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Luftverkehrsbeschäftigte sollten bei der Covid-19-Impfung vorrangig behandelt werden

NACHRICHTEN

Der Weltpilotenverband IFALPA und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßen den Fortschritt bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Covid-19. Im Zuge der weiteren Zulassung und Verteilung von Impfstoffen auf der ganzen Welt spielen die Beschäftigten im Luftverkehr eine Schlüsselrolle für die Zuverlässigkeit der globalen Lieferkette. Eine wirksame globale Impfstoffstrategie hängt von der Verfügbarkeit gesunder, ausgeruhter und geschulter Flugzeugcrews und anderer Luftverkehrsbeschäftigter ab.

IFALPA und ITF fordern, dass Luftverkehrsbeschäftigte vorrangig gegen Covid‑19 geimpft werden, sobald die Beschäftigten im Gesundheitswesen und gefährdete Gruppen geschützt sind.

Neben dem Schutz der Besatzungsmitglieder wird damit gerechnet, dass Staaten einen Impfnachweis für die Einreise verlangen werden. Die frühzeitige Impfung von Luftverkehrsbeschäftigten trägt dazu bei, dass sie weiterhin in der Lage sind, die Fracht- und Passagierflüge sicherzustellen, die wichtige Glieder der globalen Lieferkette bilden, insbesondere die Beschäftigten, die kritische Aufgaben in den Bereichen Sicherheit, Gefahrenabwehr oder im direkten Kundenkontakt wahrnehmen.

Diese Position entspricht den Empfehlungen der SAGE-Gruppe der Weltgesundheitsorganisation, die in dem Dokument mit dem Titel Roadmap For Prioritizing Uses Of COVID‑19 Vaccines dargelegt sind. Diese Roadmap identifiziert vorrangig zu impfende Bevölkerungsgruppen, basierend auf epidemiologischen Gegebenheiten und Impfstoffkapazitäten. Beschäftigte im Gesundheitswesen und Hochrisikopersonen werden vorrangig behandelt, danach wird die Priorisierung von Beschäftigten im Verkehrssektor sowie anderer systemrelevanter Arbeitskräfte außerhalb des Gesundheits- und Bildungssektors empfohlen.

Die Impfung wird auch als ein Weg für die weitere Aufhebung von Ausnahmen und Lockerungen geltender Sicherheitsnormen dienen, die aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Covid-19-Pandemie gewährt wurden. Die ICAO empfiehlt, solche Ausnahmeregelungen nicht über den 31. März 2021 hinaus zu verlängern. Es sollte beachtet werden, dass andere Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen werden können, um die Wiederherstellung normaler Sicherheitsnormen zu ermöglichen, auch wenn die Impfstoffverfügbarkeit keine vorrangige Behandlung des Luftfahrtpersonals vor dem 31. März 2021 zulässt.

Letzten Monat gab das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) bekannt, dass es Gespräche mit mehr als 350 Partnern, darunter große Fluggesellschaften, Reedereien und Logistikverbände aus der ganzen Welt, eingeleitet habe, um Covid-19-Impfstoffe in über 92 Länder zu liefern. IFALPA und ITF werden diese Bemühungen mit Stolz unterstützen, erachten aber die Impfung von Beschäftigten im Luftverkehr und anderen Verkehrssektoren als entscheidend für diese und andere Maßnahmen zur reibungslosen Lieferung der lebensrettenden Impfstoffe, sobald Dosen verfügbar sind.

 

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