Japan Uber rally
Mac Urata spricht auf der Protestkundgebung gegen Uber in Tokio (Japan)

ITF unterstützt Proteste gegen Uber in Japan

An einer Kundgebung dreier japanischer Straßentransport- und Bahngewerkschaften gegen Regierungspläne, Uber und weitere Mitfahrdienste zu unterstützen, nahmen auch führende ITF-Vertreter teil.

Die ITF-Mitgliedsorganisationen Zenjiko Roren, Kotsu Roren und Shitetsu Soren wollten mit ihrem Protest am 7. März in Tokio ihre Entschlossenheit zum Widerstand gegen die Legitimierung von Mitfahrdiensten zum Ausdruck bringen, die ihrer Meinung nach Beschäftigung und Sicherheit beeinträchtigen.

Katsuji Taki, der Leiter des ITF-Büros in Tokio, und Mac Urata, der Sekretär der ITF-Binnenverkehrssektionen, schlossen sich den über 400 Demonstrierenden an. Auf der Veranstaltung sprachen auch japanische Parlamentsabgeordnete und ein Vertreter der Arbeitgeberorganisation des Taxigewerbes.

In einer Erklärung brachten die Kundgebungsteilnehmer/innen ihre tiefe Besorgnis über die Förderung von Mitfahrportalen als Bestandteil der Wachstumspolitik der Regierung zum Ausdruck. Mitfahrdienste versuchen zunehmend, in ländlichen Gebieten Fuß zu fassen, die unter Bevölkerungsrückgang und Überalterung leiden, und untergraben die Bemühungen von kommunalen Verwaltungen, Verkehrsbetreibern und Fahrgästen, nachhaltige öffentliche Verkehrsdienste zu entwickeln.

Ein Mitglied einer der japanischen Koalitionsregierung angehörenden Partei erklärte in seiner Rede: "Auch der Minister für Infrastruktur, Verkehr und Tourismus lehnt Mitfahrdienste ab. Dies ist keine Kontroverse zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien. Wir alle stellen uns in dieser Frage gegen das Kabinett."

Mac Urata hob in seiner Rede auf der Veranstaltung hervor, wie die ITF Beschäftigte und Gewerkschaften weltweit im Kampf gegen Uber und seinesgleichen unterstützt – u. a. in Argentinien, Dänemark, Indien und Katar. Dieses Geschäftsmodell, das Technologien des 21. Jahrhunderts nutze, aber Beschäftigungsbedingungen des 19. Jahrhunderts propagiere, müsse eingestellt werden, forderte Urata.

Später überreichten die Gewerkschaften beiden Häusern des japanischen Parlaments eine Petition mit 135.200 Unterschriften gegen Mitfahrdienste.

Lies mehr über die internationale ITF-Konferenz zu den Gefahren von "Ubernomics" für die Beschäftigten.

Der jüngste Gerichtsentscheid zu Uber in Großbritannien (Presseerklärung auf Englisch)

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