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Sicherere Straßen für alle: ITF setzt sich für lebensrettende globale Straßenverkehrsnormen ein

"Alle Straßennutzer*innen haben das Recht, darauf zu vertrauen, dass alles für ihre Sicherheit getan wird. Aber das ist nicht der Fall. 1,35 Millionen Menschen pro Jahr, 3.700 Menschen am Tag, mehr als zwei Menschen pro Minute – das sind die Zahlen der Verkehrstoten auf den Straßen. Das ist ein Skandal und wir sagen: Es reicht!" — Stephen Cotton, ITF-Generalsekretär

Foto: Adam Cohn

Die ITF hat einen Aufruf für die Einführung neuer globaler Normen gestartet, um die Zahl der Millionen von Menschen zu senken, die jedes Jahr auf den Straßen der Welt ums Leben kommen – Schätzungen gehen von 1,35 Millionen und weiteren 50 Millionen Schwerverletzten aus.

Damit sie wirksam umgesetzt werden und Menschenleben retten können, müssen die neuen Leitlinien von denjenigen, die auf den Straßen arbeiten und sie nutzen, von Verkehrsgewerkschaften, Arbeitgebern und Regierungen unterstützt werden.

"Die Umsetzung dieser Normen ist für alle das einzig Richtige. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen die Straßen nutzen und welche Mengen von Gütern auf ihnen transportiert werden, wird klar, wie wichtig diese Normen sind. Sieht man dann, wie gefährlich die Straßen geworden sind, weiß man, dass jede Minute, in der diese Normen nicht in Kraft sind, Menschenleben kostet und Familien zerstört," so ITF-Generalsekretär Stephen Cotton.

"Je mehr Menschen uns dabei unterstützen, in dieser Frage Druck zu machen, umso größer ist unsere Chance, dass die Normen in die Praxis umgesetzt werden und Leben retten," so Cotton weiter.

Foto: Jaxport

Die ITF fordert:

Die Leitlinien enthalten mehrere wesentliche Punkte, die nach Meinung der ITF in nationales Recht umgesetzt werden sollten, unter anderem:

  • Diejenigen, die Verkehrsdienstleistungen in Anspruch nehmen, und weitere an der Transportkette beteiligte Akteure haben die Gesamtverantwortung für menschenwürdige Arbeit und die Sicherheit im Straßenverkehr. Das sind die großen Kunden am oberen Ende der Lieferketten – die wirtschaftlichen Arbeitgeber.
  • Erstmals trägt der wirtschaftliche Arbeitgeber die Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette.
  • Für alle Fahrer*innen von Nutzfahrzeugen müssen tragbare Vergütungssätze festgelegt und durchgesetzt werden.
  • Die Leitlinien gelten für den Güterfernverkehr, den Personenverkehr und den Bereich der Kurzstreckenlogistik.
  • Alle Fahrer*innen müssen unabhängig von ihren Beschäftigungsstatus als Arbeitnehmer*innen anerkannt werden.
  • Die Regierungen müssen standardisierte Verträge bereitstellen und regulieren.
  • Beschäftigte in neu entstehenden Beschäftigungsformen, z. B. der Gig-Economy, müssen unabhängig von ihrem Beschäftigungsverhältnis zum Arbeitgeber das Recht auf Kollektivverhandlungen haben.
Foto: Mario Micklisch

Werdet aktiv!

Die ITF ruft die ihr angeschlossenen Gewerkschaften auf, Regierungen, Verkehrsunternehmen und Käufer von Verkehrsdienstleistungen dazu zu bewegen, diese Leitlinien in Gesetze, Regulierungsvorschriften und die Praxis umzusetzen.

ITF und IAO werden Materialien produzieren und Schulungen anbieten, die euch dabei unterstützen sollen. Interessierte Mitgliedsorganisationen sind gebeten, sich mit Deniz Akdogan in Verbindung zu setzen: Akdogan_Deniz@itf.org.uk
 

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