OSM Aviation und ITF unterzeichnen internationales Abkommen zum Schutz von Arbeitnehmer/innenrechten

Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung, die das Recht der Belegschaft auf Organisierung anerkennt, haben das norwegische Luftverkehrsunternehmen OSM Aviation und die ITF den Grundstein für eine echte Vertretung der Beschäftigten und Kollektivverhandlungsrechte zur Verbesserung von Normen und Arbeitsbedingungen gelegt.

Die am 6. Januar 2017 unterzeichnete Vereinbarung wird eine möglichst enge Zusammenarbeit der Gewerkschaften und des Unternehmens bei der Einhaltung der Kernübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Vereinigungsfreiheit, Organisierung und Kollektivverhandlungen fördern. Sie sieht ferner regelmäßige Treffen von Gewerkschaften und Unternehmensleitung sowie Beschwerde- und Schlichtungsverfahren vor. Darüber hinaus wird sie die Gewährleistung professioneller Dienstleistungen im internationalen Luftverkehrssektor unterstützen.

OSM Aviation ist in 14 Ländern als Personalvermittlung, Ausbilder und Personalverwaltung für Fluggesellschaften tätig und beschäftigt 2.700 Pilot/innen und Kabinenpersonalmitglieder. An mehreren Standorten bestehen bereits Abkommen mit Gewerkschaften. Der größte der neun internationalen Kunden von OSM ist die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air. Die neue Absichtserklärung gilt für das gesamte OSM-Netzwerk. 

Dazu ITF-Präsident Paddy Crumlin: "Durch den aggressiven Wettlauf nach unten im internationalen Luftverkehrssektor ist eine unterregulierte Branche entstanden, in der die Normen der Beschäftigten zunehmend ausgehöhlt werden."

"OSM Aviation unternimmt Schritte zur Förderung von dauerhafter Beschäftigung und geregelten Bezahlungs- und Beschäftigungsbedingungen. Das ist ein guter Anfang, und ich freue mich, dass wir nun ein Abkommen erreicht haben, das einen Rahmen für unsere Zusammenarbeit mit OSM Aviation zum Schutz von Gewerkschaftsrechten, sozialer Sicherheit und Beschäftigungsbedingungen schafft."

ITF-Generalsekretär Steve Cotton verwies darauf, dass sich im Schifffahrtssektor infolge der Deregulierung ein komplexes System von Billigflaggen ausbreite, das für die Beschäftigten harsche Folgen habe. Die Maßnahme mit OSM sei ein aktiver Beitrag, um eine ähnliche Entwicklung im Luftverkehrssektor zu verhindern, betonte Cotton. 

Halte dich im ITF-Luftverkehrsblog unter www.itfaviation.org auf dem Laufenden.

 

Kommentare hinzufügen

Alle Kommentare