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Global Unions verurteilen homophobe Gesetze in Brunei

04 Apr 2019
Presseerklärung

Die globalen Gewerkschaftsverbände haben heute in aller Deutlichkeit eine Gesetzesreform in Brunei verurteilt, die Homosexualität unter die Todesstrafe durch Steinigung stellt.

Heute soll im "Königreich Brunei" ein neues Strafgesetz in Kraft treten, das gegen Lesben, Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender-Personen (LGBT+) die Todesstrafe verhängt. Es ist die letzte Phase der im Jahr 2014 eingeleiteten schonungslosen Gesetzesreform, mit der schwere Strafen für Ehebruch und Diebstahl eingeführt wurden.

Stephen Cotton, der Vorsitzende des Global-Unions-Rats (GUR), erklärte in einer Stellungnahme: "Im Namen der mehreren hundert Millionen Beschäftigten, die wir vertreten, verurteile ich diese neuen Gesetze in Brunei aufs Schärfste."

"Jeder Mensch hat, unabhängig von Sexualität, Geschlecht und Rasse, das Recht sein Leben frei von Angst und Verfolgung zu führen. Das ist grundlegendes Menschenrecht. Die Gewerkschaftsbewegung kann auf eine stolze Geschichte des Eintretens für die am stärksten verfolgten Gruppen zurückblicken, und wir werden dies weiter tun, so lange es notwendig ist."

"Erst im letzten Oktober verabschiedete der Kongress der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), die 20 Millionen Beschäftigte vertritt, einen Entschließungsantrag, in dem sie sich zur Förderung und Verteidigung der Rechte von LGBT+ in allen Arbeitsbereichen der ITF verpflichtete."

"Daher fordere ich die Regierung von Brunei auf, die Umsetzung dieses grausamen und unmenschlichen neuen Gesetzes zu stoppen. Darüber hinaus ist es an der Zeit, dass Brunei alle Gesetze, die LGBT+ kriminalisieren, abschafft und zeigt, dass es ein Land ist, das Menschenrechte achtet und Vielfalt befürwortet, statt sie für ungesetzlich zu erklären."

Die Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) und Sekretärin des Global-Unions-Rats Sharan Burrow forderte: “In der modernen Welt darf kein Platz sein für derart mittelalterliche Gesetze. Angesichts seiner erheblichen weltweiten Investitionen in Hotels und Unternehmen muss Brunei die internationale Rechtsordnung respektieren, indem es diese brutalen Gesetze zurücknimmt und die Rechte aller respektiert, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder religiösen Überzeugung."

 

ENDE

 

WAS IST DER GUR: Der Global-Unions-Rat, auch Global Unions, ist die Partnerschaft zwischen dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), dem Gewerkschaftlichen Beratungsausschuss (TUAC) bei der OECD, der Bau- und Holzarbeiter-Internationale (BHI), der Bildungsinternationalen (BI), der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF), der Internationalen Kunst- und Unterhaltungsallianz (IAEA), der IndustriALL, der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), der Internationalen Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) und UNI Global Union.

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