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Seeleute stehen im Mittelpunkt eines kommenden Gipfeltreffens in Manila

NACHRICHTEN
  • Arbeitgeber (IMEC), Reeder (ICS) und Gewerkschaften (ITF) werden am 26. Juni 2023, einen Tag nach dem Internationalen Tag der Seeleute, in Manila (Philippinen) zu einem Gipfeltreffen für Seeleute zusammentreffen. 
  • Dort sollen die Elemente beleuchtet werden, die für die erfolgreiche Anpassung des Berufsbilds von Seeleuten an die Erfordernisse der Schifffahrt der Zukunft notwendig sind. 
  • Als Gastgeberland eines der wichtigsten Gipfeltreffens dieses Jahres, in dessen Zentrum die Anforderungen an Seeleute im Jahr 2050 stehen, bestärken die Philippinen ihre führende Rolle bei allen Angelegenheiten, die Seeleute betreffen. 

1. Juni 2023, London (Großbritannien): Die Internationale Schifffahrtskammer (ICS), die Internationale Schifffahrtskammer (IMEC) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) werden am 26. Juni 2023 ein gemeinsames Gipfeltreffen in Manila ausrichten, das sich ausschließlich dem Thema widmet, die Zukunft der Branche so zu gestalten, dass die Seeleute weiter im Vordergrund stehen. 

Der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) Gilbert F. Houngbo wird den Gipfel mit dem passenden Titel 'Shaping the Future of Shipping – Seafarer 2050' eröffnen, der sich mit den Elementen befassen wird, die für die erfolgreiche Anpassung des Berufsbilds von Seeleuten an die künftigen Erfordernisse der Schifffahrt notwendig sind. Dazu gehören Aus- und Fortbildung, der Aufbau von Kapazitäten und Resilienz, die Anheuerung und langfristige Bindung von Seeleuten und die Gewährleistung eines sicheren, gerechten und menschenzentrierten Übergangs. Dem Aspekt der Anheuerung und langfristigen Bindung kommt zum aktuellen Zeitpunkt große Bedeutung zu, da im Schifffahrtssektor bis zum Jahr 2026 schätzungsweise zusätzlich 90.000 Seeleute benötigt werden, um den Handelsverkehr aufrechtzuerhalten. 

Der Gipfel wird Regierungsminister, Regulierungsbehörden, Reeder, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Branchenführer sowie Technologie- und Infrastrukturanbieter in einem Raum zusammenbringen, um über die Anforderungen an Seeleute im Jahr 2050 zu beraten. Als eines der größten Anbieterländer für Seeleute sind die Philippinen ein idealer Standort für Beratungen über die Arbeitskräfte im Seeverkehr. 

Dazu der Verkehrsminister der Philippinen Jaime Bautista: "Die bevorstehende Konferenz in Manila ist ein wichtiges Ereignis für den Schifffahrtsektor und auch für die Philippinen als Nation. Die Philippinen sind bekanntlich die Welthochburg der Seeleute, und unsere Seeleute sind nicht nur für die Zukunft der Schifffahrt unverzichtbar, sondern auch für die Wirtschaft unseres Landes. Im Zuge der Entwicklung der Branche in Richtung eines umweltfreundlicheren und digitaleren Betriebsumfelds mit ehrgeizigen Klimazielen bis 2050 und neu entstehenden Technologien stehen wir derzeit vor einem Scheideweg, aber eins ist wesentlich, nämlich dass die Seeleute im Mittelpunkt der Beratungen stehen müssen. Ich bin ermutigt, dass viele Branchenführer an der Konferenz teilnehmen werden und appelliere eindringlich an meine Ministerkolleginnen und -kollegen in der Region, sich an den Gesprächen zu beteiligen. Ich freue mich auf die Diskussionen über die Zukunft unserer Seeleute im Juni." 

Dieser nur für geladene Gäste zugängliche Gipfel wird sich auch mit den Risiken für die Schifffahrt und den Welthandel befassen, die mit dem Wandel der Branche einhergehen, sowie den Investitionen und Änderungen, die erfolgen müssen, um sicherzustellen, dass im Jahr 2050 genügend qualifizierte Seeleute für die Erfordernisse der Schifffahrt zur Verfügung stehen. 

Der Generalsekretär der Internationalen Schifffahrtskammer (ICS) Guy Platten erklärte: "Die Covid-19-Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie wichtig unsere Seeleute für das moderne Leben sind. Seeleute sind eine unglaublich wertvolle Ressource und wir müssen dafür sorgen, dass dem auf den höchsten Ebenen Rechnung getragen wird. Der Gipfel 'Seafarer 2050' bietet uns die Gelegenheit, die Schifffahrtsbranche zu versammeln und herauszufinden, welche weiteren Schritte wir unternehmen können, um eine bessere Zukunft für Seeleute zu gestalten und sicherzustellen, dass niemand im Zuge der Energiewende zurückgelassen wird." 

Der Vorsitzende des International Maritime Employers' Council (IMEC) Belal Ahmed sagte: "Unsere Branche steht aufgrund des Klimawandels und der rasanten Einführung neuer Technologien vor beispiellosen Herausforderungen. Der Seeverkehr ist wichtig für unseren Welthandel und unsere Seeleute bilden den Kern dieses Sektors. IMEC, ITF und ICS sind sich bewusst, dass wir diesen Herausforderungen nur gemeinsam entgegentreten und sicherstellen können, dass unsere Seeleute für die Welt der nachhaltigen Schifffahrt ausgebildet, versorgt und gerüstet sind. Der Gipfel 'Seafarer 2050' wird sich nicht nur mit den Aspekten befassen, bei denen wir zusammenarbeiten müssen, sondern auch mit der Notwendigkeit eines globalen Konsenses zur Unterstützung unserer Seeleute."

Stephen Cotton, der Generalsekretär der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) fügte hinzu: "Im Zuge unserer Zusammenarbeit während der pandemiebedingten Crewwechsel-Krise erkannten Arbeitgeber und Seeleutegewerkschaften, dass wir vor gemeinsamen Herausforderungen stehen und welchen Einfluss wir haben, wenn wir mit einer Stimme sprechen."

"Wir begrüßen es, dass diese globale Partnerschaft mit der Einbeziehung von Regierungen führender Schifffahrtsnationen, wie der Philippinen, auf die nächste Stufe gehoben wird. Bei dieser Veranstaltung halten wir Ausblick auf das Jahr 2050, um die erforderlichen praktischen Pläne für einen gerechten Übergang und zukunftsfähige Arbeitskräfte festzulegen."  

Weitere Informationen über den Gipfel Shaping the Future of Shipping – Seafarer 2050 sind hier zu finden.

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