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محتوى الصفحة: Home > مجلة النقل الدولي "Transport International" > Nr. 35 / April 2009 > Europäischer Betriebsrat
Wie kam es zu deiner Mitarbeit im Europäischen Betriebsrat (EBR)?
J. B.: Ich kam zum ersten Mal mit dem EBR in Berührung, als meine Gewerkschaft, die britische Transport and General Workers' Union, gebeten wurde, eine/n Vertreter/in in das Verhandlungsgremium zu entsenden, das zur Gründung des Betriebsrats eingerichtet wurde. Im November 2000 wurde ich in den Koordinierungsausschuss und im April 2003 und Oktober 2008 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Um welche Hauptthemen geht es bei UPS in Europa?
J. B.: Die Themen sind ähnlich wie bei allen anderen globalen Unternehmen: Restrukturierung zur Kostensenkung und alles, was damit verbunden ist, wie Outsourcing, Vertragsvergabe, Standortverlagerungen in Niedriglohnländer und Shared Service Center.
HintergrundinformationenWas ist das Konsultationsforum für europäische Arbeitnehmer/innen bei UPS? Das Konsultationsforum für europäische Arbeitnehmer/innen bei UPS (European Employee Consultation Forum – EECF) ist ein Europäischer Betriebsrat (EBR). Es setzt sich aus europäischen Beschäftigten bei UPS, die dem UPS-"European Employee Forum" (EEF) angehören, und Vertreter/innen der UPS-Unternehmensleitung zusammen. Der erste Vertrag zur Gründung des Forums wurde nach Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und dem Unternehmen im Jahr 1999 unterzeichnet. Damit wurde der Europäischen Richtlinie zur Gründung von EBR zur Verbesserung der Informations- und Konsultationsrechte europäischer Arbeitnehmer/innen am Arbeitsplatz entsprochen. Wie fügt sich der europäische UPS-Koordinierungsausschuss in diese Strukturen ein? Der Koordinierungsausschuss ist paritätisch mit Vertreter/innen der Unternehmensleitung und des Konsultationsforums – derzeit insgesamt vier Mitgliedern – besetzt und fungiert in der Zeit zwischen den UPS-EECF-Jahreskonferenzen als "Kommunikationsplattform" zwischen dem Konsultationsforum und UPS. Der Koordinierungsausschuss tritt viermal im Jahr zusammen, um Arbeitsprogramme festzulegen und die Hauptkonferenzen nachzubereiten. |
Wie will das Gremium diese Probleme angehen?
J. B.: Wir können diese Themen nur mit einem gut organisierten und kommunikationsorientierten Beschäftigtenforum angehen. Wir brauchen Informationen der Vertreter/innen, um die Unternehmensleitung mit Forderungen zu konfrontieren. Die Wahl eines neuen Koordinierungsausschusses und die Ernennung von Cristina Tilling als ETF-Beraterin sind Schritte zur Erhöhung der Effizienz der Arbeit des EBR bei UPS.
Auf welche Schwierigkeiten stößt die Tätigkeit des EBR?
J. B.: Ich habe die Gründung eines aktiven und erfolgreichen EBR aus mehreren Gründen immer als langfristiges Projekt gesehen: Zwischen den Beschäftigtenvertreter/innen gibt es Verständigungsschwierigkeiten, da sie nicht dieselbe Sprache sprechen und manchmal nur einmal im Jahr zusammentreffen. Sie haben oft sehr unterschiedliche Hintergründe im Hinblick auf Arbeitgeber-/Arbeitnehmerbeziehungen, und ihre Vorstellungen und Ziele für einen EBR klaffen folglich manchmal auseinander. Darüber hinaus gibt es, insbesondere in einigen Ländern, keinen regelmäßigen Wechsel der Vertreter/innen, um den Prozess zu unterstützen. Die mangelnde Gewerkschaftspräsenz und die Tatsache, dass die Unternehmensleitung von Anfang an die Entwicklungen kontrollieren wollte, haben dazu geführt, dass der EBR bei UPS als Vertretungsgremium der Beschäftigten nicht so effizient ist, wie es eigentlich möglich wäre. Wir bemühen uns, das zu ändern.
Wie siehst du die künftigen Entwicklungen?
J. B.: Die Wirtschaftslage seit der berüchtigten Kreditkrise zeigt die Notwendigkeit eines effizienten und konstruktiven EBR, um angesichts der permanenten Kostensenkungsbestrebungen globaler Unternehmen dazu beizutragen, Arbeitsplätze und den Lebensstandard der Beschäftigten zu erhalten.
John Boodle ist der stellvertretende Vorsitzende des europäischen UPS-Koordinierungsausschusses.
Das Interview führte Yasmin Prabhudas.
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Issue 35 - April 2009
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