Sergey Mastepan, Vertreter der der ITF angeschlossenen Unabhängigen Seeleutegewerkschaft Estlands (EMSA), wurde von Transiidikeskus AS, einem in der Nähe des Hafens von Tallinn ansässigen Stauereiunternehmen, auf die Straße gesetzt.
Vorausgegangen war seine offene Kritik an schlechten Arbeitsbedingungen und gewerkschaftsfeindlicher Diskriminierung durch den Arbeitgeber bei einer Rede vor Streikposten. Er hatte auch in den Medien auf die Situation aufmerksam gemacht.
Zur Rechtfertigung der Kündigung von Sergey Mastepan nach über 20 Dienstjahren wurden offenbar geringfügige und fingierte "Vertragsverletzungen" angeführt.
Die Gewerkschaft EMSA setzt sich nun zur Wehr und wird gegen das Unternehmen vor Gericht ziehen. Darüber hinaus ist eine globale Online-Kampagne angelaufen, die die Vorstandsmitglieder von Transiidikeskus AS dazu auffordert, die Wiedereinstellung Mastepans zu veranlassen.
Der EMSA-Vorsitzende Jyri Lember erklärte: "Sergey ist mit Herz und Blut Gewerkschafter und engagiert sich für die Verbesserung der Bedingungen der Gewerkschaftsmitglieder im Hafen von Tallinn. Dafür wird er jetzt schikaniert. Wir dürfen uns das als Gewerkschaftsbewegung nicht gefallen lassen, wir müssen dafür eintreten, was richtig ist. Zuallererst werden wir jetzt dafür sorgen, dass Sergey seinen Arbeitsplatz zurückbekommt und die schlechten Arbeitsbedingungen und die Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern ein Ende haben. Wir wissen die internationale Solidarität unserer Kolleginnen und Kollegen in der ITF sehr zu schätzen."
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