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ITF appelliert an Alsa Marokko: Zeigt Respekt!

25 Mar 2019
Presseerklärung
Mitglieder der UMT vor den Alsa-Geschäftsräumen in Tanger


Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), die weltweit 18 Millionen Verkehrsbeschäftigte vertritt, meldet schwerwiegende Bedenken hinsichtlich der Eignung von Alsa als Betreiber öffentlicher Verkehrsdienste in Marokko an, nachdem das Unternehmen zu einem wichtigen Termin mit dem Gouverneur von Tanger nicht erschienen ist.

Der Gouverneur Mohamed Mhidia hatte seine Vermittlung angeboten, nachdem Alsa eine konzertierte Verfolgungskampagne gegen aktive Mitglieder der ITF-Mitgliedsorganisation UMT in Tanger eröffnet hatte. So entließ das Unternehmen unter anderem den Generalsekretär der UMT-Geschäftsstelle bei Alsa in Tanger Jamal Al Sharfi und versuchte, andere Beschäftigte mit Einschüchterungsversuchen und Bestechungsgeldern zum Austritt aus der Gewerkschaft zu bewegen.

Die Repressalien hatten begonnen, nachdem die Beschäftigten bei Alsa in Tanger von ihrem international und national verankerten Recht Gebrauch machen wollten, eine unabhängige Gewerkschaft zu gründen, um sich Gehör zu verschaffen.

Dazu der Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektionen Noel Coard: "Alsa in Tanger gehört zur globalen National Express Group und sollte sich ein Beispiel an den anderen Unternehmen des Konzerns nehmen. In Großbritannien, den USA und Spanien unterhalten die Unternehmen der National Express Group gute Beziehungen zu den Beschäftigten. Dasselbe sollten sie in Marokko tun und auch dort die Wünsche ihrer Beschäftigten respektieren."

"Alsa expandiert gerade in Marokko und beteiligt sich an einer Ausschreibung in Casablanca. So lange das Unternehmen jedoch nicht unter Beweis stellt, dass es mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten kann, sind wir der Meinung, dass es für den Betrieb von Busdiensten in Marokko nicht geeignet ist."

"Wir fordern die Unternehmensleitung von Alsa in Marokko dringend dazu auf, ihre gewerkschaftsfeindlichen Taktiken einzustellen, den Dialog mit der Gewerkschaft ihrer Beschäftigten aufzunehmen und Jamal Al Sharfi wieder einzustellen."

 

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