Defend_the_right_to_strike

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Das Streikrecht verteidigen.

Streikrecht bestätigt, aber die Kampagne dauert an

  • über die Kampagne

    Right to strike logo Eng

    Am 18. Februar 2015 gingen Tausende von Gewerkschafter/innen auf die Straßen, überhäuften die sozialen Medien mit Posts und machten sich bei ihren Regierungen für die Verteidigung des Streikrechts stark. ITF-Gewerkschaften in aller Welt, von Bangladesch bis zur Ukraine, machten ihren Standpunkt klar –  und sie waren nicht die einzigen. Dank der globalen Kooperation zwischen dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB) und den globalen Gewerkschaftsverbänden wurde dieser Protest über Branchen- und Ländergrenzen hinweg getragen. Dieser koordinierte Druck zeigte Wirkung: Auf einer dreigliedrigen Sitzung Ende Februar 2015 verständigten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf eine Erklärung zur Bestätigung des Streikrechts.

    "Wir haben einen echten Schritt nach vorne gemacht. Die Sitzungen des Ausschusses für Vereinigungsfreiheit und des Verwaltungsrats, beide im März, und die Sitzung des Ausschusses für die Durchführung der Normen der Internationalen Arbeitskonferenz im Juni werden die Probe aufs Exempel sein, ob die Arbeitgeber wirklich zu ihrer Zusage stehen. Jedenfalls hat jedoch die Regierungsgruppe erklärt, dass die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Streik nötig sind. Vielen Dank für die wichtige Unterstützung der ITF." Luc Cortebeeck, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe im IAO-Verwaltungsrat

    Mehr dazu hier:

    ITF-Online: Gewerkschaftsproteste retten Streikrecht

    IGB-Online: Right to strike reaffirmed at ILO

    Ergebnisse der IAO-Sitzung (nur auf Englisch)


    HINTERGRUND

    Das Streikrecht ist ein Menschenrecht, das hart erkämpft wurde – dennoch wird es weltweit angegriffen. ITF-Gewerkschaften, die ihr Recht auf Arbeitskampfmaßnahmen wahrnehmen, sind regelmäßig mit Repressalien konfrontiert, von Entlassungen, Festnahmen und Inhaftierungen bis zu Gewalt und sogar Mord. Aus dem Globalen Rechtsindex des Internationalen Gewerkschaftsbunds(IGB) geht hervor, dass das Streikrecht überall auf der Welt häufig gesetzlich eingeschränkt und faktisch verletzt wird.

    Die Mechanismen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) stehen unter Beschuss. Die IAO besteht aus drei Gruppen – Arbeitgebern, Beschäftigten und Regierungen. Die Arbeitgebergruppe stellt das in IAO-Übereinkommen 87 verankerte Streikrecht vom Grundsatz her in Frage. Auch wenn die Frage durch die im Februar 2015 abgegebenen Erklärungen vorerst beigelegt ist, dauern die Angriffe auf Arbeitnehmerrechte an. Die Gewerkschaften und ihre internationalen Organisationen bleiben also wachsam.

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jdjcndj

Vor 67 Tagen
The right to work for everybody is more important than strike. The human freedom of contract of employment is more important than tariff contract of an entity.
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