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Ausgelagertes Fahrpersonal fordert seine Rechte bei Rio Tinto ein

13 Sep 2019
Das Fahrpersonal bei NFI Industries in den Vereinigten Staaten fordert die Anerkennung seiner Rechte nun auch beim Bergbauunternehmen Rio Tinto ein.

NFI erbringt Transport- und Warehousing-Dienstleistungen für eine Reihe von Kunden im Großraum Los Angeles. Das für seine verheerenden Beschäftigungsnormen bekannte Unternehmen ist wegen Lohndiebstahls und schlechter Beschäftigungsbedingungen in mehrere Arbeitskonflikte, Rechtsstreitigkeiten und formale Beschwerdeverfahren bei Regierungsbehörden verwickelt. Die Konflikte stehen mit der bewussten Fehlklassifizierung von Fahrer*innen als unabhängige Auftragnehmer*innen statt als Angestellte in Zusammenhang.

In dieser Woche hat das in der ITF-Gewerkschaft International Brotherhood of Teamsters organisierte Fahrpersonal bei NFI mehrere Aktionen durchgeführt, um das Unternehmen zu Verbesserung seiner Normen zu bewegen. Am 11. September 2019 reiste eine Delegation von Beschäftigten und führenden Gewerkschaftsmitgliedern zur Niederlassung von Rio Tinto, einem wichtigen Kunden von NFI, in London (Großbritannien), um das Bergbauunternehmen zum Eingreifen aufzufordern.

Rio Tinto hat sich einen Verhaltenskodex gegeben, der die Grundrechte der Beschäftigten in seiner Lieferkette explizit anerkennt. Auf der Jahreshauptversammlung von Rio Tinto im April 2019 hatten Gewerkschaften die Verstöße von NFI gegen den Kodex zur Sprache gebracht, woraufhin das Management versprochen hatte, in der Sache Maßnahmen zu ergreifen. Bis jetzt ist allerdings noch nichts geschehen.

Führungskräfte von Rio Tinto erklärten sich zu einem Treffen mit Vertreter*innen der Teamsters und der ITF bereit, und die beiden Parteien führten einen konstruktiven Dialog über die Probleme in der Lieferkette des Unternehmens. Wir sind gespannt, welche Maßnahmen Rio Tinto ergreifen wird, um gegen diese Arbeitsrechtsverletzungen vorzugehen.

Dazu Jeff Farmer, der Leiter der Organisationsabteilung bei den Teamsters: "NFI Industries bringt seinen Beschäftigten nichts als Verachtung entgegen, wie die lange Serie von Streiks und rechtlichen und ordnungspolitischen Klagen gegen das Unternehmen zeigt. In dieser Woche haben wir das Unternehmen mit unserem Kampf konfrontiert und dafür gesorgt, dass seine Kunden sich ihrer Verantwortung für die Sicherung von Arbeitsnormen bewusst sind."

ITF-Generalsekretär Steve Cotton erklärte: "Unternehmen am oberen Ende der Transportlieferketten müssen ihre Verantwortung gegenüber allen Beschäftigten, die zu ihren Profiten beitragen, wahrnehmen. Unsere Gespräche mit Rio Tinto stimmen uns optimistisch, und wir gehen davon aus, dass das Unternehmen seinem eigenen Verhaltenskodex Geltung verschaffen und NFI auf Linie bringen wird."

Eine Solidaritätsbotschaft des Sekretärs der ITF-Binnenverkehrssektionen Noel Coard an das in der Teamsters-Gewerkschaft organisierte Fahrpersonal bei NFI Industries

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