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Erfolg in Washington: Busdienst zurück in öffentlicher Hand – #OurPublicTransport

25 Feb 2020

Einen Monat nach dem längsten Streik in der Geschichte des Busdienstes in Washington D. C. (USA), mit dem die Beschäftigten einen herausragenden Durchbruch erzielten, kehrt im Cinder Bed Road Busdepot wieder Normalität ein.

Am 24. Oktober 2019 verlor das Busfahrpersonal im einzigen privatisierten Busdepot der Stadt die Geduld mit seinem Arbeitgeber Transdev und legte die Arbeit nieder. Der französische Verkehrsmulti verwehrte ihm die Leistungen, die den anderen Beschäftigten bei der Washingtoner Verkehrsbehörde WMATA (Washington Metropolitan Area Transit Authority) zustehen.

Am 17. Januar 2020 nahmen die Busbeschäftigten jedoch die Arbeit wieder auf, nachdem sie in zwei separaten Verträgen wichtige Zugeständnisse durchgesetzt hatten.

Der erste Vertrag wurde mit der WMATA geschlossen und enthält das Versprechen, das Busdepot in zwei Jahren zum Ende des Vertrags mit Transdev wieder in öffentliches Eigentum zu überführen. Der Busbetrieb wird also wieder der Bevölkerung gehören, der er dient, und die Beschäftigten im Depot werden die im öffentlichen Sektor üblichen dauerhaften Renten- und Gesundheitsleistungen und eine existenzsichernde Bezahlung erhalten.

Der zweite Vertrag wurde mit Transdev unterzeichnet und schreibt die von den Beschäftigten geforderten Sozialschutzleistungen und direkten wirtschaftlichen Vorteile fest, sodass der Streik beendet werden konnte.

Das gesamte Buspersonal ist der Geschäftsstelle 689 der Amalgamated Transit Union (ATU) angeschlossen. Raymond Jackson, der Präsident der Geschäftsstelle 689, erklärte in einer Stellungnahme: "Hier wurde ein Zeichen für den Schutz von erwerbstätigen Menschen vor schlechter Behandlung gesetzt. Diese Beschäftigten haben gezeigt, was man erreichen kann, wenn man für das, was einem zusteht, kämpft."

"Dieser Streik sollte für Verkehrssysteme im ganzen Land eine Warnung sein: Überlegt es euch gut, öffentliche Verkehrssysteme zu privatisieren. Das riskiert ihr, wenn ihr versucht Kosten auf dem Rücken der Beschäftigten und des Fahrpersonals zu kürzen."

Mitglieder von ITF-Gewerkschaften in aller Welt sandten den Streikenden Solidaritätsbotschaften. Weitere Informationen hier.

 

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