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Vertragserfolg für südkoreanische Beschäftigte dank internationaler Solidarität

06 Apr 2020

Nach einer neunmonatigen Organisierungskampagne haben die Beschäftigten bei UPS in Südkorea den allerersten Kollektivvertrag bei dem Unternehmen durchgesetzt.

Im Rahmen des Vertrags hat der US-amerikanische Logistikriese zugesagt, die Verpflichtung zu unentgeltlicher Mehrarbeit aufzuheben und die Tarifstandards anzuheben.

Laut Informationen der Gewerkschaft der Beschäftigten, der Koreanischen Föderation der Angestellten bei öffentlichen Diensten und Verkehr (KPTU), waren die Verhandlungen mit UPS zum Stillstand gekommen, bis sich Gewerkschaften in Großbritannien und den USA einschalteten.

In einer Stellungnahme erklärte die KPTU: "Die Unternehmensleitung von UPS wollte auf grundlegende Forderungen nicht eingehen. Dadurch sahen sich die Beschäftigten gezwungen, zum Jahresende 2019 zwei Streiks auszurufen, in deren Folge alle in Südkorea ankommenden [UPS] Flüge ausfielen."

Zu diesem Zeitpunkt intervenierten ITF, Unite (Großbritannien) und die Teamsters-Gewerkschaft (USA) bei UPS. In der Stellungnahme der KPTU heißt es weiter: "Durch diesen anhaltenden internationalen Druck und die Hartnäckigkeit der Gewerkschaftsgruppe bei UPS, die unter anderem einen Bummelstreik organisierte, wurde die Vertragsunterzeichnung mit dem Management möglich."

Der Vorsitzende der ITF-Sektion Straßentransport James P. Hoffa gratulierte den Beschäftigten zu ihrem Erfolg: "Die koreanischen Beschäftigten bei UPS haben sich für ihre Rechte eingesetzt, indem sie eine Gewerkschaft gründeten und der KPTU beitraten. Sie nahmen die mit einem Arbeitskampf verbundenen Risiken mutig in Kauf, um ihr Recht auf einen fairen Kollektivvertrag einzufordern. Wir heißen die koreanischen Beschäftigten bei UPS herzlich in der ITF-Familie der Gewerkschaften bei UPS und anderen globalen Lieferdiensten weltweit willkommen."

ITF-Generalsekretär Stephen Cotton fügte hinzu: "Das ist der Grundgedanke, um den es der ITF geht – arbeitende Menschen über alle Grenzen hinweg zusammenzubringen, damit sie ihre Probleme gemeinsam in Angriff nehmen. Glückwunsch an die Beschäftigten bei UPS in Südkorea, ihr seid uns allen ein Vorbild."

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