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Neujahrsbotschaft 2024 des ITF-Präsidenten

NACHRICHTEN

Liebe Kolleginnen und Kollegen in der ITF, 

2024: Ein neuer Jahresanfang mit all den Herausforderungen, die sich uns in einer zunehmend dysfunktionalen Welt stellen. Wir müssen weiter daran arbeiten, die Verantwortlichkeit des Arbeitgebers am Arbeitsplatz zu stärken, die Sicherheit zu erhöhen, die ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern, Lieferketten aufzubauen, die Mehrwert schaffen und keine Wertminderung, die den Beschäftigten nicht die Löhne nehmen und sie nicht umbringen. 

Dies sind große Herausforderungen.

Ich bin seit dem ITF-Kongress 2010 in Mexico City ITF-Präsident, und gemeinsam mit Steve Cotton und dem Vorstand sind wir entschlossen, die ITF auch in Zukunft in den Brennpunkt der Kampagne für Arbeitnehmerrechte, Menschenrechte, Umweltrechte und Arbeitgeberverantwortung zu stellen. 

Wir müssen uns in Einigkeit und Entschlossenheit zusammenschließen. Wir stehen vor einigen großen Herausforderungen. 

Es ist für uns alle erschütternd, die Zerstörung in Palästina zu sehen, die Zerstörung im Gazastreifen, die Zerstörung sogar im Westjordanland. Es muss Frieden hergestellt werden, und die ITF hat sich an vorderster Front für den Frieden eingesetzt.

Da die Lieferketten in diesem Gebiet jedoch unverzichtbar sind, tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, dass diese Gemeinschaften allen Widrigkeiten zum Trotz geschützt werden, und zwar in einer Weise, die den Frieden in dieser Region gewährleistet. Das kann nur durch einen Waffenstillstand geschehen, das kann nur durch angemessene und würdige Anerkennung und Respekt geschehen.

Wir setzen uns für die Rechte der Seeleute und die Gewerkschaftsrechte in Chile ein, wo wir vor kurzem ein Treffen hatten.

Wir stehen hinter unseren argentinischen Kolleginnen und Kollegen angesichts der schwerwiegenden Angriffe unter der neu gewählten Regierung.

Wir müssen nach Afrika gehen und weiterhin deutlich machen, dass wir es bei der Integration und Wiedereingliederung in die Weltwirtschaft voll unterstützen werden. 

Angesichts des Wachstums der Region Asien/Pazifik müssen wir die Rentenpläne in Indien und in der gesamten Region in den Fokus rücken und dafür sorgen, dass die Gewerkschaftsbewegung mit Wirtschaftswachstum und Verantwortlichkeit Hand in Hand geht. 

Wir müssen uns mit dem Wiederaufbau des Luftverkehrs befassen und sicherstellen, dass wir die Branche auf der Grundlage höchster Beschäftigungsnormen wiederherstellen und nicht die niedrigsten Beschäftigungsnormen zur Anwendung kommen, die mit Billigfluggesellschaften verbunden sind. 

Es ist wichtig, dass wir die Gig-Economy, Automatisierung und künstliche Intelligenz auf eine Weise angehen, die Arbeitsplätze verbessert und nicht gefährdet. 

Und wir haben noch weitere große Herausforderungen zu bewältigen. Wir müssen die Konsolidierung unserer internationalen Lieferketten fortsetzen. 

Ob Straßentransport, Eisenbahn, Luftverkehr, maritime Industrien oder Häfen – all diese Sektoren sind für die Weltwirtschaft unverzichtbar, die durch die neoliberale Agenda, mit der Arbeitnehmerrechte abgeschafft und der Wettlauf nach unten durch Ausbeutung und Steuerhinterziehung vorangetrieben wird, so falsch gesteuert wird. All diese Dinge schaffen eine Weltwirtschaft, in der es keine Rechenschaftspflicht gibt.

Wir stehen im Brennpunkt dieser Entwicklungen.

Wir stehen im Brennpunkt, wenn es darum geht, bei Investitionen die höchsten Normen für Umwelt, sozial verantwortliche Arbeitsbedingungen und gute Unternehmensführung einzufordern, wobei diese Unternehmen, in die wir unsere Rentenfonds investieren, in die wir unsere lebenslangen Investitionen in Form von aufgeschobenen Löhnen stecken, einen besseren Arbeitsplatz und eine bessere Gemeinschaft schaffen sollen.

Es muss eine Rechenschaftspflicht geben, und auch dafür setzen wir uns an vorderster Front ein. Das ist eure ITF, das ist unsere ITF. 

Wenn wir am Ende des Jahres in Marrakesch zusammenkommen, werden wir ein neues Programm festlegen. Unser letztes Treffen liegt schon eine Weile zurück. Seitdem zeigte sich in allen Bereichen, allen Sektionen und allen Regionen diese demokratische Energie der arbeitenden Männer und Frauen. 

Ich werde erneut um eure Stimmen werben und hoffe auf eure Unterstützung als Präsident der ITF, damit wir die in Mexico City begonnene Arbeit fortsetzen und auf diesem Fundament der Fairness, Transparenz, Rechenschaftspflicht, sozialen Gerechtigkeit und Anerkennung weiter aufbauen können.

Für alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihrem Alter. 

Es ist eine spannende Zeit für uns. Lasst uns mit Optimismus, Einheit, Entschlossenheit und Mut nach vorne blicken, denn nur so kommen wir voran. Das ist es, was uns hierher gebracht hat, und das ist es, was uns und die 20 Millionen Beschäftigten, die wir direkt vertreten, und die vielen weiteren Millionen Beschäftigten da draußen, die nicht das Recht haben, einer Gewerkschaft anzugehören und anerkannt zu werden, weiterhin stärken wird. Dies ist auch Teil unseres Auftrags. 

Das sind viele Herausforderungen, aber mit unserem wunderbaren Team in London und auf der ganzen Welt, in den Regionen und den Sektionen, und mit eurer Unterstützung – der Unterstützung der uns angeschlossenen Gewerkschaften, der wirklich arbeitenden Männern und Frauen – werden wir die Aufgabe gut bewältigen. 

Lasst uns also ein erinnerungswürdiges Jahr 2024 schaffen. Kolleginnen und Kollegen, die ITF ist da und bleibt da.
 

VOR ORT