Besonders begrüßt wurde die Aufnahme von zwei Gewerkschaften für bislang nicht gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte: die Gewerkschaft des Kabinenpersonals bei TAM Mercosur aus Paraguay mit einer starken weiblichen Führungsspitze und einer weiblichen Vorsitzenden, und die Gewerkschaft der Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste bei LAN in Ecuador.
Vertreter/innen von Beschäftigten aus unterschiedlichen Bereichen des Luftverkehrssektors in Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Paraguay und Peru nahmen an der Sitzung teil. Auch die spanische Gewerkschaft Comisiones Obreras, die Beschäftigte bei LATAM im Flughafen von Barajas vertritt, entsandte Delegierte.
Die teilnehmenden LATAM-Beschäftigten erklärten sich solidarisch mit kolumbianischen Luftverkehrsbeschäftigten, die mit der Fluggesellschaft Avianca gerade hartnäckige Verhandlungen um gerechte Bezahlung führen. Auf einer Demonstration, die sie 7 km im Regen durch Bogotá führte, forderten sie Sicherheit, infrastrukturelle Schutzmaßnahmen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Ein Video von der Protestkundgebung ist hier zu sehen.
Anknüpfend an den Erfolg des LATAM-Netzwerkprojekts, das von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und FNV Mondiaal unterstützt wird, plant die ITF ein ähnliches Projekt bei den vor kurzem fusionierten Fluggesellschaften Avianca und TACA, in dessen Rahmen ein Netzwerk aufgebaut und nicht gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte in Mittelamerika für die Gewerkschaften gewonnen werden sollen.
Der Sekretär der ITF-Sektionen Zivilluftfahrt und Fremdenverkehrsdienste Gabriel Mocho erklärte: "Wir müssen die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir aus dem LATAM-Netzwerk ziehen, verbreiten und die Interessen anderer Beschäftigtengruppen in der Region und weltweit weiter vorantreiben. Das LATAM-Projekt wurde von Beginn an von mehreren ITF-Gewerkschaften unterstützt. Nun sind sie selbst in der Lage, ihre Erfahrungen weiterzugeben und andere zu unterstützen."
Erfolgsmodell LATAM-Netzwerk
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