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ITF betrauert den Tod eines Hafenbeschäftigten bei Hutchison Port in Karatschi (Indien)

25 Mar 2019
Presseerklärung
Die internationale Gewerkschaftsbewegung betrauert den Tod eines pakistanischen Hafenarbeiters, der Anfang dieser Woche im von Hutchison Port betriebenen Karachi International Container Terminal (KICT) ums Leben kam, als ein Greifstapler ihn beim Zurücksetzen überfuhr.

Weniger als eine Stunde nach dem katastrophalen Vorfall erlag der 58-jährige Lagerarbeiter am 17. März 2019 gegen 23.00 Uhr im Civil Hospital Karachi seinen Verletzungen.

"Dies ist eine Tragödie. Alle Beschäftigten sollten jeden Tag die Sicherheit haben, nach ihrer Schicht unbeschadet von der Arbeit nach Hause zurückzukehren. Unsere Gedanken sind bei Mushtaqs Familie und seinen Kolleginnen und Kollegen in der KICT Labour Union," erklärte Paddy Crumlin, der Vorsitzende der Sektion Häfen der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF).

"Wir trauern heute um einen Mann, der nur noch zwei Jahre vom Ruhestand entfernt war. Das ist das zweite Mal innerhalb von wenigen Monaten, dass ich das sagen muss: Beschäftigte bei Hutchison Ports verlieren dort ihr Leben – ein grausamer Rekord für das größte Stauereiunternehmen der Welt. Die hinterbliebenen Angehörigen und Freunde tragen die Narben."

Ein Beschäftigter, der anonym bleiben wollte, sagte der ITF heute, dass der Unfall hätte verhindert werden können, das Sicherheitsniveau im Terminal sei sehr niedrig. Die Beleuchtung sei schlecht, und niemand sei zuständig für die Verkehrsregelung.

Die ITF ist beunruhigt und alarmiert über diese Informationen und beanstandet, dass das KICT-Management keine offizielle Ermittlung eingeleitet hat. Gemeinsam mit der KICT Labour Union fordert die ITF das globale Management von Hutchison auf, sofort einzugreifen und eine von Gewerkschaft und Unternehmensleitung gemeinsam durchzuführende Untersuchung der Ursachen dieses tödlichen Unfalls aufzunehmen.

"Dies ist ein weiterer tragischer Vorfall, der erneut ernste Zweifel an den Sicherheitsverfahren bei Hutchison aufkommen lässt und die Frage aufwirft, wie ernst das Unternehmen seine Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit seiner Angestellten in seinen Häfen weltweit nimmt," so Crumlin.

"Die ITF tritt kompromisslos für Sicherheit ein, und Hutchison muss wissen, dass die ITF dafür kämpfen wird, dass alle Beschäftigten jeden Tag unversehrt von der Arbeit nachhause kommen."

"Wir rufen das globale Management von Hutchison in Hongkong erneut öffentlich dazu auf, sich mit der ITF an einen Tisch zu setzen, um ein Verfahren zur Beendigung dieser schrecklichen Unglücksserie zu schaffen," schloss Crumlin.

Vor diesem Unfall hatten sich zwischen 2016 und 2018 bereits fünf Todesfälle unter den Beschäftigten im ebenfalls zu Hutchison Ports gehörenden Jakarta International Container Terminal (JICT) ereignet sowie ein weiterer schwerer Zwischenfall im Jahr 2018 im Botany Terminal in Sydney, bei dem eine Beschäftigte einen Arm- und einen Beinbruch sowie eine geschlossene Kopfverletzung erlitt, sodass sie im künstlichen Koma um ihr Leben kämpfen musste.

 

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