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محتوى الصفحة: Home > مجلة النقل الدولي "Transport International" > Nr. 1 / Juni 2000 > Vorbereitungen zur Kampagne
Die ITF startet nun eine neue Kampagne gegen die schlechten Beschäftigungsbedingungen in der US-amerikanischen Kreuzschifffahrt. Dies gab Generalsekretär David Cockroft auf einer Konferenz der Connecticut Maritime Association im März dieses Jahres in den Vereinigten Staaten bekannt.
"Wir werden die größten Unternehmen wie Disney und Carnival ins Visier nehmen," erklärte er vor den Sitzungsteilnehmer/innen, unter denen sich auch viele Reedervertreter befanden.
Die ITF-Kampagne wird gemeinsam mit dem amerikanischen Gewerkschaftsdachverband AFL-CIO organisiert.
"Wir wollen keine Rundumschläge verteilen", so Cockroft weiter. Von dieser Taktik habe man nach der Reform der Billigflaggenkampagne im Jahr 1998 Abstand genommen. "Wir konzentrieren uns vielmehr auf die gravierendsten Missstände bei den schwärzesten Schafen," fügte er hinzu.
Beteiligung der Hafenbeschäftigten
Im letzten Jahr entschied das US-Unternehmen Premier Cruises, künftig auf gewerkschaftlich organisierte Hafenbeschäftigte zu verzichten und dafür die Dienste einer gewerkschaftsfreien Stauereifirma in Port Canaveral (Florida) in Anspruch zu nehmen. Die ITF befürchtet, dass Kreuzschifffahrtunternehmen aufgrund der steigenden Investitionen in neue Schiffe eine aggressivere Politik der Gewinnmaximierung durchzusetzen versuchen könnten. Der Sekretär der Sektion Häfen, Kees Marges, warnte deshalb die Hafengewerkschaften in einem Schreiben vor entsprechenden Schritten durch die Arbeitgeber. Darüber hinaus bat er die angeschlossenen Gewerkschaften, einen Fragebogen zur Kampagne im Kreuzschifffahrtsektor auszufüllen. Damit soll festgestellt werden, wie viele Hafenbeschäftigte in Kreuzschifffahrtterminals arbeiten.
Probleme im Sektor
Das Wachstum der letzten zehn Jahre brachte auch Probleme mit sich. So haben sich die Fälle sexueller Belästigung auf See vervielfacht. Bei einer Klage gegen Carnival Cruises stellte sich heraus, dass zwischen 1993 und 1998 über 100 Beschwerden wegen sexueller Belästigung eingegangen waren.
Und auch der mit einer Million erwarteter Passagiere florierende Kreuzschifffahrtmarkt in Alaska geriet in die Negativschlagzeilen: Royal Caribbean wurde zu einer Rekordgeldstrafe von 6,5 Mio US-Dollar verurteilt, weil die Schiffe des Unternehmens ungeklärtes Abwasser, Öl und andere Abfälle in Alaskas Gewässer geleitet hatten.
Frauendilemma: Mehr Arbeitsplätze - aber auch jede Menge Diskriminierung>>
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Issue 1 June 2000
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