Zwischen dem 22. und dem 30. Juni 2015 besuchten die ATGWU-Vertreter die Public Transport Operators' Union (Puton) und die Matatu Workers' Union (MWU) in Kenia sowie die Communication and Transport Workers' Union of Tanzania (COTWU-T). Stephen Abima, der Programmbeauftragte der ATGWU, wurde dabei von John Mark Mwanika, dem Koordinator des ITF-Projekts für informelle Verkehrsbeschäftigte, begleitet.
Im öffentlichen Personennahverkehr in Afrika sind überwiegend informelle Arbeitnehmer/innen beschäftigt, z. B. Fahrer/innen der im Überfluss vorhandenen privaten Minibusse, Motorrad-und Fahrradtaxis.
Bei ihren Treffen in Kenia und Tansania diskutierten die ITF-Mitgliedsorganisationen über die Probleme, mit denen sie bei der gewerkschaftlichen Organisierung des informellen Sektors konfrontiert sind – beispielsweise im Hinblick auf die Erhebung von Mitgliedsbeiträgen angesichts der Tatsache, dass die Beschäftigten häufig ohne Verträge arbeiten – und tauschten sich über Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Strategien aus.
Dazu der Generalsekretär der PUTON Mbuthia Gakere: "Die kenianischen Gewerkschaften im informellen Sektor benötigen die Unterstützung der ITF-Familie bei der Aktivierung ihrer großen Mitgliederbasis, um unabhängige und zuverlässige Beitragsverfahren zu entwickeln, wirksame Kampagnen zu organisieren und Bildungsprogramme für unsere Mitglieder durchzuführen."
MWU-Generalsekretär Henry Omoga bewertete den Besuch als sehr fruchtbar für seine Gewerkschaft und fügte hinzu, dass die Weiterführung dieses Gedankenaustauschs allen Gewerkschaften dabei helfen werde, die Beschäftigungsbedingungen im informellen Sektor zu verbessern.
Die vier Gewerkschaften vereinbarten die Fortsetzung gegenseitiger Besuche und ihre weitere Zusammenarbeit für den Aufbau von Gewerkschaftskapazitäten für die Organisierung des informellen Sektors.
Das ITF-Projekt für informelle Verkehrsbeschäftigte – ein globales Bildungsprojekt über die Organisierung des informellen Sektors – läuft in Zusammenarbeit mit dem Global Labour Institute in Großbritannien und wird von der niederländischen gewerkschaftlichen Entwicklungshilfeeinrichtung FNV Mondiaal finanziert.
Aktuelle Informationen zum Thema gibt es im ITF-Blog für informell Beschäftigte.
Austausch ugandischer, kenianischer und tansanischer Gewerkschaften über die Organisierung des informellen Sektors
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