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Deliveroo-Fahrer*innen in Belgien fordern Gerechtigkeit

24 Jun 2019

Nach dem ITF-Forum für das Fahrpersonal bei Essenslieferdiensten am 28./29. Mai in London ist die belgische Organisation Collectif des coursier-e-s / KoeriersCollectief auf die Straße gegangen, um Gerechtigkeit für Deliveroo-Fahrer*innen zu fordern. Sie wurde von der ITF-Mitgliedsorganisation ABVV-BTB unterstützt.

"Deliveroo meint, über dem Gesetz zu stehen," sagt Steven Steyaert von der ABVV-BTB. "Wir wenden uns gegen Rechtsverletzungen und wollen mit Deliveroo verhandeln, damit Kuriere über ihre Verträge selbst entscheiden können und alles haben, was sie für ihre Arbeit brauchen, wie z. B. ein Fahrrad oder ein Mobiltelefon."

Rund um den Globus haben Hunderte von Fahrer*innen protestiert, um ihre Rechte einzufordern. In mehreren Ländern wurden Gerichtsprozesse angestrengt, um zu klären, welche Beschäftigungsbedingungen ihnen zustehen.

Die ITF unterstützt weiterhin all ihre Mitgliedsorganisationen, die sich für bessere Bedingungen der Kuriere engagieren und Arbeitgeber zur Übernahme von Verantwortung bewegen wollen.

Die ITF-Jugendbeauftragte Baker Khundakji erklärte nach dem Forum: "Junge Beschäftigte sind von prekärer Beschäftigung überproportional betroffen, und wir müssen unseren Fokus auf neue Wirtschaftsbereiche richten, in denen Ausbeutung verbreitet ist. Da das Fahrpersonal bei Lieferdiensten grenzüberschreitend mit ähnlichen Problemen konfrontiert ist, strebt die ITF die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften an, um eine transnationale Antwortstrategie für die Gig-Ökonomie zu koordinieren. Jeder Fahrer und jede Fahrerin hat das Recht auf menschenwürdige Beschäftigungsbedingungen und sollte gewerkschaftlich organisiert, also #UnionRider, sein."

 

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