Streik bei Fahrdienstvermittlern in mehreren indischen Städten

In mehreren indischen Städten haben bei den Fahrdienstvermittlern Uber und Ola beschäftigte Fahrer/innen wegen inakzeptabler Beschäftigungsbedingungen die Arbeit niedergelegt.

Am 22. Oktober traten Beschäftigte in Mumbai, Delhi, Hyderabad, Bangalore und zahlreichen weiteren Städten in den Streik, um menschenwürdige Bezahlung und Bedingungen zu fordern. Nach Schätzungen der ITF standen in diesen Städten zwischen 50 und 80 Prozent der Uber- und Ola-Fahrzeuge still.

In Mumbai protestierte die ITF-Gewerkschaft Maharashtra Rajya Rashtriya Kamgar Sangh (MRRKS) vor der Geschäftsstelle von Uber.

Die Fahrer/innen in Indien sind sowohl von fallenden Fahrpreisen also auch von steigenden Kraftstoffpreisen betroffen. Dies hatte zur Folge, dass die Einkünfte der Uber-Fahrer/innen im vergangenen Jahr um 22 Prozent zurückgegangen sind.

Die Gewerkschaften fordern ferner, Uber und Ola als Taxiunternehmen einzustufen und zu regulieren, um die folgenden weiteren Aspekte zu regeln:

  • Anhebung der Kilometertarife entsprechend den Kraftstoffpreisen
  • Reduzierung der der täglichen Arbeitszeit (derzeit 14 - 16 Stunden)
  • Behandlung der Fahrer/innen als Angestellte
  • Kranken- und Unfallversicherung für Fahrer/innen
  • Einführung einer Obergrenze für die Uber-Flotte in Städten

Dazu der ITF-Regionalsekretär für Asien/Pazifik Sangam Tripathy: „Im Verlauf des letzten Jahres haben wir uns mit Gewerkschaften getroffen, die Beschäftigte bei Ola und Uber organisieren. Dies führte zum Beitritt der MRRKS zur ITF und nun zur ersten parallel koordinierten Aktion bei Ola und Uber in mehreren Städten.“

Der ITF-Koordinator für die Zukunft der Arbeit Mac Urata fügte hinzu: „Diese Firmen müssen an den Verhandlungstisch kommen, sie können nicht ihre Köpfe in den Sand stecken und so tun, als wäre nichts geschehen. Diese Beschäftigten fordern ihre Rechte ein, und man wird sie nicht ignorieren.“


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