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Hartes Durchgreifen gegen Schurkenunternehmen in den Lieferketten, die die Beschäftigten gegeneinander ausspielen

04 May 2021
Quelle: Cameron Venti auf Unsplash

Ein neuer Zusammenschluss zur Stärkung des gewerkschaftlichen Einflusses entlang der US-amerikanischen Westküste ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen globale Unternehmen, die die Lieferkette für ihre Profite instrumentalisieren.

Die International Longshore and Warehouse Union (ILWU) und die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) haben miteinander vereinbart, mindestens die nächsten beiden Jahre zusammenzuarbeiten. Dabei werden sie sich vor allem darauf konzentrieren, die Lebensbedingungen von erwerbstätigen Frauen und Männern entlang der maritimen Lieferkette in der Region zu verbessern. 

“Diese Partnerschaft entsteht zu einem kritischen Zeitpunkt im globalen Kampf gegen die Ausweitung der Sweatshop-Logistik,” erklärte Stephen Cotton, der Generalsekretär der ITF. “Indem wir Beschäftigte aus allen Bereichen der Lieferketten zusammenbringen, können wir kollektive Maßnahmen ergreifen und einander unterstützen, statt den globalen Arbeitgebern freie Hand zu lassen, sie gegeneinander auszuspielen.” 

Der globale Gewerkschaftsverband und seine Mitgliedsorganisation werden Ressourcen und Informationen austauschen, Daten zusammentragen und Beschäftigungsnormen überprüfen. Sie werden zusammenarbeiten, um Branchenprofile zu erstellen, Mitglieder zu schulen und Strategien zu entwickeln, um den Arbeitsrechtsverletzungen von Arbeitgebern in den maritimen Güterlieferketten entlang der Westküste der USA zu bekämpfen.

“Es gibt immer noch zu viele Bereiche, wo Frauen und ethnische Minderheiten ausgebeutet werden, um die Arbeitskosten niedrig zu halten,” so der ILWU-Präsident für internationale Beziehungen Willie Adams. “

“Indem sie Druck auf einen Bereich der Lieferkette ausüben, haben Arbeitgeber schon zu oft Menschen in anderen Bereichen ausgebootet. Partnerschaften wie diese geben uns eine Chance auf einen fairen Kampf.” — Willie Adams, ILWU-Präsident für internationale Beziehungen.

Die ITF-Strategie für die Lieferkette geht mit einem enormen Aufwand an Kampagnen- und Lobbyarbeit einher, um unseren Einfluss bei globalen Logistikunternehmen, ihren Kunden, Investoren und Aufsichtsbehörden zu stärken. Den Beschäftigten und Gewerkschaften vor Ort kommt eine entscheidende Rolle zu. Die Partnerschaft wird auf Ressourcen der ITF-Teams für maritime Angelegenheiten, Recherchearbeit und Kampagnen zurückgreifen, aber das Gesamtprogramm wird von der ILWU und Jacqueline Smith, der ITF-Koordinatorin für die maritimen Industrien, geleitet werden.