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Streik bei British Airways: Pilot*innen fordern ihren Anteil am Gewinn

12 Sep 2019
Presseerklärung
Ein Arbeitskampf der Pilot*innen bei British Airways (BA) ist ein deutliches Signal, dass Beschäftigte einen gerechten Anteil an den im Luftverkehr erzielten Profiten erhalten müssen, so die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF).

Die Pilot*innen legten gestern und am Montag die Arbeit nieder, nachdem die Verhandlungen zwischen dem BA-Management und der ITF-Gewerkschaft British Airline Pilots Association (BALPA) gescheitert waren. Der zentrale Streitpunkt ist die starre Haltung des Unternehmens im Hinblick auf das vorliegende Angebot für eine Gehaltserhöhung trotz erheblicher Gewinnzuwächse des BA-Eigentümers IAG.

In den letzten zehn Jahren erlebte der Luftverkehrssektor einen starken Konjunktureinbruch, der die Gewinne sinken ließ und einige Fluggesellschaften in den Konkurs zwang. In dieser Zeit haben die BALPA und weitere Luftverkehrsgewerkschaften konstruktiv mit den Arbeitgebern zusammengearbeitet und sich zu Abstrichen bei Bezahlung und Bedingungen bereit erklärt, um den Sektor zu stabilisieren.

Nun jedoch, wo viele Fluggesellschaften erneut hohe Profite erzielen, weigern sie sich, dieses Entgegenkommen durch eine entsprechende Anhebung der Bezahlung anzuerkennen. Im vergangenen Jahr wies BA einen Gewinn von 2 Milliarden Pfund aus. Die BALPA argumentiert, dass das Unternehmen nur 5 Millionen Pfund aufbringen müsse, um ihren Gehaltsforderungen im vollem Umfang zu entsprechen, und hat wiederholt ihre Verhandlungsbereitschaft hinsichtlich dieser Forderungen erklärt.

Dessen ungeachtet lehnt das BA-Management Verhandlungen weiter ab, was dazu führte, dass 93 Prozent der Pilot*innen für diesen zweitägigen Streik stimmten. Weitere Störaktionen sind für den 27. September geplant. Das Abstimmungsergebnis gilt bis Januar. Sollte sich keine Beilegung des Arbeitskonflikts abzeichnen, wird die BALPA in absehbarer Zeit weitere Streiktermine bekannt geben.

Dazu der Sekretär der ITF-Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodríguez: "Der Streik bei BA ist ein weiteres Kapitel der Geschichte, die sich derzeit überall abspielt: Kompromissbereitschaft seitens der Gewerkschaften, Unnachgiebigkeit seitens der Arbeitgeber. In schlechten Zeiten akzeptieren Beschäftigte schlechtere Bedingungen, um die Fluggesellschaften am Leben zu erhalten – und die Arbeitsplätze der Manager zu sichern. In guten Zeiten weigern sich die Arbeitgeber dann aber, die Gewinne zu teilen."

"Wir unterstützen die Forderung der BALPA an das Management von British Airways, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, und verurteilen die Androhung von Repressalien durch das Unternehmen wie die Aufhebung von Flugvergünstigungen für das Personal. Jeder Streiktag, an dem sie nicht an den Tisch kommt, kostet die Fluggesellschaft eine Menge Geld, und die Passagiere sind mit erheblichen und frustrierenden Störungen konfrontiert. Das alles kann durch weitere Verhandlungen verhindert werden."
 

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