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Garuda Indonesia: "Es ist an der Zeit die Rechtsverletzungen des Managements zu korrigieren"

NACHRICHTEN Presseerklärung

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) begrüßt die Entscheidung der indonesischen Regierung, den Vorstandsvorsitzenden und den Vorstand von Garuda Indonesia nach den jüngsten schwerwiegenden Korruptionsvorwürfen gegen die Fluggesellschaft zu entlassen.

Diese Vorfälle sind in den Augen der ITF jedoch nur eines von vielen Beispielen für die von ihr schon mehrfach kritisierten Rechtsverletzungen – insbesondere Verstöße gegen indonesisches Arbeitsrecht – der Unternehmensleitung.

Dazu der Sekretär der ITF-Sektion Zivilluftfahrt Gabriel Mocho Rodríguez: "Es ist an der Zeit, die Verfehlungen des ehemaligen Managements von Garuda Indonesia zu korrigieren, durch die wichtige Interessengruppen geschädigt wurden: hart arbeitende Angestellte der Fluggesellschaft, Passagiere und die indonesischen Bürgerinnen und Bürger, denen das Unternehmen letztendlich gehört."

"Wir begrüßen den neuen indonesischen Minister für staatseigene Unternehmen, Erick Thohir, in seinem Amt. Er hat die schwierige Situation bei Garuda Indonesia gut gemeistert und muss nun die Chance nutzen, eine neue Kultur bei der Fluggesellschaft aufzubauen."

Es gibt bei Garuda Indonesia eine Reihe drängender Probleme, die der Minister unbedingt angehen muss:

  • Wiedereinführung des Check-off-Systems (automatischer Abzug der Gewerkschaftsbeiträge von den Löhnen und Abführung der Beiträge an die vertretende Gewerkschaft)
  • Erstattung fälliger Beiträge an die Vereinigung der Flugbegleiter*innen Ikatan Awak Kabin Garuda Indonesia (IKAGI)
  • Erneuter Einsatz langjähriger und loyaler Mitarbeiter*innen, die wegen ihres gewerkschaftlichen Engagements bestraft wurden, im Flugdienst
  • Beendigung der Schikanen der Unternehmensleitung gegen Gewerkschaftsmitglieder
  • Einleitung eines ordnungsgemäßen Kollektivverhandlungsverfahrens in Einklang mit indonesischem und internationalem Recht
  • Anerkennung des Rechts der Beschäftigten bei Garuda Indonesia auf Vereinigungsfreiheit
  • Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen für die Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeziehungen im Unternehmen durch Respektierung der Beschäftigten und ihrer rechtmäßigen Gewerkschaft.

Gabriel Mocho Rodríguez fügte hinzu: "Wir danken ferner der Regierung Indonesiens für die Abwehr aller Versuche des ehemaligen Managements der Fluggesellschaft, der IKAGI eine neue Führungsspitze aufzuzwingen."

"Nur Gewerkschaftsmitgliedern steht es zu, über ihre Führung zu entscheiden. Das ist nach nationalem Recht und im Übereinkommen 87 der Internationalen Arbeitsorganisation über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes anerkannt."

Diese Position wurde vom ITF-Sektionsausschusses Zivilluftfahrt mit folgender Entschließung unterstützt: "Dieser Ausschuss erkennt Zaenal Muttaqin und Jacqueline Tuwanakotta, die die Gewerkschaft durch diese turbulente Zeit geführt haben, als rechtmäßige Vorsitzende der IKAGI an. Kollege Muttaqin und Kollegin Tuwanakotta wurden genauso wie die anderen Vorstandsmitglieder der IKAGI demokratisch gewählt."

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