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Covid-19-Infektionen: Logistikbeschäftigte in Südkorea organisieren sich

NACHRICHTEN

Trotz der generell gut koordinierten Maßnahmen gegen Covid-19 in Südkorea haben die mangelnden Arbeitsschutzvorkehrungen bei Coupang zu einer Ansteckung von über 150 Mitarbeiter*innen geführt. Auch außerhalb des Betriebs verbreitete sich diese verheerende Krankheit weiter – ein Familienmitglied eines Beschäftigten wurde nach einer Coronavirus-Infektion für hirntot erklärt.

Coupang verfolgt ein ähnliches Geschäftsmodell wie Amazon, beschäftigt sein Personal zu unsicheren Bedingungen und macht eine gewerkschaftliche Vertretung innerhalb seines Unternehmens praktisch unmöglich. Die Beschäftigten haben nun jedoch eine informelle Organisation namens Coupang Victims Alliance gegründet und werden aktiv von der Gewerkschaft KPTU unterstützt, die u. a. Rechtsberatung zur Verfügung stellt und sich um eine Untersuchung der Vorfälle und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Die ITF hat sich an ihre Mitgliedsorganisationen im Bereich Logistik und Lagerhaltung mit der Bitte gewandt, sich mit den Beschäftigten bei Coupang solidarisch zu erklären.

Im Laufe der Covid-19-Pandemie hat die E-Commerce-Branche einen beispiellosen Aufschwung erlebt, da durch die Schließung von Geschäften viel mehr Menschen in aller Welt auf eine Online-Bestellung von Waren ausgewichen sind. Mehr als jemals zuvor unterstreicht die ITF daher die Notwendigkeit, dass Logistik- und Lagerbeschäftigte umfassenden Arbeitsschutz, gerechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen haben müssen, die der entscheidenden Bedeutung ihrer Tätigkeit entsprechen.

Bitte schickt eine Solidaritätsbotschaft an die Beschäftigten bei Coupang per E-Mail an warehousing@itf.org.uk

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