Im gesamten Eisenbahnsektor und jedem Land der Welt gibt es im Eisenbahnsektor Beschäftigte mit Behinderung. Sie gehen täglich zur Arbeit und unterstützen den Betrieb wichtiger öffentlicher und kommerzieller Dienste, die dazu beitragen, die Mobilität der Welt zu gewährleisten. Doch aufgrund ihrer mangelnden Sichtbarkeit bleibt oft unerkannt, welchen Beitrag diese Beschäftigten leisten – und mit welchen zusätzlichen Hindernissen sie im Vergleich zu ihren nicht behinderten Kolleg*innen zu kämpfen haben –. Dies ist vor allem eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und ein Kernanliegen der Gewerkschaftsbewegung.
Auf der letzten Sektionskonferenz Eisenbahn, die im März 2023 in Johannesburg (Südafrika) stattfand, verabschiedeten die Mitgliedsorganisationen der ITF eine wegweisende Entschließung zu den Rechten von Bahnbeschäftigten mit Behinderung. Dies war das erste Mal, dass eine ITF-Sektion, -Region oder -Abteilung sich explizit mit dem Thema Behinderung auseinandersetzte und der Notwendigkeit Rechnung trug, dass die Gewerkschaftsbewegung der Erreichung der Gleichstellung von Beschäftigten mit Behinderung eine hohe Priorität beimessen muss.
