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Gerechtigkeit für Ryanair-Personal in den Niederlanden

04 Oct 2019
Ein niederländisches Gericht hat verfügt, dass Ryanair die Beschäftigten, die bei der Schließung seiner Flughafenbasis in Eindhoven im letzten Jahr arbeitslos wurden, entschädigen muss.

Im Oktober 2018 hatte Ryanair bekanntgegeben, seinen Standort in Eindhoven aufzugeben und diese Maßnahme mit den Auswirkungen des Arbeitskampfs im Sommer begründet. ITF, ETF und die uns angeschlossenen Gewerkschaften – darunter die FNV, die das Kabinenpersonal in den Niederlanden vertritt – hatten diesen Schritt als Angriff auf grundlegende Arbeitnehmer*innenrechte verurteilt.

Im März dieses Jahres hatte die niederländische Arbeitsbehörde UWV den Standpunkt der Pilot*innen bestätigt und festgestellt, dass Ryanair keine Rechtsgrundlage für die Entlassung von 16 Pilot*innen und 15 Crewmitgliedern hatte, die von der Schließung betroffen waren. Stattdessen wurde die Fluggesellschaft verpflichtet, den Beschäftigten bis zu einem Gerichtsentscheid über ein Entschädigungspaket weiter ihre Gehälter auszuzahlen.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass alle Beschäftigten, die die Versetzung an einen anderen Standort ablehnten, nun nach Maßgabe des nationalen Rechts eine Entschädigung erhalten. Diejenigen, die bis zum Gerichtsbeschluss Partei des Rechtsstreits blieben, werden ebenfalls rückwirkend bis zum Datum der Schließung der Basis ihre vollen Gehälter sowie einen Betrag von sechs Monatsgehältern als zusätzliche Entschädigungsleistung erhalten.

ITF und ETF unterstützen weiterhin ein Netzwerk angeschlossener Gewerkschaften von Ryanair-Mitarbeiter*innen, das von der Fluggesellschaft in allen Ländern, in der sie tätig ist, die Aufnahme stabiler Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeziehungen fordert.

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