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Endlich frei! – Albedo-Geiseln auf dem Weg nach Hause

23 Sep 2014
Elf über dreieinhalb Jahre von somalischen Piraten gefangen gehaltene Seeleute wurden endlich freigelassen, mit der Aussicht, ihre Familien nach diesem schrecklichen Erlebnis wiederzusehen.

Die sieben Bangladescher, zwei Sri Lankaner sowie ein Inder und ein Iraner zählten zu den 23 Besatzungsmitgliedern des unter malaysischer Flagge fahrenden Containerschiffs Albedo, das am 26. November 2010 von somalischen Piraten 900 Seemeilen entfernt von Somalia gekapert wurde. Ein indischer Seemann starb in Gefangenschaft und sieben Besatzungsmitglieder aus Pakistan wurden im Juli 2012 freigelassen.

Die Albedo – mit den verbleibenden Geiseln immer noch an Bord in den Gewässern Somalias – wurde immer seeuntüchtiger und ging im Juli 2013 bei einem schweren Sturm unter. Die nun freigelassenen elf Geiseln wurden an Land gebracht, doch das Schicksal von vier Seeleuten aus Sri Lanka nach dem Sturm ist unbekannt.

Peter Swift, Vorsitzender des Maritime Piracy Humanitarian Response Programme (MPHRP), begrüßte die Freilassung und sichere Rückkehr der verbleibenden Besatzung nach 1.288 Tagen in Gefangenschaft, gedachte aber auch im Namen der Organisation der Familien der in Gefangenschaft gestorbenen indischen Geisel sowie der vier vermissten Sri Lankaner.

Das MPHRP wies darauf hin, dass fast 40 Seeleute und Fischereibeschäftigte nach wie vor in Somalia gefangen gehalten werden – alle seit mehr als zwei Jahren und einige seit über vier Jahren –, und rief dazu auf, sich für die Freilassung dieser Gefangenen einzusetzen.

Dave Heindel, Vorsitzender der ITF-Seeleutesektion, begrüßte in seinem Kommentar zu der Geiselbefreiung außerdem die Entscheidung der NATO, ihre Pirateriebekämpfungsoperation vor Somalia bis 2016 zu verlängern, und verwies auf die Rolle des Militärs sowie die Bereitstellung von privatem bewaffnetem Wachpersonal an Bord der Schiffe zur Bekämpfung somalischer Piraten.

"Es besteht jedoch nach wie vor die ernsthafte Gefahr, dass dieses Problem wieder auftreten könnte, sobald irgendwelche der Gegenmaßnahmen eingestellt werden," so Heindel. Er fügte hinzu, dass auch anderorts stärkere Maßnahmen zur Pirateriebekämpfung erforderlich seien, "vor allem in Westafrika".

Alle Angriffe und verdächtigen Sichtungen sollten an das IMB Piracy Reporting Centre weitergeleitet werden:

Tel.: (+603) 2031 0014 (24-Stunden-Dienst)

Email: imbkl@icc-ccs.org

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