Springe zum Hauptinhalt

Führende internationale Gewerkschafter/innen nehmen an Demonstrationen koreanischer Beschäftigter teil

16 Nov 2016
Eine hochrangige Delegation führender Gewerkschafter/innen von globalen Gewerkschaftsverbänden nahm am 12. November 2016 in Südkorea an Demonstrationen gegen die radikale Einschränkung demokratischer Rechte und die Kriminalisierung von Gewerkschaftsaktivitäten durch die Regierung des Landes teil.

Die Delegierten nahmen an Kundgebungen teil, statteten Parlamentsmitgliedern einen Besuch ab und besuchten inhaftierte Gewerkschaftsmitglieder, darunter Han Sang-gyun von der KCTU, Lee Jong-hwa von der KFCITU und Cho Sung-deok von der KPTU. Damit brachten sie unmissverständlich zum Ausdruck, dass die globale Gewerkschaftsbewegung sich mit großem Nachdruck für ihre sofortige Freilassung einsetzt.

Zudem befürworteten sie die Forderungen nach dem Rücktritt von Präsidentin Park Geun-hye, die in einen Korruptionsskandal großen Ausmaßes verwickelt ist.

Die Delegation setzte sich aus dem stellvertretenden ITF-Generalsekretär Rob Johnston, dem Generalsekretär der Bau- und Holzarbeiter-Internationale (BHI) Ambet Yuson und Valter Sanches, Generalsekretär von IndustriALL, zusammen. Sie wurden begleitet von führenden Gewerkschafter/innen des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB), des Gewerkschaftlichen Beratungsausschusses (TUAC) der OECD und der Internationalen Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter sowie von US-amerikanischen und europäischen Gewerkschaftsvertreter/innen und Regionalvertreter/innen von UNI Global Union.

Die Regierung unter Park begann im November letzten Jahres mit aller Schärfe gegen Gewerkschaften, demokratische Proteste und grundlegende Bürgerrechte vorzugehen. Seither wurden sechs Gewerkschafter/innen zu Gefängnisstrafen verurteilt, gegen zwei weitere läuft ein Verfahren. Die koreanischen Gewerkschaften widersetzen sich staatlichen Plänen zur Beschleunigung der Privatisierung, einer weiteren Prekarisierung der Werktätigen und der Einführung eines diskriminierenden und spaltenden Bezahlungssystems auf Leistungsbasis.

Dazu Rob Johnston: "Unser Besuch der zu Unrecht inhaftierten Gewerkschaftsmitglieder war emotional, aber sehr wirkungsvoll. Wir überbrachten den demonstrierenden Menschen eine klare Botschaft von ihnen: Lehnt euch auf, verschafft euch Gehör und wehrt euch."

"Wir waren in Südkorea, um sicherzustellen, dass die weltweite Gewerkschaftsbewegung direkt Zeuge der Bemühungen der Regierung wird, den Widerstand der koreanischen Beschäftigten zu brechen, und sich dagegen stellt. Als globale Gewerkschaftsführer werden wir die kontinuierlichen, erfolglosen Versuche der Regierung Südkoreas, die Gewerkschaftsbewegung zu zerschlagen, immer wieder bekämpfen."

Ein Bericht über den Protestmarsch und die Ansprache von Rob Johnston vor den Protestierenden (ab 39:40) kann aufgerufen werden unter https://goo.gl/aoMq8E.

Haltet euch über die Twitter-Hashtags #UnionRightsKorea, #KoreanStrike4Justice und #StopAttacksonKoreanUnions auf dem Laufenden.

Dies war bereits der zweite Besuch einer internationalen Gewerkschaftsdelegation in Korea innerhalb von zwei Monaten – mehr hier >>


Mehr über die jüngsten Unterstützungsbemühungen der ITF für die Beschäftigten in Korea unter:

IAO-Klage gegen Südkorea wegen der Verletzung von Gewerkschaftsrechten

Welle der Solidarität von ITF-Gewerkschaften für Kolleg/innen in Südkorea

ITF-Gewerkschaften stehen hinter Verkehrsbeschäftigten in Südkorea

 

Neuen Kommentar posten

Restricted HTML

  • Allowed HTML tags: <a href hreflang> <em> <strong> <cite> <blockquote cite> <code> <ul type> <ol start type> <li> <dl> <dt> <dd> <h2 id> <h3 id> <h4 id> <h5 id> <h6 id>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Web page addresses and email addresses turn into links automatically.