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محتوى الصفحة: Home > مجلة النقل الدولي "Transport International" > Nr. 1 / Juni 2000 > Aids und Afrika: ein Thema für Verkehrsbeschäftigt
Von der ITF finanzierte Untersuchungen haben einen Zusammenhang zwischen Beruf und Risikoverhalten ergeben
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind über 20 Millionen Menschen in der Subsaharazone HIV-positiv - fast zwei Drittel der weltweit Infizierten. Und ihre Zahl steigt weiter.
Aus Untersuchungen über die Ausbreitung von Aids in der Subsaharazone geht hervor, dass Beschäftigte in der Verkehrswirtschaft und insbesondere Fernfahrer als besonders gefährdete "Risiko"-Berufsgruppe anzusehen sind. Bisher allerdings gibt es nur wenige wissenschaftliche Analysen über die Gründe für eine erhöhte Anfälligkeit dieser Gruppe bzw. Strategien zur Eindämmung der Übertragungsgefahr unter den Arbeitnehmer/innen im Verkehrssektor.
Im letzten Jahr startete die ITF auf dringendes Ersuchen angeschlossener Gewerkschaften aus der Region ein dreimonatiges Forschungsprojekt in Uganda. Denn gerade in diesem Land gilt Aids mittlerweile als Haupttodesursache unter der berufstätigen Bevölkerung. Ziel der Studie war es, Genaueres über die Ansteckungsgefahr unter den Beschäftigten in der Verkehrswirtschaft herauszufinden.
Insbesondere sollen mithilfe des Projekts neue, während der Feldforschung erhobene Daten mit bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen verglichen werden, um die Grundlage für ein 12-monatiges Aktionsprogramm zu schaffen. Mit dieser Initiative will man das Bewusstsein für die Ansteckungsgefahr mit dem HIV-Virus schärfen und sich auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen für die Beschäftigten in der Verkehrswirtschaft und ihre Familien konzentrieren, wobei unter anderem Themen wie die Rechte des Einzelnen, Diskriminierung und das Verhalten am Arbeitsplatz im Mittelpunkt stehen sollen.
Das Forschungsteam konzentrierte sich auf die wichtigsten Grenzübergänge und Rastplätze entlang des transafrikanischen Highways, einer Hauptverkehrsader, die durch Uganda führt und Mombasa (Kenia) im Osten mit Goma (Demokratische Republik Kongo) im Westen verbindet. Die Daten wurden mittels ausführlicher Interviews, Zielgruppendiskussionen und Fragebögen erhoben.
Die Wissenschaftler führten jedoch nicht nur Gespräche mit dem Fahrpersonal selbst. Zu Wort kamen auch Personen aus deren Umfeld, andere Beschäftigte in der Verkehrswirtschaft und ihre Vertreter/innen aus den angeschlossenen Gewerkschaften - der Amalgamated Transport and General Workers' Union (ATGWU) und der Uganda Railways Workers' Union (URWU) - sowie örtliche Organisationen, die sich ebenfalls mit der Aidsbekämpfung befassen.
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Issue 1 June 2000
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