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ITF von Russischer Föderation zu „unerwünschter Organisation“ erklärt

NACHRICHTEN

Die Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation hat die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) mit der Begründung, sie sei eine „Bedrohung der verfassungsmäßigen Ordnung der Russischen Föderation“, zu einer „unerwünschten Organisation“ erklärt. Die ITF widerspricht der Grundlage, auf der die Staatsanwaltschaft zu diesem Schluss gekommen zu sein scheint. Die ITF ist ein globaler, demokratischer, von Mitgliedern geführter Gewerkschaftsbund. Unser Auftrag ist, das Leben von Arbeitnehmer*innen zu schützen und zu verbessern. Die ITF hat Büros in London, Abidjan, Amman, Brüssel, Genf, Hongkong, Montreal, Nairobi, Neu-Delhi, Panama-Stadt, Rio de Janeiro, Singapur, Sydney und Tokio sowie Mitglieder in der ganzen Welt. Unsere Mission und Aktivitäten in Russland – genauso wie rund um den Erdball – sind darauf ausgerichtet, die Rechte von Verkehrsbeschäftigten zu schützen und zu fördern. Die Einstufung als „unerwünschte Organisation“ wird erhebliche Auswirkungen auf die 1,65 Millionen russischen Verkehrsbeschäftigten haben, die der ITF zu diesem Zeitpunkt angeschlossen sind. Dies gilt ganz besonders für die nahezu 200.000 russischen Seeleute, von denen ein bedeutender Anteil auf Schiffen mit von der ITF anerkannten Kollektivverträgen arbeitet. Die ITF hat russische Seeleute im Verlauf des Krieges weiter unterstützt – nicht nur die vielen Seeleute, die tagtäglich von den Schutzvorkehrungen profitieren, die durch ITF-Verträge garantiert sind, sondern auch jene, die Hilfe von der ITF ersucht und erhalten haben, um Millionen an ausstehenden Heuern einzufordern und die Rückführung im Stich gelassener Seeleute zu organisieren. Seit Januar 2022 wurden Schiffe mit insgesamt 11.405 russischen Seeleuten an Bord durch die ITF inspiziert, und ITF-Inspektoren haben auf diesen Schiffen fast 4 Millionen US-Dollar an nicht ausgezahlten Heuern zurückerlangt. Die ITF behandelt russische Seeleute weiterhin genauso wie alle anderen Seeleute, die unsere Hilfe und Unterstützung suchen. Die ITF bekräftigt ihre klare Forderung nach Frieden und einem Ende der russischen Militäroperation in der Ukraine. Wir stehen seit Beginn des Krieges solidarisch an der Seite aller arbeitenden Menschen, die in diesen Konflikt hineingezogen wurden. Wir fordern nach wie vor einen gerechten, dauerhaften Frieden, der auf internationalen Menschenrechten und dem humanitären Völkerrecht basiert. Der Solidaritätsfonds der ITF für ukrainische Verkehrsbeschäftigte und ihre Familien wurde ausschließlich für humanitäre Zwecke eingesetzt; die Mittel gingen an unabhängige angeschlossene Gewerkschaften und Hilfsorganisationen in der Schifffahrt. Wir stehen weiter solidarisch an der Seite der Menschen in der Ukraine, in Russland und in benachbarten Ländern, die Frieden, Dialog und Diplomatie fordern. Die ITF wird die Auswirkungen dieser Einstufung weiter beobachten. Nähere Informationen sind erhältlich von: media@itf.org.uk Über die ITF:  Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein globaler, demokratischer, von Mitgliedern geführter Zusammenschluss von 740 Verkehrsgewerkschaften und als die weltweit führende Institution im Verkehrssektor anerkannt. Wir setzen uns leidenschaftlich für die Verbesserung des Arbeitslebens ein, indem wir Gewerkschaften und Arbeitnehmernetzwerke aus mehr als 150 Ländern miteinander in Verbindung bringen und ihnen helfen, Rechte, Gleichheit und Gerechtigkeit für ihre Mitglieder zu sichern. Wir sind Sprachrohr für die 20 Millionen Verkehrsbeschäftigten, die die Welt bewegen.

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