Mit einem Solidaritätsaufruf will die ITF tunesische Hafenbeschäftigte unterstützen, die sich aktuell gegen eine Antigewerkschaftskampagne zur Wehr setzen müssen.
Mitglieder der der ITF angeschlossenen Gewerkschaft Syndicat Generale de la Marine Marchande et des Ports – Tunis im Hafen La Goulette waren im März in den Streik getreten, nachdem die Hafenleitung vertraglich zugesicherte Vereinbarungen gebrochen hatte.
Seitdem führt die tunesische Hafenbehörde Office de la Marine Marchande et des Ports (OMMP) dem Vernehmen nach einen Feldzug gegen die Gewerkschaft. So hat sie u. a. Löhne einbehalten und zwei Vorstandsmitgliedern der Gewerkschaft, die als Abteilungsleiter tätig sind, ihre Leitungsfunktionen entzogen und disziplinarische Maßnahmen gegen sie eingeleitet.
Bilal Malkawi, Regionalsekretär für die arabische Welt, reagierte mit Empörung auf die Nachricht: "Diese Beschäftigten haben gestreikt, weil sie keine andere Wahl hatten. Jetzt sind sie deswegen mit einer gewerkschaftsfeindlichen Kampagne konfrontiert. Das muss aufhören, und die beiden Beschäftigten sollten wieder in ihre Positionen zurückkehren können. Die Gewerkschaften in der arabischen Welt haben sich bereits mit den Hafenbeschäftigten in La Goulette solidarisch erklärt. Diese Rückenstärkung muss nun auch aus anderen Teilen der Welt kommen."
Die ITF ruft die ihr angeschlossenen Hafengewerkschaften in aller Welt dazu auf, die tunesischen Beschäftigten durch Protestschreiben an die Hafenbehörde und Unterstützungsbotschaften an die Gewerkschaft zu unterstützen. Hier geht's zur Solidaritätswebseite>>
Solidaritätsappell für tunesische Hafenbeschäftigte
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