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Neue "Docker-Klausel" im Tarifvertrag des International Bargaining Forum wird in 6 Monaten in Kraft treten

10 Jun 2019
Presseerklärung
Gemeinsame Pressemitteilung der gemeinsamen Verhandlungsgruppe (Joint Negotiating Group – JNG) und der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF)

Die Joint Negotiating Group (JNG) der maritimen Arbeitgeber und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) appellieren nachdrücklich an Unternehmen, die umfassende Erfüllung der bevorstehenden Änderungen der Bedingungen für den Ladungsumschlag in Häfen sicherzustellen.

Die Parteien beziehen sich auf den Tarifvertrag, der im Februar 2018 bei der letzten Verhandlungsrunde des Internationalen Verhandlungsforums (International Bargaining Forum – IBF) verabschiedet wurde und seit 1. Januar 2019 für alle weltweit operierenden Schiffe gilt, mit Ausnahme der Hafenarbeiterklausel ("Docker-Klausel"), die am 1. Januar 2020 in Kraft treten wird.

Die überarbeitete Klausel sieht Verfahren für Lade- oder Löscharbeiten in Häfen vor, die dem besseren Schutz der Schiffsbesatzungen und dem Recht von Hafenbeschäftigten auf die Durchführung dieser Tätigkeit dienen.

Nach ihrer Einigung im Jahr 2018 erkannten die IBF-Parteien, dass die neue "Docker-Klausel" möglicherweise erhebliche Änderungen bestehender Vereinbarungen mit Stauereiunternehmen, Charterern und weiterer dritter Parteien erforderlich macht. Daher wurde eine Aufschiebungsfrist bis 1. Januar 2020 für die Erfüllung einiger Bestimmungen des betreffenden Artikels des Tarifvertrags für Containerschiffe vereinbart, die in den folgenden Gebieten verkehren: Ostsee, Kanada, Nord- und Westeuropa ohne das Mittelmeer (europäische Subregionen laut Definition der Europäischen Union).

Beide Parteien haben die betroffenen Unternehmen wiederholt auf die bevorstehende Änderung der IBF-Auflagen in der "Docker-Klausel" hingewiesen und empfehlen ihnen nachdrücklich, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass sie diese zum 1. Januar 2020 erfüllen.
 

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Das IBF

Das IBF existiert seit nunmehr 16 Jahren und dient als Mechanismus für die Aushandlung von Heuern und Beschäftigungsbedingungen von Seeleuten auf unter ausländischer Fahne fahrenden Schiffen, die ITF-Sonderverträgen unterstehen.

Die Arbeitgeber sind im IBF durch den International Maritime Employers' Council (IMEC), die International Shipping Employers' Group (ISEG) mit der International Maritime Managers' Association of Japan (IMMAJ), Evergreen aus Taiwan und den Koreanischen Reederverband vertreten.

Zusammen bilden sie die gemeinsame Verhandlungsgruppe (Joint Negotiating Group – JNG), über die maritime Arbeitgeber in aller Welt der ITF eine gemeinsame Position unterbreiten können.

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein demokratischer globaler Gewerkschaftsverband, dem 670 Verkehrsgewerkschaften mit 18,5 Millionen Mitgliedern in 147 Ländern angeschlossen sind, darunter maritime Gewerkschaften, die über 600.000 Seeleute vertreten.

Die IBF-Verhandlungen bestehen aus einem zentralen Teil und daran anschließenden nationalen Verhandlungen, in denen wesentliche Grundsätze entwickelt werden, die dann in spezifische nationale Vereinbarungen umgesetzt werden. Dieser einzigartige Ansatz ist das einzige Beispiel für internationale Kollektivverhandlungen.

 

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