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محتوى الصفحة: Home > مجلة النقل الدولي "Transport International" > Nr. 35 / April 2009 > Hilfe für Gaza
In Reaktion auf die Raketenangriffe der palästinensischen Hamas flog Israel am 27. Dezember 2008 den ersten größeren Luftangriff auf den Gazastreifen. Zum 20. Januar 2009 schätzten Vertreter/innen der Vereinten Nationen und von Nachrichtenagenturen, dass durch den Krieg in Gaza mehr als 1.300 Palästinenser/innen getötet und über 5.000 verletzt wurden. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Zivilist/innen.
Der ITF angeschlossene Gewerkschaften ergriffen umgehend Maßnahmen, um der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu helfen. In Jordanien starteten Verkehrsgewerkschaften, angeführt von der Air Transport und Tourism Union, eine großangelegte Spendenaktion, an der sich die Mehrheit der Beschäftigten bei Royal Jordanian Airlines, darunter Kabinenpersonalmitglieder, Piloten, Fluglotsen, Aushilfskräfte usw., auf freiwilliger Basis beteiligten. Die ITF leistete hierfür einen Spende in Höhe von 3.000 US-Dollar.
Im Rahmen der Spendenaktion wurden insgesamt 150.000 Jordanische Dinar gesammelt – davon konnten wir dringend benötigte medizinische Versorgungsgüter und Lebensmittel, sowie drei Krankenwagen erwerben.
Royal Jordanian Airlines stellte uns kostenlos einen Airbus A310 zur Verfügung, mit dem wir die Hilfsgüter am 8. Januar von Amman nach Al-Arisch (Ägypten) bringen konnten; dies war die erste gewerkschaftliche Hilfslieferung.
Trotz einiger Schwierigkeiten beim Ausladen der Güter, die wir aufgrund inadäquatem Gerät am Flughafen Al-Arisch hatten, war die Hilfsmission erfolgreich. Neben Transportgeräten auf dem Flughafengelände mietete ich Lkws, um die Ladung zum Grenzübergang Rafah (Ägypten/Gaza) zu bringen, wo sie von Personal des Roten Halbmonds in Empfang genommen und in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz weiterverteilt werden sollten.
Die von den Gewerkschaften bereitgestellten Krankenwagen waren die ersten, die nach den Militäraktionen in den Gazastreifen gelangten. Sie konnten ihre Zielorte rechtzeitig erreichen, um Schwerverletzte nach Ägypten zu bringen, wo sie medizinisch versorgt wurden.
Außerdem verlief der Lkw-Transport der Hilfsgüter nach Gaza ohne Zwischenfälle.
Wir haben gesammelt, wonach freiwillige Helfer aus Jordanien und das medizinische Fachpersonal in Gaza am dringendsten verlangt hatte.
Die Hilfsgüter umfassten Babymilch, Operationsgeräte, Erste-Hilfe-Mittel und Verbrennungsverbände. Nachdem wir von den ägyptischen Behörden die Genehmigung für den Flug erhalten hatten, arbeiteten jordanische Gewerkschafter/innen und ich die ganze Nacht durch, um die Güter zu verpacken und in das Flugzeug zu laden.
Am 21. Januar wurde dann ein zweiter Hilfsflug von Amman nach Al-Arisch organisiert. Der Gesamtwert der unterschiedlichen Güter, die wir auf den beiden Flügen nach Gaza transportierten, lag bei etwa 450.000 US-Dollar.
Beim zweiten Hilfsflug gab es erneut Schwierigkeiten beim Entladen des Flugzeugs. Trotz eines forcierten Waffenstillstands war es auch dieses Mal schwer, die Güter zu entladen und nach Rafah zu transportieren. Nach einigem Hin und Her erreichten die Hilfsgüter jedoch die Bedürftigen im Gazastreifen.
Diese Hilfsaktion machte deutlich, welch wichtige Rolle die Gewerkschaftsbewegung dabei spielt, die Not von Menschen in Kriegs- und Krisengebieten zu lindern. Die ITF war die erste Gewerkschaftsföderation, die nach Ende des Krieges in den Irak ging, genauso wie später in den Libanon nach Ende des Militärkonflikts im Jahre 2006, und jetzt während und nach dem Krieg in Gaza.
Die ITF ist nicht nur ein globaler Gewerkschaftsverband, der Beschäftigte unterstützt und sich für ihre Rechte einsetzt – sie versucht zudem, überall auf der Welt humanitäre Hilfe zu gewährleisten. Die Unterstützung von Beschäftigten und ihren Familien ist der richtige Weg, um zur Schaffung von Frieden rund um den Globus beizutragen. Ich persönlich war sehr stolz auf die Verkehrsbeschäftigten, die an beiden Hilfsaktionen beteiligt waren, und hoffe, dass wir damit das Elend etwas lindern konnten. Zudem bin ich äußerst stolz darauf, für die ITF tätig zu sein.
Die internationale Gewerkschaftsbewegung, darunter der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) und der Internationale Metallgewerkschaftsbund (IMB), unterstützte Spendenappelle für die humanitäre Hilfsaktion. Die ITF möchte sich bei allen ihr angeschlossenen Gewerkschaften bedanken, die sich daran beteiligt haben, sowie auch den Mitgliedsorganisationen von Föderationen der Verkehrsgewerkschaften in Jordanien, Tunesien und dem Libanon.
Wir erhielten u. a. Spendenzahlungen von folgenden Gewerkschaften:
Unser Dank geht ferner an Samer Majali, Präsident und Generaldirektor der Royal Jordanian Airlines, für die Bereitstellung eines Airbus A310, der groß genug war, um neben den Hilfsgütern auch Krankenwagen unterzubringen.
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Issue 35 - April 2009
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