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Junge ITF-Mitglieder fordern Gleichstellung und Bildung für die Arbeitswelt der Zukunft

Von Baker Khundakji, ITF-Jugendbeauftragte 


Junge Beschäftigte, insbesondere junge Frauen, sind von den mit neuen Technologien einhergehenden Risiken am stärksten betroffen.

Digitale Ungleichheit ist für Millionen junger Beschäftigter bereits eine Realität. Drei Viertel der erwerbstätigen jungen Menschen ist informell beschäftigt, im Vergleich zu 58 Prozent der Erwachsenen.

Etwa 20 bis 40 Prozent der Tätigkeiten junger Beschäftigter könnten sich durch die Automatisierung ändern.

Ohne das Eingreifen von Regierungen und Gewerkschaften werden die Arbeitsplätze von Milliarden junger Menschen und Verkehrsbeschäftigter immer prekärer und arbeitsintensiver, während ihre wohl verdienten Sozialleistungen verschwinden.

Die diesjährigen Empfehlungen der Globalen Kommission zur Zukunft der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) bedeuten einen riesigen Schritt hin zur Beseitigung von altersbedingter Ungleichheit.

Ein universeller Anspruch auf lebenslanges Lernen würde die Qualifikationsdefizite junger Beschäftigter verringern. Für ärmere Studierende ist die Wahrscheinlichkeit, das minimale wissenschaftliche Kompetenzniveau zu erwerben, das für ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem neuen Arbeitsmarkt erforderlich ist, dreimal geringer.

Im Rahmen von ITF-Recherchen werden in Singapur gerade die digitalen Kenntnisse kartiert, die junge Beschäftigte weltweit in Zukunft benötigen.

Stützpfeiler für die Unterstützung junger Menschen beim künftigen Umbau der Arbeitswelt muss gleicher Lohn für gleiche Arbeit sein. Junge Beschäftigte dürfen nicht zur ausgebeuteten Unterschicht werden.

Aktive Beschäftigungsprogramme müssen von Staat und Arbeitgebern mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden. In den OECD-Ländern sind 17 Prozent der 20- bis 24-Jährigen ohne Beschäftigung, Aus- oder Fortbildung. Würde man diese Zahl auf 9 Prozent senken, würde das globale Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,2 Billionen US-Dollar steigen.

Die Plattformwirtschaft wird von jungen Menschen betrieben. Eine universelle Garantie grundlegender Arbeitnehmerrechte, existenzsichernder Entlohnung, Mindest- und Höchstarbeitszeiten und Würde am Arbeitsplatz für alle Beschäftigten, unabhängig von ihrem Alter oder Beschäftigungsstatus, sollte im Mittelpunkt der künftigen Wirtschaft stehen.

Prognosen zufolge wird "Gig-Arbeit" im Jahr 2020 eine fast 63 Milliarden US-Dollar schwere Branche sein. Technologien sollten nicht dazu dienen, junge Menschen des Rechts auf Beschäftigungssicherheit und Gleichstellung zu berauben. Die ITF bringt junge Beschäftigte miteinander in Verbindung und stärkt sie für die Wahrnehmung ihrer Interessen, um in der Plattformarbeit menschenwürdige Bedingungen zu gewährleisten.

 

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