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ITF und UNI erweitern die Vereinbarung mit DPDHL um Sorgfaltspflicht und Menschenrechte in der Lieferkette

NACHRICHTEN

Deutsche Post DHL Group (DPDHL), ITF und UNI Global Union haben ihr gemeinsames OECD-Protokoll aus dem Jahr 2019 überarbeitet und gestärkt.

Mit der neuen Vereinbarung, die von der deutschen Nationalen Kontaktstelle für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen am 25. Juli 2022 unterzeichnet wurde, verpflichten sich DPDHL, ITF und UNI zu einem kontinuierlichen und konstruktiven Dialog über Beschäftigung und Arbeitsbeziehungen. DPDHL erklärte sich ferner bereit, gemeinsam mit UNI und ITF weiter an Wegen zu arbeiten, um die Verfahren zur Identifizierung, Verhinderung, Eindämmung und Beseitigung von Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen in seiner Lieferkette zu verbessern.

Gemeinsamer Arbeitsplan

Zur Erweiterung des Umfangs des Dialogs verständigten sich die drei Parteien erstmals auf einen gemeinsamen Arbeitsplan. Er konzentriert sich auf Themen von gemeinsamem Interesse und künftige Herausforderungen. Auf den regelmäßigen Treffen werden vertiefende Gespräche über die folgenden sieben Themenbereiche stattfinden, die in der DPDHL-Grundsatzerklärung zu Menschenrechten aufgeführt sind: Kinderarbeit, Vielfalt und Integration, Arbeitsbedingungen, Datenschutz, Zwangsarbeit, Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen sowie Umwelt.

Das erste OECD-Protokoll zwischen den Parteien wurde im Jahr 2016 unterzeichnet und im Jahr 2019 erneuert.

Dazu UNI-Generalsekretärin Christy Hoffman:

"Wir begrüßen dieses neue Protokoll, mit dem UNI und ITF in die Due-Diligence-Prozesse von DPDHL einbezogen werden und unsere Zusammenarbeit von der Problemlösung zur Prävention übergeht. Unsere früheren Vereinbarungen mit DPDHL, in denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit anerkannt wurde, stärkten den Aufbau von Gewerkschaften weltweit, insbesondere in den Ländern Afrikas, wo viele neue Gewerkschaftsmitglieder jetzt durch einen Kollektivvertrag geschützt sind. Wir hoffen, dass dieses jüngste Protokoll nun zu noch besseren Bedingungen für die Beschäftigten entlang der gesamten Lieferkette von DHL führen wird."

ITF-Generalsekretär Stephen Cotton erklärte:

"Wir sind der Auffassung, dass Beschäftigten ein Leben in Respekt und Würde und ein gerechter Anteil an dem von ihnen geschaffenen Wohlstand zusteht. Die langjährigen Beziehungen zwischen DPDHL und ITF und UNI treten nun in eine neue Phase ein, in der wir gemeinsam daran arbeiten müssen, den Beschäftigten mehr Gehör zu verschaffen und ihre Arbeitsplätze sinnvoll zu gestalten. Mit der Erneuerung dieser Partnerschaft werden die Werte der Verantwortlichkeit in der Lieferkette vorangebracht, und wir freuen uns darauf, unsere Kräfte zu bündeln und weiter gemeinsam Lösungen für Probleme und künftige Herausforderungen zu erarbeiten, die der Verkehrssektor zu stemmen hat, wie die Dekarbonisierung unserer Weltwirtschaft."

"Dank des globalen Protokolls wissen wir, dass unsere Forderungen die oberste Ebene der Unternehmensleitung erreichen, und sind in der Lage, die Probleme zu beheben, mit denen die Beschäftigten konfrontiert sind," so ein Angestellter und Gewerkschaftsvertreter bei DHL Guinea.

Die Parteien verständigten sich darauf, ihre produktiven Gespräche fortzusetzen, und werden regelmäßig dreimal jährlich Treffen auf Arbeitsebene durchführen. Der Generalsekretär der ITF und die Generalsekretärin der UNI werden weiterhin mindestens einmal im Jahr mit dem Personalvorstand der DPDHL Group zu einem Gespräch über die vereinbarten Schlüsselthemen zusammentreffen.

 

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