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ITF-Seminar in Afrika ruft zum offenen Umgang mit dem Thema HIV/Aids auf

NACHRICHTEN

Kambudzi will nun den Aufbau eines Netzwerks HIV-positiver Verkehrsbeschäftigter in Malawi einleiten. Er appellierte an alle führenden Gewerkschaftsmitglieder und Beschäftigten, sich freiwilliger Beratung und Tests zu unterziehen und, wenn sie HIV-positiv sind, sich offen dazu zu bekennen und aktiv zu werden.

An dem Seminar, das vom 5. bis 7. Juni 2013 stattfand, nahmen 21 führende Gewerkschaftsmitglieder aus 14 Ländern teil. Es zielte auf den Aufbau von Gewerkschaftskapazitäten für die Entwicklung betrieblicher Politiken zu HIV und Aids sowie die Aufnahme von HIV/Aids-Klauseln in Kollektivverträge ab. Die Teilnehmer/innen befassten sich zudem mit der Planung von Kampagnen zur Überwindung von Stigmatisierung und Diskriminierung. Einzelne Seminarteile wurden von Mitarbeiter/innen des USAFIRI-Ortsverbands Mombasa, des ersten Netzwerks HIV-positiver Verkehrsbeschäftigter in Afrika, sowie der Regionalbüros der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) moderiert.

Zehn der Teilnehmer/innen waren weibliche Führungskräfte und Bildungsbeauftragte von ITF-Gewerkschaften. Damit wurde der Bedeutung des Gender-Aspekts bei der Bewältigung der HIV/Aids-Epidemie in Afrika Rechnung getragen, denn 60 Prozent aller Neuinfektionen betreffen Frauen.

Die Zambian National Union of Transport and Allied Workers (NUTAW) verwies auf ihre erfolgreiche Bilanz der letzten 12 Monate, in denen sie sechs Kollektivverträge mit HIV/Aids-Klauseln abschloss. Sie bemüht sich nun um die Verbesserung der Sozialleistungen für HIV-positive Beschäftigte. Die ugandische Amalgamated Transport and General Workers' Union berichtete über ihren Ansatz, HIV/Aids-Gesundheitseinrichtungen für die gewerkschaftliche Organisierung von Beschäftigten zu nutzen. Sie plant die Gründung eines USAFIRI-Ortsverbands in Uganda.
 
Joseph Katende, ITF-Regionalsekretär für Afrika, erklärte in einer Stellungnahme: "Verkehrsbeschäftigte unterliegen einem hohen HIV/Aids-Risiko. Wir wollen sie und ihre Familien dazu in die Lage versetzen, offen über die Krankheit zu reden und Maßnahmen zur Überwindung von Diskriminierung, Stigmatisierung und Isolierung zu ergreifen. Wir wollen Bewusstsein für das Risiko schaffen."

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