Dringender Solidaritätsappell für spanische Hafenbeschäftigte

Zeigt eure Solidarität mit dem Protest der spanischen Hafenbeschäftigten gegen Pläne ihrer Regierung, die Gesetze zur Regelung der Häfen des Landes zu zerschlagen.

So lautet der dringende Appell von ITF und ETF an all ihre angeschlossenen Gewerkschaften, die Hafenbeschäftigte organisieren. Die Gewerkschaften sind aufgerufen, ein Schreiben an das spanische Ministerium für Infrastruktur zu schicken, in dem sie die "Ergreifung aller rechtmäßigen Maßnahmen zur Unterstützung der spanischen Hafenbeschäftigten" androhen, falls die Regierung nicht reagiert. Viele ITF-Gewerkschaften haben sich bereits solidarisch erklärt.

Anlass für den Appell war die Nachricht, dass die spanische Regierung die Gewerkschaften über die geplante Genehmigung eines Gesetzes informierte, das zu einer aggressiven und zerstörerischen Liberalisierung des Hafenarbeitsmarktes führen wird. Wie die Gewerkschaften ITF und ETF mitteilten, will die Regierung das derzeit geltende Registrierungssystem für Hafenbeschäftigte aufheben, was einen Verstoß gegen das IAO-Übereinkommen 137 darstellen würde. Der Gesetzesvorschlag setzt sich zudem über erst vor kurzem zwischen dem spanischen Arbeitgeberverband ANESCO und den Gewerkschaften geschlossene Vereinbarungen hinweg.

Der ITF-Präsident und Vorsitzende der ITF-Sektion Häfen Paddy Crumlin bezeichnete die unverfrorene Geringschätzung spanischer Arbeitsplätze, des Ansehens des Landes und internationaler Übereinkommen als "unfassbar".

"Das Vorgehen der spanischen Regierung ist jenseits aller Vernunft und möglicherweise auch jenseits internationalen Rechts. Glücklicherweise machen die spanischen Gewerkschaften mobil für den Widerstand gegen die Entschlossenheit der Regierung, die Sozialpartnerschaft in den Häfen ihres Landes zu zerstören. Sie können sich unserer internationalen Unterstützung zu hundert Prozent sicher sein," so Crumlin.

In allen spanischen Häfen sind nun für den 20., 22. und 24. Februar Streiks geplant. Die ITF-Koordinatorin für maritime Industrien Jacqueline Smith appellierte eindringlich an die Regierung, ihren unbesonnenen Vorschlag zurückzunehmen und sich stattdessen zu Verhandlungen bereitzufinden.

Hier könnt ihr umgehend eure Solidarität mit den spanischen Hafenbeschäftigten zum Ausdruck bringen – sendet einfach dieses Musterschreiben an das spanische Ministerium für Infrastruktur.

 

Kommentare hinzufügen

Alle Kommentare