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Menschen statt Profit – Junge Verkehrsbeschäftigte schließen sich dem Kampf für Klimagerechtigkeit an

26 Sep 2022

Die ITF steht hinter dem Klimastreik von "Fridays for Future" am 23. September. In 404 Städten werden über 677 Aktionen stattfinden, bei denen junge Menschen Schadensersatz und Klimagerechtigkeit fordern werden.

Rund um den Globus rufen junge Menschen, darunter auch junge Verkehrsbeschäftigte, die politisch Verantwortlichen zu dringenden Maßnahmen zum Klimaschutz auf und bringen ihre demokratischen Stimmen laut und vernehmlich zu Gehör.

Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit, da die gefährlichen Auswirkungen des Klimawandels bereits heute zutage treten. 3,5 Milliarden Menschen – 45 Prozent der Weltbevölkerung – leben in Regionen, die durch den Klimawandel hoch gefährdet sind, und werden in hohem Maße von Überschwemmungen, Dürren oder extremen Wetterereignissen betroffen sein.

"Junge Verkehrsbeschäftigte zahlen den Preis für die von anderen verursachte Klimazerstörung. Wir erhalten in unseren Gemeinden und Volkswirtschaften die Mobilität der Bevölkerung aufrecht, während die Welt gegen extreme Hitze und steigende Meeresspiegel, Überschwemmungen, Sturmfluten, Sandstürme und andere Klimakatastrophen kämpft. Die Länder, die den Planeten für ihre eigenen Zwecke ausgebeutet haben, müssen die Verantwortung für die erhöhten Gefahren, mit denen wir konfrontiert sind, übernehmen."
Shanitah Birungi (ATGWU, Uganda), Vorsitzende des Jugendausschusses der ATGWU 

Fragile Verkehrssysteme in Entwicklungsländern sind durch den Klimawandel, der zur Beschädigung von Schienenstrecken, Landebahnen und Straßen führt, besonders gefährdet. Die Teile der Welt, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben und am schlechtesten dafür gerüstet sind, seine Auswirkungen zu bewältigen, tragen die Hauptlast der klimabedingten Verluste und Schäden an ihren Verkehrssystemen. Schätzungen zufolge werden die Kosten der Verluste und Schäden bis zum Jahr 2050 zwischen 1 bis 1,8 Billionen US-Dollar betragen – zusätzlich zu den Verlusten an Menschenleben und anderen nichtwirtschaftlichen Schäden.

"Die Klimakatastrophe verschlimmert die Schäden, mit denen junge Verkehrsbeschäftigte jetzt schon zu kämpfen haben. Vielen von uns stehen lediglich Arbeitsplätze im informellen Sektor ohne Sozialschutz und mit schlechten Bedingungen offen. Wir haben das nicht verursacht und wir sind besonders bedroht. Darum fordern wir Entschädigungsleistungen, wobei es um die Frage geht, was die Welt unternimmt, um den von extremen Wetterereignissen betroffenen Ländern und den Ländern, die nicht länger vor dem Klimawandel geschützt werden können, zu helfen."
Preeti Singh (AIRF, Indien), ITF-Vertreterin der Sektion Eisenbahn für junge Verkehrsbeschäftigte 

Die ITF entsendet eine Delegation, der unter anderem weibliche und junge Verkehrsbeschäftigte angehören, zur COP27 nach Ägypten, um dort verpflichtende Zusagen zur Klimaschutzfinanzierung einzufordern, damit Klimagerechtigkeit und Gerechtigkeit für Beschäftigte gewährleistet werden.

"Verkehrsbeschäftigte – die Männer und Frauen, die Güter und Personen auf dem Meer, auf der Straße, auf der Schiene und in der Luft befördern – müssen die Folgen des gefährlichen Klimawandels bewältigen."

"Jahr für Jahr beobachten wir bei unseren Bemühungen um sichere und gesunde Arbeitsplätze, menschenwürdige Bedingungen und stabile Beschäftigung, dass die Risiken für die Beschäftigten größer werden. Jede einzelne Regierung muss einen Plan zur Dekarbonisierung des Verkehrs haben, jeder einzelne Arbeitgeber muss einen Plan haben, um seine Betriebe klimafreundlich zu machen, und die Beschäftigten müssen mit am Tisch sitzen, wenn es um die Gestaltung des gerechten Übergangs geht, der zur Erreichung dieser Ziele erforderlich ist," erklärte ITF-Generalsekretär Stephen Cotton."