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محتوى الصفحة: Home > مجلة النقل الدولي "Transport International" > Nr. 35 / April 2009 > Mit gutem Beispiel vorangehen
HIV/Aids hat als gewerkschaftsrelevantes Thema nichts von seiner Brisanz verloren. Aus diesem Grund beschloss Randall Howard, der Generalsekretär der South African Transport and Allied Workers' Union (SATAWU) in Südafrika, mit gutem Beispiel voranzugehen, indem er sich einem Aids-Test und einer Beratung unterzog. Mit diesem Schritt wollte Howard "konkretes Führungsverhalten" demonstrieren und alle Gewerkschaftsmitglieder dazu motivieren, sich im Rahmen der Aktivitäten der SATAWU zum Welt-Aids-Tag auf HIV testen zu lassen.
"Die Testergebnisse sind zwar vertraulich, werden aber dazu beitragen, die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krankheit zu ergreifen und, was noch wichtiger ist, durch entschiedenes Eingreifen dafür zu sorgen, dass diejenigen unter uns, die infiziert und von der Krankheit betroffen sind, weiter Lebensqualität genießen können," so Howard.
Er war bereit, seine Testergebnisse öffentlich bekanntzugeben, um anderen Gewerkschaftsmitgliedern Mut zu machen, damit sie "sich vielleicht dazu durchringen, sich dem Thema unmittelbar zu stellen", so Howard weiter. Es sei für viele nach wie vor äußerst problematisch, über HIV und Aids zu reden, geschweige denn einzugestehen, dass sie infiziert oder betroffen sind.
20. Welt-Aids-Tag – Fortschritte aber keine LösungInmitten der Turbulenzen der größten globalen Finanzkrise seit Jahrzehnten müssen die politischen Führungsebenen ihre Versprechen zur Lösung der HIV/Aids-Problematik einlösen, wenn sie die in langen Jahren umkämpften Erfolge nicht aufs Spiel setzen wollen. Am 1. Dezember 2008 jährte sich der Welt-Aids-Tag zum 20. Mal. In den letzten 20 Jahren wurden in der Prävention und Behandlung von HIV und Aids erhebliche Fortschritte erzielt, aber die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen müssen noch weit mehr tun, um bis zum Jahr 2010 den allgemeinen Zugang zu Prävention, Behandlung, Pflege und Unterstützungsangeboten sicherzustellen. |
Die Ausbreitung der Krankheit kann nur gestoppt werden, wenn sich die Beschäftigten testen lassen. Eine vor kurzem in der medizinischen Zeitschrift The Lancet veröffentlichte UN-Studie forderte allgemeine und freiwillige HIV/Aids-Tests und den frühen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten, um die Verbreitungsrate innerhalb von zehn Jahren um mehr als 95 Prozent zu senken. Der Studie zufolge könnte eine solche Initiative zusätzliche gesundheitliche Vorteile erbringen, wie die Eindämmung von Tuberkulose und die Reduzierung der Übertragung von HIV/Aids von der Mutter auf das Kind.
HIV/Aids – Aufklärung und Politik
HIV und Aids betrifft nicht nur Verkehrsbeschäftigte, sondern auch ihre Familien. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig für Gewerkschaften, Aufklärungsprogramme für die Familienangehörigen von Verkehrsbeschäftigten anzubieten. Im Dezember organisierte die indische Verkehrsgewerkschaft Maharashtra State Transport Kamgar Sanghatana ein einwöchiges Fortbildungsprogramm für die Familien von Verkehrsbeschäftigten in ihren Wohngebieten.
Ein wichtiger Aspekt von Strategien zur HIV/Aids-Bekämpfung auf betrieblicher Ebene ist auch die Entwicklung einer eigenen zielgerichteten Politik, die einen Rahmen für Aktivitäten zur Eindämmung der Epidemie und zur Bewältigung ihrer Auswirkungen am Arbeitsplatz vorgibt. Die Clerical and Commercial Workers' Union in Guayana begann mit der Entwicklung und Umsetzung einer HIV/Aids-Politik, die Aufklärung sowie freiwillige Beratungen und Tests fördert. Am Welt-Aids-Tag verteilte die Gewerkschaft Kondome in den Betrieben. Sie veröffentlichte mehrere Artikel, in denen sie die Bedeutung der Bekämpfung von HIV und Aids am Arbeitsplatz hervorhob und auf die Unterstützungsangebote für ihre Mitglieder hinwies.
Aber auch ITF-Mitgliedsorganisationen in Ländern mit niedriger Verbreitungsrate sind aktiv, organisieren Aufklärungsmaßnahmen und machen deutlich, wie wichtig es ist, das Thema HIV und Aids auf betrieblicher Ebene anzugehen. Die mexikanische Luftverkehrsgewerkschaft Associación Sindical de Sobrecargos de Aviación de Mexico (ASSA) führte in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde für den Luftverkehrssektor ein Seminar durch. Sie veranstaltete mehrere Vorführungen des von der ITF produzierten Dokumentarfilms "Highway of Hope". Gemeinsam mit örtlichen Nicht-Regierungsorganisationen betrieb sie einen einwöchigen Informationsstand, an dem sie Bildungsmaterialien und Kondome verteilte.
Blutspenden
Einen weiteren wesentlichen Beitrag können Gewerkschaften leisten, indem sie Blutspenden organisieren, die eine ordnungsgemäße Kontrolle des Blutes auf HIV sicherstellen. HIV-infiziertes Blut ist der Hauptübertragungsweg für HIV/Aids und Schätzungen zufolge für zwei bis drei Prozent aller HIV-Infektionen weltweit verantwortlich. Ein Patient, dem HIV-positives Blut übertragen wird, wird mit über 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit mit HIV infiziert. Dennoch werden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich schätzungsweise sechs Millionen Bluteinheiten übertragen, die nicht ordnungsgemäß auf HIV und Hepatitis B und C getestet wurden.
Indische Gewerkschaften, darunter die Bahngewerkschaften All India Railwaymen's Federation (AIRF) und National Federation of Indian Railwaymen (NFIR), führen landesweit regelmäßig freiwillige Blutspendeaktionen in ihren Geschäftsstellen durch. Das gesamte gespendete Blut wird regulär getestet. "Freiwillige Blutspenden können durch sichere Bluttransfusionen erheblich zur Eindämmung der HIV-Übertragung beitragen," erklärt Mahendra Sharma, der stellvertretende ITF-Regionalsekretär für Asien/Pazifik. "Jedes Jahr spenden indische Bahnbeschäftigte etwa 0,25 Millionen Bluteinheiten." Am 1. Dezember 2008 organisierte die Southern Railway Mazdoor Union eine Blutspendeaktion, an der sich über 500 Mitglieder beteiligten.
Mit Aktivitäten wie diesen kann die Gewerkschaftsbewegung ihren Beitrag zur Bekämpfung von HIV und Aids leisten.
Umfassende Informationen über die Aktivitäten von ITF-Mitgliedsorganisationen weltweit können unter www.itfglobal.org/hiv-aids abgerufen werden.
Dr. Syed Asif Altaf ist Koordinator des HIV/Aids-Projekts der ITF.
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Issue 35 - April 2009
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