Türkische Gerichte bestätigen erneut die Anerkennung der TÜMTIS als repräsentative Gewerkschaft bei DHL Express

Türkische Gerichte haben heute die Anerkennung der TÜMTIS als repräsentative Gewerkschaft bei DHL Express erneut bestätigt. Die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF) und die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) gratulieren der türkischen Mitgliedsorganisation zu diesem Erfolg und drängen nun bei DHL Express/Türkei darauf, schleunigst in Verhandlungen einzutreten.

TÜMTIS-Mitglieder stehen seit dem 17. Juli 2017 Streikposten, um dagegen zu protestieren, dass DHL Express ihnen das gesetzliche Recht auf einen Kollektivvertrag verweigert.

Das türkische Arbeitsministerium hatte Anfang 2017 nach der Registrierung aller Gewerkschaftsmitglieder bei DHL Express das amtliche Protokoll über die Anerkennung der TÜMTIS bei DHL Express herausgegeben. Am 8. März 2017 legte die Unternehmensleitung von DHL Express jedoch dagegen Widerspruch vor Gericht ein. Mit dieser Taktik verzögerte sie das Anerkennungsverfahren, sodass das Unternehmen den Druck auf die Beschäftigten durch Entlassungen, Diskriminierung und Einschüchterungsversuche weiter erhöhen konnte. Die TÜMTIS musste bis heute, Dienstag, den 5. Juni 2018, auf die Entscheidung der Gerichte warten.

Dazu ETF-Präsident Frank Moreels: "DHL muss seine Schikanen und Hinhaltetaktik beenden. Es ist Zeit, auf die Beschäftigten und die Gerichte zu hören und endlich einen vernünftigen Vertrag auszuhandeln. All das hätte eigentlich nie geschehen dürfen. DHL hat eine globale Vereinbarung mit der ITF und UNI, in der das Unternehmen verspricht, Gewerkschaften anzuerkennen. Warum also diese Verzögerung?"

DHL Express hat nun 15 Tage Zeit, um gegen das Gerichtsurteil Berufung einzulegen. ETF-Generalsekretär Eduardo Chagas ruft alle ETF-Gewerkschaften auf, sich am Freitag, den 8. Juni 2018 an einem globalen Aktionstag zu beteiligen. Arbeitnehmer/innen in aller Welt werden Solidaritätsbotschaften an die TÜMTIS schicken und DHL Express dazu auffordern, gegen das heutige Gerichtsurteil nicht in Berufung zu gehen. 

 

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