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Entrüstung über die geplante Hinrichtung eines Lehrers im Iran
26 November 2008
Die ITF ist entsetzt über die für den heutigen Tag geplante Hinrichtung eines iranisch-kurdischen Lehrers und Sozialarbeiters im Iran.
Farzad Kamangar, Mitglied einer Lehrer/innengewerkschaft, wurde nach Auskunft seines Anwalts auf der Grundlage absolut nichtiger Beweise zum Tode verurteilt und wird möglicherweise heute gehängt. Berichten zufolge wurde er zur Vorbereitung der Exekution bereits aus seiner Zelle im Teheraner Evin-Gefängnis geholt. Gefängnisbeamte sollen ihm seine unmittelbar bevorstehende Hinrichtung mitgeteilt und ihn als Märtyrer verspottet haben.
Das iranische Revolutionsgericht hatte am 25. Februar diesen Jahres die Todesstrafe über Kamangar verhängt. "In Kamangars Prozessakten und -aufzeichnungen weist nichts auf eine Verbindung zu den gegen ihn vorgebrachten Anschuldigungen hin," so sein Anwalt. Er bestätigt zudem, dass Kamangar im Ermittlungsverfahren von allen Anklagen freigesprochen wurde.
Seit zwei Monaten durfte Kamangar weder seinen Anwalt noch seine Familie sehen. Im Juni startete die Bildungsinternationale (BI), der Bildungsgewerkschaften aus 172 Ländern angeschlossen sind, eine Kampagne, mit der sie die iranische Regierung aufforderte, die gegen Kamangar verhängte Todesstrafe umzuwandeln und eine gerechte Wiederaufnahme seines Falls in die Wege zu leiten.
Gemeinsam mit dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) schließt sich die ITF dem Appell der BI an die iranische Regierung an, die Hinrichtung auszusetzen, und fordert die internationale Gemeinschaft zur Intervention auf.
ITF-Generalsekretär David Cockroft erklärte in einer Stellungnahme: "Es ist schockierend, dass der Oberste Gerichtshof trotz der gemeinsamen Bemühungen mehrerer nationaler und internationaler Organisationen um eine Umwandlung der Todesstrafe gegen Farzad Kamangar auf seinem Urteil beharrt. Die ITF und der IGB wenden sich gegen die Todesstrafe und fordern die Umwandlung der gegen Kamangar verhängten Strafe."
Auf der Webseite von Labourstart könnt ihr euch unter der folgenden Adresse in eine Protestliste eintragen: http://www.labourstart.org/cgi-bin/solidarityforever/show_campaign.cgi?c=453
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