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Siebter tödlicher Unfall in irischen Häfen in den letzten zwei Jahren erfordert dringende Maßnahmen

23 Aug 2019
Presseerklärung
Nach dem tödlichen Unfall eines 50-jährigen Lkw-Fahrers in den North Docks im Hafen von Dublin am 14. August schließt sich die ITF der Forderung der irischen Hafengewerkschaft SIPTU nach besserem Schutz für alle irischen Hafenbeschäftigten durch Verordnungen und Durchführungsbestimmungen an.

Mit dem tragischen Tod von Nicholas 'Nick' Collier sind in den letzten zwei Jahren nun insgesamt sieben Beschäftigte in irischen Häfen ums Leben gekommen.

Medienberichten zufolge wurde gerade ein Kühlcontainer auf der Ladefläche seines Lkws abgeladen, als er von einem anderen Fahrzeug erfasst und getötet wurde.

Paddy Crumlin, der Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen, appellierte heute an den Stauereisektor, der Schreckensbilanz in irischen Häfen ein Ende zu setzen. "Wir fordern Stauereiunternehmen dazu auf, ihre Arbeitspraktiken und Arbeitsschutzmaßnahmen auf den Prüfstand zu stellen. Diese Unternehmen müssen in Absprache mit ihren Belegschaften eine Risikobewertung aller Umschlagsverfahren durchführen."

"Es ist nicht hinnehmbar, dass Beschäftigte wegen schludriger Sicherheitspraktiken und fahrlässig verkürzter Verfahren, die Zeit sparen und Geld in die Taschen derer bringen, die eigentlich bestraft werden sollten, ums Leben kommen."

"Aus diesen Grund sind Gesetze gegen Totschlag durch Unternehmen ('industrial manslaughter') so wichtig, weil sie nicht nur einen Weg zu echter Gerechtigkeit für die Familienangehörigen von Menschen bieten, die bei der Arbeit getötet werden, sondern weil die Um- und Durchsetzung entsprechender Gesetze zwangsläufig einen kulturellen Wandel herbeiführen wird, der die Zahl der Todesfälle am Arbeitsplatz hoffentlich reduzieren wird," so Crumlin.

Jerry Brennan, Organisationsbeauftragter für den Hafensektor bei der Services, Industrial, Professional and Technical Union (SIPTU), erklärte in dieser Woche gegenüber den Medien, dass solche tragischen Todesfälle sich mit erschreckender Regelmäßigkeit ereignen.

“"Es ist für mich unbegreiflich, warum in der Baubranche seit fast 30 Jahren ein nationaler Sicherheitspass vorgeschrieben ist, aber in unseren Häfen kein entsprechendes Zertifikat verlangt wird."

"Der Familie, den Freunden und Kollegen des verstorbenen Beschäftigten gilt unser herzliches Beileid. Wir hoffen, dass dies der letzte solche Todesfall ist, bevor die seit langem erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um unsere Häfen zu sichereren Arbeitsumfeldern zu machen," so Brennan.

Die irische Wirtschaftsministerin Heather Humphreys hat sich auf Bitten der SIPTU und der ITF zu einem Gespräch über Sicherheitslösungen bereit erklärt.

Internationale Berichte dokumentieren eine alarmierende Rate tödlicher Unfälle von einem Beschäftigten pro Woche.

Die ITF arbeitet weiter gemeinsam mit der Branche und Regulierungsbehörden an der Entwicklung und Durchsetzung von Lösungen zur Beendigung dieser inakzeptablen Todesserie. Unter anderem setzt sie sich für die Einführung von Gesetzen gegen "Totschlag durch Unternehmen" ein, die an fahrlässige Arbeitgeber das klare Signal senden: Wenn du kein sicheres Arbeitsumfeld schaffst und ein Arbeitnehmer ums Leben kommt, wanderst du ins Gefängnis.

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