|  النص فقط  |  إمكانية الدخول  |  مساعدة الموقع  |  خريطة الموقع  |
الاسم المستخدم لدخول ITF الخاص بي | قم بالتسجيل
* *
نشرة النقل الدولية على الموقع
*
*

 
 

Schulung und Mitgliederwerbung

ITF translations available: English, Deutsch

Google free translation: Italiano, Norske, Português, Türk, 中国的, 한국의, Bahasa Melayu, ภาษาไทย, हिंदी, اردو, தமிழ், Kiswahili, Español, Français, Svenska, Русский, العربية

Mac Urata, Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektionen, befasst sich mit einem Praxisprojekt für Lkw-Fahrpersonal in Mittelamerika, mit dem man Schulung und Mitgliederwerbung geschickt verbunden hat

Als die ITF unseren Projektvorschlag dem Amerikanischen Zentrum für Internationale Arbeitssolidarität (ACILS) unterbreitete, suchte ich nach einer Liste von Gewerkschaften für Verkehrsbeschäftigte in Mittelamerika. Wir kannten zwar die uns angeschlossene SINAMEQUIPH, eine große Gewerkschaft für das Fahrpersonal von Tanklastzügen in Honduras, wussten ansonsten aber nicht allzu viel über die Region.

ACILS ist das für internationale Solidarität zuständige Büro des US-Gewerkschaftsdachverbands AFL-CIO. Die ACILS-Feldbeauftragte Liz O’Conner war der Ansicht, dass man den von der ITF ausgerichteten Internationalen Aktionstag für den Straßentransport gut für die Anwerbung von Mitgliedern nutzen könnte. Und so nahm das Ganze seinen Anfang.

Im Mai 2000 war ich mit José Iglesias vom Interamerikanischen Regionalbüro der ITF vor Ort. Unser Besuch erwies sich als sehr erfolgreich. Wir kamen mit Vertretern von über einem Dutzend Gewerkschaften aus Honduras, Nicaragua, El Salvador und Guatemala zusammen und einigten uns darauf, als Nächstes ein Seminar zu veranstalten und dazu Gewerkschaften aus den genannten vier Ländern sowie aus Costa Rica, Panama und Mexiko einzuladen.

Mittlerweile hatten wir einen regen Austausch per E-Mail. Wir beschlossen, uns auf Mitgliederwerbung „von unten“ und eine Schulung der damit Betrauten zu konzentrieren. Im September 2000 fand ein praxisorientiertes Seminar statt, in dessen Verlauf wir Gruppendiskussionen und Rollenspiele durchführten. Im darauf folgenden Monat beteiligten sich alle Gewerkschaften, die am Seminar teilgenommen hatten, zum ersten Mal am Aktionstag.

Daraufhin standen im Februar 2001 nationale Seminare in Honduras, El Salvador und Guatemala auf dem Programm, bei denen man sich speziell auf Themen konzentrierte, die für das Lkw-Fahrpersonal von Belang waren. Während man bei den vorausgegangenen Tagungen nur einige nationale Spitzenkräfte aus jeder Gewerkschaft einladen hatte können, waren diesmal mehr Aktivisten mit von der Partie. Manche von ihnen hatten feste Vorstellungen: Sie wollten zu Grenzübergängen gehen und mit dem Lkw-Fahrpersonal reden.

Ein gutes Jahr nach unserem ersten Besuch vor Ort fuhren Liz, José, eine Gruppe einheimischer Aktivisten und ich eines Sonntag morgens nach Esquipulas in Guatemala nahe der Grenze zu El Salvador und Honduras. Bald stießen Aktivisten aus diesen Ländern hinzu. Bis zum Nachmittag war die Gruppe auf über 30 Personen angewachsen, die sich auf das Programm für die nächsten drei Tage konzentrierten. Wir beschlossen, am nächsten Morgen zeitig zur Grenze aufzubrechen. Am Nachmittag wollten wir jeweils die Ergebnisse vom Vormittag auswerten und die Strategie für den nächsten Tag erörtern.

Am Grenzübergang stellten wir sicher, dass jedem Team Gewerkschafter aus allen drei Länder angehörten. Bei den Sitzungen hatten manche lange Reden gehalten, während andere sich über die „mangelnde finanzielle Unterstützung“ durch die ITF und ACILS beklagt hatten. Während der drei Tage an der Grenze jedoch machte es allen Spaß, von Lkw zu Lkw zu gehen und mit dem Fahrpersonal über die Vorteile einer Gewerkschaftsmitgliedschaft zu sprechen. Die Aktivisten kamen mit über 300 Fahrerinnen und Fahrern in Kontakt, von denen sich 60 noch vor Ort zum Beitritt bereit erklärten. Diese Beschäftigten vertrauten ganz offensichtlich einer Gruppe von Gewerkschaftern, die an einem entlegenen Grenzübergang auf sie zuging und sich ihre Probleme anhörte.

Damit war das Programm abgeschlossen. Nach Auskunft von SINAMEQUIPH ist mittlerweile eine regere Beteiligung an den Gewerkschaftsaktivitäten zu verzeichnen, vor allem durch jüngere Mitlieder. Einige Mitglieder von SNTITSC in El Salvador traten wegen interner Meinungsverschiedenheiten aus der Organisation aus. FENASSEP in Guatemala muss noch wie versprochen der ITF beitreten. Liz wurde Leiterin einer mittelamerikanischen Frauenorganisation namens STITCH, arbeitet jedoch nach wie vor als Beraterin für ACILS.

Zurückblickend lässt sich sagen, dass wir zwar nur ein kleines Stück vorangekommen sind. Doch das Vertrauen, das jeder von uns schon nach kurzer Zeit in das Programm gesetzt hat, ist von Dauer.

*
*
*
ITF House, 49-60 Borough Road, London SE1 1DR  |  +44 20 7403 2733   |  mail@itf.org.uk
ITF House, 49-60 Borough Road, London SE1 1DR  |  +44 20 7403 2733   |  mail@itf.org.uk