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In der ITF organisierte Deliveroo-Fahrer/innen protestieren

05 Feb 2018
Das Fahrpersonal beim Lebensmittellieferanten Deliveroo in Belgien hat Protestmaßnahmen ergriffen, um die Bestrebungen des Unternehmens, sie zur Selbständigkeit und damit zum Verzicht auf ihre Leistungsansprüche zu zwingen, zu stoppen.

Mitglieder des Collectif des coursier-e-s (eine Organisation von Deliveroo-Fahrer/innen) protestierten am 27. Januar in Brüssel vor der Geschäftsstelle von SMart, die ihre Beschäftigungsverträge verwaltet. Sie wurden von aktiven Mitgliedern der Gewerkschaft BTB und einer Delegation von 25 in der niederländischen FNV organisierten Deliveroo-Fahrer/innen, die aus den Niederlanden angereist waren, unterstützt.

Jean Bernard vom Collectif des coursier-e-s erklärte: "Wir sind heute hier, um feste Beschäftigungsverträge bei Deliveroo zu fordern. Gestern haben wir einen Vorschlag für einen Kollektivvertrag vorgelegt. Wir können hier nicht stoppen, wir haben ein Schlichtungsgespräch am Montag, aber wir zeigen mit unserer Anwesenheit hier, dass wir entschlossen sind, unsere Forderungen durchzusetzen."

Der niederländische Deliveroo-Fahrer Thomas van Drielen sagte, die Beschäftigten seien entschlossen, die Bemühungen des Unternehmens, das Fahrpersonal zu falschen "Freiberuflern" zu machen, zu vereiteln, und würden "weiter dagegen opponieren, bis Deliveroo uns zuhört".

Mac Urata, der ITF-Koordinator für Automatisierung und die Zukunft der Arbeit, mahnte, dieser Protest zeige, dass die Unternehmen der so genannten Gig-Ökonomie wie Deliveroo nicht damit davonkämen, Regelungslücken in der Einstufung von Arbeitskräften zu nutzen, um das Lohnniveau und die Arbeitsbedingungen zu schleifen. Die ITF-Familie stehe rückhaltlos hinter dem Kampf der Fahrer/innen, Deliveroo an der Flucht vor der Verantwortung gegenüber seinen Beschäftigten zu hindern.

 

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