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ITF und Uber führen globale Sicherheits-Charta für Kurier*innen ein

NACHRICHTEN

Im Zuge der Fortsetzung ihres sozialen Dialogs führen die ITF und Uber eine Sicherheits-Charta für Kurier*innen ein

  • Mit der gemeinsamen Sicherheits-Charta wird Uber dazu verpflichtet, Arbeitsschutzverfahren für Millionen von Kurier*innen in über 11.000 Städten in der ganzen Welt auszuweiten.
  • ITF und Uber haben ferner ihre Vereinbarung erneuert, den sozialen Dialog über eine weltweite Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen für das Fahr- und Kurierpersonal fortzusetzen. 
  • Vorausgegangen waren über zwei Jahre Verhandlungen, die zu besseren Schutzbestimmungen für Plattformbeschäftigte in Australien, Belgien, Brasilien und Großbritannien führten.

Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und Uber haben eine gemeinsame Charta ins Leben gerufen, um die Gesundheit und Sicherheit von Millionen von Kurier*innen in über 11.000 Städten rund um den Globus zu verbessern.

Mit der Globalen Charta für Gesundheit und Sicherheit von Kurier*innen werden zwölf Grundsätze eingeführt, zu deren Umsetzung Uber sich verpflichtet hat und die den besonderen Sicherheitsbelangen von Kurier*innen Rechnung tragen, insbesondere derer, die über die Uber-Plattform per Fahrrad, Scooter oder Motorrad Lieferdienste erbringen. 

Dies umfasst den verbesserten Zugang der Kurier*innen zu Sicherheitsausrüstung, die Einführung von In-App-Verkehrssicherheitsfunktionen, mehr Sicherheit im zwischenmenschlichen Bereich, Unterstützung der psychischen Gesundheit und das Eintreten für sichere und nachhaltige Normen in Zusammenarbeit mit Kurier*innen und ihren Vertreter*innen.

Die neue Sicherheits-Charta steht im Zusammenhang mit der Erneuerung des gemeinsamen Engagements von ITF und Uber für die Fortsetzung ihres sozialen Dialogs über Themen, die Plattformbeschäftigte global betreffen, wie Gewerkschaftsvertretung, Vereinigungsfreiheit und Verhandlungen, Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit, Sozialschutz sowie Konfliktlösung.

Seit der Unterzeichnung ihrer ersten Absichtserklärung vor über zwei Jahren haben ITF und Uber bedeutende Fortschritte im Hinblick auf die Arbeitsbedingungen und die Rechte von Plattformbeschäftigten in Ländern auf der ganzen Welt erzielt. 

Die historische Zusammenarbeit hat zu zwei bilateralen Abkommen zwischen Uber und der ITF angeschlossenen Gewerkschaften in Großbritannien und Belgien geführt, mit denen gute Beschäftigungsbedingungen garantiert und neue Einspruchsverfahren bei Sperrung sowie eine bessere Vertretung der Beschäftigten eingeführt werden. 

In Australien wurden wegweisende neue Gesetze verabschiedet, die branchenweite Mindestnormen für alle Plattformbeschäftigten vorsehen, und in Brasilien im Anschluss an soziale Dialogprozesse, an denen Uber, andere Plattformunternehmen, ITF-Gewerkschaften und Regierungsbehörden beteiligt waren, neue Vorschriften für Fahrer*innen bei Ride-Hailing-Diensten eingeführt.

Die Erfolge der letzten zwei Jahre sind ein eindeutiger Beleg dafür, dass Plattformunternehmen und Gewerkschaften sich an einen Tisch setzen und Kompromisse erzielen können, wenn sie ihre Zusammenarbeit und die Verbesserung der Bedingungen für Fahr- und Kurierpersonal in den Fokus stellen.

In einem Kommentar zu der Bekanntmachung sagte ITF-Generalsekretär Stephen Cotton: "Der Schutz des Lebens und der Existenzgrundlagen von Beschäftigten und der Einsatz dafür, dass sie bei der Festlegung von Arbeitsschutznormen mit am Tisch sitzen, sind für die ITF oberste Priorität. Die heutige Mitteilung ist ein Schritt hin zu besseren Bedingungen für Millionen von Plattformbeschäftigten weltweit."

"Die Bedeutung dieser globalen Sicherheits-Charta darf keineswegs unterschätzt werden – sie hat zur Folge, dass Millionen von Beschäftigten ihrer Arbeit in dem Wissen nachgehen können, dass sie ein Mitspracherecht haben, wenn es darum geht, einen sicheren Arbeitsplatz zu gestalten und zu fordern."

"Egal bei welchem Unternehmen und Verkehrsträger, die ITF wird immer ihr Augenmerk darauf richten, wie die Beschäftigten geschützt werden können, und wir werden nie davor zurückscheuen, Missstände anzuprangern. Diese weltweit erste Sicherheits-Charta mit Uber zeigt jedoch, dass alle davon profitieren, wenn Unternehmen und Gewerkschaften im Geiste der Zusammenarbeit miteinander kooperieren."

Pierre-Dimitri Gore-Coty, Uber-Vizepräsident, Lieferdienste, erklärte: "Kuriere spielen im Alltag von Millionen von Menschen eine wichtige Rolle, da sie auf Knopfdruck die Zustellung von fast allem ermöglichen. Wir sind stolz darauf, in Zusammenarbeit mit der ITF eine branchenweit einzigartige Charta einzuführen, die die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlergehen all derer zur Priorität macht, die über die Uber-Plattform Lieferdienste erbringen."

Andrew Byrne, Leiter des Bereichs Global Public Policy, Uber, ergänzte: "Unsere branchenweit wegweisende Partnerschaft mit der ITF hat weltweit zu besseren Arbeitsbedingungen für Hunderte von Plattformbeschäftigten geführt. Auch wenn noch viel zu tun ist und wir nicht in allen Fragen einer Meinung sind, ist klar, dass wir wesentliche Fortschritte in kritischen Punkten erreichen können, wenn Uber, die ITF und ihre Mitgliedsorganisationen zusammenarbeiten. Wir hoffen, dass unsere erneuerte Partnerschaft mit der ITF und unsere Globale Charta für Gesundheit und Sicherheit von Kurier*innen den Weg für weitere politische Entscheidungsträger, Sozialpartner und Plattformunternehmen ebnet, sich unserem Engagement anzuschließen und die Plattformarbeit für alle zu verbessern."
 

ENDE
 

Hinweise für Redaktionen 
 

Mehr zur Globalen Charta von ITF und Uber für Gesundheit und Sicherheit von Kurier*innen:
Die Charta umfasst 12 Grundsätze, die festlegen, wie Uber Kurier*innen proaktiv unterstützen, Sicherheit in seine App integrieren und in Partnerschaft mit Städten und Beschäftigtenvertreter*innen dafür sorgen wird, die Sicherheit von Kurier*innen zu verbessern. Die gemeinsame Charta bekräftigt die Unterstützung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Kurier*innen und enthält Verpflichtungen in Bezug auf die Sicherheit im Straßenverkehr und im zwischenmenschlichen Bereich sowie die psychische Gesundheit und den Arbeitsschutz. Sie baut auf den bereits vorhandenen Maßnahmen von Uber für die Sicherheit des Fahrpersonals auf, wie Follow My Ride, die In-App-Notfalltaste, Helmerkennung und Checklisten für die Sicherheit von Fahrrädern und Motorrädern.

Bekräftigung des Engagements für die Verbesserung der Plattformarbeit
Im Jahr 2022 unterzeichneten Uber und die ITF eine Absichtserklärung zur Eröffnung des sozialen Dialogs über die nachhaltige Förderung menschenwürdiger Arbeit für Fahr- und Kurierpersonal weltweit. 

Angesichts des Erfolgs dieser Zusammenarbeit wurden diese Vereinbarung zwei Jahre später um weitere zwei Jahre verlängert. Dabei werden die ITF und Uber Projekte in den Mittelpunkt stellen, die die Erfahrungen aller Uber-Fahrer*innen und -Kurier*innen auf breiter Basis verbessern, und daran arbeiten, dass Plattformbeschäftigte, unabhängig von der App, die sie benutzen, das gleiche Maß an Schutz genießen.
 

Zur ITF: Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) ist ein demokratischer, von Mitgliedern geführter Zusammenschluss von fast 700 Verkehrsgewerkschaften. Wir kämpfen engagiert für die Verbesserung des Arbeitslebens und vernetzen Gewerkschaften aus 154 Ländern miteinander, um Rechte, Gleichheit und Gerechtigkeit für ihre Mitglieder zu sichern. Wir sind das Sprachrohr von 20 Millionen Verkehrsbeschäftigten, die die Welt in Bewegung halten.

Zu Uber: Uber ist eine Mobilitäts- und Lieferplattform, die 7 Millionen Fahrer*innen und Kurier*innen beschäftigt und 150 Millionen monatlich aktive Fahrer*innen und Zustellkunden in über 70 Ländern auf der ganzen Welt bedient.

 

Medienkontakte: 
 

Für die ITF: 
Jessica Summers | summers_jessica@itf.org.uk | (+447702) 259 612

Für Uber: 
Caspar Nixon | caspar@uber.com | (+447731) 558 233

 

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