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ITF verurteilt russische Angriffe auf ukrainische Bahnhöfe

NACHRICHTEN

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) hat ihre Betroffenheit und Bestürzung über den Einmarsch in die Ukraine und dessen anhaltende Eskalation sowie die dadurch verursachte schwere humanitäre Krise zum Ausdruck gebracht.

Die ITF steht nach wie vor in engem Kontakt zu ihren Mitgliedsorganisationen in der Ukraine und unterstützt sie weiterhin, so gut das in Anbetracht der gegebenen Umstände möglich ist.

Wir haben soeben von unseren ukrainischen Mitgliedsorganisationen Informationen über eine Reihe von Raketenangriffen erhalten, die von russischen Streitkräften in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages (25.04.2022) auf mindestens fünf Bahnhöfe in den Regionen Lwiw, Riwne, Winnyzja und Kiew durchgeführt wurden.

Über die genauen Angriffsorte wird noch berichtet, aber es handelt sich unter anderem um die Stadt Krasne, die etwa 110 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt liegt, sowie Schmerynka und Kosjatyn in der Zentralukraine.

Den Informationen zufolge haben die Angriffe mindestens fünf Tote und 15 Verletzte gefordert. Mindestens ein Bahnbeschäftigter wurde vermutlich getötet, vier weitere befinden sich im Krankenhaus, zwei davon in kritischem Zustand.

Dazu David Gobé, der Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Sektion Eisenbahn: “Es kann nicht sein, dass Bahnbeschäftigte solchen Angriffen ausgesetzt sind. Die Befürchtung wächst, dass sich die dringend benötigte Hilfe für die verwüsteten Städte und die Zivilbevölkerung in der Ukraine verzögert und ihr Leid dadurch vergrößert wird. Wir fordern die Regierungschefs der Welt auf, dringende und endgültige Schritte zu unternehmen, um einen Dialog einzuleiten und eine friedliche Lösung für diese Krise zu finden.”

Der Sekretär der ITF-Sektion Binnenverkehrssektionen Noel Coard erklärte: “Das Vorgehen des russischen Staates ist nicht zu rechtfertigen. Bahnhöfe sind lebenswichtige Drehscheiben für die ukrainische Bevölkerung. Wir verurteilen diese feigen Angriffe auf Bahnbeschäftigte und ihre Familien und versprechen, unsere ukrainischen Mitgliedsorganisationen und das ukrainische Volk weiterhin zu unterstützen.”

Wir bekräftigen unsere uneingeschränkte Solidarität mit dem ukrainischen Volk, und wir prüfen Möglichkeiten, um den Beschäftigten und ihren Familien noch mehr Unterstützung zu leisten, einschließlich der Bereitstellung humanitärer Hilfe.

Wir werden euch zu gegebener Zeit weiter informieren.

VOR ORT