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Irisches Kabinenpersonal zwingt Stobart Air an den Verhandlungstisch

16 Apr 2019
Das von der Gewerkschaft Fórsa vertretene Kabinenpersonal bei Stobart Air hat mit Arbeitskampfmaßnahmen gedroht, um das Unternehmen zu Anerkennungsverhandlungen zu bewegen.

Bislang hatte sich Stobart geweigert, eine Gewerkschaft überhaupt anzuerkennen, geschweige denn, an umfassenden Kollektivverhandlungen über Bezahlung und Arbeitsbedingungen teilzunehmen. Am Mittwoch zeigte das Kabinenpersonal, dass es diese Missachtung seiner grundlegenden Rechte nicht länger dulden wird, und stimmte mit 84 Prozent für einen Streik. Jeder einzelne Stimmzettel, der bei Fórsa einging, unterstützte das Vorgehen. Stobart hat jetzt Anerkennungsgespräche mit der Gewerkschaft eingeleitet, um den Streik abzuwenden.

Die ausbeuterischen Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie die Verweigerung grundlegender Gewerkschaftsrechte bei Stobart Air sind typisch für das Outsourcing-Modell, das sich in der europäischen Luftfahrtindustrie immer mehr ausbreitet. Stobart Air unterschreitet Arbeitsnormen ganz gezielt, indem es gewerkschaftlich organisierten Fluggesellschaften wie Aer Lingus und British Airways ermöglicht, eigene Beschäftigte und Einrichtungen durch Stobarts zu ersetzen.

Die Verteidigung der Arbeitsnormen in der Luftfahrt ist eine der zentralen globalen Prioritäten der ITF für die kommenden Jahre. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsgewerkschaften wie Fórsa kämpfen wir für eine Luftverkehrswirtschaft, in der alle Beschäftigten – ungeachtet ihres Arbeitgebers – Zugang zu gerechter Entlohnung, angemessenen Arbeitsbedingungen und gewerkschaftlicher Vertretung haben.

 

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