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Ausfällig werdende Fluggäste

Aggressives Verhalten in Flugzeugen nimmt zu

Störende oder ausfällig werdende Fahrgäste sind ein Problem für das Kabinenpersonal und die Bodenabfertigungsdienste, aber auch für andere Passagiere. Während des Fluges, wo Beschäftige vor Gewalttätigkeit weder flüchten noch Polizeikräfte zu Hilfe rufen können, stellen sie ein besonderes Sicherheitsrisiko dar.

Warum aggressive Fluggäste oft ungestraft davonkommen

Lücken im internationalen Recht haben zur Folge, dass Fluggesellschaften und die Opfer von Gewalttaten oft über keinerlei rechtliche Handhabe verfügen. Viele Länder bringen ihre Gesetze nicht für ausländische Flugzeuge, die ihre Flughäfen anfliegen, zur Anwendung. So kommen die Fluggäste, von denen solche Gewalttaten ausgehen, häufig ungeschoren davon.

Für Kabinenpersonalmitglieder steht die Sicherheit ihrer Fluggäste an oberster Stelle. Wenn sie sich während des Fluges mit einem solchen Vorfall auseinandersetzen müssen, achten sie in der Regel nicht darauf, Beweise für eine spätere Strafverfolgung zu sichern.

Was tut die ITF gegen ausfällig werdende Fluggäste?

Wir gehen das Problem störender und ausfällig werdender Fluggäste in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Internationalen Flug-Transport-Vereinigung (IATA), dem  Dachverband der Fluggesellschaften, und der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), dem Organ der Vereinten Nationen für den Luftverkehrssektor, an.

Sicherheitstraining für Luftverkehrsbeschäftigte

Als erste Verteidigungslinie gegen ausfällig werdende Fluggäste spielt das Personal in der Fluggastabfertigung eine ebenso entscheidende Rolle bei der Verhinderung von Gewalt in Flugzeugen wie das Kabinenpersonal. Ihr Status als Sicherheitsprofis muss gestärkt werden. Die ITF verlangt als zentrale Maßnahme Sicherheitstrainings für die Beschäftigten, die mit Fluggästen zu tun haben:

  • leitendes Kabinenpersonal
  • Pilot/innen
  • Personal in der Fluggastabfertigung
  • Flughafen-Stationsleiter/innen
  • Sicherheitspersonal. 

Wir verlangen von den Fluggesellschaften, deutlich zu machen, dass Flugbegleiter/innen nicht nur Dienstleistende, sondern auch Sicherheitsprofis sind.