können nicht behaupten, ihnen seien nicht die Instrumente oder die Zeit dafür zur Verfügung gestellt worden."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Mich ermutigt, zu sehen, dass die großen Mitgliedsorganisationen in den wichtigsten Herkunftsländern von Seeleuten sich nun mit neuem Elan für die globale Kampagne für Crewwechsel engagieren. Allmählich fangen die Länder an, die notwendigen Änderungen in die Wege zu leiten. Dieser Fortschritt ist unserer Geschlossenheit zu verdanken," erklärte Heindel.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nach den Worten des ersten stellvertretenden Vorsitzenden der ITF-Seeleutesektion Conrad Oca, der auch als Präsident der Associated Marine Officers' and Seamen's Union of the Philippines amtiert, zeigt die gemeinsame Erklärung, dass Seeleute rund um den Globus die Macht der Solidarität erkannt haben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die ITF vertritt den Standpunkt, dass der Preis des Welthandels und eines globalen Arbeitsmarkts darin besteht, Arbeitskräften nach dem Ende ihrer Verträge die Rückkehr nach Hause zu ermöglichen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Es gibt zwar weltweit positive Signale seitens einiger Regierungen, aber wir müssen diesen Moment beim Schopf packen. Jetzt ist der Zeitpunkt für die Einführung von Crewwechsel-Protokollen in aller Welt, damit Seeleute, die ihre Arbeit beendet haben, ausschiffen, zu einem Flughafen gelangen und sicher in ihr Heimatland zurückkehren können. Damit die weltweiten Versorgungswege weiter funktionieren, müssen die Regierungen zulassen, dass sie durch neue Besatzungsmitglieder abgelöst werden."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Diese Crewwechsel-Krise bedeutet für Seeleute und ihren Familien und ja, auch ihre Gewerkschaften, eine unglaubliche Belastung.</span><span><span> Es ist eine extreme Stresssituation. Aber wir gehen jeden Schritt des Weges solidarisch. Wir stehen diese Situation gemeinsam durch," schloss Conrad Oca. </span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--78" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194832&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="wI-u4dSaIxU0_99chaPwPSdkQJMDJurAQfYpZ68om3w"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 07 Jul 2020 08:23:24 +0000 Rory_M 194832 at https://www.itfglobal.org Open message from major labour providing unions affiliated to the ITF to global seafarers and the international community https://www.itfglobal.org/en/news/open-message-major-labour-providing-unions-affiliated-itf-global-seafarers-and-international <span class="field-title">Offene Botschaft von der ITF angeschlossenen Gewerkschaften in den wichtigsten Herkunftsländern von Seeleuten an Seeleute in aller Welt und die internationale Gemeinschaft</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Open%20Message%20Webimage2.png?itok=2EduwbWS" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 07/08/2020 - 11:47</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Der Wettlauf um die Entwicklung einer Covid-19-Reaktion zur Eindämmung des Virus, zum Schutz der Bevölkerung und zur Entlastung angeschlagener Volkswirtschaften genießt oberste Priorität.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Als Gewerkschaften, die fast zwei Drittel der Seeleute der Welt vertreten, sind wir extrem beunruhigt und frustriert über das fehlende Verständnis der internationalen Gemeinschaft für die Herausforderungen, mit denen auf See arbeitende Männer und Frauen konfrontiert sind, die sich in der aktuellen Situation von vielen Regierungen der Welt im Stich gelassen fühlen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Seit Anfang März haben die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften gemeinsam mit Branchenakteuren und Sonderorganisationen der Vereinten Nationen alle Möglichkeiten ausgelotet, um die Aufmerksamkeit von Regierungen, Flaggenstaaten und der allgemeinen Öffentlichkeit auf die wichtige und unverzichtbare Rolle von Seeleuten für die globalen Lieferketten und den Welthandel zu lenken. Wir haben auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Ablösung derjenigen von euch, deren Arbeitsverträge beendet sind, auf jede nur mögliche Weise zu erleichtern. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Zum Zeitpunkt, als die Kurve der Infektionszahlen steil anstieg, haben wir verantwortungsvolle Entscheidungen getroffen, um die Weiterversorgung der Welt mit notwendigen Versorgungsgütern und wichtigen Dienstleistungen durch Seeleute sicherzustellen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Das war nur möglich dank des Verzichts der Seeleute – eurer Bereitschaft, die Weltbevölkerung weiter zu unterstützen, obwohl die Dienstzeit der meisten von euch kurz vor dem Ende stand oder bereits überschritten war. Seeleute wie ihr haben mit Unterstützung ihrer Familien den Transport notwendiger Güter klaglos weiter gewährleistet und sich der Herausforderung auf professionelle Weise gestellt, obwohl viele Länder die Grenzen vor ihnen verschlossen und ihnen den Landgang und den Zugang zu dringender medizinischer Behandlung verwehrten.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wir freuten uns, als Minister*innen auf dem G20-Gipfeltreffen im April 2020 die Regierungen aufforderten, Seeleute und andere Beschäftigte als maßgeblich für die Gewährleistung der störungsfreien Lieferung wichtiger Güter im Rahmen der globalen Covid-19-Reaktion anzusehen. Dem folgte eine eindringliche und unmissverständliche Botschaft des UN-Generalsekretärs an die Staaten der Welt, die Erleichterung von Crewwechseln als vorrangige Aufgabe zu behandeln und damit der Rolle von Seeleuten und den Problemen, die sie angesichts der aktuellen Umstände ausgesetzt sind, Rechnung zu tragen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Medien in aller Welt zeigten dramatische Fotos von helfendem und erschöpftem medizinischem Personal. Auch andere systemrelevante Beschäftigtengruppen, die weiterarbeiteten, um uns weiterhin ein Leben in Sicherheit und Komfort zu ermöglichen, machten Schlagzeilen. Seeleute wurden mit keinem Wort erwähnt. Vielmehr musste die Schifffahrtsbranche gegen staatliche Bürokratie ankämpfen, und dies nicht nur in einem, sondern in fast allen Ländern. Die Staaten wälzten die Verantwortung aufeinander oder auf die Branche ab, sodass es für über 200.000 Seeleuten schier unmöglich wurde, nach Hause zurückzukehren, und ihre Ablösungen nicht zu den Schiffen gelangen konnten.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wir sind Seeleute und wir hören Seeleuten zu. Wir verstehen eure Frustration darüber, nicht die Anerkennung zu erhalten, die euch für eure Arbeit zur Aufrechterhaltung der Weltwirtschaft zusteht. Wir verstehen die Kritik, die ihr geäußert habt, wenn die Hoffnungslosigkeit angesichts der Unmöglichkeit, aus- bzw. einzuschiffen, und der Frust über die wiederholten Ausnahmeregelungen von Regulierungsvorschriften, die eure Sicherheit und euer Wohlergehen gewährleisten, in Verzweiflung und Angst umschlugen. Wir hören euch und wir werden euch weiter nach besten Kräften unterstützen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Es ist alarmierend, dass selbst die Länder, aus denen die weitaus überwiegende Zahl von Seeleuten stammt, es versäumt haben, einen tragfähigen praktischen Plan zu entwickeln, um die sofortige und schnelle Rückkehr ihrer Seeleute bzw. ihre Reise zu den Schiffen zu ermöglichen. Länder, die über das Einkommen, das die Seeleute nach Hause schicken, wirtschaftlich von deren Einsatz im internationalen Handel profitieren. Es wurde zu wenig getan und die erfolgten Maßnahmen waren zu wenig koordiniert, um die Masse von Seeleuten zu erreichen, die zurückkehren bzw. zur Ablösung anderer Schiffsbesatzungen ausreisen müssen. Diese Länder sollten sich an die Spitze der globalen Bemühungen stellen, das Problem des Crewwechsels zu lösen. Diese Länder haben die Pflicht, sich für ihre Seeleute, ihre Staatsbürger*innen, einzusetzen, der globalen Gemeinschaft zu sagen "Genug ist genug!", und die Welt davor zu warnen, dass der monatelange Aufenthalt erschöpfter Seeleute an Bord von Schiffen, deren Sicherheitsausrüstung in dieser Zeit nicht überprüft wurde, eine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit darstellt. Seeleute haben Rechte und diese Rechte müssen respektiert werden.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen haben beschlossen, nun einen Strich zu ziehen und pauschale Ausnahmen von den Heuervertragsbedingungen und Schiffszertifikaten nicht mehr zu akzeptieren. Wir halten es für unverantwortlich, Seeleute zu einer weiteren Verlängerung ihrer Heuerverträge zu nötigen. Die Unfallrisiken, die Gefahren des Verlusts von Menschenleben, von Katastrophen auf See und von Umweltschäden sind zu hoch und müssen um jeden Preis verhindert werden.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wir verstehen die Gründe, warum Länder Reisebeschränkungen verhängten. Es bestand eine klare Notwendigkeit, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Bevölkerungen vor der Pandemie zu schützen. Im aktuellen Klima, in dem immer mehr Regierungen versuchen, ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln, ist die Tatsache, Seeleuten durch die Verhinderung von Crewwechseln ihre Rechte zu entziehen, durch nichts mehr zu rechtfertigen. Diese Welt ist auf den Transport von Gütern angewiesen, und Crewwechsel müssen jetzt durchgeführt werden. Dazu gehört auch, wieder mehr Flugverbindungen anzubieten, da auch die Zivilluftfahrt aufgrund der Pandemie dramatisch eingeschränkt war. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wenn Seeleute, deren Verträge beendet sind, weiter gezwungen werden, an Bord ihrer Schiffe zu bleiben, wird die Anzahl der notwendigen Crewwechsel von Tag zu Tag steigen, sodass Ende August etwa 375.000 Seeleute auf ihre Ablösung warten werden. Wenn sich nichts ändert, wird die Durchführung von Crewwechseln weiter vereitelt. Das ist nicht akzeptabel, es muss etwas geschehen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Kommerzielle Interessen dürfen kein Vorwand und keine Entschuldigung für eine weitere Verlängerung der aktuellen Regelungen sein, und wenn Flaggenstaaten dies zulassen, machen sie sich gemeinsam mit den P&amp;I-Clubs zu Komplizen und sind mitverantwortlich für potenzielle Unfälle, denen unsere Seeleute, die Schiffe und die Umwelt zum Opfer fallen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Wir dulden keinerlei Diskriminierung und Ungleichbehandlung von Seeleuten. Um die Position der ITF und der ihr angeschlossenen Gewerkschaften jedoch noch einmal klarzustellen: Für Seeleute, deren Verträge bzw. Vertragsverlängerungen abgelaufen sind und die ihre Verträge nicht ein weiteres Mal verlängern wollen, werden wir, eure Gewerkschaften, gemeinsam mit der ITF alles in unseren Möglichkeiten Stehende tun. Weder wir noch die ITF haben zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen und tun das auch jetzt nicht. Aber wir haben gesagt, dass wir Seeleuten, die ihr Recht auf Ablehnung einer Vertragsverlängerung wahrnehmen wollen, weiter Unterstützung leisten werden. Wir stehen an eurer Seite! </span></span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--79" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194831&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="cjK_6-PYEvQvEDmUQKFCVF4PmEiXr0TlE-e-VCpJcAc"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 07 Jul 2020 08:22:13 +0000 Rory_M 194831 at https://www.itfglobal.org ITF Young Aviation Workers' Summer School https://www.itfglobal.org/en/news/itf-young-aviation-workers-summer-school <span class="field-title">ITF-Sommerschule für junge Beschäftigte in der Luftverkehrswirtschaft</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Summer%20School%202020%20global.jpg?itok=HFVlnjJX" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 07/06/2020 - 16:53</span> <div class="field-body"><p><span><span>Beteiligt euch an der diesjährigen Sommerschule, die die ITF für junge Luftverkehrsbeschäftigte organisieren wird.<br /> <br /> In dieser beispiellosen Zeit für die Zivilluftfahrt müssen wir sicherstellen, dass junge Arbeitnehmer*innen Gehör finden.</span></span><br />  </p> <h3><span><span><strong>Wo?</strong></span></span></h3> <p><span><span>Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen wird die ITF-Sommerschule 2020 über eine Reihe von Webinaren abgehalten. </span></span><br />  </p> <h3><span><span><strong>Wann?</strong></span></span></h3> <p><strong><span><span>Region: Europa/Afrika/Amerikas/Arabische Welt</span></span></strong></p> <p><span><span>21. Juli 2020: 15.00 - 17.00 Uhr (MEZ)<br /> 23. Juli 2020: 15.00 - 17.00 Uhr (MEZ)</span></span><br /> <br /> <strong><span><span>Region: Asien/Pazifik </span></span></strong></p> <p><span><span>27. Juli 2020: 08.00 - 10.00 Uhr (MEZ)<br /> 29. Juli 2020: 08.00 - 10.00 Uhr (MEZ)</span></span><br />  </p> <h3><span><span><strong>Programm:</strong></span></span></h3> <p><span><span>Das Programm dient dem gemeinsamen Lernen und dem Austausch von Erfahrungen zur Erhöhung der Sichtbarkeit junger Beschäftigter in der Zivilluftfahrt. Dabei werden u. a. die folgenden Themen behandelt:<br /> <br /> - Überblick über die Covid-19-Pandemie und die unverhältnismäßig starken Auswirkungen auf junge Arbeitnehmer*innen in der Luftverkehrswirtschaft<br /> - Welche Rolle werden Gewerkschaften und junge aktive Mitglieder in der "neuen Normalität" nach der Pandemie übernehmen?<br /> - Kampagnenarbeit im Luftverkehrssektor; Erfahrungen mit Online-/digitalen Kampagnen<br /> - Die Vision junger Beschäftigter für die Zukunft der Luftverkehrsbranche</span></span><br />  </p> <h3><span><span><strong>Wer sollte an der Sommerschule teilnehmen?</strong></span></span></h3> <p><span><span>Junge Gewerkschafter*innen im Alter von bis zu 35 Jahren, die in der Zivilluftfahrt beschäftigt, in ihren Gewerkschaften aktiv und an einer stärkeren Einbindung in internationale Arbeit interessiert sind. <br /> Die Teilnehmer*innen sollten einen guten Einblick in Gewerkschaftsthemen und die Herausforderungen der Gewerkschaftsarbeit haben. Sie sollten ferner gewisse Kenntnisse von der ITF und ihren Aktivitäten mitbringen. <br /> <br /> Die Arbeitssprache der Webinare ist Englisch; für bestimmte Sprachen werden Simultandolmetschdienste angeboten.<br /> <br /> Wir ermutigen insbesondere junge Frauen, sich um einen Platz in der Sommerschule zu bewerben. <br /> Von den Teilnehmer*innen wird erwartet, vorbereitende Arbeiten zu erledigen, Präsentationen zu halten und nach der Veranstaltung Folgeaktivitäten in ihren Gewerkschaften umzusetzen.<br /> <br /> Die Teilnehmer*innen werden in einem Auswahlverfahren bestimmt, um zu gewährleisten, dass den oben genannten Kriterien sowie einem ausgewogenen Verhältnis von Frauen und Männern Rechnung getragen wird. Nach Ablauf der Anmeldefrist werden wir euch per E-Mail informieren, ob ihr für eine Teilnahme an der ITF-Sommerschule ausgewählt worden seid.<br /> <br /> Falls ihr Interesse an der Sommerschule habt, meldet euch bitte so bald wie möglich, jedoch bis spätestens<br /> <strong>Freitag, den 17. Juli 2020</strong> über einen der folgenden Links an.</span></span><br />  </p> <h3><strong><span><span>Anmeldung für</span></span>:</strong></h3> <ul> <li><span><span>Europa/Afrika/Amerikas/Arabische Welt - <a href="https://bit.ly/3dTIreV?fbclid=IwAR15AsDxB-3_SieF_7fk55T1LKDLX-afHKaqnQMHZ8bvlkgB6ROuoa4pJeM">https://bit.ly/3dTIreV</a></span></span></li> <li><span><span>Asien/Pazifik - <a href="https://bit.ly/3dUgCDq?fbclid=IwAR25T14epZJj4zaiibENZO4gq0WvxcMFLww8uy73MVlWJFljyc5jm0sr1uc">https://bit.ly/3dUgCDq</a></span></span></li> </ul></div> <section id="node-news-field-comment--80" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194827&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="5HjUGoBylCoTUPG9h7mhBv-TpUewOf3TTHbYW17ZgHY"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 06 Jul 2020 10:45:05 +0000 barton_linda 194827 at https://www.itfglobal.org Crew of Global Cruise Vessels to return home from UK https://www.itfglobal.org/en/news/crew-global-cruise-vessels-return-home-uk <span class="field-title">Besatzungen der Schiffe von Global Cruise Lines kurz vor der Heimschaffung</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Webimage_Resolution.png?itok=X-bHKDLm" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 07/06/2020 - 10:28</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) leistet mehreren Hundert von Seeleuten an Bord der sechs Kreuzfahrtschiffe des Unternehmens Global Cruise Lines Unterstützung, die zurzeit in Tilbury und Bristol in Großbritannien vor Anker liegen. Aufgrund der globalen Reisebeschränkungen, die im Zusammenhang mit der Pandemie verhängt wurden, sitzen die Seeleute an Bord ihrer Schiffe fest.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Besatzungen sind schon seit über zwölf Monaten an Bord, ihre Verträge laufen teilweise demnächst aus.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF und Global Cruise Lines sind nun zu einer Vereinbarung gekommen, die die Heimschaffung der Crewmitglieder in den nächsten Tagen vorsieht.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Vorstandschef von Global Cruise Lines Christian Verhounig erklärte in einer Stellungnahme: "Wir schätzen unsere guten Beziehungen zur ITF und die Unterstützung, die sie uns in diesen schwierigen Zeiten leistet. Dank ihrer Mitwirkung konnten wir die Heimschaffung all unserer wertvollen Crewmitglieder beschleunigen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton sagte: "Die aktuelle Covid-19-Pandemie wirkt sich negativ auf die Schifffahrtsindustrie aus, insbesondere die Kreuzschifffahrt. Die ITF weiß, dass dieses Unternehmen ein Opfer der Umstände ist."</span></span></span></span></p> <p> </p> <figure role="group" class="align-center"> <img alt="Crew from the Global Cruise Lines' Ships were thankful for ITF support" data-entity-type="file" data-entity-uuid="9408823e-70eb-4242-af96-643b0b08d21b" height="574" src="/sites/default/files/inline-images/WhatsApp%20Image%202020-07-02%20at%2021.50.12.jpeg" width="555" /> <figcaption><strong><em>Besatzungsmitglieder von Schiffen der Global Cruise Lines bedanken sich für die Unterstützung</em></strong></figcaption> </figure> <p><span><span><span>"Die Besatzungsmitglieder der Schiffe stammen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und wir begrüßen die anhaltenden Bemühungen des Unternehmens um ihre Heimschaffung. Wir hoffen, dass Global Cruise Lines bald den Normalbetrieb wieder aufnehmen kann und wir unsere langjährigen Beziehungen fortsetzen können," so Stephen Cotton.</span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--81" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194818&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="6dnyx5OJ1AUaqE8Sm5T4bCMgF3xFKTx7E9LHJzD9HvI"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 02 Jul 2020 09:54:57 +0000 Rory_M 194818 at https://www.itfglobal.org ITF working to get Ukrainian seafarers’ wages back, repatriation from São Sebastião, Brazil https://www.itfglobal.org/en/news/itf-working-get-ukrainian-seafarers-wages-back-repatriation-sao-sebastiao-brazil <span class="field-title">ITF bemüht sich um die Eintreibung von Heuerrückständen und die Heimschaffung ukrainischer Seeleute aus Brasilien</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_ITF%20working%20to%20get%20Ukrainian%20seafarers%20get%20home%20paid.png?itok=FFEyHULe" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Mon, 07/06/2020 - 10:11</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Zwischen São Sebastião in Brasilien und Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, liegen 11.086 Kilometer. ITF-Inspektor Renialdo de&nbsp;Freitas bemüht sich darum, dass 16&nbsp;ukrainische Seeleute diese elftausend Kilometer zurücklegen können, um ihr Zuhause und ihre Familien wiederzusehen. Mit ihrer Heuer in der Tasche.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Seeleute sind die Besatzungsmitglieder der in Panama registrierten <em>Srakane</em>. Das Schiff ist seit über drei Wochen im Kanal von São Sebastião aufgelegt. Die Seeleute wollen nach Hause zurück – aber bevor sie von Bord gehen, wollen sie auch, dass ihr Arbeitgeber die ihnen geschuldeten Heuern auszahlt, insgesamt über 180.000&nbsp;US-Dollar.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Schiff kam Anfang Juni von Marokko nach Brasilien und lief mehrere Häfen an, bevor es in São Sebastião vor Anker ging. Die Crew weigert sich, weiterzufahren, bis die seit mindestens sieben Monate aufgelaufenen Heuerrückstände beglichen sind. Der Kapitän hat seit vier Monaten keine Heuer erhalten und ein Besatzungsmitglied seit fast einem Jahr.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Während der wirtschaftlich schwierigen Covid-19-Phase sei es wichtiger gewesen denn je, dass aus Ländern wie der Ukraine stammende Crews bezahlt werden, damit sie Geld an ihre Familien zuhause schicken können, erklärte die in der Ukraine tätige ITF-Inspektorin Nataliya Yefrimenko.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Seeleute wie die an Bord der <em>Srakane</em> haben ihre Familien und ihr Zuhause für die monatelange Arbeit auf See verlassen mit dem Versprechen des Arbeitgebers, dass sie regelmäßig bezahlt und am Ende ihrer Verträge heimgeschafft werden. Nun ist klar, dass ihr Arbeitgeber seine Verpflichtungen nicht erfüllt, was gravierende Folgen für die Familien haben wird, die von diesen Heuern abhängen. Sie können auf keinen Sozialstaat zurückgreifen – die Familien sind auf dieses Einkommen angewiesen," so Yefrimenko.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span>Da der Reeder nicht in der Lage ist, die ausstehenden Heuern auszuzahlen oder die Kosten der Heimschaffung zu tragen, verschlechterte sich die Lage an Bord des Schiffes im Kanal von São Sebastião zusehends. Ein brasilianischer Nachrichtensender</span></span><span><span> <a href="http://radarlitoral.com.br/noticias/15050/com-salarios-atrasados-ha-sete-meses-tripulacao-de-navio-fundeado-no-canal-de-sao-sebastiao-pede-repatriacao"><span><span>berichtete</span></span></a><span><span><span><span><span>:<sup><a href="#section1">[1]</a></sup></span></span></span></span></span></span></span></p> <blockquote> <h5><em>In der angespannten Atmosphäre an Bord beschweren sich die Seeleute auch über den kroatischen Kapitän des Schiffes, der sie ständig unter Druck setze, die Missstände nicht zu melden.</em></h5> <h5><em>Es wurde Kritik an mangelnden Versorgungsgütern geäußert, nachdem das Schiff bereits seit fast einem Monat im Hafen von Salvador de Bahia ankerte und auf Instruktionen hinsichtlich des nächsten Anlaufhafens wartete.</em></h5> <h5><em>Ein Besatzungsmitglied (der Erste Offizier) bat die brasilianischen Behörden um Hilfe und beschuldigte den Schiffskapitän, ihn angegriffen zu haben. Später sandte die Besatzung einen weiteren Hilferuf aus, diesmal wegen der zur Neige gehende Wasser- und Lebensmittelvorräte.</em></h5> <h5><em>Die Lage der Besatzung ist ernst und sie benötigt humanitäre Hilfe ... Es besteht das Risiko, dass an Bord ein Streik oder eine Meuterei ausbricht.</em></h5> </blockquote> <p>Berichte wie dieser und die Beschwerden der Besatzung riefen die brasilianischen Arbeitsbehörden auf den Plan. Diese gingen an Bord und veranlassten, dass das Charterunternehmen Seachios Ltd die Crew mit frischem Trinkwasser und Essen versorgte. Sie sorgten ferner dafür, dass die Besatzung ärztlich und zahnmedizinisch behandelt wurde. Nachdem nun ihre unmittelbaren Bedürfnisse erfüllt sind, sind alle Anstrengungen der Besatzung darauf gerichtet, ihre Heuern zu bekommen und nach Hause zurückzukehren.</p> <p>ITF-Inspektor Renialdo de Freitas, der vier Stunden Autofahrt vom Ankerplatz des Schiffes entfernt lebt, berichtete, dass die ITF nun auf eine Arrestierung des Schiffes drängt, da der Reeder seine Pflicht zur Auszahlung der Heuern bis der von ihr vorgegebenen Frist nicht erfüllt hatte.</p> <p>Auf Veranlassung der ITF strengte ein brasilianischer Staatsanwalt für Arbeitsrecht vor dem Arbeitsgericht von São Sebastião ein Verfahren gegen den Schiffsverwalter an und beantragte die Arrestierung des Schiffes bis zur Begleichung der Heuerrückstände.</p> <p>Bei der Einleitung des Strafverfahrens gegen die unterschiedlichen Eigner, Verwalter und Charterer des Schiffes leistet die ITF den Behörden wichtige Unterstützung. De Freitas arbeitet dem Staatsanwalt zu, indem er ihm per Videokonferenz Informationen über den Fall übermittelt, und bemüht sich an anderen Stellen gleichzeitig um die Begleichung der Heuerrückstände.</p> <p>Es scheint zwar zunehmend unwahrscheinlich, dass der Reeder den Besatzungsmitgliedern die ihnen zustehenden Heuern auszahlen wird, aber der Staatsanwalt hat Schritte veranlasst, um das Geld bei Seachios Ltd einzufordern, dem Unternehmen, das die Charter des Schiffes für die Fahrt nach Brasilien aushandelte. Auf diese Weise wäre Seachios Ltd dafür verantwortlich, das Geld zur Begleichung der Heuerrückstände und die Heimschaffung der Crew von den Investor*innen einzutreiben.</p> <p>"Seachios Ltd hat den Vorschlag des Staatsanwalts akzeptiert, was ein ermutigendes Signal ist. Wir hoffen, dass der Fall auf eine der beiden Weisen bis zum Ende der Woche gelöst wird," so ITF-Inspektor Renialdo de Freitas.</p> <p>"Das Schiff ist bei Hanseatic P&amp;I Club versichert. Gemeinsam mit der Crew machen wir Zurücklassung, Lebensunterhalt, Heimschaffung und die Auszahlung der Heuerrückstände geltend. Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus, um dafür zu sorgen, dass diese Seeleute ihre Heuern und Flugtickets nach Europa erhalten."</p> <p>"Covid-19 hat zur Störung der Handelsströme geführt und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass manche Unternehmen diese Pandemie nicht überleben werden. Für die Crew könnte es dadurch noch schwieriger werden, die ihr zustehenden Heuern zu erhalten. Ich hoffe, dass der Fall für die Besatzung der Srakane gut ausgehen wird," so de Freitas.</p> <p>&nbsp;</p> <p id="section1"><sup>[1]</sup><em>Der ursprüngliche Bericht wurde für die ITF für diesen Artikel ins Englische übersetzt. Wir übernehmen keine Gewähr für unbeabsichtigte Fehler.</em></p> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/inspectors" hreflang="en">inspectors</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--82" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194819&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="iYHe9dPmqCeQIcQknzJw8RicTKTD2L5EwQCCqgNZ5k0"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 02 Jul 2020 05:29:42 +0000 Rory_M 194819 at https://www.itfglobal.org Fishers failure has Ireland put on exploitation watch list https://www.itfglobal.org/en/news/fishers-failure-has-ireland-put-exploitation-watch-list <span class="field-title">Versäumnisse beim Schutz von Fischereibeschäftigten: Irland auf Beobachtungsliste für Menschenhandel</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Webimage_TIP2%20copy.png?itok=9vgguRq9" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/03/2020 - 12:15</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Die Regierung der Republik Irland wurde vom Außenministerium der Vereinigten Staaten in seinem Jahresbericht zum Menschenhandel </span><a href="https://www.state.gov/wp-content/uploads/2020/06/2020-TIP-Report-Complete-062420-FINAL.pdf"><em><span><span><span>Trafficking In Persons</span></span></span></em></a><span> auf Stufe 2 der Beobachtungsliste eingestuft, da Irland vulnerable Beschäftigte, z. B. in der Fischereiwirtschaft und in der Sexindustrie, nicht schützt.</span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In dem vor kurzem veröffentlichten Bericht für das Jahr 2020 stellte das Außenministerium fest, dass das Versäumnis der irischen Regierung im vergangenen Jahr, die Strafverfolgung von Menschenhändlern zu veranlassen, die Abschreckung geschwächt, zur Straffreiheit von Menschenhändlern beigetragen und Bemühungen untergraben habe, Opfer zu Zeugenaussagen zu bewegen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Seitdem Irland erstmals im Jahr 2018 von Stufe 1 auf Stufe 2 heruntergestuft wurde, nehmen die Bemühungen Irlands zur Beseitigung von Ausbeutung und Menschenhandel weiter ab, und es sind systematische Mängel bei der Ausrottung der Geißel des Menschenhandels im Land festzustellen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Neben der Republik Irland sind der Stufe 2 noch weitere Länder zugeordnet, bei denen das Außenministerium ein hohes oder zunehmendes Niveau von Menschenhandelsaktivitäten feststellt, gegen die die jeweiligen Regierungen keine geeigneten Maßnahmen ergreifen. Irland ist derzeit das einzige westeuropäische Land auf Stufe 2 der Beobachtungsliste.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wie der Koordinator der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) Koordinator für Großbritannien und Irland Ken Fleming erklärte, haben die ITF und weitere Nicht-Regierungsorganisationen der irischen Regierung sämtliche Mängel im Hinblick auf die Identifizierung, Unterstützung und Verweisung von Opfern an zuständige Stellen zwar zur Kenntnis gebracht, diese habe aber weiterhin nichts unternommen, um Fischereibeschäftigte und weitere schutzbedürftige Arbeitskräfte vor Menschenhandel und extremer Ausbeutung zu schützen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die irische Regierung und die in ihr vertretenen Politiker*innen aller Seiten sollten sich für den Schaden schämen, den ihre Versäumnisse dem Ruf Irlands zugefügt haben. Die Platzierung auf Stufe 2 seit der Herabstufung von Stufe 1 durch das US-Außenministerium vor zwei Jahren macht deutlich, dass sie gut damit leben kann, die Endemisierung von Menschenhandel und Ausbeutung zuzulassen. Wir reden hier über wirkliche Menschen – Männer, Frauen und Kinder," so Fleming.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wir sind besorgt über die unzureichende Überwachung und Durchsetzung. Die vom Staat identifizierte Anzahl vermutlicher Opfer ist in den letzten Jahren zurückgegangen, von 64 im Jahr 2018 auf 57 im Jahr 2019 und 42 in diesem Jahr."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wo die Regierung sich die Mühe machte, Opfer aufzuspüren, ist die Eintreibung von nicht ausgezahlten Löhnen in nennenswerter Höhe für die betroffenen Beschäftigten einzig und allein der ITF zu verdanken. Letztes Jahr konnten wir bei der irischen Behörde für Arbeitsbeziehungen die Auszahlung von 137.000 Euro zur Erstattung ausstehender Löhne an acht Menschenhandelsopfer durchsetzen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Die irische Regierung hat zugelassen, dass ganze Wirtschaftssektoren ein Niedriglohnmodell entwickeln, das nur aufrechterhalten werden kann, indem ungeschützte Beschäftigte aus Asien und Afrika ins Land </span></span><span><span>gebracht werden. Mit seiner Untätigkeit nimmt der Staat in Kauf, dass skrupellose Arbeitgeber diese Beschäftigten als Verbrauchsmaterial betrachten, Menschen, die sie straffrei einstellen und entlassen können, weil die staatlichen Behörden nicht dazu in der Lage oder nicht daran interessiert sind, d<em><span>em Gesetz Geltung zu verschaffen</span></em>."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Wenn Irland eine weitere Beschädigung seines internationalen Rufs vermeiden will, muss es sofort mit Gewerkschaften zusammenarbeiten, um seine Kontroll- und Durchsetzungsmechanismen gegen den Handel mit menschlichem Elend zu stärken, der derzeit unter seiner Nase stattfindet," so das Fazit von Fleming.<br />  </span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span>Medienkontakt: </span></span></strong><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span><span>media@itf.org.uk</span></span></a></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span>Hinweis: </span></span></strong><span><span>Ken Fleming steht den Medien für Interviews zur Verfügung.</span></span></span></span></p> <p><br /> <span><span><em><span><span>Bildquelle: Louis Vest 2012, Bearbeitung gemäß Creative Commons (CC BY-NC 2.0)</span></span></em></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/ireland" hreflang="en">ireland</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--83" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194820&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="flMNdM-co9WjTQwTA-6Q5HOApFNgWICg_WoyunsvZMc"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 02 Jul 2020 04:51:47 +0000 Rory_M 194820 at https://www.itfglobal.org Governments must protect trapped seafarers' human rights https://www.itfglobal.org/en/news/governments-must-protect-trapped-seafarers-human-rights <span class="field-title">Regierungen müssen die Menschenrechte von gestrandeten Seeleuten schützen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Webimage_Legal%20View2c.png?itok=xu2eWt7O" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 07/03/2020 - 10:17</span> <div class="field-body"><p><span><span><span>Während die Covid-19-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung verhängten Reisebeschränkungen andauern, werden etwa 200.000 Seeleute der Welthandelsflotte völkerrechtswidrig an Bord ihrer Schiffe festgehalten. Monat für Monat warten 100.000 Seeleute auf Schiffen, die 90&nbsp;Prozent der Weltgüter transportieren, auf die Ablösung von ihrem Dienst und werden von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen. Viele von ihnen befinden sich schon Monate länger an Bord, als ihre ursprünglichen Verträge es vorsahen, ohne an Land gehen zu können. Dies verstößt nicht nur gegen internationale Seeverkehrsvorschriften zum Schutz des Lebens, der Gesundheit und des Wohlbefindens von Seeleuten und zur Abwendung von Umweltkatastrophen, sondern stellt eine ungeheuerliche massenhafte Verletzung der Menschenrechte dar, die Besorgnisse weckt, dass diese unsichtbaren Arbeitskräfte einer Zwangsarbeit unterworfen sind.</span></span></span></p> <p><span><span>Branchenorganisationen, wie di<span>e&nbsp;</span><a href="https://www.ics-shipping.org/news/press-releases/2020/05/22/un-must-persuade-governments-to-adopt-crew-change-protocols-or-risk-humanitarian-disaster-">Internationale Schifffahrtskammer</a><span>&nbsp;(ICS) und die </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-gemeinsame-erklaerung-von-itf-und-jng">Gemeinsame Verhandlungsgruppe der Reeder</a><span> sowie der </span><a href="https://www.un.org/sg/en/content/sg/statement/2020-06-12/statement-attributable-the-spokesman-for-the-secretary-general-the-repatriation-of-seafarers">UN-Generalsekretär</a><span>, die </span><a href="https://www.ilo.org/global/about-the-ilo/newsroom/news/WCMS_747293/lang--en/index.htm">Internationale Arbeitsorganisation</a><span>&nbsp; (IAO) und die </span><a href="https://www.seatrade-maritime.com/regulation/imo-chief-calls-crew-changes-avert-real-safety-risk">Internationale Seeschifffahrtsorganisation</a> (IMO)<span>, stimmen mit der&nbsp;</span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-krise-gemeinsame-erklaerung-von-itf-und-jng">Internationale Transportarbeiter-Föderation</a><span> und </span><a href="https://gcaptain.com/pope-francis-pays-tribute-to-seafarers-stuck-at-sea/">Papst Franziskus&nbsp;</a><span>darin überein, dass Seeleute am Ende ihrer Vertragszeiten physisch und/oder psychisch erschöpft und zur sicheren Durchführung ihrer Aufgaben nicht mehr in der Lage sind. Ihre Heimschaffung und Ablösung ist der einzig verantwortungsvolle Schritt.</span></span></span></p> <p><span><span>Im Mai stellte eine <a href="https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=25892&amp;LangID=E">Gruppe von UN-Sonderberichterstattern</a> vor dem Hintergrund der grassierenden Covid-19-Pandemie fest, dass die Nötigung wenig geschützter Beschäftigter, Bedingungen hinzunehmen, die sie Risiken aussetzen, unter anderem durch die Außerkraftsetzung von bestehenden Arbeitsrechten, nach Definition der IAO eine Form von Zwangsarbeit darstellen könne.</span></span></p> <p><span><span>Die im oft auch als "Grundrechtecharta der Seeleute" bezeichneten <a href="https://www.google.co.uk/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwjB9uWSqZfqAhWLShUIHc9bCGwQFjAAegQIARAB&amp;url=https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---ed_norm/---normes/documents/normativeinstrument/wcms_554767.pdf&amp;usg=AOvVaw1ZOKc8FE0nb2s78CPYeAZn">Seearbeitsübereinkommen</a> verankerten Arbeitsrechte von Seeleuten umfassen das Recht auf Landgang und Urlaub zur Gewährleistung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens und das Recht auf Heimschaffung nach einer maximalen Dienstzeit von 11&nbsp;Monaten (ein Jahr abzüglich eines vorgeschriebenen einmonatigen Jahresurlaubs; siehe A2.4.3; A2.5.1 Absatz 2(b)).<span> Unterlässt es ein Reeder, Vorkehrungen für die Heimschaffung von Seeleuten zu treffen, hat der Flaggenstaat die Heimschaffung zu veranlassen; ein Hafenstaat oder ein Herkunftsland der Seeleute <em>kann</em> heimschaffen und vom Flaggenstaat die Erstattung der Kosten verlangen; aber auf jeden Fall hat ein Hafenstaat die Heimschaffung zu <em>erleichtern</em> (A2.5.1, Absätze 5(a), 7). Trotz der staatlichen Pflichten, positive Maßnahmen zur Erfüllung dieser Rechte zu ergreifen, verweigern die Regierungen den Seeleuten strikt die Einreise- und Transitgenehmigung für ihr Hoheitsgebiet und überlassen sie ihrem Schicksal.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Anzumerken ist dabei, dass der Verzicht auf den Jahresurlaub nach dem Seearbeitsübereinkommen explizit verboten ist, <em>mit Ausnahme von bestimmten begrenzten Fällen</em>: Seeleuten steht generell nicht die Wahl zu, dieses Recht anzunehmen oder darauf zu verzichten, selbst wenn ihnen anstelle des Urlaubs ein Entgelt ausgezahlt wird. </span>Dies ist auf die <a href="https://www.ilo.org/dyn/normlex/en/f?p=NORMLEXPUB:80031:0::NO::P80031_COMMENT_ID:3295254">grundlegende Bedeutung von bezahltem Jahresurlaub für den Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens von Seeleuten und die Vermeidung von Ermüdung</a> zurückzuführen, hat aber auch mit der besonderen Isolation von Seeleuten zu tun, die sie anfällig für Zwang macht, und mit der Gewährleistung der notwendigen Wachsamkeit zur Verhinderung von Missbrauch und Ausbeutung, wenn sie erst einmal an Bord sind. In seiner <a href="https://www.ilo.org/global/standards/maritime-labour-convention/special-tripartite-committee/WCMS_740130/lang--en/index.htm">gemeinsamen Erklärung</a> vom Mai 2020 stellte der dreigliedrige Sonderausschuss des Seearbeitsübereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) fest, dass der Stress, die Isolation und der soziale Druck, die mit dem Leben auf See verbunden sind, durch Covid-19 eindeutig verschärft werden, was sich schädlich auf die psychische und physische Gesundheit und das Wohlbefinden der Seeleute auswirkt.<span> Diese ohnehin schon wenig geschützten Beschäftigten in einer Situation erhöhter Risiken ihrer Wahlmöglichkeiten zu berauben, könnte nach Ansicht der UN-Sonderberichterstatter bereits ein Hinweis auf Zwangsarbeit sein.</span></span></span></p> <p><span><span>Das <a href="https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---ed_norm/---normes/documents/normativeinstrument/wcms_c029_de.htm">IAO-Übereinkommen&nbsp;29</a> definiert Zwangsarbeit ferner als "jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat".<span> Die Androhung einer Strafe kann ein breites Spektrum von Handlungen umfassen, von körperlicher Gewalt über psychischen Druck bis beispielsweise zum Einbehalten von Papieren. In diesem Fall wird den Seeleuten gesagt, sie würden in einem fremden Hafen ohne Möglichkeit der Heimschaffung zurückgelassen, wenn sie einer Vertragsverlängerung nicht zustimmen. Wenn sie nicht unterschreiben, setzen sie zudem künftige Beschäftigungsperspektiven aufs Spiel. Diese erheblichen Risiken stellen eindeutig eine Strafe im Sinne des Übereinkommens&nbsp;29 dar. Außerdem kann von Freiwilligkeit keine Rede sein, wenn die Einwilligung zur Arbeit unter Androhung einer Strafe gegeben wurde. Seeleute haben faktisch keine andere Wahl, als die Vertragsverlängerung zu unterschreiben.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Aber auch wenn Seeleute zunächst einverstanden waren, kann es immer noch als Zwangsarbeit gelten, wenn sie ihr Einverständnis nicht ohne Angst vor Bestrafung zurückziehen können. Das anfängliche Einverständnis kann ferner für ungültig erklärt werden, wenn die Freiwilligkeit eines Angebots durch nachfolgende Ereignisse zunichtegemacht wird, beispielsweise durch die Nichteinhaltung des Versprechens, zu einem festgelegten Termin die Heimschaffung zu organisieren.</span></span></span></p> <p><span><span>Diese <em><span>Schutzlosigkeit</span></em> auszunutzen, um Seeleute dazu zu bringen, ihre Heuerverträge um <a href="https://www.irclass.org/media/4994/technical-circular-no090.pdf">bis zu 17 Monate</a> zu verlängern, könnte in Verbindung mit ihrer prekären rechtlichen Situation und der vor Ort zwangsläufig bestehenden Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber ferner den Tatbestand des <a href="https://www.ilo.org/global/topics/forced-labour/publications/WCMS_105023/lang--en/index.htm">Menschenhandels</a> zum Zwecke der Ausbeutung von Arbeitskräften begründen.<span> Wird Menschenhandel festgestellt, ist das Einverständnis irrelevant. Nach dem Protokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels, insbesondere des Frauen- und Kinderhandels, das das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ("Protokoll von Palermo") ergänzt, bezeichnet der Ausdruck Menschenhandel die "<em>Anwerbung</em>, ....[oder] <em>Beherbergung</em> von Personen ... durch den Missbrauch von Macht oder <em>Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit</em>... zum Zweck der Ausbeutung ... [einschließlich] Zwangsarbeit." Im Sinne dieser Begrifflichkeiten lassen sich die potenzielle Tragweite, der Ernst und das Risiko der Ausbeutung von Seeleuten vollständig erfassen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Ohne die akzeptierte Vermittlung, den Einfluss und die Verantwortung von Wirtschaftsakteuren entlang der Lieferketten in Abrede zu stellen, haben die Arbeitgeber, die die Seeleute anheuern, in dieser sehr besonderen aktuellen Pattsituation, faktisch nicht die Macht, Crewwechsel ohne eine abgestimmte staatliche Mitwirkung in gutem Glauben zu arrangieren. Flaggen- und Hafenstaaten und die Herkunftsländer von Seeleuten verletzen ihre internationale Menschenrechtspflicht zum <em>Schutz</em> der Seeleute (neben ihrer Pflicht, die Erfüllung des Rechts auf Heimschaffung zu unterstützen), wenn sie geeignete Schritte zur Verhinderung faktischer Zwangsarbeit unterlassen.</span></span></span></p> <p><span><span>Insbesondere müssen nach dem im Jahr 2014 verabschiedeten <a href="https://www.ilo.org/wcmsp5/groups/public/---ed_norm/---normes/documents/normativeinstrument/wcms_319064.pdf">Protokoll zum IAO-Übereinkommen&nbsp;29</a> auch wichtige Mitgliedstaaten wie Panama "<em>zusammenarbeiten</em>, um die Verhütung und Beseitigung aller Formen der Zwangs- oder Pflichtarbeit sicherzustellen".<span> Auch das Protokoll von Palermo verlangt die zwischenstaatliche Zusammenarbeit im Kampf gegen Menschenhandel. Der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verlangt internationale Unterstützung und Zusammenarbeit unter anderem bei der Erfüllung des Rechts auf höchstmögliche körperliche und geistige Gesundheit und des Rechts auf gerechte und günstige Arbeitsbedingungen. Das Seearbeitsübereinkommen verpflichtet die Staaten zur Zusammenarbeit, um die in ihm verankerten Rechte der Seeleute um- und durchzusetzen (besonders relevant sind in diesem Zusammenhang Artikel I.2 und die Leitlinien B1.4.1.3 und B2.5.2).</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Staaten sind nicht nur zur Einhaltung und Erfüllung der Menschenrechte über ihre Gremien, Mechanismen und Bevollmächtigten verpflichtet, sondern auch zum aktiven Schutz vor Rechtsverletzungen durch Dritte, einschließlich Arbeitgebern. Diese Pflichten gelten, wann immer Rechtsverletzungen innerhalb ihres Hoheitsgebiets oder ihrer Gerichtsbarkeit begangen werden können. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte bestätigen, dass Staaten ihre Pflichten verletzen, wenn sie keine wirksamen Schritte durch ordnungspolitische Maßnahmen unternehmen, um Rechtsverletzungen zu verhindern, bevor sie begangen werden. </span><a href="https://www.ohchr.org/documents/publications/guidingprinciplesbusinesshr_en.pdf">"Es ist ebenso geboten, dass Staaten nachprüfen, ob diese Gesetze in Anbetracht sich verändernder Umstände die gebotene Reichweite haben und ob sie zusammen mit einschlägigen Politiken ein Umfeld schaffen, dass der Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen förderlich ist."</a>&nbsp;Wie die <a href="https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=25837&amp;LangID=E">UN-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte</a> feststellt, gilt die staatliche Pflicht zum Schutz der Menschenrechte unter normalen Umständen genauso wie in <em>Krisenzeiten</em>.</span></span></p> <p><span><span><span>Die Flaggenstaaten sind letztlich dafür verantwortlich, Seeleute, die ihrer Rechtshoheit unterstehen, vor Zwangsarbeit zu schützen. Leider sind die meisten Schiffe der Welt unter Billigflaggen eingetragen, die im Allgemeinen eine lockere Handhabung von Regulierungsvorschriften praktizieren und niedrigere Arbeitsnormen umsetzen. Viele Billigflaggen haben im Hinblick auf die Einhaltung ihrer Pflichten gegenüber Schiffsbesatzungen gemäß internationaler und nationaler Rechtsvorschriften eine schlechte Bilanz vorzuweisen.</span></span></span></p> <p><span><span>Viele Flaggenstaaten behaupten, dass die Pandemie die Einhaltung mancher staatlicher Pflichten materiell unmöglich mache, und entschuldigen ihre Versäumnisse durch Berufung auf die allgemein anerkannte Definition <em>höherer Gewalt</em> gemäß den Artikeln der Völkerrechtskommission zur <a href="https://legal.un.org/ilc/texts/instruments/english/draft_articles/9_6_2001.pdf">Verantwortlichkeit der Staaten für völkerrechtswidrige Handlungen</a>. Die <a href="https://www.ilo.org/global/standards/maritime-labour-convention/WCMS_741024/lang--en/index.htm">Internationale Arbeitsorganisation</a> (IAO) plädierte zwar sinnvollerweise für einen pragmatischen Ansatz, um Seeleuten die Möglichkeit zu geben, ihre Verträge, wo erforderlich, zu verlängern, aber dies geschah im Kontext des vorrangigen Appells zur Ermöglichung schneller und reibungsloser Crewwechsel, beschränkte sich auf eine angemessene Verlängerungsfrist und war an die Voraussetzung geknüpft, dass Seeleute ihr Einverständnis auf jeden Fall freiwillig und unter Bedingungen erteilen, die nachprüfbar sind und die Inanspruchnahme von Beratung erlauben.<span> Die oben genannten Einschränkungen der Möglichkeit von Seeleuten, schon unter normalen Bedingungen auf See ihr Einverständnis zu erteilen, lassen ernste Zweifel an ihrer Möglichkeit aufkommen, es in dieser Zwangslage zu tun.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Hinzu kommt, dass die äußerst hohe Schwelle für materielle Unmöglichkeit angesichts anderer politischer und finanzieller staatlicher Maßnahmen, die entweder einseitig oder gemeinsam mit anderen Regierungen erfolgten, um die Heimschaffung der Bürger*innen ihrer eigenen oder anderer Länder zu gewährleisten, nicht erkennbar ist. Die Tatsache, dass für die Veranlassung der Heimschaffung von Schiffsbesatzungen nicht dasselbe Maß an diplomatischem Druck ausgeübt wurde, macht deutlich, dass weitere materielle Schritte erfolgen könnten und sollten, um die aktuelle Situation und ihre Folgen abzuwenden oder zu entschärfen. Im Verlauf der Pandemie und mit zunehmender Regelmäßigkeit im Zuge der Lockerung der Restriktionen haben einige Regierungen und Unternehmen ihre Staatsbürger*innen mit Linien- oder Charterflügen nach Hause geflogen, in einigen wenigen Fällen auch Seeleute. Es ist also eindeutig möglich, die internationale Mobilität von Seeleuten zu erleichtern. Angesichts weiterer Lockerungen der Reisebeschränkungen ist dieser Vorwand zunehmend unhaltbar.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Zu guter Letzt müssen nach dem Seearbeitsübereinkommen beispielsweise von Regierungen erlassene Ausnahmeregelungen in Konsultation mit den Sozialpartnern beschlossen und alle diesbezüglichen Entscheidungen der IAO gemeldet werden. Ohne diesen wesentlichen Schutz ist zunächst einmal davon auszugehen, dass die betreffende Regierung die Absicht hat, alle ihre Pflichten nach dem Seearbeitsübereinkommen zu erfüllen. Sofern Flaggenstaaten nicht ausdrücklich von ihren Vertragsverpflichtungen abweichen, ist es unhaltbar, dass sie sich zu ihrer Verteidigung pauschal auf <em>höhere Gewalt</em> berufen. Als ein Element moderner Sklaverei ist Zwangsarbeit als Verletzung einer der acht grundlegenden Übereinkommen der IAO ferner als schwerer Verstoß gegen zwingende Normen anzusehen, für den es keine Verteidigung und keine Ausnahme gibt.</span></span></span></p> <p><span><span>Flaggen- und Hafenstaaten und die Herkunftsländer von Seeleuten müssen sich umgehend und öffentlich zur Umsetzung der <a href="http://www.imo.org/en/MediaCentre/HotTopics/Documents/COVID%20CL%204204%20adds/Circular%20Letter%20No.4204-Add.14%20-%20Coronavirus%20(Covid-19)%20-%20Recommended%20Framework%20Of%20Protocols.pdf">empfohlenen Rahmenprotokolle für die Gewährleistung der sicheren Ablösung und Heimreise von Schiffsbesatzungen während der Coronavirus-Pandemie (Covid-19)</a> verpflichten, die Reisebeschränkungen für diese systemrelevanten Arbeitskräfte lockern und die sichere Heimkehr von Seeleuten durch ihre Gewässer und ihre Flughäfen ermöglichen.<span> Alle Staaten müssen über alle diplomatischen Kanäle ihren Einfluss geltend machen, um auch andere Staaten zu diesem Versprechen zu bewegen und koordinierte Maßnahmen ihrer zuständigen Ministerien und Behörden zu veranlassen, um die Menschenrechte von Seeleuten in dieser Krise zu achten, zu schützen und zu erfüllen.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Bis dahin haben Seeleute selbst ohne unmittelbare Möglichkeit des Ausschiffens jedes Recht, weitere Vertragsverlängerungen abzulehnen und als Passagiere an Bord zu bleiben, bis ihrem Recht auf Heimschaffung entsprochen wird. Seeleute sind unverzichtbar. Es darf nicht sein, dass die Versäumnisse der internationalen Gemeinschaft im Hinblick auf die Erleichterung von Crewwechseln auf ihrem Rücken ausgetragen werden und sie dazu gezwungen werden, ihr eigenes Recht auf Gesundheit, Sicherheit, Familienleben und Freiheit von Zwangsarbeit zugunsten globaler Lieferketten zu opfern.&nbsp;</span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/genug-ist-genug-angesichts-der-untaetigkeit-der-regierungen-in-der-covid-19-krise-werden-die">Genug ist genug!</a></span></span><br /> <br /> <br /> <span><span><strong><span>Von&nbsp;Ruwan Subasinghe,&nbsp;Helen Breese und Jonathan Warring für den Blog des&nbsp;</span></strong><em><strong><span>Business and Human Rights Journal&nbsp;</span></strong></em><strong><span>.</span></strong><br /> <br /> <span><em>Ruwan Subasinghe ist Justiziar und Leiter der Rechtsabteilung der Internationalen Transportarbeiter-Föderation&nbsp; (ITF), Helen Breese ist juristische Mitarbeiterin bei der ITF, und&nbsp;Jonathan Warring ist leitender Assistent des Justiziars bei der ITF.</em></span></span></span><br /> &nbsp;</p> <p><span><span><span><strong>Hinweis:&nbsp;</strong>Dieser Artikel erschien ursprünglich im Blog des&nbsp;<em>Business and Human Rights Journal&nbsp;</em>unter der Überschrift "Seafarers Trapped Serving Global Supply Chains amounts to Egregious Abuse of Human Rights: States must fulfil their Duty to Protect</span>"<span>&nbsp;und kann&nbsp; auf der Website von Cambridge&nbsp;Core </span><a href="https://www.cambridge.org/core/blog/2020/06/26/seafarers-trapped-serving-global-supply-chains-amounts-to-egregious-abuse-of-human-rights-states-must-fulfil-their-duty-to-protect/">hier</a><span> aufgerufen werden.</span></span></span></p> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--84" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194817&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="iBH0o0MhKmjs8ZOvKlz1lI23UmNw_GwXng-Uu4HwOrU"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 01 Jul 2020 01:52:28 +0000 Rory_M 194817 at https://www.itfglobal.org Their story: the hunger striking seafarers at Tilbury trying to get home https://www.itfglobal.org/en/news/their-story-hunger-striking-seafarers-tilbury-trying-get-home <span class="field-title">Seeleute vor der Küste Großbritanniens im Hungerstreik für ihre Heimschaffung</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Tilbury%20web%20image_0.png?itok=YXL6VPfk" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 06/26/2020 - 14:50</span> <div class="field-field_image_caption">Die ITF unterstützt gestrandete Seeleute in den Häfen von Tilbury und Bristol (Großbritannien)</div> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Seit vier Monaten ohne Heuern und seit 48 Stunden ohne Lebensmittel – 47 vor der Küste Großbritanniens gestrandete Seeleute kämpfen verzweifelt für die Rückkehr zu ihren Familien.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die überwiegend aus Indien stammenden Besatzungsmitglieder befinden sich auf dem Passagierschiff <em>Astoria</em>.<em> </em>Sie sind in den Hungerstreik getreten, um nach wochenlangen vergeblichen Appellen an ihren Arbeitgeber die Auszahlung ausstehender Heuern und ihre Heimschaffung für Mitte Juni zu erzwingen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Mit dem Beginn des Hungerstreiks kamen die Dinge schnell in Bewegung. Der Vorstandsvorsitzende der Kreuzfahrtgesellschaft Cruise and Maritime Voyages (CMV), die die <em>Astoria</em> bereedert, versprach der Besatzung, ihre Forderungen zu erfüllen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Anschließend kam die britische Hafenstaatkontrolle an Bord und arrestierte das Schiff wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Seearbeitsübereinkommen. Auch die Maritime Coastguard Agency besuchte das Schiff und arrestierte neben der <em>Astoria</em> noch vier weitere Schiffe von CMV in London Tilbury und Bristol Avonmouth. Die Behörden wurden informiert und schritten zur Tat, bevor die Reederei die <em>Astoria</em> in ihren Heimathafen in Portugal überführen konnte, wo die Aussichten auf eine Heimschaffung der Seeleute gering wären.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die 47 streikenden Besatzungsmitglieder gehören zu den über 200.000 Seeleuten, die in der Covid-19-Pandemie weltweit auf ihren Schiffen festsitzen und nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können. Die Gruppe der in den Häfen Tilbury und Bristol auf den Schiffen <em>Astor</em>, <em>Astoria</em>, <em>Columbus</em>, <em>Magellan</em>, <em>Vasco da Gama</em> und <em>Marco Polo</em> gestrandeten Besatzungsmitglieder umfasst insgesamt 1.449 Seeleute. Unter ihnen sind Staatsangehörige aus Indonesien, Indien, Myanmar und Mauritius.</span></span></span></span></span></p> <img alt="Astoria_CMV" data-entity-type="file" data-entity-uuid="abd31611-cf3b-4f4f-b34b-4d1fc1031657" height="383" src="/sites/default/files/inline-images/Astoria__0.jpg" width="576" class="align-center" /> <p><span><span><span><span><span>Die ausweglose Situation der Seeleute, aufgrund der Crewwechsel-Krise nicht ausschiffen und in ihre Heimatländer zurückkehren zu können, wird noch verschlimmert dadurch, dass CMV ihnen keine Heuern auszahlt und ihnen dafür auch keine Gründe nennt. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Arjuna [Name geändert], einer der am Hungerstreik teilnehmenden Seeleute, berichtete, dass die Auszahlung der Heuern sofort mit dem Beginn der Pandemie eingestellt worden sei. CMV habe Anfang März seine Weltreise abbrechen müssen, als sich die Schiffe in Indonesien befanden. Zu dieser Zeit sei auch die Auszahlung des Familiengelds, des Anteils der Heuern, der den Familien überwiesen wird, abgebrochen worden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Arjunas Frau lebt in Indien. Sie ist Diplomingenieurin, derzeit aber arbeitslos. Sie lebt bei seiner Mutter, die ein wenig Geld als Hausgehilfin verdient. Sie fragen sich, wann er nach Hause kommen wird.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wie viele Seeleute ist Arjuna der Ernährer der Familie. Das ist er schon seit frühester Jugend, da sein Vater starb, als er vier Jahre alt war. Um seine Familie zu unterstützen, absolvierte Arjuna eine Ausbildung und arbeitete in Hotels, bevor er im Jahr 2007 zur See ging.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Ich mache mir Sorgen um meine Familie," sagt er, "Ich befürchte, wenn ich nach Hause komme, keine Arbeit zu finden. Wenn das Unternehmen mir aber alle ausstehenden Heuern auszahlt, haben wir genug, um fünf oder sechs Monate auszukommen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Arjuna sagt, dass viele seiner Kolleg*innen noch schlechter dran sind als er. "Manche müssen hohe Kredite abzahlen, manche können die Medikamente für ihre Familien nicht bezahlen," berichtet er.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wer sind diese Besatzungsmitglieder, von denen dieser Bericht handelt? Was sind ihre Sorgen, und seit wann kämpfen sie um ihre Rechte?</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Aus den an die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) weitergeleiteten Schreiben geht hervor, wie ihre Verzweiflung wuchs, während ihre Bitten von der Reederei ignoriert wurden. Anfang Juni schrieb eines der Besatzungsmitglieder: "Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung... Wir machen uns große Sorgen um unsere Familien, die hauptsächlich von uns abhängen, um Darlehensschulden, die Ausbildung unserer Kinder und medizinische Behandlungskosten zu bezahlen." </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>In diesem Schriftwechsel lieferte die Kreuzfahrtgesellschaft keinerlei Erklärung dafür, warum die Heuern nicht mehr ausgezahlt wurden, was Anlass zur Befürchtung gab, dass sich das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten befinden könnte. Aus Medienberichten erfuhr die Besatzung der <em>Astoria</em>, dass die Barclays Bank in der letzten Woche den Antrag des Schiffsbetreibers CMV auf Gewährung eines Darlehens in Höhe von 25 Millionen Pfund abgelehnt hatte. Arjuna vermutet, dass das Unternehmen die Heuern braucht, um sich über Wasser zu halten.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Ein Crewmitglied schrieb von Bord des Schiffes: "Die Verträge der meisten von uns sind abgelaufen, und unsere Heuern werden zurückgehalten. Aus welchem Grund ... wieso? Alles was wir von ihnen hören, ist: Wir tun, was wir können," so seine Nachricht. "Wir sind beunruhigt, weil das schon mehr als 90 Tage so geht. Warum dauert das so lange? Wir haben keine Ahnung, ob das Unternehmen wirklich versucht, uns heimzuschaffen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die drängenden Sorgen der Seeleute haben nicht nur damit zu tun, dass sie zu ihren Familien zurückkehren müssen, keine Heuern erhalten und ihnen nichts mitgeteilt wird. Die Ausweglosigkeit der Situation wirkt sich auch auf ihr physisches und psychisches Befinden aus. Der Erste Koch, ein Mann in den Vierzigern, starb an einem Herzinfarkt. Einigen Besatzungsmitgliedern sind an Bord die Medikamente ausgegangen. Ein weiterer Seemann hat sogar versucht, sich das Leben zu nehmen. Seine Schiffskamerad*innen befürchten noch weitere Suizidversuche.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Während ihres verzweifelten Wartens auf Antworten und zunehmend beunruhigt richtete die Besatzung der <em>Astoria</em> Gmail- und Twitter-Accounts ein und postete ein Video bei Youtube. Über Twitter wandten sie sich direkt an die Premierminister Indiens und Großbritanniens: "Hört uns an.... Wir brauchen Hilfe, bevor es an Bord noch mehr Tote gibt. Rettet unsere Leben. Helft uns, gesund zu unseren Familien zurückzukehren," schrieben sie.</span></span></span></span></span></p> <a href="https://twitter.com/AllSeafarers/status/1272902172947238915"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="3dfb6bf0-0f59-464a-9df0-2334815716be" src="/sites/default/files/inline-images/uk-england-essex-53110744_0.png" class="align-center" /></a> <p><span><span><span><span><span>Über die digitalen Medien verbreitete sich ihr Hilferuf schnell. Die britische Tageszeitung The Guardian und die TV-Sender BBC und Sky berichteten umgehend über den laufenden Hungerstreik. Welche Geschichte hatten diese mittellos festsitzenden Seeleute zu erzählen? Und wie würde CMV die Situation lösen?</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Öffentlich versicherte die Unternehmensleitung von CMV, sie arbeite gemeinsam mit britischen und indischen Behörden daran, einen Charterflug für die Rückkehr der Crew zu organisieren. Alle Heuern würden ausgezahlt, beteuerte sie den Seeleuten. Sie erklärte, die Grenzschließungen aufgrund der Covid-19-Pandemie erschwerten ihre Heimschaffung. Aber wie intensiv waren ihre Bemühungen? Und wann genau sollten die ausstehenden Heuern ausgezahlt werden?</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Das UNTERNEHMEN [Großschreibung durch den Autor] wird euch nach Hause bringen, aber wir brauchen die Landegenehmigung eurer Regierung für die Flugzeuge. Uns ist klar, dass dies jetzt geschehen muss," schrieb ein CMV-Manager in einer Nachricht an die Crew, die an die ITF weitergeleitet wurde.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Seeleute sind skeptisch. Insbesondere was das Geld angeht, das das Unternehmen ihnen schuldet. Arjuna sagt, dass er sich am meisten Sorgen um seine Familie macht. Seitdem die Auszahlung des Familiengelds eingestellt wurde, gehen ihre Ersparnisse zur Neige.  </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wenn ich wüsste, dass meine Familie Geld bekommt, hätte ich kein Problem damit, ein bisschen länger an Bord zu bleiben, während sie unsere Heimflüge organisieren," so Arjuna.  </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die ITF ist bereits seit mehreren Wochen mit der Crew der <em>Astoria</em> befasst, die zum Großteil in der italienischen ITF-Gewerkschaft FIT-CISL organisiert ist. Hinter den Kulissen arbeitet sie mit dem Unternehmen und den Botschaften der Herkunftsländer der Seeleute an einem Plan für ihre Heimschaffung.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>ITF-Inspektor Liam Wilson ging an Bord der <em>Astoria</em> und ihrer Schwesterschiffe, nachdem sie arrestiert wurden, um sich ein Bild von der Situation der Crew zu machen und sie mit Unterstützungsdiensten in Kontakt zu bringen. Liam wird unterstützt vom Supervisor des ITF-Inspektor*innen-Teams Finlay McIntosh, der ebenfalls mit den Besatzungsmitgliedern gesprochen hat.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Spannung steigt," so McIntosh. "Wenn das Unternehmen nichts unternimmt, um wenigstens einen Teil der geschuldeten Heuern auszuzahlen, kann die Lage sehr schnell eskalieren und auf andere Schiffe überspringen. Dann werden wir erleben, dass Tausende von Seeleuten im Hafen von Tilbury in London zur Tat schreiten, und die Crewmitglieder werden zu Recht massive Unterstützung von anderen Beschäftigten, der Bevölkerung und den Medien erhalten."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Besatzung der <em>Astoria</em> steht inzwischen im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der CMV. Die fünf festgehaltenen Schiffe liegen nun im Passagierterminal des Hafens von Tilbury vor Anker, aber die Crewmitglieder werden erst von Bord gehen, wenn sie alle ihnen zustehenden Heuern erhalten haben. An Bord des millionenschweren Schiffs zu bleiben, ist eines der wichtigsten Druckmittel, das sie haben. Sie könnten auch wieder in Hungerstreik treten.  </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Natürlich wollen alle Besatzungsmitglieder so schnell wie möglich weg und zu ihren Familien zurückkehren," erklärte McIntosh. "Sie sagen aber, dass sie weitere Maßnahmen ergreifen werden, wenn das Unternehmen seine Vertragsverpflichtungen nicht einhält. Wir werden alle Maßnahmen unterstützen, die sie für richtig halten, um ausgezahlt zu werden, von Bord zu gehen und nach Hause zurückzukehren. Wir sind auf alle Fälle für sie da," betonte McIntosh.</span></span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--85" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194806&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="WH_-kowNv1r07utoaaCwGCFNDUI4dCfqedZZfBshe1I"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 25 Jun 2020 12:07:45 +0000 Rory_M 194806 at https://www.itfglobal.org Explosive investigation exposes ‘pandemic of exploitation’ in European trucking https://www.itfglobal.org/en/news/explosive-investigation-exposes-pandemic-exploitation-in-european-trucking <span class="field-title">Explosive Studie enthüllt &quot;Pandemie der Ausbeutung&quot; im europäischen Güterkraftverkehr</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Pandemic-Euro-Trucks_ITFGlobal%281%29.jpg?itok=5Tivqfhk" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 06/26/2020 - 09:46</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Straßentransportunternehmen machen sich die Covid-19-Pandemie zu Nutze, um Lkw-Fahrer*innen noch mehr auszubeuten, Transportpreise und Löhne zu senken und Beschäftigungsbedingungen und Arbeitsschutzmaßnahmen in ganz Europa zu verschlechtern, wie eine Studie von FNV-VNB, ITF und IUL aufdeckte.  </span></span></span></span></span></p> <p><span><span>Der neue <a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/resources/files/VNB-ITF-IUF_Report_FINAL_DE_2.pdf"><span><span><span>Bericht</span></span></span></a> und der <a href="https://youtu.be/apP1CDlGpd0"><span><span><span>Dokumentarfilm</span></span></span></a>, die heute veröffentlicht wurden, zeigen, dass im europäischen Straßengüterverkehr Menschenhandel praktiziert wird, und legen schockierende Menschenrechtsverletzungen an der Schwelle der Europäischen Union offen, so ITF-Generalsekretär Stephen Cotton.</span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Schon lange vor Covid-19 krankte der europäische Straßentransportsektor an der Ausbeutung des Fahrpersonals und Menschenrechtsverletzungen. Die Pandemie hat die Missstände noch verschlimmert, und diese explosive Studie hat die Pandemie der Ausbeutung auf europäischen Straßen offenbart," so Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Alarmierenderweise ist Menschenhandel in der Branche ein zunehmendes Problem, und wir haben mehrere Fälle dokumentiert, in denen Fahrer aus Herkunftsländern außerhalb der EU nach Osteuropa verschleppt wurden, Verträge auf der untersten Ebene komplexer Untervergabeketten unterschrieben und dann gezwungen wurden, fast ausschließlich in Westeuropa zu arbeiten, gegen geringe Bezahlung, mit falschen Papieren und ohne Ausweg."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Dieses Fahrpersonal transportiert wichtige Versorgungsgüter: die Nahrungsmittel, die wir essen, die Medikamente, die wir gerade jetzt so dringend brauchen, die Kleider, die wir tragen, und die Produkte einiger der weltgrößten Unternehmen. Die europäischen Regierungen und multinationalen Unternehmen dürfen nicht länger die Augen vor dieser Ausbeutung verschließen," mahnte Cotton.</span></span></span></span></span></p> <div class="embed-media embed-media--video-youtube"> <iframe width=" 480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/apP1CDlGpd0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe> </div> <p><span><span><span><span><span>Der Untersuchung zufolge ziehen die Verkehrsunternehmen Vorteile aus den mangelnden Überprüfungen und Kontrollen durch Strafverfolgungsbehörden während der Pandemie.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Interviews mit Fahrer*innen offenbarten die in der Branche üblichen ausbeuterischen Praktiken und weitere Missstände, mit denen sie infolge der Covid-19-Krise konfrontiert sind, z. B.:</span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen aus der Ukraine, Weißrussland, Usbekistan, der Türkei, den Philippinen und weiteren <strong>Nicht-EU-Ländern</strong> werden zu <strong>osteuropäischen Vertragsbedingungen</strong> eingestellt, obwohl sie fast ausschließlich in Westeuropa arbeiten.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen werden gezwungen, <strong>Verträge zu unterzeichnen, die in Sprachen abgefasst sind, die sie nicht verstehen</strong>.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen erhalten ein durchschnittliches Festgehalt von ca. <strong>100-600 Euro im Monat</strong>.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Arbeitgeber <strong>befördern die Fahrer*innen gruppenweise in Kleinbussen</strong> nach Westeuropa, wo sie ihre Arbeit antreten.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*Innen <strong>leben monatelang ohne Unterbrechung in ihren Fahrzeugen, wo sie ihre Ruhezeiten verbringen, schlafen und essen</strong>. </span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen werden <strong>falsche Papiere</strong> ausgehändigt, um die Behörden über ihren Beschäftigungsstatus zu täuschen.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen, die sich bei Behörden über Lenk- und Ruhezeiten, Sicherheitsprobleme, die Bezahlung oder sonstige Missstände beschwerten, werden <strong>Gewalt und Geldstrafen</strong> angedroht.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><strong><span><span>Im Deckmantel der Covid-19-Krise senken</span></span></strong><span><span> multinationale Kunden und Verkehrsunternehmen <strong>Transportpreise und Fahrerlöhne</strong>.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Dem Fahrpersonal wird <strong>keine ausreichende oder gar keine persönliche Schutzausrüstung</strong> zur Verfügung gestellt.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Ausnahmeregelungen für Lenk- und Ruhezeiten haben dazu geführt, dass <strong>Arbeitgeber ihren Fahrer*innen noch mehr gefährliche Überstunden abverlangen</strong>.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen werden genötigt, in ihren Lkws zu bleiben, <strong>ohne Zugang zu sauberem Wasser, funktionierenden Toiletten oder Sanitäranlagen</strong>.</span></span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span><span>Fahrer*innen erhalten <strong>kein Krankengeld</strong>. </span></span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span><span>Der Leiter der für den Bericht durchgeführten Studie Edwin Atema von FBV-VNB prangerte heute Unternehmen an, die im Schatten der Coronavirus-Pandemie die Menschenrechte von Lkw-Fahrer*innen, auch ihre Arbeitnehmer*innenrechte, verletzen, und appellierte eindringlich an Regierungen, multinationale Konzerne und Güterverkehrsunternehmen, das Fahrpersonal zu schützen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir dürfen nicht vergessen, dass Lkw-Fahrer*innen die europäische Wirtschaft in Bewegung halten, 75 Prozent des Binnengüterverkehrs der EU abwickeln und für unser Überleben und den Aufschwung nach Corona unverzichtbar sind. Lieferketten sind nur so stark wie ihr schwächstes Glied, und diese Ausbeutung ist untragbar," betonte Atema.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Neben 40-Tonnern, hinter deren Steuer Fahrer*innen sitzen, die nicht richtig ausgeruht sind, zu Überstunden gezwungen werden, krank sind oder Menschenhandelsopfer sind, sind auf den Autobahnen Familien unterwegs. Die Straßen Europas sind nicht sicher. Diese Ausbeutung muss jetzt ein Ende haben," so Atema.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die IUL-Generalsekretärin Sue Longley erklärte: "Gesundheit und Sicherheit sind in der Lebensmittel- und Getränkelieferkette für alle ein lebenswichtiges Thema, besonders während der Covid-19-Pandemie. Aus den Ergebnissen dieses Berichts geht hervor, dass kein multinationales Unternehmen garantieren kann, dass seine Transportlieferkette frei von Ausbeutung ist, also auch nicht garantieren kann, dass seine Waren auf sichere Weise verfrachtet werden. Ich rufe alle multinationalen Unternehmen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie zur Zusammenarbeit mit der IUL, der ITF und dem FNV-VNB auf, damit die Produkte, mit denen sie Verbraucher*innen in ganz Europa versorgen, über eine Lieferkette befördert werden, die die Sicherheit und die Rechte der Beschäftigten gewährleistet."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektionen Noel Coard forderte Verkehrsunternehmen und ihre Kunden, darunter große multinationale Unternehmen, dazu auf, zu handeln und die in der Untersuchung aufgedeckte Ausbeutung zu beenden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Statt diesem Fahrpersonal Respekt entgegenzubringen, sind multinationale Unternehmen ahnungslos oder nicht daran interessiert, was sich im Bereich ihrer an Subunternehmen vergebenen Transportaufträge wirklich abspielt. Viele multinationale Kunden fordern niedrigere Preise, und Transportdienstleister bieten niedrigere Löhne mit dem Resultat, dass Fahrer*innen ausgebeutet werden und die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Damit muss Schluss sein,” insistiert Coard.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Nicht ein einziges multinationales Unternehmen, das Güter in der EU befördert, kann garantieren, dass es diese Probleme in seiner Lieferkette nicht gibt. Deshalb haben wir die einfache Botschaft an Verkehrsunternehmen und ihre Kunden: Entweder ihr seid Teil der Lösung, was wir begrüßen, oder Teil des Problems, und in diesem Fall werden wir euch zur Verantwortung ziehen," so sein Fazit.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span> </span></span><br /> <em><span><span><span><span><span>ENDE </span></span></span></span></span></em></p> <p><span><span> </span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>KONTAKT:</span></span></span></strong><span><span><span> <br /> VNB: Edwin Atema, Studienleiter, (+31651) 610 350 bzw. </span></span></span><a href="mailto:edwin.atema@fnv.nl"><span><span><span>edwin.atema@fnv.nl</span></span></span></a><br /> <span><span><span>ITF: Luke Menzies, Leiter der ITF-Kommunikationsabteilung, (+61433) 889 844 oder </span></span></span><a href="mailto:media@itf.org.uk"><span><span><span>media@itf.org.uk</span></span></span></a>   </span></span></p> <p><span><span> </span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>HINWEISE FÜR REDAKTIONEN:</span></span></span></strong></span></span></p> <p><span><span>Bericht <em>Pandemie der Ausbeutung im europäischen Güterkraftverkehr</em> (pdf): <a href="https://bit.ly/3eBLp9c"><span><span><span>https://bit.ly/3eBLp9c</span></span></span></a><br /> <span><span><span>Dokumentarfilm <em>The pandemic in road transport</em>: </span></span></span><a href="https://youtu.be/apP1CDlGpd0"><span><span><span>https://youtu.be/apP1CDlGpd0</span></span></span></a></span></span><br />  </p> <p><span><span><strong><span><span><span>Über die ITF:</span></span></span></strong><span><span><span> Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein demokratischer globaler Verband von 700 Verkehrsgewerkschaften, die rund 20 Millionen Beschäftigte in 150 Ländern vertreten. Sie setzt sich weltweit für die Verbesserung der Lebensqualität von Verkehrsbeschäftigten ein, indem sie innerhalb des Netzwerks ihrer Mitgliedsorganisationen internationale Solidarität initiiert und organisiert. Die ITF vertritt die Interessen der Verkehrsgewerkschaften in Gremien, die Entscheidungen über Arbeitsplätze, Beschäftigungsbedingungen und die Sicherheit in der Verkehrswirtschaft fällen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>Über FNV-VNB: </span></span></span></strong><span><span><span>Die VNB-Stiftung wurde vor 26 Jahren von der niederländischen Gewerkschaft FNV gegründet. Sie befasst sich mit der Erforschung von Lieferketten und Verkehrsunternehmen mit dem Ziel, Arbeitnehmer*innenrechte durchzusetzen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><strong><span><span><span>Über die IUL:</span></span></span></strong><span><span><span> Die Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Catering-, Tabak- und anverwandter Arbeitnehmerverbände (IUL) ist eine internationale Föderation von Gewerkschaften, die Beschäftigte in den Bereichen Landwirtschaft und Plantagenanbau, Zubereitung und Herstellung von Lebensmitteln und Getränken, Hotels, Restaurants und Catering sowie allen Phasen der Tabakverarbeitung vertreten. Ihr gehören 427 Gewerkschaften in 127 Ländern an, die über 10 Millionen Beschäftigte vertreten.</span></span></span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--86" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194809&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="R-GASoITby1StJQkCt-1QVAFRXuc1YuXkeeNfZ5eaiU"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 25 Jun 2020 13:55:04 +0000 barton_linda 194809 at https://www.itfglobal.org ITF Statement on ‘Day of the Seafarer’ 2020 https://www.itfglobal.org/en/news/itf-statement-day-seafarer-2020 <span class="field-title">ITF-Erklärung zum &quot;Tag der Seeleute&quot; 2020</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Web%20image.png?itok=QBVqRURU" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 06/25/2020 - 11:43</span> <div class="field-body"><p><span><span><strong><span>Am heutigen "Tag der Seeleute" sollten wir eigentlich die wichtige Rolle von Seeleuten feiern, aber dieses Jahr, in dem die Seeleute der Welt von den Regierungen im Stich gelassen werden, gibt es nicht viel zu feiern.</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>In diesem Jahr wird die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), deren Mitgliedsorganisationen 1,4 Millionen Seeleute in aller Welt vertreten, den Internationalen Tag der Seeleute zwar würdigen, aber erst feiern, wenn Seeleuten der Respekt entgegengebracht wird, der ihnen zusteht.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die ITF hat sich zu diesem Schritt entschieden, weil die Seeleute der Welt von den Regierungen rund um den Globus vergessen und im Stich gelassen werden, da sie es in der aktuellen Pandemie versäumten, ihre Grenzen für Seeleute offen zu lassen. Sie haben als Hafenstaaten, Flaggenstaaten, Transitländer und selbst als Heimatländer dieser Seeleute versagt.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Einige Regierungen entziehen über 200.000 Seeleuten weiterhin das Recht, nach Ablauf ihrer Heuerverträge die Arbeit zu beenden, indem sie sie daran hindern, ihre Schiffe zu verlassen und nach Hause zurückzukehren und ihnen sogar den Landgang und den Zugang zu notwendiger medizinischer Behandlung verweigern. Seeleute haben dieselben Rechte wie andere Menschen. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Sie sind müde, erschöpft und oftmals über ihre physischen und psychischen Grenzen hinaus belastet.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Crewwechsel-Krise ist eine humanitäre Katastrophe.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Seeleute sind Profis und stolz auf ihre Arbeit und ihren Beitrag zum globalen Wohlstand und zum Wohlergehen der Weltbevölkerung. Sie warten auf den Tag, an dem die Regierungen der Welt aufwachen, diesen Beitrag anerkennen und Seeleute mit der Würde und dem Respekt behandeln, die ihnen zustehen. Leider ist heute nicht dieser Tag.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Heute gibt es keinen Grund zum Feiern. Heute ist ein Tag der traurigen Besinnung darüber, wie es möglich ist, dass Seeleute weiter so enttäuscht werden, wo sie doch viel Besseres verdienen. Die ITF und eure Gewerkschaften sind an eurer Seite – genug ist genug!</span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--87" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194802&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="vmzEhQ7YldrjyWuFb3F1I1tGApXRMBmoD_lBkaSDvqQ"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 25 Jun 2020 08:00:33 +0000 Rory_M 194802 at https://www.itfglobal.org Enough is enough: World’s seafarers will now exercise right to leave ships amid Covid-19 failures https://www.itfglobal.org/en/news/enough-enough-worlds-seafarers-will-now-exercise-right-leave-ships-amid-covid-19-failures <span class="field-title">Genug ist genug: Angesichts der Untätigkeit der Regierungen in der Covid-19-Krise werden die Seeleute der Welt jetzt ihr Recht wahrnehmen, ihre Schiffe zu verlassen</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Web%20Banner_v4.png?itok=pUyy8lcY" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 06/24/2020 - 12:22</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die ihr angeschlossenen Seeleutegewerkschaften werden ab sofort Hunderttausenden von Seeleuten dabei helfen, ihre Arbeit zu beenden, ihre Schiffe zu verlassen und nach Hause zurückzukehren, so wie es ihr Recht ist.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Zu diesem Vorgehen, das erhebliche Störungen des Welthandels zur Folge haben könnte, hat sie sich entschieden, nachdem staatliche Maßnahmen ausblieben, um Seeleute als systemrelevante Arbeitskräfte anzuerkennen, sie von den Covid-19 bedingten Reisebeschränkungen auszunehmen und die Heimschaffung von etwa 200.000 Seeleuten zu ermöglichen, die aufgrund der Crewwechsel-Krise festsitzen, erklärte der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion Dave Heindel.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wir senden an die Seeleute ein unmissverständliches Signal aus: Ihr habt eure Verträge selbstlos wieder und wieder verlängert, um während dieser Pandemie euren Beitrag zur Weiterversorgung der Weltbevölkerung mit wichtigen Gütern zu leisten." </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Manche Seeleute sind seit über einem Jahr an Bord. Viele von ihnen durften im Laufe dieser Pandemie aufgrund der von den Regierungen verhängten Maßnahmen noch nicht einmal für einen Spaziergang an Land, und es wurde ihnen zu unserer großen Besorgnis nicht erlaubt, sich einer medizinischen Notfallbehandlung zu unterziehen. Um es klar zu machen: Es gab Seeleute, die sich angesichts dieser nicht enden wollenden Notlage das Leben nahmen. Sie nennen ihre Schiffe ‘schwimmende Gefängnisse‘. Diese Situation ist für die ITF-Familie untragbar," so Heindel.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der ITF-Präsident und Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen Paddy Crumlin verwies auf die wiederholten Warnungen der Gewerkschaften und Branchenunternehmen an Regierungen angesichts dieser heranziehenden humanitären Krise: "Wir haben sie eindringlich auf die Konsequenzen des Einsatzes übermüdeter, erschöpfter und deprimierter Seeleute hingewiesen – für den Handel und die Umwelt. Wir haben mit Branchenakteuren und der internationalen Gemeinschaft Lösungen präsentiert."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Aber genug ist genug! Wir müssen nun eine Grenzlinie ziehen und erklären den Regierungen am heutigen Tag klipp und klar, dass die Seeleute ab dem 16. Juni ihr Recht durchsetzen werden, ihre Arbeit zu beenden und nach Hause zurückzukehren. Keine Vertragsverlängerungen mehr," so Crumlin.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>ITF-Generalsekretär Stephen Cotton machte deutlich, dass die Regierungen nur praktische Ausnahmeregelungen von den Coronavirus-Restriktionen verfügen müssen, um diesen wichtigen Arbeitskräften den Transit durch ihre Staatsgebiete und die Rückkehr zu ihren Familien zu erlauben. Nur wenige kleine Änderungen seitens der nationalen Regierungen würden es Seeleuten ermöglichen, nach Hause zu kommen und von einer neuen Besatzung abgelöst zu werden, betonte er.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wenn ein Seemann oder eine Seefrau ausschiffen möchte, werden die ITF, die ihr angeschlossenen Gewerkschaften und das ITF-Inspektorat alles in ihren Möglichkeiten Stehende tun, um ihnen zu helfen. Wir erwarten von den Hafenstaatbehörden in allen Ländern, in denen Schiffe vor Anker liegen, ihrer Pflicht nach dem Seearbeitsübereinkommen nachzukommen und die Seeleute sicher heimzuschaffen. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Wenn das Ausschiffen der Seeleute Chaos in den Lieferketten verursacht, wenn im Seeverkehr von Singapur bis San Francisco Staus entstehen und wenn Schiffsversicherungen sich infolgedessen aus der Haftung zurückziehen und der Welthandel zum Stillstand kommt, dann geht das auf das Konto der Politiker, und nicht der Seeleute."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Seeleute haben in dieser Pandemie mehr als ihren Beitrag geleistet. Genug ist genug," erklärte Steve Cotton.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span> </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><strong><span>Hintergründe der Crewwechsel-Krise:</span></strong></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die ITF, ihre Mitgliedsorganisationen und ihre Sozialpartner haben unmissverständlich vor den Konsequenzen der Untätigkeit von Regierungen und ihrer Beamt*innen angesichts der eskalierenden Crewwechsel-Krise gewarnt: </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>19. März: </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/itf-stimmt-der-verlaengerung-von-heuervertraegen-zu"><span>ITF stimmt aufgrund der beispiellosen Pandemie der Verlängerung von Heuerverträgen vorbehaltlich der Zustimmung der betroffenen Besatzungsmitglieder zu</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>7. April: </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/botschaft-staatsoberhaeupter-und-minister-der-g20-mitgliedsstaaten-ueber-die-erleichterung-der"><span>ITF und Arbeitgeber fordern die Staatsoberhäupter der G20-Mitgliedsstaaten zur Erleichterung der grundlegenden Freizügigkeit für Seeleute auf</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>9. April: </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/gewerkschaften-und-arbeitgeber-in-der-schifffahrtsindustrie-appellieren-regierungen-seeleute"><span>Gewerkschaften und Arbeitgeber in der Schifffahrtsindustrie appellieren an Regierungen, Seeleute als systemrelevante Arbeitskräfte zu definieren und den Wechsel von Schiffsbesatzungen zu erleichtern</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>27. April: </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/das-recht-von-seeleuten-auf-medizinische-notfallbehandlung-land-muss-respektiert-werden"><span>ITF und Arbeitgeber prangern Regierungen für die Verweigerung der medizinischen Notfallbehandlung von Seeleuten an Land an</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>6. Mai: Die von Unternehmen und Gewerkschaften vorgelegte 12-Stufen-Lösung für den Crewwechsel wird</span> <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/unternehmen-und-gewerkschaften-legen-eine-12-stufen-loesung-fuer-regierungen-zur-befreiung-von"><span>von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) befürwortet, die sich bei Regierungen auf internationaler Ebene für die Einhaltung der Protokolle einsetzt</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>14. Mai: Die ITF und die Gemeinsame Verhandlungsgruppe der Reeder (JNG), der auch der International Maritime Employers Council (IMEC) angehört,</span> <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/crewwechsel-gemeinsame-erklaerung-von-itf-und-jng"><span>fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Regierungen zum Handeln auf und setzen ihnen eine 30-tägige Frist bis zum 15. Juni</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>22. Mai: </span><a href="https://www.itfglobal.org/en/news/un-must-persuade-governments-adopt-crew-change-protocols-or-risk-humanitarian-disaster"><span>Der Generalsekretär der Vereinten Nationen wird von den Spitzen globaler Gewerkschaftsverbände und führenden Schifffahrtsunternehmen dazu aufgefordert, Regierungen zum unverzüglichen Handeln zu bewegen.</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>28. Mai: </span><a href="https://www.itfglobal.org/de/news/iao-imo-und-icao-fordern-staatliche-massnahmen-zur-erleichterung-von-crewwechseln"><span>IAO, IMO und ICAO fordern staatliche Maßnahmen zur Erleichterung von Crewwechseln</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>12. Juni: </span><a href="https://www.nytimes.com/reuters/2020/06/12/us/12reuters-health-coronavirus-shipping-un.html"><span>Vereinte Nationen unterstützen internationale Appelle der ITF angesichts der Crewwechsel-Krise zur Behandlung von Seeleuten als systemrelevante Arbeitskräfte</span></a></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span> </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><strong><span>Ressourcen für Seeleute:</span></strong></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die ihr angeschlossenen Seeleutegewerkschaften werden ab sofort Hunderttausenden von Seeleuten dabei helfen, ihre Arbeit zu beenden, ihre Schiffe zu verlassen und nach Hause zurückzukehren, so wie es ihr Recht ist.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Hier sind die Ressourcen, die wir zu ihrer Unterstützung bereitgestellt haben:</span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span>Unsere <a href="https://www.itfglobal.org/de/news/botschaft-der-itf-seeleute-genug-ist-genug-crewwechsel-jetzt"><span>Botschaft an Seeleute</span></a></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Hier können Seeleute <a href="https://www.itfseafarers.org/en/contact-us"><span>Kontakt zum ITF-Team für Seeleute und ihre Unterstützung</span></a> aufnehmen.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span>Unter diesem Link finden Seeleute die Kontaktangaben von <a href="https://www.itfseafarers.org/en/look-up"><span>ITF-Inspektor*innen in ihrer Nähe</span></a>.</span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/20260616SeafarersRightsGuidanceInfographic%5b8%5d.pdf"><span>Leitfaden für Seeleute über ihr Recht auf Crewwechsel (pdf)</span></a></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/20200616SeafarersRightsGuidance.pdf"><span>Leitfaden für Seeleute über ihre Rechte nach dem Seearbeitsübereinkommen (pdf)</span></a></span></span></span></span></li> </ul> <p><br /> <span><span><span><span><span><span><span><strong><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB">Für Presseanfragen: </span></strong></span></span></span></span></span></span></span><span><span><span><span><span><span><span><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB"><span>(+4420) 7940 9282</span></span><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB"> | <a href="mailto:media@itf.org.uk">media@itf.org.uk</a></span></span></span></span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--88" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194783&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="KJTyUht7UIghg2IdPzhafqSH5OlmKlXIY-R7vMRw1Wk"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 15 Jun 2020 20:09:56 +0000 Rory_M 194783 at https://www.itfglobal.org Crew Change Crisis: ITF and JNG Joint Statement https://www.itfglobal.org/en/news/crew-change-crisis-itf-and-jng-joint-statement <span class="field-title">Crewwechsel-Krise: Gemeinsame Erklärung von ITF und JNG</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WebImage_Joint%20Statement.jpeg?itok=7K_14tj1" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 06/24/2020 - 11:51</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Die ITF und die </span></span></span></span>Gemeinsame Verhandlungsgruppe (JNG) des Internationalen Verhandlungsforums (IBF)<span><span><span><span> arbeiten seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie gemeinsam mit der Internationalen Schifffahrtskammer unermüdlich an Lösungen für die Problematik des Crewwechsels. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF-Kampagne "Genug ist genug" soll die einzelnen Regierungen und Behörden unter Druck setzen, ihre Restriktionen zur Ermöglichung des Crewwechsels zu lockern, zielt aber keineswegs auf die JNG und ihre Mitglieder ab. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>ITF und JNG ist bewusst, dass Seeleute am Ende ihrer verlängerten Vertragszeiten physisch und/oder psychisch erschöpft sind und sich nicht in der Lage fühlen, ihre Aufgaben sicher und auf einem professionellen Niveau weiter durchzuführen. Verantwortliches Handeln an diesem Punkt bedeutet, den Vertrag nicht zu verlängern und die Heimschaffung zu verlangen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Dies ist keine Anstiftung zum Streik! Wenn ihr Vertrag abgelaufen ist und ihr Schiff sicher im Hafen liegt, haben sie das Recht, eine Verlängerung abzulehnen. Natürlich kann es Umstände geben, in denen Seeleute aufgrund fehlender Flüge und/oder Ablösung nicht ausschiffen können, aber sie dürfen auch nicht zur Arbeit gezwungen werden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Sozialpartner haben sich beim Generalsekretär der Vereinten Nationen und weiteren UN-Behörden, der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO), aktiv für die Lösung dieses Problems eingesetzt und öffentliche Unterstützung erhalten. Wir haben die uns angeschlossenen Gewerkschaften und ihre Mitglieder bei der Auseinandersetzung mit ihren nationalen Regierungen unterstützt und dazu beigetragen, für Seeleute den Zugang zu medizinischer Notbehandlung durchzusetzen. Wir haben über die uns angeschlossenen nationalen Gewerkschaften, die Mitglieder vor Ort und ihren Agenten gemeinsam nach Lösungen für diese humanitäre Krise gesucht.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Darüber hinaus haben wir zweimal einer Verlängerung der Beschäftigungsverträge von Seeleuten, die IBF-Verträgen unterstehen, zugestimmt und Regierungen eine zusätzliche Frist von 30 Tagen eingeräumt, um praktische Lösungen für die Ermöglichung von Crewwechseln umzusetzen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Gemeinsam mit unserer europäischen Schwesterorganisation, der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF), und dem Verband der Reeder in der Europäischen Gemeinschaft (ECSA) haben wir uns bei der Europäischen Kommission für eine Vereinfachung der Visa-Verfahren innerhalb des Schengenraums eingesetzt, und die uns angeschlossenen Gewerkschaften und ihre Mitglieder haben das Gleiche bei ihren Regierungen getan. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir haben eine Zusammenkunft mit Behörden großer Flaggenstaaten, IAO und IMO arrangiert, um über die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Crewwechseln zu beraten, und sind mit ICAO und IATA zusammengetroffen, um in der Frage der Flugverbindungen weiterzukommen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir haben Kontakt zu anderen Nicht-Regierungsorganisationen außerhalb des maritimen Sektors aufgenommen und sie gebeten, uns dabei zu helfen, die Problematik des Crewwechsels stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, und ihre Kontakte und ihren Einfluss zu nutzen, um auf die Regierungen einzuwirken. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir haben gemeinsam alle uns zur Verfügung stehenden diplomatischen Register gezogen, aber das Problem des Crewwechsels ist nach wie vor nicht gelöst. Täglich erreichen uns verzweifelte Meldungen von besorgten und erschöpften Crewmitgliedern, die davon überzeugt sind, dass die Regierungen, auch ihre eigenen, sie vergessen haben. Dennoch hat die ITF nicht einziges Mal Unternehmen und Arbeitgeber beschuldigt. Crewwechsel sind noch immer ein großes Problem.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF gibt der JNG in dem von ihr veröffentlichten Leitfaden für Seeleute über ihr Recht auf Crewwechsel keine Schuld. Dieser Leitfaden enthält Auszüge des IAO-Seearbeitsübereinkommens 2006 in seiner geänderten Fassung. Im frühen Stadium der Pandemie verschickte die IAO ein Rundschreiben, in dem sie von höherer Gewalt sprach, was in der Phase, als Covid-19 sich rasant verbreitete, eine notwendige Entscheidung war. Vor kurzem erklärte die IAO, dass höhere Gewalt nicht mehr als pauschaler Vorwand für Verlängerungen von Heuerverträgen dienen kann, sondern dass diese auf Einzelfallbasis geprüft werden müssen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Unsere Hauptsorge besteht darin, dass es Unfällen und schweren Vorfällen Vorschub leistet, wenn übermüdete, gestresste und verzweifelte Besatzungen nicht abgelöst werden, was wiederum der Schifffahrtsindustrie und dem Ruf eben der Seeleute schaden wird, die während der Pandemie weiter professionell und verantwortungsvoll ihre Arbeit tun, um die globalen Lieferketten aufrechtzuerhalten. Wir wissen, dass die Weltbevölkerung vom Gütertransport auf dem Seeweg abhängt, aber unsere Seeleute an Bord der Schiffe können die Last dieser Verantwortung nicht unendlich lange tragen. Sie haben ihre Pflicht getan und verdienen nun unsere Unterstützung. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir werden weiter Unternehmen unterstützen und unsere Netzwerke und Kontakte bei der UNO und sonstigen Organisationen sowie auf nationaler Ebene nutzen, um ihnen zu helfen. Uns ist bewusst, dass dies für alle eine schwierige Zeit ist, und wir wollen gemeinsam an Lösungen arbeiten.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--89" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194793&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="4VT3Jp_c_E5bbQ7t2lVf0JIifoCk29-BCQ12o0-MUWQ"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 22 Jun 2020 11:31:32 +0000 Rory_M 194793 at https://www.itfglobal.org Lifting Covid-19 measures early could harm Panama canal workers https://www.itfglobal.org/en/news/lifting-covid-19-measures-early-could-harm-panama-canal-workers <span class="field-title">Aufhebung von Covid-19-Maßnahmen gefährdet die Beschäftigten auf dem Panamakanal</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Web%20Image_Ending%20Covid-19%20restrictions%20prematurely%20could%20stop%20the%20Panama%20Canal%20and%20kill%20its%20workers%20v5v3%20copy.png?itok=dl5tuCUl" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 06/24/2020 - 11:24</span> <div class="field-field_image_caption">Während das Unternehmen versucht, die mit den Gewerkschaften abgesprochenen Maßnahmen aufzuheben, treten unter den Beschäftigten auf dem Kanal neue Infektionen auf </div> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Der verkehrsreichste Kanal der Welt und das Leben von Tausenden von Beschäftigten, die seinen Betrieb aufrechterhalten, sind in Gefahr, befürchtet die der ITF angeschlossene Gewerkschaft Unión de Capitanes y Oficiales de Cubierta (UCOC). Die Panamakanal-Behörde (Autoridad del Canal de Panamá - ACP) hat begonnen, die mit der Gewerkschaft vereinbarten Covid-Sicherheitsmaßnahmen wieder zurückzufahren.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Gewerkschaft zufolge lockert die Kanalbehörde in ihren Arbeitsbereichen Maßnahmen, die eingeführt wurden, um zu verhindern, dass sich die Beschäftigten mit dem Virus infizieren und erkranken oder aufgrund von Mehrarbeit während der Pandemie unter Erschöpfung leiden. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Als die Regierung Panamas im März die Umsetzung von betrieblichen Covid-Protokollen einleitete, führte die staatlich betriebene Kanalbehörde Social-Distancing- und Präventionsmaßnahmen für ihre Beschäftigten ein, die zum großen Teil von der Gewerkschaft durchgesetzt wurden. Ursprünglich plante das Unternehmen Zwölf-Stunden-Schichten an sieben bis zehn aufeinanderfolgenden Tagen, um mit weniger Beschäftigten pro Schicht einen effizienten Betrieb aufrechtzuerhalten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Gewerkschaft wies diese Forderung zurück und erwirkte stattdessen rotierende Schichtpläne, um einer Übermüdung der Beschäftigten vorzubeugen. Die Vereinbarung begrenzte die Zwölf-Stunden-Schichten auf maximal drei bzw. vier aufeinanderfolgende Tage. In ihrer Übereinkunft mit der Gewerkschaft legte die ACP ferner spezifische Abstandsregelungen und weitere Maßnahmen fest, wie Mindestruhetage, besondere Einsatzpläne und die Nutzung der Hafenanlagen für die Entlastung der Besatzungen der Schleppboote. Die UCOC setzte ferner die Bereitstellung von Unterkünften und Essenspaketen für Beschäftigte durch, die aus Angst, sich mit dem Virus zu infizieren und ihre Familien anzustecken, nicht nach Hause gehen wollten.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Nun aber geht die Kanalbehörde dazu über, die mit der Gewerkschaft vereinbarten Covid-19-Maßnahmen wieder aufzuheben. Anfangs folgte sie damit dem Vorgehen der Regierung Panamas, die die Covid-Restriktionen lockerte, um die Wirtschaft des Landes wieder anzukurbeln. Nachdem die Zahl der Fälle in dem zentralamerikanischen Land aber wieder anstieg und Proteste unter beunruhigten Bürger*innen ausbrachen, setzte die Regierung die Restriktionen allmählich wieder in Kraft.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Da das Land auf einen erneuten Lockdown zusteuert, sollte die ACP die mit den Arbeitskräften vereinbarten Restriktionen beibehalten, sagt die Gewerkschaft. Laut Vereinbarung muss die ACP die Gewerkschaft zu allen Änderungen der Arbeits- und Rotationspläne konsultieren, bevor sie die regulären Bedingungen wiederherstellt. Alle Änderungen müssen sich ferner strikt an den vom Gesundheitsministerium herausgegebenen Richtlinien orientieren. Da die Regierung nun die Restriktionen wiedereinführt, hat die ACP in den Augen der Gewerkschaft ihr Versprechen gebrochen, die Gesundheit der Beschäftigten an erste Stelle zu setzen und alle in der Vereinbarung enthaltenen staatlichen Richtlinien zu befolgen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Lockerung der Covid-Restriktionen trotz steigender Infektionszahlen in Panama ist für die Kanalbehörde ein riskanter Poker. Ein steiler Anstieg der Infektionszahlen könnte zur Arbeitsunfähigkeit dieser wertvollen Arbeitskräfte führen, womit einer der wichtigsten Arbeitsstätten der Welt lahmgelegt würde und globale Lieferketten gefährdet wären.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Über einen Sprecher teilte die UCOC mit: "Wieder einmal sind die Beschäftigten in großer Gefahr, weil die ACP die zu unserem Schutz und für einen fehlerfreien Betrieb getroffene Vereinbarung nicht weiter einhalten will. Unsere Tätigkeit auf den Schleppbooten ist für den Kanalbetrieb unverzichtbar, und wir können nicht zulassen, dass unsere Gesundheit aufs Spiel gesetzt wird, weil die ACP nicht daran interessiert ist, Mittel zu unserem Schutz bereitzustellen. Wir verlangen, dass die vereinbarten Sonderregelungen weiter in Kraft bleiben."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der amtierende ITF-Regionalsekretär Edgar Díaz bekräftigte das Engagement der ITF für den Schutz der Rechte der Verkehrsbeschäftigten, die in der Zeit der Pandemie systemrelevante Tätigkeiten ausführen: "Wir beobachten mit Sorge, dass Länder in der Region die Schutzmaßnahmen lockern, um ihre Wirtschaft wieder zu öffnen, was für Verkehrsbeschäftigte große Risiken mit sich bringt. Die Regierungen müssen bei der Wiedereröffnung der Wirtschaft eine konsequente Politik zum Schutz der Rechte und der Gesundheit der Beschäftigten verfolgen. In diesem Fall müssen die Regierung Panamas und die ACP der Tatsache Rechnung tragen, dass die Beschäftigten auf dem Kanal keine verfügbare Masse sind. Die zum Schutz getroffenen Vereinbarungen müssen unbedingt eingehalten werden, da die Beschäftigten eine maßgebliche Rolle für die Aufrechterhaltung des Kanalbetriebs spielen, der für die globalen Lieferketten unverzichtbar ist."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Während das Unternehmen also versucht, die mit den Gewerkschaften abgesprochenen vernünftigen Maßnahmen aufzuheben, treten unter den Beschäftigten auf dem Kanal neue Infektionen auf und in der vergangenen Woche stieg die Zahl positiv getesteter Fälle an. Zum 17. Juni gab es in Panama 21.422 Covid-19-Fälle, davon mehr als 4.300 allein in den letzten sieben Tagen. Über 450 Menschen sind in Panama bei einer Bevölkerungszahl von vier Millionen Menschen bislang am Virus gestorben.</span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--90" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194786&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="xxLTfus7z-ACHRYOCz04a5vnxSTj4c2WgIhUOklNyOs"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 18 Jun 2020 00:11:57 +0000 Rory_M 194786 at https://www.itfglobal.org ITF statement on Covid-19 and sustainable transport https://www.itfglobal.org/en/news/itf-statement-covid-19-and-sustainable-transport <span class="field-title">ITF-Erklärung zu Covid-19 und nachhaltigem Verkehr</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Global%20web.jpeg?itok=RLLMRx8e" width="1690" height="953" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 06/24/2020 - 11:05</span> <div class="field-body"><p><span><span>Die Covid-19-Pandemie stellt alle Gesellschaften vor riesige Herausforderungen. Im Zuge der Bekämpfung der Pandemie sind einige Regierungen versucht, die Inangriffnahme der Klimakrise aufzuschieben. Unsere Zukunft hängt nicht nur von der Bekämpfung des Coronavirus, sondern auch von der Lösung der Klimawandelproblematik ab. Beim Wiederaufbau unserer Volkswirtschaften müssen wir eine nachhaltige, emissionsfreie Zukunft anstreben. Andernfalls riskieren wir, in eine noch größere Krise zu schlittern.</span></span></p> <p><span><span>Die Einbindung des Klimaschutzes als zentrales Element der Covid-19-Reaktion wird zur Bewältigung einer der größten Herausforderungen der Pandemie beitragen: dem Wiederaufbau unserer Volkswirtschaften. Nachhaltiger Verkehr steht bei dieser Herausforderung an vorderster Stelle. Viele Verkehrssektoren wurden durch den Shutdown massiv beeinträchtigt, und wir müssen die betroffenen Verkehrsdienste und die Existenzgrundlagen der Beschäftigten schützen. </span></span></p> <p><span><span>In den nächsten zehn Jahren muss der Verkehrssektor seine Emissionen gegenüber dem Niveau des Jahres 2010 um 45 Prozent senken, um das Ziel des Weltklimarates einer Begrenzung der Temperaturerhöhung auf 1,5 Grad Celsius zu erreichen. Wir brauchen ein neues, nachhaltiges Modell, dass alle gesellschaftlichen Bedürfnisse erfüllt und Menschen vor Profite stellt.</span></span></p> <p><span><span>Beim Wiederaufbau des Verkehrssektors müssen wir das gescheiterte Modell der Vergangenheit unbedingt hinter uns lassen. Stetige Expansion darf nicht auf prekärer Arbeit und der ständig zunehmenden Nutzung fossiler Brennstoffe beruhen. Wir brauchen eine global abgestimmte grüne Industriepolitik, die hohe Investitionen und die umfassende gewerkschaftliche Organisierung aller Beschäftigten gewährleistet. Dies setzt einen gesamtwirtschaftlichen Ansatz voraus.</span></span></p> <p><span><span>Wir brauchen hohe Investitionen in erneuerbare Energieträger, alternative Brennstoffe und eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur. Die Regierungen müssen eine führende Rolle spielen. Ein emissionsfreier Verkehrssektor muss in einer Verkehrsinfrastruktur und Verkehrsdiensten verankert sein, die sich in staatlichem Eigentum befinden und einer starken demokratischen Kontrolle unterstehen.</span></span></p> <p><span><span>Dieses Niveau öffentlicher Investitionen ist auch notwendig, um eine weitere Weltwirtschaftskrise zu vermeiden. Es besteht das große Risiko einer globalen Deflation, wenn die Covid-19-Pandemie zum Rückgang von Nachfrage und Investitionen führt. Die Verknüpfung von Investitionen in eine grüne Infrastruktur mit menschenwürdiger Arbeit und Kollektivverhandlungsrechten wird für eine lohnorienterte Konjunkturerholung sorgen. Dieser Ansatz muss auf globaler Ebene koordiniert werden. Ebenso wie die Industrieländer im globalen Norden eine historische Verantwortung für die Bewältigung des Klimawandels tragen, müssen wir sicherstellen, dass alle Länder Zugang zu Finanzierungsmitteln für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft haben.</span></span></p> <p><span><span>Die Rolle der Beschäftigten muss bei Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen gestärkt werden. Verkehrsgewerkschaften müssen bei den UN-Gremien, die den Verkehr regulieren, mehr Gewicht haben und an den nationalen Plänen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens stärker beteiligt werden. Regierungsinvestitionen müssen Nachhaltigkeitsziele und eine stärkere Beschäftigtenvertretung zur Bedingung machen, unter anderem die Vertretung von Beschäftigten in Unternehmensvorständen, Vertreter*innen ökologischer Interessen auf allen Unternehmensebenen und Kompetenzentwicklungspfade für weibliche und junge Beschäftigte.</span></span></p> <p><span><span><span><strong>John Mark Mwanika, der Vorsitzende des ITF-Ausschusses für öffentlichen Personennahverkehr und Mitvorsitzende der Arbeitsgruppe Nachhaltiger Verkehr, erklärte:</strong></span></span></span></p> <p><span><span>"Die öffentlichen Verkehrssysteme und die dort Beschäftigten sind infolge der Coronavirus-Pandemie großen Belastungen ausgesetzt. Es ist wichtig, dass wir die öffentlichen Verkehrssysteme erhalten und einem langfristigen Ansatz folgen. Der Ausbau öffentlicher Verkehrsdienste in staatlichem Besitz gehört zu den wichtigsten Maßnahmenoptionen, um gegen die Klimakrise anzugehen. </span></span></p> <p><span><span>Ein gutes Beispiel ist die Partnerschaft der ITF mit der C40-Gruppe fortschrittlicher Städte zur Erfüllung der Erklärung für grüne und gesunde Straßen, die die Einführung von emissionsfreien Bussen bis zum Jahr 2025 und die Einrichtung emissionsfreier Zonen bis zum Jahr 2030 verfolgt. Die ITF steht in Zusammenarbeit mit diesen Städten, um dafür zu sorgen, dass solche Investitionen menschenwürdige Arbeitsplätze mit gleichen Chancen für männliche und weibliche Beschäftigte und umfassenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen. Diese Partnerschaft ist in der jetzigen Zeit, wo die Städte ihr soziales und wirtschaftliches Leben auf sichere Weise wiederaufbauen, wichtiger denn je."<strong> </strong></span></span></p> <p><span><span><strong>Dorotea Zec, Mitvorsitzende des ITF-Ausschusses für junge Verkehrsbeschäftigte sowie der Arbeitsgruppe Nachhaltiger Verkehr, erklärte:</strong></span></span></p> <p><span><span>"Die Covid-19-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Seeverkehr für die Beförderung wesentlicher Versorgungsgüter rund um den Globus ist. Um die Zukunft der Branche zu sichern, müssen wir unbedingt mögliche Wege zur Schaffung eines emissionsfreien Sektors identifizieren. Alternative Brennstoffe, wie Ammoniak und Batteriestrom, sind mögliche Optionen. Die Modernisierung der Flotte erfordert große Investitionen in den Schiffbau und erneuerbare Energien, und dies wird zum breiten Wirtschaftsaufschwung beitragen, den die Welt braucht.</span></span></p> <p><span><span>Es werden künftig neue Fähigkeiten und Qualifikationen gebraucht, und Seeleutegewerkschaften müssen aktiv an den Entscheidungen mitwirken. Wir müssen den Schutz der Existenzgrundlagen aller Seeleute sicherstellen und dafür sorgen, dass die Zukunft des Sektors auf Gleichberechtigung aufbaut und weiblichen und jungen Beschäftigten gerechtere Chancen bietet. Die ITF muss außerdem aktiv bei der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation mitarbeiten, die eine wichtige Rolle bei der Herbeiführung eines gerechten Übergangs zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft spielt."</span></span></p> <p><span><span><strong>David Gobé, Vorsitzender der ITF-Sektion Eisenbahn und Mitvorsitzender der Arbeitsgruppe Nachhaltiger Verkehr, erklärte:</strong></span></span></p> <p><span><span>"Öffentliche Investitionen in den Schienenverkehr sind sehr wichtig für die Schaffung eines kohlenstofffreien Verkehrssektors. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Investitionen sorgfältig geplant werden, um unnötigen Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern zu verhindern. Die Erfahrungen zeigen, dass nur der öffentliche Sektor die Gewähr für effiziente und gut geführte Bahnsysteme bietet.</span></span></p> <p><span><span>Investitionen in den Eisenbahnsektor müssen mit menschenwürdigen Arbeitsplätzen und Kollektivverhandlungsrechten einhergehen. Die Covid-19-Pandemie verschärft die bestehende Ungleichbehandlung weiblicher und junger Beschäftigter sowie weiterer an den Rand gedrängter Gruppen. Wir müssen sicherstellen, dass eine neue Welle öffentlicher Investitionen mehr Gerechtigkeit im Verkehrssektor herstellt."</span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/nachhaltigkeit" hreflang="de">Nachhaltigkeit</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--91" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194784&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="bZGh78I_ZVytGS7nlNi_Mh1WfqPFG0VWGBw74ZlKKT8"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 16 Jun 2020 12:48:39 +0000 barton_linda 194784 at https://www.itfglobal.org World’s seafarers welcome Pope Francis’ support at critical time in crew change crisis https://www.itfglobal.org/en/news/worlds-seafarers-welcome-pope-francis-support-critical-time-in-crew-change-crisis <span class="field-title">Botschaft von Papst Franziskus zur Unterstützung der Seeleute in einer kritischen Zeit</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Pope_webimage2.png?itok=fwdWxm-s" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 06/23/2020 - 10:02</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span><span>Am Mittwoch würdigte Papst Franziskus in einer Videoerklärung Seeleute und Fischereibeschäftigte und hob die schweren Herausforderungen hervor, die sie während der Covid-19-Pandemie gezwungenermaßen bewältigen müssen.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>In seiner direkten Ansprache an Seeleute und Fischereibeschäftigte, die seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie zu Hunderttausenden auf ihren Schiffen festsitzen, ohne Möglichkeit, an Land zu gehen oder durch eine neue Besatzung abgelöst zu werden, erklärte Papst Franziskus: "In diesen vergangenen Monaten waren euer Leben und eure Arbeit erheblichen Veränderungen unterworfen. Ihr musstet und müsst viele Opfer bringen." </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Der lange Aufenthalt an Bord, ohne die Schiffe verlassen zu können, die Trennung von Familien, Freunden und Heimatländern, die Angst vor Ansteckung ... all das ist eine schwere Last, heute mehr denn je," fügte der Papst hinzu. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßt die Anerkennung von Papst Franziskus für die stillen Held*innen dieser Pandemie – Seeleute und Fischereibeschäftigte. Diese Held*innen haben während der Krise weiter 90 Prozent der Weltgüter transportiert, um sicherzustellen, dass lebensnotwendige Güter und medizinische Versorgungsprodukte ihr Bestimmungsziel erreichen, und ihre Fangtätigkeit fortgesetzt, um die Welt mit Fisch und Meeresfrüchten zu versorgen. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Trotz der wichtigen Rolle, die Seeleute und Fischereibeschäftigte während dieser Pandemie wahrnehmen, haben einige Regierungen nichts für die Achtung der grundlegenden Menschenrechte dieser systemrelevanten Arbeitskräfte unternommen, insbesondere was ihr Recht angeht, nach dem Ende ihrer Heuerverträge nach Hause zurückzukehren, da manche Seeleute seit inzwischen 15 Monaten auf See gestrandet sind. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>Durch die Verhinderung des Crewwechsels infolge der anhaltenden Grenzschließungen hat sich das Problem zu einer humanitären Krise ausgewachsen. Unter den übermüdeten und im Stich gelassenen Seeleuten wächst die Verzweiflung. Immer mehr Seeleute melden sich bei der ITF. Ihre Nachrichten sind voller Verzweiflung, Frustration und zunehmender Hoffnungslosigkeit infolge der nicht enden wollenden Unsicherheit, der sie ausgesetzt wurden. </span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Das Lob und die Gebete von Papst Franziskus für Seeleute und Fischereibeschäftigte, die von der Pandemie betroffen sind, verdeutlichen ein weiteres Mal die Ernsthaftigkeit der Lage, in der sich diese Beschäftigten befinden. Die ITF fordert die Regierungen gemeinsam mit ihren Sozial- und Branchenpartnern erneut dazu auf, zur Tat zu schreiten und Maßnahmen zur Erleichterung von Crewwechseln zu veranlassen. Die Flaggenstaaten sind ihrer Verantwortung für den Schutz der Menschenrechte von Seeleuten nicht nachgekommen," kritisierte ITF-Präsident Paddy Crumlin.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Die Regierungen haben ihre Verpflichtung zur Einhaltung der Menschenrechte bisher vernachlässigt, und das menschliche Elend, das wir auf den Weltmeeren sehen, ist die Folge. Viele gläubige Seeleute erwarten, dass die Regierungen, einschließlich ihrer eigenen, die Zügel in die Hand nehmen, um die Grenzen zu öffnen und in dieser Krisenzeit Mitgefühl zu zeigen."</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span><span>"Die Regierungen haben jetzt Gelegenheit, die Botschaft des Papstes ernst zu nehmen, indem sie den betroffenen Seeleuten Visa und Ausnahmen von den nationalen Reisebeschränkungen gewähren, die sie brauchen, um diese Schiffe verlassen zu können und von einer neuen Crew abgelöst zu werden," so Crumlin.</span></span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Erklärung von Papst Franziskus knüpft an das erste Gipfeltreffen von führenden Gewerkschaftsvertreter*innen, Herstellern und Arbeitgebern an, das im März 2019 auf Einladung des Kanzlers der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan stattfand.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Im letzten Jahr verpflichtete sich die ITF zu einem ständigen Dialog mit der Katholischen Kirche und glaubensorientierten Organisationen und entwickelte gemeinsam mit ihnen eine Vision für die Förderung von Menschen- und Gewerkschaftsrechten und die Inangriffnahme einiger der größten Herausforderungen für die heutige Gesellschaft, einschließlich des Einsatzes für soziale, wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit. Wir freuen uns auf die Gelegenheit, diese wichtige Initiative fortzusetzen," erklärte Crumlin.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die aktuelle Coronavirus-Pandemie zeigt wie unter einem Brennglas das Ausmaß der Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, insbesondere was die infolge der Krise entstehenden Probleme betrifft, die das Potenzial zur Verschärfung bestehender Ungleichheiten haben, vor allem für weibliche und informell Beschäftigte. Das verstärkt die Notwendigkeit des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen den Gewerkschaften und der Kirche zum Schutz von Arbeitsplätzen, zur Beseitigung von Ausbeutung und zur Wahrung von Gewerkschaftsrechten," schloss Crumlin.</span></span></span></span></span></p> <div class="video-embed-field-provider-youtube video-embed-field-responsive-video"><iframe width="854" height="480" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" src="https://www.youtube.com/embed/iuTWFXJq3bk?autoplay=0&amp;start=0&amp;rel=0"></iframe> </div> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> <div><a href="/en/tags/covid-19" hreflang="en">covid-19</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--92" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194792&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="ci_QlobPhXXS37aFY4yndgZvK_CIQm2ON-Fn2yikMK8"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 22 Jun 2020 07:07:35 +0000 Rory_M 194792 at https://www.itfglobal.org North American dockers receive international support in their ongoing fight for racial justice https://www.itfglobal.org/en/news/north-american-dockers-receive-international-support-in-their-ongoing-fight-racial-justice <span class="field-title">Internationale Unterstützung für den Kampf der nordamerikanischen Hafenbeschäftigten um ethnische Gerechtigkeit</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/BLM%20Banner%20web.png?itok=r6c5LbX_" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 06/23/2020 - 09:33</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Ein Woche, nachdem in der ILA und der ILWU organisierte Hafenbeschäftige an der Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten aus Solidarität mit George Floyd und zahllosen weiteren Opfern von Polizeibrutalität und rassistischer Ungerechtigkeit die Häfen zum Stillstand brachten, stellt sich unsere internationale Familie der Hafenbeschäftigten erneut hinter ihre Kolleginnen und Kollegen von der ILWU und der ILWU Canada, die ein weiteres Mal ihre Arbeit niederlegen, um dem Kampf für die unterschiedslose Gleichbehandlung der Menschen und soziale Gerechtigkeit Nachdruck zu verleihen. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Zum Zeichen ihrer Solidarität mit der ILWU führen die Hafenbeschäftigten in Italien, die von den Gewerkschaften FILT-CGIL, FIT-CISL und Uiltrasporti vertreten werden, Protestaktionen durch. Sie werden unterstützt von der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) und der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF). Wieder einmal fordern sie ein Ende des systemischen und institutionellen Rassismus, von Polizeibrutalität und wirtschaftlicher Ungleichheit.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Kundgebungen finden am 19. Juni statt, dem US-amerikanischen Gedenktag zur Erinnerung an die Sklavenbefreiung in den USA (Juneteenth). Der Gedenktag bezieht sich auf die eine Rede des Generals der Unionstruppen Gordon Granger am 19. Juni 1865 im US-Bundesstaat Texas, in der er alle bis dahin versklavten Menschen in Texas für frei erklärte. Mit der <em>Emanzipationsproklamation</em> war die Sklaverei zwar bereits über zweieinhalb Jahre zuvor offiziell abgeschafft worden, in der Realität wurde die Proklamation aber nicht in den gesamten Vereinigten Staaten einheitlich durchgesetzt. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die an der Kundgebung teilnehmenden italienischen Hafenbeschäftigten in der FILT-CGIL, der FIT-CISL und der Uiltrasporti sagten in einer gemeinsamen Unterstützungserklärung: "Unsere Solidarität gilt unseren Kolleginnen und Kollegen in den Vereinigten Staaten und Kanada. Wir fordern ein Ende der rassistischen Ungerechtigkeit in den Vereinigten Staaten und der ganzen Welt. Gewerkschaften blicken auf eine lange Geschichte des Kampfs für Gerechtigkeit zurück, und wir stellen uns weiter gemeinsam jeglichen Formen von Hass, Fanatismus und Ungerechtigkeit entgegen, nicht nur in den Häfen, sondern in jeder Stadt und jeder Region."  </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der ILWU-Präsident für internationale Beziehungen und erste stellvertretende Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen Willie Adams erklärte: "Die ILWU protestiert am 19. Juni, Juneteenth, im Geiste der Gründer*innen unserer Gewerkschaft, darunter einige, die bei den Ereignissen im Rahmen des Hafenstreiks an der Westküste im Jahr 1934 ihr Leben opferten. Wir leben noch immer im Sinne ihrer Überzeugung: 'Ein Unrecht an einem ist ein Unrecht an allen.'"</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Juneteenth ist für die afroamerikanische Community seit langem ein Gedenktag, für viele andere war der Tag bislang jedoch unbekannt – bis heute, wo unsere Nation nach dem Mord an George Floyd nach Wegen sucht, um gegen permanente und systemische rassistische Ungerechtigkeit anzugehen. Heute legen Tausende von Hafenbeschäftigten an der US-Westküste und in Italien die Arbeit nieder, um ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit und die Sache der Gleichbehandlung ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit zum Ausdruck zu bringen," so Adams weiter.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Arbeitsniederlegung wird auch von Gewerkschaften am anderen Ende der Welt unterstützt. Dazu Paddy Crumlin, der nationale Sekretär der Maritime Union of Australia (MUA) und Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen: "Rassismus ist allgegenwärtig und wird daher häufig ignoriert oder nicht ernst genommen. Die Ermordung von George Floyd wirft ein düsteres Schlaglicht auf den bestürzenden Missbrauch institutioneller Macht, der sich mitten am Tag in völlig ungenierter Atmosphäre ereignete und auf Videos festgehalten wurde, während sich Zeug*innen um den Tatort versammelten und um das Leben von George Floyd flehten."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Seine grausame Ermordung war der Funken, der die Welt in Brand setzte, indem er Rassismus zur brennenden Frage der Menschheit erhob und das Thema Rassismus und Diskriminierung – wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich – in den Blickpunkt rückte, so dass die Bewegung für Gerechtigkeit massiv an Dynamik gewann. Die ITF und die MUA stehen heute solidarisch an der Seite ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Vereinigten Staaten, Kanada und der ganzen Welt. Wir werden weiter für die unterschiedslose Gleichbehandlung aller Menschen und soziale Gerechtigkeit kämpfen."</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>"Heute und jeden Tag erklärt die ITF-Familie ohne Wenn und Aber: Schwarze Leben zählen. Ethnische Gerechtigkeit zählt. Solidarität mit unseren schwarzen Brüdern und Schwestern zählt," so Crumlin weiter.  </span></span></span></span></p> <p>Der Vorsitzende der ETF-Sektion Häfen Terje Samuelsen erklärte: "Wir sind stolz darauf, den Kampf unserer Kolleginnen und Kollegen in der ILWU für soziale Gerechtigkeit und die unterschiedslose Gleichbehandlung aller Menschen zu unterstützen, und im Rahmen dieser großen Solidaritätsaktion stehen wir Seite an Seite mit den italienischen Hafenbeschäftigten. Ein weiteres Mal erheben die Hafenbeschäftigten in der ganzen Welt laut und geschlossen ihre Stimme für die Verteidigung der Menschenrechte und der Würde aller Menschen, und das werden wir immer tun."<br />  </p> <img alt="Joint Statement Logos" data-entity-type="file" data-entity-uuid="923c73ff-7915-4a0e-a13e-3f7589d85d03" height="207" src="/sites/default/files/inline-images/Screen%20Shot%202020-06-20%20at%2010.16.19%20AM.png" width="704" class="align-center" /> <p> </p></div> <section id="node-news-field-comment--93" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194789&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="0Bo9g9N1bRpEGpJq3xtm-LyPWRWF6SfVgJJJeGio550"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Fri, 19 Jun 2020 10:04:12 +0000 Rory_M 194789 at https://www.itfglobal.org ITF condemns illegal annexation of Palestinian lands https://www.itfglobal.org/en/news/itf-condemns-illegal-annexation-palestinian-lands <span class="field-title">ITF verurteilt die illegale Annexion von palästinensischem Land</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/88FFD654-533D-4A2C-BF90-D461BF11E546.jpeg?itok=Z8b7Jxqo" width="1690" height="951" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 06/19/2020 - 09:06</span> <div class="field-body"><p><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) lehnt die von Israel angestrebte Annexion von palästinensischem Land zum 1. Juli uneingeschränkt ab und unterstützt die <a href="https://www.ituc-csi.org/israel-annexation-palestinian-lands"><span><span>Erklärung</span></span></a> des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB), in der diese illegale Enteignung verurteilt wird.<span><span> Die ITF arbeitet in dieser Angelegenheit weiter eng mit dem IGB zusammen und schließt sich internationalen Appellen an die Regierung Israels an, das Völkerrecht und entsprechende UN-Resolutionen zu respektieren. </span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>In der IGB-Erklärung wird festgestellt, dass dieser Schritt etwa 200.000 Palästinenser*innen den Zugang zu ihren Existenzgrundlagen und lebenswichtigen Wasserquellen nehmen und landwirtschaftlich genutzte Flächen israelischer Kontrolle unterstellen würde. Die Annexion illegaler Siedlungen um Jerusalem würde zudem die Aussicht auf eine palästinensische Hauptstadt im Osten Jerusalems zunichtemachen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Für den Verkehrssektor der gesamten Region – und die Fähigkeit von Verkehrsbeschäftigten zur Durchführung ihrer wichtigen Tätigkeit – würde dies gravierende Auswirkungen haben. Der Verlauf vorhandener Straßenverkehrsnetze würde geändert, was für die Beschäftigten im Güterkraftverkehr, die Beförderung von Gütern im Besonderen und die palästinensische Bevölkerung im Allgemeinen mit enormen Belastungen verbunden wäre. </span></span></span></span></p> <p><span><span>Anfang dieser Woche <a href="https://www.ohchr.org/EN/NewsEvents/Pages/DisplayNews.aspx?NewsID=25960&amp;LangID=E"><span><span>erklärten UN-Sachverständige</span></span></a>, die Annexion von Land würde einen Grundpfeiler des Völkerrechts verletzen und müsse von der internationalen Gemeinschaft gezielt abgelehnt werden.</span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Staaten müssen ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen, diese schwere Völkerrechtsverletzung mit rechtlichen Mitteln gemeinsam zu beenden, und dürfen diese illegale Situation auf keine Weise unterstützen oder fördern. Unternehmen, die direkt oder indirekt in den besetzten Gebieten geschäftstätig sind, haben nun eine erhöhte Sorgfaltspflicht gegenüber palästinensischen Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen und müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte erfüllen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Wir rufen die uns angeschlossenen Gewerkschaften auf, bei ihren Regierungen darauf zu drängen, dass sie die israelische Regierung unter Druck setzen, ihre Pläne aufzugeben.</span></span></span></span></p></div> <section id="node-news-field-comment--94" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194788&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="GGdqgwJKj5Dx3F1jSLvz2gqse7P8Ow7v0QZ3meDaANo"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 18 Jun 2020 13:52:37 +0000 barton_linda 194788 at https://www.itfglobal.org ITF message to seafarers: Enough is enough, crew change now https://www.itfglobal.org/en/news/itf-message-seafarers-enough-enough-crew-change-now <span class="field-title">Botschaft der ITF an Seeleute: Genug ist genug – Crewwechsel jetzt!</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/WhatsApp%20Image%202020-06-15%20at%2011.28.28%20PM.jpeg?itok=GRJfpW6d" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Wed, 06/17/2020 - 10:48</span> <div class="field-body"><p><span><span><strong><span>Seeleute, wir wissen, dass es euch, euren Familien und Freunden nun reicht. </span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Ihr habt das Recht, in eure Heimatländer zurückzukehren. Während viele Länder nach zwei- bis dreimonatigem Lockdown allmählich anfangen, die im Zuge der Coronavirus-Pandemie verhängten Restriktionen zu lockern, Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen und die Menschen wieder Freunde und Familien treffen dürfen, sitzen weltweit Hunderte von Seeleuten (ihr) weiter an Bord ihrer Schiffe fest und dürfen nicht an Land, um einen Arzt aufzusuchen oder nach Hause zurückzukehren.</span></span></span></p> <p><span><span><span>Viele von euch waren bereits seit sechs bis zehn Monaten an Bord und müssen nun weitere zwei bis drei Monate bleiben, weil sie ihre Verträge aufgrund von Reisebeschränkungen und fehlenden Flügen verlängern mussten. Trotz aller Unterstützung seitens der Schifffahrtsindustrie sowie der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen werdet ihr weiterhin als Bürger*innen zweiter Klasse behandelt. Dabei seid ihr dieselben Seeleute, die die Regierungen als "Schlüsselarbeitskräfte" gepriesen haben, die unverzichtbar für die globalen Lieferketten und die Versorgung mit lebenswichtigen Materialien und Gütern sind. </span></span></span></p> <p><span><span><span>Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und ihre Mitgliedsorganisationen haben Regierungen und Unternehmen gewarnt, dass sie es ab heute, dem 15. Juni 2020, nicht mehr hinnehmen werden, dass Seeleute zur Weiterarbeit gezwungen werden. </span></span></span></p> <p><span><span><strong><span>Wenn euer Vertrag beendet ist, habt ihr das Recht auf Heimschaffung.</span></strong><span> Wenn das nicht möglich ist, würdet ihr als Passagiere weiter an Bord bleiben. Das könnte zur Folge haben, dass das Schiff wegen mangelnder Besatzungsstärke nicht weiterfahren kann, <strong>aber das liegt nicht in der Verantwortung der Seeleute</strong>.</span></span></span></p> <p><span><span><strong><span>Um es klarzustellen – wenn ein Seemann oder eine Seefrau ausschiffen möchte, werden die ITF, die ihr angeschlossenen Gewerkschaften und das ITF-Inspektorat alles in ihren Möglichkeiten Stehende tun, um ihnen zu helfen. Wir wissen, dass ihr diese Schiffe verlassen müsst, und wir werden euch dabei helfen, wo wir können.</span></strong></span></span></p> <p><span><span><span>Ihr habt eure Arbeit getan, eure Pflichten erfüllt und akzeptiert, dass ihr zunächst nicht nach Hause zurückkehren konntet, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen – aber das reicht. Genug ist genug.<br />  </span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><em><span>Hier könnt ihr</span></em><a href="https://www.itfseafarers.org/en/contact-us"><em><span><span> Kontakt zum ITF-Team für die Unterstützung von Seeleuten</span></span></em></a> aufnehmen.</span></span></span></li> <li><span><span><span><em>Hier könnt ihr </em><a href="https://www.itfseafarers.org/en/look-up"><em><span><span>Kontakt zu ITF-Inspektor*innen in eurer Nähe</span></span></em></a><em> aufnehmen<span><span>.</span></span></em></span></span></span></li> <li><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/20260616SeafarersRightsGuidanceInfographic%5b8%5d.pdf"><em><span><span><span>Hier könnt ihr Informationen über eure Recht auf Crewwechsel herunterladen. (pdf)</span></span></span></em></a></span></span></span></li> <li><span><span><span><a href="https://www.itfglobal.org/sites/default/files/node/news/files/20200616SeafarersRightsGuidance.pdf"><em><span><span><span>Und hier findet ihr einen Leitfaden für die Rechte von Seeleuten nach dem Seearbeitsübereinkommen. (pdf) </span></span></span></em></a></span></span></span></li> </ul> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/covid" hreflang="en">covid</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--95" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194782&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="H_Ad9uMWFdwdAEt0KvlX-tUr_Y9bs7rQQkH2EMORZYM"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Mon, 15 Jun 2020 13:40:09 +0000 barton_linda 194782 at https://www.itfglobal.org Some governments waking up to crew change crisis as deadline, shipping chaos looms https://www.itfglobal.org/en/news/some-governments-waking-crew-change-crisis-deadline-shipping-chaos-looms <span class="field-title">Crewwechsel-Krise: Einzelne Regierungen reagieren angesichts des drohenden Chaos in der Seeschifffahrt</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Crew%20Change%20Crisis.png?itok=lsKy1ZRy" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Tue, 06/16/2020 - 09:28</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Für Regierungen läuft allmählich die Frist aus, um Ausnahmen bei den Covid-19-Reisebeschränkungen und Regelungen für die schätzungsweise über 200.000 Seeleute zu verfügen, die darauf warten, ihre Schiffe verlassen und nach Hause zurückkehren zu können.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Seit der Verhängung staatlicher Restriktionen zur Eindämmung der Ausbreitung des lebensgefährlichen Virus finden sich viele Seeleute in einer Situation wieder, in der ihnen der Landgang zur Erholung und Entspannung oder zur medizinischen Behandlung verwehrt ist und sie nach Beendigung ihrer Arbeitsverträge nicht mehr in ihre Heimatländer zurückkehren können. Während die Regierungen der Welt die Verantwortung für die zunehmende humanitäre Krise von sich schieben, ist im Hinblick auf die Situation dieser Beschäftigten, die ihr Recht auf Verlassen ihrer Schiffe einfordern, allmählich das Ende der Fahnenstange erreicht.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>In einem <a href="https://twitter.com/ITFglobalunion/status/1269838825171283968/photo/1">Interview</a> mit der<em> Financial Times </em>erklärte ITF-Generalsekretär Stephen Cotton, nach dem 16. Juni werde die ITF den Seeleuten nicht erzählen, dass sie an Bord bleiben müssen: "Wenn sie das Schiff verlassen wollen, werden wir ihnen dabei helfen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Bis jetzt haben sich Regierungen, einschließlich großer "Flaggenstaaten", die Lizenzen für die Schiffs- und Kreuzfahrtflotten der Welt ausstellen und vergeben, darauf berufen, die Pandemie sei ein Fall von "höherer Gewalt", der die Aufhebung verbindlicher internationaler Seeverkehrsvorschriften und die Verlängerung von Heuerverträgen rechtfertige. Nautilus-Generalsekretär Mark Dickinson <a href="https://www.nautilusint.org/en/news-insight/news/Union-calls-time-on-governments-using-force-majeure-to-mask-failures-in-pandemic-response/">erklärte einem hochrangigen Gremium</a>, dass dieser Vorwand der Regierungen nicht mehr gelte. Die von Gewerkschaften und Arbeitgebern entwickelten Verfahrensprotokolle, die von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) der Vereinten Nationen im Mai gebilligt wurden, gäben den Regierungen alle Mittel zur Lösung der Krise an die Hand, so Dickinson.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wenn Tausende von Seeleuten sich einer Verlängerung ihrer Heuerverträge widersetzen und ihre Heimschaffung fordern, ohne dass neue Crews zu ihrer Ablösung bereitstehen, könnte das für die globale Schifffahrtsindustrie gravierende Folgen haben. Zahlreiche Schiffe könnten womöglich die Vorschriften über Mindestbesatzungsstärken nicht einhalten und würden deshalb von den Behörden gestoppt, oder der Deckungsschutz durch die Schiffshaftpflichtversicherung könnte erlöschen. Das wäre für die Welthandelsrouten und die Milliarden von Konsument*innen, die von ihnen abhängen, katastrophal.</span></span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><strong><span><span>Kanada und Hongkong gehen mit gutem Beispiel voran</span></span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Einige Länder haben den Ernst der Lage erkannt und setzen notwendige Änderungen um. <a href="https://splash247.com/canada-positions-itself-as-crew-change-hub/">Im Gespräch mit Sam Chambers von Splash247</a> erklärte der kanadische ITF-Koordinator Peter Lahay, dass Kanada sich als Drehkreuz für Crewwechsel positioniere.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die ITF hat mit der kanadischen Schifffahrtskammer und der Regulierungsbehörde Transport Canada neue Covid-19-Protokolle erarbeitet, um Seeleuten den Transfer von und zu Flughäfen, Hotels und Schiffen zu ermöglichen. Vor allen Dingen benötigen Besatzungsmitglieder, die ihre Schiffe verlassen, für die Durchreise durch Kanada kein Visum und müssen nicht in Quarantäne, und auch die ablösende Besatzung wird auf ihrem Weg zum Einschiffen nicht unter Quarantäne gestellt. Seeleute aus Ländern, deren Staatsangehörige ein Visum benötigen, können dieses online beantragen und erhalten die Bestätigung per E-Mail.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Pragmatische Ausnahmeregelungen nach dem Beispiel Kanadas könnten verhindern, dass der globale Schifffahrtssektor zum Erliegen kommt. Hongkong führte in der letzten Woche <a href="https://splash247.com/hong-kong-allows-unrestricted-crew-changes/">eigene Protokolle</a> ein, um Crewwechsel zu erleichtern und zu unterstützen. Seeleute, die in Hongkong ihren Dienst antreten oder beenden, werden nicht unter Quarantäne gestellt und benötigen für das Ein- und Ausschiffen keine speziellen Genehmigungen. Die Hongkonger Behörden legen Wert darauf, dass Schifffahrtsunternehmen oder ihre Agenten dafür sorgen, dass ankommende oder abreisende Seeleute so wenig wie möglich mit der Bevölkerung in Kontakt kommen. Angesichts des drohenden Handelseinbruchs infolge dieser Krise sind die Kosten einer Taxifahrt zum Hafen ein geringer Preis dafür, die Schiffe der Welt in Betrieb zu halten.</span></span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><strong><span><span>Symptome eines kranken Systems</span></span></strong></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Krise macht deutlich, wie zersplittert und krank das internationale Schifffahrtssystem ist. Es gibt Flaggenstaaten, die ihre Seeleute nicht heimschaffen können oder wollen. Zum einen sind da die Länder, aus denen die größte Anzahl von Seeleuten stammt, deren Regierungen sie nicht nach Hause kommen lassen. Und dann sind da die mächtigen Hafenstaaten, die zwar gerne den Verkehr von Waren zulassen, die ihren Volkswirtschaften und ihrer Bevölkerung zugutekommen, aber nicht dazu bereit sind, die Ablösung und Heimkehr von Seeleuten zu unterstützen, die sich seit Monaten auf diesen Schiffen befinden.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Unter den Flaggenstaaten hat Zypern <a href="https://www.dms.gov.cy/dms/shipping.nsf/08AA095BC2F0DB61C22585690020D689/$file/Circular%202020-12%20(14-05-2020)-EN.pdf">spezielle Protokolle für Crewwechsel</a> angekündigt. Die stellvertretende Schifffahrtsministerin </span></span></span></span></span><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB"><span><span>Natasa Pilides</span></span></span><span><span><span><span><span> erklärte in einem <a href="https://twitter.com/NatasaPilidou/status/1270272101157568515">Schreiben</a>, dass die Erleichterung von Crewwechseln unabdingbar für den Schutz des Wohlergehens der Seeleute und den internationalen Handel sei. "Der Transport lebensnotwendiger Güter zu den Menschen, die sie brauchen, ist jetzt wichtiger denn je," so </span></span></span></span></span><span lang="EN-GB" xml:lang="EN-GB"><span><span>Pilides</span></span></span><span><span><span><span><span>.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Das Außenministerium der Philippinen, einem der Hauptherkunftsländer von Seeleuten, <a href="https://www.bworldonline.com/35000-filipino-sailors-to-come-home-amid-global-health-crisis/">warnt</a>, dass "nicht weniger als 35.000 philippinische Seeleute auf ihre Rückkehr warten, die infolge einer neuartigen Coronavirus-Pandemie im Ausland festsitzen". Das Land hat versucht, die Anzahl der täglichen Repatriierungen zu beschränken, wobei viele philippinische Seeleute sich noch immer an Bord von Kreuzfahrtschiffen in der Manilabucht befinden und nicht an Land dürfen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Was die europäischen Hafenstaaten anbelangt, so hat der britische Gewerkschaftsdachverband Trades Union Congress (TUC) die Regierung von Boris Johnson aufgefordert, in der ganzen Welt auf die Durchführung von Crewwechseln zu drängen. Die TUC-Vorsitzende Frances O'Grady <a href="https://www.nautilusint.org/en/news-insight/news/tuc-calls-for-uk-to-take-lead-in-urgent-action-to-release-up-to-200000-seafarers-trapped-on-board-ships/">erklärte</a>, ihr Land könne die Federführung bei den internationalen Bemühungen um die Erleichterung von Crewwechseln übernehmen und "sichere Korridore" schaffen, die Seeleuten die freie Bewegung ermöglichen.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Seeleute spielen eine wesentliche Rolle in den globalen Handelsnetzen, indem sie unsere Volkswirtschaften am Laufen halten und die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern gewährleisten," so O'Grady. "Sie sollten als systemrelevante Arbeitskräfte anerkannt werden und die Bezahlung und die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Stattdessen sitzen sie zu Tausenden auf See und in Häfen fest. Wenn nichts unternommen wird, wird diese Krise unsere wichtigen Lieferketten beschädigen und die Erholung der britischen Wirtschaft beeinträchtigen."</span></span></span></span></span></p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/seeleute" hreflang="de">Seeleute</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--96" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194780&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="lXzQXZmbAch_llMtG9uber15D6rC4bhiAeKMWMOY07A"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Sun, 14 Jun 2020 08:49:56 +0000 Rory_M 194780 at https://www.itfglobal.org ITF statement on complaint filed with European Commission by shortsea and feeder ship operators https://www.itfglobal.org/en/news/itf-statement-complaint-filed-european-commission-shortsea-and-feeder-ship-operators <span class="field-title">Stellungnahme der ITF zur Beschwerde von Reedern im Kurzstrecken- und Feederverkehr bei der Europäischen Kommission</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/lashing-story.jpg?itok=eo1DgKSF" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 06/12/2020 - 09:39</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span>Über die Presse haben die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen erfahren, dass Schiffsbetreiber im Kurzstrecken- und Feederverkehr bei der Generaldirektion der Europäischen Kommission eine Beschwerde eingereicht haben.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Diese bezieht sich auf die Klausel über nicht von Seeleuten durchzuführende Tätigkeiten, die so genannte "Hafenarbeiterklausel", im IBF-Tarifvertrag. Sie schützt Seeleute davor, zur Durchführung gefährlicher Ladungsumschlagstätigkeiten verpflichtet zu werden.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Der Vertrag wurde auf freiwilliger Basis ausgehandelt und zwischen der ITF als Vertretung der Seeleute und der Gemeinsamen Verhandlungsgruppe (JNG) als Vertretung der Reeder abgeschlossen. Über diese Klausel wurde in gutem Glauben verhandelt, und die ITF erwartet, dass Unternehmen, die Seeleute beschäftigten, sie genauso erfüllen wie den übrigen Teil des Vertrages.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Hafenarbeiterklausel zielt darauf ab, die Sicherheit von Seeleuten bei der Arbeit an Bord von Schiffen zu erhöhen, indem angemessene Arbeits- und Ruhezeiten eingehalten werden, Übermüdung reduziert wird und eigens dafür ausgebildete Beschäftigte diese gefährliche Aufgabe ausführen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Hafenarbeiterklausel verstößt nicht gegen das Wettbewerbsrecht der EU.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die ITF, FNV Havens und Nautilus NL(beide Niederlande) sowie ver.di (Deutschland) haben in jüngerer Zeit Rechtsmittel eingelegt, um die Klausel durchzusetzen. Die Beschwerde scheint eine taktische Reaktion auf diese rechtlichen Schritte zu sein und die Absicht zu verfolgen, die Einhaltung der Hafenarbeiterklausel zu umgehen.</span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span>Die Beschwerdeführer lehnen es bislang ab, der ITF den Inhalt ihrer Beschwerde mitzuteilen. Aus diesem Grund kann die ITF nicht ausführlicher dazu Stellung nehmen.</span></span></span></span><br />  </p> <p><span><span><span><span><strong>Kontakt:</strong><br /> ITF-Kommunikationsbeauftragter für maritime Industrien<br /> <a href="mailto:mccourt_rory@itf.org.uk">mccourt_rory@itf.org.uk</a><br /> (+4420) 7940 9282</span></span></span></span></p> <p> </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/en/tags/lashing" hreflang="en">lashing</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--97" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194774&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="kZP7BL_rmTzIIE5isezAInY_UkxNq8reBO8VlefwqxI"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Thu, 11 Jun 2020 03:17:28 +0000 luke_m 194774 at https://www.itfglobal.org Peruvian dockers win action on Covid-19, PPE https://www.itfglobal.org/en/news/peruvian-dockers-win-action-covid-19-ppe <span class="field-title">Peruanische Hafenbeschäftigte setzen Covid-19-Schutzmaßnahmen durch</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Peruvian%20dockers%20win%20action%20on%20Covid%2C%20PPEv1.png?itok=-GQChYi9" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Fri, 06/12/2020 - 09:12</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Nach dem Tod von fünf Kollegen und positiven Testergebnissen bei 35 weiteren in der letzten Woche haben die Hafenbeschäftigten bei APM Terminals Callao in Peru eine Vereinbarung mit dem Unternehmen und Behörden durchgesetzt, wonach die Belegschaft auf das Coronavirus getestet wird und während der Pandemie eine angemessene Bezahlung erhält.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Beschäftigten, die in der ITF-Gewerkschaft SUTRAMPORPC (Sindicato Único de Trabajadores Marítimos y Portuarios del Puerto del Callao) organisiert sind, haben die folgenden Punkte ausgehandelt:</span></span></span></span></span></p> <ul> <li><span><span><span><span><span>unabhängige Prüfung der am Arbeitsplatz vorhandenen Schutzausrüstung und der Verfahren zur Reinigung von Geräten und Anlagen;</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>Durchführung von Covid-19-Tests unter den Hafenbeschäftigten bei APM Terminals Callao jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag;</span></span></span></span></span></li> <li><span><span><span><span><span>eine wöchentliche Entschädigungszahlung in Höhe von 560 peruanischen Sol (PEN) (143&nbsp;EUR) für Hafenbeschäftigte, die aufgrund einer Infektion mit Covid-19 arbeitsunfähig sind oder die einem besonders hohen Risiko unterliegen, falls sie sich mit dem Virus anstecken<sup><a href="#footnote1">[1]</a></sup>.</span></span></span></span></span></li> </ul> <p><span><span><span><span><span>Schon früh hatte die Gewerkschaft bei APM Terminals Callao vor mangelhaften Schutzmaßnahmen für die Hafenbeschäftigten gewarnt. Die Mitglieder ihrer Gewerkschaft seien gezwungen gewesen, mehrere Tage lang dieselbe Schutzausrüstung zu benutzen und die Sanitärversorgung in den Hafenanlagen sei unzulänglich, so ihre Kritik. Die Beschäftigten sind erleichtert, dass das Unternehmen der Durchführung von Covid-19-Tests zugestimmt hat, aber für fünf ihrer Landsleute kommt dieser Schritt zu spät.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Dazu Norberto Farfán, der Präsident der SUTRAMPORPC: "Es ist sehr traurig, dass wir den Tod von Kollegen beklagen müssen, und wir machen uns große Sorgen über die Covid-19-Infektionen im Hafen aufgrund unzureichender Präventionsmaßnahmen. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die ITF die Anstrengungen zur Gewährleistung unserer Sicherheit unterstützt hat, und wir werden verlangen, dass alles, was wir mit dem Unternehmen ausgehandelt haben, erfüllt wird."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Ohne Tests werden sich noch weitere Beschäftigte und ihre Familien mit dem Virus infizieren und sterben. In Peru gibt es über 200.000 Covid-19-Fälle und fast 6.000 Menschen sind am Virus gestorben.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Willie Adams, der stellvertretende Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen und Präsident für internationale Beziehungen der US-amerikanischen Gewerkschaft ILWU, berichtet, dass die Kampagne der peruanischen Gewerkschaft auf starke Unterstützung stoße.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Es ist untragbar, wenn Hafenbeschäftigte bei der Arbeit krank werden und das Virus nach Hause zu ihren Kindern und Eltern oder Großeltern tragen. Unternehmen, die keine ausreichende Schutzausrüstung für ihre Arbeitskräfte zur Verfügung stellen, müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder Todesfall ist einer zu viel, und wir mussten leider miterleben, dass fünf Beschäftigte bei APM Terminals Callao an Covid-19 gestorben sind. Wir müssen überall Maßnahmen ergreifen, um kranke Beschäftigte zu isolieren und zu behandeln und eine Übertragung des Virus zu verhindern, bevor noch weitere katastrophale Todesopfer zu beklagen sind. Ich beglückwünsche unsere peruanischen Kolleginnen und Kollegen zu ihrem Erfolg", so Adams.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>In ihrem Kampf um die Verhinderung weiterer Infektionen und Todesopfern bei APM Terminals Callao erhielt die Gewerkschaft massive internationale Unterstützung.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der Koordinator der ITF-Sektion Häfen Enrico Tortolano verwies auf allgemeingültige Covid-19-Betriebsprotokolle, die die ITF-Sektion Häfen zum Schutz von Hafenbeschäftigten aufgestellt habe. Dieser Vereinbarung komme große Bedeutung zu, so Tortolano, weil multinationale Arbeitgeber nun anerkennen müssen, dass Beschäftigte ein Anrecht auf einen sicheren und gesunden Arbeitsplatz haben, insbesondere während einer lebensbedrohlichen Pandemie.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die heutige Vereinbarung gewährleistet einen besseren Schutz dieser Schlüsselarbeitskräfte und hilft ihnen, diese Pandemie gesund und lebendig zu überstehen."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Das Recht, unsichere Tätigkeiten abzulehnen, ist und bleibt unumstößlich. Unsere allgemeingütigen Betriebsprotokolle müssen auch bei weiteren großen Terminalbetreibern zur üblichen Praxis werden. Ohne eine gesunde und sichere Belegschaft werden diese multinationalen Unternehmen und die Verkehrslieferkette zum Stillstand kommen," warnte Enrico Tortolano.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der amtierende ITF-Regionalsekretär Edgar Díaz fügte hinzu: "Dies ist der geeignete Zeitpunkt für die Forderung nach allerstrengsten Sicherheitskontrollen, um die Ausbreitung von Covid-19 unter Verkehrsbeschäftigten zu verhindern. Die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft können stolz über ihren heutigen Erfolg sein, mit dem sie die Gesundheit dieser Arbeitskräfte verteidigt haben, denen während dieser weltweiten Krise eine elementare Rolle zukommt."</span></span></span></span></span></p> <p>&nbsp;</p> <p id="footnote1"><sup>[1]</sup><span>Diese Leistung steht Hafenbeschäftigten zu, die in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich mehr als zehn Schichten pro Woche gearbeitet haben und eine Diagnose haben, die es ihnen laut peruanischem Ministerialbeschluss&nbsp;Nr.&nbsp;<em>283-2020-MINSA </em>nicht möglich macht, während der Pandemie zu arbeiten. Diese Beschäftigten erhalten die Zahlung während der Pandemie für die Dauer ihrer Selbstisolation zu Hause.</span></p> </div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/haefen" hreflang="de">Häfen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--98" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194773&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="3vAiTITUaQyZjre5OCiECDhADrSklFtku19uaOvob7Q"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Wed, 10 Jun 2020 11:04:16 +0000 Rory_M 194773 at https://www.itfglobal.org 400,000 dockers stand with Seward, Alaska in condemning Possehl Erzkontor and Alaska Logistics https://www.itfglobal.org/en/news/400000-dockers-stand-seward-alaska-in-condemning-possehl-erzkontor-and-alaska-logistics <span class="field-title">400.000 Hafenbeschäftigte in Seward (Alaska, USA) protestieren gegen das Vorgehen von Possehl Erzkontor und Alaska Logistics</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/Seward%20Web%20Image_colour_0.png?itok=vnkXlLgb" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 06/11/2020 - 09:52</span> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Die ITF-Sektion Häfen, die 400.000 Hafenbeschäftigte in aller Welt vertritt, erklärt sich solidarisch mit ihren in der International Longshore and Warehouse Workers Union (ILWU-Geschäftsstelle 60) organisierten Kolleginnen und Kollegen in Seward (Alaska, USA).</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wir verurteilen das Vorgehen von Possehl Erzkontor GmbH (Peter Cremer) und Alaska Logistics, die vor kurzem nicht gewerkschaftlich organisierte Hafenbeschäftigte aus einem anderen Bundesland mit Arbeiten beauftragten, die traditionell von Mitgliedern der ILWU-Geschäftsstelle 60 durchgeführt werden. Dieses Vorgehen Alaska Logistics ist nichts anderes als gewerkschaftsfeindlich.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Wir verurteilen ferner die Verhaftung von fünf Mitgliedern der ILWU, die Streikposten standen und von der Polizei von Seward wegen passiven Widerstands angezeigt wurden, nur weil sie gute lokale Arbeitsplätze verteidigten. Wir fordern die Aufhebung der Anklagen und die Anerkennung der im ersten Zusatzartikel zur<em> </em>Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika verankerten Rechte durch die Polizei.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Nie zuvor haben wir eine solche wirtschaftliche Unsicherheit erlebt – ein Höchstmaß an wirtschaftlicher Ungleichheit, Rekordarbeitslosigkeit und eine Offensive auf Gewerkschaftsrechte. Durch die Beschäftigung von Arbeitskräften zu untertariflichen Löhnen gefährdet Alaska Logistics die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen in Seward. Seit Jahrzehnten tragen die Kolleginnen und Kollegen in der ILWU mit ihrer harten Arbeit und auch mit ihrer Kaufkraft dazu bei, dass kleine Unternehmen und die lokale Gemeinschaft florieren. Das steht nun auf dem Spiel.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Paddy Crumlin, ITF-Präsident und Vorsitzender der Sektion Häfen, erklärte: "Alaska Logistics muss für sein gewerkschaftsfeindliches Vorgehen zur Verantwortung gezogen werden. Die lokale Politik muss eingreifen, um diesen Wettlauf nach unten zu stoppen, indem sie sicherstellt, dass für die Arbeiten qualifizierte Hafenbeschäftigte eingesetzt werden."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Die Verhaftung von fünf Hafenbeschäftigten ist skandalös, diese Männer und Frauen haben sich für ihr Gemeinwesen eingesetzt. Wir werden unseren Kolleginnen und Kollegen von der ILWU-Geschäftsstelle 60 zur Seite stehen, bis Alaska Logistics eine Kursabkehr vollzieht."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Possehl Erzkontor GmbH (Peter Cremer) und Alaska Logistics müssen zur Verantwortung gezogen werden. Possehl Erzkontor muss endlich eingreifen und dafür sorgen, dass der Gemeinschaft der Hafenbeschäftigten nicht noch weiterer Schaden zugefügt wird." so Paddy Crumlin. </span></span></span></span></span><br />  </p></div> <div class="field-field_tags"> <div><a href="/de/tags/haefen" hreflang="de">Häfen</a></div> </div> <section id="node-news-field-comment--99" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194771&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="A_90PQz9NPCR4wEA00QpFqKc7eg-rzkQkDg_lMuRPC0"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 09 Jun 2020 23:25:58 +0000 Rory_M 194771 at https://www.itfglobal.org ILA, ILWU dockers stop work to honour George Floyd, call for racial justice https://www.itfglobal.org/en/news/ila-ilwu-dockers-stop-work-honour-george-floyd-call-racial-justice <span class="field-title">Arbeitsniederlegungen in den USA zum Gedenken an George Floyd: Hafenbeschäftigte fordern Rassengerechtigkeit</span> <div class="field-field_image"> <img src="/sites/default/files/styles/node_main/public/node/news/image/ILA%2C%20ILWU%20Action%20BLM%20Web_colour_0.png?itok=Lah_Dwzb" width="1690" height="950" alt="" typeof="foaf:Image" /> </div> <span class="field-uid"><span lang="" about="/de/user/114" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">kerstin_b</span></span> <span class="field-created">Thu, 06/11/2020 - 09:36</span> <div class="field-field_image_caption">Aktionen der ILA- und ILWU-Mitglieder fanden an der Ost- und Westküste der USA statt</div> <div class="field-body"><p><span><span><span><span><span>Tausende von US-amerikanischen in der International Longshore and Warehouse Union (ILWU) und der International Longshoremen's Association (ILA) organisierten Verkehrsbeschäftigten legen heute die Arbeit nieder und fordern Gerechtigkeit für George Floyd und zahllose weitere Menschen, denen so wie ihm Unrecht angetan wurde.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die ILWU-Mitglieder legen die Arbeit für neun Minuten nieder. Genauso lange drückte ein Polizeibeamter aus Minneapolis George Floyd sein Knie auf den Hals, während dieser um sein Leben flehte, und brachte ihn ums Leben. Unsere Kolleginnen und Kollegen von der ILA führen in ihren Häfen einstündige friedliche Proteste durch. </span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Die Gewerkschaften im maritimen Sektor der USA blicken auf eine stolze Geschichte des Kampfs gegen Ungerechtigkeit im eigenen Land und im Ausland zurück. Der Fachbereich Häfen der ILWU erklärte, es sei an der Zeit, dass das historische Engagement der ILWU für soziale und rassische Gerechtigkeit endlich aufgegriffen werde.</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der ILWU-Präsident für internationale Beziehungen Willie Adams sagte: "Unsere Gewerkschaft hat eine lange Tradition der Bekämpfung von Rassismus am Arbeitsplatz, in unserer Gesellschaft und in der ganzen Welt."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>"Heute fordern wir gemeinsam mit Millionen von Menschen Gerechtigkeit und einen grundlegenden Wandel. Die Gewerkschaft appelliert an alle gewählten Amtsträger auf der Ebene der Kommunen, des Bundesstaats und der Bundesregierung, ihre Augen und Herzen zu öffnen, um unser derzeitiges System von Grund auf zu ändern und institutionalisierten Rassismus und Polizeibrutalität auszumerzen, mit denen unser Land und unsere Bevölkerung schon viel zu lange drangsaliert werden."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Der ILA-Präsident für internationale Beziehungen Harold J. Daggett erklärte: "Heute nehmen wir unsere Kräne und Computer außer Betrieb und schalten unsere Arbeitsgeräte aus, um innezuhalten und darüber nachzudenken, wie wir es erreichen können, bessere Menschen zu werden und ein besseres Land zu schaffen, in dem allen Bürgerinnen und Bürgern derselbe Respekt und dieselben Rechte und Freiheiten garantiert werden."</span></span></span></span></span></p> <p><span><span><span><span><span>Rassengerechtigkeit ist Gewerkschaftssache.</span></span></span></span></span><br />  </p></div> <section id="node-news-field-comment--100" class="field-field_comment"> <h2>Neuen Kommentar posten</h2> <drupal-render-placeholder callback="comment.lazy_builders:renderForm" arguments="0=node&amp;1=194770&amp;2=field_comment&amp;3=comment" token="qvFfLKXXVjPHF2x-1_GQSC0qWn4-AdG0gf2QT2st2bE"></drupal-render-placeholder> <div id="comments"> </div> </section> Tue, 09 Jun 2020 22:21:21 +0000 Rory_M 194770 at https://www.itfglobal.org